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Benutzername: Unsere Bücherwelt
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Bewertungen

Insgesamt 122 Bewertungen
Bewertung vom 27.08.2018
Stille Schwester
Krist, Martin

Stille Schwester


ausgezeichnet

Puhhhh, wo soll ich nur anfangen … Wie wäre es mit vorne? ;-)

Da legte ich mich eines Abends völlig übermüdet in mein Bett und wollte nur noch eben kurz in „Stille Schwester“ rein lesen.

Und was ist dann passiert? Hellwach war ich und an Schlaf war absolut nicht mehr zu denken!

Der Einstieg hält bereits mit den ersten Worten einen mega-schocker-Augenaufreiß-Moment bereit und ziemlich schnell wird klar: wir rollen das Feld von hinten auf und es gilt herauszufinden, wie es genau zu diesem Horror-Moment kommt!

Eins hat der liebe Martin Krist wirklich drauf: das neugierig machen!

Bereits im ersten Fall von Henry Frei („Böses Kind“) wurde auf einen grotesken Frauenmord aufmerksam gemacht und nun kommen wir diesem Täter so richtig auf die Spur! Er entpuppt sich als Serienkiller, denn es ist nicht bei der einen Toten geblieben.

Natürlich hat der Autor nicht vergessen, uns nebenher ein weiteres Verbrechen zum Grübeln mitzugeben, welches es dann vermutlich in Teil 3 aufzudecken gilt!
Mission erfüllt, denn selbstverständlich muss ich wissen, wie es weiter geht! ;-)

Darüber hinaus gibt es so viele Geheimnisse und ungeklärte Fragen rund um Henry Frei selbst, die die einzelnen Mordfälle zu einem großen Ganze abrunden und die für mich alle Bände definitiv zu einer Gesamtserie machen!

Auch wenn einzelne Fälle in jedem Band gelöst werden, sollte man die Serie wirklich von vorne beginnen, denn unser Kommissar Henry Frei hat da noch so einige Geschichten im Keller vergraben, da bin ich sicher! Man bekommt da immer mal kleine Puzzleteile hingeworfen und ich will das fertige Puzzle unbedingt erleben!

Unsere diesige Hauptprotagonistin ist Rebecca, die ich durch ihre lebenslustige und herzerwärmende Art sofort in mein Herz geschlossen habe. Seid gespannt auf ihre Geschichte und alle Zusammenhänge! Ihr werdet überrascht sein!

Aber auch der Täter hat mich überrascht! Seine Vorgehensweise und Motive haben mir im Anschluss viel Raum zum Nachdenken gegeben.

Absolut treu bleiben sich Kommissar Henry Frei und sein Team. Sie alle überzeugen weiterhin durch ihre natürliche und authentische Art!
Da wäre Louisa Albers, die trotz kleinem Baby als Hauptverdienerin das Geld nach Hause bringen muss, weil ihr Ehemann als Schriftsteller nur mäßigen Erfolg hat.

Der enthusiastische und übereifrige Charlie, der von den meisten nicht so richtig ernst genommen wird.

Und allen voran natürlich der Zwangsneurotiker und liebevolle Ehemann Kommissar Henry Frei himself.

Meine einzige Kritik ist wie auch beim Vorgängerband, dass mir das Ende zu schnell und zu abrupt kam, da hab ich mich tatsächlich etwas überrollt gefühlt, zumal es vorher langsamer zur Sache ging.

Dafür habe ich die Obermutter aller Cliffhanger präsentiert bekommen, wo ich nicht sicher bin, ob ich den Autor erwürgen möchte, weil Teil 3 noch nicht fertig geschrieben ist oder ihm Genialitäts-Punkte geben soll! ;-)

Fazit

In „Stille Schwester“, dem 2. Teil der Henry-Frei-Reihe, tauchen wir tiefer in einige noch ungeklärte Fälle ein und lösen eine Mordserie auf, die bereits im ersten Teil präsent war.
Zudem wird auf ein weiteres Verbrechen vorbereitet, welches es dann vermutlich in Band 3 zu lösen gilt.
Der knackige und bildliche Schreibstil ist grandios und lässt einen Film vor dem inneren Auge abspielen.
Am meisten begeistern mich aber immer noch die authentischen Charaktere, die mitten im Leben stehen und absolut real wirken. Ich bin mehr als gespannt darauf, wie es weiter geht.

Bewertung vom 20.08.2018
Der Knochenmacher
Haubrich, Leonie

Der Knochenmacher


ausgezeichnet

„Der Knochenmacher“ ist eine Neuüberarbeitung von dem Buch „Die Sprache des Schmerzes“. Das sollte man vielleicht im Vorfeld wissen.

Ich habe den ursprünglichen Titel erst nach dem Lesen erfahren und finde ihn wesentlich passender, denn hierzu kann ich einen Bezug finden, der für mich beim neuen Titel nur am Rande greifbar war.
Unter dem aktuellen Titel und dem Cover habe ich tatsächlich etwas ganz anderes erwartet, denn beides passt in die übliche Psychothriller-Schublade. Allerdings gehört „Der Knochenmacher“ für mich keinesfalls in dieses voreingenommene Schubfach!

Dieses Buch ist weder sehr rasant noch wirklich unvorhersehbar geschrieben und es lebt nicht von den großen Überraschungsmomenten. Einige gibt es sicherlich, aber man erwartet sie nicht unbedingt.
Vielmehr ist es für mich eine hochkarätig dramatische und absolut emotionsgeladene, grundehrliche und vor allem authentische Geschichte über 3 unverstandene Menschen und ich liebe sie!

Thomas, der aus der Psychiatrie geflohen ist, um Rache an dem Mann zu üben, der für seine Verurteilung verantwortlich ist, steht natürlich absolut im Fokus der Geschichte.
Jedoch bekommen wir zudem noch zusätzliche Einblicke in die Gefühlswelt eines kleinen Jungen namens Jan und der Psychologin Liz und müssen bald fest stellen, dass alle 3 ihre eigenen persönliche Probleme haben und sie das Schicksal zueinander führt.

Ohne zu viel inhaltlich zu verraten: wir erfahren, wie falsch eingeschätzte Fremdeinwirkung in voller Selbstüberzeugung getroffen, ausgehen kann. Wir sehen, was passiert, wenn Menschen auf einer anderen Ebene kommunizieren und sich unverstanden fühlen und aneinander vorbei reden. Was geschieht, wenn jemand, der mit guten und verständnisvollen Absichten einfach nur helfen will und selbst zum Opfer wird? Wie wirken sich Entscheidungen aus, die oberflächlich getroffen werden, ausschließlich auf der Basis „was das Auge sieht“ ohne einen Blick hinter die Fassade zu werfen?
Das Ganze wird so authentisch und natürlich erzählt, dass ich mich absolut hinein fühlen konnte und das Geschriebene mich an einigen Stellen sogar zum Weinen gebracht hat.

Die Frage, die ich mir während dem Lesen ständig gestellt habe war: Sollte man mit einem Täter wirklich so mitfühlen können? Ich hatte allerdings nicht wirklich eine Wahl, denn die Autorin erzählt Thomas Geschichte so hautnah, ehrlich und vor allem realistisch, dass man sich einfach in ihn hinein fühlen muss und seine Handlungen tatsächlich aus seiner Sicht nachvollziehen kann. Ob ich damit richtig gelegen habe, tja, das muss ein jeder beim eigenen Lesen, für sich selbst heraus finden.
Selten habe ich jedenfalls bei einem Buch so viel „hinter der Kulisse“ nachgedacht, denn die Geschichte hält neben einer durchweg spannenden Handlung so viele Botschaften bereit, die sich ein jeder zu Herzen nehmen sollte.

Ein kleiner Kritikpunkt von mir wäre, dass der Geschichte 50 - 100 Seiten zusätzlich, tatsächlich noch gut getan hätte um perfekt zu sein. Obwohl ich mich in alles und jeden gut hinein versetzen konnte, hätte ich gerne einiges noch ausführlicher geschrieben gelesen. Manche Szenenwechsel wirkten hin und wieder leicht abgehackt. Das wäre aber nur das i-Tüpfelchen gewesen.

So bekommt „Der Knochenmacher“ eine glasklare Leseempfehlung von mir, primär für Leser, die spannende und schonungslos realistische Lektüre mit Tiefgang mögen.


Fazit
Ein kurzer, aber knackiger und sehr tiefgründiger Thriller. Es ist kein typischer Psychothriller im klassischen Sinne, aber wer authentische Spannungsromane mag, die zum Nachdenken anregen, der macht mit diesem Buch alles richtig.

Bewertung vom 10.08.2018
Love and Ashes
Stankewitz, Sarah

Love and Ashes


sehr gut

Meine Meinung

Eine freundschaftliche Geschichte über Liebe, Familie und Hoffnung. Diese Geschichte bietet uns teilweise ein echtes Gefühlschaos.

Zu unserer Jahreschallenge für den Monat „Mai“ habe ich dieses Buch gewählt, denn es liegt schon lange auf meinem SuB. Vor einiger Zeit hatte mich das Cover direkt angesprungen und weiterhin verfolgt ;-).

Der Klappentext hat mich auch neugierig gemacht, denn: beste Freunde, sitzen gelassen werden, schwanger, Baby … das hörte sich nach einer spannenden Kombination an. Doch im nach hinein verrät meiner Meinung nach der Klappentext schon sehr viel und ich hatte nur wenige überraschende Momente.

Den Weg zum hoffentlichen Happy End hat die Autorin sehr interessant gestaltet. Ihr Schreibstil ist flüssig und leicht, was mich dann doch durch die Seiten hat fliegen lassen.

Love und Ashes lernen sich durch Zufall kennen und ab dem Moment, können sie sich beide ein Leben ohne einander nicht mehr vorstellen. Sie teilen fast alles miteinander, ob es die skurrilen Sexabenteuer von Ashes sind, die ihn mir nicht immer sympathisch gemacht haben oder Loves missglückte Beziehungen. Beide verbindet so viel und doch kommen sie aus zwei unterschiedlichen Welten. Ihre Freundschaft scheint in Stein gemeißelt zu sein, bis Love schwanger wird und der Vater des Kindes sie verlässt ...

Ich hätte gerne noch etwas mehr über Charlie erfahren, denn als beste Freundin von Love taucht sie ja schon das ein oder andere mal in der Geschichte auf, doch wirklich was wissen über sie, tue ich nicht.
Zum Ende hin haben wir endlich mal was über Ashes Familie erfahren, aber schon vorher wären ein paar Einblicke in sein Familienleben schön gewesen.

Obwohl die Geschichte teilweise vorhersehbar war, habe ich sie zügig und mit Interesse gelesen. Ich verstehe absolut, dass die Einen absolut überzeugt von diesem Buch sind und es dann auch die andere Seite gibt, die nicht alles rund finden an dieser Geschichte. Mich haben so ein paar kleine Sachen gestört, die mich aber am Lesespaß nicht gehindert haben.

Fazit

Ein nicht neues Thema mal anders verpackt. Ein Buch über das Erfahren, ob eine Freundschaft zwischen Frau und Mann funktioniert, wie Love und Ashes alles meistern und eine Geschichte die es lohnt zu lesen. Auch wenn für mich nicht alles 100% rund war, habe ich dieses Buch gerne gelesen.

Bewertung vom 10.08.2018
Die träumende Prinzessin / Königreich der Träume Bd.3 (eBook, ePUB)
I. Reen Bow

Die träumende Prinzessin / Königreich der Träume Bd.3 (eBook, ePUB)


gut

Meine Meinung

Eine Geschichte über Entdeckungen, Fragen und Veränderungen. Die siebenteilige Serie geht in die nächste Runde.

Es geht wieder weiter, doch diesmal war ich nicht ganz so begeistert.

Ich bin schwieriger in die Geschichte reingekommen. Es geht ja immer nahtlos weiter, aber ich konnte mich nicht sofort an das vergangene erinnern und musste mich somit erstmal wieder dran erinnern. Eins bis zwei Sätze zum bisher Geschehenen wären mir da hilfreich gewesen.

Es ist zwar erst der dritte Teil, einer siebenteiligen Serie, aber ich hätte gerne zwischendurch ein paar Antworten bekommen. Immer mehr Fragen kommen auf, aber noch keine Erklärungen zu vorherigen Dingen.

Leider hat mich dieser Teil nicht so begeistert, obwohl ich die Charaktere, auch wenn ich noch nicht alle einschätzen kann oder wahrscheinlich verkehrt einschätze, mag.

Diesmal konnte ich mir alles bildlicher vorstellen, wobei ich da feststellen musste, dass ich vorher vieles verkehrt im Kopf hatte (z.B. Ober- und Unterstadt). Der Schreibstil ist weiterhin fesselnd und flüssig zu lesen.

Das schöne war, dass Jessica langsam in eine Richtung kommt, wo sie etwas mehr erfährt, aber auch da stößt sie wieder auf neue Schwierigkeiten, denn wer ist wirklich Feind und Freund?

Ich hoffe, dass mich der nächste Teil wieder mehr begeistern kann.

Fazit

Der Einstieg in diesen Teil war schwieriger, als in die bisherigen. Anstatt ein paar Antworten, auch wenn es nur „unwichtige“ wären, sind immer mehr Fragen hinzugekommen. ABER … dieser Band ist nur ein kleiner Weg zu einer großen Reise von Jessica, die ich immer noch weiter mit ihr bestreiten möchte.

Bewertung vom 05.08.2018
Tausche Ehegatten gegen Mann im Kilt
Guttenson, Pia

Tausche Ehegatten gegen Mann im Kilt


sehr gut

Meine Meinung

Eine idyllische Geschichte über Neuanfänge, Veränderungen, Hoffnung und Liebe. Wendungen und Spannung erwarten einen bei dieser Geschichte.

Endlich habe ich es geschafft, dieses Buch zu lesen. Die Autorin haben wir auf der LBM 2018 getroffen und ihre Geschichten haben uns neugierig gemacht.

Schottische Romane sind immer wieder interessant, wobei ich da immer zuerst Bedenken habe, dass sich die Autoren in Ausschweifungen der Landschaft verlieren. So aber nicht Pia Guttenson … sie hat für mich ein kleines Dorf und dessen Landschaft, in der Nähe von Inverness und Edinburgh, sehr bildlich dargestellt, aber nicht übertrieben.

Der Schreibstil war gut zu lesen, wobei ich bei allen gälischen Worten (sind nicht viele) gerne schon nebenher die Übersetzung gehabt hätte und nicht erst zum Schluss, denn ich schaue nicht automatisch nach, ob es im Anschluss eine Übersetzung gibt. Zu Beginn wurden auch zwei gälische Worte im laufenden Satz übersetzt, was ich sehr gut fand.

Ein paar Unstimmigkeiten gab es für mich in diesem Buch, aber das hat meinem Lesefluss nicht gestört. Ich mochte Louise sehr und konnte ihre Beweggründe auch verstehen, aber ich wollte mir nicht im Kopf, für all ihre Handlungen und Gedanken eine Erklärung suchen, was ich das ein oder andere mal machen musste.

Louise suchte einen Romanhelden à la Jamie Fraser und statt dessen findet sie einen nicht „perfekten“ schottischen Highlander.
Sie flüchtet vor einer Ehe, die sie nicht glücklich macht, zwei erwachsenen Söhnen und einem Glamour-Leben, dass sie nie wollte.

Alasdair und Grace, seine gehörlose Tochter, wurden kurz nach ihrer Geburt von der Mutter verlassen. Seit dieser Zeit, um genau zu sein 9 Jahren, geht es stetig bergab. Seine Ex hat ihm all sein Geld genommen und nun muss er vielen Jobs nachgehen, um alles bezahlen zu können.

Können sich Louise und Alasdair gegenseitig retten und wieder Hoffnung für ein glückliches und zufriedenes Leben geben? Das heißt es mit Ärger, Sarkasmus und Humor herauszufinden.

Wir haben bei dieser Story mehrere Perspektivenwechsel, wobei der Schwerpunkt bei Louise und Alasdair liegt.

Obwohl die Geschichte für mich nicht ganz ausgereift war, freue ich mich schon auf weitere Geschichten in den schottischen Highlands, denn die Protagonisten haben mich neugierig gemacht.


Fazit

Eine schöne Geschichte, die mit ein paar kleinen Fehlern trotzdem in die Idylle von Schottland einlädt. Protagonisten, die im Leben stehen und sich nicht mit ihrer verfahrenen Situation zufrieden geben wollen. Wer schottische Liebesromane mag (ohne historischen Hintergrund), sollte sich diese Geschichte nicht entgehen lassen.

Bewertung vom 05.08.2018
Der Duft von Schnee - Seasons of Love Reihe / Band 1 (eBook, ePUB)
Röder, Petra

Der Duft von Schnee - Seasons of Love Reihe / Band 1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Meine Meinung

Eine spannende Geschichte über Liebe, Freundschaft, Überraschungen und Veränderungen. Diese Geschichte lässt auch in die Vergangenheit blicken, die doch am liebsten vergangen bleiben sollte.

Zu unserer Jahreschallenge habe ich mir dieses Buch ausgesucht und muss sagen, das war eine gute Wahl.

Der flüssig und leichte Schreibstil hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Des weiteren sind die Protagonisten sehr gut ausgearbeitet, so dass ich mit allen gelitten, mich geärgert und gefreut habe.

Eyleen ist eine sehr sympathische junge Frau. Sie hat eine schwere Kindheit hinter sich und auch beim Erwachsenwerden hat sie so einige Schwierigkeiten gehabt. Eyleen ist unglaublich stark und lässt sich auch so schnell nichts gefallen, was sie sehr interessant macht.

Starke und glaubwürdige Personen begleiten Eyleen durch ihre nicht immer leichte Zeit.

Über Brenda, Eyleens beste Freundin, habe ich mich das ein oder andere mal geärgert. Brenda sagt gewisse Sätze, die nicht immer freundlich waren (was an ihrer Art liegt), doch genau das macht sie so authentisch und auch die Freundschaft zu Eyleen wirkt dadurch sehr glaubwürdig.
Ich kann mir gerade den Weihnachtsbummel, den die beiden meisterhaft kurz vor Weihnachten absolvieren, sehr gut vorstellen. Eyleen, die kein passendes Geschenk findet und Brenda, die tapfer durchhält. Sie gibt offen ihre Meinung wieder, dass sie keine Lust mehr hat und nicht mehr lange durchhält und genau das macht die Freundschaft aus, denn obwohl einen was nicht zu sagt, wird trotzdem durchgehalten. Auch wenn beide ihre eigene Meinung sagen, nimmt der andere das einen nicht übel.

Eyleen bekommt auch durch ihre Arbeitskollegen einen starken Rückhalt, den sie des öfteren braucht.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus ihrer Sicht beschrieben, doch die kurzen Augenblicke, die wir aus Coles Sicht erhalten, machen das ganze Gefühlschaos erst so richtig perfekt.

Cole hat auch keine einfache Vergangenheit, die er vor allem nicht gerne Preis gibt. Wir lernen ihn als eingebildeten, machohaften und unglaublich geheimnisvollen sexy Bad Boy kennen. Im Laufe der Geschichte habe auch ich mich ein kleines bisschen in ihn verliebt :-).

Leider habe ich bei der Auswahl meines Buches verdrängt, dass es eine Serie ist. Ich war sehr überrascht, als die Geschichte sich dem Ende geneigt hat und noch so viele Fragen offen waren. Ein schreckliches bzw. für die Reihe ein sehr spannendes Ende. Ich möchte unbedingt die nächsten Teile lesen und hoffe, dass ich bald Zeit dazu finde.

Fazit

Ein toller Auftakt einer vierteiligen Serie, die sich durchweg spannend hält. Der erste Teil macht unglaublich neugierig und ich möchte wissen, was mit Eyleen und Cole noch alles passiert.

Bewertung vom 03.08.2018
The Broken Ones - Die Vergangenheit in Dir
Shannon, Jo D.

The Broken Ones - Die Vergangenheit in Dir


sehr gut

Meine Meinung

Eine explosive Geschichte über Freundschaft, Familie und Liebe. Diese Geschichte zeigt, dass einen die Vergangenheit nie komplett los lässt..

Wie sehr ich doch auf eine Fortsetzung zu „Der Himmel in meiner Nähe“ gehofft habe …
Gleich vorweg, die Bücher sind unabhängig lesbar, aber ich empfehle mit „Der Himmel in meiner Nähe“ zu starten, denn dort lernen wir Cat und Ryan bereits näher kennen.

Die beiden sind wahnsinnig tolle Freunde und wollen nur das beste für ihre liebsten Menschen, doch miteinander umgehen können sie nicht. Die beiden „hassen“ sich ab dem ersten Moment. Doch viele Entscheidungen, Rückschläge und Hinterhältigkeiten ziehen die beiden immer wieder zueinander.
Doch wenn ihr jetzt glaubt, dass euch eine simple Liebesgeschichte erwartet, dann muss ich euch enttäuschen. Diese Geschichte, die sich sehr flüssig lesen lässt, hat viel mehr zu bieten. Es erwarten euch, neben der unerfüllten Liebe, auch Drama, Schmerz, Verzweiflung und Trauer.

Ein Großteil der Geschichte handelt von der schrecklichen Vergangenheit der beiden. Cat und Ryan sind sich ähnlicher als sie denken, auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollen. Wären da aber nicht die ständigen Zweifel und Selbstvorwürfe, könnten sie vielleicht einen Weg finden, miteinander umzugehen, um sich gegenseitig zu kitten.

Dieses komplette Gefühlschaos hat die Autorin sehr gut rüber gebracht und ich habe die Emotionen der beiden sehr gut nachvollziehen können. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir gerade die innerlichen Zerwürfnisse von Cat und Ryan sich zu oft wiederholt haben. Mit der Zeit scheinen sie zu begreifen, dass das Leben so nicht weiter gehen kann und bauen sich auch gegenseitig auf, nur um wieder in ein Loch zu fallen und neue Zweifel aufkommen zu lassen. Gerade diese Momente haben sich meiner Meinung nach zu oft wiederholt.

Fazit

Eine Geschichte über Liebe und Vergebung erwartet euch bei diesem Buch. Da ich diese Kombination sehr mag, kann ich euch diese Geschichte nur empfehlen. Eine tolle Story, die einen richtig zum Lachen, Weinen, Trauern und Hoffen bringt.

Bewertung vom 02.08.2018
Das Steinerne Tor (eBook, ePUB)
Guttenson, Pia

Das Steinerne Tor (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Um mal die letzte Frage aus dem Klappentext zu beantworten: Oh, ja, ich würde auf jeden Fall durch das Steinerne Tor treten! Allerdings hätte ich da eine Bedingung… Isandora und Ian müssten an meiner Seite dabei sein oder besser: ich darf die beiden begleiten, denn schließlich haben sie eine wichtige Mission in Fenmar zu erledigen und können dabei jede Hilfe gebrauchen, die sie bekommen können.

Ich liebe Isandora und Ian einfach!
Sie sind so wahnsinnig authentisch, natürlich und voller Liebe zueinander, dass ich mich einfach mit ihnen identifizieren kann. Das liegt zusätzlich sicherlich auch daran, dass Isa und Ian keine naiven Jugendlichen mehr sind, sondern mit Ende 30 mitten im Leben stehen und bereits einiges an positiven wie negativen Erfahrungen gesammelt haben. Sie sind einfach so „natürlich menschlich“ und das hat mir sehr gut gefallen.
Ihre Kennenlernphase, noch auf schottischem Boden in unserer Welt, ist phänomenal und ihre Dialoge sind geprägt von Wortwitz, Zynismus und schottischem Charme, so dass ich ständig grinsen musste, mir warm um`s Herz wurde oder ich nägelkauend darauf gewartet habe, dass sie sich doch bitte endlich ihre Zuneigung zueinander eingestehen!
Ian ist ein waschechter, atemberaubender Schotte, so wie man sich eben einen solchen vorstellt und Isandora ist einfach Isandora! Sie ist ein wenig kratzbürstig, wunderschön, aber bei weitem nicht perfekt und genau das macht sie so liebenswert. Oder um es mit den Worten der Einhornfrau Caja auszudrücken: „Du trägst dein Herz wahrlich auf der Zunge Isandora.“

Einhörner wären dann auch schon das Stichwort um Fenmar näher zu beschreiben! Zusammen mit Isa und Ian betreten wir diese fremde Welt und befinden uns plötzlich mitten unter Elfen, Elben, Formwandlern, Zwergen und Einhörnern! Diese leben dort jedoch alles andere als in friedlicher Gemeinschaft miteinander, denn die Völker haben sich vor vielen Jahren entzweit und die furchterregenden Moorguhls und andere blutrünstige und schrecklich-böse Gestalten sorgen seither für Angst und Schrecken.

Isandora und Ian sind dann also die Auserwählten, die das Land Fenmar vor dem Untergang bewahren sollen, denn es gibt da diese eine Prophezeihung …
Isandora hat jedoch noch einen anderen, weitaus persönlicheren und wichtigeren Grund in Fenmar zu bleiben!

Isandora und Ian müssen die teilweise albtraumartigen Hürden in Fenmar übrigens nicht ganz alleine bewältigen, denn sie bekommen treue Gefährten an ihre Seite, die sie zunächst aufklären, durch das Land führen und schließlich gemeinsam mit ihnen kämpfen.

So liest sich „Das Steinerne Tor“ wie eine Mischung aus „Outlander“ und „Herr der Ringe“ und hat dennoch einen absolut eigenen Flair!

Das alles wurde wahnsinnig spannend und mehr als bildlich von der Autorin erzählt. Ein dauerhafter Spielfilm ist vor meinem inneren Auge abgelaufen.

Auch wenn ich mehr als begeistert von dem Schätzchen hier bin, habe ich 2 klitzekleine Kritikpunkte, die mich ein halbes Bewertungsbüchlein im Gesamtergebnis abziehen lassen.

Ab der Hälfte des Buches gab es immer mal wieder ein paar Längen für mich, die aber zum Glück jedes mal durch eine hochspannende neue Situation abgelöst wurden. Da hat die Autorin die Kurve wirklich sehr gut gekriegt.
Einige Redewendungen oder Kosenamen wurden für meinen Geschmack ein wenig zu oft wiederholt, aber das ist ja reine Geschmackssache.

Enden tut dieser erste Teil irgendwie mittendrin, denn das Abenteuer ist ja noch lange nicht vorbei und die Mission längst nicht erfüllt.
Nun bin ich natürlich mehr als gespannt, wie das Abenteuer mit Isa und Ian weiter geht!

Fazit

Fantasy, Abenteuer, schottischer Flair und eine ergreifende Liebe … Ihr bekommt die geballte Ladung, kompakt hier in diesem ersten Teil einer Trilogie.
Fans von „Herr der Ringe“ und „Outlander“ könnten hier auf ihre Kosten kommen, denn die Atmosphäre ist ähnlich, jedoch ist die Geschichte eine komplett andere und nichts wirkt abgekupfert.

Bewertung vom 01.08.2018
Einmal hin und für immer / Puffin Island Bd.1 (eBook, ePUB)
Morgan, Sarah

Einmal hin und für immer / Puffin Island Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Meine Meinung

Eine rauschende Geschichte über Verbindungen, Liebe und Neuanfänge. Diese Geschichte schreibt Freundschaft und Zusammenhalt ganz groß.

In Form unserer Jahreschallange habe ich mir diesen Sommerroman ausgesucht. Lange wollte ich mal wieder ein Buch von Sarah Morgan lesen, denn ihr Schreibstil ist für mich fesselnd und vor allem leicht zu lesen, sodass es eine schöne Kost für zwischendurch ist.

Dass Freundschaft der Autorin sehr wichtig ist, habe ich sehr deutlich gespürt. Ich liebe solche Geschichten, in denen ersichtlich wird, dass eine Familie nicht immer von den Genen abhängig ist, sondern sich auch durch unerwartete Momente bilden kann.

In dieser Serie geht es um die drei College-Freundinnen Emily, Brittany und Skylar. Sie sind unterschiedlich und doch sind sie immer füreinander da, ohne irgendwelche Ansprüche zu stellen.

„Lasst uns eins versprechen. Wenn eine von uns in Schwierigkeiten steckt, helfen die anderen, ohne zu zögern“

Emily lernen wir sehr gut kennen, denn sie hat die für sie schreckliche Aufgabe, ihre Nichte Lizzy großzuziehen. Da sie nicht weiß wohin sie flüchten soll, denn die Presse ist ihr auf den Fersen, nimmt sie sich den alten Pakt der Freundinnen zu Herzen und fährt nach Puffin Island. Dort muss Emily ihre Ängste überwinden und sich neuen Herausforderungen stellen. Ich mochte sie, obwohl sie mir ab und zu zu wankelmütig war. Unerwarteter Weise klopft auch noch ein Fremder an ihrer Tür und bringt alles gehörig durcheinander.

Ryan hat sein eigenes Päckchen zu tragen, aber er probiert seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Emily und Lizzy stellen sein Leben ganz schön auf den Kopf. Zwischendurch war er mir etwas zu sehr auf sich bezogen, obwohl es ja auch um Lizzy geht, denn sie gehört ja zu Emily dazu.

Die Einwohner der Insel sind einfach klasse und Ryan legt Emily ihre Mentalität nahe, denn sie sind füreinander da und geben nicht so schnell auf.

Die Geschichte hat sich toll aufgebaut, obwohl sie mir das ein oder andere mal zu langatmig war und ich am liebsten ein paar Seiten übersprungen hätte, um wieder zu „den wichtigen“ Sachen zu kommen. Puffin Island konnte ich mir super gut vorstellen und ich bin auf weitere Besuch der Insel gespannt.

Fazit

Was euch erwartet? … Eine schöne Geschichte, die zum Träumen einlädt, eine leichte Geschichte mit guter und spannender Handlung, eine bildreiche Geschichte und eine Geschichte, bei der Freundschaft im Mittelpunkt steht. Ihr seht also, dass diese Geschichte/Serie unbedingt gelesen werden sollte ;-).

Bewertung vom 31.07.2018
Rebellin der Nacht / Silberschwingen Bd.2
Bold, Emily

Rebellin der Nacht / Silberschwingen Bd.2


sehr gut

Es ist zum Verrückt werden … da wartet man 6 lange Monate auf DIESES Buch, auf dieses Finale und nun ist es ruck zuck schon wieder zu Ende! Dabei hab ich mir extra Mühe gegeben, gaaaaaanz langsam zu lesen ...

Das hat Emily Bold einfach wahnsinnig gut drauf!
Man fliegt nur so durch die Seiten, hat ein durchgängig fesselndes Leseabenteuer mit vielen wechselnden Szenarien und Emotionen, ohne auch nur ein mal irgendwelche Längen zu spüren.
Die Autorin weiß einfach das perfekte Maß, mit Informationen und Emotionen raus zu rücken, um mich als Leser mit ihrem Buch fest zu verschweißen. Ich kann es erst zuklappen, wenn es auch fertig gelesen ist, nur um mich dann zu ärgern, weil alles in mir nach meeeeehr schreit!

Thorn, die ich ja für ihren Mut und ihre Selbstlosigkeit liebe und die gleichzeitig immer noch so jugendlich-natürlich und verletzlich ist, hat durch ihre Flucht mit Riley den Startschuss zu einer großen und unvermeidbaren Rebellion gegeben. Dabei hat sie nur halb auf ihr Herz hören können, denn sie liebt Lucien und hat ihn nun als Feind zurück gelassen. Puuuh, mit diesem Wissen nach Teil 1 zurück gelassen zu werden, das war schon echt hart.

„Rebellin der Nacht“ setzt wirklich nahtlos an diese Szenerie an und wir bekommen einen leichten Wiedereinstieg und ENDLICH Antworten!

Hauptsächlich bekommen wir aber zunächst erst mal ein großes Kino an Emotionen geboten, denn die Gefühlswelt von Thorn, Lucien, aber auch Riley wird uns auf einem goldenen Tablett in großen Portionen serviert und es war grandios!

Der Plot an sich bietet uns einiges! Ohne euch zu viel zu verraten: es erwarten euch weiterhin machthungrige und skrupellose Silberschwingen-Oberhäupte, interessante neue Legenden, fiese Intrigen, rohe Gewalt, sich um 180 Grad drehende Protas und natürlich jede Menge Liebe und Drama pur! Man muss schon auch Romantasy-Fan sein, denn die Fantasy-Handlung ist zwar wirklich toll, aber der Romantasy-Anteil war hier im 2. Band schon nochmal deutlich höher, als im Vorgänger-Teil.

Obwohl ich das Buch und die Geschichte wirklich liebe, muss ich ein Bewertungsbüchlein abziehen, denn im Gesamtergebnis fand ich den finalen Band ein klein wenig schwächer als den ersten.

Bei Lucien hat mir dieses mal ein wenig das Finstere und Düstere gefehlt, aufgrund dessen ich mich eigentlich erst in ihn verliebt habe. Versteht mich nicht falsch, er verkörpert das immer noch, aber dieses mal dominiert seine emotionale Seite, er lässt sein Herz öfter sprechen und hält seine äußere, finstere Aura nicht konstant oben. Das war zwar auch irgendwie toll, aber ich habe seine innere „gute“ Seite auch vorher schon, gut versteckt hinter seiner düsteren Bad-Boy-Fassade, erkannt, auch ohne dass er es mir so offen darlegen musste. Dieser Übergang ging mir einfach ein wenig zu abrupt und ich hätte mir mehr „finstere“ Momente von und mit ihm gewünscht, weil sie ihn einfach ausmachen.

Zwei Charaktere sind mir persönlich tatsächlich etwas zu gut weg gekommen in dieser Geschichte. Da wurde seitenlang mein Hass auf diese Personen geschürt und dann dreht die eine urplötzlich ihre Meinung und die andere bekommt fast ein Happy End. Damit konnte ich mich nicht so richtig anfreunden. Ich bin da leider auch ein Gerechtigkeitsfanatiker und nein, ich verrate euch natürlich nicht, um wen es sich handelt. ;-)

Das Ende ist leider tatsächlich ein Ende, ABER es wurden tatsächlich nochmal offene Fragen angesprochen, deren Antworten geradezu nach einem weiteren Teil schreien! Ich habe die Hoffnung also noch nicht aufgegeben, dass aus der Dilogie vielleicht doch noch irgendwann eine Trilogie wird.

Fazit

Wer Band 1 mochte, der muss natürlich auch den finalen Band lesen und wird das nicht bereuen. Er war durchweg fesselnd und spannend und in ihm stecken 100 % Emotionen. Diese Kombi kann die Autorin einfach!