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Bewertungen

Insgesamt 179 Bewertungen
Bewertung vom 19.09.2021
Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen
Hawkins, Paula

Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen


ausgezeichnet

Dieses Buch hat mich wirklich sehr glücklich gemacht, was man in Anbetracht der Tatsache, dass sich inhaltlich ein riesen großes Drama abspielt, fast schon als Ironie betrachten könnte.

"Wer das Feuer entfacht" war seit langer Zeit mal wieder eine Geschichte, die mich so sehr gefesselt hat, dass ich sie in einem Rutsch durchgelesen habe.

Das ging gar nicht anders, denn ich befand mich durchweg in einer angespannten Erwartungshaltung.

Die Autorin versteht es absolut, einen an ihre Geschichte zu binden.
In diesem Fall waren es bei mir hauptsächlich die außergewöhnlich authentisch dargestellten Charaktere.

Ich konnte komplett mit den 3 Frauen, die sich untereinander zwar nicht oder kaum kennen, aber alle in irgendeiner Form mit dem Mordopfer zu tun haben, mitfühlen.
Jede hat ihr eigenes Päckchen zu tragen, ihr persönliches Drama auszufechten.

Ich kam mir oft wie eine kleine Stalkerin oder Schnüfflerin vor, die in den sehr intimen Untiefen der Gedanken der 3 Damen herum schnüffelt, denn die Autorin hat sie uns wirklich hautnah präsentiert.

Ich fand es irre spannend, wie sich die Fäden dann schlussendlich verbinden, der Kreis sich schließt und man dem Täter oder der Täterin immer näher auf die Pelle rückt.
Oder auch nicht, denn ich habe alle und jeden irgendwie mal verdächtigt oder ihm im Gegenzug mein Vertrauen geschenkt.

Fazit

Ein Spannungsroman, der sich wirklich so nennen darf.
Es knistert förmlich, jedoch ohne, dass man gehetzt liest. Diese Geschichte kommt mit Stille und Atmosphäre aus und das durchgängig.
Noch nicht mal die Polizei wird zur Lösung des Falles benötigt, denn das schaffen die Protagonisten ganz alleine.

Bewertung vom 11.05.2021
Belial / Izara Bd.5
Dippel, Julia

Belial / Izara Bd.5


ausgezeichnet

Belial erscheint auf der Bildfläche, natürlich mit Pauken und Trompeten, mit Worten so sarkastisch und messerscharf wie gewohnt, dabei charmant wie immer, mit seiner versteckten Dominanz, aber allgegenwärtigen großen Macht.

Teufel nochmal, was habe ich diesen Primus vermisst! Und endlich bekommt er seine eigene Geschichte!

Belial ist sofort präsent und ich umgehend wieder mittendrin im Izara-Kosmos.
Dabei werde ich automatisch an altbekannte Hintergründe und Anekdoten erinnert, treffe nebenher kurz Lucian wieder, der mir umgehend einen Atemaussetzer bescherte (konnte ich gar nichts gegen machen 3), erlebe aber an Cassias Seite eine völlig neue Geschichte.

Cassia ist ein mega starker Charakter. Sie ist leidenschaftlich und steht vorbehaltlos für das ein, was sie will. Das Leben hat sie gezeichnet, aber nicht schwach gemacht, im Gegenteil.
Ich liebe sie und habe von der ersten bis zur letzten Seite mit ihr mit gefiebert.

Und natürlich mit Bel. Mit beiden!

Und wer am Ende des Buches meint, ruhigen Gewissens das Buch zuschlagen zu können, der hat leider seine Rechnung ohne Cliffhanger-Queen Julia Dippel gemacht.

Man beendet das Buch mit einem traurigen, beklemmenden Gefühl und will sofort den 2. Band zur Hand haben. Man will zurück zu Cassia und Bel!

Aktuell erfordert es also Mut das Buch zu lesen, da der Folgeband ja noch gar nicht erschienen ist.

Ihr merkt vielleicht auch schon, dass die Romantasy durchaus eine große Rolle einnimmt. Das muss man wissen, mögen und I love it ganz besonders.

Als Stand Alone empfehle ich das Buch übrigens nicht, als Belial und Izara Fan ausdrücklich!

Bewertung vom 03.04.2021
Todesrauschen / Jula Ansorge Bd.3
Kliesch, Vincent

Todesrauschen / Jula Ansorge Bd.3


sehr gut

Sehnsüchtig habe ich auf Band 3 der „Auris-Reihe“ gewartet, mit der großen Hoffnung, dass ich gemeinsam mit Jula nun ENDLICH die heißersehnten Antworten bekomme, die schon seit den beiden Vorgängerbüchern unausgesprochen im Raum stehen.
Dass Herr Kliesch einen da extrem auf die Folter spannen kann, hat er ja bereits mehrfach bewiesen.

Alle, die jetzt nur Bahnhof verstehen:
Ganz recht, dieses Buch ist für mich kein Stand Alone. Man sollte „Auris 1“ und „Auris 2“ kennen, denn gerade hier, in „Todesrauschen“, steuert von Anfang an alles auf ein Finale hin.

Jula und Hegel werden dieses mal entführt und müssen gemeinsam so richtig durch die Hölle gehen.

Die beiden sind mal wieder aufeinander angewiesen und machen ihrer verhassten, durch Misstrauen geprägten Zweckgemeinschaft wieder alle Ehre.

Wer die beiden entführt und warum, verrate ich euch natürlich nicht, auch nicht, was das „Todesrauschen“ wirklich ist, jedoch kann ich euch versichern, dass dieser Band seinen Vorgängern absolut in Nichts nachsteht.

Er war für mich ein Pageturner von der ersten bis zur letzten Seite, den ich in einem Rutsch verschlungen und sehr genossen habe.

Es wird blutig und erschreckend und hin und wieder auch erfrischend, wenn Julas Bruder Elias auf der Bildfläche erscheint und die Szenerie wortwörtlich aufmischt.

Es war für mich sogar der persönlichste Band von allen, da alle Charaktere, die in den Vorgängerbänden Raum hatten, auch hier wieder voll präsent sind und zwar jeder auf seine individuell persönliche und spezielle Art.
Und in der Reihe gibt es wirklich mega klasse Charaktere, die alles andere als langweilig sind. Jeder wirkt authentisch auf mich, sei er auch noch so abgedreht oder überdreht oder über-professionell . Selbst Hegel beweist dieses mal, dass er durchaus auch Schwächen hat.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, warum ich das Buch so extrem abfeiere:
Haltet euch fest … Wir bekommen Antworten! Und zwar endlich alle, die uns schon so lange brennend interessieren!

Die Story rund um Jula und ihre traumatisierende Vergangenheit lichtet sich endlich. Großes Kino sage ich euch!
Ich habe die ein oder andere Auflösung sehr genossen, war teilweise überrascht, da ich es nicht erwartet habe, allerdings auch einmal schwer enttäuscht, weil ich eine Sache sehr sehr früh durchschaut habe und ich so am Ende keinen *Boom-Überraschungs-Effekt* hatte.
Das war ein wenig schade, dass da die Hinweise für geübte Thrillerleser nicht besser versteckt wurden.

Aber das ist auch meine einzige Kritik, denn "Todesrauschen" ist definitiv ein Must Read für alle Fans der Reihe.

Bewertung vom 09.03.2021
Totennektar (eBook, ePUB)
Summer, Drea

Totennektar (eBook, ePUB)


sehr gut

"Totennektar" ist gefühlt der kürzeste Thriller, den ich je gelesen habe.
Das Buch ist auch eher ein "Büchlein", wie ich finde, es steckt da aber wahrhaftig ein kompletter Thriller drin, der obendrein noch gut durchdacht, mit viel Nähe zu den Charakteren, ziemlich abartig von der Handlung und obendrauf auch noch spannend geschrieben ist.

"Wie ist das nur möglich, gerade in dem Genre?", könnte man nun berechtigterweise fragen.

Ich sage es euch: Das Erzähltempo ist einfach enorm!
Die Autorin lässt ihre Protagonisten nur so durch die Geschichte rasen. Man hat kaum Zeit zum Luftholen, man flitzt von Szene zu Szene.

Ich sage hier ganz klar dazu, dass man das wirklich mögen muss, denn Leser, die einen langsamen Aufbau einer Geschichte lieben, die eine umfangreiche Kennenlernphase der Charaktere bevorzugen oder die sich nicht gerne gehetzt von einer kurzen Szene zur nächsten bewegen, die sind mit diesem Buch einfach nicht gut beraten.

Ich liebe es grundsätzlich rasant und mag es, wenn man gleich zu Beginn in die Geschichte geschleudert wird. Es sollte für mich auf den Punkt bringend geschrieben sein, denn ich kann es oft nicht leiden, wenn Geschichten zu sehr ausgeschmückt werden und so den Blick auf das Wesentliche verlieren.

Drea Summer hat in meinen Augen genau das fantastisch umgesetzt.
Das Buch ist jetzt vielleicht nicht wahnsinnig tiefgründig geschrieben, dafür sind die Szenarien und Dialoge einfach oft zu kurz gehalten, aber es hat mich mit einer coolen Story wahnsinnig gut und spannend unterhalten.

Ich konnte mich nämlich dennoch in alle Charaktere und Ereignisse hineinversetzen, auch wenn man ganz klar sagen muss, dass hier ein gewisses Maß an eigenständiges Mitdenken und Hineininterpretieren erforderlich ist.

Das will heißen, dass die Autorin zwar die Grundbasis für interessante Charaktere gelegt hat, aber gleichzeitig viel Spielraum für eigene, weiterführende Gedanken gelassen hat, was ich persönlich sehr mochte.

Aus all diesen Gründen war die Geschichte wie auf mich zugeschnitten und fast perfekt.
Das "fast" setze ich, weil es selbst mir gegen Ende ein wenig zu flott ging.
Wie für einen guten Thriller üblich, überstürzen sich natürlich am Schluss die Ereignisse.
Hier wirkte die Auflösung des Ganzen jedoch ein wenig gehetzt und aneinander gereiht auf mich.
Ich hätte mich an dieser Stelle einfach gerne noch intensiver in die Charaktere hineinversetzen wollen, denn ihre Erlebnisse und Aufdeckungen waren schon ziemlich grauenhaft und schwer zu verdauen.

Vielleicht wollte ich aber auch einfach nur den Fall nicht abschließen und mich nicht von den Protagonisten verabschieden.
Ich könnte mir mit ihnen nämlich wirklich eine prima Fortsetzung vorstellen, obwohl ihre Geschichte eigentlich zu Ende erzählt ist.
Nichtsdestotrotz bekommt das Buch allein schon für den speziellen Schreibstil und die gute Story eine Leseempfehlung.

FAZIT

In der Kürze liegt die Würze!

Ein für mich sehr guter Thriller für zwischendurch, weil er sich einfach ruck zuck weg liest durch sein rasantes Tempo, zudem noch eine interessante, fesselnde und grauenhafte Story bereit hält, die Überraschungsmomente enthält und einen darüber hinaus noch ziemlich grübeln lässt.

Bewertung vom 19.11.2020
Muscheln, Gold und Winterglück (eBook, ePUB)
Jensen, Stina

Muscheln, Gold und Winterglück (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ach wie sehr ich mich auf eine neue Reise nach Sylt gefreut habe. Die Autorin schickt uns mit Romy zum Wintermarkt auf die Insel. Und dort erleben wir allerhand, denn Romy scheint im Moment kein Glück zu haben.

Ich finde es immer wieder schön, wenn neben einer Liebesgeschichte auch ernste Themen des Lebens angesprochen werden. Diesmal geht es u.a. um Rassismus und Adoption. Wobei diese Themen nicht im Vordergrund stehen, sondern nebenbei mit einfließen.

Der Schreibstil ist angenehm und sehr bildlich, was ich bei einer winterlichen Atmosphäre immer ganz besonders schön finde.

Lasst euch verzaubern und begebt euch an kalten Tagen auf eine Reise voller Veränderungen, Enttäuschungen und Überraschungen.

Bewertung vom 09.11.2020
Amissa. Die Verlorenen / Kantzius Bd.1
Kodiak, Frank

Amissa. Die Verlorenen / Kantzius Bd.1


gut

Gleich vorweg: „Amissa – Die Verlorenen“ gehört für mich eher in die Sparte Krimi und ist somit nur bedingt ein klassischer Thriller, wie ausgeschrieben.
Wir begeben uns mit dem Ermittlerehepaar Rica und Jan Kantzius auf die Suche nach Antworten, bekommen aber gleichzeitig zwischendurch Einblicke in Situationen der Täter.
Somit sind wir Rica und Jan immer ein kleines Stück voraus.
Das hat zwar auf der einen Seite für den Nervenkitzel zwischendurch gesorgt, allerdings hat es der Geschichte auch ein wenig Undurchsichtigkeit geraubt.
Ich habe mich nämlich immer gut informiert gefühlt und konnte schnell vieles miteinander kombinieren. Das hat mich fast ein bisschen gestört, denn bei einem Thriller tappe ich schon gerne mal ein wenig länger im Dunkeln.
Zum Glück gab es aber doch noch gegen Ende den einen oder anderen Überraschungsmoment.

Rica und Jan dominieren für mich die Story absolut. Wir lernen sie von einer sehr privaten und persönlichen Seite kennen, was grundsätzlich sehr wichtig ist, denn die Geschichte rund um die beiden findet eine Fortsetzung, wenngleich der eigentliche, im Klappentext erwähnte Fall rund um die vermissten Mädchen, hier einen Abschluss findet.

Mich lässt das Buch schlussendlich ein wenig zwiegespalten zurück.
Ich fand die Story wahnsinnig interessant, mir gingen aber leider Rica und Jan hin und wieder ziemlich auf den Keks. Ihre Beziehung stand mir oft zu sehr im Vordergrund, so wollte ich doch mit der Suche nach den vermissten Mädchen einfach nur weiter kommen.

Der Erzählstil von Frank Kodiak ist auf der einen Seite sehr angenehm, flüssig und verständlich, war mir aber hin und wieder einfach zu weit weg von der Geschichte und wirkte mir oft zu aufgezählt.
Ich wäre gerne öfter mitten drin im Geschehen gewesen, als alles nur erzählt zu bekommen.
Ich muss dazu sagen, dass ich aber auch keine typische Krimi-Leserin bin.

Fakt ist, wer mit Rica und Jan sympathisiert, der wird sich auch Band 2 nicht entgehen lassen können, denn am Ende wird klar, da müssen noch so einige Antworten her, was das Leben und die Vergangenheit von Rica und Jan betreffen.

Bewertung vom 09.11.2020
Love Show
Sabbag, Britta

Love Show


gut

Wir hätten da eine kleine einsame, von Mythen umgebene Sonneninsel, ein paar freundliche Menschen, die in diesem Paradies wie eine große Familie zusammen leben und mittendrin die 17 jährige Ray als unsere Hauptprotagonistin.

Ray liebt ihr einfaches Leben, ihre traumhafte Insel, die Schildkröte Hona und natürlich Noah, ihren besten und vertrauten Freund seit Kindertagen.
Dass Ray nur eine Marionette in einer perfiden öffentlichen „Love Show“ ist, weiß sie natürlich nicht.

Ray geht unbeschwert, verträumt und leicht naiv durch ihre Welt. Kein Wunder, sie kennt ja auch nichts anderes. Sie vermisst auch nichts außerhalb der Insel Aroha und erstaunlicherweise hab ich ihr das total abgenommen, obwohl Ray ja bereits 17 Jahre alt ist.

Ich mochte Ray sehr. Sie glaubt an die einfachen und vertrauten Dinge ihres Lebens, die Mythen ihrer Heimat, ja einfach an alles, was sie liebt.
Ihr könnt euch also sicher vorstellen, was passiert, wenn Ray irgendwann erfahren sollte, dass sie im Grunde nur eine Spielfigur darstellt und alles, was sie bisher lebte, eine Lüge ist.

Von der Atmosphäre her habe ich das Buch wie eine seichte Mischung aus den Filmen „Vaiana“ und „Die Truman Show“ empfunden.
„Love Show“ liest sich sowohl unterhaltsam, witzig und hin und wieder auch leicht dramatisch.

Ein gewissenloser Show-Produzent mit einem Gott-Komplex sorgt für die Spannung zwischendurch, Ray, die die Liebe für sich entdeckt, versorgt uns mit leichten Schmetterlingen im Bauch und Aroha Island bringt uns Fernweh und unbeschwerte, mystische Momente.

Britta Sabbag hat für ihre Geschichte eine jugendlich-seichte Variante im lockeren Flair gewählt, vielleicht etwas zu gewagt für die doch recht große Thematik.
Als Gesamtpaket fand ich es letztendlich passend, was jedoch hauptsächlich Ray zu verdanken ist, die ich als Hauptprotagonistin, die uns durch die Geschichte führt, wirklich sehr authentisch fand.

Dennoch wurde für mich, die durchaus interessante Thematik nur oberflächlich genutzt und hat mich nur bedingt gespannt an das Buch gefesselt.
Die Story hatte für mich einfach nicht genug Zeit um zu wachsen, sich intensiv zu entwickeln und mich wirklich an sie und die Charaktere zu binden. Alles ging rasend schnell und spielte sich innerhalb von wenigen Tagen ab. Insofern ist “Love Show” für mich kein allzu tiefgründiges Werk.
Man hätte da wesentlich mehr draus machen können. Es ist aber ein sehr nettes Buch für zwischendurch, was ich unter Beachtung genannter Aspekte auch empfehlen kann.

Ein paar Dinge waren mir allerdings zu surreal. Sie leben abgeschottet auf einer einsamen Insel, versorgen sich quasi selber mit Nahrung und allem, was dazu gehört, glauben an eine Meeresgöttin, fahren aber Motorrad und haben eine gute medizinische Versorgung. Auch besitzen sie z.B. Versicherungen, die einen Brandschaden am Haus abdecken. Das war mir nicht realistisch genug.
Entweder lebt man abgeschieden und isoliert von der Außenwelt mit allem drum und dran oder eben nicht. Solche Dinge hätte Ray meiner Meinung irgendwann in Frage stellen müssen finde ich.
Dass auf der Insel Schulunterricht stattfindet und somit alle von einer anderen Welt außerhalb von Aroha Island Bescheid wissen und sogar ne Menge KnowHow darüber haben, fand ich auch ein wenig bedenklich unter dem Aspekt, dass keiner die Insel je verlässt und somit ein anderes Leben hinterfragt.

Bewertung vom 15.06.2020
Truly / In Love Bd.1
Reed, Ava

Truly / In Love Bd.1


sehr gut

Zu Beginn herrschte bei mir erstmal ein Wirrwarr im Kopf, sodass ich keinen Plan hatte um was es eigentlich geht. Aber das hat sich recht schnell wieder gelegt, wenn man Andie erstmal sein lässt wie sie ist.
 
Andie ist so unsicher und selbstzweifelnd, dass ich teilweise auch wirklich traurig war. Aber sie wird mit der Zeit stärker und das verdankt sie u.a. ihrer besten Freundin June, die wirklich klasse ist.
 
Cooper hat Geheimnisse und die will er auf keinen Fall preisgeben, bzw. fühlt er sich dazu nicht bereit, doch das muss er um endlich einen Schritt vorwärts gehen zu können.
 
Ich habe den Zwiespalt der beiden wirklich fühlen können, aber es war mir insgesamt nicht tiefgründig genug. Viele Episoden hätten für mich intensiver und ausgeweiteter sein können.
 
Und das, obwohl ich sehr gut durch die Geschichte gekommen bin, denn der Schreibstil von Ava Reed ist flüssig, leicht und ergreifend.
 
Ich hoffe, dass es im nächsten Teil, wo es um June geht, intensiver und umfangreicher wird und ich auch da das Buch nicht aus der Hand legen möchte.

Bewertung vom 15.06.2020
Up all night Bd.1
Dawson, April

Up all night Bd.1


gut

Das Cover war meine erste Kaufentscheidung und die zweite der Klappentext.

Nachdem ich dieses Buch beendet habe, muss ich sagen, dass der Klappentext nicht wirklich das wieder gibt, was in dieser Geschichte eine Rolle spielt, bzw. ist er nicht ganz stimmig.

Aber im Allgemeinen weiß man, auf was man sich bei diesem Buch einlässt. Eine Liebesgeschichte, die sich erst noch durch einige Hindernisse entwickeln muss und da wurde ich auch nicht enttäuscht.

Bei den Protagonisten bin ich mir etwas unsicher, denn nicht immer haben mich alle überzeugt. ABER sie haben mich trotzdem soweit begeistert, dass ich die Geschichte rund um Taylor und Daniel weiterlesen wollte.

Der Schreibstil der Autorin hat sein übriges getan, dass ich dieses Buch mochte. Die Kapitel sind zum größten Teil aus Taylors Sicht geschrieben, aber ab und zu bekommt man Eindrücke auf Daniels Sichtweise.

Ich hoffe einfach, dass es im nächsten Teil, in dem es um Addison (Daniels Schwester) geht, besser wird und der kleine Feinschliff, der mir in diesem Buch gefehlt hat wieder wett gemacht wird.

Bewertung vom 15.06.2020
Engelskrieg / Gilde der Jäger Bd.12
Singh, Nalini

Engelskrieg / Gilde der Jäger Bd.12


ausgezeichnet

Wow Wow Wow, wie sehr ich diese Reihe liebe und auch bei Band 12 wurde ich nicht enttäuscht.

Nalini Singh schreibt so kompakt und fesselnd, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Ihr Schreibstil ist zwar flüssig, aber insgesamt ist die Story durchweg keine leichte Kost. Man kann diese Serie und vor allem diesen Band nicht einfach mal zwischendurch lesen, denn dafür ist der komplette rote Faden von Teil 1 an zu kompakt und zu vielfältig.

Die Autorin schreibt auch so detailgetreu, dass ich mir alle Geschehnisse richtig gut vorstellen konnte.

Zuerst denkt man, dass alles viel zu viel ist, zu viel was am Anfang auf einen einprasselt, aber zum Ende hin fügt sich wie immer alles zusammen und es wird verständlich.

Ein paar kleine Episoden waren mir zu lang, aber Seiten weiter blättern war überhaupt nicht möglich, da einem sonst u.a. die spritzigen wortgewandten Dialoge entgangen wären.

Leider ist nicht immer gleich zu erkennen aus welcher Sicht wir alle Geschehnisse erleben. Der Wechsel von Elena zu Raphael geschieht teilweise im nächsten Satz, nicht mal Kapitel- oder Absatzweise.

Aber das ist meiner Meinung nach wirklich nur ein i-Tüpfelchen, was die Story leichter lesen lassen würde.


Dieser Teil war wieder einmal atemberaubend, spannend, wortgewandt, vielfältig, fesselnd, überraschend und auch gruselig.

Ich denke wirklich, dass diejenigen, die bisher die Reihe schon begonnen haben, unbedingt weiterlesen müssen und diejenigen, an denen diese Serie vorbei gegangen ist, sollten unbedingt mit dem Lesen von „Engelskuss“ anfangen.

Für mich eine Reihe, die von den so unterschiedlichen, aber auch absolut stimmigen Charakteren lebt.