Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Yvonne von lesehungrig
Wohnort: Oberfranken
Über mich: Ich lese für mein Leben gern
Danksagungen: 5 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 316 Bewertungen
Bewertung vom 25.03.2021
Rough & Tumble / Haven Brotherhood Bd.1 (eBook, ePUB)
Morgan, Rhenna

Rough & Tumble / Haven Brotherhood Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Mit diesem Buch tauche ich in den Anfang einer genialen Reihe ein. Bisher habe ich Teil 4 - 6 verschlungen, die ich allesamt liebe und auch in diesem Band bleibt kein Auge trocken. Himmel, es knistert und prickelt in den Seiten und damit ebenso in meinem Bauch.

Zur Handlung:
Viv rennt in Jace hinein und damit ist ihr Schicksal besiegelt. Klingt banal, aber ab dieser Sekunde bekommt er die kleine Lady nicht mehr aus seinen Gedanken und seine Welt steht kopf.

Zu den Figuren:
Vivienne Moore, genannt Viv, lebt in Dallas und will sich mit ihrer Eventagentur etwas aufbauen. Das Geschäft fordert sie und obendrein sorgt ihre jüngere Schwester Callie für regelmäßigen Ärger in ihrem Leben. Viv ist gutmütig, misstrauisch und an den richtigen Stellen bockig. Gelegentlich zeigt sie eine Doppelmoral, die mich ärgert, aber auch diese Seite gehört zu ihr.

Jace Kennedy ist 36 Jahre alt und Mitbesitzer so mancher Bar in Dallas. Seine Familie ist ihm heilig und es gibt nichts, was er nicht für sie tun würde. Jace zeigt sich oft raubeinig und äußerst besitzergreifend, doch immer wieder taucht seine warme und fürsorgliche Seite auf. Er ist ein Mann, in den sich eine Frau einfach verlieben mus.

An Nebenfiguren treffe ich auf Trevor, Zeke, Axel, Knox, die Mütter und und und. Über dieses Wiedersehen freue ich mich riesig.

Zur Umsetzung:
Ich erhalte einen umfassenden Einblick in Haven und in Jace‘ Familie, von denen ich ja alle schon kenne, doch es hat was, den Anfang mitzuerleben. Der tiefe Zusammenhalt und die unbedingte Loyalität der Familie gegenüber ist es, was die Havenbrothers auszeichnet. Der Schreibstil ist bildgewaltig, flüssig zu lesen und reißt mich mit. Sofort stecke ich in der Story und erlebe alles aus nächster Nähe. Zwischendrin meine ich sogar den unvergleichlichen Duft von Jace wahrzunehmen.

Viv macht es Jace nicht immer leicht und ich genieße das unwiderstehliche Prickeln zwischen den beiden. Die wenigen expliziten Szenen sind feurig und leidenschaftlich geschrieben. Der unterschwellige Spannungsbogen schnellt rapide in die Höhe und ich erlebe neben der heißen Lovestory auch noch Crime-Anteile, was ich von Herzen genieße. Die Storyline macht mich glücklich und zaubert mir mehr als einmal ein dickes Grinsen ins Gesicht. Humor findet sich ebenso im Buch wie leise Momente des Innehaltens, weil sich Tiefe in die Seiten schleicht. Und in dieser Reihe dürfen „Böse Jungs“ auch böse bleiben, wenn ihre Ziele dies erfordern. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Viv und Jace in der 3. Person geschildert.

Mein Fazit:
"Haven Brotherhood: Rough & Tumble" macht mich rundum glücklich. Hingabe, Spannung, Humor, jede Menge Emotionen und etwas Tiefe vereinigen sich zu einem tollen Leseerlebnis. Ich bin so froh, dass ich endlich wieder Zeit für einen Band dieser Reihe gefunden habe. Hoffentlich müssen die beiden noch ausstehenden Bücher nicht allzu lange auf mich warten. Diese Reihe empfehle ich allen, die auf die Kombination Love, S*x und Crime stehen, Männer lieben, die wissen, was sie wollen und wie sie es bekommen, und starke Frauen an ihrer Seite haben, die sie in ihre Schranken weisen.

„Haven Brotherhood: Rough & Tumble“ erhält von mir 5 beeindruckende Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.

Bewertung vom 22.03.2021
Einer muss doch anfangen!
Milstein, Werner

Einer muss doch anfangen!


ausgezeichnet

Dieses Buch ist keine leichte Lektüre. Der Schreibstil liest sich minimalistisch, unaufgeregt und überwiegend neutral, was es mir als Leser erleichtert, alles mit etwas Distanz zu erfassen. Emotionen kommen immer dann ins Spiel, sobald Texte von Sophie zitiert werden. Ihre „Stimme“ im Buch ist von einer Wärme und Sehnsucht geprägt, die mich tief berührt, ebenso wie ihre Zeichnungen. Gerade die Schlichtheit der Worte macht mich beim Lesen angreifbar. Diese grauenvolle Zeit hat es nicht nötig, ihre Sprache aufzublähen und im Text wird auf jedes nutzlose Wort verzichtet.

In allem liegt ein Anfang:
Ich erhalte Einblicke in das Leben von Sophies Eltern und deren Familiengründung. Schon 1926 musste die Familie Scholl einen unermesslichen Verlust hinnehmen, an dem heute noch so manche Familien zerbrechen. Das Buch führt mir vor Augen, welche Menschen Sophie geprägt und inspiriert haben. Allen voran ihr Elternhaus und ihre Geschwister samt Freunden, Lehrern und Künstlern.

Das Unheil nahm seinen Lauf:
Mich überströmt eine Gänsehaut, wenn ich in “Einer muss doch anfangen!” lese, welche Zeiten Sophie prägten, welche Grausamkeiten, welche Machtlosigkeit, welche Verzweiflung sie umhertrieben. Und tief in ihr blieb unerschütterlich der Glaube an Gott. Dafür bewundere ich sie in höchstem Maße.

In dieser Zeit war der Kurswert eines Lebens tief gesunken. Zitat aus dem Buch S. 191

Kein Menschenleben ist kostbarer als ein anderes:
Milstein fragt, ob das Leben der Geschwister Scholl heute jungen Leuten eine Hilfe und Orientierung sein kann. Das beantworte ich unbedingt mit Ja. Das Erbe der „Weißen Rose“ lebt durch uns weiter. Es waren blutjunge Menschen, die in einer Zeit die von Angst und Diktatur geprägt war, einen klaren Blick auf die Realität behalten haben. Hinsehen, wo andere wegsehen, Anklagen, wo andere schweigen, und beschützen, wo andere angreifen. Diese Charaktermerkmale sind seit dem Ende des 2. Weltkrieges gefragter denn je.

Aufrecht kerzengerade und ehrlich durchs Leben zu gehen, war noch nie leichter als heute in einem freien Deutschland und doch laufen wir Gefahr, von toxischem Gedankengut unterwandert zu werden. Falschmeldungen und bis zum äußersten, ausgeschlachtete Rachepläne einzelner Personen, lauern an jeder Ecke, die von dubiosen Gruppen mit Leidenschaft für ihre Propaganda Zwecke ausgenutzt werden. Sie treffen damit auf Menschen, die diese dankbar wie trockene Schwämme aufsaugen, um sich daran zu nähren, weil sie sich unverstanden und benachteiligt fühlen. Abgehängt vom Zug des Lebens benötigen sie einen Schuldigen, für ihr klägliches Scheitern und nichts eignet sich dafür besser als das unbekannte Fremde in unserem dadurch ach so bedrohten Land.

*22. Februar 1943 – Freiheit:
Sophie war ein freidenkender Mensch, der sich anfänglich vom Nationalsozialismus einfangen ließ, dabei aber nie aufhörte, alles zu hinterfragen, was sie am Ende dazu brachte, sich von diesem Regime abzuwenden und sich ihm mutig entgegenzustellen. Friedlich und versteckt begehrte sie zusammen mit ihrem Bruder und Freunden in einer Zeit auf, in der das sofort mit dem Tode bestraft wurde.

„Einer muss doch anfangen!“, hinterlässt Spuren:
Nach Beendigung des Buches will ich wissen, was aus Fritz Hartnagel wurde, und so durchforste ich das Internet und versinke in weiterer Lektüre über ihn und die Münchner Widerstandsbewegung der „Weißen Rose“. Ich danke Werner Milstein für die Bewahrung des Gedenkens an Sophie und Hans Scholl sowie ihren Mitstreitern, deren Traum es war, in einem von Freiheit dominierten Deutschland leben zu dürfen.

Wir Jüngeren haben dieses Geschenk erhalten, ohne etwas dafür getan zu haben. Wir sind es den Menschen schuldig, die für diese Freiheit gestorben sind, sie mit allem, was wir haben zu verteidigen, friedlich und gewaltlos und keinen freiheitsraubenden Gedanken schweigend hinzunehmen. Mit Schweigen laden wir Schuld auf uns, wie so viele im 2. Weltkrieg.

Bewertung vom 19.03.2021
Dominate Me: Erwachen (eBook, ePUB)
Lynn, Stacey

Dominate Me: Erwachen (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Figuren, die Lynn mir direkt ins Herz schreibt:
Haley Portsmouth ist 27 Jahre alt, geschieden und hat das luxuriöse Urlaubsresort am Lake Michigan von ihren Eltern übernommen. Ihr Job fordert ihr viel ab und ihre freie Zeit ist begrenzt, aber diese möchte sie in Zukunft nur noch mit Praktiken verbringen, die ihr den Atem rauben und nach denen sie sich seid Jahren verzehrt. Ich habe Haley sofort ins Herz geschlossen. Ihre liebenswerte Art und Offenherzigkeit locken mich ebenso an wie Jensen.

Jensen Rhodes ist Anwalt und ein ehemaliger Dom, der der Szene abgeschworen hat. Sein bester Freund Dylan ist immer für ihn da und weiß, welche Knöpfe er bei ihm drücken muss, und das ist gut so. Jensen ist unglaublich präsent, sobald er eine Buchseite betritt, und ich kann meine Augen nicht von ihm lassen. Mit ihm hat Lynn eine eindrucksvolle Figur erschaffen, deren Faszination ich rettungslos erliege.

Was mich sofort überrollt:
Sobald die Protas aufeinandertreffen, knistert die Luft, vibriert der Boden, auf dem sie stehen und alles um sie herum verliert sich im Nichts. Und auch wenn alles erst einmal auf der physischen Ebene abläuft, macht Lynn sofort klar, das da mehr zwischen den beiden ist. Etwas, das tief reingeht. Bei Haley in Tiefen, in die vorher kein Mann vorgedrungen ist.

Lynn macht es spannend: Was ist Jensen passiert, dass ihn innerlich hemmt und aufrisst und ihm Angst einjagt? In meinem Kopf überschlage ich eilig alle Möglichkeiten, die für mich in diesem Bereich des Spielens denkbar sind. Zugegeben, sehr fantasievoll bin ich nicht dabei und mir wird klar, die Autorin bespielt nicht nur die Figuren, sie spielt auch mit mir, was ich total genieße. So etwas erlebe ich nicht oft beim Lesen.

Sinnliche Freuden:
Der erotische Anteil in der Story ist hoch und es kommen einige Spielpraktiken zum Zug. Abwechslung ist garantiert und wenn es gerade nicht durch die Vordertür geht, geschieht das so spielerisch und unverkrampft, wie ich es selten lesen darf. Die Nebenhandlungen beschränken sich auf das Notwendige und der Fokus bleibt bei den Protagonisten, doch sobald Dylan ins Spiel kommt, muss ich schlucken. Jensen und Dylan in Interaktion sind grandios und lassen mich alles vergessen.

Ich kann mich nicht eine Sekunde von den beiden losreißen. Himmel noch mal was für Männer und sie wissen genau, was sie tun. Gegen Ende schleicht sich sogar etwas Crime in die Seiten, was den unterschwelligen Spannungsbogen verändert, der ständig zwischen den Figuren schwebt. Ich liebe genau das. Dieses Buch ist für mich geschrieben worden, anders kann es gar nicht sein. Die winzigen Momente, die mich nicht restlos überzeugen, verlieren sich in sengender Hitze.

Mein Fazit:
„Dominate me: Erwachen“ reißt mich blitzartig mit. Der flüssige und bildhafte Schreibstil verwöhnt alle meine Sinne. Die Ehrlichkeit von Lynns Worten trifft mich bis ins Mark. Was auch immer im BDSM-Bereich geschieht, es passiert alles freiwillig und die Macht liegt alleine bei der Sub. Der Beginn der Story ist sofort fesselnd. Ich bin bei Haley und ihrer besten Freundin Anya. Es dauert nicht lange und Dylan, ein Dom, erscheint in den Seiten und ich denke so: Wow, was für ein Mann. Doch als Jensen die Bühne betritt, bin ich froh, dass mein Reader nicht in Flammen aufgeht. Ich meine, die Teile sind nicht gerade billig, aber noch schlimmer als das, wäre es, nicht weiterlesen zu können.

Zugegeben, ich bin kein großer Fan von BDSM-Romanen, doch hier stimmt einfach alles. Lynn arbeitet die inneren Konflikte ihrer Figuren ausgezeichnet heraus und ich verliebe mich rettungslos in die Protagonisten. Lynn schenkt mir zahlreiche intime Szenen, die ich ohne Pause inhaliere. Ich fliege nur so durch die Seiten. Zum Glück erscheint im April der 2. Teil dieser genialen Reihe.

Bewertung vom 17.03.2021
Free like the Wind / Kanada Bd.2
Mohn, Kira

Free like the Wind / Kanada Bd.2


gut

Was mich beim Lesen verwöhnt:
Der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil, sowie das grandiose Setting des National-Parks (auch wenn es diesmal erst recht spät in den Seiten erscheint) entführen mich in eine andere Welt. Obendrein treffe ich Haven und Jackson wieder, was mich mit purer Verzückung erfüllt. In dieser Geschichte fallen die Protagonisten nicht blitzartig übereinander her, sondern sie erhalten Zeit sich zu entfalten, was mir prima gefällt. Der gelegentliche Schlagabtausch zwischen Cay und Rae liest sich erfrischend und häufig humorvoll. Die Story wird abwechselnd aus den Ich-Perspektiven der Hauptfiguren im Präsens geschildert und folgt dabei ihrem eigenen ruhigen Rhythmus. Es ist eine Geschichte der leisen Töne.

Nicht alles packt mich:
Mir fehlt von Beginn an der Zauber und Charme des 1. Teils, in den ich mich sofort verliebt habe. Die Figuren in diesem Band sind durchschnittlich und ich muss mich eine Weile gedulden, ehe ich mehr von ihnen entdecke, dass nicht in Buchstaben festgehalten ist. Doch ich finde nichts, was mich an sie fesselt. Da helfen auch Raes blaue Haare nicht. Cays und Raes Emotionen sind ein gut gehütetes Geheimnis, über das ich zwar offenkundig lesen darf, aber nicht nachempfinden kann. Sie halten mich auf Distanz und berühren mich nicht. Für mich ist da nur Leere, was ich zutiefst bedaure. Kein Prickeln, kein Kribbeln, kein Ziehen in der Herzgegend und kein Mitgefühl, bis auf eine Stelle im Buch, an der Cay über Ernie und Bert spricht.

Es hat mich nicht überzeugt:
Wenn diese Idee mit der Wanderung nicht aufgekommen wäre, dann hätten beide nicht das Gefühl gehabt, etwas in ihrem Leben ändern zu wollen. Das ist es, was ich zutiefst bedauerlich finde. Für mich sollte das immer aus den Figuren selbst kommen. So aber wirkt es konstruiert.

Zusätzlich vermisse ich die Fragen, wohin jeder von ihnen im Leben will. Da sind keinerlei Pläne auszumachen. Rae und Cayden sind für mich nur schwer greifbar und ihre „Probleme“ bleiben mir zu lange verborgen. Und selbst als ich sie lese, kann ich sie nicht zu hundert Prozent mit ihrem Verhalten in Einklang bringen. Gegen Ende wird es kurzzeitig spannend. Leider lese ich die Auflösung nur als Zusammenfassung im Epilog. Davon hätte ich gerne aktiv etwas mitbekommen. Das geht mir alles zu schnell.

Mein Fazit:
„Free Like The Wind“ ist das fünfte Buch von Mohn für mich und das erste Mal, das sie mich mit ihrer Geschichte nicht abholt. Vom Schreibstil her ist es ein Genuss, nur hat mich leider die Handlung nicht überzeugt und die Figuren sind schon wieder aus meinen Gedanken verschwunden. Sie sind blass und bleiben bis zum Schluss durchschnittlich. Nicht, dass Durchschnitt etwas Schlechtes ist, doch beim Lesen möchte ich mich mit ihnen identifizieren und das ist hier nicht geschehen. Aber so ist das eben. Mohns nächstes Buch nimmt mich mit Sicherheit wieder auf eine fantastische und emotionale Reise mit.

So fällt mir die Bewertung dieser Lovestory schwer, aber da es handwerklich absolut gelungen ist, bekommt „Free Like The Wind“ 3 prima Sterne von 5 von mir und eine Leseempfehlung da es einige unterhaltsame Augenblicke gibt, auch wenn ich nichts von den Gefühlen, die eine Liebesgeschichte auszeichnen, spüren kann.

Bewertung vom 12.03.2021
Zwei in Solo
Janus, Elja

Zwei in Solo


ausgezeichnet

Es ist erschütternd, dass ein Mensch mehr Angst vor der Liebe haben kann, als vor der alles verschlingenden Dunkelheit.

Wie Janus schreibt, so satt, gehaltvoll, substanziell, da passt kein Millimeter zwischen den Worten und mir. Ich klebe förmlich in den Szenen, erlebe sie hautnah mit und spüre jeder Gefühlsregung hinterher. Ihr Schreibstil wirkt wie ein Brennglas. Alles wird herangezoomt und selbst die Winzigkeit einer Bewegung nimmt Goliath Ausmaße an. Das ist eine Kunst des Schreibens. Janus verschwendet keine Energie auf detailreiche Settings, sondern darauf, die Emotionen lebendig werden zu lassen. So fließen sie in jeden meiner Atemzüge und pflanzen sich tief in mein Herz, wo sie sich dauerhaft verwurzeln und ich ihre Früchte ernten kann. Sie dominieren die Geschichte mit einer Dringlichkeit und halten mich dabei unaufdringlich fest; sind einfach da und lassen mich nicht alleine. Das fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

Zur Handlung:
Sophie und Milo treffen sich nach fünf Jahren wieder und fühlen sich zueinander hingezogen, doch ihre Welten sind nicht kompatibel. Wird es ihnen gelingen, sie hinter sich zu lassen, um sich eine Neue zu erschaffen? Ein neues Königreich? Ihr Königreich?

Was für imponierende Figuren:
Sophie Seidel ist 32 Jahre alt und arbeitet als Deutschlehrerin. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen und es gibt keinerlei Überraschungen in diesem Trott. Welche Macht ihre Erziehung auf jede ihrer Handlungen hat, erlebe ich überdeutlich. Sophies Entwicklung beeindruckt und berührt mich gleichermaßen.

Miloslaw Nowak, genannt Milo ist ihr ehemaliger Schüler und 21 Jahre alt. Sein Herz gleicht einer Geisterstadt, bis er Sophie trifft. Wirklich trifft. Und was dann abgeht, beschert mir eine Dauergänsehaut. Ich inhaliere alles von ihm und er kriecht mir tief unter die Haut. Seine Wandlung ist eindrucksvoll und lässt mich staunen.

Die Umsetzung:
Milo und Sophie kommen aus unterschiedlichen Kreisen und ich bin erschüttert, als mich all die Feinheiten erreichen, die beide Welten ausmachen. Was für krasse Gegensätze und damit meine ich nicht nur die Gesellschaftlichen, sondern die Winzigkeiten, die uns täglich umgeben, oder nicht, und eben die Besonderheiten des Alltages darstellen. Laut, leise, hektisch, still, desillusioniert und hoffnungsvoll und am Ende weniger abweichend als zuerst angenommen.

„Du bist die einzige Kurzwahltaste, die mein Herz besitzt.“, aus „Zwei in Solo“. Manche Sätze lassen mein Herz stolpern und sich dann vor Wärme in der Brust ausbreiten. Bei diesem vertieft sich das Lächeln in meinem Gesicht. Die Geschichte wird aus den wechselnden ich-Perspektiven im Präsens geschildert, was hier auffallend gut passt.

Zuerst wirkt alles so klar, doch je weiter ich lese, umso mehr verschwimmt es, ändert sich, wobei sich gar nichts verändert, außer meiner eigenen Sichtweise und schon sehe ich alles mit anderen Augen. Diese Erkenntnis überrascht mich nur wenig, doch wie spielerisch Janus mich in alles hineinzieht und das erst möglich macht, ist überwältigend.

Mein Fazit:
In „Zwei in Solo“ wird es bewegend, tiefsinnig, poetisch, gehaltvoll, spannungsgeladen und leidenschaftlich. Wer eine leichte Story für zwischendurch sucht, lässt bitte die Finger von diesem Buch. Bei dieser Geschichte gibt es nur zwei Möglichkeiten, auch wenn Milo sicher anderer Ansicht ist: alles oder nichts. Dieses Buch wurzelt sich entweder tief im Herzen seines Lesers ein und hinterlässt Geschenke, die nahezu magisch wirken, oder es überfordert den Bücherfreund und stößt auf Ablehnung. Dazwischen ist meiner Meinung nach nichts denkbar und genau solche Bücher liebe ich über alles. Ich danke dir, liebe Elja Janus, für diese ergreifende Story.

Bewertung vom 11.03.2021
Manchmal kann Glück eben stinken
Dober, Silvia

Manchmal kann Glück eben stinken


sehr gut

Egal wie mies dein Tag war ein Blick in die Augen deines treuen Hundes entschädigt dich für alles.

Da ich selbst Hundehalterin bin, liebe ich es, Geschichten über das oft abenteuerliche Zusammenleben mit Hunden zu lesen. Dober entführt mich mitten in ihren abwechslungsreichen Alltag und ich folge ihr zu gerne.

Der Aufbau:
„Manchmal kann Glück eben stinken“ besteht aus 24 kurzen Kapiteln, die ich in einem Rutsch inhaliere. Dabei lese ich nicht nur einen Querschnitt aus dem Zusammenleben von Dober mit ihrem vierköpfigen Hunderudel, sondern begleite ein paar der Fellnasen von ihrem Einzug im neuen Heim bis hin zu ihrem Ende. Der Abschied lässt mich mit Tränen ringen und es ist logisch, das ich diesen Kampf nicht gewinnen kann.

Gleich eines der ersten Kapitel hat mich stark an unsere Katzen erinnert, grins. Sie sind Meister darin, dem Menschen ständig etwas anderes in ihre Futterschüssel zaubern zu lassen. Bei unseren Hunden ist das noch nie vorgekommen. Da bin ich der Meinung, dass es eine Rolle spielt, was der Hund erhält, und Paddy ist in dieser Hinsicht deutlich schlauer als seine Zweibeiner. Er weiß eben, was gut für ihn ist und auf was er getrost verzichten kann. Recht hat er. Zum Glück und meiner Freude fliegt doch noch etwas anderes in Paddys Napf, wie ich später lese.

So wichtig:
Die unterschiedlichen Kurzerzählungen regen mich zum Nachdenken an, einige lassen mich laut loslachen und manche regen zur Selbstreflexion an. Mir gefällt es prima, das Dober immer wieder auf den gewaltfreien Umgang mit den Hunden hinweist. Jeder Vierbeiner ist ein Individuum und kann völlig anders reagieren. Das darf er auch, weil er eben er ist und eine komplett andere Prägung und Entwicklung durchgemacht hat, als einer der anderen Hunde im Rudel.

Sie führt Pro und Contra an, was die Anschaffung eines Tierheimhundes oder von einem Züchter mit sich bringt und beschönigt dabei nichts. Es ist enorm, was sie für ihre Tiere leistet und wie viel diese ihr dafür zurückgeben, aber wem erzähle ich das. Jeder Hundebesitzer weiß, was uns unsere liebgewonnenen Mitbewohner in jeder Minute schenken. Und immer wieder springt mir in den Zeilen die Liebe entgegen, die Dober für ihre felligen Familienmitglieder empfindet.

Meine Kritik:
Ein guter Schreibstil weist sich für mich durch eine leicht verständliche Sprache aus, die sich flüssig lesen lässt. Leider hänge ich zu oft an Worten fest, die für meinen Geschmack zu gehoben oder ungewöhnlich sind und vielleicht die Witzigkeit und das Besondere des Moments unterstreichen sollen, aber hier wäre weniger mehr gewesen. Z. B. „fünf Atü“, diametral, Ionenwischer (nur um ein kurzes Beispiel zu geben) und das Wort Brosche bringe ich weder mit Erbrochenem noch mit Nasensekret auf einen Nenner. Mich wirft so etwas aus dem Lesefluss und mein Geist beschäftigt sich dann mit dem ungewöhnlichen Kontext der Worte, als mit dem Gelesenen selbst.

Mein Fazit:
„Manchmal kann Glück eben stinken“ wirft seine Leser direkt in den abenteuerlichen Alltag mit Dobers Rudel und ich muss gestehen: Ich habe mich in jeden ihrer Hunde verliebt. So mancher Hundehalter wird sich in gewissen Situationen wiedererkennen und Dober versteht es, mich dazu zu bringen, mich selbst zu hinterfragen, was ich für einen sehr positiven Nebeneffekt halte. Da ich sicher nie vier Hunde zeitgleich haben werde, ist es umso spannungsvoller für mich, diesem Rudel so nahezukommen. Das Buch empfehle ich jedem, der nicht verlernt hat, über sich und seine Fehler zu lachen, und der Hunde und gute Hundegeschichten ebenso sehr liebt wie ich.

Von mir erhält das Buch 4 tierische Sterne von 5 und eine unbedingte Leseempfehlung für alle Hundefreunde.

Bewertung vom 06.03.2021
Kings of Passion - Entfesselte Leidenschaft
Summers, Michelle

Kings of Passion - Entfesselte Leidenschaft


ausgezeichnet

4,5 Sterne

Wenn ein Herz hart ist wie ein Diamant, braucht es Liebe und glühende Leidenschaft, um es aus diesen Fesseln zu befreien.

Eine liebenswerte Protagonistin:
Robin Mayne ist 26 Jahre alt, verlobt und arbeitet als Restauratorin in einem Museum. Sie lebt in Canberra und hat ein zwiegespaltenes Verhältnis zu ihrer Mutter. Ihre Dialoge haben mich schmunzeln und abwechselnd die Stirn runzeln lassen. Summers gelingt es perfekt, Robins Mutter mit Charaktereigenschaften zu versehen, die mich komplett erreichen. Sehr überzeugend und dabei nicht drüber.

Um was es geht:
Robin muss für einen beruflichen Auftrag nach Melbourne. Diese Abwechslung kommt ihr total gelegen. Nur leider beschränkt sich Robins Ablenkung nicht nur aufs Berufliche, ihr Privatleben ist das, was ihr ums Herz fliegt.

Auf wen sie trifft:
CEO Vaughan Townsend führt das Unternehmen Kings of Passion. Dafür lebt er. Sein Privatleben hält er aus gutem Grund auf Sparflamme: Spaß, ja, Verpflichtungen oder gar Liebe und Glück, nein danke. Vaughan ist überheblich, selbstbewusst und weiß um seine Wirkung auf die Frauenwelt. Er wirkt unnahbar und doch blitzt immer wieder etwas Weiches und Warmes bei ihm durch.

Die beiden bleiben nicht alleine:
Kings of Passion wird durch einige Nebenfiguren ergänzt. Ich lerne Vaughans Brüder kennen und Maya, Robins beste Freundin. Sie ist erfrischend ehrlich und direkt in ihrer Art; im Zusammenspiel verbreiten sie unglaublich gute Leselaune.

Die Umsetzung:
Der Schreibstil ist lebendig, bildhaft und die Geschichte entwickelt sich in einem angenehmen Tempo. Von Beginn an fühle ich mich wohl in den Seiten. Das Setting ist gut ausgearbeitet und Summers versteht es, meinen Herzschlag zu beschleunigen und ein heftiges Kribbeln in den Bauch zu schicken. Sie lässt mich einige sinnliche Momente genießen, ehe ich zusammen mit Robin gegen Vaughans kalte Mauer pralle, die von der Höhe her locker mit der der Chinesischen Mauer mithalten kann. Die Geschichte wird aus den Ich-Perspektiven von Robin und Vaughan in der Vergangenheit geschildert.

Meine winzige Kritik:
Es gibt eine Stelle, da hätte ich gerne beide Betrachtungsweisen mitbekommen, und da das nicht möglich ist, wäre ich in diesem Moment lieber bei Vaughan gewesen, um den Konflikt nachzuvollziehen. Im Nachgang hat sich alles aufgeklärt, doch dafür musste ich etwas warten. So konnte ich nur mit Robin mitleiden, was ich bedaure.

Mein Fazit:
„Kings of Passion“ ist temporeich, witzig, sinnlich und prickelnd. Mein Herz bleibt nicht verschont und bricht zeitgleich mit Robins Herz. Ich lese Emotionen, die berühren. Wer sich gerne in eine andere Welt träumt, hat hier Gelegenheit, Zeit in Australien zu verbringen. Eine lockere, leichte Lovestory mit Charme und Wohlfühlatmosphäre lädt dazu ein. Ich habe das Buch in wenigen Stunden durchgelesen. Ich freue mich sehr, dass Vaughans Brüder auch ihre Geschichte bekommen.

Von mir erhält „Kings of Passion“ 4,5 prickelnde Sterne von 5 und eine absolute Leseempfehlung. Wo keine halben Sterne möglich sind, runde ich auf.

Bewertung vom 04.03.2021
Diamond Empire / Forbidden Royals Bd.3 (eBook, ePUB)
Johnson, Julie

Diamond Empire / Forbidden Royals Bd.3 (eBook, ePUB)


sehr gut

Wenn das größte Ziel im Leben das größte Opfer verlangt, ist klar, das man sich nicht in einer Märchenwelt befindet.

Hier erwartet mich der krönende Abschluss einer spannungsvollen Trilogie. Auf die Figuren gehe ich nicht weiter ein, da ich sie im 1. Teil ausführlich vorgestellt habe.

Endlich geht’s weiter:
Im letzten Teil erwarten mich Überraschungen und Wendungen, die mich prima unterhalten. Bis auf den langatmigen Einstieg, der nicht so recht zu dem knalligen Ende des 2. Bandes passen will und einigen Längen im Buch, habe ich nichts auszusetzen. Ich erlebe Emilias royale Pflichten hautnah mit. Leide an ihrer Seite und bewundere sie für ihre unerschütterliche Haltung, zu der ich in der gleichen Situation nicht fähig wäre.

Die Intrigen, denen Emilia ausgesetzt ist, erfüllen mich mit Wut und Abscheu. Ebenso ist die Gefahr für das stark dezimierte Königshaus noch immer nicht gebannt, so das ich weiter mitfiebere, wer hinter alldem steckt. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Emilia im Präsens geschildert und der warmherzige und lebendige Schreibstil nimmt mich erneut mit und schenkt mir ein zauberhaftes Kopfkino, das mich auch Lachen lässt, ehe mir wieder das Herz schwer wird.

Wichtige Nebenfiguren komplettieren die Story und schenken ihr zusätzlich Charme.

Die Entwicklung aller Charaktere ist über die gesamte Trilogie glaubhaft und für mich nachvollziehbar geschrieben.

Mein Fazit:
„Diamond Empire – Forbidden Royals“ bietet mir auch im Abschlussband jede Menge Lesegenuss. Als lilahaarige Psychologiestudentin wird Emilia in die Rolle der Thronerbin gestoßen, in der sie unglaublich viele Schwierigkeiten erlebt. Umso bewundernswerter finde ich, wie sie sich entwickelt hat. Über drei Bände lang verfolge ich ihren aufregenden Weg, der gepflastert ist von Gefahr, feuriger Leidenschaft, Herzschmerz und Intrigen. Was für eine tolle Trilogie, die mein Prinzessinnen - Herz zum Brennen bringt.

Von mir erhält „Diamond Empire - Forbidden Royals“ 4 gelungene Sterne von 5 und eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 26.02.2021
Pfote drauf!
Kompatscher, Christine

Pfote drauf!


ausgezeichnet

Gutes Training ist einfach, aber nicht leicht. Zitat von Bob Baley aus: Pfote drauf.

Dieses Buch ist ideal für alle Hundefreunde, die gerade auf den Einzugstag ihres neuen Mitbewohners hinfiebern oder umsetzbare Denkansätze und Motivationen für das Training mit ihrem besten Freund suchen. Hier werdet ihr fündig.

Zum Inhalt:
Das Buch: „Pfote drauf!“, gliedert sich in 13 Kapitel, die sich mit folgenden Themen intensiv auseinandersetzen:

• Positives Training, oder: Auch Theorie kann Spaß machen

• Welpenzeit

• Leine, Geschirr und Halsband

• Autofahren mit Hund

• Rückruftraining

• Deckentraining und Entspannung

• Ressourcen und Ressourcenverteidigung

• Jagdersatztraining

• Anspringen und Höflichkeitstraining

• Unerwünschtes Verhalten - was nun?

• Impulskontrolle

• Schnüffelspiele

• Humor und die eigene Haltung

Die Umsetzung:
Ihr erfahrt, warum Leckerli nicht gleich Leckerli ist und lernt unterschiedliche Verstärker kennen. Die Bedeutung von Konditionierung spielt ebenso eine große Rolle wie die Leinenführigkeit und der sichere Rückruf. Wertvolle Trainingstipps, die in leicht verständlichen Trainingsschritten erläutert werden und viele praktische Übungsbeispiele, die mir auch Fallen aufzeigen, in die ich unbewusst tappen kann und meinen Trainingserfolg zunichtemachen, werden nicht ausgespart. Am Ende eines jeden Kapitels finde ich eine Checkliste, um meinen Trainingsstand zu erfassen.

Das Highlight sind für mich die humorvollen Erzählungen aus dem Alltag mit Balou und Smilla. Kompatschers eigene Erfahrungen machen mir als Leser Mut und in einigen Punkten erkenne ich mich selbst. Wie unberechenbar sich manchmal der Alltag mit Hund gestalten kann, habe ich schon kennengelernt. Wir planen und planen, doch unsere Hunde machen uns einen Strich durch die sauber gezeichneten Pläne und stellen uns vor immer neue Herausforderungen.

Kampatschers Hunde, Smilla und Balou, sind treue Begleiter in den Seiten und bringen mich immer wieder zum Lachen. Ich erfahre einiges über das Boxentraining, Ressourcenverteidigung und die Wichtigkeit von Tauschgeschäften mit dem Vierbeiner - es kann Leben retten, oh ja. Hier lohnt jede Trainingsminute. Selbst Höflichkeitstraining und Schnüffelspiele werden nicht vernachlässigt.

Kein Grund zu verzweifeln:
Für die Halter jagdlich passionierter Fallnasen gibt es Wissenswertes zum Jagdersatztraining und ich staune über die Aussage: „Ja, mein Hund ist ein echter Vollblutjäger und ich bewundere ihn für seine Fähigkeiten.“ (Aus dem Buch Pfote drauf) Ihr erfahrt, was dieser verinnerlichte Satz mit eurem Hund, mit euch und mit der Jagd macht.

Mir wird beim Lesen klar: jeder Misserfolg meines Hundes im Training ist mein Fehler und nicht der Fehler meines treuen Freundes. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist ein wertvolles Gut.

Mein Fazit:
„Pfote drauf! Pfiffiges Hundetraining leicht erklärt“, bringt geballtes Wissen rund um den Hund mit. Durch die lebendigen Erzählungen aus dem Alltag mit Smilla und Balou wird alles authentisch, humorvoll und ich bemerke: Mit gewissen Erlebnissen bin ich nicht alleine. Humor ist ein wichtiger Aspekt im Buch, denn den sollte man nie verlieren. Untermalt wird alles durch qualitativ hochwertige Fotos, deren Anblick ein Genuss ist. „Pfote drauf!“, richtet sich an alle Neuhundebesitzer und Halter, die sich einen Zweithund anschaffen möchten oder Probleme mit ihrem Ersthund haben. Ich selbst habe bemerkt, wie vieles von meinem Wissen verschüttet ist, und das Buch bietet eine wunderbare Auffrischung dieses Wissensschatzes. Obendrein enthält es zahlreiche Anregungen und kostbare Denkansätze.

Von mir erhält „Pfote drauf!“ 5 großartige Sterne von 5 und eine unbedingte und absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 26.02.2021
NOLA Knights: Hers to Tame (eBook, ePUB)
Morgan, Rhenna

NOLA Knights: Hers to Tame (eBook, ePUB)


sehr gut

Um was es geht:
Cassie und Kirk sind sich einige Male begegnet, ehe sie sich zurückzieht. Ihr erneutes Wiedersehen lässt ihn nicht kalt, denn Cassie berührt etwas in ihm, was er bis dahin nicht kannte. Doch Kirk gehört zu einem mächtigen Syndikat, was auf Cassie nicht einladend wirkt. Gelingt es ihm, ihr Herz zu gewinnen?

Die Figuren:
Cassie McClintock arbeitet als Reporterin in New Orleans und ist 25 Jahre alt. Zu ihren Eltern hat sie ein gespaltenes Verhältnis, was aber nicht für ihre Tante Frieda gilt, die herzerfrischend durch die Story wirbelt. Cassie ist ein offener und unkomplizierter Charakter, der sich fix in mein Herz schleicht.

Kir Vasilek ist 35 Jahre alt und die rechte Hand des russischen Mafiabosses Sergei Petrovyh. Kir ist loyal, dominant, besitzergreifend und absolut heiß. Auch mit ihm habe ich nur Spaß im Buch.

Die Umsetzung:
Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und an vielen Stellen bildhaft, so das mein Kopfkino immer wieder genährt wird. Ich freue mich riesig über ein Wiedersehen mit Evette, ihrem entzückenden Sohn Emerson und vielen anderen wichtigen Figuren dieser Reihe, die ich alle fest ins Herz geschlossen habe. Diese Reihe verfolge ich mit Herzblut, weil es Morgan jedes Mal gelingt, mein Herz in Flammen aufgehen zu lassen.

Die expliziten Szenen sind sinnlich und prickelnd geschrieben und fügen sich prima in die Story. Es wird völlig auf klischeehafte, erzwungene Dramen verzichtet. Im Buch liegt eine Grundspannung, die bis zum Schluss aufrecht erhalten wird. Love, Sex und Crime - meine Lieblingsmischung. Ich erfahre alles aus Sicht der 3. Person abwechselnd von Cassie und Kir.

Was mir Probleme bereitet hat:
Der Einstieg ist diesmal holprig und es dauert eine Weile, ehe ich richtig drin bin. Einige Begrifflichkeiten wiederholen sich. Ich habe keine Ahnung, ob das der Übersetzung geschuldet ist, aber hier hätte man mehr aus dem Schreibstil herausholen können.

Mein Fazit:
„Nola Nights: Hers to Tame“, ist eine spannungsvolle und prickelnde Lovestory, die mir wieder den Zusammenhalt der jeweiligen „Familien“ nahebringt. Ich genieße die Integrität eines jeden Einzelnen und habe jede Menge Spaß mit Cassie und Kir. Männer wie Kir muss man mögen und ich liebe sie. Bis auf kurze Anlaufschwierigkeiten bin ich nur so durch das Buch geflogen und habe meinen Alltag völlig vergessen.

Von mir erhält „Nola Nights: Hers to Tame“ 4 knisternde Sterne von 5 und eine unbedingte Leseempfehlung.