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Benutzername: M.M.
Wohnort: Rheinland Pfalz
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Bewertungen

Insgesamt 61 Bewertungen
Bewertung vom 14.10.2019
Ziegen wie du und ich
Leenen, Maria Anna

Ziegen wie du und ich


sehr gut

Das Buch "Ziegen wie du und ich" von Maria Anna Leenen hat mir sehr gut gefallen. Ich schwanke noch zwischen 4 und 5 Sternchen.
Es ist ein Buch über die Liebe zur Schöpfung Gottes. Dass die Autorin Maria Anna Leenen eine enge Verbundenheit mit Gott empfindet zeigt sich allein schon daran, dass sie sich entschloss, als Eremitin zu leben. Man muss schon ganz bei sich sein können, will man ein Leben in Abgeschiedenheit von den vielen Dinge, mit denen sich die meisten Menschen ihre Freizeit, bzw. die langen Abende füllen, damit sie sich nicht langweilen. Respekt!
Wer also mit dem engen Gottesbezug der Autorin wenig anfangen kann, der wird sich mit diesem Buch teilweise schwertun.
Jedoch - lässt man sich als Leser darauf ein, bekommt man ganz sicher neue Einblicke oder Ansichten, die es zu überdenken lohnt. Auf Seite 78 schreibt sie: "Ich habe Liebe mit Besitz verwechselt". Zu diesem Selbsteingeständnis muss man erst einmal finden. Auch dabei half ihr der tägliche Umgang mit den Tieren.
Für die Autorin ist klar, Tiere sind eigenständige Wesen - auch ihre Zwergziegen. Sie haben eine individuelle Persönlichkeit. Das zeigt sich schon daran, dass eine der Ziegendamen nur dann zu einer Autofahrt zu bewegen war, nachdem sie sich einen ordentlichen Schluck Jägermeister hinter die Binde gegossen hatte. Klingt irgendwie menschlich.
Dass Hunde sowie Katzen die Menschen in Altersheimen, als auch Kinder in Kindergärten verzaubern können, ist hinlänglich gekannt. Doch Zwergziegen? Wie die Autorin schreibt, ziehen auch sie die Menschen in ihren Bann. Alte Menschen mit Demenz drücken längst vergessene Empfindungen mit ihrer Mimik aus und ängstliche Kinder trauen sich so ein Tier anzufassen. Kein Wunder, dass die Autorin recht oft darum gebeten wird, mit ihren Tieren in Altenheimen oder Kindergärten Gast zu sein.
Für mich verständlich, wenn ich mir das Cover anschaue und in diese wunderschönen Augen der Zwergziegen blicke. Da sehe ich offene Neugierde und Lebensfreude - keine Verschlagenheit oder gar Hinterlist.
Doch die Autorin geht auch darauf ein, was sie zuvor machte, z. B. in Südamerika zu leben und dort auf einer Farm mit Wasserbüffeln zu arbeiten. Was sie dort erschreckte, war der Umgang der Menschen mit den Tieren. Kinder machten sich einen Spaß daraus, den Wasserbüffeln die Schwänze zu brechen und jauchzten über deren Schmerzenslaute. Kann man diese Kinder verurteilen? Wahrscheinlich haben sie es von älteren Kindern und diese von ihren Eltern und die Eltern wiederum von anderen Eltern gelernt, ohne dass sich jemand auch nur einmal Gedanken darüber gemacht hat. Wer wird die Macht haben, dieses "Weitergeben an die nächste Generation" zu unterbinden und zu einem Umdenken aufrufen? Für die Autorin war dieses Verhalten nicht akzeptabel, waren doch schon damals Tiere in ihren Augen Mitlebewesen, die auch Schmerzen empfinden - genau wie wir. Es war wohl nur einer von mehreren Gründen, nach Deutschland zurückzukehren. Doch bis sie zur Eremitin wurde, lag noch ein längerer Weg und viele Einsichten vor ihr.
Noch heute sieht sie sich immer wieder gezwungen zu erklären, weshalb sie ihr Ziegen nicht so vermarktet, wie man es vom wirtschaftlichen Standpunkt her könnte um damit den größtmögliche Gewinn herauszuholen. Ihre Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung passt nicht in das Schema einer kaufm. Buchführung.
Ziegen wie du und ich ist ein wundervolles Buch, wenn man mehr will als einfach nur unterhalten zu werden.

Bewertung vom 01.09.2019
Eine himmlische Katastrophe
Montasser, Thomas

Eine himmlische Katastrophe


sehr gut

"Eine himmliche Katastrophe" von Thomas Montasser ist ein liebenswertes Taschenbuch von gerade mal 177 Seiten, das sich wunderbar in einer Handtasche verstauen lässt um in Bus oder Bahn auf dem Weg zur Arbeit gelesen zu werden. Mit solcher Lektüre lässt sich der Tag wunderbar und mit einem Lächeln auf den Lippen beginnen.

Wir begegnen in diesem Unterhaltungsrom drei älteren Nonnen in einem abgelegenen Kloster in Burgund. MIt den Finanzen ist es recht schlecht bestellt und die geldlichen Sorgen begleiten die drei gottesfürchtigen Frauen durch ihren Tag. Das Ende der Klostergemeinschaft scheint greifbar nah.

Doch dann kommt Louise aus den Pariser Banlieue, mit Tatoos und Piercing! Nicht freiwillig reist sie in diesen abgelegenen Teil Frankreichs, sondern als eine Art Strafe. Das Gericht hat es ihr auferlegt. Alkohol, Drogen, schlechter Einfluss von Freunden - zu all dem soll sie Distanz gewinnen und ihr Leben neu überdenken.

Dass es bei dem Aufeinandertreffen von Lou und den drei ältlichen Nonnen (eine ist ihre Tante) zu Konflikten kommt, versteht sich von selbst. Erst die Musik wird zum Bindeglied und Lou muss erkennen, dass Nonnen auch ganz weltlich denken. Was es mit "Ein göttlicher Harem" auf sich hat, kann der Leser - wahrscheinlich werden es eher Leserinnen sein - in diesem Büchlein miterleben.

Obwohl es sich um einen locker und leicht zu lesenden Unterhaltungsroman handelt, verwendete der Autor eine ansprechende und gut gewählte Sprache. Ganz nebenbei erfahren wir auch noch dies und das über Land und Leute in Frankreich.

Wie oben schon bemerkt, es ist ein liebenswertes Taschenbuch in kleinem Format, das man ganz bequem im Rucksack oder der Handtasche transportieren kann. Vielleicht inspiriert es auch den ein oder anderen Leser, auf einem Ferientripp diesen Teil Frankreichs zu besuchen.

Bewertung vom 09.08.2019
Die Melodie der Schatten
Peter, Maria W.

Die Melodie der Schatten


sehr gut

Jeder von uns hat sicherlich seine eigenen Vorstellungen von den Highlands in Schottland. Prinz Charles, bekleidet mit einem Kilt, hat wohl jeder schon mal im TV oder einer Illustrierte gesehen. Dazu karge Landschaften, düstere Schlösser oder Burgen, die Clans - alles zusammengenommen setzt sich vor meinem inneren Auge zu einem bestimmten Bild zusammen. Ob das so stimmig ist?

All diese Vorstellungen geisterten in meinen Kopf herum, als ich den Blick auf das Cover des Buches "Die Melodie der Schatten" von Maria W. Peters warf und wurde durch die anmutige Frauengestalt mit dem wehenden rötlichen Haar um eine Nuance erweitert. Ich war neugierig geworden.

Das es sich bei diesem Buch nicht nur um einen historischen sondern auch um einen Frauenroman handelt, ergab sich schon aus der Inhaltsangabe. Zwar ist die Sparte "Frauenroman" nicht das Genre, nach dem ich spontan greife, jedoch - die Neugierde siegte. Um es gleich zu sagen, das Lesen hat sich gelohnt. Die brütend heißen Sommertage verbrachte ich mit Lesen und war im 19. Jahrhundert in den Highlands unterwegs.

Es ist ein Unterhaltungsroman für Frauen und nach diesem Kriterium habe ich auch zu bewerten.

Fiona Hemington reist mit Tante und Advokat in einer Pferdekutsche durch die Highlands. Im völligen Nirgendwo werden sie überfallen und - ist es Glück oder Zufall - sie kann sich retten, wird nicht wie ihre Mitreisenden ermordet. Lange irrt sie umher, bis sie in der Ferne ein Licht sieht, das zu einem Herrenhaus gehört. Völlig durchnässt und verdreckt bittet sie dort um Hilfe, die ihr auch gewährt wird.
Aidan, der Besitzer von Thirstane Manor wirkt auf sie genau so düster und abweisend wie der "alte Kasten", der irgendwann mal bessere Zeiten gesehen haben musste.

Was von diesem Moment an auf Fiona einstürzt und ihr ruhiges und bisher vom Vater vorgegebenes Leben völlig aus den vorgegebenen Bahnen wirft, ist schon gewaltig. War sie zu Beginn des Buches ein wohlbehütetes und naives Mädchen, bereit ein langweiliges Leben in Abgeschiedenheit bei ihrer Tante zu verbringen (das ihr vom Vater aufgezwungen wurde), so entwickelt sie sich zu einer jungen Frau, die irgendwann ICH WILL sagen kann. Was ihr Vater immer abfällig als Leiden bezeichnete, nimmt sie nun als besondere Gabe an. Die Autorin lässt uns abtauchen in Mystik, Spukgeschichten und eine "schwarze Gestalt" - ist sie gut oder böse? - geistert auch durch die dunklen Gänge des Anwesens.

Obwohl der Unterhaltungsroman in den schottischen Highlands spielt, spannte die Autorin auch einen Bogen nach Australien, dem Kontinent, auf den Verbrecher des Mutterlandes verbannt wurden. Beim Lesen bekommt man den Eindruck von der Willkür vermittelt, mit der auch unschuldige, aber unliebsame Bürger in weiter Ferne "entsorgt" wurden. Zimperlich waren die Menschen damals ganz bestimmt nicht. Was mir sehr gut gefällt ist der Anhang, der das Leben und Wirken der Clans erläutert und dem Leser den historischen Hintergrund verständlich macht, z. B. die Vertreibung der einfachen Pächter, die Willkür mit der das Land regiert wurde usw.

Mit dem Schreibstil hat die Autorin genau meinen Nerv getroffen. Ich mag einen guten Ausdruck in der dtsch. Sprache. Nachdem ich mit dem Lesen anfing, mochte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Wie bereits oben erwähnt, Frauenromane sind üblicherweise so gar nicht mein Ding, doch von diesem Buch war ich total eingenommen. Ich wünsche der Autorin mit diesem Roman viel Erfolg und vor allem zahlreiche Leser.

MIt den Sternchen liege ich zwischen 4 und 5.

Bewertung vom 01.08.2019
Langsame Jahre
Aramburu, Fernando

Langsame Jahre


ausgezeichnet

Das Hörbuch "Langsame Jahre" von Fernando Aramburu hat eine ganz eigenartige Herangehensweise an die Erzählung der Lebensgeschichte des Jungen Txiki. Der erwachsene Txiki schildert dem Autor sein Leben als 8jähriger Junge, unterbricht seinen Refluss von Zeit zu Zeit um regelrechte Regieanweisungen zu geben, wie das geplante Buch zu schreiben sei und an welcher Stelle der Autor seiner Phantasie freien Lauf lassen kann. Beim Schreiben habe er so zu verfahren, dass die Leser auf keinen Fall aus dem Text Rückschlüsse auf die Familienmitglieder schöpfen könnten. Es braucht etwas Konzentration, bis man diese, wie zufällig eingeworfenen Bemerkungen, aus der eigentlichen Handlung herausfiltert.

Über dem ganzen Roman liegt der Geruch von Armut. Aus ärmlichen Verhältnissen kommend, wird Txiki in der Familie seiner Tante (die Schwester seiner Mutter) aufgenommen. Die eigene Mutter kann ihre Kinder, nachdem sie von ihrem Mann verlassen wurde, nicht mehr ernähren. Wer nun erwartet, dass der kleine Junge ausgegrenzt oder als armer Verwandter schlecht behandelt wird, liegt falsch. Es ist eine baskische Familie nach altem Stil. In der Not hält man zusammen und teilt das Wenige, das man hat. Der Mann arbeitete außer Haus, verdiente das Geld, doch zu Hause hatte die Mutter das Sagen. Das klassische Familienbild der damaligen Zeit.

Man schreibt das Jahr 1968. Die Diktatur von General Franco bestimmt das tägliche Leben. Gewalt herrscht im Land und es wird vom Machthaber und seinen Anhägern kein Aufbegehren gegen diese Diktatur gedultet. Die Herangehensweise des Autors an dieses brisante Thema setzt voraus, dass der Leser über die politische Lage des damaligen Spaniens informiert ist. Fernando Aramburu macht es dem Hörer nicht bequem. Man sollte sich schon ein gewisses geschichtliches Grundwissen über die Franco-Diktatur und die ETA im Vorfeld angeeignet haben. Hat man das nicht, bleibt einem als Hörer dieses Romans vieles unverständlich, bzw. die Feinheiten der Schilderungen werden nicht erfasst.

Was die Nachbarn über die eigene Familie denken, ist insbesonder für die Frauen von großer Bedeutung. Diese sind zu Hause und bekommen das Gespött der Nachbarn voll ab. Als die leichtlebige Tochter - Cousine von Txiki - schwanger wird, bricht das große Drama aus. Der Vater des Kindes kann nicht klar benannt werden, also muss ein anderer Ehemann her, damit die Ehre gerettet wird. Ansonsten wäre die zukünftige Oma gezwungen, in Zukunft mit gesenktem Haupt durchs Dorf zu gehen. Welch eine Schmach! Allein die Vorstellung an das Gerede der Nachbarn ist ihr unerträglich und bereitet schlaflose Nächte. Lieber wird die Tochter in eine ungewollte Ehe gezwängt.

So funktionierte Familie.

Txiki teilt sich mit seinem Cousin Julen das Zimmer. Julen, der Halbwüchsige, der sich von den Eltern nichts mehr sagen lassen will. Macht, was er will. Die Verbote, sich politisch zu betätigen schießt er in den Wind. Mit dem Pfarrer gehen er und seine Freundean den Wochenenden in die Berge zum Wandern. Doch während der Wanderungen ist es das Ziel des Pfarrers, seine Schützlinge politisch zu aktivieren, sie dazu aufzurufen, sich der Diktatur zu versagen. Doch als die Jungs auffliegen, verhaftet und gefolter werden, hat der Pfarrer nicht Mut und Kraft genug, seinen Teil der Verantwortung zu übernehmen.

Mir hat dieses Hörbuch sehr gut gefallen. Allerdings habe ich es auch mehrmals gehört um nichts zu verpassen. Der Alltag in San Sebastian des Jahres 1968 unterscheidet sich von dem Heute doch sehr stark. Der Autor wählte eine einfache Sprache. Trotzdem gelang es ihm, ein umfassendes Bild dieses Familienlebens zu zeichnen. Langsam und stetig plätschert der Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen dahin.

Bewertung vom 20.06.2019
Bienenleben
Wiener, Sarah

Bienenleben


ausgezeichnet

Wer kennt sie nicht - Sarah Wiener? Bekannt wurde sie den Fernsehzuschauern durch das Kochen. Eine Frau in einer von Männern beherrschten Domäne. Im TV konnte man sie mit Spitzenköche dieses Landes um die Wette kochen sehen. Doch ihre Talente sind noch viel weitreichender. Egal was Sarah Wiener in der Vergangenheit anpackte - man denke nur einmal an eine TV Serie über ihre kulinarischen Reisen - sie vermittelt immer den Eindruck, dass sie alles mit vollem und persönlichem Einsatz durchzieht. Auch das Bücherschreiben.

Das vorliegende Werk "Bienenleben", Vom Glück, Teil der Natur zu sein, sprüht nur so vor Lebensfreude darüber, im Einklang mit der Umwelt zu leben. Wie Sarah Wiener schreibt, kam sie eher zufällig zum Imkern. Es war ein langer und schleichender Prozess, angefangen bei einer zufälligen Bekanntschaft mit einem Imker, über einen Lehrgang der Bienenhaltung. Bis es sie endlich voll packte und ihr erstes Bienenvolk bei ihr Einzug halten konnte. Doch wo ein Bienenvolk ist, da kommen meist noch mehrere hinzu. Imkern, das ist etwas das auch im Leben von Sarah Wiener immer mehr Zeit und Raum einnahm und sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelte, bis es in richtige Arbeit ausartete.

Sie lässt den Leser daran teilhaben, wie und wo sie die besten Standplätze für ihre Völker auswählte, damit es den Tieren auch gut gehen sollte. Dass es sich für sie dabei nicht nur um irgendwelche Tiere handelte zeigt sich allein schon daran, dass jedes Volk von ihr einen eigenen Namen bekam. Es liest sich, als seien die Bienen ihre persönlichen Freunde, so wie für andere Leute der Hund oder die Katze.

"Bienenleben" ist einerseits ein Sachbuch über das Imkern mit vielen sachlichen Infos, als auch ein persönlicher Erfahrungsbericht von Sarah Wiener über ihre Erfahrungen mit der Bienenhaltung. Der erste eigene Honig - was ein Genuss! Manchmal sind die Tiere für sie schwärmende Freunde und dann auch mal stechwütige Biester. Eins schließt das Andere nicht aus.

Ich selbst habe dieses Buch zweimal hintereinander gelesen, da ich diese Flut an Bienenwissen nicht bei einem einzigen Durchgang in seiner ganzen Fülle erfassen konnte. Der flüssige Schreibstil, als auch die immer wieder eingestreuten persönlichen Anekdoten, machen das Lesen dieses Buches für mich zu einem echten Vergnügen. Hätten wir nicht schon einige Bienenvölker im Garten, wäre ich ganz sicher von Sarah Wieners Enthusiasmus über die Bienenhaltung gepackt und würde zumindest einmal einen Bienenlehrstand besuchen. Dieses Buch weckt auf jeden Fall das Interesse an unserer direkten, bienenfreundlichen Umwelt. Bienen sind nun mal tatsächlich nicht nur stechende Biester, sondern kleine, pelzige Individuen, die unsere Natur am Laufen halten. Man muss ihre Schönheit und Außergewöhnlichkeit nur sehen wollen.

Bewertung vom 14.06.2019
Düsternbrook
Milberg, Axel

Düsternbrook


sehr gut

Den meisten TV-Zuschauern dürfte der Name Axel Milberg ein Begriff sein. Egal ob als kauziger Arzt einer Serie oder als Familienmensch - seine Rollen verkörpert er immer mit einer persönlichen Eleganz, die nie aufgesetzt wirkt. Auch als Tatort-Kommissar bewahrt er immer Stil.

Und nun ist er unter die Schriftsteller gegangen und präsentiert den Lesern sein erstes Buch "Düsternbrook". Ist es eine Biographie? Eher nicht. Dafür enthält es zu viel wörtliche Rede und der Autor lässt keinen Zweifel daran, dass er Realität mit seiner Phantasie paarte. Also ein biographischer Roman? Auch das würde ich verneinen, denn einem Roman gleicht dieses Buch eher weniger. Dafür fehlt der fortlaufende Handlungsstrang

Axel Milberg hat Episoden seiner Kindheit und Jugend in einzelne, mal kürzere, mal längere Kapitel verpackt. (S. 29) Worin liegt der Unterschied von Aliens, die allgegenwärtig sind, uns überwachen (eine Begegnung mit Erich v. Däniken) und den Alliierten? Von den Familientreffen schreibt er auf Seite 69 über das Eintreffen und die Begrüßung der Verwandten, ".... wurde eine erste Übersicht über die neuesten Krankheiten gegeben...." Na, wer kennt das nicht, dass Krankheiten wie eine Errungenschaft vor sich hergetragen werden.

Aufgewachsen ist er in Düsternbrook, einem vornehmen Villenviertel Lübecks. So wie er seine Familie und deren Freunde beschreibt, wird einem sofort klar woher Axel M. seine angeborene Eleganz hat, mit der er seinen unterschiedlichsten Rollen Ausdruck verleiht. Das ist weder künstlich einstudiert noch aufgesetzt - diese Eleganz ist Teil seiner Person und ich kam beim Lesen zu der Erkenntnis, dies ist sein Erbe. Der Vater war vom Krieg gezeichnet, die Mutter Ärztin und beide im Umgang mit ihren Kindern nicht zimperlich. Drückte sie doch beim Mittagessen einem ihrer Sprösslinge das Gesicht auf den Teller mit Spinat, als dieses gesunde Gemüse keinen Anklang fand.

Wir lesen von seinen Kinderfreundschaften die von den Eltern manchmal unterbunden wurden, weil das jeweilige Kind angeblich kein guter Umgang für ihn sei. Also bleibt der kleine Axel oft für sich. Diese Distanz bleibt selbst später noch deutlich, nachdem er sein Abitur ablegte. Seite 213: "...Plötzlich waren die Freunde weg. Ich hatte vergessen, mich mit ihnen für das Leben nach der Schule zu verabreden...." Wir bekommen Einblicke in seine damalige Familie, lernen seine Eltern kennen und kennen sie am Ende doch nicht. Alles bleibt doch irgendwie vornehm zurückhaltend. Natürlich gibt es in der Familie auch einen illustren Onkel, der nie geheiratet aber einen männlichen Freundeskreis hatte, über den man nicht ausführlich sprach. Auch hier geht alles sehr dezent zu.

Die ersten Kontakte zur Schauspielerei bekommt Axel M. schon in der Schule. Das war für mich eines der schönsten Kapitel, als er seine Begegnung mit Gert Fröbe beschreibt. Dieser Vollblutschauspieler, der genügend Geld, Berühmtheit und Erfolg hatte - man denke nur an "Goldfinger" - und sich nun den Luxus leistete, in einer Schule seinem Publikum Auge in Auge gegenüber zu stehen. Bei dieser Gelegenheit traut sich der Schüler Axel M. erstmals zu offenbaren, dass er Schauspieler werden möchte. Mit dem Beginn seiner Ausbildung zu seinem Traumberuf endet das vorliegende Buch.

Die Lektüre vermittelt einen Einblick in die Kindheit und Jugend des Schauspielers Axel Milberg. Aber am Ende war ich mir nicht sicher, ob ich tatsächlich den Menschen Axel M. kennengelernt habe oder nicht eher den Menschen, den er seinem Publikum präsentiert. Auf jeden Fall ist es eine leicht lesbare und unterhaltsame Lektüre.

Bewertung vom 14.06.2019
Sämtliche Erzählungen, 1 MP3-CD
Borchert, Wolfgang

Sämtliche Erzählungen, 1 MP3-CD


ausgezeichnet

Wolfgang Borchert - wird dieser Schriftsteller heute überhaupt noch von der jungen Generation gelesen? Diese greifbare Traurigkeit oder sollte ich besser schreiben Verzweiflung, die seine Erzählungen überlagern, lassen wohl niemanden unberührt. Oder ist man in unserem Land inzwischen der Überzeugung, dass unser Frieden eine Selbstverständlichkeit ist? Kann sich die Nachkriegsgeneration überhaupt noch vorstellen, dass junge Männer in den Krieg ziehen mussten um andere Menschen zu töten, die ihnen nichts getan hatten und die sie nicht einmal kannten? Wie erging es ihnen dabei? Wie fühlt sich die Angst vor dem Sterben im Krieg an? Will man das überhaupt noch wissen - nach so vielen Jahren?

In dieser Hör-CD "Sämtliche Erzählungen" von Wolfgang Borchert lässt uns der viel zu früh verstorbene Autor an den vielen Dramen, mit der man der Kriegsgeneration ihre Jungend und viel zu oft sogar das Leben raubte, teilhaben. Über fast allen Kurzgeschichten liegt eine Traurigkeit, die einen beim Hören in die Seele trifft. Florens Schmidt als Sprecher war für diese CD die richtige Wahl. Mit seiner wandelbaren und eindringlichen Stimme setzt er die Erzählungen perfekt um.

Ich selbst kannte Wolfgang Borchert bisher nur von dem Theaterstück "Draußen vor der Tür", das mich jahrelang in Gedanken beschäftigte und mich in seiner Dramatik nicht mehr losließ. Und nun diese CD mit den sämtlichen Erzählungen des gleichen Autors, denen ich immer wieder lauschte. Egal wie oft ich die einzelnen Kurzgeschichten hörte, immer filterte sich mir wieder etwas Neues heraus. Dies ist keine Hör-CD die man einmal anhört und danach zur Tagesordnung übergeht. Dafür sind die Texte zu eindringlich.

Der 5. Titel "Generation ohne Abschied" berührte mich besonders intensiv. Genau so klang es für mich als kleines Kind, wenn die Erwachsenen von ihren Erlebnissen während des Krieges sprachen. Die Worte waren damals ganz sicher anders gewählt, jedoch der tiefere Sinn glich dem, was Wolfang Borchert in "Generation ohne Abschied" ausdrückte.

Dieses Hörbuch ist außergewöhnlich und ich glaube nicht, dass es die Bestsellerliste stürmt und bei der breiten Masse seine Fans findet. Wer sich auf diese Erzählungen einlässt, der sucht das Besondere und wird bei Wolfgang Borchert fündig.

Bewertung vom 28.05.2019
Der Jäger / Indian Cowboy Bd.2
Rose Billert, Brita

Der Jäger / Indian Cowboy Bd.2


sehr gut

In dem vorliegenden Buch "Der Jäger" aus der Serie "Indian Cowboy" von Brita Rose Billert begegnen wir erneut Ryan Black Hawk vom Stamme der Lakota. Im Grunde wird der Leser schon durch das Cover des Buches auf die richtige Fährte gebracht.

Dieser Band beginnt dort, wo der vorherige Roman endete. Ryan wird unehrenhaft aus der Air Force entlassen. Das ist in den USA nahezu ein NO GO, wenn man eine gute Arbeitsstelle sucht. Doch zum Glück gibt es Menschen um Ryan, die seine besonderen Begabungen erkannt haben, seine Zuverlässigkeit als auch seine Menschlichkeit schätzen. Ich muss gestehen, bereits beim Lesen des ersten Bandes ist mir dieser Indianer vom Stamme der Lakota sehr vertraut geworden und ich kann ihn mir genau mit seinem schwarzen, wieder längeren Haar, seiner rot-braunen Gesichtsfarbe und seinem geschmeidigen Körperbau vorstellen. Vielleicht auch deshalb, da ich "Indianer" nicht nur von Fotos kenne, sondern schon einigen begegnet bin.

Ryan wird als Headhunter angeheuert und auf Personen angesetzt, die aus unterschiedlichen Gründen vom FBI gesucht werden. Das vorliegende Buch hat sehr viel von einem modernen Abenteurroman. Man könnte diesen auch als Road-Movie auf die Leinwand bringen. Dabei tauchen wir ein in den amerikanischen Alltag - sowohl der weißen als auch der indianischen Bevölkerung. Trucker, ein Völkchen für sich, kommen hier auch zu Wort und spielen eine gewichtige Rolle. Ich muss gestehen, während ich dieses Kapitel las sah ich diese chromblitzenden Trucks vor meinem inneren Auge auf den Freeways und hörte dieses ganz besondere Tuten, das diesen Giganten der Straße eigen ist.

Ryan bekommt eine Corvette und wird natürlich mit entsprechenden Waffen ausgerüstet. Doch für seinen Job als Headhunter braucht er vor allem einen klaren Kopf sowie Verstand und ein Gespür für Situationen als auch für seine Mitmenschen, die er für seinen Chef aufspüren soll. Es ist spannend wie in einem Krimi. Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen.

Was mir an dieser Reihe gut gefällt ist, dass der Leser innerhalb eines Romans etwas über die Ureinwohner der USA erfährt. Zwar werden einzelne Stammesriten nur angesprochen, doch die Autorin macht dadurch neugierig, sich näher mit den Lakota zu befassen. Dank des Internets hat heute jeder die Möglichkeit sich Informationen zu besorgen und mehr über diese Menschen zu erfahren. Insbesondere zum Stamm der Lakota gibt es richtig gut gearbeitete Seiten mit vielen Informationen.

Die Zeiten von Winnetou sind Geschichte. Die heutigen Menschen mit indianischen Wurzeln wie Ryan fahren Auto, leben meist in festen Häusern und essen amerikanisches Frühstück. Trotzdem ist sich Ryan seines indianischen Erbes bewusst und lebt es auch. Eine gute und bemerkenswerte Mischung.

Bewertung vom 18.05.2019
Willkommen in Lake Success
Shteyngart, Gary

Willkommen in Lake Success


ausgezeichnet

Für das Buch "Willkommen in Lake Successe" von Gary Shteyngart sollte sich der Leser Zeit lassen, sonst überliest er womöglich die vielen Feinheiten. Der Autor hat die Menschen genau beobachtet und in einem satirischen Roman zusammengefasst, was die meisten Leute nicht gerne von sich preisgeben. Das ist wohl auch einer der Gründe, weshalb dieses Buch so erfolgreich ist.

Man findet nichts von dem banalen Herz-Schmerz der Romane, die üblicherweise unsere Bestsellerlisten stürmen. Wer darauf steht, wird dieses Buch nicht mögen. Keinen der Protagonisten schließt man ins Herz. Allein die Vorstellung solchen Menschen womöglich begegnen zu können bereitet mir Übelkeit. Und trotzdem konnte ich diesen Roman nicht weglegen, bin sogar nachts um 3 Uhr aufgestanden und habe weiter gelesen. Provokation pur.

In diesem Sinne ist das Buch genial!

Barry schafft es vom Sohn des Poolreinigers zum Millionär aufzusteigen. American Dream! Er ist erfolgreicher Fondmanager, verwaltet Milliarden. Mit seiner Ehefrau Seema bewohnt er eine 7 Millionen Dollar Wohnung in New York und das Glück wird gekrönt mit einem Wunschkind. Doch von da an geht es abwärts. Der ersehnte perfekte Sohn ist ein Autist. Mit dieser Diagnose kommen beide Elternteile nicht klar. Die Beziehung eskaliert, als sie bei einer Abendeinladung mehrere Stockwerke tiefer zu einem Schriftsteller und einer Ärztin in eine nur knapp 4 Millionen $ Wohnung eingeladen werden und deren "normaler" Sohn seinen Auftritt hat. In derselben Nacht wird Barry klar, dass seine Ehe gescheitert ist und entscheidet sich, sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen und seine frühere Liebe Leyla zu suchen. Nur seine liebsten Uhren dürfen ihn begleiten. Vielleicht sind diese Dinge das einzige, an das Barry sein Herz gehängt hat. Handy, Kreditkarte - von allem trennt er sich, bevor er den Greyhoundbus besteigt.

Das erste Ziel sind die Eltern von Leyla, bei denen er auch einige Tage wohnen kann. Die früheren Rebellen sind ruhig geworden. Seite 131: "Die radikalen Intellektuellen waren ein bisschen gesetzter geworden. Sie machten sich fürs Abendessen fein".

Auf der Fahrt im Greyhound begegnet Barry dem rassistischen Amerika. Obwohl er selbst gemäßigter Republikaner ist, schockiert ihn, womit er konfrontiert wird. Da wäre Trumps Wahlkampf. Seite 203: "....die Langeweile eines kriegerischen Landes, das keinen richtigen Krieg zur Hand hatte. War es nicht das, was Trump seinen Anhängern versprach? Einen weitreichenden Konflikt, den sie sich selbst aussuchen konnten?" Als Trump bei einer Pressekonferenz einen behinderten Journalisten seiner Behinderung wegen lächerlich macht, fühlt Barry damit seinen Sohn eigenen beleidigt.

Irgendwann ist er in El Paso - bei Leyla. Auch nach so vielen Jahren kann sie seinem Charme nicht widerstehen und nach wenigen Tagen schläft Barry nicht mehr im Gästezimmer. Glaubt, Teil des Lebens von Leyla und ihrem Sohn geworden zu sein und bleibt doch ein Fremder in ihrem Haus (S. 306).

Der Ausflug nach Mexico mit Leyla und ihren UTEP-Kollegen steht an. Wie der Autor die Fahrt, den Grenzübertritt beschreibt, das sollte man langsam lesen, damit die Vorstellungskraft mit den Ereignissen Schritt halten kann, die wir nicht wissen wollen und vor denen wir gerne die Augen verschließen. Armut, Gewalt, Drogenkriege. Die Armen reagieren auf die gönnerhaften Wohltaten der Weißen nicht wie erwartet.

Immer wieder lesen wir auch aus der Sicht von Seema, Barrys Noch-Ehefrau, die ihren Ehemann zwar seiner windigen Geschäfte wegen verachtet und sogar beim FBI anzeigte, aber trotzdem kein schlechtes Gewissen hat, bei der Scheidung von diesem "schmutzigen" Geld so viel wie nur möglich als Unterhalt zu erstreiten. Auf Seite 360 lesen wir die Beweggründe für diese Heirat: "... Du!" hatte Seema ihre Mutter angebrüllt. "Du wolltest dieses Geld! Du warst es! Die Liste! Erinnerst du dich an die Liste?"..."Die, auf der alle Ethnien standen, Juden und weiße amerikanische Protestanten ganz oben, wi

Bewertung vom 08.05.2019
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
Dicker, Joël

Das Verschwinden der Stephanie Mailer


ausgezeichnet

Der neue Roman von Joel Dicker "Das Verschwinden der Stephanie Mailer" wurde von den Fans des Autors sicherlich schon länger erwartet. Ich kann nur sagen, das Warten hat sich gelohnt. Seine Fans werden von diesem Buch nicht enttäuscht sein.

Handelt es sich nun um einen Roman oder einen Krimi? Ein wenig ist auch von einem Thriller darin enthalten.

Es beginnt mit der Verabschiedung in den Ruhestand des Ermittlers Jesse Roseberg, der des Polizeidienstes überdrüssig geworden ist und sich anderen Dingen widmen will. Ja, käme da nicht die Journalistin Stephanie Mailer und erzählte ihm, dass er 1994 als junger, aufstrebende Polizist zusammen mit seinem Partner Derek in einem spektakulären Mordfall mit 4 Toten den falschen Täter erwischt hätte. So eine Aussage lässt natürlich diesen "alten Hasen", der damals auf den schnellen Erfolg so stolz war, nicht ruhen. Er muss den alten Fall gegen alle Widerstände von Kollegen und Vorgesetzten wieder ausgraben. Nur noch wenige Tage bleiben ihm bis zu seinem endgültigen Ausscheiden aus dem Dienst und seine Kollegen können seinen Eifer, mit dem er sich erneut dem alten Fall widmet nur mit mitleidigem Lächeln quittieren.

Doch dann ist die Journalistin Stephanie Mailer verschwunden. Macht sie sich irgendwo nur ein paar schöne Tage, wie sie in einer SMS an ihren Chef schreibt oder geht es um mehr? Jesse, der nun auch seinen ehemaligen Partner Derek von dessen langweiligem und ödem Job an einem Polizeischreibtisch weggelotst hat, nimmt erneut die Spur auf. Ach ja, da ist auch noch die Polizistin Anna, die vom örtlichen Bürgermeister der Frauenquote wegen nach Orphea verpflichtet wurde. Zu dritt bilden sie nun ein umwerfendes Team.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen. Mal sind wir wieder im Jahre 1994 und dann wiederum im Heute (2014) unterwegs.

Der Autor baute diesen Roman in vielen kurzen Kapiteln auf, was dem Buch seinen Reiz gibt. Es wird nie langweilig, denn man muss als Leser immer wieder umdenken. Vor allem die vielen Namen der handelnden Personen haben es in sich. Zur Hilfe gibt es im Buch ein Verzeichnis.

Besonders reizvoll finde ich, dass jedes Kapitel mit einem Namen überschriftet ist, aus dessen Sicht gerade erzählt wird. Wie heißt es immer, nimm eine Tat und zehn Zeugen und es werden elf verschiedene Tathergänge beschrieben. So ähnlich geht es auch hier. Ein Verwirrspiel, das es in sich hat. Ein ehemaliger Polizist, der nun als Regisseur ein modernes Theaterstück auf die Bühne bringen will oder die brave Ehefrau aus gutem Haus, die in jungen Jahren als Prostituierte und Lockvogel eines Zuhälters arbeitete um "brave" Familienväter gefügig zu machen. Die Charaktäre sind weit gefasst.

Der Autor hat sich viel einfallen lassen sein Publikum zu unterhalten. Sogar einen sehr makaberen Abschluss einer außerehelichen Affaire. Mehr will ich darüber aber nicht verraten.

Joel Dicker hält seine Leser im Griff. Mal lässt er etwas locker und dann zieht er die Spannung wider an. Ein Kompliment auch an die Übersetzer.

Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich nachts um 3 Uhr aufstand um noch eine Stunde zu lesen, weil ich wissen wollte wie es weitergeht. Immerhin waren ca. 670 aufregende Seiten zu bewältigen.

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