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Benutzername: SillyT
Wohnort: Heinsberg
Über mich: unheilbar Büchersüchtig!
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 58 Bewertungen
Bewertung vom 13.10.2019
Aufbruch und Entscheidung / Die Charité Bd.2
Schweikert, Ulrike

Aufbruch und Entscheidung / Die Charité Bd.2


ausgezeichnet

Das Jahr 1903, die junge jüdische Ärztin Rahel Hirsch macht sich auf den Weg nach Berlin, um dort ihre neue Stelle als Assistenzärztin an der berühmten Charité anzutreten. Keine leichte Aufgabe in dieser Zeit, denn ihre Kollegen sind ausschließlich Männer und Rahel stösst auf so manch einen Widerstand. Doch die junge Ärztin ist nicht so weit gekommen, um dann einfach aufzugegeben und verfolgt zielstrebig ihr Ziel.
Zur gleichen Zeit arbeitet in der Wäscherei der Charité die junge Barbara. Auch wenn diese aus einfachsten Verhältnissen stammt und ständig am eigenen Leib erfahren muss, wie Männer mit Frauen umzugehen pflegen, kämpft auch sie für Gleichberechtigung.
Als sich die beiden Frauen zufällig kennenlernen, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft. Beide Frauen kämpfen auf ihe Art für Gleichberechtigung, doch dann bricht der erste Weltkrieg aus und alles ändert sich.
Meine Meinung
Schon der erste Band der Charité Reihe aus der Feder von Ulrike Schweikert hat mir aussergewöhnlich gut gefallen und auch dieser zweite Band war absolut spannend und fesselnd zu lesen.
Ulrike Schweikert schafft es unglaublich leicht und mitreißend, die Zeit des Beginns des zwanzigsten Jahrhunderts lebendig werden zu lassen. Sprachlich findet man sich genau in dieser Zeit wieder und doch erzählt die Autorin so leicht, dass man sich einfach mitten in der Geschichte wiederfindet. Interessant wird es, wenn sie ihre Figuren berlinern lässt, was das ganze noch authentischer wirken lässt. Ebenfalls beeindruckend sind die absolut dichte Atmosphäre und das Gefühl, eine Zeitreise zu begehen. Respekt, Frau Schweikert, das ist wirklich ganz hervorragend recherchiert und auch wenn ich selbst keine Ahnung von der Zeit an der Charité habe, kann ich mir dieses genau so auch vorstellen.
Was mich als Frau hier immer wieder zum Schlucken brachte, ist die Zeit in der das ganze stattfindet und wie man da noch mit Frauen umging. So manches Mal habe ich mich regelrecht über die Männer der Zeit geärgert und hätte mich am liebsten mit an die Seite der Protagonistinnen Barbara und Rahel gestellt.
Was dieses Buch ebenfalls zu etwas besonderem macht, ist diese einzigartige Art über die Zeit an der Charité zu erzählen und das mit den persönlichen Geschehen der Charaktere zu verknüpfen. Man erfährt so viel über die Entwicklung der Medizin in dieser Zeit, aber auch über das allgemeine Leben in Berlin. All das fesselt den Leser an die Seiten und man sieht direkt das Geschehen vor sich.
Mit ihren Charakteren hat die Autorin wieder ganz besondere Persönlichkeiten erschaffen. Die junge, jüdische Ärztin Rahel hat mich sehr beeindruckt, denn ich konnte mir nur allzu gut vorstellen, wie schwer es für sie sein musste, sich an diesem von Männern dominierten Arbeitsplatz durchzusetzen. Als Frau musste sie hier einfach noch mehr Einsatz zeigen, weder Müdigkeit noch Erschöpfung zulassen, da man ihr das als Schwäche angekreidet hätte und noch vieles mehr. Ich habe mit dieser tollen Frau absolut mitgefiebert und fand sie hervorragend ausgearbeitet. Doch auch Barbara, die Frau aus der Wäscherei ist für ihre Zeit eine beeindruckende Persönlichkeit, die absolut zielstrebig ihren Weg geht und sich auch nicht von Männern vorschreiben lässt, was sie zu tun und zu lassen hat. Frauen wie diesen ist es zu verdanken, dass es für uns Frauen heute anders aussieht, auch wenn ich zugeben muss, dass es da nach wie vor noch Vorteile für Männer, explizit in der Arbeitswelt, gibt.
Neben diesen tollen Protagonistinnen wirken aber auch die Nebencharaktere absolut authentisch und rundeten das eh schon hervorragend dargestellte Zeitgeschehen noch einmal ab.

Bewertung vom 02.08.2019
Licht und Schatten
Drvenkar, Zoran

Licht und Schatten


ausgezeichnet

Russland im Jahre 1704, seit Tagen warten Salomon und seine Frau Yrma darauf, dass ihr kleines Mädchen endlich das Licht der Welt erblickt. Doch als es dann endlich soweit ist und die kleine Vida geboren wird, stirbt Yrma. Vida ist allerdings ein ganz besonderes Mädchen, ein Mädchen, das von seiner Mutter mehr Fähigkeiten geerbt hat, als man auch nur ahnt. Sie ist die Hoffnung der Welt, des Lichts und der Dunkelheit. Das Licht erhofft sich, dass es Vida gelingt, der Dunkelheit zu widersagen, während der Wächter der Dunkelheit versucht, Vida in seine Macht zu bekommen.
Meine Meinung
Als ich gesehen habe, dass ein neues Buch des Autors Zoran Drvenkar herauskommt, wollte ich nur eines: dieses Buch unbedingt haben und lesen. Denn bisher kannte ich zwar nur die Thriller aus der Feder des Autors, doch selten hat mich ein Autor mit seinen Worten mehr in seinen Bann ziehen können, wie dieser es schafft.
Genau dies gelingt ihm auch mit Licht und Schatten, das er mit seinem ganz besonderen Stil zu etwas wunderbarem und einzigartigem werden lässt. Eigentlich mag ich es nicht, wenn man weit ausschweifend erzählt, doch Drvenkar erzählt mit sovielen Bildern, dass ein absolut lebendiges Bild vor dem inneren Auge entsteht. Keine Frage, es ist auch ein eigenwilliger Stil, den man mögen muss, aber wer die bisherigen Werke mochte, wird auch an Licht und Schatten seine wahre Freude finden.
Schnell wurde ich in die märchenhaft anmutende Geschichte rund um Vida gezogen und diese Mischung aus Mythos, Märchen, aber auch Spannung und Grusel ließ mich das Buch kaum zur Seite legen. Die knapp 600 Seiten waren schneller vorbei, als ich für möglich gehalten hätte.
Die Welt ist etwas besonderes und ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, einem alten Märchen zu lauschen. Die Atmosphäre ist genau das, was der Titel schon sagt: Licht und Schatten, hell und dunkel. Das einzige, was ich hier überlege, ist, ob diese Geschichte wirklich für Jugendliche das richtige Buch ist. Definitiv hat es einen gewissen Anspruch, der auch dem erwachsenen Leser eine wirklich tolle Lektüre bietet.
Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, wobei man durchaus viele Momente gemeinsam mit Vida begeht. Wir begegnen hier auch ganz vielen Charakteren, die nicht alltäglich sind, wie sprechende Bären oder Vögel.
Vida ist eine zauberhafte Protagonistin, die sich sehr schnell einen Platz in meinem Herzen erobern konnte. Sie ist intensiv in allem was sie tut, mutig, neugierig, wissensdurstig und vor allem absolut frei.
Mein Fazit
Eine Rezension, die mir alles andere als leicht gefallen ist, weil ich es unheimlich schwer finde, dieses Buch mit Worten zu beschreiben. Es ist auf seine Weise eine Buch voller zarter und ruhiger Töne, die trotzdem immer wieder grausam und gruselig werden können. Es ist eine Geschichte über das Leben, über die Hoffnung und darüber, das Licht in unsere Welt zu bringen. Eine eher anspruchsvolle Geschichte, die mir absolut gut gefallen hat und die noch lange in mir nachhallen wird.

Bewertung vom 04.04.2019
Nemesis / C.J. Townsend Bd.4
Hoffman, Jilliane

Nemesis / C.J. Townsend Bd.4


ausgezeichnet

C.J. Townsend ist nach Florida zurückgekehrt und kaum ist sie wieder in ihrer alten Heimat, taucht eine Frauenleiche auf, bei der sich C.J. sehr sicher ist, dass sie den Täter kennt. Denn die Leiche weist ein kreisförmiges Branding auf, das als Markenzeichen des Snuff-Clubs dient. Reiche Mitglieder des Clubs zahlen viel Geld, um bei der brutalen Vergewaltigung und anschließenden Tötung der Frauen teilnehmen zu können. Doch sie wissen nicht, dass C.J. weiß, wer alles zu diesem Club gehört und wer hier “das Spiel” spielt. Doch C.J. weiß auch, dass die Mitglieder alle zu reich sind und viel zu viel Einfluss haben, um jemals von der Justiz gestellt zu werden. Auf eigene Faust beginnt C.J. ihre eigenen Pläne umzusetzen und sich an den Snuff Club Mitgliedern zu rächen.
Meine Meinung
Oh, dieses Cover, allein das zog schon meinen Blick auf sich, doch das Jilliane Hoffman nun ihre Cupido Reihe mit diesem vierten Band fortsetzen und beenden wollte, machte mich noch viel neugieriger, denn die Vorgänger habe ich allesamt regelrecht inhaliert.
Es ist schon eine Weile her, dass ich den dritten Band der Reihe – Argus gelesen habe und doch fiel es mir auch hier sehr leicht, wieder in die Geschichte rund um die Staatsan-wälting C.J. Townsend und ihrem Mann Dominick Falconetti hineinzufinden. Von der ersten Seite an konnte mich die Autorin wieder an ihr Buch fesseln, denn sie schreibt absolut mitreißend und flüssig. Mit kleineren Bruchstücken und Erinnerungen aus der Vergangenheit werden auch die vorherigen Bände schnell wieder präsent und genau diese Umsetzung gelingt Jilliane Hoffman vollkommen. Allerdings sollte man die Vorgänger kennen, denn erst dann versteht man den Zusammenhang, da Jilliane Hoffman diesen Thriller über alle vier Teile miteinander verbindet und aufbaut.
Auch sonst konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil von der ersten Seite an fesseln. Die gesamten Ereignisse beschreibt die Autorin sehr direkt und lässt dadurch eine Mischung aus Schock, Wut und Ekel beim Leser entstehen. Trotz des recht großen Umfangs war das Buch in einem Rutsch durchgelesen und es ist ein wahrer Pageturner.
Das die Autorin Spannung erzeugen kann, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr. Auch hier war ich gleich von Beginn an mitten im Geschehen und begleitete C.J. auf ihrem Weg. C.J. hat im Laufe der Reihe eine enorme Entwicklung genommen, denn auch wenn ich sie schon im ersten Band für absolut tough und verletzlich gleichzeitig gehalten habe, so setzt sie hier noch eine Schippe drauf.
Der Inhalt ist nichts für schwache Gemüter, denn C.J. widmet sich hier dem Snuff Club, dem grausigen Club der reichen Männer, die dank ihrer Macht glauben, unantastbar zu sein. Wie ich schon erwähnte, wird vieles so direkt beschrieben, dass man hier absolut schockiert wird und doch lässt die Autorin auch noch das ein oder andere unausge-sprochen, so dass die eigene Fantasie deutlich mit angeregt wird.
C. J. Townsend ist eine bewundernswerte Persönlichkeit, die es geschafft hat, durch ihre eigene Vergangenheit stark zu werden. Zugegeben, ihre Handlungen in diesem Teil sind ein wenig weit hergeholt und ob die Realität auch so aussehen würde? Ich denke nicht, wobei es in diesen Thriller absolut passt und das gesamte noch einmal spannender macht. Mir ist C.J., aber auch ihr Mann Dominick, sehr ans Herz gewachsen und auch wenn Dominick hier nur eine kleinere Rolle spielt, so ist er doch nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Reihe. Ebenso wie auf Protagonistin C.J.. und Dominick trifft man hier auf das ein oder andere bereits bekannte Gesicht, aber auch auf interessante neue Charaktere, wie z. B. die Mutter eines der Snuff Club Opfer, deren Handlung ich absolut nachempfinden konnte.
Mein Fazit
Spannend vom ersten Augenblick an und diese steigert sich immer mehr bis zum Showdown. Die Entwicklung der Staatsanwältin vom Beginn bis zum Schluss war wirklich genial und führte durch alle Teile wie ein roter Faden. Das Thema ist schockierend und beängstigend und man

Bewertung vom 30.03.2018
Der Zorn der Gerechten / Scythe Bd.2
Shusterman, Neal

Der Zorn der Gerechten / Scythe Bd.2


ausgezeichnet

Achtung: da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt, gibt es inhaltliche Spoiler zu Band 1.

Meine Meinung

Ach, was war ich gespannt auf die Fortsetzung dieser Reihe, denn bereits Band 1 war eins meiner Jahreshighlights 2017. Ein wenig war ich über die kurzfristige Änderung des Covers überrascht, aber beim Betrachten kann ich nur sagen, es ist wieder einmal extrem gut gelungen und passt perfekt zu seinem Vorgänger. Auch der Inhalt kann sich sehen lassen und steht Band 1 in Nichts nach. Der Einstieg in den neuen Band gelang in kürzester Zeit und auch dieses Mal ist es Neal Shusterman ausgezeichnet gelungen, mich an seine geschriebenen Seiten zu fesseln. Sein Schreibstil ist flüssig, modern und besonders und man spürt beim Lesen kaum, wie schnell die Seiten vorbeirauschen. Auch für die angegebene Zielgruppe ist es eine spannende Lektüre und auch wenn das Nachlesen nicht immer angenehm ist, so bleibt Shusterman mit den blutigen Details noch in einem Rahmen, der vertretbar bleibt.
Eines kommt hier auf keinen Fall zu kurz und das ist die Spannung. Vom ersten Moment an wird man von den beschriebenen Szenen gefangen genommen und erhält genügend Details, um sich das Geschehen vorzustellen. Allerdings bekommen wir hier auch einen noch deutlicheren Einblick in das Machtverhältnis und auch an den Gedanken der KI, den Thunderhead dürfen wir teilhaben. Gerade diese Einblicke in diese Gedanken ließen mich immer wieder innehalten und darüber nachdenken, was es denn wirklich mit diesem Thunderhead auf sich hat und ich gebe zu, dass ich immer noch nicht richtig weiß, was ich von diesem künstlichen Überhirn halten soll.
Wie auch schon im ersten Band wechselt Shusterman hier immer wieder die Perspektiven. So erleben wir Citra in ihrer Rolle als Scythe Anastasia, begleiten Rowan auf seinem Rachefeldzug, hören die Gedanken des Thunderhead und erleben auch noch einige weitere Personen und Gruppen bei ihren Handlungen. Bei einigen, z. B. den Tonisten, die hier eine deutlich größere Rolle spielen als noch zuvor. Diese schnellen Wechsel in der Perspektive bleiben trotzdem überschaubar und Shusterman behält in allen bereichen seine Fäden in der Hand. Immer wieder konnte er mich überraschen, wenn wieder etwas passierte, mit dem ich so gar nicht gerechnet habe.
Besonders gut gefallen hat mir hier die Entwicklung der einzelnen Charaktere. Vor allem Citra ist eine unglaublich starke Persönlichkeit geworden, die mich absolut überzeugen konnte in ihrer neuen Rolle als Scythe. Sie ist mutig und sehr clever, sie hat aber auch genügend Einfühlungsvermögen, um mit den Menschen umzugehen. Gerade ihr Leben mit Scythe Curie passt hier sehr gut, denn auch Scythe Curie ist eine ganz besondere Persönlichkeit. Die Beiden gemeinsam zu erleben, war unheimlich gelungen. Rowan ist hier in einer ganz anderen Rolle tätig und am Anfang war er mir nicht ganz so sympathisch, auch wenn ich seine Entscheidungen durchaus nachvollziehen konnte. Seine Beziehung zu Citra bleibt hier deutlich zurück, tatsächlich treffen die Beiden nur zweimal aufeinander, abe

Bewertung vom 01.12.2017
Das Glück an Regentagen
Stapley, Marissa

Das Glück an Regentagen


ausgezeichnet

Schöne Familiengeschichte mit kleinen Schwächen (3,5 Sterne)
Das Cover dieses Romans ist wirklich traumhaft schön und man sieht dadurch förmlich das Setting der Geschichte vor sich. Es ist auf jeden Fall ein richtiger Hingucker, der dazu einlädt, das Buch in die Hand zu nehmen. Auch der Einstieg fällt hier recht leicht, da die Autorin Marissa Stapley einen sehr flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil hat. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig finde ich es zwar immer, wenn die Geschichte in der Gegenwart erzählt wird, stört aber im Hinblick auf das Geschehen in keinster Weise. Man befindet sich hier schnell mitten im Geschehen, bekommt aber auch so nach und nach immer mal wieder Rückblicke auf vergangene Tage.
Die Geschichte ist im Grunde eine wirklich schöne Geschichte, deren hintergründige Idee mir wirklich sehr gut gefallen hat. Auch die Spannung ist hier gegeben, wenn es auch an manch einer Stelle zu schnell eine Lösung gab. So fehlte mir ein bisschen das eigene Miträtseln können und ich denke, da hätte man noch ganz viel mehr rausholen können, denn Geheimnisse gibt es hier genügend. Die Autorin zieht durch ihre kurzen Kapitel und der schnellen Änderung der Blickwinkel allerdings am Tempo und da hätte man ruhig tiefer ins Geschehen greifen können. Ein bisschen Tempo also rausnehmen, dafür deutlich mehr Tiefgang hätten mir in dieser Geschichte sehr gut gefallen.
Ein Erzähler in der dritten Person beschreibt die Ereignisse, der Leser beobachtet hier diese. Durch die rasch wechselnden Perspektiven allerdings kann man sich nicht allzu sehr auf die Charaktere einlassen. Die Perspektiven wechseln dann auch zwischen einigen Personen, mal erzählt Mae, mal Gabe, aber auch Maes Großeltern kommen zu Wort. Innerhalb der einzelnen Perspektiven gibt es dann auch noch gedankliche Rückblicke, so dass der Leser nach und nach den Geheimnissen auf die Spur kommt. Es gibt immer mal wieder schnellere Wendungen, z. B. einen Schicksalsschlag in Maes Familie, der mich erschreckt hat, diese Wendungen rücken immer wieder den Fokus in andere Richtungen.
Die Atmosphäre der Geschichte ist auf Grund der teilweise recht dramatischen Ereignisse eher bedrückend und doch gibt es hier immer wieder Momente der Hoffnung und des Umdenkens.
Die Charaktere der Geschichte bleiben recht überschaubar. Mae und Gabe sind hier die Protagonisten, aber auch Maes Großvater George bekommt seinen Part. Alles in allem waren diese Charaktere gut beschrieben und wirkten authentisch. Allerdings fehlten mir hier ein wenig diese Momente, in denen man mit einem oder mehreren Charakteren mitfiebern kann. Ich blieb hier mehr der Beobachter und hielt eher Abstand zu den Personen.
Mein Fazit:
Eine Geschichte, deren Grundidee mir sehr gut gefallen hat und die mit einer Familiengeschichte voller Geheimnisse aufwarten kann. Trotzdem fehlte mir hier einfach das hineindenken und -fühlen können, so dass ich im Großen und Ganzen nur ein Betrachter des Geschehens blieb. Ich denke, dieser Geschichte hätte es nicht geschadet, wenn sie ein paar Seiten mehr gehabt hätte. Trotzdem ist es eine schöne Geschichte für zwischendurch. Eins möchte ich noch unbedingt erwähnen: nämlich den tollen Einstieg in die einzelnen Kapitel, an denen der Leser Vorschläge bekommt, was man alles an Regentagen machen kann.

Bewertung vom 22.11.2017
Tochter des dunklen Waldes
Seck, Katharina

Tochter des dunklen Waldes


ausgezeichnet

Meine Meinung:

Schon den Debütroman der Autorin Katharina Seck - Die silberne Königin - konnte mich damals mit einem aussergewöhnlichen Schreibstil überzeugen. Dementsprechend neugierig war ich auf den neuen Roman Tochter des dunklen Waldes und ich wurde auch hier von einer märchenhaft-magischen Geschichte überzeugt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailreich und damit zaubert sie sehr intensive Bilder des Geschehens. Man hat beim Lesen nicht nur das Gefühl, die Szenerie vor sich zu sehen, sondern spürt die Atmosphäre und riecht regelrecht den Wald nahe des Dorfes. Das mag allerdings auch auf den ein oder anderen langatmig wirken, mich konnte die Autorin aber völlig be- und verzaubern.

Während man zu Beginn allein schon durch den Prolog in die etwas finster und geheimnisvoll wirkende Atmosphäre des Morgendwaldes abtaucht, bleibt die Handlung eher ruhig. Dieses hält sich dann auch über einen langen Zeitraum und erst im letzten Drittel der Geschichte nehmen die Ereignisse ihren Lauf und es wird hier temporeicher. Wer viel Action und hohes Tempo mag, könnte hier enttäuscht werden, wer aber eine recht ruhige Grundstory mag, die viel Wert auf Atmosphäre und Gefühl legt, sollte hier unbedingt hineinlesen.

Die Welt, die Katharina Seck hier erschaffen hat, hat einen ganz eigenen Zauber und ganz viel Magie. Man spürt hier ganz viel Mythos und mich konnte diese Welt absolut fesseln, da ich auch das Gefühl hatte, so etwas in dieser Art noch nicht gelesen zu haben. Auch die Wesen, die hier einen großen Teil der Geschichte einnehmen, sind etwas besonderes. Man kann in dieser Welt völlig abtauchen und versinken. und entdeckt auch einiges, was noch nicht so geläufig ist.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Lilah, in der dritten Person. Allerdings gibt es hier auch eine kleine Besonderheit, denn an jedem Kapitelbeginn erfährt man etwas aus der Perspektive einer anderen Person. Dieses lässt den Leser mitraten, wer da erzählt, denn es gibt hier schon den ein oder anderen geheimnisvollen Hinweis.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, gerade in Lilah kann man sich recht gut hineinfühlen, auch wenn sie in der ein oder anderen Handlung naiv zu handeln scheint, kann man es durchaus nachvollziehen, was in ihr vorgeht. Sie ist freundlich und umgänglich und hat das Herz am rechten Fleck. Neben Lilah gibt es noch ein paar weitere Charaktere, von denen vor allem Dorean noch eine sehr wichtige Rolle spielt. Lange Zeit kann man diesen nicht richtig einschätzen, denn man spürt, ihn umgibt ein dunkles Geheimnis und doch weiß man, dass sich Lilah zu ihm hingezogen fühlt.

Es gibt auch noch einige Nebencharaktere, wobei hier vor allem die Dryaden, das mythische Baumvolk, sehr interessant ist und das man sich sehr gut vorstellen kann.

Mein Fazit:

Eine wunderschöne Geschichte, die mich vor allem mit diesem wundervollen, bildgewaltigen und atmosphärischem Schreibstil packen konnte. Auch wenn der Grundton über lange Strecken ruhig bleibt, hatte ich keinerlei Langeweile, sondern konnte gemeinsam mit der Protagonistin Lilah tief in ihrer Welt und den Morgenwald versinken. Für mich passte in dieser Geschichte einfach alles zusammen, das wunderschöne Cover passt wunderbar zu der Geschichte und lädt dazu ein, das Buch in die Hand zu nehmen. Ich empfehle dieses Buch gerne an Leser von atmosphärischen Fantasygeschichten, die etwas besonderes suchen.

Bewertung vom 21.08.2017
Sieh nichts Böses / Kommissar Dühnfort Bd.8
Löhnig, Inge

Sieh nichts Böses / Kommissar Dühnfort Bd.8


ausgezeichnet

Sonntag, 9. Juli 2017

Hochspannung - wie immer! [Rezension] Sieh nichts böses von Inge Löhnig

Bereits der achte Band rund um Kommissar Dühnfort und wie immer - Hochspannung garantiert!

Infos zum Buch:

AutorIn: Inge Löhnig
Titel: Sieh nichts böses 
Format: Taschenbuch
Genre: Krimi
Umfang: 448 Seiten 
Verlag: List Taschenbuch
Erscheinungstermin: 16. Juni 2017
Preis Buch: 9,99 €
Preis ebook: 8,99 € 
ISBN-10: 3548613195
ISBN-13: 978-3548613192

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*Thalia*
*List (Ullstein)*




Bei einem Polizeitraining für Leichenspürhunde entdeckt einer von diesen eine Leiche, vergraben unter einem Baum und das schon seit längerer Zeit. Kommissar Dühnfort wird zu den Ermittlungen hinzugezogen und die Suche nach der Identität der halb verwesten Leiche beginnt. Neben der Leiche entdeckt Dühnfort einen Figur eines Affen, der sich den Unterleib hält - ein Symbol, das bedeutet, dass man nichts böses tun soll. Ein Hinweis? Doch worauf? Die Spuren führen Dühnfort zu einer seit längerer Zeit vermissten, jungen Frau und noch weiteren Geheimnissen. Doch nicht nur während der Ermittlungen wird Dühnfort vor Problemen gestellt, auch im Privatleben gibt es so einiges, womit der Kommissar zu kämpfen hat.



Ich habe bereits einige von Inge Löhnigs Krimis gelesen und ich muss sagen, dass die Autorin immer wieder aufs Neue beweist, was für ein Händchen sie dafür hat, schon von der ersten Seite an für Spannung zu sorgen. Auch mit ihrem neuen Buch - Sieh nichts böses - konnte sie mich wieder vom ersten Moment an, an ihre Geschichte fesseln. Der Schreibstil ist einfach nur extrem mitreißend und flüssig und dank einer klaren Sprache wird das Buch zu einem Pageturner. Aber auch durch die vielen Bände fühlte ich mich gleich vom ersten Moment an mit Dühnfort wohl, er ist ja doch schon ein guter Bekannter geworden und ich mag ihn und seine Art sehr.
Die Spannung ist, wie man es gewohnt ist, gleich vom ersten Moment an wieder hoch. Mit vielen Perspektivenwechseln und somit auch unerwarteten Wendungen gelingt es der Autorin immer wieder, den Verdacht in andere Richtungen zu lenken und jedes Mal, wenn man glaubt, man weiß, wer hier der Täter ist, lenkt sie den Verdacht wieder auf eine andere Person. So verfliegen auch hier wieder die Seiten auf der Suche nach dem Mörder und der Raum für eigene Spekulationen ist vorhanden.
Wie auch in den Vorgängern erfährt man hier vieles über das private Leben des Kommissars Dühnfort und seiner Frau Gina. Dieses Mal stehen die Beiden vor einer unglaublich schweren Entscheidung und aus persönlichen Gründen habe ich da sehr viel Mitgefühl für aufbringen können. So fühlte ich mich auch dieses Mal einmal mehr und intensiver mit den Protagonisten verbunden und habe immer wieder sehr für sie gehofft.
Wie immer setzt sie hier den personellen Erzähler ein, der den Leser bei den Geschehnissen zuschauen lässt und durch den man immer wieder Einblicke hinter die Kulissen bekommt. Doch auch wenn man durchaus mehr weiß, als die Ermittler, kommt man als Leser trotzdem nicht dahinter, wer der Täter ist.
Die Charaktere der Geschichte sind wieder absolut mitreißend und teilweise war ich wirklich entsetzt, was sich so alles hinter den Kulissen bei so manch einer "vornehmen" Familie abspielte. Mit nur wenigen Worten schafft Löhnig es, meine Gefühle durcheinander zu bringen, so war ich manches Mal geschockt, wie wenig Gefühl hier manch eine Person aufbrachte, konnte mitleiden und mit bangen. Vor allem mit Dünhoff und seiner Frau Gina, deren Erlebnisse mich sehr berührten. Kommissar Dühnfort ist und bleibt einer meiner liebsten Ermittler, denn er ist einfach ein herrlich unkomplizierter Charakter, der völlig normal ist und nicht die gängigen Klischees eines Ermittlers trägt. Ich mag ihn einfach so, wie er ist und freue mich immer wieder, wenn ich ein neues Buch mit ihm als Ermittler in der Hand halten darf.

Bewertung vom 21.08.2017
Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow Roman
Rowell, Rainbow

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow Roman


gut

Dass es sich bei Simon Snow um die Fanfiction handelt, um die es in Rainbow Rowells Buch Fangirl geht, ist kein Geheimnis mehr und auch die Anlehnung an Harry Potter war schon zuvor bekannt. Gleich vorab, ich liebe die Harry Potter Bücher und so hatte ich diese permanent im Kopf, als ich die Geschichte Simons las.
Der Einstieg fiel mir auch nicht allzu leicht, denn ich hatte hier das Gefühl, dass gerade im ersten Teil des Buches, die gesamte bisherige Schulzeit von Simon wiedergegeben, bzw. zusammengefasst wurde. Ich fand dies recht zäh und auch wenn ich den Schreibstil der Autorin sehr liebe, fehlte mir hier einfach etwas. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich kein großer Leser von Fanfictions bin und mich da auch sehr schwer tue, hineinzufinden. Wie bereits angemerkt, gefällt mir der Schreibstil der Autorin durchaus, denn er ist sehr leicht verständlich und man merkt dem Erzählten das Herzblut an.
Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt und der erste davon fiel mir recht schwer, aber ab dem zweiten Buch (Abschnitt) und mit dem Auftauchen von Baz wurde es lebendiger. Ab hier musste ich dann auch nicht mehr ganz so oft an die berühmten Zauberer und Hexen aus Harry Potter denken und so langsam konnte ich mich mehr auf Simon Snow und seine Geschichte einlassen.
Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form und die Perspektive wechselt zwischen mehreren Charakteren. So erfährt man vieles aus der Sicht Simons, aber auch aus der Sicht Baz', Penelopes, Agathas und noch einigen anderen mehr. Das brachte hier etwas mehr Abwechslung in die Handlung und doch blieb alles recht oberflächlich.
Die Welt der Magier, bzw. Watford, wurde hier nur wenig näher gebracht, aber auch das könnte wieder daran liegen, dass ich einfach im Kopf zu viel verglichen habe. Der ganzen Geschichte hätte einfach mehr eigenes gut gestanden, denn dass Rainbow Rowell erzählen kann, ist keine Frage.
Simon machte auf mich einen sehr lethargischen Eindruck und auch seine Gedanken waren eher schwerfällig und ja, ich konnte seine Zweifel daran, dass er der große Retter sein soll, durchaus nachvollziehen. Ich hätte ihn mir gerne etwas smarter gewünscht, so richtig mit ihm anfreunden fiel sehr schwer. Baz hingegen war mir vom ersten Moment an sehr sympathisch, dabei hätte ich zunächst noch einen kleinen Mistkerl erwartet. Doch er ist recht lebhaft beschrieben und hat eine gewisse Ausstrahlung, die ihn mir viel sympathischer machte. Durch ihn wurden auch die Momente zwischen Soon und ihm viel lebendiger und waren für mich hier ein Highlight in der Geschichte. Die weiteren Charaktere sind hier sehr nebensächlich, selbst für die Geschichte wichtige Persönlichkeiten, wie der Magier, bleiben recht farblos und auch die Simons Freundinnen Penelope und Agatha waren nur oberflächlich beschrieben.

Bewertung vom 21.08.2017
Amrita. Am Ende beginnt der Anfang
Khorana, Aditi

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang


ausgezeichnet

Dieses Buch ist eine wahre optische Schönheit und nicht nur der Schutzumschlag ist wunderschön gestaltet, auch das Buch an sich sieht einfach nur traumhaft aus. Aber auch der Inhalt konnte mich fesseln und in eine fremde Welt entführen. Aditi Khorana schreibt sehr bildhaft, ihre Sprache entführt direkt in eine ferne Welt und Personen und Ereignisse werden rasch vorstellbar. Dabei lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und der Inhalt ist leicht verständlich, so dass auch jüngere Leser hier keine Verständnisprobleme haben sollten.

Was mir an dieser Geschichte ganz besonders gut gefallen hat, ist das greifbare Worldbuilding, denn Shalingar sah ich förmlich vor mir und wurde beim Lesen in eine orientalisch angehauchte, märchenhafte Welt entführt, die mich teilweise an tausend und einer Nacht denken ließ und auch wieder nicht, denn Shalingar ist absolut einzigartig.

Dachte ich an Hand des Klappentextes, der meiner Meinung ein wenig zu viel der Handlung Preis gibt, noch an eine reine Märchenadaption, wurde ich schnell in eine Geschichte voller Magie, aber auch Spannung entführt. Es gibt zwar immer wieder Passagen, die etwas ruhiger werden, dabei aber interessant bleiben, da hier einfach von Amrita und ihrer Geschichte erzählt wird, aber es gibt auch einige Passagen, die das Adrenalin steigen lassen und man flieht regelrecht mit der Protagonistin und ihrer Begleiterin durch die Welt Makedons.

Die Charaktere, allen voran natürlich die Protagonistin Amrita, haben mir gut gefallen. Amrita ist zu Beginn noch ein wenig das behütete Prinzesschen, ohne dabei arrogant oder abgehoben zu wirken. Man merkt ihr einfach an, dass sie stets beschützt und bewacht wurde. Dabei spürt man aber auch die tief in ihr liegende Trauer über den Verlust ihrer Mutter. Doch Amrita ist ein sehr starker Charakter, der man sehr gut anmerkt, welche Werte sie in ihrem Leben vermittelt bekam. Sie kämpft für das Recht und setzt sich für die Menschen ein, kurz und knapp, sie hat das Herz am rechten Fleck.

Neben Amrita gibt es noch einige Nebencharaktere, die ich mir gut vorstellen konnte. Gerade Thala an ihrer Seite hat mir gut gefallen, brachte sie doch hier ein wenig die geheimnisvolle Stimmung mit. Arjun, Amritas Vater, Sikander und weitere bleiben recht oberflächlich, passten aber hier ganz gut in das Gesamtbild.

Auch wenn dieses Buch "nur" 320 Seiten hat, ist hier trotzdem alles gesagt und die Geschichte liest sich schnell und märchenhaft. Der rote Faden bleibt permanent und die Ereignisse lassen den Leser mitfiebern.

Bewertung vom 24.07.2017
Fangirl
Rowell, Rainbow

Fangirl


ausgezeichnet

Schon mit ihrem Buch Eleanor und Park konnte mich die Autorin Rainbow Rowell begeistern, aber auch mit Fangirl ist ihr wieder ein wundervolles Buch gelungen. Die Autorin hat eine ganz besondere Art zu schreiben und dabei die Gefühle ihrer Charaktere lebendig werden zu lassen. Sie schafft es auch dieses Mal, mich gleich vom ersten Moment an in ihre Geschichte zu ziehen und die Seiten verfliegen nur so beim Lesen. Der Schreibstil ist leicht und locker, dabei jung und modern, so dass er auch perfekt für die jüngere Zielgruppe geeignet ist. Dank dem sehr fesselnden Schreibstil wurde aber auch ich gleich ans College versetzt und fühlte mich in der Geschichte äußerst wohl.
Rowell beginnt ihre Geschichte langsam und ruhig, so dass man sich zunächst ganz auf ihre Protagonistin Cath einstellen kann. Man erlebt diese mit all ihren Eigenarten und ja, Eigenarten passt hier wirklich. Denn Cath lebt in ihrer Welt der Fanfiction rund um Simon Snow und am liebsten wäre es ihr, wenn sie da auch bleiben kann. Doch da hat sie wohl noch nicht mit Reagan und deren besten Freund Levi gerechnet, die einfach beschließen, Cath aus ihrer Fandom-Welt herauszuholen.
Die Entwicklung, die Cath dann nimmt, geht recht langsam von statten, aber genau dies macht es umso glaubwürdiger, denn man merkt ihr einfach an, wie unselbstständig sie ist. Mich in Cath zu versetzen fiel mir nicht ganz so leicht, da ich ihre extreme Leidenschaft so nicht ganz nachvollziehen kann, aber dank der Umsetzung der Autorin ist das Ganze wiederum gut gelungen, es mir zumindest glaubwürdig darzustellen.
Durch einen Erzähler in der dritten Person, aber aus der Perspektive Caths erleben wir das ganze Geschehen und lernen sie dadurch auch wirklich gut kennen. Erst so nach und nach merkt man auch, das Cath schon ihre Gründe hatte, in ihrer Welt der Fanfiction abzutauchen. Neben dieser Perspektive bekommen wir zwischen den einzelnen Kapiteln auch einen Auszüg die Simon Snow betreffen, mal sind es kurze Kapitel aus der Geschichte selber, mal Auszüge aus den Fanfictions. Diese Einblendungen bringen das Thema Simon Snow, den ich übrigens nicht kenne, näher, aber brachten mich auch immer wieder etwas aus der Geschichte rund um Cath.
Diese Geschichte lebt von und mit seinen Charakteren. Cath ist eine sehr introvertierte Person, die scheinbar immer ein wenig im Schatten der Schwester gestanden hat, denn Wren ist bereits auf dem ersten Blick das genaue Gegenteil zu Cath. Aber auch alle weiteren Charaktere der Geschichte sind hier wunderbar ausgearbeitet und lebendig. Ich konnte sie mir gut vorstellen und jeder einzelne wirkte authentisch. Am meisten mochte ich Levi mit seiner unkomplizierten Art und wie er immer wieder Cath aus ihrem Schneckenhaus lockt.
Alles in allem hat Rainbow Rowell hier eine schöne Geschichte geschrieben, über das Erwachsen werden und dabei herauszufinden, wer man wirklich ist, vom Abnabeln von Gewohntem und seinen eigenen Weg zu gehen. Diese Umsetzung ist absolut gelungen und glaubwürdig umgesetzt.
Mein Fazit:
Wieder ein wunderschönes Buch aus der Feder von Rainbow Rowell, die mit ihrem wundervollen Schreibstil den Leser schnell in ihren Bann zieht. Auf Grund der Thematik ist es perfekt für seine Zielgruppe geeignet, brachte aber auch mir wunderbare Lesestunden. Wer Jugendbücher mit Charme mag, ist hier genau richtig. Klare Leseempfehlung!