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eine Kundin

Bewertungen

Insgesamt 223 Bewertungen
Bewertung vom 12.11.2022
Labyrinth der Freiheit / Wege der Zeit Bd.3
Izquierdo, Andreas

Labyrinth der Freiheit / Wege der Zeit Bd.3


ausgezeichnet

Lesenswerter Abschlussband - atmosphärisch und emotional
Im 3. Band der Wege-der-Zeit-Trilogie wird nun die Geschichte der 3 Freunde Carl, Isi und Arthur zu Ende erzählt. Auch dieses Buch ist wieder mit mehr als 500 Seiten sehr umfangreich ausgefallen. Die Aufmachung des Buches ist ähnlich den Vorgängerbänden und reiht sich somit optisch sehr gut in die Reihe ein. Auch die Gestaltung der Umschlagseiten, vorn mit der Erwähnung der drei Hauptprotagonisten und hinten mit einem farbigen Ausschnitt des Berliner Stadtplans mit den wichtigsten Handlungsorten, finde ich gelungen.
Doch nun zum Buch selbst: Die Geschichte um die drei Freunde nimmt hier im Jahr 1922 ihre Fortsetzung. Die gesellschaftliche und politische Situation spitzt sich in den Zeiten der Inflation immer mehr zu, zumal auch die Auswirkungen des Weltkrieges noch immer nachwirken. Jeder ist sich selbst der Nächste, was auch die drei am eigenen Leib erfahren müssen, aber in letzter Konsequenz können sie sich auf einander verlassen...
Und dieses Freundschaftsband, das durch Dick und Dünn hält, verknüpft der Autor hier mit historischen Ereignissen und Persönlichkeiten und erweckt so das Berlin der 1920er Jahre zum Leben. Die bildlichen Beschreibungen der Orte und Begebenheiten aber auch die vielschichtig angelegten Figuren ergeben einen flüssig zu lesenden und mit vielerlei geschichtlichen Fakten ausgestatteten Roman.
Fazit: Wer die ersten beiden Bände kennt, der wird wohl auch diesen Abschlussband lesen. Allen anderen empfehle ich die Trilogie in Reihe zu lesen, dass erhöht auf jeden Fall das Lesevergnügen/ -verständnis, ist aber nicht unbedingt erforderlich, da auch aus der Handlung selbst wesentliche Sachverhalte erklärt werden. Mich konnte auch „Labyrinth der Freiheit“, wie schon seine Vorgänger, in seinen Bann ziehen. Aus meiner Sicht ein gelungener Abschlussband mit überzeugender historischer Atmosphäre und vielen Emotionen. Als Bewertung vergebe ich 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 12.11.2022
Bilder von Liebe und Macht / Der Traumpalast Bd.2
Prange, Peter

Bilder von Liebe und Macht / Der Traumpalast Bd.2


ausgezeichnet

Großes Kino - im doppelten Wortsinn
„Bilder von Liebe und Macht“ ist der zweite Teil der Traumpalast Dilogie und ist eine direkte Fortführung aus Teil 1, was sich auch in der Zählung der Abschnitte, das Buch beginnt mit Teil 6, verdeutlicht. Deshalb möchte ich an dieser Stelle empfehlen zuerst „Im Bann der Bilder“ zu lesen.
Die Handlung setzt hier im Jahr 1925 ein und erstreckt sich über einen Zeitraum bis 1933/38 und natürlich ist der Handlungsort immer noch die brodelnde weltoffene Metropole Berlin und die Hauptcharaktere sind Tino und Rahel. Beide sind jetzt miteinander verheiratet und arbeiten beide bei der Ufa – Rahel als Schauspielerin und Tino als Finanzdirektor. Alles könnte so harmonisch sein, läge nicht ein politischer Umbruch in der Luft...
In diesem Band verbindet der Autor die drei Haupterzählstränge zu einem fesselnden Abschluss seines historischen Romanzweiteilers. Da gibt es einmal die Geschichte der legendären Traumfabrik Ufa, zum anderen die weitere Lebens- und Liebesgeschichte von Rahel und Tino und nicht zuletzt die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts mit all ihren politischen wie gesellschaftlichen Ent- und Verwicklungen.
Sehr geschickt verknüpft der Autor seine fiktiven Figuren und deren Leben mit historischen Persönlichkeiten aus Politik und Showgeschäft wodurch die Handlung authentisch und lebendig wird. Schreib- und Erzählstil sind flüssig und bildhaft. Die Charakterisierung der einzelnen Figuren konnte mich hingegen nicht immer überzeugen, hier kamen schon einige Klischees zum Einsatz. Aber nichts desto trotz, ist dieser Dilogie-Abschlussband wirklich „großes Kino“. Und egal ob man Fan von historischen oder Liebesromanen ist, hier bekommt man alles in einem. Ich kann das Buch absolut empfehlen und vergebe gern volle 5 Sterne.

Bewertung vom 26.10.2022
Die Spur der Luchse / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.10
Voosen, Roman;Danielsson, Kerstin Signe

Die Spur der Luchse / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.10


ausgezeichnet

Düsterer, fesselnder Schwedenkrimi
„Die Spur der Luchse“ ist schon Band 10 der Krimireihe um die beiden Ermittlerinnen Ingrid Nyström und Stina Forss.
Auch dieser neue Fall ist wieder spannend erzählt. Die typisch schwedische Atmosphäre ist wieder genauso Teil der Geschichte, wie die gut durchdachte Handlung, die Erwähnung gesellschaftlicher und politischer Problematiken und nicht zu vergessen die authentisch wirkenden Darstellungen der beiden Hauptcharaktere mit allen ihren Ecken und Kanten.
Voosen/Danielsson haben einen sehr anschaulichen und flüssig zu lesenden Schreib- und Erzählstil, mit dem sie bei mir das Kopfkino in Gang setzen konnten. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, was auch die Handlung geschickt vorantreibt und die Spannung damit auf einem guten Level hält.
Neueinsteiger können diesen 10. Fall durchaus als Standalone lesen. Notwendige Informationen zur Beziehung der beiden Ermittlerinnen werden kurz erklärt, so dass Neueinsteiger die Verbindungen nachvollziehen können.
Fazit: Spannende Handlung + tolle Atmosphäre + authentische Hauptfiguren ergeben einen aufregenden Schwedenkrimi. Meine Empfehlung bekommt das Buch hiermit und meine Bewertung sind volle 5 Sterne.

Bewertung vom 09.10.2022
Hab keine Furcht
Revers, Andrea

Hab keine Furcht


sehr gut

CosyCrime aus der Eifel
In „Hab keine Furcht“ von Andrea Revers hat Frederike Suttner, Kriminalkommissarin a. D., nun ihren, von mir langersehnten, dritten Auftritt.
Einen nicht unwesentlichen Part und Auslöser für Frederikes neueste Ermittlungen spielt Kater Hannelore (ja er ist ein Kater!). Der ist nämlich eines schönen Tages plötzlich verschwunden und veranlasst damit sein Frauchen auf die Suche nach ihm zu gehen. Und was ihr dabei alles an Merkwürdigkeiten unterkommt ist so bizarr, dass sie gar nicht anderes kann als einmal mehr ihr kriminalistisches Gespür unter Beweis zu stellen...
Nach dem Stil klassischer Krimis begleitet man nun Frederike bei ihrem Tun und kann auch gut mitraten wie, wer, warum das alles geschehen musste. Durch kleine Wendungen wurde ich ein- zweimal auf die falsche Fährte geführt, aber die Zusammenhänge und damit die Aufklärung all der seltsamen Begebenheiten waren letztlich logisch und nachvollziehbar erzählt.
Der Schreib- und Erzählstil ist wieder eingängig und leicht zu lesen und die Charaktere, ob Altbekannte oder Neue, sind liebevoll gezeichnet. Und was mir gut gefällt bei dieser Serie ist, dass auch der Humor immer wieder mal durchblitzt und der Krimi so den Charme eines CosyCrime hat.
Auch dieser 3. Serienband hat mich wieder gut unterhalten und deshalb spreche ich hiermit eine Leseempfehlung aus und bewerte ihn mit 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 09.10.2022
Das Unrecht von Inverness / Rebecca-Connolly-Reihe Bd.3
Skelton, Douglas

Das Unrecht von Inverness / Rebecca-Connolly-Reihe Bd.3


sehr gut

Spannend, vielschichtig, atmosphärisch
Dies ist nun der dritte Band, in dem Douglas Skelton seine Hauptfigur Rebecca Connolly, eine investigative Journalistin, einen brisanten Fall aufklären lässt. Der junge James Stewart sitzt seit 10 Jahren wegen des brutalen Mordes an seinem Geliebten, dem Anwalt und Politiker Murdo Maxwell, im Gefängnis. Rebecca findet bald heraus, dass Maxwell glaubte, verfolgt und abgehört zu werden. Als Rebecca weiter nachforscht, gerät sie dabei ins Visier einer alten Bekannten, die noch eine Rechnung mit ihr offen hat...
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und entwickelt sich langsam aber dafür sehr glaubwürdig. Die parallelen Handlungsstränge der beiden James Stewarts beleuchten geschickt das Problem der Verbrechensverfolgung und deren möglicher Fehlurteile, über die Jahrhunderte hinweg. So gibt es einige Parallelen zwischen den beiden Stewart-Fällen. Macht, Rache, Politik treiben den zeitgenössischen Stewart-Fall voran und geben gleichzeitig dem historischen Kampf zwischen Schotten und Sassanachs, dem James of the Glen zum Opfer fiel, eine Plattform. Auf diese Weise gelingt es Douglas Skelton, einen Teil der schottischen Geschichte in die Erzählung einzuweben und sie dadurch am Leben zu halten.
Neben dem brandaktuellen Fall ist Rebecca Connolly auch das Ziel einiger anderer krimineller Elemente, deren Handeln sich aus den Vorgängerbänden ergeben und die den Spannungsbogen immer wieder in die Höhe treiben. Durch kurze Erläuterungen, die der Autor über das vorangegangene Geschehen mit eingebaut hat, kann man den Vorgängen gut folgen und das Lesevergnügen wird hier nicht gemindert.
Fazit: „Das Unrecht von Inverness“ ist ein atmosphärisches, spannendes und aufregendes Buch mit einem großartigen Plot, überzeugenden Charakteren und einer passenden rauen, aber atemberaubenden Kulisse, den schottischen Highlands. Ich kann diesen Krimi absolut weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 18.08.2022
Das neunte Gemälde / Lennard Lomberg Bd.1
Storm, Andreas

Das neunte Gemälde / Lennard Lomberg Bd.1


sehr gut

Lesenswerter Reihenauftakt
Lennard Lomberg, Kunstexperte mit Doktor-Titel, wird eines Tages in einen Mordfall verwickelt, in dem es für ihn nicht nur gilt einem Mörder auf die Spur zu kommen, sondern auch sich mit dem Thema Raubkunst auseinander zu setzen. Dabei kommt auch einiges aus der Vergangenheit seiner eigenen Familie ans Licht...
In vier Zeitebenen, die sich über die Jahre 1914, 1943, 1966 und 2016 erstrecken, entwickelt sich nun eine fesselnde, interessante und informative Geschichte, die man allerdings nicht so eben mal nebenbei lesen sollte. Stück für Stück entwirft der Autor hier einen Spannungsbogen rund um das Bild aber auch um die Familiengeschichte der Lombergs, die von Hitlerdeutschland bis in die jüngste deutsche Geschichte reicht. Und um so mehr Lomberg junior über Lomberg senior in Erfahrung bringt, desto brisanter wird auch die Jagd nach dem Bild.
Für mich sehr überzeugend, versteht es der Autor hier Kunst- und Nachkriegsgeschichte in ein mitreißendes Setting zu verpacken und Fiktion und Tatsächliches mit einander zu verbinden. Und ganz nebenbei bekommt man auch noch Wissenswertes über Fälschungen in der Kunstszene vermittelt.
Auch wenn der Hauptprotagonist in seiner Charakterisierung noch Luft nach oben hat, hier hoffe ich auf die nächsten Bände, hat mich doch die Geschichte um Raub- und Beutekunst gut unterhalten können. „Das neunte Gemälde“ ist definitiv kein Krimi der einfach gestrickten Art, aber genau das hat mit gut gefallen. Eine Leseempfehlung kann ich aussprechen und ich bewerte diesen 1. Band um Kunstexperte Lennard Lomberg mit 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 15.08.2022
Falsche Zeugen / Strafverteidiger Pirlo Bd.2
Bott, Ingo

Falsche Zeugen / Strafverteidiger Pirlo Bd.2


sehr gut

Wieder super Unterhaltung
In diesem ihrem zweiten Fall bekommen es Pirlo und Mahler mit rivalisierenden Clans in Düsseldorf zu tun. Alles andere als einfach, sieht sich doch jede Partei im Recht. Und so bleiben Pirlo und Mahler nichts anderes übrig, als auf ihre ganz eigene Art sich des Problems anzunehmen. Dabei bedienen sie sich sehr unkonventioneller Mittel und schrammen auch schon mal knapp am Rande der Legalität vorbei...
Der Autor Ingo Bott, selbst Anwalt, weiß genau worüber er hier schreibt. Und das nicht etwa trocken und humorlos, nein ganz im Gegenteil. Der Hauptcharakter Pirlo ist ein facettenreicher Typ, der sehr authentisch und charismatisch, aber auch sehr findig in Bezug auf die Lösung des Falles daherkommt. Einen tollen Gegenpart stellt Sophie Maler dar. Das Zusammenspiel der Beiden ist wunderbar in Szene gesetzt. Und wenn dann noch Pirlos Familie ins Spiel kommt...
Die Handlung selbst ist wendungsreich erzählt. Ich hatte lange keinen Plan wer der Täter ist und warum das alles passiert war. So war für ausreichend Spannung gesorgt und ich wollte ab einem bestimmten Punkt dann auch wissen wie alles zusammenhängt. Und so habe ich das Buch fast in einem Rutsch gelesen.
Fazit: Mich hat dieser zweite Pirlo-(Justiz)Krimi wieder super unterhalten. Schreib- und Erzählstil waren angenehm und leicht zu lesen und an Spannung und Humor mangelte es auch nicht. Ich kann diesen Pirlo absolut weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 24.07.2022
Der Aufstieg - In eisiger Höhe wartet der Tod
McCulloch, Amy

Der Aufstieg - In eisiger Höhe wartet der Tod


sehr gut

Atmosphärisch, spannend, mitreißend
Die Journalistin Cecily Wong wurde eingeladen, einen der höchsten Berge der Welt, den Manaslu, mit zu besteigen, um im Gegenzug ein Interview mit dem berühmtesten Bergsteiger der Welt zu führen. Die einzige Bedingung: Sie muss den Gipfel erreichen. Doch kaum in Nepal angekommen passieren seltsame Dinge, die auch während des Aufstieges nicht abreißen. Und dann findet Cecily eine Leiche...
Atemlos wird aus der Perspektive von Cecily Wong erzählt. Cecily steht unter Druck, denn sie braucht dieses Interview für ihren weiteren beruflichen Fortgang ganz dringend. Die Geschichte ist definitiv spannend. Der gesamte Aufstieg wird in Bildern und Details beschrieben, so dass man meint selbst auf dem Berg dabei zu sein und man hat stets dieses Gefühl, dass da jemand ist, der nichts Gutes im Schilde führt. Die Handlung selbst fand ich gut konstruiert und die Autorin versuchte schon, mich hinsichtlich des/der Täter, auf die falsche Fährte zu locken. Aber ich hatte schon einen Verdacht, der sich letztlich als richtig herausstellte.
Doch nichts desto trotz konnte mich dieser Thriller mitreißen. Bei den Szenen am Berg blieb mir schon ab und an die Luft weg und das zeigt ja auch, dass die Autorin versteht die Atmosphäre in einer solch lebensbedrohlichen Situation fesselnd zu beschreiben. Schreib- und Erzählstil sind dabei angenehm und flüssig zu lesen, da auch die Kapitel nicht zu lang sind.
Fazit: Allen, die einen atmosphärischen, spannenden und in einem anderen Umfeld spielenden Thriller suchen, kann ich „Der Aufstieg“ von Amy McCulluch empfehlen. Mir hat er fesselnde Unterhaltung geboten und deshalb bewerte ich ihn gern mit 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 24.07.2022
Sturmrot / Eira Sjödin Bd.1
Alsterdal, Tove

Sturmrot / Eira Sjödin Bd.1


sehr gut

Komplexer und fesselnder Kriminalroman
Die Geschichte dreht sich um einen Mann, der nach Jahren in sein Elternhaus zurückkehrt und seinen alten Vater tot vorfindet. Da er schon als Jugendlicher in einen Vermisstenfall verstrickt war, wähnt man ihn auch hier gleich wieder als Täter. Doch Eira, die heimgekehrte Polizistin, gräbt tiefer und bringt auf ihrer Suche nach der Wahrheit immer mehr düstere und alte Geheimnisse ans Licht...
Die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart hat mir hier sehr gut gefallen, und obwohl sich die Handlung nur langsam aufbaut, war es nie langweilig. Im Verlauf nimmt die Geschichte dann immer mehr an Fahrt auf, denn viele Wendungen und Charaktere bereichern das Szenario. Vor allem Eira, die ermittelnde Polizistin, wird in ihrem privaten wie beruflichen Umfeld so eingeführt, dass ich gern noch mehr über sie erfahren hätte. Mit dem Ausgang der Ermittlungen hätte ich so dann auch nie gerechnet. Doch die Autorin gibt dem bis hierhin fesselnden Krimi, aus meiner Sicht, damit den entscheidenden Aha-Effekt und ein überzeugendes Ende.
Fazit: Der Krimi lebt durch ein subtiles, leises Verbrechen, dass wiederum Vorgänge aus der Vergangenheit ans Tageslicht bringt, mit dem man als LeserIn so nicht rechnen konnte. Die Atmosphäre der nördlichen kargen Landschaft, die vielschichtigen Haupt- und Nebenfiguren und die Zeitebenen wechselnde Erzählweise ergeben einen komplexen und fesselnden Kriminalroman, der auch ohne große Action auskommt. Meinen Lesegeschmack hat „Sturmrot“ getroffen und deshalb kann ich eine Leseempfehlung aussprechen und vergebe 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 24.07.2022
Im Feuer / Lilly Hed Bd.1
Ericson, Pernilla

Im Feuer / Lilly Hed Bd.1


ausgezeichnet

Brandheißer Serienstart
„Im Feuer“ ist ein absolut gelungener erster Fall für Lilly Hed. Das bezieht sich nicht nur auf die feurige Handlung, sondern auch auf die sehr gut charakterisierten Haupt- und Nebenfiguren sowie den mitreißenden Schreib- und Erzählstil.
Mich konnte der Krimi von Beginn an fesseln, auch deshalb weil die Geschichte aus zwei Zeitebenen erzählt wurde. In der Vergangenheit bekommt der Leser die Sichtweise eines Mobbingopfers und in der Gegenwart wird dann aus den Perspektiven von Lilly, dem Wehrführer Jesper Hansson und der Opfer erzählt. Die Autorin versteht es sehr gut die Begleitumstände rund um das Feuer wunderbar in Worte zu fassen, so dass ich beim Lesen förmlich den Rauch riechen und die flirrende Hitze zu spüren glaubte. Auch die im wahrsten Sinne des Wortes aufgeheizte Stimmung in der Bevölkerung, bei der der nächste emotionale Funke eine neue „Feuerwalze“ auslösen könnte, war sehr überzeugend in Szene gesetzt. Tempo und Spannung stimmen in diesem mitreißenden 1. Fall für Lilly Hed absolut, und mit diesem überraschenden Ende hätte ich so nie gerechnet.
Fazit: „Im Feuer“ ist ein sehr gelungener Start in eine vielversprechende neue Krimiserie. Das Buch thematisiert nicht nur die aktuelle Klimapolitik sondern spricht auch andere gesellschaftliche Probleme an. Der Krimi lebt definitiv von seiner heißen Story und der sympathischen Protagonistin. Wem es bei über 30° im Schatten diesen Sommer noch nicht heiß genug ist, dem kann ich diesen Krimi nur wärmstens empfehlen.