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Bewertungen

Insgesamt 63 Bewertungen
Bewertung vom 01.10.2020
Baskische Tragödie / Luc Verlain Bd.4
Oetker, Alexander

Baskische Tragödie / Luc Verlain Bd.4


sehr gut

Luc Verlain auf der Flucht
In seinem nunmehr 4. Fall kommt es für Commissaire Luc Verlain dicke. Stolpert er doch wie „zufällig“ in ein Geschehen, in dem er vom Ermittler zum Mörder gemacht werden soll. Alexander Oetker hat hier mal eine etwas anders geartete Krimihandlung erdacht, die aber deshalb nicht weniger aufregend in Szene gesetzt ist. Die Handlungsorte sind breit gefächert bis hin ins Baskenland und wurden vom Autor auch wieder wunderbar beschrieben. Sowohl Landschaftsbeschreibungen als auch Kulinarisches haben wieder ihren Platz innerhalb der Handlung gefunden. Der eigentliche Krimi-Plot ist durchdacht und so aufgebaut, dass man lange nicht weiß, wer hier eigentlich an den Fäden zieht und warum. Der Schreib- und Erzählstil ist wie schon in den Vorgängerbänden leicht und gut zu lesen. Die mitwirkenden Charaktere sind gut dargestellt und überzeugen in ihrer Rolle. Durch die Verfolgungsjagd bleibt die Handlung spannend und auch die Auflösung war für mich durchaus überzeugend. Alles in allem wieder ein gelungener, fesselnder Krimi der mich gut unterhalten hat.

Bewertung vom 01.10.2020
INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
Paolini, Christopher

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne


ausgezeichnet

Infinitum – Unendlichkeit
Mit diesem Buch ist Christopher Paolini nach seiner Eragon-Serie wieder ein absolutes Lesehighlight gelungen. Das Buch, oder besser der Schmöker mit mehr als 950 Seiten, entführt einen in ein wunderbar fantastisches Weltraumuniversum, in dem Kira und ihre Mannschaft so manches Abenteuer zu bestehen haben. Paolini schafft es wieder meisterlich seine Szenen sehr bildhaft darzustellen, so dass geradezu das Kopfkino anspringt. Auch der Schreib- und Erzählstil ist gewohnt leicht und durch die kurz gehaltenen Kapitel will man stets auch schnell weiterlesen. Die einzelnen Charaktere sind wie stets bei Paolini mit viel Liebe zum Detail beschrieben und wirken dadurch sehr authentisch. Trotz der komplexen Story habe ich nie den Faden verloren auch Technisches war gut in die Handlung eingebaut und erklärt. Doch kamen neben den Sience-Fiction-typischen Bestandteilen der Humor und die Vielfalt der Figuren und Orte nicht zu kurz. Mein Fazit: Dieses Buch ist definitiv nichts für mal eben zwischendurch. Man sollte sich wirklich Zeit und Muse nehmen. Denn man hat mit diesem Wälzer ein rundum gelungenes Sience-Fiction-Abenteuer vor sich, das einen super unterhält und in andere Sphären katapultiert.

Bewertung vom 01.10.2020
Das Wörterbuch des Windes
Blazon, Nina

Das Wörterbuch des Windes


sehr gut

Ein neuer Anfang auf Island
Nina Blazon erzählt hier eine Selbstfindungsgeschichte. Im Mittelpunkt steht Swea, die ihre Ehe mit einer Reise nach Island eigentlich noch einmal neu Beleben wollte, jedoch genau das Gegenteil erreicht. Nun steht sie vor den Trümmern ihres Lebens und beginnt es zu hinterfragen. Bei ihrer Selbstfindung lernt sie Einar Pálsson und Jón Árnarsson kennen. Beide faszinieren sie auf ihre ganz spezielle Weise und Swea merkt, dass sie sich durchaus noch mal auf etwas Neues einlassen könnte. Die Autorin hat einen sehr mitreißenden Schreib- und Erzählstil. Und die Beschreibungen der isländischen Naturgewalten in Beziehung mit Sweas Zweifeln und Hoffnungen ergänzen sich wunderbar. Auch die neben Swea noch auftretenden Charaktere werden ausführlich beschrieben und wirken somit auf den Leser echt und überzeugend. Die ebenfalls in die Geschichte eingewobenen isländischen Mythen haben mir gut gefallen und runden Sweas Geschichte, die sich förmlich mit dem Wind treiben lässt, gut ab. Fazit: Es ist eine intensive Geschichte um einen Neuanfang der mich gut unterhalten hat. Ich kann dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

Bewertung vom 01.10.2020
Das Erbe der Päpstin
Glaesener, Helga

Das Erbe der Päpstin


sehr gut

Gelungene freie Fortsetzung
Dieses Buch ist eine lose Fortsetzung des Bestsellers „Die Päpstin“ von Donna W. Cross. In diesem Buch jetzt erzählt Helga Glaesner die Geschichte von Freya, die den Mord von Gerold und dem Papst (der Päpstin) aufklären will. Der Autorin gelingt es wunderbar das Mittelalter lebendig werden zu lassen. Ihr eingängiger Schreib- und Erzählstil war für mich der Grund, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Ich war voll im Geschehen drin und fieberte in der einen oder anderen Situation mit der Hauptprotagonistin Freya mit. Mich hat das Buch gut unterhalten und ich kann es jedem Fan historischer Romane durchaus empfehlen. Man muss das Buch „Die Päpstin“ nicht kennen um ein rundum gelungenes Lesevergnügen zu haben.
Fazit: Es ist eine lesenswerte Weitererzählung rund um die Figur der Päpstin aus Sicht Freyas. Entstanden ist ein mittelalterliches Sittengemälde, welches die Auseinandersetzungen innerhalb der Kirche aber auch der politischen Situationen wunderbar vereint und einen runden, historischen Roman hervorgebracht hat.

Bewertung vom 05.09.2020
Raum der Angst
Meller, Marc

Raum der Angst


ausgezeichnet

Super Thriller
Ein Buch, das die Bezeichnung Thriller wahrlich verdient hat. Der Autor hat einen Schreib- und Erzählstil der mich von Beginn an zu fesseln verstand. Die Story ist wunderbar erzählt und punktet mit gut ausgearbeiteten Charakteren und sehr ausführlich beschriebenen Örtlichkeiten. Bei den Beschreibungen innerhalb des Escape-Rooms hat sich bei mir das Kopfkino eingeschaltet, so dass ich förmlich mittendrin war – einfach toll geschrieben. Die ganze Geschichte hat der Autor in einem rasanten Tempo mit viel Nervenkitzel und Spannung geschrieben. Und diese Spannung hält bis zum Schluss, weshalb ich auch das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Auch die Ermittlungsarbeit der Polizei und die Motivation des Täters sind glaubhaft erzählt und alle losen Fäden werden am Schluss zu einem nachvollziehbaren Abschluss gebracht.
Mein Fazit: Es ist ein nervenaufreibender und spannender Thriller mit unvorhersehbaren Wendungen und einem stimmigen Ende. Ich kann diesen Thriller jedem Fan dieses Genres absolut empfehlen.

Bewertung vom 05.09.2020
Der falsche Preuße / Offizier Gryszinski Bd.1
Seeburg, Uta

Der falsche Preuße / Offizier Gryszinski Bd.1


sehr gut

Preußische Korrektheit vs. bayrische Gemütlichkeit
In diesem historischen Kriminalroman wird der preußische Reserveoffizier Freiherr Wilhelm von Gryszinski nach München geschickt um hier bei der Aufklärung eines Mordfalls mitzuarbeiten, da er über Erfahrungen bei der modernen Beweissicherung verfügt. Wer jetzt glaubt hier einen schneidigen Preußen geliefert zu bekommen der hat falsch gedacht. Die Autorin charakterisiert ihren Hauptprotagonisten eher als einen gemächlichen aber akkurat agierenden Charakter, der sich aber auch an den schönen Dingen gütlich tun kann. Dies schildert die Autorin z. B. darin, indem sie Gryszinski durch die Stadt schlendern lässt und uns Leser auf diese Weise viel Lokalkolorit vermittelt. Innerhalb der Krimihandlung werden dem Leser neben der Tätersuche auch Einblicke in die Anfänge der Kriminaltechnik gewährt, die für mich sehr interessant waren. Der Schreib- und Erzählstil der Autorin sind eingängig und flott zu lesen. Alles in allem ist der im München des Jahres 1894 spielende Histo-Krimi ein guter Einsteiger für eine Serie, der die zwei Lebensphilosophien – preußische Korrektheit vs. bayrische Gemütlichkeit – humorvoll aufeinander treffen lässt. Die Spannung wird zwar nicht durchgängig gehalten, aber die Beschreibungen der wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Orte und Charaktere helfen jedoch darüber hinweg. Mir hat dieser historische Krimi gut gefallen und ich empfehle ihn gern weiter.

Bewertung vom 05.09.2020
Das Lied des Wolfes
Ryan, Anthony

Das Lied des Wolfes


sehr gut

Highlight im Fantasy-Genre
Dieses Buch ist der Beginn der Raven's Blade Trilogie und die Fortsetzung der Raven's Shadow Reihe. Die Hauptfigur dieser Fantasy-Geschichte ist wieder Vaelin al Sorna. Und gleich von Beginn an ist man wieder mitten im Abenteuer drin. Alte Freunde Vaelins aber auch seine Widersacher haben wieder sehr tatkräftige Auftritte. Es ist eigentlich eine direkte Fortsetzung, deshalb würde ich durchaus empfehlen die Raven's Blade Bücher gelesen zu haben, da so der Einstieg in dieses Buch bei weitem leichter und selbsterklärender für einige Figuren und Handlungen ist. Neueinsteiger bekommen mit diesem 1. Band aber trotzdem ein gelungenes Abenteuer serviert, auch wenn für sie die einzelnen Charaktere anfänglich nicht leicht zuzuordnen sein werden. Ich kann aber sagen, scheut euch nicht und haltet durch, es lohnt sich. Anthony Ryans Schreib- und Erzählstil besticht durch die Beschreibungen der fantastischen Welt Vaelins, die Schlachten und die tollen Charakterisierungen seiner Protagonisten. Das Buch ist wie schon die Vorgängertrilogie ein erneutes Highlight im Fantasy-Genre und ist ein gelungener Mix aus Treue + Verrat, Liebe + Hass aber auch Tod + Verderben – alles drin was eine gut durchdachte Story ausmacht. Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 20.08.2020
Geburtstagskind
Roslund, Anders

Geburtstagskind


sehr gut

Rasanter und komplexer Krimi
In diesem Thriller ermitteln Ewert Grens und Piet Hoffmann zum ersten mal gemeinsam. Kommissar Grens kennt man unter anderem aus den Krimis „Die Bestie“ und „Blasse Engel“ und Piet Hoffmann aus der Trilogie 3 Sekunden/Minuten/Stunden. Dieser Krimi beginnt förmlich mit einem Paukenschlag, der einen sofort in die Story hineinzieht. Im weiteren Verlauf entspinnen sich faktisch zwei anscheinend nicht zusammengehörende Geschichten. Aber weit gefehlt. Je weiter das Geschehen vorangeht, desto mehr verdichtet sich alles zu einem komplexen Ganzen. Um nun den Fall klären zu können, müssen sich die beiden doch sehr unterschiedlichen Ermittlertypen zusammenraufen. Bis zum fulminanten Ende sind dann auch alle bis dahin losen Fäden verknüpft und ergeben einen stimmigen und spannenden Krimi. Das alles wird in dem für schwedische Krimis typischen nüchternen und kühlen Schreibstil erzählt. Alles in allem ein Krimi, der einen schockiert, aufwühlt, fesselt aber auch berührt und emotional tief durchatmen lässt. Für mich eine gelungene „Zusammenarbeit“ von zwei aus ihren jeweiligen Krimi/Thriller-Reihen bekannten Hauptprotagonisten. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 20.08.2020
Zeiten des Sturms / Sheridan Grant Bd.3
Neuhaus, Nele

Zeiten des Sturms / Sheridan Grant Bd.3


sehr gut

Guter Abschluss der Trilogie
Dies ist nun der Abschlussband der Sheridan-Grant-Trilogie. Sheridan hat sich zu einer starken jungen Frau entwickelt und will nun den nächsten entscheidenden Schritt in ihrem Leben wagen, die Hochzeit mit Paul. Um für sich zu erkunden, ob dies alles richtig ist, kehrt sie noch einmal nach Hause zurück. Auch der dritte Teil ist wieder ein Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Geschichte Sheridans zog mich einfach in ihren Bann. Das war aber auch dem eingängig leichten Schreibstil geschuldet. Ich möchte aber anmerken, dass man die Vorgängerbände „Sommer der Wahrheit" und „Straße nach nirgendwo“ kennen sollte. Die Autorin fasst zwar einiges aus den beiden Büchern hier noch mal kurz zusammen und leitet den Leser so auf das jetzige Geschehen hin, aber ich finde, es ist besser, die zwei Bücher gelesen zu haben. Die Hauptprotagonisten sind wieder gut charakterisiert und machen die Handlung lebendig. Auch wenn mich die beiden anderen Bände etwas mehr fesseln konnten, ist dies ein doch gelungenes Buch. Noch offene Sachverhalte wurden er-/geklärt und bringen die Trilogie so zu einem guten Abschluss. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 20.08.2020
Die verstummte Frau / Georgia Bd.8
Slaughter, Karin

Die verstummte Frau / Georgia Bd.8


sehr gut

Komplexer Thriller
„Die verstummte Frau“ ist bereits der 10. Band der Will-Trent-Reihe. Wie schon bei anderen Bücher der Autorin ist auch dieses Buch wieder ein komplexer und sehr detailreich geschriebener Thriller. Die Handlung wird dabei durch verschiedene Perspektivwechsel und in mehreren Erzählsträngen aus Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Der Erzählstil dabei ist flüssig und leicht zu lesen. Allerdings gibt es Passagen, in denen mir Sachverhalte zu weit schweifend erklärt wurden, das bläht zum einen die Story unnötig auf und nimmt zum anderen leider die Spannung. Auch werden die Tatorte meist sehr ausführlich „blutig“ beschrieben. Die handelnden Figuren, vor allen Will und Sara, sind gut ausgearbeitet und wirken authentisch. Auch die persönlichen Befindlichkeiten zwischen Sara und Will, die ihre Beziehung während der Klärung des Falls immer wieder auf eine harte Probe stellen, fand ich passend und nachvollziehbar. Alles in allem ist dies wieder ein spannender und fesselnder Thriller der auch mit Emotionen nicht spart. Sieht man mal von ein paar Längen ab, ist dieser Thriller ein gelungener Fortsetzungsband mit Will Trent und Sara Linton.