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Bewertungen

Insgesamt 67 Bewertungen
Bewertung vom 26.07.2020
Schwarzer August / Leander Lost Bd.4
Ribeiro, Gil

Schwarzer August / Leander Lost Bd.4


ausgezeichnet

Spannender 4. Fall für Leander Lost
Bereits zum 4. Mal schickt jetzt Gil Ribeiro seinen deutschen Ermittler Leander Lost im portugiesischen Fuseta auf Verbrecherjagd. Mit dem sehr menschlich und liebenswerten Team um Chefin Graciana Rosado kann Leander seine Andersartigkeit erneut voll und ohne Kompromisse ausleben - auch im Privatleben. Der Fall selbst hält erneut alle auf Trab und Leander wird vor eine lebenswichtige Entscheidung gestellt. Alle Charaktere werden mit all ihren Ecken und Kanten dargestellt. Dadurch wirkt das Geschehen sehr authentisch und überzeugend. Leanders Beziehung zu Soraia intensiviert sich und es werden in diesem Zusammenhang einige Situationen beschrieben, bei denen ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Die anderen Teammitglieder nehmen wieder an Profil zu und wachsen dem Leser immer mehr ans Herz. Auch die Algarve-Region wird erneut als Kulisse wunderbar genutzt und somit die Vorzüge der Region elegant in Szene gesetzt. Mich konnte der 4. Teil wieder überzeugen und hat mir viele schöne Lesestunden beschert. Ich empfehle die Serie von Beginn an zu lesen, das erhöht das Lesevergnügen, denn man kann so die Beziehungen der einzelnen Charaktere besser und leichter nachvollziehen. Für diesen doch etwas anderen Ermittler vergebe ich eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 26.07.2020
Schwestern im Tod / Commandant Martin Servaz Bd.5
Minier, Bernard

Schwestern im Tod / Commandant Martin Servaz Bd.5


ausgezeichnet

Überzeugender Thriller
Im fünften Fall wird Kommissar Martin Servaz noch einmal mit seinem allerersten Fall konfrontiert. Starben 1988 die Schwestern Amber und Alice auf mysteriöse Weise und wurden in Kommunionskleidern aufgefunden, wird 25 Jahre später die Frau des Autors, der einst einen Roman schrieb in dem es um diese Art Bekleidung ging, ebenfalls ermordet aufgefunden. Martin Servaz ist entsetzt, gibt es doch zu viele Parallelen zu seinem ersten Fall und er ahnt Schlimmes als er mit den Ermittlungen erneut beginnt. Dadurch, dass die Handlung in verschiedenen Strängen erzählt wird entspinnt sich ein sehr komplexes Geflecht, bei dem man durchaus am Buch bleiben sollte um den Durchblick nicht zu verlieren. Der Thriller ist von der ersten Seite an bis zur wirklich grandiosen Auflösung spannend und mitreißend. Alle beteiligten Figuren sind wunderbar charakterisiert und überzeugen in ihrem jeweiligen Part. Wie sich am Ende die einzelnen Handlungsverläufe miteinander verbinden war für mich sehr überraschend aber durchaus schlüssig. Insgesamt ist „Schwestern im Tod“ ein sehr lesenswerter Thriller mit gekonnten Wendungen und bekommt deshalb von mir 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 26.07.2020
Dunkles Lavandou / Leon Ritter Bd.6
Eyssen, Remy

Dunkles Lavandou / Leon Ritter Bd.6


sehr gut

Guter sechster Teil
In seinem nunmehr sechsten Fall bekommt es Leon Ritter, seines Zeichens deutschstämmiger Rechtsmediziner in Diensten der französischen Justiz, erneut mit einem perfiden Verbrecher zu tun. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Isabelle, Ermittlerin bei der Polizei, begibt Leon sich auf die Suche nach einem Serienkiller der bereits mindestens zwei Frauen auf dem Gewissen hat. Auch in diesem doch sehr routiniert aufgebauten Fall versteht es der Autor das sommerliche Flair des Lavandou durch seine wunderbaren Beschreibungen mit dem Krimiplot zu vereinen. Durch elegant eingebaute Wendungen wird die Spannung hochgehalten und die Protagonisten sind gut gezeichnet. Allerdings hätte ich mir gewünscht über die Motivation des Täters noch ein bisschen mehr zu erfahren. Das Privatleben Leon/Isabelle wird weiter beleuchtet und rundet die Handlung damit gut ab. Der Schreib- und Erzählstil ist wie gewohnt leicht und flüssig zu lesen. Mich hat auch dieser sechste Teil wieder gut unterhalten und ich kann ihn durchaus weiterempfehlen. Ich vergebe gute 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 26.07.2020
Alter Hund, neue Tricks / Sean Duffy Bd.8
McKinty, Adrian

Alter Hund, neue Tricks / Sean Duffy Bd.8


ausgezeichnet

Sean Duffy is back!
Das Buch ist Teil 8 der Sean-Duffy-Reihe. Erneut ist es dem Autor gelungen Historisches rund um die IRA mit Fiktivem zu einem tollen Kriminalroman zu verschmelzen. Der Hauptcharakter Sean Duffy muss erneut einen Fall aufklären, der ihn wieder in die IRA-Aktivitäten verstrickt. Aber Duffy ist kein Anfänger mehr, er weis wie der Hase läuft und beweist einmal mehr, dass ein „alter Hund“ das Beißen nicht verlernt hat und mit „neuen Tricks“ den Fall zu lösen vermag. Der Autor hat es wiedereinmal geschafft, dank seines tollen Schreib- und Erzählstils und durch die wirklich gelungene Charakterisierung seiner Protagonisten, allen voran natürlich Sean Duffy, mich top zu unterhalten. Nicht nur die geschilderten politischen Ereignisse auch die humorige und selbstironische Art Duffys tragen zum Lesevergnügen bei. Diese Eigenschaften zeigen sich z. B., wenn sich Duffy über den Musikgeschmack seiner Mitmenschen so wunderbar aufregen kann oder er Gesprächspartners mit trockenem Humor Paroli bietet. Für mich ist auch dieser Teil wieder ein rundum gelungener Krimi und ich vergebe deshalb auch volle 5 Sterne.

Bewertung vom 26.07.2020
Verschollen in Palma
Kallentoft, Mons

Verschollen in Palma


sehr gut

Wo ist Emme?
Dieses Buch ist der Serienauftakt zu Mons Kallentofts neuer Serie um Tim Blanck. Tim ist noch immer auf der Suche nach seiner vermissten Tochter, die einst auf Mallorca verschwand. Deshalb lebt er jetzt hier und arbeitet als Privatdetektiv, um weitere Ermittlungen zum Aufenthalt seiner Tochter anstellen zu können. In diesem Krimi, der atemberaubend und fesselnd ist, wird ein ganz anderes Mallorca beschrieben. Nicht das bekannte Sommerferienparadies sondern ein düstereres, weit ab der touristischen Pfade. Im Fokus stehen Korruption, Drogen, Gewalt und Prostitution. Auch der Schreib- und Erzählstil ist ungewöhnlich, passt aber wunderbar zur Geschichte und beschreibt dadurch sehr intensiv das Seelenleben Tims. Man wird direkt mit den Ängsten des Vaters konfrontiert und fragt sich unweigerlich: Was ist nur mit Emme passiert und wo steckt sie? Der Krimi dürfte für so manchen Leser gewöhnungsbedürftig sein, aber wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat, hat man ein Buch in den Händen, das atmosphärisch dicht und mit gut charakterisierten Figuren punktet. Mir hat dieser 1. Teil gut gefallen und empfehle ihn gern weiter.

Bewertung vom 01.07.2020
Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5
Ahnhem, Stefan

Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5


sehr gut

Spannende Fortsetzung
Der 2. Teil schließt nahtlos an „Der Würfelmörder“ an. Das ist ja auch zwingend, hing man nach dem Ende des 1. Teils doch irgendwie in der Luft. Die Ermittlungen gehen jetzt in die entscheidende Phase und auch das Privatleben Risks ist immer noch alles andere als optimal. Auch dieser Band ist wieder gewohnt spannend und komplex erzählt und ist von atemberaubendem Tempo und Action geprägt. Der Schreibstil des Autors ist lebendig und packend. Durch kurzgehaltene Kapitel und die ständig wechselnden Perspektiven wird die Spannung auf einem guten Level gehalten. Sieht man einmal davon ab, das es diesen Fabian Risk Fall schon unter dem Titel „10 Stunden tot“ und in einem Buch gibt, ist diese Neuauflage durchaus lesenswert, auch wenn ich die Verlagsphilosophie hier nicht nachvollziehen kann. Auf jeden Fall ist es zwingend beide Teile des Würfelmörders zu kaufen, ein Teil allein macht keinen Sinn. Ich empfehle beide Teile möglichst zeitnah zu lesen um bei den doch sehr komplexen Handlungssträngen den Durchblick nicht zu verlieren. Wie schon für den 1. Teil vergebe ich hier 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 01.07.2020
Der Würfelmörder / Fabian Risk Bd.4
Ahnhem, Stefan

Der Würfelmörder / Fabian Risk Bd.4


sehr gut

Spannend
Erneut ist es dem Autor gelungen einen überzeugenden Thriller zu schreiben. Gnadenlos schraubt er die Spannung nach oben. Es ist alles ziemlich undurchschaubar. Nichts und niemand ist wie es scheint beziehungsweise wer er vorgibt zu sein. Während Risk's Recherchen stellen sich ihm immer mehr neue Fragen bis er endlich einen Ermittlungsansatz in einem Swinger Club erhält. Auch sein doch sehr angespanntes Familienleben wird weiter beleuchtet. Wobei hier ein doch arg gebeutelter Fabian Risk dargestellt wird, dem man sein Bemühen seine private Situation in den Griff zu bekommen durchaus abnimmt. Die Vielzahl von Handlungssträngen die sich durch die Morde ergeben, verbindet der Autor zu einer komplexen spannenden Geschichte. Da allerdings Personen aus den Vorgängern auftreten empfehle ich die Bücher in ihrer Reihenfolge zu lesen, das erhöht auf jeden Fall das Handlungsverständnis. Kurzum: Der Krimi ist komplex und spannend. Allerdings endet er mit einem Cliffhanger, sodass man auch unbedingt den 2. Teil lesen muss. Wer den Fall in einem Buch haben will sollte zum Titel „10 Stunden Tot“ greifen, das ist der gleiche Fall nur unter anderem Titel.

Bewertung vom 01.07.2020
DUNKEL / HULDA Trilogie Bd.1
Jonasson, Ragnar

DUNKEL / HULDA Trilogie Bd.1


sehr gut

Guter erster Teil
„Dunkel“ ist der erste Teil der Hulda-Trilogie in der Ragnar Jónasson „das Pferd von hinten aufzäumt“. Denn der Autor erzählt die Geschichte der Kommissarin Hulda Hermannsdottir faktisch rückwärts. Ich muss sagen es ist ein genialer Einfall. Alles beginnt damit, dass Hulda in Pension geschickt werden soll. Sie erbittet sich noch einen letzten Fall und damit lernen wir Hulda kennen. Wie üblich in skandinavischen Krimis geht die Handlung langsam aber stetig voran ohne zu viel Action und übertriebene Brutalität. Im Verlauf erfährt man mehr über Huldas Motivation diesen letzten Fall noch „schnell“ aufzuklären, obwohl sie sich überhaupt nicht mit ihrer neuen Lebenssituation nach dem Fall anfreunden kann und will. Was anfänglich etwas behäbig anmutet nimmt dann doch Fahrt auf und durch stetig neue Wendungen kommt auch Spannung auf. Hulda entwickelt sich im Verlauf zu einem interessanten, komplexen und tiefgründigen Charakter. Ihre Lebensgeschichte überzeugt in Bezug auf ihre Handlungen. Und auch der Buchtitel stellt einen Bezug zu Hulda direkt her – aber welchen müsst ihr selbst lesen. Alles in allem konnte mich dieser erste Teil gut unterhalten und ich vergebe 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 01.07.2020
Das Dorf der toten Seelen
Sten, Camilla

Das Dorf der toten Seelen


gut

Verschenktes Potential
Nach Beenden des Buches bin ich doch ziemlich zwiegespalten. Einerseits war das Setting vielversprechend und auch die Inhaltsangabe hatte für mich Potential für gute Thriller-Unterhaltung. Aber leider verlor die Geschichte für mich von Seite zu Seite mehr an Spannung und Raffinesse. Die Probleme in der Gruppe wurden zu sehr in den Fokus gerückt und die eigentliche Thriller-Handlung zu oft vernachlässigt. Hier hat die Autorin viel Potential verschenkt. Was anfänglich noch atmosphärisch und fesselnd erzählt wurde nahm im Verlauf immer mehr ab. Die unheimlichen Passagen sind zwar ganz gut platziert, aber im Ganzen betrachtet letztlich zu wenig für einen guten Thriller. Auch die einzelnen Figuren haben mich leider nicht wirklich überzeugen können. Teilweise waren sie doch sehr stereotyp gezeichnet. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Zusammengefasst kann ich sagen beginnt der Thriller vielversprechend kann aber das Niveau leider nicht durchgängig halten, sodass Camilla Stens Debüt-Thriller aus meiner Sicht mehr Schwächen als Stärken hat. Ich vergebe knappe 3 von 5 Sterne.