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Benutzername: Beate (Buch-Plaudereien)
Danksagungen: 17 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 332 Bewertungen
Bewertung vom 11.09.2019
Weil ich von Dir träumte
Wagner, Emma

Weil ich von Dir träumte


ausgezeichnet

Inhalt:
Justine quält schon seit ihrer Kindheit immer wieder der gleiche Albtraum. Das macht sich auch in ihren Arbeiten als Künstlerin bemerkbar. Sie hat das Gefühl, dass sie ständig auf der Suche nach etwas ist, aber gar nicht weiß was es sein könnte. Auf ihrer ersten Vernissage begegnet sie Raphaël. Er fasziniert sie sofort. Und er zeigt ihr Fotos von einer Landschaft, die sie sofort in ihren Bann zieht. Korsika! Könnte eine Reise nach Korsika ein Schritt vorwärts in ihrem Leben sein?

Meine Meinung:
Emma Wagner berichtet hier gleichzeitig zwei Geschichten. Die eine spielt „vor 30 Jahren“ auf Korsika und erzählt die Liebesgeschichte zwischen Letizia und Matteu. Die andere spielt in der Gegenwart und erzählt die Geschichte von Justine und Raphaël.
Ich habe ja schon einige Bücher von Emma Wagner gelesen und ihr Schreibstil ist immer wieder toll zu lesen. Auch die verschiedenen Perspektiven lassen sich gut unterscheiden und haben den Lesefluss zu keinem Zeitpunkt gestört. Im Gegenteil je weiter ich mit beiden Geschichten voran kam, desto neugieriger wurde ich, wie die Fäden denn am Ende zusammenlaufen würden. Beide Geschichten sind hochspannend und hochemotional. Gleichzeitig schafft die Autorin es, dem Leser einige Informationen über Korsika zu vermitteln und mir die wunderbare Landschaft in meinem Kopf entstehen zu lassen. Fast konnte ich die Landschaft genauso intensiv riechen wie Justine. Korsika muss eine wunderbare Insel sein.
Anfangs wurde ich ein wenig an Romeo und Julia erinnert, aber die Geschichte ist trotzdem eine andere. Ich mochte alle vier Protagonisten und konnte mich in alle sehr gut hinein fühlen. So gut, dass ich nur empfehlen kann: Halte Taschentücher bereit. Ich habe das Buch in einem Stück durchgelesen, weil ich es einfach nicht zur Seite legen konnte. Zu sehr war ich gefesselt und zu sehr wollte ich wissen wie es weitergeht.
Die Zusammenführung der beiden Geschichten ist der Autorin auf eine sehr interessante, ganz wunderbare Weise gelungen.

Mein Fazit:
Wieder ein Buch von Emma Wagner, das man nicht aus der Hand legen kann bis man den letzten Satz gelesen hat. Spannend, hochemotional und sehr tiefgehend. Das ganze verpackt in die tolle Landschaft von Korsika.
Meine absolute Leseempfehlung für dieses Buch!

Bewertung vom 17.07.2019
Der Blütenjäger: Thriller
Shepherd, Catherine

Der Blütenjäger: Thriller


ausgezeichnet

Inhalt:
Eine junge Frau, barfuß und im Abendkleid, liegt erschossen mitten im Wald. Einer neuer Fall für Laura Kern. Oder war es „nur“ ein Jagdunfall? Aber was macht eine junge Frau im Abendkleid im Wald und warum hat sie keine Schuhe an? Und wo kommt die einzelne Blüte her, die neben der Toten liegt? Als bei der Leiche dann auch noch ein Foto von der jungen Frau gefunden wird, ist klar: das kann kein Unfall sein, das war Mord. Als die nächste Frauenleiche gefunden wird, wieder erschossen, wieder im Abendkleid und barfuß und wieder mit einem Foto und einer Blüte, weiß Laura Kern, dass es sich um einen neuen Serienkiller handeln muss und dass sie schnell sein muss, um weitere Morde zu verhindern. Dabei hilft ihr die Psychologin Dr. Niemeyer, die ein umfassendes Täterprofil erstellt.

Meine Meinung:
Wie in fast allen Büchern von Catherine Shepherd, bekommt der Leser bereits mit dem Prolog einen Hauch von Gänsehaut und eine Ahnung davon, dass es wieder sehr spannend werden wird. Auch mit diesem Buch ist es Catherine Shepherd wieder einmal gelungen mich völlig in die Irre zu führen. Laura Kern und ihr Team müssen ein weiteres Mal einen Wettlauf mit der Zeit gewinnen, denn mit jedem Tag, an dem sie den Mörder nicht fassen, könnte ein weiteres Opfer gefunden werden. Die Autorin schafft es mühelos diese Dringlichkeit und diese Spannung zu vermitteln. Wie schon bei allen ihren bisherigen Büchern fliegen die Seiten nur so dahin und als Leser habe ich manchmal gar keine Zeit zum Atmen, weil es so spannend ist. Das ganze wird unterstützt durch Rückblicke in eine Zeit vor 20 Jahren und ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich eine Idee hatte was diese Zeit mit den jetzigen Morden zu tun hat. Und wie immer, lag ich natürlich komplett daneben.
Am Ende schaffen Laura und ihr Team es den Mörder zu ermitteln und ich war völlig überrascht, niemals wäre ich auf diese Idee gekommen.
Bei diesem Buch handelt es sich um den vierten Band aus der Reihe rund um die Ermittlerin Laura Kern und bisher habe ich immer wieder gesagt, dass man alle Geschichten unabhängig voneinander lesen kann. Das stimmt auch so, denn die Fälle sind in sich abgeschlossen. Aber ein weiterer schöner Punkt an solchen Reihen ist ja, dass man die Leute – also in diesem Fall Laura Kern und ihr Team – immer besser kennenlernt. Und so nach und nach erfährt der Leser auch immer etwas mehr über die private Laura Kern und auch das ist spannend. Deswegen empfehle ich heute: lest die Bücher in der richtigen Reihenfolge, dann macht es einfach ein bisschen mehr Spaß.

Meine Fazit:
Wieder ein spannender Thriller von Catherine Shepherd, der mich vom ersten bis zum letzten Satz gefesselt hat. Meine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 13.06.2019
San Francisco Millionaires Club - Dan
Taylor, Charlotte

San Francisco Millionaires Club - Dan


ausgezeichnet

Inhalt:
Dan war bis vor kurzem Profibasketballer und das sehr erfolgreich. Eine Verletzung hat ihn jetzt zum Frührentner gemacht und nach San Francisco verschlagen. Dort findet er nicht nur ein Haus und ein paar Hühner, sondern trifft auch auf Erin. Die Künstlerin hat es ihm sofort angetan und auch er scheint ihr gut zu gefallen. Recht schnell wird es sehr leidenschaftlich zwischen den beiden. Doch während Dan in Erin seine große Liebe gefunden zu haben glaubt, hat Erin mit der Liebe absolut nichts im Sinn. Freunde mit gewissen Vorzügen: ja, Liebe: nein.

Meine Meinung:
Endlich ist er da. Der #Hühnermann! Mal ganz ehrlich, wer von uns würde diesen Mann nicht kennenlernen wollen. Ein gut gebauter – was auch sonst, immerhin ist er Profisportler – großer Mann, der auch noch tierlieb ist? Also ich musste diesen Kerl kennenlernen. Und das Warten hat sich wirklich gelohnt. Ich komme immer noch nicht aus dem schwärmen für diesen Mann heraus. Der sieht nicht nur verboten gut aus, der hat auch noch einige Charakterzüge mehr, die ihn zum absoluten Traum einer jeden Schwiegermutter machen. Selbst wenn er kein Millionär wäre. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber es kann nicht viele Frauen geben, die sich nicht in so einen Prachtkerl verlieben würden.
Einmal mehr hat die Autorin mich mit ihrem Schreibstil, viel Humor und knisternder Erotik von der ersten Seite an gefesselt.
Und auch in dieser Geschichte durfte ich liebgewonnene Charaktere aus vorherigen Geschichten wieder treffen und solche Begegnungen liebe ich immer wieder. Mein einziger Kritikpunkt: Wieder einmal war die Geschichte viel zu schnell vorbei.
Auch dieser Band ist völlig unabhängig von seinen Vorgängern zu lesen, aber da sie alle klasse sind, kann man ruhig zuerst mit Ian anfangen, dann Derek näher kennenlernen und zum Schluss mit Dan um Erins Liebe kämpfen.

Mein Fazit:
Kaum angefangen, schon inhaliert. Auch wer es nicht unbedingt mit Millionären hat. Dan ist kein typischer Klischee-Mann. Ganz im Gegenteil. Ihr werdet ihn lieben!

Bewertung vom 02.06.2019
San Francisco Millionaires Club - Derek / Millionaires Club Bd.16
Taylor, Charlotte

San Francisco Millionaires Club - Derek / Millionaires Club Bd.16


ausgezeichnet

Inhalt:
Derek, Typ Surferboy, ist zwar Konzernerbe, arbeitet aber trotzdem, und hat sich sogar seinen eigenen Bereich innerhalb des Konzerns aufgebaut. Als er auf die Anwältin Kendra trifft gefällt sie ihm sofort. Kendra, allerdings sieht das deutlich anders. Sie will in Ruhe ihre Arbeit und Karriere machen. Doch auf Dauer kann auch sie sich dem Charme von Derek nicht entziehen. Als es dann plötzlich doch ernster zu werden scheint, treten unerwartet Probleme auf, mit denen niemand jemals rechnen konnte.

Meine Meinung:
Nach „Ian und Lucy“ (San Francisco Millionaires Club – Ian) wollte ich natürlich auch Derek und Kendra näher kennen lernen. Und ja, auch Derek ist ein echter Charaktertyp, auch wenn er es anfangs etwas länger verheimlichen kann als Ian. Und diese Augen…
Kendra ist zwar nicht mit einem Riesensatz in mein Leserherz gesprungen, aber als ich sie noch ein wenig besser kennen gelernt habe, konnte auch ich ihr nicht mehr widerstehen. Wie schon in dem vorherigen Teil, konnte Charlotte Taylor mich mit ihrem Schreibstil voll und ganz überzeugen und ich war erstaunt, wie unterschiedlich die Charaktere und Geschichten der Protagonisten in den beiden Bänden sind. Und trotzdem haben beide eine klare Aussage hinter der Liebesgeschichte. Wieder überzeugt die Autorin mit spannenden Charakteren, Humor, einer großen Prise „Knistern“ und dem Wiedersehen mit lieb gewonnen Charakteren aus vorangegangen Büchern. Auch diese Geschichte war für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei und ich kann es jetzt noch weniger erwarten, den „Hühnermann“ endlich kennen zu lernen.

Mein Fazit:
Auch die Geschichte von Derek und Kendra konnte mich überzeugen, auch, oder vielleicht gerade weil sie sich gravierend von dem vorhergehenden Teil mit Ian und Lucy unterscheidet. Egal mit welchem der beiden ihr anfangt. Lesen solltet ihr wirklich alle beide.

Bewertung vom 21.05.2019
San Francisco Millionaires Club - Ian / Millionaires Club Bd.15
Taylor, Charlotte

San Francisco Millionaires Club - Ian / Millionaires Club Bd.15


ausgezeichnet

Inhalt:
Ian Stewart – ein Schotte in San Francisco. Sein Lebensinhalt besteht aus Arbeit, Oldtimern und gelegentlichen Gelagen mit seinen Freunden aus dem Millionaires Club. Seinen Ausgleich holt er sich beim Yoga. Und dann trifft er unverhofft auf Lucy. Lucy, die es nur im Doppelpack zusammen mit Blake gibt. Die beiden hauen ihn regelrecht von den Füßen. Auch Lucy gefällt der heiße Typ, aber als sie sich dann zufällig das zweite Mal begegnen, steht für Lucy rasch fest: das kann nichts werden.

Meine Meinung:
Normalerweise greife ich ja nur selten zu Novellen, weil sie mir immer viel zu schnell zu Ende gehen. Aber dann ist mir die Ankündigung zu einem weiteren, neuen sehr interessanten Typen untergekommen und den muss ich einfach kennen lernen – also dachte ich, bis der „Hühnermann“ erscheint, vertreibe ich mir mal die Zeit mit „Ian“. Und alle Achtung, das war definitiv eine gute Entscheidung. Wow, ist der Typ heiß. Ab sofort finde ich Yoga eine wirklich tolle Sportart und mein Telefonakku wird immer geladen sein.
Aber auch sonst ist Ian ein toller Typ und auch wenn er ein paar Klischees zu erfüllen scheint, entpuppt er sich als liebenswerter Kerl mit einem tollen Charakter. Und dann noch dazu so so hot. Da muss man beim Lesen aufpassen, dass die Seiten kein Feuer fangen.
Lucy und Drake kenne ich schon aus dem Buch „Robin – High in the Sky“ und ich mochte die beiden da schon sehr. Um so schöner, dass die beiden hier ihre eigene Geschichte haben. Außerdem durfte ich noch ein paar andere Charaktere wieder treffen, allen voran Rosalynd, die ich ebenfalls total klasse finde.
Dieses Buch spricht natürlich eine klare Zielgruppe an, aber trotzdem finde ich, dass es sich positiv aus der Masse abhebt, alleine durch den Schreibstil der Autorin, die hier nicht nur ein Klischee nach dem anderen erfüllt, sondern die Geschichte mit sehr viel Humor und wirklich starken Charakteren gefüllt hat. Außerdem, kann man zwischen den Zeilen auch noch sehr viel tiefergründiges finden. Ich jedenfalls, werde Ian, Lucy und Drake so schnell nicht vergessen und hoffe, dass ich sie irgendwann und irgendwo mal wiedertreffen werde.

Mein Fazit:
Wolltet ihr schon immer mal wissen, was der Schotte unter dem Kilt trägt? Oder wie umwerfend so ein Bloodhound sein kann? Wollt ihr wissen, warum mein Telefonakku jetzt immer voll geladen ist und ich Yoga gar nicht mehr langweilig finde? Dann müsst ihr dieses Buch lesen. Ihr werdet es ganz sicher nicht bereuen.

Bewertung vom 01.05.2019
Sündenkammer: Thriller
Shepherd, Catherine

Sündenkammer: Thriller


ausgezeichnet

Inhalt:
Zons 1500: Eine leicht verwirrte Alte glaubt, dass der Geist des Totengräbers nachts aus seinem Grab steigt. Ein paar Männer der Stadtwache schlafen nachts während ihrer Wache und am nächsten Morgen findet man einen toten Jungen auf dem Friedhof. Bastian Mühlenberg hat alle Hände voll zu tun. Erschwerend kommt hinzu, dass niemand den Toten kennt. Als er im Franziskanerkloster nachfragt, wird er nicht gerade freundlich empfangen.

Gegenwart: Kommissar Oliver Bergmann bekommt es mit einem neuen Fall zu tun. Mitten im Wald wird ein verkohlter Leichnam gefunden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass hier jemand auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Und das soll nicht die einzige Leiche bleiben. Wieder einmal beginnt für den Kommissar und sein Team ein Wettlauf gegen die Zeit.

Meine Meinung:
Wie alle „Zons-Thriller“ von Catherine Shepherd beginnt auch dieser mit einem spannenden Prolog. Hier bekommt der Leser eine erste Vorahnung und die erste Gänsehaut. Das ist mittlerweile der 9. Zons-Thriller von dieser Autorin und ich liebe sie alle. Auch die „Sündenkammer“ hat mich wieder von der ersten Seite an gefesselt. Die Autorin schafft es jedes Mal die Vergangenheit und die Gegenwart auf eine interessante Art und Weise miteinander zu verweben und in einem Buch zwei Geschichten gleichzeitig zu erzählen. Und auch nach neun Büchern aus Zons, fällt Catherine Shepherd immer noch etwas Neues ein. Und immer wieder denke ich, das kann doch nicht wahr sein, wie kommt diese Frau nur auf so etwas. Das erscheint so real. Wieder einmal wusste ich lange nicht wer der Täter oder die Täter sein könnten. In der Vergangenheit hatte ich zwar eine Ahnung, aber so ganz richtig lag ich damit nicht. Und wieder einmal hat mich schockiert wie real diese Vergangenheit doch ist. Tja, und in der Gegenwart bin ich noch viel, viel länger im Dunkeln herumgetappt.

Mein Fazit:
Catherine Shepherd hat es mit diesem Buch erneut geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite zu packen. Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin und bleibe ein Fan dieser Autorin und wer noch nichts von ihr gelesen hat, der sollte das dringend ändern.

Bewertung vom 12.04.2019
Der Herzschlag der Steine / Hebriden Roman Bd.2
Morland, Isabel

Der Herzschlag der Steine / Hebriden Roman Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:
Es ist viele Jahre her, dass Ailsa ihrer Heimat auf der kleinen Insel den Rücken gekehrt hat. Jetzt kommt sie zurück, um das Haus ihrer verstorbenen Mutter zu verkaufen und dann schnellstmöglich zurück nach Kanada zu gehen. Doch kaum auf der Insel angekommen, ist alles ganz anderes. Die Vergangenheit holt sie ein. Und der ganz eigene Zauber der Insel wirkt auch auf Ailsa. Als sie dann auch noch ihrer Jugendliebe begegnet, weiß sie gar nicht mehr wo sie hingehört.

Meine Meinung:
Für mich ist es das erste Buch der Autorin, aber ich hatte schon die eine oder andere Empfehlung doch endlich mal ein Buch von Isabel Morland zu lesen. Und es ist ein wirklich schönes Buch. Mir ging es hier genauso wie der Protagonistin, der Zauber der Insel hat auch mich in ihren Bann gezogen. Die Autorin hat die Landschaft und die Menschen so wunderbar beschrieben, dass man als Leser sehr schnell mitten drin ist, im Pub, auf der Weide, an den Steinkreisen, im Moor. Ganz wunderbar. Diese Geschichte ist eine von denen, die ich als „leise“ bezeichne. Wort für Wort zieht sie ihre Leser immer tiefer in ihren Bann ohne dafür große Ereignisse zu benötigen. Die Landschaft, die Menschen und das ganz alltägliche Leben auf der Insel genügt dafür vollkommen. Wie es sich für diese Gegend gehört, zieht sich ein wenig Magie durch die Geschichte und zwar genau so viel, wie notwendig ist, um zu wissen: Das ist keine Magie – das ist Realität und genau so passiert es in diesem zauberhaften Stückchen unserer Erde. Aber auch ein wenig Drama, Düsternis und Humor sind in diesem Buch enthalten und machen es zusammen mit dem Schreibstil der Autorin zu einem echten Lesegenuss.

Mein Fazit:
Ein wunderbares Buch, das seine Leser ganz tief in seinen Bann zieht. Mit sehr unterschiedlichen und interessanten Charakteren entführt es seine Leser nach Schottland und lässt Land und Leute in einem ganz besonderen Licht erscheinen. Meine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 24.03.2019
Das Honigmädchen
Winter, Claudia

Das Honigmädchen


ausgezeichnet

Inhalt:
Camilla, alleinerziehend, berufstätig und im Augenblick am Ende ihrer Kräfte.
Marie, 15 und gerade zum pubertierenden Monster geworden.
Eine Wohnung mit hauchdünnen Wänden und einem Nachbarn, der keinen Schlaf braucht und stattdessen nächtelang Partys feiert.
Da kommt die Dienstreise in die Provence zu dem Honighändler, der nicht mehr pünktlich liefert anscheinend gerade recht.
Aber wie so oft im Leben kommt es meistens ganz anders als man denkt.

Meine Meinung:
Zum zweiten Mal hat mich Claudia Winter nach Frankreich entführt. Und das obwohl ich es mit Bienen überhaupt nicht so habe. Da bin ich dann doch eher wie Camille. Aber ein Buch von Claudia Winter kann ich mir einfach nicht entgehen lassen. Und wieder einmal hat sie bewiesen, dass sie es kann. Mit ihren Geschichten schickt sie ihre Leser in ferne Länder, lässt sie die Geschmäcker auf der Zunge spüren, die Gerüche riechen und die Landschaften sehen. Dieses Mal ist es die Provence, lila Lavendelfelder und der intensive Duft von Lavendelhonig. Aber ich habe auch blauen Honig gesehen. Glaubt ihr nicht? Lest und seht es doch einfach selbst.
Aber auch die Protagonisten sind absolut real. Ich mag das sehr. Claudia Winter schafft es immer wieder interessante, abwechslungsreiche und irgendwie alltägliche Lebensgeschichten mit viel Liebe und Humor zu erzählen. Hier ist es die alleinerziehende Camilla mit ihrer pubertierenden Tochter. Die mehr und die weniger liebenswerten Bewohner des kleinen Dorfes Loursacq. Henry, der griesgrämige Imker. Viele kleine hochintelligente Bienen und noch so einiges mehr.
Viel zu schnell waren die Seiten verflogen und ich musste die Provence und die liebgewonnenen Charaktere verlassen.

Mein Fazit:
Die Autorin entführt ihre Leser in die Provence. Genießt die Zeit dort, entspannt, staunt, trinkt einen Milchkaffee und erlebt die Geschichte des Honigmädchens hautnah mit.

Bewertung vom 14.03.2019
Das kleine Café am Meer
Beyer, Anja Saskia

Das kleine Café am Meer


ausgezeichnet

Inhalt:
Hannah sieht im Augenblick nicht wirklich in welche Richtung ihr Leben künftig gehen soll. Jahrelang war sie Assistentin bei wechselnden Modedesignern, immer in der Hoffnung selbst ins Designer-Team zu kommen, aber trotz harter und unermüdlicher Arbeit scheint sie nicht vorwärts zu kommen. Als ihr derzeitiger Vertrag ausläuft, ist sie körperlich ausgepowert und als wäre das nicht genug, wird sie auch noch von ihrem Freund verlassen. Sie weiß, jetzt muss sich etwas ändern. Da kommt ihr die Einladung ihrer alten Freundin Lucia aus Kindheitstagen gerade recht. So viele tolle Ferien hat sie zusammen mit ihren Eltern auf Mallorca verlebt und die Liebe zu dieser Insel ist nach wie vor groß, wenn auch ein klein wenig unter dem Alltagsleben verschüttet. Nachdem ihr Lucia auch noch einen kleinen Nebenjob auf Mallorca besorgt hat und damit die Finanzierung dieser Auszeit gesichert ist, hält Hannah nichts mehr in Deutschland.
Kaum auf Mallorca angekommen passiert ihr schon ein ziemliches Missgeschick. Ausgerechnet vor den Augen dieses –zugegebenermaßen gut aussehenden -, aber ziemlich mauligen Typen.

Meine Meinung:
Das ist mein erstes Buch dieser Autorin und ich lese ja immer gerne auch mal was von Autoren, die ich bisher noch nicht kenne. Da ich zwischendurch auch immer mal Geschichten mag, die mir Leichtigkeit und Entspannung versetzen und mich dafür an schöne, warme und sonnige Orte führen, habe ich hier gerne zugegriffen. Und es hat sich gelohnt. Das Buch hat gehalten, was es mir versprochen hat. Die Geschichte von Hannah liest sich schön und entspannend. Trotzdem hält es für die Protagonistin die eine oder andere Klippe bereit. Neben Hannah gibt es noch einige weitere Protagonisten. Ich mochte sie alle – so unterschiedlich wie sie auch waren. Unter anderem ist da noch Sam. Ein Mann, der Frauenherzen höher schlagen lässt, obwohl er so verschlossen ist und niemand weiß was er zu verbergen hat.
Anja Saskia Beyer hat aber nicht nur liebenswerte Protagonisten in ihrer Geschichte, sondern sie nimmt den Leser / die Leserin mit auf eine Reise und zeigt wie wunderschön diese Insel sein kann. Fern ab vom Touristentrubel. Bis jetzt habe ich immer geglaubt die Mandelblüte auf Mallorca wäre das schönste, was man dort sehen kann, jetzt hat mich die Autorin überzeugt, dass ich die Orangenblüte unbedingt mal erleben muss.
Als kleinen zusätzlichen Leckerbissen, gibt es am Ende des Buches ein paar Rezepte, die natürlich in der Geschichte eine Rolle spielen. So etwas mag ich auch immer sehr.

Mein Fazit:
Die Autorin nimmt dich hier mit auf eine Reise und zeigt dir eine der schönsten Seiten von Mallorca. Alleine das ist schon ein Grund das Buch zu lesen. Aber auch Hannahs Geschichte ist interessant, abwechslungsreich und ganz entspannt zu lesen. Also lass dich entführen in das kleine Café am Meer, das in diesem Buch eine große Rolle spielt.

Bewertung vom 06.02.2019
Verborgen / Gefängnisärztin Eva Korell Bd.1
Simons, Anna

Verborgen / Gefängnisärztin Eva Korell Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:
Eva hat sich entschieden einen totalen Neuanfang in ihrem Leben zu wagen. Sie kündigt ihren Job im Krankenhaus und zieht nach München, um dort als Gefängnisärztin neu zu beginnen. Sie erwartet dort mehr Zeit für ihre Patienten zu haben und dem enormen Klinikstress zu entfliehen.
Womit sie nicht gerechnet hat, ist die Gefahr, die von ihren neuen Patienten ausgehen kann.
Und bereits an ihrem ersten Arbeitstag bekommt sie diese zu spüren. Aber das ist noch nicht alles, denn sie wird von der Frau eines Insassen um Hilfe gebeten. Und am nächsten Tag ist diese Frau verschwunden. Als Eva versucht herauszufinden was diese Frau von ihr wollte, begibt sie sich selbst in große Gefahr, doch davon ahnt sie nichts.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Krimis aus Sicht einer Gefängnisärztin sind für mich völlig neu und so war ich sehr gespannt was mich erwarten würde.
Eva Korell ist eine Frau, die mitten im Leben steht und als eine sehr realistische Person rüberkommt. Auf der einen Seite eine gute Ärztin, aber auch eine taffe Frau, die trotzdem hin und wieder zweifelt und alles in allem sehr menschlich ist. Sie tritt ihren neuen Job an und das ist tatsächlich eine echte Herausforderung. Es hat mir dabei sehr gut gefallen wie die möglichen Schwierigkeiten in diesem Job – speziell für eine Frau – dargestellt wurden. Für mich war das sehr realistisch.
Gleichzeitig gibt es immer wieder Andeutungen warum Eva ihren Job im Krankenhaus wirklich gekündigt hat. Ja, die Erklärung mit dem vielen Stress und der wenigen Zeit, die man dort als Arzt für die Patienten hat, sind sehr schlüssig. Trotzdem kann man ahnen, dass da noch mehr dahinter steckt. Das macht neugierig.
Die eigentlichen Ermittlungen in dem Fall, in den Eva hier ungewollt hinein gerät, werden natürlich von der Polizei durchgeführt. Hier gefällt mir der leitende Ermittler Lars Brüggemann auch sehr gut. Und ich hoffe, ich erfahre in den nächsten Bänden noch mehr über ihn.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte war von Anfang an spannend und ist es auch bis zum Ende geblieben. Die Auflösung des Falles hat mich überrascht. Damit hätte ich nicht gerechnet. Auch wenn ich auf dem Weg dorthin die eine oder andere Idee in diese Richtung bekommen habe. Aber das hat die Spannung nicht unterbrochen. Die Autorin hat es geschafft, einen Krimi zu schreiben, aus dem das Blut nicht aus den Seiten tropft und das obwohl der Täter wirklich heftig drauf ist. Und das ist etwas, dass ich an Krimis sehr mag.

Mein Fazit:
Ein sehr gelungener Reihenstart. Der Band und die Geschichte ist aber in sich abgeschlossen. Eine neue Krimireihe – geschrieben aus der Sicht einer Gefängnisärztin. Spannend und interessant mit einer sehr menschlichen Protagonistin. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band aus dieser Reihe.