Torsten Woywod
MP3-CD
Mathilde und Marie
525 Min.. Lesung.Ungekürzte Ausgabe
Gesprochen: Arnhold, Sabine
Erscheint vorauss. 30. Januar 2026
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Eine Liebeserklärung an den Zauber des Lesens und eine Rückbesinnung auf das, was wir im Leben wirklich brauchen!Warmherzig und entschleunigend - ein Hörbuch, das einfach nur guttutIn Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stör...
Eine Liebeserklärung an den Zauber des Lesens und eine Rückbesinnung auf das, was wir im Leben wirklich brauchen!
Warmherzig und entschleunigend - ein Hörbuch, das einfach nur guttut
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als dann jedoch die junge Französin Marie ins Dorf kommt und der Frühling Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuem Leben erweckt. Selbst die mürrische Mathilde kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen ...
Warmherzig und entschleunigend - ein Hörbuch, das einfach nur guttut
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als dann jedoch die junge Französin Marie ins Dorf kommt und der Frühling Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuem Leben erweckt. Selbst die mürrische Mathilde kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen ...
Torsten Woywod (*1981) arbeitete als Buchhändler und im Online-Marketing, bevor er 2021 die Marketingleitung des DuMont Buchverlags übernahm. Für sein Engagement für die Buchwelt erhielt er 2015 den Young Excellence Award. Zuletzt gründete er mit seiner Freundin den Verlag WOYWOD & MEURER, dessen Debütveröffentlichung Leonard und Paul ein SPIEGEL-Bestseller und für das Lieblingsbuch der Unabhängigen nominiert war. Mit Mathilde und Marie legt er nun seinen ersten eigenen Roman vor. Sabine Arnhold ist Theaterschauspielerin und sehr erfahrene Sprecherin. Mit ihren nuancenreichen Interpretationen hat sie bereits an zahlreichen Hörspielen mitgewirkt und u. a. die Romane von Jennifer Donnelly und Ewald Arenz mit großem Erfolg eingelesen.
Produktdetails
- Verlag: Argon Verlag
- Anzahl: 2 MP3-CDs
- Gesamtlaufzeit: 490 Min.
- Erscheinungstermin: 30. Januar 2026
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783839822135
- Artikelnr.: 74440875
Herstellerkennzeichnung
Argon Verlag AVE GmbH (7%)
Waldemarstr. 33a
10999 Berlin
www.argon-verlag.de
Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen und ich war zuerst durch die Kurzbeschreibung sehr vom Thema angetan, denn es ist genau konträr zu unserer Gesellschaft, in der immer alles schneller und weiter vernetzt sein muss. In dem Dorf allerdings, in dem die Geschichte spielt, ist die …
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Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen und ich war zuerst durch die Kurzbeschreibung sehr vom Thema angetan, denn es ist genau konträr zu unserer Gesellschaft, in der immer alles schneller und weiter vernetzt sein muss. In dem Dorf allerdings, in dem die Geschichte spielt, ist die Zeit eher unerheblich und die Vernetzung der Menschen untereinander sind auf persönlichen Kontakten begründet und werden nicht digital hergestellt. Deshalb gelten dort auch noch Werte, die in der heutigen Gesellschaft oftmals vergessen werden. Als Marie neu in das Dorf kommt, verliebt sie sich gleich in die Gegebenheiten dort, hilft in einer Buchhandlung aus, lernt die Dorfbewohner besser kennen und entwickelt auch schnell Freundschaften. Ihr gefällt das Leben dort so sehr, daß sie gleich dort bleibt und ihr vorheriges Leben ad acta legt. Nach und nach vertieft sie ihre Freundschaft zur immer schlecht gelaunten und eremitischen Mathilde, die ich anfangs als sehr unsympathisch empfand, die sich aber mit der Zeit zu einem sympathischen Menschen entwickelt hat und deren Vorgeschichte man auch nach und nach erfährt. Alles in Allem ein sehr gut geschriebenes Buch, welches zum Nachdenken anregt und auch dazu verhilft, mal nicht immer nur auf die Uhr zu schauen und die persönlichen Kontakte zu den Mitmenschen mehr zu pflegen.
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Gebundenes Buch
Marie flieht nach dem Tod ihrer Tante aus dem lauten und überfüllten Paris.
Im Zug trifft sie auf Jonina, die sie einlädt mit in ihr Dorf zu kommen. So lernt Marie Redu kennen.
Im Bücherdorf Redu gibt es kein Internet, dafür aber sehr viele kleine Buchläden.
Als …
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Marie flieht nach dem Tod ihrer Tante aus dem lauten und überfüllten Paris.
Im Zug trifft sie auf Jonina, die sie einlädt mit in ihr Dorf zu kommen. So lernt Marie Redu kennen.
Im Bücherdorf Redu gibt es kein Internet, dafür aber sehr viele kleine Buchläden.
Als Jonina aus gesundheitlichen Gründen Redu verlassen muss, kümmert sich Marie
um die Buchhandlung und auch um Joninas Hund. Marie, die nur kurze Zeit in Redu bleiben wollte, fühlt sich in dem Dorf immer wohler und bleibt schließlich dort.
Auf einem ihrer Spaziergänge trifft sie auf Mathilde, die vor kurzem ihren Mann verloren hat. Marie und Mathilde begegnen sich auf ihren Spaziergängen im Wald immer wieder. Und so lernen sie sich nach und nach besser kennen. Marie lernt die Ruhe des Waldes zu schätzen. Zusammen mit Mathilde lernt sie Fauna und Flora besser kennen.
Mathilde und Marie ist ein wunderbares Wohlfühlbuch. Mit jeder Seite habe ich mich mehr entspannt. Die Naturbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen.
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eBook, ePUB
Thorsten Woywod beschreibt in Mathilde und Marie die Freundschaft zwischen Marie, die neu ins abgelegene belgische Dorf Redu kommt und in einer Buchhandlung arbeitet, und Mathilde, die schon lange dort lebt. Das Dorf hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Alles läuft langsamer und persönlicher, …
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Thorsten Woywod beschreibt in Mathilde und Marie die Freundschaft zwischen Marie, die neu ins abgelegene belgische Dorf Redu kommt und in einer Buchhandlung arbeitet, und Mathilde, die schon lange dort lebt. Das Dorf hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Alles läuft langsamer und persönlicher, und man hat das Gefühl, dass die Welt dort noch in Ordnung ist. Für die Menschen dort sind Nähe, Gespräche und kleine Gesten wichtig. Dieses einfache, klare Miteinander zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Und obwohl das Dorf abgelegen ist, entwickelt es sich dennoch weiter. Auch dort ist Fortschritt möglich – nur eben ruhiger und sanfter. Neue Ideen, neue Projekte und neue wie auch alte Bewohner finden ihren Platz, ohne dass der besondere Charakter des Dorfes verloren geht. Trotz all dieser schönen Seiten muss ich sagen, dass mir das Buch an manchen Stellen zu idealisiert und dadurch etwas langatmig vorkam. Für meinen Geschmack gab es zu viel Sonnenschein und zu wenig Konflikte. Das Dorf wirkte manchmal fast zu perfekt, und diese Einseitigkeit hat mich gelegentlich gestört. Trotzdem habe ich Mathilde und Marie gern gelesen. Es hat mich entschleunigt, mir gute Laune gemacht und mich daran erinnert, wie wertvoll zwischenmenschliche Beziehungen sind. Wenn man eine leichte und wohltuende Geschichte sucht, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.
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Gebundenes Buch
Gestelzt und überladen
Ich habe „Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod nach etwa siebzig Seiten abgebrochen. Obwohl ich die Leseprobe vorher gelesen hatte und wusste, worauf ich mich stilistisch einlasse, bin ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht zurechtgekommen.
Der …
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Gestelzt und überladen
Ich habe „Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod nach etwa siebzig Seiten abgebrochen. Obwohl ich die Leseprobe vorher gelesen hatte und wusste, worauf ich mich stilistisch einlasse, bin ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht zurechtgekommen.
Der Text wirkt auf mich stark gestelzt und ist durchgehend von Kitsch und Pathos geprägt. Teilweise hatte ich beim Lesen fast ein körperliches Unbehagen, so schwer erträglich fand ich die Formulierungen.
Dabei dachte ich nach der Leseprobe noch, dass ich mich daran gewöhnen könnte. Außerdem lese ich grundsätzlich gern auch mal kitschigere Bücher oder sogenannte Wohlfühlliteratur, gerade in Phasen, in denen es mir nicht so gut geht. Hier war es für mich aber schlicht zu viel. Der Ton blieb für mein Empfinden durchgehend überladen, ohne dass sich eine Balance eingestellt hätte.
Ob der Eindruck an der Übersetzung liegt, kann ich natürlich nicht sicher sagen. Allerdings scheint der Stil so prägend und eigenwillig zu sein, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass er im Original wesentlich anders wirkt. Für mich hat das Buch daher leider nicht funktioniert.
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Gebundenes Buch
Das Buch Mathilde und Marie hat mich direkt von Beginn an in seinen Bann gezogen und wirklich begeistert. Es lässt einen innehalten und bietet einem als LeserIn einen literarischen Rückzugsort, wie ich es selten erlebt habe. Das malerische Dörfchen in den Ardennen Redu, wo die …
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Das Buch Mathilde und Marie hat mich direkt von Beginn an in seinen Bann gezogen und wirklich begeistert. Es lässt einen innehalten und bietet einem als LeserIn einen literarischen Rückzugsort, wie ich es selten erlebt habe. Das malerische Dörfchen in den Ardennen Redu, wo die Geschichte spielt, hat mir ganz besonders gut gefallen und ich konnte mir wahrhaftig bildlich vorstellen, wie sich die kleinen Gassen und Häuser in das Dorfbild einfügen. Insgesamt ist der Schreibstil sehr ruhig, langsam, atmosphärisch und beschreibt ganz genau diverse Szenarien, was manchen/mancher Leserin eventuell langatmig erscheint, aber mir hat die Geschichte und auch der Schreibstil zugesagt, ich konnte gut entspannen. Eine perfekte Urlaubslektüre für alle LeserInnen, die sich sicher auch toll als Geschenk eignet. Ich war sehr zufrieden!
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Gebundenes Buch
Der Klappentext und natürlich auch der Autor, dessen Name mir dank Instagram bekannt war, haben mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht.
Das Cover hat mich auf eine sanfte, leise und beschauliche Lektüre eingestimmt, die sich dahinter auch verbirgt…
ABER: leider war mir die …
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Der Klappentext und natürlich auch der Autor, dessen Name mir dank Instagram bekannt war, haben mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht.
Das Cover hat mich auf eine sanfte, leise und beschauliche Lektüre eingestimmt, die sich dahinter auch verbirgt…
ABER: leider war mir die Geschichte viel zu beschaulich, ereignisarm und vom Erzählstil sehr mäandernd. Das Geschehen plätscherte vor sich hin, ohne mich zu irgendeinem Zeitpunkt der Geschichte packen zu können.
Ebenso verhielt es sich mit den Charakteren. Einzeln wirkten sie auf mich unnahbar, flach ausgearbeitet und nicht bereit, sich der Leserschaft zu präsentieren. Die Protagonist*innen in Summe, also die Bewohner*innen Redus und ihre verschworene Gemeinschaft, wirkten auf mich im besten Falle herbeifabuliert, weniger nett ausgedrückt hat es auf mich nahezu sektenartig gewirkt.
Lichtblicke im Buch waren für mich die schönen Naturbeschreibungen, die beim Lesen fast eine so beruhigende Wirkung auf mich hatten, wie auf Marie im Buch
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Gebundenes Buch
"Mathilde und Marie" ist ein sehr besonderes Buch und zugleich eine Liebeserklärung an das Bücherdorf Redu mit seiner Möglichkeit zur Entschleunigung und dem freundlichen Miteinander: "Umso mehr genoss sie nun jeden wohlwollenden Gruß und jedes Lächeln als …
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"Mathilde und Marie" ist ein sehr besonderes Buch und zugleich eine Liebeserklärung an das Bücherdorf Redu mit seiner Möglichkeit zur Entschleunigung und dem freundlichen Miteinander: "Umso mehr genoss sie nun jeden wohlwollenden Gruß und jedes Lächeln als aufrichtige Geste des Willkommenseins. Ein simpler Akt der Freundlichkeit, im Zuge einer zufälligen Begegnung. Wie hatte ein solch elementarer Bestandteil des Miteinanders, jemals aus der Mode kommen können?" "Wenn sich ein jeder von uns vor Augen führte, wie wichtig Empathie im täglichen Miteinander ist, könnte ein Wandel, wie er in diesem Roman beschrieben wird, überall zu Stande kommen." Beim Lesen hatte ich sofort Lust nach Redu zu reisen. Die Handlung wird im Wechsel von Marie, Jónína und Mathilde erzählt. Außerdem enthält das Buch wunderschöne Briefe bzw. Nachrichten von Jaaps an Mathilde und umgekehrt. Die Labradorhündin Anneliese mit vielen witzigen Momenten habe ich auch sofort in mein Herz geschlossen. Ganz nebenbei habe ich noch etwas über die Ernte von Kräutern und über Eichelhäher gelernt.
Alles in Allem ein wirklich gelungener Roman. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Torsten Woywod.
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Gebundenes Buch
- - - Neubeginn im Bücherdorf Redu - - -
Manche Romane drängen sich nicht auf. Sie klopfen nicht laut an, sie treten nicht mit dramatischen Wendungen oder großer Geste auf. Sie stehen einfach da: offen, ruhig, einladend. Mathilde und Marie ist genau so ein Buch. Für mich ein …
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- - - Neubeginn im Bücherdorf Redu - - -
Manche Romane drängen sich nicht auf. Sie klopfen nicht laut an, sie treten nicht mit dramatischen Wendungen oder großer Geste auf. Sie stehen einfach da: offen, ruhig, einladend. Mathilde und Marie ist genau so ein Buch. Für mich ein feines, unaufgeregtes Buchjuwel, das seine Wirkung nicht durch Tempo entfaltet, sondern durch Nähe.
Der Roman führt nach Redu, d. h. in ein kleines Bücherdorf in den belgischen Ardennen, das es tatsächlich gibt und das hier fast selbst zur Hauptfigur wird. Ein Ort, an dem die Zeit nicht als Gegner empfunden wird, sondern als Begleiter. Internet gibt es nur stundenweise, der Kirchturm steht schief, die Turmuhr geht falsch, und niemand scheint sich daran zu stören. Diese bewusste Entschleunigung wirkt wie ein leiser Gegenentwurf zur rastlosen Außenwelt.
In dieses Dorf verschlägt es Marie, eine junge Französin, die ihr Leben in Paris hinter sich lässt, ohne genau zu wissen, wohin sie eigentlich will. Ihre Reise beginnt impulsiv, fast fluchtartig, und gewinnt Tiefe, als sie im Zug auf Jónína trifft, eine Isländerin mit der Gabe, Menschen klar und unverstellt zu lesen. Jónína erkennt Maries innere Erschöpfung, noch bevor Marie sie selbst in Worte fassen kann, und nimmt sie mit nach Redu, in ihre kleine Buchhandlung.
Von dort an entfaltet sich der Roman ganz leise. Marie kommt an, nicht nur an einem Ort, sondern zunehmend auch bei sich selbst. Sie begegnet einer Gemeinschaft, die getragen ist von Eigenheiten, Wärme und einem stillen Verständnis füreinander. Besonders berührend ist dabei die mürrische Mathilde, die sich dem Leben zunächst verschlossen zeigt und doch nicht unbewegt bleibt, als der Frühling Einzug hält. In der Natur ebenso wie in den Menschen.
Was mich besonders begeistert hat, ist die geschliffene, ruhige Sprache. Torsten Woywod schreibt mit großer Sorgfalt, ohne ornamental zu werden. Immer wieder streut er detailreiche Naturimpressionen ein: Wälder, Licht, Geräusche, die Jahreszeiten, Tiere. Diese Beschreibungen wirken nie wie Beiwerk, sondern wie Atempausen, die den Text weiten und ihm Tiefe geben.
Die Figuren sind durchweg sympathisch gezeichnet, ohne zu glatt oder idealisiert zu wirken. Selbst Nebenfiguren bleiben im Gedächtnis, z. B. Arthur und Louise. Und dann ist da noch Labradorhündin Anneliese, die immer wieder für unterhaltsame Momente sorgt und dem Roman eine zusätzliche Herzenswärme verleiht.
Mathilde und Marie kommt ganz ohne Action aus. Es gibt keine reißerischen Konflikte, keine künstlich erzeugte Dramatik. Stattdessen erzählt der Roman von Freundschaft, vom Lesen, von Hoffnung, aber auch von Verlust und Trauer. Gerade diese leisen, schmerzhaften Töne machen die Geschichte glaubwürdig und tief. Es ist eine Ode an das Miteinander und ein sanfter Beweis dafür, dass das Leben zumindest zeitweise auch ohne Internet und Social Media gelingen kann.
Für mich ist dieses Buch eine absolute Feel-good-Geschichte im besten Sinne. Das Setting in Redu ist ein Traum. Es ist ein Ort, an dem ich selbst gerne leben möchte. Und genau so, wie man sich in dieses Dorf hineinträumt, schleicht sich auch der Roman ganz sanft und leise ins Leser:innenherz.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die feinsinnige, warmherzige Literatur schätzen, und für jene, die sich nach einer Geschichte sehnen, die nicht laut sein muss, um lange nachzuklingen.
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Gebundenes Buch
Die alltagsgeplagte Großstädterin Marie kommt aus der hektischen Stadt Paris in das beschauliche 300 Seelen Dorf Redu. Ohne Ziel hat sich Marie auf die Reise begeben und wird ganz unverhofft von der tief geerdeten Isländerin Jónína in deren Wahlheimat in der belgischen …
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Die alltagsgeplagte Großstädterin Marie kommt aus der hektischen Stadt Paris in das beschauliche 300 Seelen Dorf Redu. Ohne Ziel hat sich Marie auf die Reise begeben und wird ganz unverhofft von der tief geerdeten Isländerin Jónína in deren Wahlheimat in der belgischen Provinz willkommen geheißen.
Leider konnte der Roman meine Erwartungen nicht erfüllen. Thematisch finde ich das Buch durchaus interessant, doch ist die Handlung leider sehr platt umgesetzt. Alles kreis unentwegt und ausschließlich um Harmonie und Naturverbundenheit, so dass es sich ganz und gar nicht glaubhaft anfühlt. Ein Dorf mit ca. 300 Einwohnern, 13 Buchhandlungen, einem Fernseher und einer Stunde Internet pro Tag, zudem der Name Redu, den man mit "reduzieren" übersetzen kann, das ist alles etwas zu viel des Guten. Handlungsmäßig gibt es kaum einen Fortgang, es geht fast ausschließlich um die Atmosphäre die der Roman erzeugen soll. Lediglich die Figur der Mathilde bringt einen kleinen Gegenpol in die Handlung, was den Großteil des Romans jedoch nicht wirklich interessanter macht.
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Gebundenes Buch
Neustart in dörflicher Idylle zwischen Büchern – realistisch?
Dieses Dorf Redu gibt es tatsächlich, in landschaftlicher Idylle im südlichen Belgien gelegen. Bekannt ist es als eines der Bücherdörfer in Europa mit mehr als 20 Antiquariaten und Buchhandlungen. In …
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Neustart in dörflicher Idylle zwischen Büchern – realistisch?
Dieses Dorf Redu gibt es tatsächlich, in landschaftlicher Idylle im südlichen Belgien gelegen. Bekannt ist es als eines der Bücherdörfer in Europa mit mehr als 20 Antiquariaten und Buchhandlungen. In drei Teilen entpuppt sich der entschleunigte Ort ohne Internet und Fernsehen als Gegenpol zu einer Welt voller Lärm, Hektik und Oberflächlichkeit. Begrenzt auf wenige Dorfbewohner geht es bei der Isländerin Jónína, der jungen Pariserin Marie und bei Mathilde um ihr körperliches und seelisches Un-Gleichgewicht. Mit Hilfe einfühlsamer, hilfreicher Randfiguren und der Beschreibung aufblühender Natur entsteht eine zu heile Welt inmitten von Büchern – mit relativ wenig Dynamik und Twists. Die existentielle Sinnsuche der seelisch angeschlagenen Marie Ledoux, 26, durchzieht ruhig den Roman zwischen den älteren Charakteren von Jónína und Mathilde, deren Dialoge miteinander wenig Tiefe, eher viel Schweigen miteinander aufweisen. Der monatelange Reykjavík-Rückzug von Jónína zur dringendst empfohlenen Gesundung widerspricht sich eigentlich inhaltlich, da doch diese dörfliche Idylle in Redu als idealer, beschaulicher Rückzugsort bereits heilend wirken sollte.
Dass es manchmal nur einer Person, Idee oder Initiative bedarf, um nachhaltige gesellschaftliche Veränderungen herbei zu führen, mag als Botschaft hier stimmen.
Die kurz erwähnte Figur des Eremiten mit seinem verlorenen Schlüssel knüpft entfernt an die Satelliten-Bodenstation an, die zu ESTRACK, dem Netzwerk der Bodenstationen der Europäischen Weltraumorganisation gehört.
Insgesamt ein Zuviel an mitmenschlicher Harmonie und heilender Naturidylle zwischen geschätzter Bücherwelt. 2,5*
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