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Mia hat die trubeligste Patchworkfamilie, die man sich nur vorstellen kann. Da gibt es ihren großen Grufti-Bruder, die wilden kleinen Zwillinge, ihre liebevoll-chaotische Mutter, den grummelig-gutmütigen Opa, diverse Väter und natürlich ihre Sozusagen-Schwester und allerbeste Freundin Lisbeth. Bei so vielen Menschen ist immer was los, und so stolpern die Buddenbergs von einem Alltagsabenteuer ins nächste. Die Geschichte beginnt an dem Tag, an dem ein über 100 Jahre alter Brief aus London bei Mia und ihrer Familie ankommt. Die Buddenbergs ahnen nicht, dass dieser Brief eine richtige Sensation…mehr

Produktbeschreibung
Mia hat die trubeligste Patchworkfamilie, die man sich nur vorstellen kann. Da gibt es ihren großen Grufti-Bruder, die wilden kleinen Zwillinge, ihre liebevoll-chaotische Mutter, den grummelig-gutmütigen Opa, diverse Väter und natürlich ihre Sozusagen-Schwester und allerbeste Freundin Lisbeth. Bei so vielen Menschen ist immer was los, und so stolpern die Buddenbergs von einem Alltagsabenteuer ins nächste. Die Geschichte beginnt an dem Tag, an dem ein über 100 Jahre alter Brief aus London bei Mia und ihrer Familie ankommt. Die Buddenbergs ahnen nicht, dass dieser Brief eine richtige Sensation ist. Deswegen geht er im normalen Buddenberg-Chaos auch fast verloren. Dabei führt er doch zu einem Geheimversteck in der alten Villa - und zu einem echten Schatz!

Jodie Ahlborn ist mit ihrer jungen, fröhlichen und wandelbaren Stimme dem gesammelten Chaos der Familie Buddenberg gewachsen. Die Schauspielerin, die Kinder u. a. aus der TV-Serie "Die Pfefferkörner" kennen, wurde für ihre Lesungen bereits mehrfach von der hr2-Hörbuchbestenliste ausgezeichnet.
Autorenporträt
Herden, AntjeAntje Herden, geboren 1971, reiste nach dem Abitur zwei Jahre lang um die Welt. Es folgten ein Architekturstudium und weitere Auslandsaufenthalte. Im Anschluss machte sie sich als Redakteurin und als Schriftstellerin selbständig. Heute lebt sie mit ihren beiden Kindern in Darmstadt.

Ahlborn, JodieJodie Ahlborn, Film- Fernseh- und Theaterschauspielerin, ist für Ihre Hörbuchlesungen bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Die Hamburgerin liest mit viel Witz, Schwung und Energie, und hat dennoch immer auch Sinn für die leisen Töne.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 29.03.2018

Lebensatlas
Vier Kinder, drei Väter – die Buddenbergs sind da
Wenn Mia etwas erklärt, dann zieht sie ihren „Lebensatlas“ heran, ein dickes Skizzenbuch, in das sie Karten zeichnet. Und wenn sie dies tut, dann leuchtet vieles ein, was auf abstrakter Ebene schwerer zu begreifen ist. Wie etwa die „unterschiedliche Sicht auf die Dinge“. Dafür hat Mia sich und ihren Opa, genannt „Opipi“, auf ein Blatt gezeichnet. Sie beide blicken auf ein drittes Blatt. Opipi aus einiger Entfernung, weil er schon länger auf der Welt ist, vielleicht sieht er auch unscharf, „nicht so genau, dafür im Ganzen“. Mia schaut von ganz nah und schräg unten, weil sie neu und klein ist. „Wir schauen das Gleiche an und sehen trotzdem etwas ganz anderes.“
Mias Karte ist eine wunderbare Beschreibung für die Konflikte zwischen den Generationen. „Ich glaube“, so resümiert sie selbst, „die unterschiedliche Sicht auf die Dinge könnte viele Probleme auf der Welt erklären.“ Es ist natürlich nicht umsonst, dass Mia einen Lebensatlas führt. Die Neunjährige hat für sich schon herausgefunden, dass das Leben nicht leicht zu verstehen ist. Die Karten helfen ihr, die Welt zu erfassen, und übrigens auch dabei, dass „das ganze Kuddelmuddel bei uns zu Hause nicht zu einem Kuddelmuddel in meinem Kopf wird“.
Dieses Kuddelmuddel ist in der Tat ziemlich groß. Antje Herden hat es in ihrem Kinderroman „Wir Buddenbergs – Der Schatz, der mit der Post kam“ entworfen, von Florentine Prechtel zart und detailreich illustriert. Mia, die Ich-Erzählerin, ist eines von vier Kindern, die mit ihrer Mutter und Opipi in einer alten Villa wohnen. Denn die vier Kinder haben drei Väter, von denen einer als Seemann unterwegs ist, einer tot und der letzte mit seiner neuen Familie gegenüber wohnt. Die Lage ist also unübersichtlich, aber es herrscht bei den Buddenbergs darüber kein Unmut. Im Gegenteil: Der Buddenberg-Kosmos gleicht in seiner herrlich ungeordneten Struktur, die teils traurigen Ursprungs ist, und in seiner unerschütterlichen Geborgenheit der Welt einer Pippi Langstrumpf. Die Frage ist hier niemals die, was nicht möglich ist, sondern die: Was ist möglich? Und das ist erstaunlich viel – und oft gegen jede Regel.
In dem ersten Abenteuer der Buddenbergs – die letzte Seite des Buches kündet davon, dass demnächst noch weitere Bände erscheinen – erreicht die Patchwork-Familie ein uralter Brief, der an ein Mädchen adressiert ist, das einst in der Villa lebte: Sein Freund hat hier einen Schatz versteckt. Natürlich machen sich die Kinder auf die Suche, entdecken dabei Opipis verbotenen Garten im Keller, legen einen verborgenen Raum frei und lauschen unheimlichen Geräuschen im Schornstein. Das Abenteuer ist aber nicht zwingend die Hauptsache im Roman, sondern das bunte Chaos drumherum: ein Kindergeburtstag, bei dem die Mutter vorab beim Tortenverzieren vom Stuhl fällt und am Ende der Vater vergessen wird, der deshalb über Nacht festgebunden am Baum verbringt. Oder eine Pilzsuche, bei der plötzlich ein Wildschwein aus dem Unterholz bricht.
Herden spannt diese Episoden, die nicht auf einen Höhepunkt zulaufen, sondern gleichberechtigt koexistieren, mit Witz und Tempo aneinander – und mit viel Gefühl dafür, dass Kinder gerne in einer Welt leben würden, in der das Regelwerk sich stärker an ihren Bedürfnissen orientiert. Wo es freier und farbiger zugeht, wo die Mutter gelassen ist und das Zuhause ein Ort voller Liebe und Abenteuer. Und die lassen sich notfalls ja mithilfe von Karten bändigen. (ab 8 Jahre)
YVONNE POPPEK
Antje Herden: Wir Buddenbergs – Der Schatz, der mit der Post kam. Bilder von Florentine Prechtel. KJB, Frankfurt 2018. 208 Seiten, 12,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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Eine trubelige Familiengeschichte, die einfach froh macht: schräg, lustig und liebenswert, mit ganz viel Leichtigkeit, dabei aber keineswegs oberflächlich, und vor allem voller Herz. Gelnhäuser Neue Zeitung 20180308