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Benutzername: Lesetante
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Bewertungen

Insgesamt 85 Bewertungen
Bewertung vom 01.06.2018
Strandrosensommer
Janz, Tanja

Strandrosensommer


sehr gut

Die Hauptpersonen Inga und ihre Tante Ditte habe ich ab der ersten Seite lieb gewonnen. Auch die anderen Charaktere sind sorgfältig ausgearbeitet und liebenswert gezeichnet. Jede Person hat ihre Eigenheiten, die Tanja Janz gewandt mit in die kurzweilige Geschichte einfließen lässt.

Der leichtfüßige und flüssige Schreibstil und die reizende Geschichte entführten mich in ein turbulentes Geschehen vor traumhafter Nordseekulisse und regten stets zum Weiterlesen an. Die einzelnen Schauplätze sind bildhaft und mit viel Herzblut beschrieben, sodass das Geschehen beim Lesen wie ein Film im Kopf abläuft und man die Wellen rauschen und die salzige nordfriesische Luft förmlich schmecken kann.

Hier und da wirkt die Geschichte zwar etwas überspitzt, aber insgesamt konnte “Strandrosensommer“ mich wunderbar unterhalten. Ein herrlicher Sommerroman mit einer ausgewogenen Mischung aus Romantik, Humor und Meerblick zum Abschalten, Seele baumeln lassen und An-die-Küste-träumen.

Bewertung vom 01.06.2018
Der kleine Brautladen am Strand
Linfoot, Jane

Der kleine Brautladen am Strand


weniger gut

Das wundervolle Cover und der Klappentext versprechen eine romantische und turbulente Geschichte und ich erhoffte mir so spannende Lesestunden. Leider kommen Romantik und auch Spannung viel zu kurz und meine Lesefreude wurde so enorm geschmälert. Auch das Meer und die Strandpromenade mit dem Brautladen und sogar dieser selbst finden in Jane Linfoots Roman zu wenig Raum.

Die einzelnen Charaktere sind nur oberflächlich beschrieben und ich fand keinerlei Zugang zu den Personen. Sie wirken wenig authentisch, uncharmant und häufig leider sehr unglaubwürdig. Einzig der mürrische Rafe konnte mich zum Teil überzeugen.

Die Geschichte selbst empfand ich recht langatmig, unglaubwürdig und zäh zu lesen. Der Schreibstil ist nicht flüssig und mir fehlte es an Frische und Humor. Der häufig ausufernde Alkoholkonsum der Protagonisten schreckte mich zusätzlich ab.

Eine zauberhafte Idee - leider schlecht umgesetzt. Bei der Geschichte mit fehlendem Unterhaltungswert mangelt es an Romantik, Frische und Humor. Für mich leider eine Enttäuschung und daher keine Leseempfehlung.

Bewertung vom 01.06.2018
Das Feld
Seethaler, Robert

Das Feld


ausgezeichnet

In “Das Feld“ geht Robert Seethaler der Frage auf den Grund, was die Toten des Paulstädter Friedhofs wohl nach ihrem Tod erzählen würden und gibt den Verstorbenen eine Stimme.

Ganz Verschiedenes hätten sie wohl zu berichten und als Leser hört man bei einem Spaziergang über den Friedhof die einzelnen Personen sprechen. Der eine erzählt unverblümt aus seinem Leben, ein anderer stellt sich die Frage 'Was wäre gewesen, wenn?' und der nächste berichtet von seinem eigenen Tod.

Von der ersten Seite an taucht man ein in Paulstadts Welt und lauscht den verschiedenen Geschichten, Erzählungen und Überlegungen der verstorbenen Bewohner.

Die einzelnen Protagonisten werden kurz aber markant und eindringlich beschrieben. Zu allen kann man beim Lesen schnell eine Verbindung aufbauen und man bekommt eine recht genaue Vorstellung der Personen und der detailliert und bildlich geschilderten Handlungsorte.

Nach und nach erkennt man die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Erzählungen und alles fügt sich harmonisch zu einem verständlichen Gesamtbild zusammen.

Seethaler ist es gelungen, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Die einzelnen erzählten Episoden der unterschiedlichsten Charaktere haben mich beim Lesen sehr berührt.

Für das wundervolle Buch, das zum Nachdenken anregt vergebe ich eine klare Leseempfehlung.

2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.05.2018
Malchen und die vergessene Zeit
Kayser, Juliane

Malchen und die vergessene Zeit


ausgezeichnet

Kinder-Rezension meiner fast zehnjährigen Tochter


Die achtjährige Hannah spielt mit ihrer Oma am Heidelberger Schloss Verstecken. Plötzlich geschieht etwas Seltsames und Hannah landet unerwartet im Jahr 1836. Sie trifft auf Malchen, die zwölfjährige Tochter des Grafen. Die beiden Mädchen verstehen sich auf Anhieb und lüften gemeinsam ein großes Geheimnis.

Juliane Sophie Kayser erzählt die Geschichte sehr spannend, sodass ich das tolle Buch gar nicht weglegen konnte und es an einem Stück gelesen habe. Am Anfang des Buchs werden die Personen vorgestellt. Man erfährt gleich, wie alle aussehen, was sie mögen und was nicht. Besonders gut gefallen hat mir, dass man sich richtig gut in die Vergangenheit hineinversetzen und sich alles sehr gut vorstellen kann. Mir gefällt auch, dass die beiden Mädchen sich so gut verstehen. Ich bekam beim Lesen richtig Lust, selbst mit auf Zeitreise zu gehen.

Sehr schön finde ich auch die anschaulichen farbigen Illustrationen von Bernhard Oberdieck. Durch die wunderschönen Bilder hat man alles richtig gut vor Augen. Man kann das Abenteuer noch besser nachvollziehen und sich in das Buch hinein träumen.

Für das schöne Buch, das mich mit der spannenden Geschichte gut unterhalten hat, vergebe ich fünf Sterne.

Bewertung vom 26.04.2018
Dinostarke Ferien in Franken
Zerbe, Silvia

Dinostarke Ferien in Franken


ausgezeichnet

Diesmal erleben die Geschwister Lilly und Nikolas gemeinsam mit ihren Eltern aufregende Ferien in Franken. Erkundungen der Region Altmühltal stehen ebenso auf dem Programm wie Ausflüge in den Freizeitpark oder in die Kaiserstadt Nürnberg. In Franken gibt es Einiges zu entdecken und viel Spannendes zu erleben. Das muss auch Nikolas einsehen, dessen Begeisterung sich anfänglich in Grenzen hält. So verbringt Klassenkamerad Tom doch vermeintlich schönere Ferien in Korsika und das muss einfach aufregender sein, als Urlaub auf einem fränkischen Bauernhof. Wenn er sich da mal nicht irrt!

Ein charmanter Reiseführer mit vielen Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen wurde hier perfekt mit einem kindgerechten Abenteuer kombiniert. Silvia Zerbe ist es gelungen, immer wieder Lehrreiches und Wissenswertes in die Geschichte einzustreuen, so dass man beim Lesen ganz nebenbei interessante Fakten dazulernt.

Wunderschöne, detailreiche Illustrationen von Michaela Frech fangen den Zauber der Landschaft und die Vielfältigkeit der Region gelungen ein. Sie ergänzen liebevoll die Geschichte und veranschaulichen die Erlebnisse der Familie. Sie laden immer wieder zum Betrachten ein und meine Kinder hatten viel Freude, wenn sie einen Schauplatz aus dem Buch bei unseren Ausflügen entdeckt haben.

Genauso abwechslungsreich wie die liebevoll gestalteten Urlaubstage der Familie ist auch das 92 Seiten starke Buch “Dinostarke Ferien in Franken“ verfasst. Für jeden Geschmack und jedes Alter sind zahlreiche Empfehlungen dabei, die nicht nur Urlaubern den Aufenthalt versüßen, sondern auch Ortskundigen die Augen für ihre Umgebung öffnen - ganz egal, ob man in einem der Hobbysteinbrüche selbst zum Werkzeug greifen möchte, einen entspannten Tag beim Wandern in der malerischen Region verbringen will, eine Kanutour auf der wunderschönen Altmühl oder eine Radtour am Brombachsee plant ob ob einem der Sinn danach steht, auf den Spuren der alten Römer zu wandeln. Auch für einen Museumsbesuch, eine Burgbesichtigung, eine Führung durch alte Gewölbe oder einen aufregenden Freizeitpark- oder Zoobesuch ist man mit diesem Kinderreiseführer bestens gewappnet und kann mit neu erworbenem Wissen glänzen.

Ein rundum lesenswertes und lehrreiches Abenteuer nicht nur für Kinder. Fünf dinostarke Sterne von meinen Kindern (6 und 9) und mir.

Bewertung vom 26.04.2018
Der Schatz, der mit der Post kam / Wir Buddenbergs Bd.1
Herden, Antje

Der Schatz, der mit der Post kam / Wir Buddenbergs Bd.1


ausgezeichnet

Die Buddenbergs sind eine fröhliche Patchworkfamilie, kunterbunt wie das Leben selbst. Hier wird gemeinsam gelacht, geweint und auch mal gestritten. Der Zusammenhalt - die Familie - steht bei den Buddenbergs jedoch unweigerlich an erster Stelle. Jeder achtet den anderen, akzeptiert ihn wie er ist und alle sind füreinander da. So geht Familie! Es werden auch mal Fehler gemacht und persönliche Grenzen überschritten und bei so vielen Menschen kann es auch schon mal chaotisch zugehen. Hier wird jedoch ganz ohne erhobenen Zeigefinger gezeigt: das darf auch so sein!

Die herzerwärmende Geschichte regt zum Nachdenken an, zum Verinnerlichen, wie wichtig es ist, für Fehler einzustehen, zu bereuen und zu verzeihen. Natürlich gibt es in einer Patchworkfamilie aber auch unglaublich viel Spaß. Wie der Titel bereits verrät, begibt sich die Familie auf eine aufregende Schatzsuche. Da sind Spannung und Spaß natürlich schon vorprogrammiert.

Antje Herden hat mit viel Herzblut und Einfühlungsvermögen eine facettenteiche Familiengeschichte geschrieben. Dass alle glücklich sind und sich wohlfühlen, steht in der harmonischen Geschichte an erster Stelle und genau diese Gefühle wurden uns auch beim Lesen eindrücklich vermittelt. Die Figuren sind allesamt warmherzig und detaillreich beschrieben und liebevoll ausgearbeitet. Die kreative Geschichte, die vor Einfallsreichtum sprüht, überraschte uns immer wieder. Meine Kinder (6 und 9) und ich mussten beim Lesen immer wieder schmunzeln, lauthals lachen oder auch mal erschrocken einatmen. Manche Szenen aus der authentischen Geschichte, die mitten aus dem Leben gegriffen scheint, kamen uns selbst sehr bekannt vor. Der Schreibstil ist flüssig, kindgerecht und verständlich und die Kapitel haben eine angenehme Lese- und Vorleselänge. Durch die liebenswerten und anschaulichen Beschreibungen kann man sich stets alles gut vorstellen und sich gut in das Abenteuer hineinversetzen.

Mit viel Humor wird die liebenswerte Geschichte aus Sicht der neunjährigen Mia erzählt. Da man in so einer großen, zusammengewürfelten Familie schnell mal den Überblick verlieren kann, hat Mia ihren Lebensatlas, der ihr hilft, das Chaos in ihrem Kopf zu ordnen. In dieses Buch zeichnet sie alles hinein, was sie gerade beschäftigt. Der Leser erhält so nicht nur einen Blick in den Stammbaum oder die Villa der Familie, sondern direkt in Mias Gedankenwelt.

Florentine Prechtel hat Mias Überlegungen wundervoll eingefangen. Die sehr anschaulichen zauberhaften Illustrationen laden immer wieder zum Betrachten ein. Sie unterstreichen und ergänzen hervorragend das Geschriebene und lockern die Geschichte gelungen auf.

Leserinnen und Leser ab der zweiten Klasse und kleine Zuhörerinnen und Zuhörer im Vorschulalter können sich gut mit den Figuren identifizieren und werden viel Spaß am kunterbunten und turbulenten Abenteuer haben. Nach oben gibt es keine Altersgrenze für die charmante Familiengeschichte.

Für die unterhaltsame Geschichte über eine liebenswert-turbulente Familie und eine spannende Schatzsuche, die Jung und Alt grandiosen Lesespaß bietet, vergeben wir gerne fünf von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 26.04.2018
Für kein Heu der Welt / Die Haferhorde Bd.10
Kolb, Suza

Für kein Heu der Welt / Die Haferhorde Bd.10


ausgezeichnet

“Für kein Heu der Welt“ ist bereits das zehnte Abenteuer um die liebenswerte Haferhorde.

Diesmal müssen die Vierbeiner des Blümchenhofs verhindern, dass Finchen verkauft wird, denn alle sind sich einig, dass sie das Fohlenmädchen für kein Heu der Welt hergeben wollen. Einfallsreich setzen die Tiere alles daran, um ihr Vorhaben umzusetzen aber auch ihre zweibeinigen Freunde Lotte, Paul und Greta haben einen Plan.

Das Besondere an der Reihe ist, dass das Abenteuer aus Sicht der Ponys Schoko, Keks und Toni erzählt wird und die Tiere fröhlich miteinander kommunizieren und sich unterhalten, den Menschen diese Gespräche jedoch verborgen bleiben.

Die einzelnen Bücher sind in sich geschlossen und können auch ohne Vorkenntnisse in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.

Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und allesamt sympathisch gezeichnet. Suza Kolb beschreibt alle Zwei- und Vierbeiner eingängig und detailliert, sodass man schnell eine genaue Vorstellung bekommt und beim Lesen wundervolle Bilder im Kopf entstehen. Der Dialekt von Bergpony Toni hat es meiner Tochter (9) und mir besonders angetan.

Durch Suza Kolbs flüssigen und pfiffigen Schreibstil und verständliche Sätze eignet sich das Buch für kleine Leserinnen und Leser ab der zweiten Klasse. Die Geschichte um die Horde, die stets zusammenhält ist spannend gehalten und hält einige Überraschungen parat. Die angenehm kurzen Kapitel regen stets zum Weiterlesen an und die besonders kreative Erzählweise aus Sicht der Ponys und humorvolle Wortwechsel sorgen für gelungene Unterhaltung und Lesespaß.

Auf den ersten Seiten findet man eine liebevoll illustrierte Übersicht der Bewohner des Blümchenhofs. Das Cover ist kindgerecht und farbenfroh gestaltet und gibt schon einen kleinen Einblick in die Geschichte. Zahlreiche farbige Illustrationen von Nina Dulleck lockern den Text auf, wecken die Neugierde am tierischen Abenteuer und ergänzen liebevoll die Geschichte.

Für das spannende und kreative Abenteuer, das gut unterhält und tierischen Lesespaß bietet vergeben wir 5 Sterne.

Bewertung vom 26.04.2018
Schulcafé Pustekuchen 1. Die Mogelmuffins
Naumann, Kati

Schulcafé Pustekuchen 1. Die Mogelmuffins


ausgezeichnet

Die Geschwister Tilli und Jacob und ihre bezaubernde Oma sind ein unschlagbares Team. Oma Moma ist immer zur Stelle und hat für jedes Problem eine kreative Lösung parat. Klar, dass Tilli, Jacob und ihre Freunde sich für Moma einsetzen, als plötzlich das allseits beliebte Schulcafé Pustekuchen, in das Moma ihr ganzes Herzblut steckt, vor dem Aus steht. Wird ihr Plan zur Rettung des Herzstücks der Schule aufgehen?

“Die Mogelmuffins“ ist der erste kindgerecht und liebevoll erzählte Band aus der Reihe “Schulcafé Pustekuchen“. Die abwechslungsreiche Geschichte, die deutlich macht, wie wichtig Zusammenhalt und Gemeinschaftsgeist sind, ist in angenehm kurze Kapitel unterteilt und flüssig lesbar. Durchgehend spannend und verständlich erzählt und charmant durch immer wieder aufblitzenden Humor gewürzt lädt das Buch kleine Leserinnen und Leser ab der zweiten Klasse stets zum Weiterlesen ein.

Auf den ersten Seiten findet man eine liebevoll illustrierte Übersicht der Hauptpersonen. Die Charaktere wurden von Kati Naumann mit Hingabe ausgearbeitet und herzerfrischend gezeichnet. Meine Kinder (6 und 9) und ich haben vor allem die charmante flippige Moma schnell in unsere Herzen geschlossen. Mit den Kindern aus der kreativen Geschichte und deren Erlebnissen können sich kleine Leser gut identifizieren.

Zahlreiche farbige Illustrationen von Silvia Baroncelli veranschaulichen die Geschichte und lockern sie gelungen auf. Die pfiffigen Bilder laden zum Betrachten ein und runden das Buch wunderbar ab.

Wir vergeben gerne fünf von fünf Sternen für die witzige Geschichte um ein unvergleichliches Schulcafé, eine Oma mit großem Herz, eine fiese Lehrerin und ganz viel Gemeinschaftssinn.

Bewertung vom 26.04.2018
Alles Easy
Fröhlich, Anja

Alles Easy


ausgezeichnet

Die zwölfjährige Isabell, genannt Easy, freut sich darauf, die Sommerferien bei ihrem Vater zu verbringen. Doch aus der gemeinsamen Zeit zu zweit wird nichts, denn noch am Bahnsteig taucht ihr Vater mit Annette, seiner neuer Freundin, samt Kindern auf. So hat Easy sich das nicht vorgestellt! Und auch Jamie, Annettes Sohn, ist von der Patchworksituation alles andere als begeistert. So setzen die beiden alles daran, die Eltern wieder auseinanderzubringen.

Hier wurde ein ernshaftes Thema jugendgerecht und verständlich sehr gelungen und ansprechend in eine spannende Geschichte verpackt. Der erfrischende Schreibstil ist unterhaltsam und flüssig und die turbulente Geschichte zieht einen von der ersten Seite an in ihren Bann.

Mit Easy und Jamie kann sich der Leser jederzeit identifizieren und nicht nur die beiden schließt man beim Lesen sofort ins Herz, auch alle anderen Charaktere sind charmant, differenziert und ansprechend gezeichnet und sehr liebevoll ausgearbeitet, so dass man sie einfach gern haben muss.

Die Geschichte verläuft humorvoll und hält durch die Situationskomik einige Schmunzler bereit. Einfühlsam verfasst verliert sie aber nie die ernsten Themen Trennung und Zusammenleben als Patchworkfamilie aus den Augen und bleibt stets authentisch.

Anja Fröhlich hat die Handlungen und Gefühle der Protagonisten sehr klar und nachvollziehbar beschrieben und besonders Easys Enttäuschung und das Gefühlschaos, das die ungewohnte Situation bei allen auslöst, wird beim Lesen spürbar.

Die Eltern machen es den Kindern aber auch nicht einfach, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Besonders gut gefiel meiner Tochter (fast 10) und mir die Tiefgründigkeit der Geschichte und die Bedachtheit im Handeln der Teenager. Denn Easy und Jamie machen sich viele Gedanken und lassen sich Einiges einfallen, um das traute Glück zu zerstören. Das sorgt für großartige und kurzweilige Unterhaltung.

Für die rundum fesselnde und unterhaltsame Geschichte, die einige Überraschungen parat hält, vergeben wir gerne fünf Sterne.

Bewertung vom 26.04.2018
Bernsteinzauber und Liebesglück
Wiemers, Lilli

Bernsteinzauber und Liebesglück


gut

Ein Bernsteinamulett, drei Frauen und die Suche nach der Liebe

Die Grundidee des Buchs ist zauberhaft. Der wunderschöne Prolog entführt einen nach Rügen ins Jahr 1956. Dort finden drei Freundinnen am Strand einen Bernstein. Sie lassen ihn, um sich gegenseitig nie zu vergessen, zu Amuletten teilen und schleifen, die sie jeweils ihrer wahren Liebe schenken wollen.

Die drei Kurzgeschichten “Ein Sommer auf Rügen“, “Liebe, zart wie Porzellan“ und “Prickelnde Küsse am Nordseestrand“ erzählen die Erlebnisse drei junger Frauen in der Gegenwart.

Leider kam mir die Geschichte um die drei Mädchen aus der Vergangenheit in allen Teilen zu kurz und trat nach kurzer Einleitung zu schnell in den Hintergrund. Die verschiedenen Handlungen waren einander zu ähnlich, teilweise sehr klischeebehaftet und absehbar. Die Charaktere und Schauplätze werden nur sehr oberflächlich beschrieben und wirken austauschbar. Die Handlung wirkt oft unrealistisch und konstruiert, der angenehme und flüssige Schreibstil teilweise gehetzt. Zu viele Gemeinsamkeiten und Paralellen zwischen den drei Kurzgeschichten trübten meinen Lesespaß. Schade, denn man hätte viel mehr aus der Idee, den Schauplätzen und vor allem aus den Geschichten herausholen können! Der Strandzauber und die Meereskulisse fehlte mir leider genauso wie jeglicher Tiefgang. Die Erzählweise der Kurzgeschichten wirkt sehr flach und blass.

Leider nur 2,5 Sterne für drei zu ähnliche Kurzgeschichten, die mich nicht überzeugen konnten.