Mechtild Borrmann
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Lebensbande (eBook, ePUB)
Roman Zeitgeschichtlicher Roman über drei Frauen in Ost- und Westdeutschland vom 2. Weltkrieg bis zum Mauerfall von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann
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Zeitgeschichte trifft auf die verwobenen Schicksalsfäden dreier Frauen: Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann in ihrem großen zeitgeschichtlichen Roman »Lebensbande« die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Schicksale sich zwischen dem 2. Weltkrieg und dem Fall der Berliner Mauer kreuzen. Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall verbinden die Fäden des Schicksals Lene, Nora und Lieselotte: Obwohl sie sich in einer Zeit der Angst und des Terrors als Fremde begegnen, werden sie zu Freundinnen, die einander Halt geben und große Risiken auf sich ne...
Zeitgeschichte trifft auf die verwobenen Schicksalsfäden dreier Frauen: Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann in ihrem großen zeitgeschichtlichen Roman »Lebensbande« die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Schicksale sich zwischen dem 2. Weltkrieg und dem Fall der Berliner Mauer kreuzen. Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall verbinden die Fäden des Schicksals Lene, Nora und Lieselotte: Obwohl sie sich in einer Zeit der Angst und des Terrors als Fremde begegnen, werden sie zu Freundinnen, die einander Halt geben und große Risiken auf sich nehmen. Krankenschwester Nora tut alles, um Lene zu helfen, das Leben ihres kleinen Sohnes Leo zu retten. Denn wegen eines leichten Handicaps gilt Leo als »Reichsausschusskind«. 1942 lernt Nora Lieselotte in Danzig kennen. Drei Jahre später werden die Frauen in einen Gulag der Sowjetunion verschleppt - als Teil der 900.000 Arbeitskräfte, die Stalin unter anderem im Rahmen der Reparationszahlungen zugesichert worden waren. Als Adenauer 1949 beginnt, diese Deutschen zurückzukaufen, gibt Lieselotte alles auf, was sie noch hat, um Nora die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. Viele Jahre später, kurz nach dem Mauerfall, erhält diese einen verstörenden Brief, der sie schlagartig in die Vergangenheit zurückkatapultiert ... Zeitgeschichte, inspiriert von wahren Ereignissen und Schicksalen und so spannend erzählt wie ein Kriminalroman Mechtild Borrmann versteht es meisterlich, zutiefst menschliche Geschichten ohne Pathos zu erzählen. Auch in »Lebensbande« lässt die Bestseller-Autorin auf zwei Zeitebenen große Spannung entstehen. Erschütternd und trotzdem voller Hoffnung zeigt sie, wie eng große Tragik und zartes Glück beieinander liegen können. Entdecken Sie auch Mechtild Borrmanns andere zeitgeschichtliche Spannungsromane: - Der Geiger (Russland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und Deutschland 2008) - Die andere Hälfte der Hoffnung (Tschernobyl 1986 bis 2010 und Deutschland 2010) - Trümmerkind (Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1992) - Grenzgänger (Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1970) - Feldpost (Kassel, ab 1935, während des 2. Weltkriegs und 2000)
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Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich als Schriftstellerin einen Namen machte, war sie u.¿a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Die Autorin ist mit zahlreichen renommierten Preisen, u.a. dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet worden. Ihre Romane "Trümmerkind", "Grenzgänger" und "Feldpost" standen monatelang unter den TOP 10 der Spiegel-Bestsellerliste. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.
Produktdetails
- Verlag: Droemer eBook
- Seitenzahl: 288
- Erscheinungstermin: 3. November 2025
- Deutsch
- ISBN-13: 9783426455586
- Artikelnr.: 73821072
»Haltung ist ein zentraler Begriff in "Lebensbande". Der Roman ist, wie zahlreiche Vorgänger, eine packende Geschichtsstunde. Einfühlsam, ohne dabei kitschig-klischeehaft abzudriften und vor allem spannender als mancher Thriller.« Jörg Kijanski booknerds.de 20251109
Drei Frauen, drei Schicksale
Lene, Nora und Lotte – drei Frauen, drei Schicksale. Mechtild Borrmann erzählt von ihnen, sie spannt den Bogen vom Zweiten Weltkrieg bis hin zum Mauerfall.
Im Herbst 1991 bekommt eine von ihnen einen Brief der LVA Mecklenburg-Vorpommern mit der …
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Drei Frauen, drei Schicksale
Lene, Nora und Lotte – drei Frauen, drei Schicksale. Mechtild Borrmann erzählt von ihnen, sie spannt den Bogen vom Zweiten Weltkrieg bis hin zum Mauerfall.
Im Herbst 1991 bekommt eine von ihnen einen Brief der LVA Mecklenburg-Vorpommern mit der Bitte, Nachweise zu ihrer Tätigkeit vor 1953 und auch danach nachzureichen. Fast dreißig Jahre wohnt sie nun schon hier, sie hat als Krankenschwester gearbeitet, ihr Gustav ist schon einige Jahre tot und nun droht die Vergangenheit sie einzuholen. „Kühlungsborn, Oktober 1991. Ich bin 1953 in Frankfurt an der Oder angekommen, aber mein Entlassungsschein…“ So beginnt sie, ihre Erinnerungen niederzuschreiben.
Im September 1931 begegne ich der 17jährigen Lene, die an einem Tanzabend den jungen Holländer Joop kennenlernt. Ich lese von ihrem Schicksal und von dem ihrer Familie und auch von dem ihres Sohnes Leo, der bei der Schuleinschreibung eine niederschmetternde Diagnose erhält. Er wird in eine Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen. Nora, die her als Krankenschwester arbeitet, hat ein Auge auf Leo und doch kann sie ihn nicht vor der Unbill der Nationalsozialisten beschützen. Leos Schicksal ist so eindringlich beschrieben, bei Lesen hatte ich Herzklopfen, konnte gar nicht glauben, mit welch Chuzpe mit diesen Kindern umgegangen wurde. Alle haben sie mitgemacht, sich freiwillig oder gezwungenermaßen dem Unrechtsregime untergeordnet.
Lotte dann lernt Nora kennen, als es für diese als Krankenschwester Richtung Osten geht. Das Schicksal verbindet sie, sie geben sich gegenseitig Halt, auch und gerade in schwersten Zeiten.
Von Mechtild Borrmann habe ich schon einige Bücher gelesen, keines davon möchte ich missen. Ihr neuestes Buch LEBENSBANDE basiert auf wahren Begebenheiten, sie erzählt auf zwei Zeitebenen von der Zeit des Nationalsozialismus, beginnend 1931 bis hin zum Zweiten Weltkrieg und darüber hinaus. Jede ihrer Figuren hat trotz der Tragik dieser Zeit auch ihre Glücksmomente und doch ist es eine tieftraurige, eine entsetzliche Geschichte, die ich hier lese. Wir wissen um die NS-Zeit, um die Aussortierung unwerten Lebens, um die Medikamententests. Frauen wurden in sowjetische Arbeitslager verschleppt, auch davon lese ich - viele überlebten die tägliche Schwerstarbeit bei Wasser und Brot nicht.
Dieser gut recherchierte, lesenswerte, intensiv erzählte historische Roman blickt auf eine sehr dunkle Zeit, dessen Schrecken wir nie vergessen dürfen, LEBENSBANDE erzählt davon.
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Emotional und berührend
Mechtild Borrmann erzählt in ihrem neuen Roman die Lebensgeschichte der drei Freundinnen Nora, Lene und Lotte, beginnend vor dem 2. Weltkrieg bis zum Mauerfall. Lene kämpf für ihren Sohn Leo, der durch seine verzögerte Entwicklung als …
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Emotional und berührend
Mechtild Borrmann erzählt in ihrem neuen Roman die Lebensgeschichte der drei Freundinnen Nora, Lene und Lotte, beginnend vor dem 2. Weltkrieg bis zum Mauerfall. Lene kämpf für ihren Sohn Leo, der durch seine verzögerte Entwicklung als „Reichsausschusskind“ gilt. Mit Noras Hilfe kann Leo der Einlieferung in eine Anstalt entgehen. Lotte und Nora begegnen sich in Danzig, als beide dort an der Front arbeiten müssen und kurz vor Kriegsende in russische Gefangenschaft geraten.
Der Roman von Mechtild Borrmann hat mich total begeistert. Ihr Schreibstil ist bildhaft und flüssig, so dass mich die Handlung sofort gefesselt hat. Die Geschichte wird spannend erzählt und hat mich auch emotional sehr berührt. Es ist unfassbar, was die Menschen zu den Zeiten an Schicksalsschlägen ertragen mussten. Die Handlung spielt auf unterschiedlichen Zeitebenen und wird aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen und freue mich schon auf weitere Romane von der Autorin.
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Was für ein beeindruckendes Buch.
Dieses Buch hat ganz bestimmt kein einfaches Thema, im Gegenteil die Geschichte der drei Frauen geht sehr zu Herzen. Trotzdem konnte ich das Buch kaum zur Seite legen und war fazieniert von dem Roman.
Der Roman handelt von Nora, Lene und Lotte, drei Frauen …
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Was für ein beeindruckendes Buch.
Dieses Buch hat ganz bestimmt kein einfaches Thema, im Gegenteil die Geschichte der drei Frauen geht sehr zu Herzen. Trotzdem konnte ich das Buch kaum zur Seite legen und war fazieniert von dem Roman.
Der Roman handelt von Nora, Lene und Lotte, drei Frauen die eigentlich sehr unterschiedlich sind, trotzdem aber irgendwie miteinander verbunden sind. Die Geschichte beginnt im Jahr 1931 und erzählt das Schicksal der Frauen bis nach dem Mauerfall. Im Fokus liegt die Zeit des zweiten Weltkrieges in dem alle drei schreckliches erleben müssen.
Mechthild Bormann gibt einen tiefen Einblick in die Zeit, aber auch in die Gefühlswelt ihrer Protagonisten. Vor allem das Schiksal von Lene und ihrem Sohn Leo ist mir sehr zu Herzen gegangen.
Die Autorin hat es ges5auf der einen Seite sehr emotional von der Zeit zu erzählen und auf der anderen Seite hat sie das Leben der Zeit sehr authentisch eingefangen. Eine willkommene Unterbrechung waren dann die Teile die in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts gespielt haben.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur jedem ans Herz legen.
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Zeitgeschichte, die das Herz berührt
Manche Bücher erzählen nicht nur eine Geschichte, sie lassen etwas in einem nachklingen. Dieses hier gehört für mich ganz klar dazu. Ich war schnell mitten im Geschehen und konnte kaum aufhören zu lesen, weil mich die Schicksale von …
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Zeitgeschichte, die das Herz berührt
Manche Bücher erzählen nicht nur eine Geschichte, sie lassen etwas in einem nachklingen. Dieses hier gehört für mich ganz klar dazu. Ich war schnell mitten im Geschehen und konnte kaum aufhören zu lesen, weil mich die Schicksale von Lene, Nora und Lotte nicht losgelassen haben. Drei Frauen, die in einer Zeit leben, in der vieles zerbricht, und die trotzdem weitermachen.
Lene kämpft um ihren kleinen Sohn Leo, der wegen seiner Behinderung in Gefahr ist. Ihre Cousine Nora steht ihr bei, obwohl sie weiß, was das für sie selbst bedeuten kann. In Danzig trifft Nora auf die junge Lotte, die ebenfalls ihren Weg sucht. Zwischen diesen drei Frauen entsteht etwas, das stärker ist als Angst oder Verlust.
Mehrmals habe ich beim Lesen innegehalten, einfach weil mich die Geschichte so berührt hat. Sie zeigt, wie viel Mut in kleinen Gesten liegen kann und dass Freundschaft selbst in der dunkelsten Zeit Bestand hat. Besonders die Abschnitte über die Gefangenschaft haben mich tief getroffen. Es ist kaum vorstellbar, was Menschen damals durchmachen mussten, und doch gelingt es Mechtild Borrmann, Hoffnung spürbar zu machen, leise und eindringlich zugleich.
Ihre Sprache ist einfach und klar, und gerade das macht sie so wirkungsvoll. Man fühlt mit den Figuren, spürt ihre Zweifel und ihren Mut. Alles wirkt echt und ehrlich.
Die wechselnden Zeitebenen zwischen Krieg, Nachkriegszeit und den Jahren nach dem Mauerfall fügen sich zu einem stimmigen Ganzen. Besonders schön fand ich, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen, ohne dass es konstruiert wirkt.
Als ich das Buch beendet hatte, blieb ich erst einmal still sitzen. Diese Geschichte hat mich bewegt und nachdenklich gemacht. Sie erinnert daran, dass Menschlichkeit selbst dort überdauern kann, wo man sie kaum vermutet.
Ein eindrucksvoller, tiefgehender Roman, für mich ein echtes Herzensbuch. 5 Sterne.
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Mechthild Borrmann hat mal wieder einen wunderbarer Roman geschrieben, der auf die gute Art anders ist, sich abhebt von anderen Büchern. Ich empfehle allerdings, den Klappentext direkt vor der Lektüre nicht (noch einmal) zu lesen, denn dann erhält man meines Erachtens einen falschen …
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Mechthild Borrmann hat mal wieder einen wunderbarer Roman geschrieben, der auf die gute Art anders ist, sich abhebt von anderen Büchern. Ich empfehle allerdings, den Klappentext direkt vor der Lektüre nicht (noch einmal) zu lesen, denn dann erhält man meines Erachtens einen falschen Eindruck. Einfach auf das Buch einlassen und die Fragen werden alle beantwortet.
Kühlungsborn kurz nach der Wende, dann 1993, eine Frau berichtet von ihrem Leben in einem kleinen, heruntergekommenen Haus. Ihr Mann Gustav ist verstorben, aber sie hat einen Hund an ihrer Seite und mit Trude eine gute Freundin. Dann kommt ein Brief und sie wird in die Vergangenheit katapultiert und schreibt diese auf. Wir erfahren von ihrem Leben, beginnend in der NS-Zeit.
Eine zweite Perspektive spielt nur in der Vergangenheit und berichtet von Lene, die auf einem Bauernhof aufwächst, sich verliebt, diese Liebe aber nicht möglich ist. Lange fragt man sich, wo denn die Verbindung besteht, aber sie kommt noch.
Das Leben wird eher episodenhaft erzählt, aber in einer solchen Eindringlichkeit. Obwohl das Buch nicht lang ist, ist die Geschichte dennoch sehr lang - und hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Ein unglaublicher Schreibstil und ein Gefühl für gute Geschichten - ich lese immer wieder gerne Bücher von Mechthild Borrmann.
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Dieser historische Roman von Mechthild Borrmann spielt so wie viele ihre anderen Roman während des bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg. Geschickt werden die Ereignisse in zwei Zeitebenen dargestellt.
Worum geht’s hier?
Diese Geschichte erzählt das Leben von drei jungen Frauen, …
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Dieser historische Roman von Mechthild Borrmann spielt so wie viele ihre anderen Roman während des bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg. Geschickt werden die Ereignisse in zwei Zeitebenen dargestellt.
Worum geht’s hier?
Diese Geschichte erzählt das Leben von drei jungen Frauen, Lene, Nora und Lotte, die durch das NS-Regime und den Krieg zu Freundinnen werden, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Lene, die Tochter von Bauern, die wiederum einen Bauern heiraten soll, sich aber in einen jungen Holländer verliebt, Nora, ihre Cousine und Krankenschwester, die einige Jahre später Lenes Sohn Leo aus den Fängen einer Vernichtungsanstalt retten wird, und Lotte, eine überzeugte Nationalsozialistin, die erst sehr spät erkennt, welcher Propaganda sie aufgesessen ist.
Wie die Geschichte der drei Frauen miteinander verknüpft ist, müsst ihr schon selbst lesen.
Meine Meinung:
Dieser historische Roman ist nach wahren Begebenheiten geschrieben und nimmt ein eher unbeachtetes Thema der Nachkriegsgeschichte auf: Frauen, die als Zwangsarbeiterinnen in die UdSSR verschleppt worden sind, um dort Wiederaufbauarbeit zu verrichten. Nora und Lotte werden acht lange Jahre im Gulag von Workuta Wiedergutmachung leisten. Als Bundeskanzler Konrad Adenauer beginnt, diese Zwangsarbeiterinnen freizukaufen, scheint eine Heimkehr möglich.
Durch den geschickten Schachzug, eine zunächst unbekannte Frau, die in Kühlungsborn an der Ostsee lebt und kurz nach dem Mauerfall ein Schreiben der Rentenversicherung erhält, ergänzende Angaben zu den Jahren vor 1953 zu machen, ihr Leben erzählen zu lassen, ist es kaum möglich, dieses Buch aus der Hand zu legen. Nach und nach enthüllt sich das Geheimnis dieser Frau, die nun im Alter ihre Lebensgeschichte und die gleich zweifache Schuld, die sie auf sich geladen hat, in zwei Schulheften notiert.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der einen großen Eindruck bei mir hinterlassen jat, 5 Sterne.
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Was wäre, wenn ...
Der Brief eines Unbekannten bewegt eine alte, verwitwete Frau dazu, ihre Geschichte niederzuschreiben, und so sitzt sie im Herbst 1993 mit Labradormischling Pepe am Küchentisch, wo sie über ihr kompliziertes Leben nachsinnt und Erinnerungen zu Papier bringt, die …
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Was wäre, wenn ...
Der Brief eines Unbekannten bewegt eine alte, verwitwete Frau dazu, ihre Geschichte niederzuschreiben, und so sitzt sie im Herbst 1993 mit Labradormischling Pepe am Küchentisch, wo sie über ihr kompliziertes Leben nachsinnt und Erinnerungen zu Papier bringt, die sie längst verdrängen und vergessen wollte.
Basierend auf Berichten von Zeitzeuginnen hat Mechtild Borrmann diesen ergreifenden Roman verfasst, wobei sie überwiegend die Zeit zwischen 1931 und 1954 thematisiert. Drei unterschiedliche Frauen aus Deutschland treffen im Laufe der Jahre aufeinander, schließen Freundschaft, bestärken einander in schwierigen Zeiten. Während die alte Dame im Präsens betrachtet wird, verschwimmen deren Aufzeichnungen immer wieder mit Lenes Geschichte ab dem September 1931. Das Wechselspiel zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Schriftstück ist bestens gelungen, sodass man als Leser ab der ersten Zeile von den Geschehnissen gefesselt ist, welche der Zeit entsprechend traurig und dramatisch sind. Da ist Lene, die um ihren Sohn bangt, weil er als schwachsinnig eingestuft wird, sie trifft auf die Krankenschwester Nora, welche in einer Kinderstation arbeitet und diese wiederum begegnet beim Einsatz im Feldlazarett Lotte und teilt mit ihr unvorstellbare Momente.
Mit ruhigen Worten, die wohl gerade deshalb so oft unter die Haut gehen, erzählt die Autorin von Freundschaften und unmöglicher Liebe, von Mut und Dankbarkeit, von Lügen, die lebensrettend sind und von Gedanken, was wäre, wenn man das eine oder andere Mal eine andere Entscheidung getroffen hätte. Erschütternde Szenen erinnern daran, dass all das tatsächlich einmal geschehen ist, wobei immer wieder unterschiedliche Blickwinkel eingenommen werden, nicht in richtig oder falsch eingeteilt wird und keinerlei Wertung erfolgt, denn wie immer gibt es nicht nur schwarz oder weiß, sondern eine Vielfalt, welche dazwischen liegt und die Realität so deutlich widerspiegelt. Berührende Schicksale lassen den Leser den Atem anhalten, nicht allgemeine Kriegsschauplätze, sondern ganz individuelle Herausforderungen für die drei Hauptfiguren stehen im Mittelpunkt.
Eine perfekt passende Rahmenhandlung umspannt diese großartige Geschichte, welche mehrere Jahrzehnte umfasst, beeindruckende Figuren stehen für Personen, die Ähnliches erlebt haben. Wie schon im Roman „Feldpost“ hat Mechtild Borrmann auch diesmal die Zeit rund um den Zweiten Weltkrieg lebendig werden lassen, wobei sie die Realität mit glaubwürdigen fiktiven Ereignissen bestens vereint. Nachdenklich gestimmt spreche ich eine Leseempfehlung aus vollstem Herzen aus.
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Gebundenes Buch
Ein Buch, das berührt
Mechtild Borrmann erzählt in diesem Werk die verflochtenen Lebenswege dreier Frauen, deren Begegnungen vom Zweiten Weltkrieg bis zum Beginn der neunziger Jahre reichen. Die Geschichte führt durch Erfahrungen von Angst, Mut und unerwarteter Nähe und zeigt, …
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Ein Buch, das berührt
Mechtild Borrmann erzählt in diesem Werk die verflochtenen Lebenswege dreier Frauen, deren Begegnungen vom Zweiten Weltkrieg bis zum Beginn der neunziger Jahre reichen. Die Geschichte führt durch Erfahrungen von Angst, Mut und unerwarteter Nähe und zeigt, wie fragil und zugleich tragfähig menschliche Bindungen sein können. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf Noras Einsatz für den kleinen Leo, der von den Nationalsozialisten als nicht lebenswert eingestuft wird. Ebenso bewegend wirkt der spätere gemeinsame Weg von Nora und Lieselotte, der sie bis in ein sowjetisches Arbeitslager führt und ihre Grenzen auf dramatische Weise auslotet. Das Cover passt wunderbar zur historischen Atmosphäre des Romans und vermittelt bereits eine leise, ernste Grundstimmung. Borrmanns Sprache ist klar, zurückhaltend und zugleich voller Resonanz. Mit wenigen, präzisen Bildern zeichnet sie Emotionen und Räume nach, die sich mühelos zu einem dichten Erzählgewebe verbinden. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart wirken harmonisch und tragen entscheidend zur Spannung und zur Vielschichtigkeit des Romans bei.
Fazit: Ein bewegendes Buch, das durch leise Töne und fein beobachtete Schicksale überzeugt und lange nachhallt.
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Gebundenes Buch
Schuld, die man auf sich lädt und einen ein Leben lang begleitet
Mit „Lebensbande“ ist der Autorin Mechtild Borrmann wieder ein beeindruckendes Werk gelungen. In zwei Zeitebenen (ab 1932 und dann wieder ab 1991) erzählt sie vom Schicksal der 3 Frauen Lene, Nora und Lotte. …
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Schuld, die man auf sich lädt und einen ein Leben lang begleitet
Mit „Lebensbande“ ist der Autorin Mechtild Borrmann wieder ein beeindruckendes Werk gelungen. In zwei Zeitebenen (ab 1932 und dann wieder ab 1991) erzählt sie vom Schicksal der 3 Frauen Lene, Nora und Lotte. Lene, die ungewollt schwanger wird und in eine Ehe mit dem Vater des Kindes gedrängt wird, deren Cousine Nora, die eine Ausbildung zur Krankenschwester macht und ihren Freund Klaus im Krieg verliert und schließlich Lotte, die mit Nora als Kriegsgefangene in ein russisches Arbeitslager verschleppt wird. So ähnliche Geschichten sind schon viele geschrieben worden und doch berühren einen die tragischen Verflechtungen während des Krieges immer wieder aufs Neue. Tröstlich zu wissen, dass es Menschen gab, die Zivilcourage bewiesen haben, im Widerstand aktiv waren und damit viele vor dem sicheren Tod gerettet haben. Frau Borrmann hat einen flüssigen unaufgeregten Schreibstil, einmal angefangen mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
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Gebundenes Buch
"Wahre Freundschaft besteht die Prüfung der Zeit."
Manchmal gibt es Geschichten, die man nicht nur liest, sondern die einen durchdringen. „Lebensbande“ von Mechthild Bormann ist genau so ein Buch – eines, das sich tief in das Herz eingräbt und nicht mehr …
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"Wahre Freundschaft besteht die Prüfung der Zeit."
Manchmal gibt es Geschichten, die man nicht nur liest, sondern die einen durchdringen. „Lebensbande“ von Mechthild Bormann ist genau so ein Buch – eines, das sich tief in das Herz eingräbt und nicht mehr loslässt. Es erzählt nicht nur eine Geschichte über Mut, Freunschaft, Zusammenhalt und Widerstand, sondern vielmehr über das, was es bedeutet, Mensch zu sein – in einer Zeit, in der Menschlichkeit systematisch ausgelöscht wird.
Die Geschichte entfaltet sich um drei beeindruckende Frauen: Nora, Lene und Lieselotte. Drei Frauen, die sich der Gewalt und dem Wahnsinn des NS-Regimes entgegenstellen, die sich trotz der dunklen Zeiten aneinander festhalten, füreinander da sind auch wenn alles um sie herum zerbricht. Was Bormann hier schafft, ist mehr als nur eine Erzählung aufs Papier zu bringen. Sie malt in eindringlichen, bildhaften Worten das Bild einer Freundschaft, die mehr ist als nur ein Band zwischen Menschen – sie ist ein Lebensband, das sich in den dunkelsten Stunden immer wieder zeigt, wie ein Hoffnungslicht, das den Weg weist.
Der Moment, als Nora alles für Lotte tut, um deren Sohn vor der grausamen Euthanasie zu retten, verändert alles. Die Folgen dieser Tat und auch von anderen, späteren Entscheidungen werden Nora ein Leben lang verfolgen, und auch die Leser:innen spüren die Last dieser Entscheidung.
Bormann gelingt es meisterhaft, die Schrecken des NS-Regimes wieder greifbar zu machen. Ihre Schilderungen sind eindrucksvoll, emotional und real und doch wird die Geschichte immer wieder durch die Wärme der Frauenfreundschaft und durch durch kleine Akte der Menschlichkeit erhellt
„Lebensbande“ erinnert an die Bedeutung von Freundschaft und Mut, besonders in Zeiten, in denen diese Werte nicht nur gefährdet, sondern aktiv bekämpft werden. Und es ist mehr als nur ein Buch über Vergangenheit – es ist ein Appell an die Gegenwart. Denn gerade jetzt, da das tagespolitische Geschehen immer wieder von Hass, Hetze und Krieg erschüttert wird, fordert Bormann auf, das Licht der Menschlichkeit und der Freundschaft immer weiter zu tragen.
Was bleibt, wenn die letzten Seiten umgeblättert sind ist ein Gefühl der Dankbarkeit – dass es solche Bücher gibt, die an die Kraft des Zusammenhalts erinnern, die zeigen, wie wichtig es ist, füreinander einzutreten. Und ein Bewusstsein, dass wir vielleicht nie wissen, welche „Lebensbande“ wir selbst knüpfen, aber dass sie die Welt verändern können.
Ein leises Buch, das die Lesenden so schnell nicht mehr loslässt. Ein starkes Buch, das zu einem stillen, aber unmissverständlichen Aufruf wird: Freundschaft und Mut sind Rettungsanker in herausfordernden Zeiten
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