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Mel Starr
Broschiertes Buch
Verräterische Gebeine
Der erste Fall für Hugh de Singleton
Mitarbeit: Staisch, Wolfgang; Übersetzung: Dziewas, Dorothee
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Was Uctred da gerade gefunden hatte, hielt er zunächst für Schweineknochen. Warum sie in der Senkgrube am Fuß der Burgmauer von Bampton lagen, wusste er nicht, und es war ihm auch gleichgültig.Dann entdeckte er den Schädel. Uctred hatte schon viele Schweine geschlachtet. Er kannte den Unterschied zwischen einem Schweinekopf und einem menschlichen Schädel. Lord Gilbert ließ mich holen, damit ich mir die Knochen ansehe. Alle wussten, wessen Gebeine es wohl waren. Aber sie sollten sich irren...Oxford, im Herbst 1363. Hugh de Singleton hat sich in soeben als Chirurg niedergelassen. Während...
Was Uctred da gerade gefunden hatte, hielt er zunächst für Schweineknochen. Warum sie in der Senkgrube am Fuß der Burgmauer von Bampton lagen, wusste er nicht, und es war ihm auch gleichgültig.Dann entdeckte er den Schädel. Uctred hatte schon viele Schweine geschlachtet. Er kannte den Unterschied zwischen einem Schweinekopf und einem menschlichen Schädel. Lord Gilbert ließ mich holen, damit ich mir die Knochen ansehe. Alle wussten, wessen Gebeine es wohl waren. Aber sie sollten sich irren...Oxford, im Herbst 1363. Hugh de Singleton hat sich in soeben als Chirurg niedergelassen. Während er aus dem Fenster starrt und auf erste Patienten wartet, wird er Zeuge eines Reitunfalls direkt vor seinem Haus - ein Glücksfall für ihn, wie sich herausstellen soll. Hugh behandelt den verletzten Lord Gilbert mit Erfolg, und die Zufallsbegegnung öffnet ihm die Türen zu einer guten Position. Dass er damit auch unerwartet in die Aufklärung eines undurchsichtigen Mordfalls hineinverstrickt werden wird, kann Hugh noch nicht ahnen.
Dorothee Dziewas, geboren 1965, ist freiberufliche Autorin, Übersetzerin und Lektorin. Sie engagiert sich in der anglikanischen Gemeinde in Wiesbaden sowie in der Ökumene und genießt in ihrer Freizeit Spaziergänge in Wald und Feld und Musik in ihren vielfältigen Formen. Dorothee Dziewas ist verheiratet und lebt bei Bad Schwalbach im Untertaunus.
Produktdetails
- Hugh de Singleton 1
- Verlag: Brunnen-Verlag, Gießen
- Originaltitel: The Unquiet Bones. First Chronicle of Hugh de Singleton
- Artikelnr. des Verlages: 192051
- Seitenzahl: 288
- Erscheinungstermin: 17. August 2015
- Deutsch
- Abmessung: 207mm x 138mm x 25mm
- Gewicht: 391g
- ISBN-13: 9783765520518
- ISBN-10: 3765520519
- Artikelnr.: 42672452
Herstellerkennzeichnung
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Der junge Hugh des Singleton hat im Jahre 1363 sein Studium beendet und läßt sich in Oxford als Chirurg nieder. Doch es ist nicht so einfach Patienten zu finden, da hilft ihm der Zufall, als vor seinem Fenster Lord Gilbert Talbot bei einem Reitunfall verletzt wird. Der Adlige ist von …
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Der junge Hugh des Singleton hat im Jahre 1363 sein Studium beendet und läßt sich in Oxford als Chirurg nieder. Doch es ist nicht so einfach Patienten zu finden, da hilft ihm der Zufall, als vor seinem Fenster Lord Gilbert Talbot bei einem Reitunfall verletzt wird. Der Adlige ist von seinen Fähigkeiten begeistert und bietet ihm eine Stelle als Chirurg auf seinen Ländereien. So zieht Hugh nach Bampton und hofft dort auf regelmäßige Kundschaft und ein gutes Auskommen. Als in der Unratgrube von Lord Gilbert die Knochen einer Leiche gefunden werden und Hugh vom Lord mit der Aufklärung des Todesfalles beauftragt, wird der junge Chirurg in einen undurchsichtigen Mordfall verwickelt, der ihn auch in arge Gewissensnöte bringt.
Der Serienauftakt und damit erste Fall für Hugh de Singleton hat mir insgesamt recht gut gefallen, der Autor ist wohl Experte für mittelalterliche Chirurgie und so kommt der Leser dann auch in den Genuß einiger recht martialisch anmutender Operations- und Behandlungsmethoden der damaligen Zeit. Es wird aus Sicht von Hugh de Singleton erzählt und hier bekommt der Leser auch einen Einblick in dessen Seelenleben und lernt seine Sorgen und Nöte kennen. Als Hugh unversehens vom Chirurgen zum Ermittler befördert wird, erlebt man daher auch hautnah dessen Selbstzweifel mit, ob er der Aufgabe überhaupt gewachsen ist, zumal sich der Fall um die Gebeine als sehr verzwickt erweist. Damit hat der Autor seine Hauptfigur als lebensnahen, sympathischen und sehr menschlichen Charakter aufgebaut, der weit davon entfernt ist, ein Überheld zu sein. Gern möchte Hugh heiraten, um nicht mehr allein zu sein, doch seine Verliebtheit in eine höher stehende Dame trägt nicht dazu bei, seinen unbeweibten Zustand zu ändern.
Der Krimifall ist sehr komplex aufgebaut, zumal zu den ersten Gebeinen bald weitere Leichen dazu kommen. Geschickt legt der Autor verschiedene Spuren und führt damit nicht nur Hugh sondern auch den Leser in die Irre, denn natürlich ist durch die Erzählweise in Ich-Perspektive auch der Blickwinkel des Lesers eingeschränkt. Bis Hugh dann auf der richtigen Spur ist und alle Knoten dieses verwickelten Falles aufgelöst hat, ist dann auch schon fast das Buchende erreicht. Insgesamt wird aber alles recht zufrieden stellend aufgelöst und es bleiben keine Fragen offen.
Neben seiner liebenswerten Hauptfigur und dem kniffligen Krimifall gelingt es dem Autor, den historischen Hintergrund sehr plastisch und mit dichter Atmosphäre zu erzählen. Das Leben der Menschen im Mittelalter war sehr stark durch den Glauben an Gott geprägt und das zieht sich hier auch durch das gesamte Buch. Diese theologischen Ausführungen waren für meinen Geschmack aber manchmal ein wenig zu ausführlich und weitschweifig und kamen zudem ein wenig trocken daher, insgesamt hätte dem Buch ein etwas humoriger Stil durchaus gut getan, aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt bei einem sonst sehr gut gelungenen Debüt.
Gut abgerundet wird das Buch durch einen Stadtplan von Brampton, ein Glossar und eine interessante Zusammenfassung des Autors zu Fiktion und Realität.
FaziT: ein gelungener Serienauftakt, der mit einer interessanten Hauptfigur, einem kniffligen Fall und einer ordentliche Portion Mittelalterflair aufwartet und auf jeden Fall Lust auf mehr macht!
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Oxford/Bampton, Herbst 1363. Chirurg Hugh de Singleton verarztet den verunfallten Lord Gilbert Talbot und wird nach erfolgreicher Behandlung von diesem gebeten, sich als Arzt in Bampton niederzulassen. Ein Angebot, das Hugh gerne annimmt - nicht ahnend, dass er mit dieser Zusage auch zum Detektiv …
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Oxford/Bampton, Herbst 1363. Chirurg Hugh de Singleton verarztet den verunfallten Lord Gilbert Talbot und wird nach erfolgreicher Behandlung von diesem gebeten, sich als Arzt in Bampton niederzulassen. Ein Angebot, das Hugh gerne annimmt - nicht ahnend, dass er mit dieser Zusage auch zum Detektiv wider Willen wird…
In seinem historischen Krimi „Verräterische Gebeine“ entführt Mel Starr den Leser in das 14. Jahrhundert nach Bampton, England und erzählt die Geschichte des Chirurgen Hugh de Singleton.
Der Autor zeichnet ein sehr glaubwürdiges Bild des mittelalterlichen englischen Landlebens. Die Beschreibungen der Schauplätze und die Schilderungen der Ereignisse sind überaus gut gelungen, so dass man ruckzuck mittendrin im Geschehen ist.
Mel Star hat einen angenehm zügig zu lesenden Schreibstil. Der Autor lässt seine Hauptfigur lebhaft und mit einer großen Portion Witz in der Stimme von seinen Erlebnissen erzählen und wartet dabei mit tollen Formulierungen und vielen klugen Sätzen auf, wie zum Beispiel: „…dass die unangenehme Wahrheit ein Baum ist, der angenehme Früchte tragen kann…“ (S.38) oder „…Es ist das Wesen der Sünde, dass sie uns Vergnügen bereitet, sonst hätten wir weniger Mühe, sie zu meiden…“ (S.161) oder auch „…Ich bin das, was Gott geschaffen hat und was ich aus dem Material, das er bereitgestellt hat, gemacht habe…“ (S.172).
Hugh de Singleton ist ein sehr sympathischer Mann. Er ist gewissenhaft, ehrlich, bescheiden und äußerst selbstkritisch. Er ist davon überzeugt, ein guter Chirurg zu sein, schätzt aber seine Fähigkeiten als Ermittler als sehr gering ein. Lord Gilbert sieht das anders und so macht Hugh sich, wenn auch zunächst widerwillig, auf die Suche nach dem Mörder. Sein Gerechtigkeitssinn und seine Neugier treiben ihn an.
Der Fall erweist sich als knifflig, da die Morde schon einige Monate zurückliegen, aber Hugh kommt der Lösung durch gute Beobachtungsgabe und gewiefte Fragestellungen Stück für Stück näher. Auch sein umfangreiches medizinisches Wissen ist bei der Spurensuche sehr hilfreich, außerdem kommt ihm ab und an der Zufall zu Hilfe.
Die Handlung ist durchweg fesselnd, eine nicht vorhersehbare Wendung im letzten Drittel des Buches katapultiert die Spannung noch einmal kräftig nach oben.
Es hat mir großen Spaß gemacht, Hugh de Singleton durch diese spannende und humorvolle Geschichte zu begleiten und freue mich schon sehr auf seinen nächsten Fall.
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Das sehr ansprechende Cover hatte mich sofort neugierig gemacht. Und da ich sowohl ein Liebhaber historischer Romane, als auch ein Serienjunkie bin, wollte ich das Buch auch unbedingt haben. Auffällig fand ich jedoch, diesen sehr ausführlichen Klappentext, der hoffentlich nicht zuvieles …
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Das sehr ansprechende Cover hatte mich sofort neugierig gemacht. Und da ich sowohl ein Liebhaber historischer Romane, als auch ein Serienjunkie bin, wollte ich das Buch auch unbedingt haben. Auffällig fand ich jedoch, diesen sehr ausführlichen Klappentext, der hoffentlich nicht zuvieles preis gab.
Schon nach den ersten Zeilen musste ich feststellen, dass die Schriftgrösse etwas ermüdend war. Meiner Meinung nach, wäre hier eine etwas grössere Schriftart oder ein anderer Schrifttyp besser und lesefreundlicher gewesen.
Was nun kam, erstaunte mich noch mehr. Stand doch da die Danksagung, obwohl die Geschichte doch noch gar nicht angefangen hatte. Hatte der Autor Angst, er würde bis zum Schluss seines Dankesworte vergessen?
Und tatsächlich, anschließend kam das Glossar. Na nu... hatte ich die Geschichte überblättert?
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Ein wunderbarer historischer Krimi
Buchmeinung zu Mel Starr – »Verräterische Gebeine«
»Verräterische Gebeine« ist ein Kriminalroman von Mel Starr, der 2015 bei Brunnen in der Übersetzung von Dorothee Dziewas erschienen ist. Der Titel der englischen …
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Ein wunderbarer historischer Krimi
Buchmeinung zu Mel Starr – »Verräterische Gebeine«
»Verräterische Gebeine« ist ein Kriminalroman von Mel Starr, der 2015 bei Brunnen in der Übersetzung von Dorothee Dziewas erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »The Unquiet Bones« und ist 2008 erschienen.
Zum Autor:
Mel Starr hat viele Jahre Geschichte unterrichtet. Er ist Experte für die Geschichte der Chirurgie und für Sprache und Kultur Englands im Mittelalter. Mel Starr lebt mit seiner Frau Susan in Michigan, USA.
Zum Inhalt:
Herbst 1363 in Bampton bei Oxford: Beim Reinigen der Senkgrube werden menschliche Knochen gefunden und der Chirurg Hugh de Singleton beginnt im Auftrag von Lord Gilbert zu ermitteln.
Meine Meinung:
Dieses Buch war von Beginn an meins.Der Protagonist Hugh de Singleton hat als Chirurg Lord Gilbert nach einem Reitunfall zu dessen voller Zufriedenheit behandelt. Als Dank wird er der Hausarzt des Burgherrn. Meist wird die Geschichte aus der Sicht des Chirurgen erzählt. So erhält man neben den Gedanken des Arztes auch einen Blick auf seine Patienten und den Stand der ärztlichen Wissenschaft. Hugh macht sich viele Gedanken und versucht sein Bestes zu geben. Er weiß viel über das Leben der Bewohner und sucht auch abseits der Krankenpdlege nach Hilfsmöglichkeiten. Als menschliche Knochen gefunden werden, ist sich Hugh sicher, dass eine Gewalttat vorliegt. Mit Ausdauer und Hartnäckigkeit nimmt er ideenreich die Ermittlungen auf. Als er den Fall gelöst hat, werden wir Zeugen der damaligen Gerichtbarkeit. Eher zufällig merkt Hugh, dass er falsch gelegen hat und legt erneut los. Die atmosphärische Erzählung haucht den Figuren Leben ein und erzeugt einen interessanten Blick auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der verschiedenen Menschen. Viele Figuren sind sympathisch gezeichnet und erzeugen trotz der harten Bedingungen ein Wärmegefühl beim Leser. Die Geschichte entwickelt sich langsam und so bleibt Zeit für etliche Nebenhandlungen. Der Fokus bleibt aber bei der Arbeit des Chirurgen und Ermittlers. Am Ende ist er den Erwartungen gerecht geworden und hat den überraschend komplexen Fall überzeugend geklärt.
Fazit:
Ein überaus gelungener Einstieg in die Serie um den Chirurgen und Ermittler Hugh de Pendleton. Atmosphäre, Handlung und Figurenzeichnung konnten mich begeistern. Deshalb vergebe ich die Höchstwertung von fünf Sternen (100 Punkte). Selbstverständlich spreche ich auch eine Leseempfehlung aus. Es lohnt sich!
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