PAYBACK Punkte
0 °P sammeln!
Sie stehen an einer Weggabelung in ihren Leben: Jonas und Chiara sind auf einer Reise ins Ungewisse nach Amsterdam gelangt. Erst die Konfrontation miteinander zeigt ihnen einen Weg.Jonas' Band steht kurz vor dem Durchbruch. Da wird ihm von seinen Kollegen mitgeteilt, dass er künstlerisch nicht mehr zu ihnen passt und sie sich einen anderen Bassisten gesucht haben. Was also tun? Jonas setzt sich in den Zug und fährt nach Amsterdam. Dort entdeckt er eine einsame Gitarre - und nimmt sie mit. Chiara ist die Besitzerin dieser Gitarre und findet sie zufällig wieder, als Jonas darauf spielt. Immer...
Sie stehen an einer Weggabelung in ihren Leben: Jonas und Chiara sind auf einer Reise ins Ungewisse nach Amsterdam gelangt. Erst die Konfrontation miteinander zeigt ihnen einen Weg.Jonas' Band steht kurz vor dem Durchbruch. Da wird ihm von seinen Kollegen mitgeteilt, dass er künstlerisch nicht mehr zu ihnen passt und sie sich einen anderen Bassisten gesucht haben. Was also tun? Jonas setzt sich in den Zug und fährt nach Amsterdam. Dort entdeckt er eine einsame Gitarre - und nimmt sie mit. Chiara ist die Besitzerin dieser Gitarre und findet sie zufällig wieder, als Jonas darauf spielt. Immer wieder kreuzen sich nun ihre Wege, bis sie beschließen, gemeinsam Musik zu machen. Mit einigem Erfolg, denn ein Video ihres Auftritts wird zum Youtube-Hit. Und damit beginnt eine Beziehung, die über Höhen und Tiefen hin zu einer echten Freundschaft führt und vor allem beiden hilft, sich dem eigenen Leben zu stellen.
Markus Behr, geboren in Hannover, studierte Germanistik und Anglistik in Göttingen. Um die Jahrtausendwende trat er als Kabarettist auf, produzierte mehrere z.¿T. preisgekrönte Hörspiele und leitete von 2010 bis 2019 das Sprechtheater-Ensemble »Hörbehren«. Von 2013 bis 2017 Redakteur der Literaturzeitschrift »Richtungsding«. Er lebt im Ruhrgebiet, ist Mitglied im Kölner Literatur-Atelier und unterrichtet an einem Gymnasium des zweiten Bildungswegs. 2019 erschien sein Debütroman »Vaterschaftstest« bei Wagenbach.
Produktdetails
- Verlag: Picus Verlag
- Seitenzahl: 214
- Erscheinungstermin: Februar 2023
- Deutsch
- Abmessung: 208mm x 133mm x 24mm
- Gewicht: 370g
- ISBN-13: 9783711721334
- ISBN-10: 3711721338
- Artikelnr.: 66270119
Herstellerkennzeichnung
Picus Verlag GmbH
Friedrich-Schmidt-Str 4
1080 Wien, AT
Jonas und Chiara
Straßenmusik erzählt die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten Jonas, der sich frisch von seiner Freundin getrennt hat, aus seiner Band geworfen wird, als die gerade einen großen Erfolg erlebt und Chiara, einer Studentin aus Graz. Beide machen …
Mehr
Jonas und Chiara
Straßenmusik erzählt die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten Jonas, der sich frisch von seiner Freundin getrennt hat, aus seiner Band geworfen wird, als die gerade einen großen Erfolg erlebt und Chiara, einer Studentin aus Graz. Beide machen unabhängig voneinander eine Reise nach Amsterdam, treffen dort durch schicksalshafte Umstände aufeinander und beschließen, gemeinsam Musik zu machen. Daraus entwickelt sich eine Freundschaft der beiden und ein großer Erfolg durch ein Video auf YouTube von einem ihrer Auftritte auf den Straßen von Amsterdam.
Die Leseprobe hat mich sehr neugierig gemacht. Mir gefällt der Schauplatz der Geschichte sehr gut. Amsterdam und die Stimmung der Stadt kommen in der Geschichte sehr gut rüber, ein wunderbares Setting für Straßenmusik ist das in jedem Fall. In der Geschichte gibt es immer wieder Sprünge aus der Perspektive von Jonas hinein in die von Chiara, die dem Lesefluss allerdings nicht geschadet haben. Leider haben mich die beiden Hauptcharaktere am Anfang nicht wirklich abgeholt. Ihre Handlungen fand ich teilweise nicht nachvollziehbar und es fehlte mir zeitweise die Spannung. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und flüssig, „Straßenmusik“ war ein gutes Buch zum nebenbei lesen mit einer tollen Atmosphäre, die es vermittelte.
Für Fans von Musik ist das Buch in jedem Fall empfehlenswert, mich selbst hat das Thema sehr angesprochen und meine Erwartungen bezüglich dem Schwerpunkt auf Musik wurde auf jeden Fall erfüllt.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Das Cover vom Buch fand ich sehr ansprechend und das Hardcover liegt schön in der Hand.
Die Kapitel fand ich zwar gut gewählt (1 Kapitel pro Tag), allerdings werden sie dadurch sehr lange.
Die Story ist wirklich gut geworden, nur hat sich die Handlung an manchen Stellen ein wenig …
Mehr
Das Cover vom Buch fand ich sehr ansprechend und das Hardcover liegt schön in der Hand.
Die Kapitel fand ich zwar gut gewählt (1 Kapitel pro Tag), allerdings werden sie dadurch sehr lange.
Die Story ist wirklich gut geworden, nur hat sich die Handlung an manchen Stellen ein wenig gezogen & man hat sich gefragt wann beide endlich bewusst miteinander Kontakt halten und aufeinander eingehen.
Ich fand es teilweise gut formuliert, dass geschlechtsübergreifend gedacht wurde und dass Musik so ein großes Thema einnimmt. Auch dass gleichgeschlechtliche Liebe thematisiert wird, fand ich wirklich total super!
Mit der Erzählweise hatte ich ein kleines bisschen meine Probleme und es hat sich etwas zäh lesen lassen.
Trotz allem war das Buch gut für zwischendurch und ich habe den Autor kennengelernt, da ich vorher noch nichts von ihm kannte.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Eine Reise, zwei Menschen auf der Suche und die Musik
Jonas und Chiara, zwei junge Menschen, Abgeschlossenes und erhoffte Neuanfänge mit im Gepäck, sitzen im Zug nach Amsterdam. Atemholen, relaxen, eine Auszeit und Musik machen, das steht auf ihren erst mal noch separaten Plänen. …
Mehr
Eine Reise, zwei Menschen auf der Suche und die Musik
Jonas und Chiara, zwei junge Menschen, Abgeschlossenes und erhoffte Neuanfänge mit im Gepäck, sitzen im Zug nach Amsterdam. Atemholen, relaxen, eine Auszeit und Musik machen, das steht auf ihren erst mal noch separaten Plänen. Jonas wurde gerade von seinen eigentlich in einem freundschaftlichen Verhältnis stehenden Bandkollegen mehr oder weniger ausbebootet, der jetzt beginnende Erfolg findet ohne ihn statt und der selbstbestimmte Cut zu seiner Freundin ist auch noch ganz frisch. Chiara wird wohl bald ein Studium geginnen und dies hier soll es sein, ihre Zeit, mit etwas Straßenmusik dazu. Nach einer ersten Begegnung im Zug bringt der Zufall die beiden erneut zusammen, denn Jonas findet ihre versehentlich stehengelassene Gitarre. Vorweg, Liebe ist zwischen den beiden nicht im Spiel und das macht den Weg frei, uns als Leser teilhaben zu lassen, an ihren persönlichen Dämonen, an Bilanzen, kommt auch in jungen Jahren vor, Orientierungslosigkeit und dem Versuch genau das hinter sich zu lassen, daran, die eigene Entwicklung voranzutreiben, die Reaktionen des Gegenübers zu nutzen, zu ganz viel Selbstreflexion, zu neuem Mut und Selbstvertrauen. Und dabei immer mit dabei, die Musik, die die beiden in einer ungewöhnlichen Zweckgemeinschaft zusammen bringt.
Eine durchaus interessante auch eigene Geschichte, leicht zu lesen, der Eintritt ins Geschehen fällt nicht schwer. Bezgl. der Protagonisten ist das anders, so richtig eine Ader findet man gerade zu Chiaras Wesen eher weniger. Aber einnehmend, sympathisch zu sein, für den Leser, ist hier auch nicht unbedingt gewollt. Jeder hat ein Recht auf 'sein eigenes Ding' und genau das läuft hier ja auch.
Jonas und Chirara nehmen einen einfach ein Stück mit und das hat durchaus Unterhaltungswert und der ein oder andere Gedanke für einen selbst ist auch noch mit dabei.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Strassenmusik, von Markus Behr
Cover:
Mir zu bunt.
Inhalt und meine Meinung:
Chiara und Jonas.
Zwei junge Menschen die gerade in eine Krise stecken, für die Musik alles bedeutet und die sich in Amsterdam gerade eine Auszeit nehmen unde sich dort begegnen.
Musik ist hier das …
Mehr
Strassenmusik, von Markus Behr
Cover:
Mir zu bunt.
Inhalt und meine Meinung:
Chiara und Jonas.
Zwei junge Menschen die gerade in eine Krise stecken, für die Musik alles bedeutet und die sich in Amsterdam gerade eine Auszeit nehmen unde sich dort begegnen.
Musik ist hier das allumfassende Thema das als Grundlage unter allem liegt und auch der Kitt der die Zwei dann verbindet.
Jonas und Chiara – zwei Außenseiter, es wird im Wechsel aus ihrer Schicht erzählt.
Beide sind nicht unbedingt Sympathieträger für mich.
Die Probleme der beiden werden auch immer wieder nur angekratzt und meiner Meinung nach auch nicht gelost (auch nicht gemeinsam – hier wird im Klappentext etwas Falsches suggeriert finde ich
Besonders fehlen mir Spannung und Emotionen , die Handlung schleppt sich so etwas dahin.
Autor:
Markus Behr, geboren in Hannover, studierte Germanistik und Anglistik in Göttingen. Um die Jahrtausendwende trat er als Kabarettist auf,. Er lebt im Ruhrgebiet, ist Mitglied im Kölner Literatur-Atelier und unterrichtet an einem Gymnasium des zweiten Bildungswegs
Mein Fazit:
Eine Geschichte für zwischen durch und wohl eher für ganz junge Leute.
Bin mit Ü 60 wohl nicht die richtige Zielgruppe. Deshalb kann ich auch nur 2 Sterne vergeben.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Auf dem Weg nach Amsterdam begegnen sie sich zum ersten Mal für einen kurzen Augenblick im Zug: Jonas und Chiara. Jonas wurde gerade von seinen eigenen Bandkollegen aus der Band rausgeworfen. Jetzt, wo “Wunderwerk” einen Plattenvertrag hat und die Aussicht auf Erfolg besteht, wollen …
Mehr
Auf dem Weg nach Amsterdam begegnen sie sich zum ersten Mal für einen kurzen Augenblick im Zug: Jonas und Chiara. Jonas wurde gerade von seinen eigenen Bandkollegen aus der Band rausgeworfen. Jetzt, wo “Wunderwerk” einen Plattenvertrag hat und die Aussicht auf Erfolg besteht, wollen sie lieber einen anderen Bassisten. Chiara wartet derweil auf eine Antwort von der Uni in Graz. Sie hat sich für ein Psychologiestudium beworben.
In einer Bar in Amsterdam lässt Chiara dann ihre Gitarre liegen. Jonas findet sie und will sie am nächsten Tag wieder zur Bar bringen. Doch dann überkommt ihn die Lust, selbst zu spielen. Zufällig sieht ihn Chiara.
Im Folgenden verschränken sich Chiaras und Jonas Wege. Sie fangen an, gemeinsam auf den Straßen von Amsterdam Musik zu machen. Und auch, als sie beide wieder Zuhause sind, hält ihre Freundschaft an.
Der Roman beschreibt einen Moment im Leben seiner Protagonisten, in dem beide an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen. Sie müssen Entscheidungen treffen, sich ihrer eigenen Vorstellungen und Wünsche bewusst werden. Es ist eine Art Selbstfindung, die durch die Musik begleitet wird.
Dieses Verlorensein spiegelt sich sehr in dem Verhalten der Charaktere wider. Besonders bei Chiara. Deshalb fand ich es auch schwer, als Leserin einen Bezug zu ihr aufzubauen und ihre Stimmungsschwankungen, Wutausbrüche, etc. nachzuvollziehen. Jonas habe ich reflektierter empfunden und deshalb tritt er auch als nahbarere Figur in Erscheinung.
“Straßenmusik” liest sich flott. Nur manchmal hakt es ein wenig, nämlich immer dann, wenn die Dialoge etwas plump sind oder die Handlung etwas konstruiert und gelenkt wirkt.
Trotz dieser Mängel lauscht man dem Sound des Romans ganz gerne. Besonders im ersten Teil. Deshalb: Eine Empfehlung, besonders für alle musikalischen Leser*innen.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Im Roman "Strassenmusik" von Markus Behr geht es um zwei junge Studenten, die eine schwierige Sitation zu Hause haben und dieser mit einer Reise nach Amsterdam begegnen. Dabei treffen sie aufeinander und beginnen, gemeinsam zu musizieren.
Sprachlich begeistert mich das Buch, lässt …
Mehr
Im Roman "Strassenmusik" von Markus Behr geht es um zwei junge Studenten, die eine schwierige Sitation zu Hause haben und dieser mit einer Reise nach Amsterdam begegnen. Dabei treffen sie aufeinander und beginnen, gemeinsam zu musizieren.
Sprachlich begeistert mich das Buch, lässt innere Bilder entstehen und man kann sich gut als Zuschauer in die einzelnen Szenen einfühlen.
Inhaltlich war ich immer wieder von der Schwere die es ausstrahlt überrascht. Vom Coverbild her hätte ich mit etwas leichterer Lektüre gerechnet. Trotzdem gibt es eine interessante Veränderung der beiden Hauptcharaktere, die sich über die Musik einander öffnen.
Wer nach einem Roman sucht, der die Tücken unserer Zeit im erwachsen werden beleuchtet, der findet in diesem Titel einen durchaus lesenswerten Roman, über den man nachdenken und sich austauschen kann.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Mir hat das Cover und der Klappentext sehr zugesagt. Daher hab ich mich entschieden, es zu lesen.
Das Thema Musik steht im Vordergrund, was mir gefallen hat. Es wird abwechselnd aus zwei Perspektiven, jedoch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Sowohl Chiara, als auch Jonas haben ihr eigenes …
Mehr
Mir hat das Cover und der Klappentext sehr zugesagt. Daher hab ich mich entschieden, es zu lesen.
Das Thema Musik steht im Vordergrund, was mir gefallen hat. Es wird abwechselnd aus zwei Perspektiven, jedoch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Sowohl Chiara, als auch Jonas haben ihr eigenes Thema, mit dem sie umgehen müssen. Das hat mir grundsätzlich gut gefallen.
Was mir nicht gut gefallen hat, war die Handlung. Es kam an keiner Stelle Spannung oder Emotionalität rüber. Ich konnte weder mit Chiara, noch mit Jonas richtig mitfühlen, was sehr schade ist.
Mich hat gestört, dass die Dialoge in Amsterdam zwischenzeitlich komplett auf Englisch waren. Das hat den Lesefluss erheblich gestört. Ich habe schon Bücher auf Englisch gelesen. Das ist an sich kein Problem. Mich hat in diesem Buch der ständige Wechsel gestört.
Fazit:
Vielleicht habe ich auf Grund des Covers und des Klappentextes mehr erwartet. Ich habe es zwischendurch gelesen. Das war auch ganz okay. Würde allerdings keine Leseempfehlung geben.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Auf 216 beschreibt Markus Behr das Leben von den zwei jungen Studenten, Chiara aus Graz und Jonas aus Hannover. Alle beide haben unabhängig voneinander beschlossen zur selben Zeit Urlaub in Amsterdam zu machen. Sie ist Straßenmusikantin, und musiziert eigentlich mit Gitarre. Eines Tages …
Mehr
Auf 216 beschreibt Markus Behr das Leben von den zwei jungen Studenten, Chiara aus Graz und Jonas aus Hannover. Alle beide haben unabhängig voneinander beschlossen zur selben Zeit Urlaub in Amsterdam zu machen. Sie ist Straßenmusikantin, und musiziert eigentlich mit Gitarre. Eines Tages verliert sie diese und Jonas wird der glückliche Finder. Da beide eh die Liebe zur Musik verbindet, ist dies eine außergewöhnlich gut geschriebene Story über Musizieren, Komponieren und intensive Denkanstöße. Die Story ist geprägt von kreativem Gedankenaustausch über verschiedene Internet-Medien. Mit der Zeit entwickelt sich so eine sehr tiefe Freundschaft. Das Buch ist frisch, fröhlich und modern geschrieben. Einige Dialoge sind in englischer Sprache, was nicht jedermanns Fall ist, aber gut zu der modernen Story paßt. Es lässt sich auf jeden Fall gut nachvollziehbar lesen und deshalb würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen!
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wollte mich überraschen lassen. Überrascht wurde ich recht schnell als eine Gruppe von 4 Lesben Orgien feierte und es unschön für eine von ihnen endete. Die ganze Szene wirkte wie eine Männerfantasie, die …
Mehr
Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wollte mich überraschen lassen. Überrascht wurde ich recht schnell als eine Gruppe von 4 Lesben Orgien feierte und es unschön für eine von ihnen endete. Die ganze Szene wirkte wie eine Männerfantasie, die Behr geistig aufleben lassen wollte. Teils wirkte Chiara auch, als ob sie die Annäherungsversuche von Amy nicht wollte und dann ging sie mit Vollgas bei einer anderen ran? Das wirkte in beiden Szenen übergriffig und falsch.
Inhaltlich geht es hauptsächlich um zwei Personen, schätzungsweise um die 20, die ihren Lebensweg finden wollen. Dabei scheitern sie und treffen sich zufällig mehrfach in Amsterdam, was unrealistisch erscheint, wenn man die Größe bedenkt. Beide haben die Musik als Hobby gemein und freunden sich an, was allerdings nicht wirklich gut gemeint scheint, sondern vielmehr toxisch wirkt. Sie schreit ihn an, am nächsten Tag treffen sie sich wieder und er beginnt einen Streit.
Chiara kämpft mit psychischen Problemen, die sie an ihrem Köper auslässt. Das war auch nicht erwartet und nicht mein Interessensgebiet. Damit will ich mich nicht in meiner Freizeit beschäftigen. Als sie dann auch noch zum zweiten Mal ihre Gitarre an zwei hintereinander folgenden Tagen vergisst, dachte ich mehr als Demenz aufgrund ihres Alkoholkonsums statt an psychische Probleme. Ihr Leben lässt sie dabei von ihrer reichen Mutter finanzieren, die sich aber sonst nicht sehr für das Leben ihrer Tochter interessiert.
Jonas, der Protagonist, stottert, verfügt über einen starken Mangel an Selbstbewusstsein, hat Prüfungs- und Vortragsangst.
Das Christentum kommt in einer Szene auch nicht gerade gut weg. Da dachte ich mir: Dann lass es doch komplett bleiben, ohne beleidigend zu wirken. Der Autor wurde mir auch nicht sympathisch und dabei bin ich nicht mal christlich.
Zudem trinken die Personen allesamt in dem Buch quasi nonstop und streiten sich. Niemand wurde mir hier sympathisch. Lustig fand ich auch keine Szene. Viele Dialoge sind zudem auf (einfach verständlichem) Englisch. Das mag ich persönlich nicht. Insgesamt ist mir der Roman zu woke gewesen. Da sind die Lesben, dann der Protagonist, der eventuell als Kind schwule Tendenzen hatte oder auch nicht. Wirklich aufgelöst wurde es nicht, wird aber allgemein wenig aufgelöst im Roman. Man springt von einer zur nächsten Szene.
Ich hoffe, dass sich das Englische in deutschen Romanen nicht durchsetzt. Das war schon mein drittes Buch, was mich in dieser Hinsicht genervt hat. Die zwei anderen hatten einen "they" Charakter und genderten andauernd. Wenn sich das durchsetzt, werde ich das Lesen als Hobby einstellen. Hier wird zudem auch vulgär beleidigt. Das hatte ich von einem, der Germanistik und Anglistik studiert hat, nicht erwartet.
Schließlich kann ich das Buch auch nicht wirklich einordnen. Liebe? Nicht vorhanden. Freundschaft? Toxisch. Literatur? Falsche Sprachwahl. Insgesamt ist der Trip in Amsterdam zäh, langweilig und mühsam zu lesen. Öde. Da fehlt einfach Spannung. Ein interessanter Twist.
Aufgrund der vielen Punkte, die mir nicht gefallen haben, kann ich das Buch leider keiner Person empfehlen. Ich dachte erst jungen 20-Jährigen, die ebenfalls noch auf der Suche nach dem Lebenssinn sind, aber dafür trinken sie mir wirklich zu viel.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Ein Buch wie ein Duett
Die beiden jungen Musiker*innen Chiara und Jonas sind etwas verloren was ihr Leben, ihre Ziele und ihre Kunst angeht. Auf dem Weg nach Amsterdam treffen die beiden aufeinander, lernen sich und ihr, zugegebenermaßen immer mal wieder etwas komplizierten, Gegenüber …
Mehr
Ein Buch wie ein Duett
Die beiden jungen Musiker*innen Chiara und Jonas sind etwas verloren was ihr Leben, ihre Ziele und ihre Kunst angeht. Auf dem Weg nach Amsterdam treffen die beiden aufeinander, lernen sich und ihr, zugegebenermaßen immer mal wieder etwas komplizierten, Gegenüber kennen. Sie machen gemeinsam Musik und landen überraschenderweise einen viralen Hit damit.
Die ganze Geschichte liest sich wie ein schöner Song, genauer: wie ein Duett. Der anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Schreibstil erinnert mich zum Beispiel sehr an den Aufbau und die Dynamik eines Duetts. Der sprunghafte Erzählstil wechselt - ähnlich wie bei einem Song die Strukturen zwischen Refrain, Strophe, Bridge – häufig und unvermittelt die Situationen und Perspektiven. Dabei ändert sich auch häufig die Stimmung und Sichtweise, also ganz ähnlich wie Wechsel von Tonart, Tempo, Tonfolge oder Thema beim Musizieren. Und ganz besonders wie bei einem Duett wechseln sich Erzähler*in und dessen Erfahrungen, Emotionen und Sichtweisen ganz unvermittelt ab, überschneiden und Unterbrechen sich. Häufig gibt es bei einem Lied auch keine Pointe oder einschneidende Wendung und so verhält es sich auch bei dieser Geschichte, die eher ein Einblick in den Lebensalltag junger Menschen darstellt, anstatt auf ein Ereignis oder ein Ziel hinzusteuert. Das Buch liest sich wirklich schnell und dabei genießt man die Geschichte genau wie ein gutes Lied wegen genau dem was sie sind: gute Unterhaltung, die etwas in einem auslöst, wenn auch nur für den Moment. Man sollte von diesem Buch nicht mehr und nicht weniger erwarten als von einem tollen Song, an den man sich von Zeit zu Zeit gerne zurückerinnert, auch wenn er vielleicht nicht in der Lieblings-Playlist landet. :)
Ganz besonders schön finde ich außerdem die Gestaltung des Covers, allen voran der Farben und die Haptik des Buches an sich, das sich auch ohne den Umschlag sehr schön anfassen und anschauen lässt.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Andere Kunden interessierten sich für
