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Benutzername: Jazz
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Bewertungen

Insgesamt 144 Bewertungen
Bewertung vom 08.10.2019
Gott
Aslan, Reza

Gott


sehr gut

"Gott" von Reza Aslan ist eine Monographie über das Thema Gott.

Positiv: Er beginnt seine Recherche mit dem klassischen, was jeder am Anfang über Religion und Glauben im Westen lernt: Adam und Eva. Allerdings rezitiert er nicht wie man sofort erwartet einfach nur die großen Buchreligionen, sondern geht tiefer in die Materie. Er nutzt Höhlenforschung. Beziehungsweise die Malereien, die noch bis heute erhalten sind.

Aufschlussreich: Er rezitiert Sagen wie Noahs Arche, die in vielen Religionen den Weg gefunden haben und warum dies so sei. Zudem schreibt er, dass die aktuelle Deutung von Götzenanbetern falsch sei. Nicht die Steine, sondern die Seelen, die in den Steinen saßen, wurden angebetet.

Negativ: Leider fasst er sich manchmal sehr kurz, indem er schreibt: "Wissenschaftler deuten...." ohne Erklärung und Begründung, warum sie das denn so deuten.

Außerdem geht es gerade am Anfang mir viel zu lange und zu sehr um Adam und Eva und nicht direkt um Gott. Mittig bis zum Schluss rezitiert er viele Sagen/Prophetengeschichten und erklärt jeweils deren "Götter"-Verständnis. Möglicherweise ist das für Religionsinteressierte etwas langweilig, denn es könnte einem wie eine schon zuvor gelesene Wiederholung vorkommen - für diejenigen, die sich mit der Bibel bzw. mit den Geschichten schon einmal auseinandergesetzt haben. [Denn es sollte für keinen gebildeten Menschen etwas Neues sein, dass alle abrahamitischen Religionen einen Ursprung haben.] Aber es kommen auch die Pharaonen und Zoroaster vor [Buddhismus, Hinduismus, Sikh nicht leider].

Er endet mit seiner persönlichen Idee von Gott, die mir sehr neu vorkam und von der ich bisher noch nicht sehr viel gelesen und gehört hatte.

Fazit: Empfehlenswert für alle tiefreligiösen Menschen, ganz egal welcher Religionsgruppe sie angehören. Selbst Atheisten empfehle ich das Buch ausdrücklich, man erfährt sehr viel über die Menschheitsgeschichte und deren Erkenntnisse/Gedanken über Gott.

Bewertung vom 21.09.2019
Bilmem Seviyor Gibiydi
Ali Kilinc, Mehmet

Bilmem Seviyor Gibiydi


weniger gut

Ich hatte mich auf eine tragische Liebesgeschichte vorbereitet. Was geliefert wurde, war die Liebe von einem namenslosen Ich-Erzähler zu Angela, die ihm nur schlecht zugespielt hat. Während er vor Herzschmerz kaum noch zu essen, schlafen, atmen, leben mag, lächelt sie nicht nur, nein, sie wagt es sogar glücklich zu sein und zu lachen.
Bis hierhin kann ich seinen Schmerz verstehen und sogar nachvollziehen. Allerdings geht er von diesem Punkt aus weiter und erzählt von weiteren nicht namentlich weiter genannten Liebesbeziehungen, die ich nun allerdings nicht mehr Angela zuordnen würde. Und ich sollte Recht behalten. Plötzlich ist Angela vergessen. Sie wird in keiner Weise wieder erwähnt. Stattdessen taucht plötzlich eine Melissa auf, in die der Ich-Erzähler abgrundtief verliebt ist. Und besagten Punkt an verliert der Protagonist für mich auch an Authenzität und Glaubwürdigkeit – er erzählt kein bisschen, wie, was, wo, warum. Der Leser kann daher diesen Wendepunkt kein bisschen nachvollziehen. Auch, wenn vom Autor Mehmet Ali Kilinc nach einer kurzen Internetrecherche kaum etwas Konkretes auszumachen ist, so vermute ich, dass er zwischen 22 und 28 Jahre alt ist. Gehen wir davon aus, dass er in diesem Buch von seiner eigenen Erfahrung im Bezug zur Liebe geschrieben hat. Dass er erst von der ernstgemeinten, tief empfundenen Liebe (und keine jugendlichen Schwärmereien) spricht, so gehe ich davon aus, dass er also für diese Erfahrungen 4-7 Jahre Zeit hatte. (Mein Exemplar ist die 4. Auflage aus dem Jahr 2017 – wann die anderen gedruckt wurden, weiß ich nicht – und rechnen wir mal mit einem Jahr Zeit bis das Manuskript in den Druck geschickt wurde, ergibt das das Jahr 2016, daher 28 – 3 Jahre = 25 Jahre; ergo zwischen 18 und 25 Jahren hat er exakt höchstens 7 Jahre Zeit für all die tragischen Erlebnisse in der Liebe gehabt.) Wer in so kurzer Zeit sich mehrfach tief und innig verlieben kann – gehört für mich definitiv in die Kategorie zukünftiger Bachelorette-Kandidat, aber nicht in die Kategorie eines wirklich ernstzunehmenden Schriftstellers, der mich für einige Stunden mit seinem Werk ausgezeichnet unterhalten kann. Denn irgendwie ist alles, was er beschreibt sehr einseitig – zu seinen eigenen Gunsten. Immer sind es die Frauen, die ihm übel zuspielen, ihn belügen und betrügen. Er dagegen hat ein reines Herz und es umsonst verschenkt und jetzt hört es nicht mehr auf zu bluten und er hat die Hoffnung aufgegeben und erbittet Amor ihn in Liebesangelegenheiten von nun an für immer in Ruhe zu lassen.
Fazit: Absolut nicht zu empfehlen – außer für Männer, die sich mit diesem Protagonisten identifizieren können und sich in ihm wiedergefunden haben.

Bewertung vom 20.09.2019
Stolz und Vorurteil
Austen, Jane

Stolz und Vorurteil


sehr gut

Jeder kennt das übliche Konzept einer Liebesgeschichte. Mister benimmt sich unerhört und Miss kann ihn nicht ausstehen. Durch einen abstrusen Schicksalsschlag – in den meisten Fällen wird das so dargestellt, dass er sie vor jeglichem Schaden rettet - verwandelt Mister sich in einen Gentleman, bei dem Worte kaum existieren, um ihn zu beschreiben. Alles andere außer „perfekt“ würde ihm einer Beleidigung würdig. Und natürlich endet es darin, dass Miss sich sofort in Mistress.
Lange Zeit war ich geblendet, bis es mir mit 25 Jahren wie vor die Augen gestoßen ist. Jede amerikanische romantische Komödie war auf dieses Konzept aufgebaut. Jedes Liebesdrama einer türkischen Serie – und hier geht es nicht einmal nur um verbale Beleidigungen. Hier wird es meist sogar handgreiflich.
Es dauerte dennoch einige Wochen, bis ich mir die Frage gestellt habe: Worin genau besteht denn nun eigentlich der Unterschied zwischen all den Filmen und Serien, die sich niemals zu Klassikern entpuppen werden wie eben Jane Austens Meisterwerk „Stolz und Vorurteil“? Warum mochte ich plötzlich keinen niveaulosen „romantischen“ Schund sehen und der Griff zu besagtem Roman war seit 10 Jahren mein absoluter Favorit an schlechten Tagen?
Und dann fiel es mir auf: Gar nichts! Mr. Darcy ist ein arroganter Schnösel, der Ms. Bennett wie das letzte behandelt und so den Hass ihrerseits gewinnt. Anschließend kommt es zu einem schicksalsverändernden Punkt und beide können sich nicht mehr vorstellen ohne einander jemals wahres Glück im Leben zu erfahren.
Jane Austen – die Vorzeigedame schlechthin, die, die zu Zeiten, in denen Frauen kaum etwas zu sagen hatten, Bücher geschrieben, Geld verdient und sich selbst gegen eine Heirat entschieden hat, - ist nun diejenige, der wir alle dieses Konzept zu verdanken haben?
Fazit: Ich bin im Zwiespalt. Ich würde dieses Buch nicht mehr hoch und heilig jedem empfehlen. Und dennoch weiß ich ganz genau, dass, sollte ich mich irgendwann wieder mies fühlen, ich zu diesem Buch greifen werde. [Immerhin ist der Roman stilistisch von hohem Niveau!]

Bewertung vom 05.06.2019
Normandie Reiseführer Michael Müller Verlag
Nestmeyer, Ralf

Normandie Reiseführer Michael Müller Verlag


ausgezeichnet

Der Reiseführer "Normandie" von Ralf Nestmeyer ist im Michael Müller Verlag erschienen.


Inhaltlich ist es sehr gut gegliedert in Gebiete der Normandie und anschließend darin in Städte in den Gebieten untergliedert. Darauf folgen geschichtliche Hintergrundinformationen und Wandertouren. Abgeschlossen wird es mit einer hilfreichen Vokabelliste der wichtigsten Sätze/Vokabeln.

Insbesonderer Fokus wird gelegt auf: Abteien, Klöster, Kirchen und natürlich Kriegsgebiete. Da es sich bei der Normandie um eine Küstenregion handelt, sind die empfohlenen Restaurants natürlich sehr regional fischlastig. Hotels und Restaurants werden immer mit Preis für die Zimmer genannt und ein besonderer Pluspunkt: Wenn es ein besonders hübsches Zimmer existiert, wird es als Geheimtipp genannt! Zusätzlich gibt es zu den Restaurants zudem noch meist eine Speiseempfehlung. Außerdem gibt es zusätzliche Empfehlungen für Reisezeiten, wenn es in einer Region bspw. am ersten Wochenende des Monats XY besondere Attraktionen zu besuchen gibt.

Großes Plus für die geschlossene Ecke im Einband, sodass nun nicht mehr die Karte hinausfallen kann.

Fazit: Mit diesem Reiseführer machen Sie garantiert nichts falsch und sind bestens für den Trip vorbereitet!

Bewertung vom 04.06.2019
Chinas Geschichte im Comic (Band 3) Barbareninvasionen und die Geburtsstunde der chinesischen Identität
Liu, Jing

Chinas Geschichte im Comic (Band 3) Barbareninvasionen und die Geburtsstunde der chinesischen Identität


ausgezeichnet

"Chinas Geschichte im Comic - Barbareninvasionen und die Geburtsstunde der chinessichen Identität" von Jing Liu ist der dritte Band von insgesamt 4.


Inhaltlich startet das Buch mit einer knappen Zusammenfassung der ersten beiden Bände. Anschließend folgt es lückenlos weiter im Jahr 907 und endet 1368. Die Geschichte handelt unter anderem vom Buchdruck, von inneren Kriegen, vom Mongolenreich, innerpolitischen Veränderungen bis hin zu Marco Polos langem Besuch. Vieles war für mich als China-Laie neu und beeindruckend.

Fazit: Ein passendes Geschenk für alle China-Begeisterte, die schon die ersten beiden Bände besitzen und gern einen neuen Blickwinkel in die Geschichte werfen wollen.

Bewertung vom 01.06.2019
Stadtnomaden
Horsten, Christina; Zeltner, Felix

Stadtnomaden


ausgezeichnet

"Stadtnomaden" von Christina Horsten und Felix Zeltner ist ein autobiographischer Roman über das Jahr Aug 2016 - Aug 2017 von beiden.


Inhaltlich: Nachdem nun die Miete von beiden erhöht werden sollen und sie sich widersetzen, müssen sie eine neue Bleibe finden. Eine bezahlbare Wohnung in NY zu finden ist aber schwieriger als gedacht, sodass sie auf die Schnapsidee kommen jeden Monat in eine neue Wohnung zu ziehen und dabei auch alle 5 Stadtteile kennen lernen wollen.

Insgesamt gibt es 17 Wohnungen, von denen allein 9 auf Manhattan liegen. In Staten Island und in die Bronx ziehen sie jeweils nur ein einziges Mal. Hier hätte ich mir etwas mehr Abwechslung, mehr Abenteuer gewünscht, da Manhattan zu sicher, zu bekannt, zu langweilig erscheint. Jedoch pflegen sie in jeder Wohnung ein Neighborhood-Dinner, in denen sie ihre Freunde und Nachbarn einladen, in denen sie interessante Unterhaltungen über die Umgebung haben.

Die Kapitel sind immer abwechselnd von Christina und Felix geschrieben. In zwei Kapiteln von Felix geht es hauptsächlich um die Wohnungsproblematik in NY und Immobilienhaie. Das interessierte mich etwas weniger, da fand ich die Kapitel von Christina interessanter, da sie es geschafft hat immer den Zeitgeist der Umgebung malerisch zu beschreiben.

Fazit: Ein unterhaltsames Buch über "Stadtnomaden". Leseempfehlung für Menschen, die auch niemals wirklich Rast machen können, immer etwas Neues suchen und brauchen und gern Risiken eingehen und ihre eigene Komfortzone verlassen.

Bewertung vom 19.05.2019
Spanisch Lernen Mal Anders - Die Wichtigsten 1000 Vokabeln: Langfristiges Merken Der 1000 Wichtigsten Spanischen Wörter Mit Innovativen Gedächtnistech
Seppeur, Sonja

Spanisch Lernen Mal Anders - Die Wichtigsten 1000 Vokabeln: Langfristiges Merken Der 1000 Wichtigsten Spanischen Wörter Mit Innovativen Gedächtnistech


gut

"Spanisch lernen mal anders - Die wichtigsten 1000 Vokabeln" von Sonja Seppeur ist ein reines Vokabellernbuch.


Inhaltlich: Positiv: Zuerst erfährt man, wie das Buch aufgebaut ist: Die hilfreichen Lerntipps werden näher erläutert. Anschließend wird die korrekte Aussprache der Vokabeln dem Leser näher gebracht.
Im Anschluss daran folgen die Vokabeln, die in Kategorien wie "Wohnen", "Eigenschaften" und "Zahlen und Maßeinheiten" gegliedert sind.

Kritik: Manchmal sind die Lernhilfen, die "Eselsbrücken/Sätze" bilden, damit man die Vokabeln sich besser prägen kann, etwas verstrickt und verwirrend als hilfreich, da man sich ein genaues Wort merken muss und sich im Anschluss erinnern muss welches Wort nochmal in dem langen Satz als Vokabel gemeint war.

Zudem: Manche Lernhilfen erfordern Kenntnis von englischen, französischen und lateinischen Übersetzungen. Ich soll also beim Lernen direkt alle anderen Sprachen auch beherrschen? Das verwirrt doch nur zusätzlich!

Rückblickend, nach dem Beendigen des Buchs, war ich weiterhin unzufrieden. Ich hätte beispielsweise am Anfang erst einmal erwartet, dass man wirklich die wichtigsten Begriffe also Grundkenntnisse lernt wie:
"Hallo, Wie geht es? Wo ist...? Ich bin...". Stattdessen lautet das 1. Kapitel: "Kochen und Genießen". Sehr hilfreich...

Fazit: Dieses Buch sollte man besser nach einer überarbeiteten Auflage kaufen. In dem jetzigen ist es eher ein reines, unordentliches Vokabellernbuch mit ein wenig Hilfestellung (etwa die Hälfte der Lernhilfen waren für mich anwendbar). Allerdings: Es existiert absolut keinerlei Erklärung für die Grammatik!

Bewertung vom 18.05.2019
Lisette und das Geheimnis der Maler
Vreeland, Susan

Lisette und das Geheimnis der Maler


gut

"Lisette und das Geheimnis der Maler" von Susan Vreeland ist ein historischer Roman zur Zeit des 2. Weltkriegs.


Inhaltlich geht es darum, dass Lisette aufgrund der Altersbeschwerden des Großvaters ihres Ehegatten ihre heißgeliebte Stadt Paris verlassen und in ein provinzielles Dorf umsiedeln muss. Anfangs lässt sie sich nur schwer in die neue Umgebung ein, findet allerdings mit der Zeit Gefallen daran - vor allem mit den Bildern, die der Großvater ihr näher bringt. Als der Krieg ausbricht, verstirbt der Großvater und ihr Ehemann zieht in den Krieg kurz nachdem er die Bilder versteckt. Da er jedoch nicht vom Krieg zurückkehrt und Lisette nicht weiß, wo er die Bilder versteckt hat, begibt sie sich auf die Suche und findet...

Stilistisch: Sprachlich einfach gehalten, flüssig zu lesen, allerdings auch sehr zäh, mühselig und langatmig - insbesondere am Anfang. Hin und wieder empfand ich ein paar Textpassagen als abgehakt, nicht glatt. Der Abschnittswechsel oder die beschriebene Szene wurde nicht rund von Vreeland.

Fazit: Ich wurde nur schwer warm mit dem Buch. Das lag aber gar nicht so sehr an dem Stil, sondern vielmehr an dem Inhalt, da ich ab der Mitte voraussehen konnte, wohin mich die Autorin führen will - und dieser Weg hat mir nicht sonderlich gemundet. Ich kann es nicht näher erläutern, da dies ein großer Spoiler wäre, daher bleibt mir nur: Es ist Geschmackssache und darüber lässt sich streiten.

Bewertung vom 18.05.2019
Ich oben allein
Kobusch, Jost

Ich oben allein


sehr gut

"Ich oben allein" von Jost Kobusch ist ein autobiographischer Roman über einen Bergsteiger. Kobusch war bei dem verheerenden Erdbeben in Nepal 2015 auf dem Everest Base Camp, sein Video wurde millionenfach gesehen.


Inhaltlich erzählt Kobusch kurz von seiner Kindheit, wie er zum Klettern kam und was ihn geprägt hat. Anschließend berichtet er von all seinen Klettererfahrungen in Kirgisistan, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Kenia, Nepal und Japan. Seinen Fokus setzt er natürlich auf das große Erdbeben, dem er mehrere Kapitel widmet.

Stilistisch: Sehr einfach gehaltene Sprache, flüssig zu lesen.

Kritik: Er erscheint auf Papier einsichtig, allerdings kann man als Leser manches nicht ganz nachvollziehen, da er sich reumütig zeigt, allerdings eigentlich eher den Eindruck erweckt, als sei er trotz all der Nahtoderfahrungen der alte, der den besonderen Kick sucht und niemals gesättigt ist, geblieben.

Fazit: Empfehlenswert für junge Bergsteiger, die ihr Hobby zum Beruf machen wollen. Er schreibt sehr lebensnah ohne zu beschönigen.

Bewertung vom 17.05.2019
Selbstfürsorge
Muri, Franziska

Selbstfürsorge


sehr gut

"Selbstfürsorge" von Franziska Muri ist ein Selbsthilfebuch, in dem es wie der Titel vorausahnen lässt - um das Thema "Selbstfürsorge" geht.

Stilistisch: Sprachlich sehr einfach gehalten, rasant zu lesen.

Inhaltlich ist das kurze Buch in 7 Kapitel unterteilt, die jeweils einen Kern aufgreifen wie beispielsweise: Liebe. Mit diesen 7 sogenannten Geheimnissen des liebevollen Umgangs mit dir selbst, wird aufschlussreich erklärt, wie man zu mehr Selbstfürsorge gelangen kann.

Sehr hilfreich dabei sind die aufgeführten Beispiele und hilfreichen, praxisnahen Tipps, die man im Alltag integrieren kann, um mehr zu sich zu kommen. Zentrale Themen, die sie hier aufgreift sind: Meditation, Ruhe, Selbstfindung, Entspannung, Glücksgefühl, Freiheit. All dies lässt sich durch beispielsweise Yoga, Waldbaden, Atmung, Digital Detox durchführen. Einige Themen waren mir schon bekannt, über anderes war ich verwundert und erstaunt, da ich es noch nicht wusste. Manch anderes wiederum konnte ich nicht ganz nachvollziehen, aber das ist sicherlich persönliche Geschmackssache.

Kritik: Etwas sehr viel Eigenwerbung für ihre älteren Selbsthilfebücher. Ich kann es zwar nachvollziehen, denn jeder will/muss Geld verdienen. Allerdings hätte es sicherlich ausgereicht ihr Werk einmal zu erwähnen. Zudem widerspricht sie sich ein paar Mal, was mich ein wenig gestört hat. Einerseits wirbt sie für Digital Detox und andererseits gibt sie bei vielen anderen Problemen immer wieder den Hinweis, dass es eine App gibt, die einem hier und da helfen kann.