Matthew Blake
Broschiertes Buch
Sophie L.
Thriller Raffinierte Psychospannung von dem Autor des Bestsellers 'Anna O.'
Übersetzung: Fischer, Andrea
Versandkostenfrei!
Sofort lieferbar
Weitere Ausgaben:
PAYBACK Punkte
0 °P sammeln!
Was, wenn eine Erinnerung dich das Leben kosten kann?Olivia Finn, Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus, erhält einen merkwürdigen Anruf aus Paris: Ihre Großmutter Josephine ist im berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht und behauptet, sie heiße eigentlich Sophie und habe hier vor Jahrzehnten einen Mord begangen. Olivia reist sofort nach Paris, um sich um die scheinbar verwirrte Josephine zu kümmern. Doch diese besteht darauf, dass sie eine verlorene Erinnerung wiedererlangt hat und die Wahrheit sagt. Als Josephine wenig später ermordet wird, ist klar: Jemand möchte verhindern,...
Was, wenn eine Erinnerung dich das Leben kosten kann?
Olivia Finn, Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus, erhält einen merkwürdigen Anruf aus Paris: Ihre Großmutter Josephine ist im berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht und behauptet, sie heiße eigentlich Sophie und habe hier vor Jahrzehnten einen Mord begangen. Olivia reist sofort nach Paris, um sich um die scheinbar verwirrte Josephine zu kümmern. Doch diese besteht darauf, dass sie eine verlorene Erinnerung wiedererlangt hat und die Wahrheit sagt. Als Josephine wenig später ermordet wird, ist klar: Jemand möchte verhindern, dass die Vergangenheit ans Licht kommt. Olivia muss sich fragen: War ihre Großmutter wirklich eine Mörderin? Und was hat das Ganze mit Olivias eigenen traumatischen Erinnerungen zu tun?
Der neue raffinierte Psychothriller von Matthew Blake, Autor des weltweiten Bestseller-Phänomens »Anna O.«
Olivia Finn, Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus, erhält einen merkwürdigen Anruf aus Paris: Ihre Großmutter Josephine ist im berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht und behauptet, sie heiße eigentlich Sophie und habe hier vor Jahrzehnten einen Mord begangen. Olivia reist sofort nach Paris, um sich um die scheinbar verwirrte Josephine zu kümmern. Doch diese besteht darauf, dass sie eine verlorene Erinnerung wiedererlangt hat und die Wahrheit sagt. Als Josephine wenig später ermordet wird, ist klar: Jemand möchte verhindern, dass die Vergangenheit ans Licht kommt. Olivia muss sich fragen: War ihre Großmutter wirklich eine Mörderin? Und was hat das Ganze mit Olivias eigenen traumatischen Erinnerungen zu tun?
Der neue raffinierte Psychothriller von Matthew Blake, Autor des weltweiten Bestseller-Phänomens »Anna O.«
Matthew Blake ist der Autor des weltweiten Bestseller-Phänomens 'Anna O.', das auch in Deutschland auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste stürmte. Sein Markenzeichen sind raffiniert konstruierte Thriller, die sich mit komplexen psychologischen Themen beschäftigen wie Verbrechen, die im Schlaf begangen werden ('Anna O.'), oder mit der Frage, ob wir unserer Erinnerung wirklich trauen können ('Sophie L.'). Matthew Blake studierte Anglistik in Durham und Oxford und arbeitete als Rechercheur und Redenschreiber für das britische Parlament.
Produktdetails
- Verlag: FISCHER Scherz
- 1. Auflage
- Seitenzahl: 384
- Erscheinungstermin: 30. Dezember 2025
- Deutsch
- Abmessung: 214mm x 136mm x 30mm
- Gewicht: 387g
- ISBN-13: 9783651001275
- ISBN-10: 365100127X
- Artikelnr.: 73874849
Herstellerkennzeichnung
FISCHER Scherz
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
produktsicherheit@fischerverlage.de
Feiner Psychothriller Alexander Kern Kurier 20251203
KRIMITIPP: „Sophie L.“ von Matthew Blake
Mit „Anna O.“ legte Matthew Blake 2024 einen der raffiniertesten Thriller des Jahres vor. Nun setzt er mit „Sophie L.“ noch eins drauf – das finden wir jedenfalls.
Was ist Erinnerung? Und kann es sein, dass wir Dinge erinnern, die so gar nicht stattgefunden haben? Und wie gut kennen wir uns selbst, unsere Eltern oder Großeltern? Was wissen wir wirklich von ihnen? Um diese großen Themen herum baut Matthew Blake seine fantastische und extrem beunruhigende Geschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht.
Eine der Hauptfiguren ist Gedächtnisexpertin Dr. Olivia Finn. Sie lebt gemeinsam mit ihrem sechsjährigen Sohn TJ in London. Ein Anruf wirft ihr Leben aus der Bahn. Sie muss sofort nach Paris reisen, dort lebt ihre Großmutter Josephine Benoit. Sie ist eine berühmte Malerin, mittlerweile 96 Jahre alt und hat altersbedingt Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis. Ihr bekanntestes Bild hängt im luxuriösen Hotel Lutetia – und genau da ist Josephine hingegangen, hat sich ins Foyer gesetzt und behauptet, sie hätte jemanden umgebracht und sei übrigens gar nicht Josephine Benoit, sondern Sophie Leclerc. Was ist hier los? Eben das muss Olivia herausfinden. Genauso wie Capitaine Vidal von der Pariser Abteilung der DNPJ, der Nationaldirektion der Kriminalpolizei.
Der Mord soll 1945 in Zimmer 11 des Hotels geschehen sein. Nach Kriegsende wurde das Lutetia zum zeitweiligen Wohnort von Überlebenden der befreiten Konzentrationslager. Traumatisierte Menschen, abgemagert, mit kahlgeschorenen Köpfen. Daneben amerikanische GIs oder britische Verbindungsoffiziere. Und nicht zu vergessen natürlich französische Widerstandskämpfer. Im Prolog erfahren wir: Es gab offenbar tatsächlich eine Tote in Zimmer 11. Die Frage ist nun: Wer ist die Großmutter von Dr. Olivia Finn wirklich? Josephine? Oder doch Sophie? Für Olivia Finn wird die Reise nach Paris zur emotionalen Achterbahnfahrt.
Die Frau, die Olivia als ihre Großmutter und als Josephine kennt, wurde berühmt mit ihren Porträts. Das Bild, das im Lutetia hängt, heißt „Memory“; in dessen Mittelpunkt sitzt eine junge Frau in Zimmer 11, trägt gestreifte Häftlingskleidung. Für Olivia Finn, die Gedächtnisexpertin, ist klar, warum das Bild so viele Menschen bewegt: „Es handelt von einer der wichtigsten Fragen im Leben: Wer sind wir ohne unsere Erinnerungen?“ Der Schock sitzt jedenfalls tief bei Olivia. Sie macht sich Vorwürfe, ihre Gran zu lange alleingelassen und das verdrängt zu haben, zumal sie langsam dement zu werden scheint. Aber ist das wirklich so?
Doch das herauszufinden, dafür bleibt Olivia keine Zeit mehr. Denn ihre Großmutter erlebt den nächsten Tag nicht mehr. Ein Auftragskiller erstickt sie im Schlaf. Welches Geheimnis durfte auf keinen Fall ans Licht kommen? Welche Erinnerungen ihrer Vergangenheit holte Gran an die Oberfläche? Was, wenn alles, was Olivia über ihre Großmutter zu wissen glaubte, eine Lüge war? Und welche Rolle spielt die Verbindung zur Familie de Villefort?
Louis de Villefort war ein enger Freund von Olivias Großmutter und eine Legende als Psychotherapeut in Paris. Davor hatte er im Widerstand gekämpft, seine ersten Patienten nach Kriegsende waren Überlebende aus den Konzentrationslagern. Und viel, viel später war auch Olivia Finn bei Louis in Therapie ...
Nun taucht, nach 20 Jahren, sein Sohn Édouard auf, Olivias Jugendschwarm. Der Sohn einer Legende zu sein, hat ihm nicht gutgetan: Partys, Drogen, unzählige Frauengeschichten. Doch nun hat er sein Leben im Griff – sagt er. Doch kann Olivia ihm trauen? Denn Édouard war in der Nacht, in der Gran ermordet wurde, in deren Wohnung – um Olivia zu unterstützen. Er ist niedergeschlagen worden. Doch so etwas kann man auch inszenieren – meint jedenfalls Capitaine Vidal. Er vermutet den Grund für die Ermordung von Gran in der Vergangenheit. „Wir leben alle noch im Schatten des Zweiten Weltkriegs“, sagt er. Erinnerungen seien wie ein „Eisberg – das meiste bleibt unter der Oberfläche. Aber nur weil es nicht zu sehen ist, ist es nicht weniger tödlich“. Und wer weiß schon, wie er handeln würde, wenn es um Leben und Tod ginge? Im Krieg zum Beispiel. „Wenn du nur überleben kannst, indem du einen anderen Menschen tötest, würdest du es dann tun?“
Mehr dürfen wir hier auf keinen Fall verraten. Ein herausragender Thriller, ein Lesevergnügen – intelligent, spannend und vielschichtig. Wir sind begeistert!
Alles zum Krimi des Monats
Mit „Anna O.“ legte Matthew Blake 2024 einen der raffiniertesten Thriller des Jahres vor. Nun setzt er mit „Sophie L.“ noch eins drauf – das finden wir jedenfalls.
Was ist Erinnerung? Und kann es sein, dass wir Dinge erinnern, die so gar nicht stattgefunden haben? Und wie gut kennen wir uns selbst, unsere Eltern oder Großeltern? Was wissen wir wirklich von ihnen? Um diese großen Themen herum baut Matthew Blake seine fantastische und extrem beunruhigende Geschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht.
Eine der Hauptfiguren ist Gedächtnisexpertin Dr. Olivia Finn. Sie lebt gemeinsam mit ihrem sechsjährigen Sohn TJ in London. Ein Anruf wirft ihr Leben aus der Bahn. Sie muss sofort nach Paris reisen, dort lebt ihre Großmutter Josephine Benoit. Sie ist eine berühmte Malerin, mittlerweile 96 Jahre alt und hat altersbedingt Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis. Ihr bekanntestes Bild hängt im luxuriösen Hotel Lutetia – und genau da ist Josephine hingegangen, hat sich ins Foyer gesetzt und behauptet, sie hätte jemanden umgebracht und sei übrigens gar nicht Josephine Benoit, sondern Sophie Leclerc. Was ist hier los? Eben das muss Olivia herausfinden. Genauso wie Capitaine Vidal von der Pariser Abteilung der DNPJ, der Nationaldirektion der Kriminalpolizei.
Der Mord soll 1945 in Zimmer 11 des Hotels geschehen sein. Nach Kriegsende wurde das Lutetia zum zeitweiligen Wohnort von Überlebenden der befreiten Konzentrationslager. Traumatisierte Menschen, abgemagert, mit kahlgeschorenen Köpfen. Daneben amerikanische GIs oder britische Verbindungsoffiziere. Und nicht zu vergessen natürlich französische Widerstandskämpfer. Im Prolog erfahren wir: Es gab offenbar tatsächlich eine Tote in Zimmer 11. Die Frage ist nun: Wer ist die Großmutter von Dr. Olivia Finn wirklich? Josephine? Oder doch Sophie? Für Olivia Finn wird die Reise nach Paris zur emotionalen Achterbahnfahrt.
Die Frau, die Olivia als ihre Großmutter und als Josephine kennt, wurde berühmt mit ihren Porträts. Das Bild, das im Lutetia hängt, heißt „Memory“; in dessen Mittelpunkt sitzt eine junge Frau in Zimmer 11, trägt gestreifte Häftlingskleidung. Für Olivia Finn, die Gedächtnisexpertin, ist klar, warum das Bild so viele Menschen bewegt: „Es handelt von einer der wichtigsten Fragen im Leben: Wer sind wir ohne unsere Erinnerungen?“ Der Schock sitzt jedenfalls tief bei Olivia. Sie macht sich Vorwürfe, ihre Gran zu lange alleingelassen und das verdrängt zu haben, zumal sie langsam dement zu werden scheint. Aber ist das wirklich so?
Doch das herauszufinden, dafür bleibt Olivia keine Zeit mehr. Denn ihre Großmutter erlebt den nächsten Tag nicht mehr. Ein Auftragskiller erstickt sie im Schlaf. Welches Geheimnis durfte auf keinen Fall ans Licht kommen? Welche Erinnerungen ihrer Vergangenheit holte Gran an die Oberfläche? Was, wenn alles, was Olivia über ihre Großmutter zu wissen glaubte, eine Lüge war? Und welche Rolle spielt die Verbindung zur Familie de Villefort?
Louis de Villefort war ein enger Freund von Olivias Großmutter und eine Legende als Psychotherapeut in Paris. Davor hatte er im Widerstand gekämpft, seine ersten Patienten nach Kriegsende waren Überlebende aus den Konzentrationslagern. Und viel, viel später war auch Olivia Finn bei Louis in Therapie ...
Nun taucht, nach 20 Jahren, sein Sohn Édouard auf, Olivias Jugendschwarm. Der Sohn einer Legende zu sein, hat ihm nicht gutgetan: Partys, Drogen, unzählige Frauengeschichten. Doch nun hat er sein Leben im Griff – sagt er. Doch kann Olivia ihm trauen? Denn Édouard war in der Nacht, in der Gran ermordet wurde, in deren Wohnung – um Olivia zu unterstützen. Er ist niedergeschlagen worden. Doch so etwas kann man auch inszenieren – meint jedenfalls Capitaine Vidal. Er vermutet den Grund für die Ermordung von Gran in der Vergangenheit. „Wir leben alle noch im Schatten des Zweiten Weltkriegs“, sagt er. Erinnerungen seien wie ein „Eisberg – das meiste bleibt unter der Oberfläche. Aber nur weil es nicht zu sehen ist, ist es nicht weniger tödlich“. Und wer weiß schon, wie er handeln würde, wenn es um Leben und Tod ginge? Im Krieg zum Beispiel. „Wenn du nur überleben kannst, indem du einen anderen Menschen tötest, würdest du es dann tun?“
Mehr dürfen wir hier auf keinen Fall verraten. Ein herausragender Thriller, ein Lesevergnügen – intelligent, spannend und vielschichtig. Wir sind begeistert!
Alles zum Krimi des Monats
Spannende Idee, aber ...
Die Gedächtnisexpertin Olivia Finn ist alleinerziehend - als ob das nicht schon stressig genug wäre, erreicht sie ein Anruf aus Paris. Angeblich hat ihre demente Großmutter Josephine einen Mord gestanden und beharrt darauf, in Wahrheit Sophie zu …
Mehr
Spannende Idee, aber ...
Die Gedächtnisexpertin Olivia Finn ist alleinerziehend - als ob das nicht schon stressig genug wäre, erreicht sie ein Anruf aus Paris. Angeblich hat ihre demente Großmutter Josephine einen Mord gestanden und beharrt darauf, in Wahrheit Sophie zu heißen und von verschütteten Erinnerungen heimgesucht zu werden. Kann das wirklich wahr sein?
Das Cover bietet einen Wiedererkennungswert für den Autor, ist aber nichts Besonderes.
Der Beginn macht neugierig, leider braucht die Geschichte eine Weile, um in Fahrt zu kommen und selbst dann würde ich es eher einen (Spannungs-)Roman nennen, von einem Thriller kann hier nicht die Rede sein. In Bezug auf Männer scheint Olivia außerdem äußerst naiv zu sein, obwohl sie es vor allem als Psychotherapeutin besser wissen sollte. Auch die Andeutungen zu ihrem eigenen Geheimnis rund um den Tod ihrer Mutter kommen viel zu oft vor und nerven, statt die Spannung und Neugier wachsen zu lassen. Hier wäre weniger eindeutig besser gewesen. Zumindest die verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven bringen etwas Abwechslung rein und die Passagen aus der Vergangenheit zu der Zeit nach dem Krieg sind interessant. Leider finde ich das Ende zu schnell abgehandelt und etwas vorhersehbar.
Eine nette Geschichte für zwischendurch, muss man aber auch nicht unbedingt lesen. 3 Sterne
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Dr. Olivia Finn arbeitet als Therapeutin in einem Zentrum für Gedächtnisstörungen in London. Als sie einen verstörenden Anruf von der Pariser Polizei erhält, dass ihre Großmutter im renommierten Hotel Lutetia in Paris einen Mord gestanden haben soll, eilt Olivia sofort …
Mehr
Dr. Olivia Finn arbeitet als Therapeutin in einem Zentrum für Gedächtnisstörungen in London. Als sie einen verstörenden Anruf von der Pariser Polizei erhält, dass ihre Großmutter im renommierten Hotel Lutetia in Paris einen Mord gestanden haben soll, eilt Olivia sofort zu ihr. Sie versucht der Polizei zu erklären, dass ihre Großmutter an Demenz leidet, aber diese behauptet fest überzeugt, nicht Josephine Benoit zu sein, sondern Sophie Levrec, das Opfer, mit dem sie nach dem Zweiten Weltkrieg die Identität getauscht haben will.
Olivia fragt sich, wer ihre Großmutter wirklich war und möchte die Wahrheit darüber herausfinden, was sich 1945 im Hotel Lutetia ereignet hat.
Der Roman handelt auf mehreren Zeitebenen und ist aus der Sicht verschiedener Personen geschildert. Neben den gegenwärtigen Ereignissen gibt es Rückblenden in das Jahr 1945 sowie in das vergangene Jahr, als Olivia zuletzt in Paris war, um als Leumund für ihren Mentor Louis auszusagen, der beschuldigt wurde, in seiner Eigenschaft als Psychotherapeut Erinnerungen einer seiner Patientinnen manipuliert zu haben.
Auch wenn man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, einen Thriller zu lesen, ist die Geschichte spannend aufgebaut. Ein über 80 Jahre alter Verrat, ein Auftragskiller und die Fragen, wem Olivia vertrauen kann und welche Geheimnisse sie selbst birgt, gestalten die Geschichte undurchsichtig. Auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man stetig weiterlesen möchte.
Der Täter ist jedoch frühzeitig zu erkennen, worunter die Spannung trotz aller Undurchsichtigkeit leidet. Die Erklärung, dass er einfach böse ist, kann wenig überzeugen. Auch wirkt das ganze Szenario - nicht nur aufgrund der lange vergangenen Zeit - am Ende sehr weit hergeholt. Verschiedene Details stellen sich am Ende als unnötige Lückenfüller heraus und die Therapie um verloren gegangene Erinnerungen bleibt nur ein oberflächlicher Teil der Handlung. Letztlich geht es um Manipulation und Leichtgläubigkeit, wofür aber nicht zwingend ein Psychotherapeut notwendig ist.
Für mein Empfinden langweilig und konstruiert, ist "Sophie L." als Thriller eine Enttäuschung.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Eine Gedächtnisexpertin, ein Mord und verlorene Erinnerungen - diese Mischung hatte mich magisch angezogen. Und ich wurde nicht enttäuscht, obwohl das Buch völlig anders ist, als ich es erwartet hatte. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Handlung ruhig und schrittweise …
Mehr
Eine Gedächtnisexpertin, ein Mord und verlorene Erinnerungen - diese Mischung hatte mich magisch angezogen. Und ich wurde nicht enttäuscht, obwohl das Buch völlig anders ist, als ich es erwartet hatte. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Handlung ruhig und schrittweise entwickelt und man lange nicht weiß, wohin die Geschichte führt. Die Spannung entsteht eher durch undurchsichtige Zusammenhänge und viele Fragen, weshalb ich das Buch mehr als Spannungsroman und nicht als klassischen Thriller einordnen würde.
Ein echtes Highlight waren für mich die Rückblenden, vor allem die Passagen in der Nachkriegszeit. Sie sind atmosphärisch dicht erzählt und gehören eindeutig zu den stärksten Momenten des Buches. Die Geschichte rund um Kollaborateure und den Wiederstand konnte mich richtig fesseln. Ich hätte gerne noch mehr aus dieser Zeit erfahren.
Leider konnte mich das Ende nicht ganz überzeugen. Die Auflösung war für mich zu vorhersehbar. Ich hatte schon recht früh einen Verdacht, der sich leider bestätigt hat. Mir hat einfach ein überraschender Plottwist gefehlt, der alles noch einmal auf den Kopf stellt. Auch die Rolle der Protagonistin als Gedächtnisexpertin blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Das Thema Erinnerung wird zwar angerissen, aber nicht konsequent vertieft.
Insgesamt ist Sopie L ein gut geschriebener, unterhaltsamer Spannungsroman mit starken Ansätzen und einzelnen sehr gelungenen Passagen, der sein volles Potenzial jedoch nicht ganz ausschöpft. Von mir gibt es gute 3,5 Sterne.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Toller Thriller - für mich ein absoluter Pageturner
Natürlich war ich auf dieses neue Buch von Matthew Blake sehr gespannt, nachdem mir der Vorgänger "Anna O." aus seiner Feder bereits extrem gut gefallen hatte! Als Anfangslage lernen wir die Großmutter Josephine …
Mehr
Toller Thriller - für mich ein absoluter Pageturner
Natürlich war ich auf dieses neue Buch von Matthew Blake sehr gespannt, nachdem mir der Vorgänger "Anna O." aus seiner Feder bereits extrem gut gefallen hatte! Als Anfangslage lernen wir die Großmutter Josephine der Protagonistin und Psychologin Olivia kennen. Die junge Frau hat sich auf das Thema "Gedächtnisstörungen" spezialisiert, und ist natürlich genau die richtige, um ihrer Großmutter, die von Demenz betroffen ist, in Paris plötzlich und unerwartet einen Mord gesteht, der viele Jahrzehnte zurückliegen soll. Was verbirgt sich dahinter? Die Erzählweise und der flüssige Schreibstil des Autors lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Ihr weiteres tun die extrem kurzen Kapitel, die mich als Leser dazu veranlasst haben, immer noch eines lesen zu wollen/müssen, da ich aufgrund der hohen Spannungslage unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, u. wie alles zusammenhängt. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven fast aller handelnden Personen und abwechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Wir haben es als mit mehreren Handlungssträngen zu tun, was mir sehr gut gefallen hat. Wer steckt hinter dem Mord, der kurz nach Kriegsende angeblich in dem sagenumwobenen Hotel Lutetia in Paris begangen wurde? Was für eine Rolle hat der Psychologe und Mentor Olivias, der alte Louis mit der ganzen Sache zu tun? Und wo ist Tom geblieben, der Liebhaber Olivias, der plötzlich und ohne Erklärung komplett von der Bildfläche verschwunden ist? Hat der auch etwas mit dem Fall zu tun? Ja, man kann vielleicht darüber streiten, ob es sich wirklich um einen echten Thriller handelt oder nur um einen guten Krimi! Aber das war für mich ehrlich gesagt nebensächlich! Ich fühlte mich grandios unterhalten, konnte das Buch kaum aus der Hand legen, u. es bekommt deshalb von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Anders spannend
Die Themen Gedächtnis und Erinnerungen eignen sich natürlich hervorragend für einen psychologisch angehauchten Thriller. Die Geschichte beginnt eher gemächlich, spitzt sich aber immer mehr zu und nimmt dowihl überraschende, als auch erschreckende …
Mehr
Anders spannend
Die Themen Gedächtnis und Erinnerungen eignen sich natürlich hervorragend für einen psychologisch angehauchten Thriller. Die Geschichte beginnt eher gemächlich, spitzt sich aber immer mehr zu und nimmt dowihl überraschende, als auch erschreckende Ausmaße an.
Die Geschichte wird in drei Zeitebenen erzählt, wobei zwei davon maßgeblich mit der Haupthandlung zusammenhängen und die dritte lange Zeit eher im Raum und über den Ereignissen schwebt. Jeder Erzählstrang umfasst aber insgesamt nur wenige Tage, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. Durch diese komprimierte Erzählweise und die drei zentralen Frauenfiguren gefällt mir der Aufbau des Buches gefällt sogar richtig gut. Es gibt immer mal abweichende Perspektiven, die Erzählung fokussiert sich aber schon hauptsächlich auf die drei Frauen.
Es geht viel um Schuld, alte Geheimnisse und zerstörte Existenzen. Das Nazi-besetzte Frankreich als Hintergrund der Geschichte gibt dem Ganzen eine bedrückende, abgründige Atmosphäre und rahmt die Handlung stimmig ein. Zentrale Frage ist aber ganz klar, wer hier nun eigentlich wer ist und wer von den Figuren wirklich Dreck am Stecken hat.
Der alte Fall ist innerhalb der Geschichte recht komplex aufgezogen, trotzdem hatte ich relativ schnell einen konkreten Verdacht. Die Auflösung fand ich insgesamt schlüssig und durchaus gelungen. Das Buch ist nicht unbedingt spannend auf die klassische Art, sondern eher durch das Verschwimmen von Grenzen, Moral und Realität.
Habs wieder sehr gern gelesen und auf die Auflösung hingefiebert.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Der Inhalt verspricht Großartiges: Dr. Olivia Finn, Expertin für verdrängte Erinnerungen, wird von London nach Paris bestellt. Ihre hochbetagte, fast 100 Jahre alte Großmutter Josefine, die ein berühmtes Gemälde für das Luxushotel Lutetia gemalt hat, sitzt unter …
Mehr
Der Inhalt verspricht Großartiges: Dr. Olivia Finn, Expertin für verdrängte Erinnerungen, wird von London nach Paris bestellt. Ihre hochbetagte, fast 100 Jahre alte Großmutter Josefine, die ein berühmtes Gemälde für das Luxushotel Lutetia gemalt hat, sitzt unter demselbigen in der Lobby und hat einen Mord gestanden, den sie im Jahre 1945 begangen hat. Sie alte Damen leidet unter Demenz.
Das Hotel war damals eine Art Durchgangsstation für KZ-Überlebende, um dort medizinisch versorgt zu werden, von Angehörigen gefunden zu werden und überhaupt als "Displaced Person" erst einmal unterzukommen. Gleichzeitig versuchte man dort aber auch mögliche Kollaborateure zu enttarnen.
Der Autor nimmt sich gleich mehrerer - psychologisch, ethisch und rechtlich - schwergewichtiger Themen an: Traumatische Kriegserinnerungen, die durch die Demenz wieder zu Tage treten, die Sühne von Verbrechen, die während der Besatzung Paris begangen wurden, die schwerwiegenden Traumata von und die Verbrechen an Menschen, die ins KZ deportiert wurden, Verrat, um einem höheren Ziel zu dienen usw. Es bleibt nicht allein bei diesen Themen, denn eigentlich hat fast jede der Handelnden einen Hintergrund, der für ein eigenen Roman gereicht hätte.
Zu diesen genannten Themen kommt on top noch eine renommierte Wissenschaftlerin, die sich mit dem kompliziertes Organ des Menschen befasst, dem Gehirn, genauer mit Gedächtnisprozessen.
Und das steht leider im starken Kontrast zur Umsetzung: Die Figuren und Konflikte bleiben blass und flach, unnötige Exkursionen oder Beschreibungen sorgen nicht für Tiefe, sondern für eine klischeehafte Zweidimensionalität. Das ist wirklich schade, denn in den Themen - in jedem einzelnen - würde soviel mehr stecken. Die Handlung wird flott voran getrieben, immerhin sind es 94 Kapitel, die aber alle kurz bis sehr kurz gehalten sind. Der einfache Satzbau lässt den Leser schnell durch die Seiten fliegen. Aber ich bin weder mit den Personen warm geworden noch hatte ich am Ende das Gefühl, richtig in die Handlung reingekommen zu sein. Bei all der Gewichtigkeit der Themen fehlt es völlig an Empathie.
Das Ende ist dann grundsätzlich keine Überraschung, allerdings bleiben einige Fragen offen bzw. werden nicht plausibel erklärt.
Ach ja, offiziell war es auch ein Thriller ... Die Raffinesse in der Konstruktion und im Erzählstil fehlt mir auf jeden Fall gänzlich. Manchmal wirkte es fast ungelenk. Den Hype um dieses Buch kann ich nicht nachvollziehen.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Selten hat mich ein auf Social Media gehypter Bestseller so sehr beeindruckt wie der raffiniert gestrickte Psychothriller "Anna O.", den der Schriftsteller Matthew Blake im vergangenen Jahr vorgelegt hat. Aus diesem Grunde konnte und wollte ich mir sein zweites Buch "Sophie L." …
Mehr
Selten hat mich ein auf Social Media gehypter Bestseller so sehr beeindruckt wie der raffiniert gestrickte Psychothriller "Anna O.", den der Schriftsteller Matthew Blake im vergangenen Jahr vorgelegt hat. Aus diesem Grunde konnte und wollte ich mir sein zweites Buch "Sophie L." nicht entgehen lassen.
Das Cover ist angelehnt an den Bestseller "Anna O.". Das in Schwarz-Weiß-Tönen gehaltene Cover ist schlicht gehalten, erzielt aber eine enorme Wirkung. Man sieht nur ein offenes Auge, das auf eine weibliche Person hindeutet. Was mag sich hinter dieser rätselhaften Darstellung verbergen? Der in Druckbuchstaben gesetzte Titel steht für Sophie Leclerc, eine gebürtige Französin, die im Mittelpunkt eines rätselhaften Geschehens im Hotel in Paris steht. Ein absoluter Hingucker ist der in einem knalligen Lila-Ton leuchtende Farbschnitt des Print-Exemplars, der auf die in der gleichen Farbe gestalteten Buchstaben L abgestimmt ist.
Die komplexe Handlung springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, wobei alle Rückblenden in das Jahr 1945, direkt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von besonderem Interesse sind. Das Geschehen wird aus mehreren Perspektiven vermittelt. Zu Wort kommen viele interessante Frauengestalten. Josephine und Sophie stehen für die Vergangenheit, sie waren beste Freundinnnen, die sich in den Wirren des Zweiten Weltkriegs aus den Augen verloren haben und im Hotel Lutetia in Paris wieder aufeinander treffen. Während der deutschen Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg war Josephine in der Resistance aktiv, sie hat die Aufmerksamkeit von Nationalsozialisten auf sich gezogen, um an streng vertrauliche Informationen im Austausch für sexuelle Gefälligkeiten zu kommen, auch wenn sie in der Öffentlichkeit als Nazi-Liebchen gebrandmarkt worden ist. Während dieser Zeit hat Josephine hat eine Schuld auf sich geladen, mit schweren Folgen für das Schicksal von Sophie, eine Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz. In der Gegenwart bekennt sich die demente Künstlerin Josephine zum Mord an Sophie, was sie mit ihrem Leben bezahlen muss, zum Entsetzen ihrer Enkeltochter Dr. Olivia Finn, die als Gedächtnisexpertin in einem Krankenhaus in London arbeitet und sich auf die Suche nach der Wahrheit - und dem Mörder ihrer Großmutter macht.
Matthew Blake arbeitet mit subtilen Andeutungen, die alle Lesenden mit vielen ungeklärten Fragen zurücklassen. Alles bleibt wie im Nebel, die miteiander verwobenen Handlungsstränge lassen kein klares Bild zu. Nach und nach kristallisieren sich gewissen Anhaltspunkte für eine der Tat verdächtige Person und ihre möglichen Beweggründe hinaus, aber das Ende bleibt überraschend. Hat dieses Buch das Potential, ein weiterer Bestseller zu werden? Was mich betrifft, möchte ich diese schwierige Frage mit einem klaren "Ja" beantworten. Matthew Blake erzählt eine bewegende, komplexe Geschichte, die von Wahrheit und Lüge erzählt und die Aussagekraft von menschlichen Erinnerungen in Frage stellt. Unbedingt lesenswert!
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Olivia ist Psychoanalytikerin und lebt mit ihrem kleinen Sohn alleinerziehend in London. Eines Morgens erhält sie einen Anruf von der Pariser Polizei. Ihre über 90jährige Großmutter behauptet nicht Josephine zu heißen, sondern Sophie und gesteht einen Mord, den sie vor 80 …
Mehr
Olivia ist Psychoanalytikerin und lebt mit ihrem kleinen Sohn alleinerziehend in London. Eines Morgens erhält sie einen Anruf von der Pariser Polizei. Ihre über 90jährige Großmutter behauptet nicht Josephine zu heißen, sondern Sophie und gesteht einen Mord, den sie vor 80 Jahren begangen haben will. Olivia ist die einzige Verwandte und reist sofort nach Paris, doch die Entwicklungen überschlagen sich. Wer sagt die Wahrheit? Wem kann man trauen? Zumal auch Olivia noch ihre Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen hat. Die Geschichte wird immer verworrener. Der Einstieg in den Roman gelingt leicht und verspricht Spannung. Angepriesen als Thriller, sind die Erwartungen hoch. Immer mehr Figuren tauchen auf, es gibt viele zeitliche Rückblenden und ich hatte zunehmend Schwierigkeiten einen roten Faden zu erkennen. Die Romanmitte ist langatmig und geprägt von Wiederholungen. Es scheint, als möchte der Autor ganz viele Aspekte einbringen, verzettelt sich und gibt den Figuren keine Tiefe, so dass sie am Ende fremd bleiben. Relativ schnell entwickelte sich bei mir ein Verdacht, welcher sich am Schluss auch bestätigte. Zum Ende hin nimmt die Geschichte nochmal an Fahrt auf und wird spannend. Einige Wendungen sind überraschend. Trotzdem blieben einige meiner Fragen unbeantwortet. Der Roman hat also Licht und Schatten. Besonders gut haben mir die historischen Bezüge gefallen und das Setting ist einmalig. Matthew Blake hat ein Auge für Beschreibungen. Als Thriller würde ich diesen Roman nicht einordnen und ihn eher im Genre Krimi anbieten. Leseempfehlung? Ich bin unschlüssig. An sich hat mir die Storyline sehr gut gefallen, doch ich sehe deutlich Luft nach oben. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Lichte Momente
Sophie L von Matthew Blake, erschienen im Fischer Scherz Verlag am 30.12.2025.
Olivia Finn lebt in London, wo sie als Gedächtnisexpertin an einem Krankenhaus arbeitet. Sie ist geschieden und lebt mit ihrem kleinen Sohn TJ zusammen. An einem Morgen bekommt sie einen …
Mehr
Lichte Momente
Sophie L von Matthew Blake, erschienen im Fischer Scherz Verlag am 30.12.2025.
Olivia Finn lebt in London, wo sie als Gedächtnisexpertin an einem Krankenhaus arbeitet. Sie ist geschieden und lebt mit ihrem kleinen Sohn TJ zusammen. An einem Morgen bekommt sie einen seltsamen Anruf aus Paris. Ihre Großmutter Josephine, eine bekannte Künstlerin, ist in das vornehme Hotel Lutetia gegangen und hat dort darauf bestanden, dass sie Sophie heißt und vor Jahren dort einen Mord begangen hat. Da Olivia sich um die demente Oma kümmert bittet die Polizei sie sich nach Paris zu begeben. Olivia verdonnert den Vater von TJ ihn von der Schule abzuholen und jagt mit kleinem Gepäck nach Paris. Dort wird die alte Dame in ihrer Obhut nach Hause gelassen und der Psychologe der Großmutter und Vertrauter Louis sendet seinen Sohn Edouard, um Olivia beiseitezustehen. Bei einem kurzen Ausflug, um in einem Café durch Internet ihre Verpflichtungen zu regeln, bekommt sie von Edouard eine Nachricht, die sie schnell zur Rückkehr bewegt. Da ist es aber schon zu spät. Die alte Dame ist tot. Ermordet.
Die Geschichte spielt im Jetzt und der Vergangenheit. Warum ist ein Mord, der sich vor Jahren ereignet hat mit seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart zu spüren? Geschickt verschachtelt der Autor die Zeitstränge zu einer spannenden Geschichte, die immer nur Stückchen der Wahrheit entblößt. Das Olivia nicht die Hauptfigur der Geschichte ist, konnte man sich denken bei dem Titel Sophie L. Hat die nette alte Dame, deren früheres Leben sich die Enkelin bisher gar nicht wirklich vorgestellt hat, wirklich einen Mord begangen, um ihre Identität zu wechseln und wer ist die Person, deren Mord sie gestanden hat?
Der Autor schickt den Leser geschickt auf Nebenschauplätze, was manchmal die eigentliche Story in die Länge zieht, aber gleichzeitig auch spannende Dinge zum Vorschein bringt, die einen am Ende zur Lösung bringen. Die Personen handeln nicht immer so, dass man ihre Beweggründe nicht immer sofort versteht. Man wird sozusagen vom Privatleben von Olivia etwas eingelullt. Geschickter Schachzug des Autors.
Die Geschichte ist flüssig geschrieben, die Personen sind zum großen Teil eher unsympathisch angelegt, wodurch man nicht wirklich warm mit ihnen wird, was aber auch nicht notwendig ist. Klare Kaufempfehlung.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Fesselnd und brillant geschrieben
„Sopie L.“ ist nach „Anna O.“ der zweite Thriller des Autors Matthew Blake, mit dem er mich ebenso gefesselt hat wie mit seinem ersten Buch.
Die Gedächtnisexpertin Olivia Finn lebt mit ihrem Sohn in London. Als sie einen Anruf aus …
Mehr
Fesselnd und brillant geschrieben
„Sopie L.“ ist nach „Anna O.“ der zweite Thriller des Autors Matthew Blake, mit dem er mich ebenso gefesselt hat wie mit seinem ersten Buch.
Die Gedächtnisexpertin Olivia Finn lebt mit ihrem Sohn in London. Als sie einen Anruf aus Paris erhält, dass ihre Großmutter Josephine verwirrt, unter einem ihrer Bilder in einem Hotel auftaucht, behauptet Sophie zu heißen und dort einen Mord gesteht, macht sich Olivia umgehend auf den Weg.
Der Schreibstil von Matthew Blake liest sich leicht und angenehm. Die Handlung wird in großen Teilen aus der Ich-Perspektive von Olivia erzählt, wechselt aber auch immer wieder in die Vergangenheit in das Jahr 1945. In diesen Rückblenden geht es um Josephine und Sophie. Durch die kurzen Kapitel - 92 auf 384 Seiten - entsteht ein richtiger Lesesog.
Die Anzahl der Charaktere ist recht hoch. Leider bleiben diese zum Teil recht blass und ich konnte lange keine Zusammenhänge erkennen. Dennoch hat mich der Roman gefesselt, da der Autor abwechslungsreich schreibt und auf unbequeme, historische Themen eingeht.
Ein wenig enttäuscht hat mich, dass es nur wenig Hintergrundinformationen zu den bereits im Klappentext angesprochenen verlorenen Erinnerungen gibt. Da wäre - in Kombination mit Olivias Beruf als Gedächtnisexpertin - mehr möglich gewesen.
Trotz dieses kleinen Kritikpunktes habe ich auch dieses Buch von Matthew Blake wieder innerhalb kurzer Zeit gelesen und bin gespannt auf weitere Werke des Autors.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Andere Kunden interessierten sich für
