-50%12)

Sofort lieferbar
Früherer gebundener Preis: 11,00 €**
Als Restexemplar::
Als Restexemplar::
**Frühere Preisbindung aufgehoben
Weitere Ausgaben:
PAYBACK Punkte
3 °P sammeln!
Neue Bücher, die nur noch in kleinen Stückzahlen vorhanden und von der Preisbindung befreit sind. Schnell sein!
Zwei alte Damen leben in der Papierfabrikantenvilla »Pirasol«: Die scheue Gwendolin ist 84 Jahre alt, Witwe und Alleinerbin des Hauses, Thea ist fünfzehn Jahre jünger und verfolgt einen eigenen Plan. Als man den vom Vater verstoßenen und seit drei Jahrzehnten verschollenen Sohn Gwendolins in der Stadt gesehen haben will, versucht Thea, ihren Einfluss zu sichern und vollends das Regiment im Haus zu übernehmen. Für Gwendolin der Auslöser, sich zu erinnern: an eine Berliner Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus, an den Verlust der Eltern und das eigene Überleben, an einen ne...
Zwei alte Damen leben in der Papierfabrikantenvilla »Pirasol«: Die scheue Gwendolin ist 84 Jahre alt, Witwe und Alleinerbin des Hauses, Thea ist fünfzehn Jahre jünger und verfolgt einen eigenen Plan. Als man den vom Vater verstoßenen und seit drei Jahrzehnten verschollenen Sohn Gwendolins in der Stadt gesehen haben will, versucht Thea, ihren Einfluss zu sichern und vollends das Regiment im Haus zu übernehmen. Für Gwendolin der Auslöser, sich zu erinnern: an eine Berliner Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus, an den Verlust der Eltern und das eigene Überleben, an einen neuen Anfang mit dem despotischen Papierkönig Willem, einen Brandanschlag und schließlich an die Verbannung des gemeinsamen Kindes. Am Ende lernt Gwendolin, allen Widrigkeiten etwas entgegenzusetzen - sich selbst.
Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
Susan Kreller, geboren 1977 in Plauen, studierte Germanistik und Anglistik und promovierte über englischsprachige Kinderlyrik. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 2012 mit dem Jugendbuch »Elefanten sieht man nicht« bekannt. Sie erhielt unter anderem das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium, den Hansjörg-Martin-Preis (2013) und 2015 den Deutschen Jugendliteraturpreis für »Schneeriese«. Sie arbeitet als Schriftstellerin, Journalistin und Literaturwissenschaftlerin und lebt in Bielefeld. »Pirasol« ist ihr Roman-Debüt im Berlin Verlag.
Produktdetails
- Piper Taschenbuch 31411
- Verlag: Piper
- 1. Auflage
- Seitenzahl: 288
- Erscheinungstermin: 27. November 2018
- Deutsch
- Abmessung: 189mm x 121mm x 23mm
- Gewicht: 267g
- ISBN-13: 9783492314114
- ISBN-10: 3492314112
- Artikelnr.: 70593545
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
»Pirasol ist ein besonderes Buch und birgt eine Geschichte in die man eben durch die Erzählweise tief einsteigt, eine Geschichte die in Erinnerung bleiben wird.« reingelesen.wordpress.com 20180515
Pirasol ist der Name der Villa, in der die 84jährige Gwendoline Suhr und die einige Jahre jüngere Thea Hartwig seit langen gemeinsam leben. Diese Villa kann eine Festung sein, aber auch zum Gefängnis werden.
Dem Buch ist ein Zitat der großartigen Dichterin Hilde Domin …
Mehr
Pirasol ist der Name der Villa, in der die 84jährige Gwendoline Suhr und die einige Jahre jüngere Thea Hartwig seit langen gemeinsam leben. Diese Villa kann eine Festung sein, aber auch zum Gefängnis werden.
Dem Buch ist ein Zitat der großartigen Dichterin Hilde Domin vorangestellt. Das deutet schon auf den hohen Ton des Romans hin, dem auch ein gewisse Pathos inne ist. Das ist nicht negativ gemeint, den daraus entsteht eine Feierlichkeit des Erzählens. Ein Stil, der sich vom Einheitsbrei der meisten zeitgenössischen Literatur abhebt, auch wenn er altmodisch wirken kann.
Auffällig auch die Erzählstruktur. Die Autorin setzt sinnvoll Zeitsprünge ein.
Gwendolines Erinnerungen reichen zurück in die Zeit, als ihr Vater in der schlimmen Zeit verhaftet und nach Sachsenhausen verbracht wurde, die Jahre ihrer unglücklichen Ehe mit dem besitzergreifenden Willem und ihrem Sohn.
Gegen den Jungen war Willem sogar gewalttätig. Das Gefühl, ihr Kind nicht beschützen zu können, ist für Gwendoline die schlimmste Qual.
Diese Szenen vermögen zu berühren, da die Autorin sie sehr sensibel und mit Detailgenauigkeit schildert.
Gwendoline musste harte Zeiten durchmachen. Auch die Jahre nach dem Krieg waren nicht leicht, das Eheleben mit dem älteren, sadistischen Mann war eine Qual.
Schlimm, dass selbst nach Willems Tod mit Thea sich noch so ein Parasit bei ihr einnistet. Aber da steckt noch etwas anderes dahinter.
Sprachlich ist der Roman feinfühlig gemacht. Es gibt zahlreiche Sätze, die bemerkenswert sind.
Manchmal ist das geschilderte für den Leser nicht einfach zu ertragen, aber es ist ein wichtiges Buch.
Susan Kreller schafft eine Sprache, die angemessen ist, den gepeinigten der Welt, die sich selbst nicht äußern können, eine Stimme zu geben.
Das halte ich für eine große Leistung.
Weniger
Antworten 1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
Erschütternd und Erschrecknd
Inhaltsangabe: Quelle Lovely Boox
Zwei alte Damen leben in der Papierfabrikantenvilla »Pirasol«: Die scheue Gwendolin ist 84 Jahre alt, Witwe und Alleinerbin des Hauses, Thea ist fünfzehn Jahre jünger und verfolgt einen eigenen Plan. Als …
Mehr
Erschütternd und Erschrecknd
Inhaltsangabe: Quelle Lovely Boox
Zwei alte Damen leben in der Papierfabrikantenvilla »Pirasol«: Die scheue Gwendolin ist 84 Jahre alt, Witwe und Alleinerbin des Hauses, Thea ist fünfzehn Jahre jünger und verfolgt einen eigenen Plan. Als man den vom Vater verstoßenen und seit drei Jahrzehnten verschollenen Sohn Gwendolins in der Stadt gesehen haben will, versucht Thea, ihren Einfluss zu sichern und vollends das Regiment im Haus zu übernehmen. Für Gwendolin der Auslöser, sich zu erinnern: an eine Berliner Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus, an den Verlust der Eltern und das eigene Überleben, an einen neuen Anfang mit dem despotischen Papierkönig Willem, einen Brandanschlag und schließlich an die Verbannung des gemeinsamen Kindes. Am Ende lernt Gwendolin, allen Widrigkeiten etwas entgegenzusetzen – sich selbst.
Meine Meinung :
Zur Autorin
Es ist mein erstes Buch von Susan Kreller, den ich von ihr gelesen habe. Ein beeindruckender Roman, der sich durch ihren speziellen und eigenen Sprachstil hervorhebt, er ist stellenweise schon Poetisch. Die Worte perlen ihr flüssig aus der Feder, ihr Erzählstil fordert einem beim Lesen heraus und ist gewöhnungsbedürftig. Aber von Seite zu Seite wurde der Spannungsbogen besser. Die Personen und deren Charaktere sind gut heraus gearbeitet. Es geht um Schuldgefühle, Unterdrückung, Sadismus und Vergebung. Eine Geschichte mit sehr viel Tiefgang.
Zum Inhalt:
Sehr gut sind die beiden Alten Damen Thea die jünger als die 84 Jährige Witwe Gwendolin ist, die langsam zu erwacht und sich zur Wehr setzt. Willem ihr verstorbener Mann unter dem sie Jahrelang litt, der sie seelisch Misshandelte, genauso wie ihren gemeinsamen Jungen. Er hielt sie klein, allein durch seine frostigen Blicke, die man förmlich spüren konnte. Es fröstelte einem beim Lesen. Thea die sie sich nach dem Tode in ihre Villa Pirasol holte, ist aus dem gleichen Holz geschnitzt wie ihr verstorbener Ehemann. Ich glaube hätte Gwendolin geahnt, was sie sich mit Thea ins Haus holte, hätte sie es gelassen. Thea ist wie ein Parasit, eine Zecke die sich festgebissen hat, Gwendolin fängt sich an zu wehren, lehnt sich gegen sie auf, möchte sie aus der Villa haben,um sich von ihrem Regiment und Einfluss zu befreien. Wenn man gemeinsam mit Gwendolin in ihre Kinder-und Jugendzeit abtaucht, lernt man zu verstehen. Da ist die Zeit des Naziregimes, der zweite Weltkrieg, der Vater von den Nazis verhaftet und ins Lager verschleppt, die Mutter seit der Bombennacht vermisst, die Zeit nach dem Krieg, Hunger und Elend. Als sie den Papierfabrikanten Willem Suhr kennenlernt, ihn heiratet, da beginnt so richtig die ganze Tragödie. Ihr Mann ein Despot, der sie erniedrigt und seinen Jungen verachtet. Das alles lastet ihr auf der Seele.....
Weniger
Antworten 1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
In der Villa „Pirasol“ leben zwei alte Damen. Gwendolin ist die Eigentümerin der Villa, die die jüngere Thea bei sich aufgenommen hat. Aber es ist keine Wohngemeinschaft auf Augenhöhe, denn Thea nutzt es schamlos aus, dass sich Gwendolin nicht wehren kann.
Am Anfang ist …
Mehr
In der Villa „Pirasol“ leben zwei alte Damen. Gwendolin ist die Eigentümerin der Villa, die die jüngere Thea bei sich aufgenommen hat. Aber es ist keine Wohngemeinschaft auf Augenhöhe, denn Thea nutzt es schamlos aus, dass sich Gwendolin nicht wehren kann.
Am Anfang ist es mir recht schwer gefallen, in die Geschichte hineinzufinden, da die Zeiten immer wieder wechseln. Doch schon sehr bald hat mich das Buch dann vollkommen in den Bann gezogen.
Gwendolin hat es nie leicht gehabt in ihrem Leben. Nachdem im Krieg Vater und Mutter verschwunden sind, musste sie sich durchschlagen. Später ging sie eine Ehe mit Willem ein, der sich dann als Despot herausstellte. Sie begehrt nicht auf, auch wenn das „Armband“ die Gewalt Willems dokumentiert. Auch wenn er den Jungen quält und einsperrt, wehrt sie sich nicht. Dann ist der Junge weg, sie wird irgendwann Witwe und nimmt Thea auf. Welches Druckmittel hat Thea in der Hand, dass sie so auftreten kann?
Oft hätte ich Gwendolin schütteln können, um sie aufzufordern, sich zu wehren. Aber vielleicht wird man so, wenn das Schicksal einen beutelt.
Am Ende überrascht mich nicht nur Gwendolin.
Es ist ein Buch, das berührt und einem lange im Gedächtnis bleibt.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Andere Kunden interessierten sich für