Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Arietta
Danksagungen: 9 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 135 Bewertungen
Bewertung vom 30.05.2018
Die Frauen am Fluss
Webb, Katherine

Die Frauen am Fluss


ausgezeichnet

Katherine Webb, hat mit ihrem neuen Roman „ Die Frauen am Fluss“, einen sehr dichten, spannendem und Atmosphärischen Roman über eine geheimnisvolle Liebe geschaffen die nicht sein durfte. Ein Geschichte voll von Rache, Eifersucht, mysteriöser und dunkler Geheimnisse. Das ganze spielt auf zwei Zeitebenen 50 Jahre vorher 1872 und 1922, die sie sehr gut mit einander verwebt hat. Vier starke Frauen die stumme Clemmie, Nancy die Tante von Alistar Irene seine Frau und Pudding das Stallmädchen, stehen im Zentrum der Geschichte. Obwohl sie so unterschiedlich sind, verbindet sie ein dunkles und schreckliches Geheimnis. Das ganze entwickelt sich als ein sehr raffinierter Familienkrimi. Ihr Schreibstil ist sehr mitreißend, und spannend sie führt einem gekonnt auf manche falsche Fährte, alles ist sehr Bildhaft beschrieben. Ihre Figuren wirken real und auch die einzelnen Charaktere sind gut heraus gearbeitet.“ Ein tolles Buch das einem beim Lesen auf die Folter spannt und einem mitfiebern lässt.“

Zum Inhalt:
Sehr schön ist das England und die Menschen um 1872 und 1922 beschrieben, mit all ihren Standesdünkel, ob in London oder im idyllischen Dörfchen Slaugford. Irene die Londonerin tat mir schon sehr Leid, als sie nach ihrer Hochzeit mit Alistar Hadleigh dem Gutsherr und Betreiber der Mühle in diesem Idyllischen Dorf landet. Gut Irene schien am Anfang sehr reserviert und Kühl, aber nach und nach entdeckt man ihren wahren Charakter, es war nicht so einfach sich dem Alltag auf dem Land einzufügen. Besonders die Nancy, die Tante von Alistar macht es ihr nicht leicht, eine sehr unsympathische und unterkühlte Frau. Sie scheint Eifersüchtig auf Irene zu sein, sie vergöttert Alistar geradezu. Nur in dem Stallmädchen Pudding, eine sehr liebenswerte Person, findet sie allmählich eine Freundin und vertraute. Beim Umbau eines Zimmers im Gutshaus, taucht im Kamin eine mysteriöse Puppe auf, was hat es mit ihr auf sich, wer hat sie dort versteckt? Mit der Unterstützung von Pudding macht sich Irene auf um heraus zubekommen, woher sie stammt, dabei stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Als auch noch Alistar auf brutalste Weise ermordet wird, und ausgerechnet Donny der behinderte Bruder von Pudding in Verdacht gerät der Mörder zu sein, nur weil man ihn bei der Leiche fand. Er beteuert seine Unschuld, was ihm nichts nutzt, nur Pudding und auch später Irene glauben an seine Unschuld. Puddings Verzweiflung ist so Spürbar, sie glaubt ihrem Bruder Donny und findet in Irene eine Verbündete. Beide machen sich auf die Suche nach der Wahrheit, sie stoßen dabei auf schreckliche und dunkle Geheimnisse, aber für die Polizei scheint die Sache abgeschlossen. Ob es ihnen am Ende gelingt Donny vor dem Strang zu retten, die Zeit wird knapp.

Bewertung vom 23.05.2018
So kocht Südtirol
Wieser, Gerhard; Bachmann, Helmut; Gasteiger, Heinrich

So kocht Südtirol


ausgezeichnet

Ein Kochbuch das begeistert, auch für Anfänger
Inhaltsangabe: Quelle ATHESIA-VERLAG
„So kocht Südtirol“ ist der Klassiker unter den Kochbüchern der Südtiroler Küche. Das „So kocht Südtirol“-Team hat Südtirols Küche mit diesem Standardwerk weit über ihre Grenzen hinaus bekannt und beliebt gemacht. Die erste Ausgabe wurde im Jahr 2000 auf den Markt gebracht, seitdem sind 16 Auflagen und über 70 Bestseller-Titel in einer Gesamtauflage von über 1 Million Exemplaren gedruckt und verkauft worden. Zum 15-Jahr-Jubiläum (2015) erschien das Standardwerk der Südtiroler Küche vollkommen überarbeitet mit neuer Grafik sowie ergänzt mit den wertvollen Nährwertangaben.
Im Jahr 2016 erhielt es dafür die Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands (GAD) mit der folgenden Begründung: "Diese Neuausgabe des Bestseller-Buches stellt umfangreich u.a. die Küche Südtirols vor, ist zeitgemäß überarbeitet. Durch die Rezeptvielfalt (mit Nährwertangaben) gilt es auch als eines der Grundkochbücher der Südtiroler Küchen. Es unterstützt als Nachschlagewerk für Grundrezepte die ersten Kochversuche ebenso wie auch Profis, die neue Kreationen und Ideen im Buch finden."


Meine Meinung zu diesem Kochbuch
So kocht Südtirol, ist ein Kochbuch das einem beim durchstöbern nach Rezepten, das Herz aufgehen lässt. Ich bin mehr als begeistert von diesem kulinarischen Werk, das einem mitnimmt auf die Reise von den Alpen bis in den Süden. Es bleibt kein Wunsch offen bei dieser Vielfalt an Rezepten, ob Herzhaftes oder süßes, Mehlspeisen und auch Vegetarier kommen nicht zu kurz, für jeden Gaumen und Genießer ist etwas da. Ein Ideales Kochbuch auch für Neulinge und Anfänger, alles ist sehr einfach in Schritt für Schritt Anleitungen erklärt. Ob Rezept Anleitungen, Maße, Gewichte, die Vorratshaltung, Tipps, Tricks usw. alles ist vorhanden und sehr schön Aufgegliedert.
Was mir auch gut gefiel die Inhaltsangabe und die einzelnen Kapitel sind farblich und benutzerfreundlich gestaltet. Auch die vielen schönen Fotos zu den verschiedenen Gerichten und Rezepten, lassen einem schon beim betrachten der Bilder, das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ich habe so einige Rezepte ausprobiert und war begeistert, sie sind in Schritt für Schritt beschrieben. Dieses Werk kann ich bestens Gewissen nur weiterempfehlen, auch als ein tolles Geschenk für Koch-Azubis, Hochzeiten, Geburtstage oder Kochanfänger. Dieses Werk hat mehr als 5 Sterne verdient !

Bewertung vom 18.05.2018
Trude
Gasser Rist, Rose Marie

Trude


ausgezeichnet

Trude eine großartige Frau

Meine Meinung:
Zur Autorin:
Es ist mein erster Roman von:“ Rose Marie Gasser Rist „ und ich bin sehr begeistert von „Trude“, eine ungewöhnliche, bewundernswerte und starke Frau, man muss sie einfach lieben. Es ist ein großartiger und facettenreicher Roman, der nichts auslässt, Liebe, Trauer, Verlust, Krieg, Mystik und Migration. Ein Meisterwerk und Auftakt zu einer Familien Trilogie, ich freue mich schon auf Teil 2 Amber und kann es gar nicht erwarten, dieses Buch in Händen zuhalten und zu lesen. Man prallt beim Lesen auf 90 Jahre geballtes Frauenleben, Trude die sich in der Domäne der Männerwelt durchsetzen muss. Ich war einfach fasziniert von ihr, wie sie trotz aller Widrigkeiten in ihrem Leben, alle Klippen umschiffte, wie ein Kapitän auf hoher See. Der Erzählstil ist sehr kraftvoll, packend, Bildhaft und mitreißend. Ihre einzelnen Figuren und deren Charaktere sind sehr facettenreich und Authentisch geschildert. Man fühlt sich beim Lesen in die Geschichte hinein katapultiert, lacht und weint mit den Protagonisten mit und fühlt sich eins mit ihnen.

„ Ein sehr aufwühlender Roman, voller wärme und Leben“

Zum Inhalt:
Ich habe mich gefreut Trude von klein auf kennen und Lieben zu lernen und sie 90 Jahre auf ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen. Trude hatte keine einfache Kindheit, sie wuchs in einem Männerhaushalt ohne Mutter auf , die sehr früh verstorben war. Dem Mädchen fehlte die mütterliche Geborgenheit und Wärme, der Vater ein sehr strenger Mann konnte sie dem Kind nicht geben. Deshalb freute es mich, als sie der jungen Witwe Olga mit ihren 2 Töchtern begegnete, die es schaffte das Mädchen bei sich aufzunehmen, und ihm all das gab, was es so vermisste. Frohsinn und lachen lernte sie bei Olga und auch Freiheit. Die Jahre vergehen und Trude lernt Valentin den jungen Schiffbauingenieur kennen, es ist die große Liebe auf beiden Seiten. Sie verlässt mit ihm Estland und folgt ihm nach Russland wo er Arbeit hat. Aber die kleine Familie die sie nun geworden sind, müssen Russland wegen den Politischen Unruhen verlassen und sie wandern nach Australien aus. Hier beginnt eine Aufregende Zeit, Valentin ist Beruflich auf dem Höhepunkt, sie lernen die Aborigines kennen, eine herrliche Zeit, bis der 2. Weltkrieg auch Darwin erreicht. Es sind die Aborigines , die Trude den halt und die Ruhe geben, als sie Valentin und Jury verliert, als es heißt von ihnen Abschied zunehmen, diese Trauer Zeremonie im Outback fand ich sehr ergreifend, ich hatte Tränen in den Augen. Wir erleben von da an noch viele mit Trude und ihren Lieben. Es wird ein Leben mit viel Höhen und tiefen , viele Aufregende Abenteuer müssen wir noch mit Trude meistern und bestehen, es treffen noch sehr viele unerwartete Ereignisse uns überrollen, aber es gibt ja Trude die auf alle Konversationen pfeift und die Klippen bestimmt sicher umschiffen wird. So ein mancher tanzt aus der Reihe....

Bewertung vom 15.05.2018
Kenia Valley
Gordon, Kat

Kenia Valley


ausgezeichnet

Kat Gordon, hat mich beim Lesen mit ihrem Afrika Roman, geradezu verzaubert, alles ist sehr bildhaft geschildert, man riecht, sieht und schmeckt Afrika, die weite Landschaft in ihrem flirrenden Licht. Ihr Schreibstil ist klar, kraftvoll und sehr mitreißend, sie nimmt uns mit auf die reise nach Kenia und in die zwanziger Jahre. Die Worte scheinen Kat Gordon beim schreiben nur so aus der Feder zu sprudeln. Alles ist sehr Authentisch, besonders die zwanziger Jahre und das Leben in Kenia werden wieder gespiegelt. „ The Happy Valley Set“ , wie es leibt und lebt, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Ihre Protagonisten sind sehr facettenreich heraus gearbeitet und auch deren einzelne Charaktere. Ein Roman voll von Liebe, Missgunst, Neid, wahren und falschen Freunden. Die Figuren besonders Theo sind auf der Reise und Suche nach sich selbst.

Zum Inhalt:
Schon allein der Cover ist ein Hingucker und elegant gestaltet. Er gibt den Inhalt der Geschichte wieder, die Tiere und Pflanzen Afrikas, das Champagner Glas als Symbol für die „The Happy Valley Set“ Gesellschaft.
Es war schön, ergreifend, abenteuerlich und auch am Ende traurig, diese Geschichte zu lesen, sie ging unter die Haut. Es dreht sich hauptsächlich um den erst damals 15 Jährigen Theo, der mit seiner jüngeren Schwester Maud und seinen Eltern, den Boden Afrikas betritt. Wir begleiten die beiden bis zu ihrem Erwachsensein, und erleben mit ihnen so einiges. Schauen teilweise in tiefe Abgründe, erleben mit dem 15 Jährigen Theo der in eine Clique älterer und falscher Freunde gerät.
Sein Charakter ist am Anfang sehr zerrissen, ein Junger Mensch auf der Suche nach sich selbst, nach Geborgenheit und Anerkennung, die er zuhause bei seiner Mutter nicht findet. Eine Frau fand ich Egoistisch, kalt und Gefühlslos, nur mit sich selbst beschäftigt, die Familie scheint ihr gleichgültig zu sein. Maud dagegen ist ein Mädchen, das mit beiden Füßen auf dem Boden steht, sie weiß was sie will. Besonders für die belange der schwarzen tritt sie ein, für sie sind alle Menschen gleich. Aber auch sie vertraut sich in größter Not nicht der Mutter an. Aber die Geschwister sind immer für einander da, was ich an denen zwei bewunderte, sie gehen durch dick und dünn, selbst wenn es zum schlimmsten kommt, ist aufeinander verlass. Diese Geschichte ist so Gefühlvoll und einmalig, das jeder sie lesen sollte. Es ist Afrika Pur, man erlebt die Einheimischen mit ihren Sorgen, die versnobte weise Gesellschaft und erlebt mit ihnen, Drogen, Sex und Alkohol Exzesse.

„ Afrika Pur, Elegant , spannend und Einfühlsam erzählt“

Bewertung vom 03.05.2018
Villa Emma
Voigt, Klaus

Villa Emma


ausgezeichnet

Die Kinder der Villa Emma

Klaus Voigt, Villa Emma, Jüdische Kinder auf der Flucht , 1940-1945

Meine Meinung: Zum Autor und dem Buch

Gleich vorweg dieses Buch ist kein Roman, es ist eine Dokumentation über die Flucht dieser 73 Jüdischen Kinder. Sehr ruhig schildert Klaus Voigt, wie es zur Flucht kam, die ganze Vorgeschichte und Organisation , alles sehr Präzise, sehr hilfreich ist das Vorwort und auch der Quellenanhang und die Liste mit den Namen der Betroffenen. Es ist kein Buch für zwischendurch es fordert einem heraus beim Lesen, im positiven Sinne, man muss oft innehalten um alles zu verdauen. Schön sind auch die vielen Fotos im Buch. Dieses Villa Emma in dem Italienischen Dörfchen Nonantola , bot den 73 jüdischen Kindern auf der Flucht vor den Nazis während des2. Weltkrieges Schutz für 1 Jahr. Wenn man bedenkt was diese Kinder durchmachten, bekommt man Gänsehaut, Fünf Jahre waren sie auf der Flucht, eine wahre Odyssee, die durch 3 Länder führte, alles war mehr als beschwerlich und gefährlich.. Es begann im Januar 1941 in Berlin, sie ließen ihre Familien zurück und brachen auf ins Unbekannte und wussten nicht ob sie sich jemals wiedersehen würden. Es ging über Graz, über Jugoslawien, bis nach Italien in das Dorf Nonantola , wo sie in der Villa Emma für ein Jahr Schutz fanden. Die Bevölkerung stand auf ihrer Seite, man half den Kindern wo man konnte, auch die Kinder und ihre Begleiter leisteten viel, für ihren täglichen Lebensunterhalt, es war Krieg und es fehlte an allen Ecken und Kanten. Alles hätte weiter so friedlich laufen können, bis die deutsche Wehrmacht näher rückte und Italien besetzte. Auch hier muss ich der Bevölkerung und der Kirche meine Hochachtung zollen, sie riskierten viel, als sie die Kinder versteckten. Allen Kinder gelang die Flucht, bis auf einen Jungen, in die Schweiz, was auch sehr Risikoreich war, von hier aus, ging es nach Barcelona wo sie nach Ende des Krieges mit dem Schiff nach Palästinas fuhren.
Viel zu verdanken haben auch diese Kinder, der deutsch-jüdischen Widerstandskämpferin Recha Freier., die eine Organastion gründete, die minderjährigen Kinder half und ihnen die Flucht ermöglichte.
Vielen Dank an Klaus Voigt, für dieses Buch und die Neubearbeitung, er hat damit den Kindern der Villa Emma und allen beteiligten ein Denkmal gesetzt. Es war sehr Interessant dieses Buch zu lesen. Durch den Film, die Kinder der Villa Emma, wurde ich Aufmerksam auf dieses Buch.

Bewertung vom 27.04.2018
Im Schatten von San Marco
Smith, Martin Cruz

Im Schatten von San Marco


ausgezeichnet

Spannend und Romantisch

Meine Meinung zum Autor:

Martin Cruz Smith, hat mit seinem Roman, „ Im Schatten von San Marco“, eine sehr Bildhafte, facettenreiche und spannende Liebes-und Spionagegeschichte geschrieben. Sein Schreibstil ist sehr flüssig, klar und mitreißend, aber auch voller Romantik und Action, er hält einem beim Lesen in Atem und lässt einem mitfiebern, was passiert, wird am Ende die Gerechtigkeit siegen. Die Zeit kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs ist gut beschrieben, ob es um die Partisanen, Faschisten, Nazis oder den Duce Mussolini geht alles wirkt lebendig und Authentisch. Er wandelt mit uns durch Venedig, und nimmt uns mit seinen Protagonisten auf die Reise nach Saló an den Gardasee. Er spannt einem ganz schön auf die Folter, ob sich Giulia und Cenzo näher kommen, was für ein Spiel sein Bruder Giorgio wirklich spielt, auf was für einer Seite steht er wirklich. Er lässt uns hinter die wahren Charaktere und Gesichter seiner einzelnen Protagonisten blicken und deren Emotionen. Alle seinen Figuren hat er Leben eingehaucht und sie gut herausgearbeitet. Für mich als Venedig Leberhaberin war es ein Genuss und Leckerbissen diesen Roman zu lesen....


Zusammenfassung zum Inhalt:

Ich fand es sehr spannend als der Fischer Cenzo des Nachts aus der Lagune , eine leblose wirkende Frau fischte. Wer war sie, mir schien Giulia verängstigt, aber auch widerspenstig und sehr willensstark. Als Giulia langsam merkt das sie nichts von Cenzo zu befürchten hat und vertrauen zu ihm fast, erzählt sie ihm das ganze Drama. Sie ist Jüdin und heißt Giulia Silber, sie wurde mit ihrer Familie und anderen Julia, die Schutz in einer Klinik gefunden hatte, dort von den Nazis bei einer Säuberungsaktion überrascht und abtransportiert, nur ihr gelang die Flucht, sie schwamm durch die Lagune. Sie hat aber den wahren Peiniger erkannt, einen gewissen Da Costa, der sie suchen wird, den ihr Name stand auf der Liste. Eine Aufregende Zeit beginnt, Cenzo versteckt sie in seiner alten Fischerhütte, aber es wird immer gefährlicher und riskanter, die Faschisten schnüffeln im Fischerdorf bei Venedig herum. Da, taucht auch noch sein Bruder Giorigo der Filmschauspieler ist auf, sie sind sich nicht grün. Hier kocht so manches hoch was zwischen den Brüdern lief, Cenzo traut ihm nicht. Er vertraut Giulia einem alten Bekannten an, der sie in Sicherheit bringen soll, aber dieser wird Tod aufgefunden und Giulia ist spurlos verschwunden. Es wird ab hier so richtig abenteuerlich und Aufregend, als Cenzo widerwillig seinen Bruder nach Saló an den Gardasee zu Filmaufnahmen begleitet, eigentlich nur in der Hoffnung Giulia wiederzufinden. Er lernt die Maria Paz, die Frau des Argentinischen Konsuls kennen, die ein undurchsichtiges Spiel zu spielen scheint, erst recht der Film Produzent Otto Klein ist auch nicht so richtig koscher. Wem kann er wirklich trauen. Auf was für einer Seite stehen sie, der Nazis die dort alles besetzt haben, oder auf der Seite des Duc. Es wird jedenfalls alles sehr spannend und mache so unvorhergesehene Wendung wird eintreten, und manches auf den Kopf stellen......


" Ein spannender, facettenreicher und romantischer Lesegenuss "

Bewertung vom 18.04.2018
Kranichland
Baumheier, Anja

Kranichland


ausgezeichnet

Anja Baumheier, ist mit ihren Erstlingswerk ein großartiger Werk gelungen. Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte über die DDR, vielleicht erzählt sie deshalb alles so eindringlich, da sie selbst die ersten 10 Jahre dort aufgewachsen ist, so konnte sie sich in ihre Protagonisten sehr gut hineinversetzen. Eine Geschichte die mir beim Lesen unter die Haut ging, ich war derartig an das Buch gefesselt, das es mir sehr schwerfiel es aus der Hand zulegen. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig , spannend, real und Bildhaft, so das manche so manche Szene vor Augen hatte. Besonders das Schicksal Marlenes ging mir beim Lesen unter die Haut. Ihr scheinen beim Schreiben, nur so die Worte aus der Feder zu perlen. Ihre Figuren und deren Charaktere sind sehr facettenreich herausgearbeitet, sie hat ihren Protagonisten Leben eingehaucht, sie trifft genau deren Sprache und Gefühle. Die Geschichte der DDR mit all ihrer Willkür und dem Alltag hat sie so richtig zum Ausdruck gebracht, wer nicht spurte wurde eingesperrt. An manchen Stellen musste ich innehalten,besonders als Marlene im Gefängnis saß kamen mir die Tränen. So viel Grausamkeit ist einfach unvorstellbar, zu was der Mensch alles fähig ist, als ob sie kein Herz besitzen würden.

„ Liebe Anja Baumheier, weiter so, dein Roman ist ein rundum gelungener Lesestoff“


Zum Inhalt:
Das Schicksal der Figuren hat mich sehr bewegt, allein diese Bombennächte die Elisabeth mit ihrer Mutter Käthe im Keller verbrachte, als die Bomben auf Rostock fielen. Ich hatte das Gefühl dabei zu sein. Johannes Groen, der nach dem Krieg aus Schlesien nach Rostock flieht. Als er dort Elisabeth kennen lernte, es war Liebe auf den ersten Blick. Hätte er nur nicht seinen Retter Kolja kennengelernt, vielleicht wäre er nie beim Staatssicherheitsministerium gelandet und nicht so ein Linientreuer DDR Bürger und Befürworter geworden. Kolija, ist ein sehr unsympathischer Zeitgenosse, der Johannes in der Hand hat. Johannes verlangt von seiner Familie das gleiche, den glauben an den Sozialismus. Charlotte die Älteste ist es, nur Marlene und ihr Freund der Pfarresssohn hinterfragen das ganze sehr kritisch. Was besonders der schwangeren Marlene zum Verhängnis wird. Das was mit Marlene im Gefängnis als Politische Gefangene geschah hinterlässt mir immer noch Gänsehaut. Was dann alles in der Familie abläuft, ist unglaublich. Auch wenn es zugunsten Marlenes sein soll, was Elisabeth und Johannes da tun, ist sehr schwer zu verstehen. Die Ehe von den beiden, scheint aus dem Ruderzulaufen. Ihr ganzes Leben ist von nun an auf einer Lüge und Geheimnisen aufgebaut. Jahrzehnte später als längst die Mauer gefallen ist, kommt durch eine Erbschafft alles ans Licht, mit all ihren Folgen. Die, die Erben aus der gewohnten Bahn wirft.

Bewertung vom 11.04.2018
Der Himmel über unseren Träumen
Rehn, Heidi

Der Himmel über unseren Träumen


ausgezeichnet

Vergangenheitsbewältigung

Die Autorin Heidi Rehn setzt sich mit ihren neuen Roman „ Der Himmel über unseren Träumen“, der 1954 in München seinen Lauf nimmt mit der Rolle der Frau in den 50er auseinander, auch der dunklen Vergangenheit Deutschlands. Vom Wiederaufbau der Städte und dem Neuanfang, die Menschen möchten diese dunkle und schreckliche Zeit vergessen und wollen nach vorne schauen.
Das alles hat sie sehr lebendig, Bildhaft und real geschildert, sodass man sich in die Figuren hinein fühlen konnte. Sie trifft auch mit ihrem flüssigen Schreibstil und ihrer Sprache, genau ihre Protagonisten und ihre Charaktere, sie sind wie aus Fleisch und Blut, wirklich real und greifbar.
Ein rundum gelungener und spannender Lesestoff der die 50er Jahre aufleben lässt und einem in Erinnerungen schwelgen lässt, die sie wach ruft.
Es macht Spaß mit der Architektin Vera einer mutigen und couragierten jungen Frau, mit jüdischen Wurzeln die aus ihrem Exil aus Amerika zurückgekehrt ist auf ihren Wegen zu begleiten. Sie ist eine Frau die es versteht sich in der Männerdomäne durch zusetzten, wenn ihr Weg auch manches mal steinig scheint. Als sie sich dann noch in ihren Kollegen Arthur verliebt scheint die Zukunft Perfekt, aber Arthur hat ein anscheinend dunkles Geheimnis, das ihn sehr belastet und über das er sich ausschweigt, auch sein Kollege und bester Freund Ludger der er von klein auf kennt scheint darin verstrickt. Sehr bewundert habe ich Ysabel eine Freundin von Vera, eine sehr bodenständige Frau, die immer mit Rat und Tat Vera zur Seite steht und mit ihr durch Dick und dünn geht. Ganz im gegen teil schien mir die Cousine Charlotte von Vera, ebenfalls sehr kämpferisch und selbstbewusst, man konnte sie nie so richtig durchschauen und einschätzen, fragte sich was für ein Spiel, spielt sie wirklich, aber das machte das ganze ja so spannend. Drei Frauen und zwei Männer und ihre Schicksale offenbaren sich einem beim lesen. Ich habe bis zum Schluss mit gefiebert, ob Vera und Arthur es schaffen ihre Träume und Zukunftspläne zu verwirklichen.

Bewertung vom 29.03.2018
Der Einsiedler
Rydahl, Thomas

Der Einsiedler


ausgezeichnet

Aufregend, spannend und sehr berührend

Meine Meinung zum Autor und Buch


Mit seinem Roman „ Der Einsiedler“ ist Thomas Rydahl ein beeindruckendes Debüt gelungen. Der Krimi ist intelligent, brillant, tiefgründig und sehr berührend, ein Buch voller Emotionen. Der Schreibstil ist kraftvoll, flüssig, mitreißend und sehr Bildhaft. Man hat das Gefühl mit all den Protagonisten über die Insel Fuerteventura zu begleiten. Die Insel ist so toll beschrieben, mit all ihrem Charme und Reizen, den großen Sanddünen, den Passat Winden und dem Calima, das rauschen der Wellen, die unendliche Weite des Atlantiks, man riecht und schmeckt die salzhaltige Luft und spürt die Kraft der Sonne. Auch die Inselbevölkerung ist hervorragend heraus gearbeitet. Seine Figuren und ihre einzelnen Charaktere sind sehr facettenreich beschrieben.Man fühlt sich beim Lesen auf die Insel Katapultiert und begleitet den alterten 70 Jährigen Taxifahrer Erhard Jorgensen, eine Däne der es vor vielen Jahren auf die Insel verschlagen hat. Ja, besonders hat es mir von Anfang an dieser Taxifahrer Erhard angetan, ein vielleicht etwas eigenbrötlerischer Mensch, der mit seine Ziegen Laurel und Hardy ziemlich zurückgezogen auf der Insel lebt. Eramitano, so nennen ihn die Einheimischen. Er ist ein sehr gradliniger Mensch, der sich für Gerechtigkeit und Wahrheit einsetzt, angetan haben es ihm der behinderte Az und seine Mutter, um die er sich kümmert. Aus diesem Alltagstrott, wird er eines Tages heraus gerissen, als man am Strand ein abgestelltes Auto mit der Leiche eines kleinem Jungen im Pappkarton findet. Im lässt der Fall keine Ruhe, die Polizei zeigt kein großes Interesse, aber Erhard möchte das die Wahrheit ans Licht kommt, wie kam das Auto dorthin und wo ist die Mutter geblieben. Bei seiner Suche nach der Wahrheit tuen sich viele Abgründe auf, Kuroption und Machtspiele, vieles im Interesse des Insel Tourismus. Da ist dieser undurchsichtige, unsympathische und reicher Emanuel Palabras ein mächtiger Mann der überall seine Finger im Spiel hat, sein Sohn Raul ein verwöhntes Bürschchen und ein Freund von Erhard, der plötzlich von der Bildfläche verschwindet. Da ist die gekaufte Frau, die ihre Schuld an dem toten Jungen gestehen soll, wer hat sie bezahlt, und warum stirbt sie Plötzlich auf mysteriöse Weise. Auch Raul Freundin Beatrize, findet Erhard halb Tod in Rauls Wohnung. Eine Abenteuerliche und gefährliche Spurensuche beginnt, weit hinaus über Fuerteventura, auf der ich Erhard begleiten durfte. Ob er am Ende mit heiler Haut aus diesem Sumpf heraus kommt, die Mutter findet und den Fall aufklärt, verrate ich nicht. Das soll jeder Leser für sich selbst heraus finden und auf die Folter spannen lassen...

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.03.2018
halb zehn - das Frühstückskochbuch
Prus, Agnes

halb zehn - das Frühstückskochbuch


ausgezeichnet

Einfach wundervoll es lässt keine Wünsche offen
halb zehn- Das Frühstückskochbuch, von Agnes Prus

Inhaltsangabe: Quelle Stiftung Warentest
Jeder Tag wird besser, wenn man ihn mit einem genussvollen Frühstück beginnt. In diesem hochwertigen Kochbuch sind die 100 besten Rezepte versammelt, für die sich das Aufstehen lohnt: Sie reichen von bekannten Klassikern wie Birchermüsli, Pfannkuchen und Sandwiches bis hin zu außergewöhnlichen Rezepten wie New Yorker Bagels oder Baked Beans mit Spiegelei und Za’atar.

Meine Persönliche Meinung zum Buch:
Es ist nicht nur eine Einladung zum Frühstück, zum Brunch, nein die Rezepte schmecken und Munden zu jeder Tageszeit. Es ist nicht nur äußerlich ein Hingucker, nein auch auch im inneren tun sich überraschend schöne bebilderte Seiten auf. Hefezöpfe und verschiedenes Gebäck ist in Schritt für Schritt Anleitungen erklärt und abgebildet. Ein Buch auch für Anfänger, die Gerichte lassen sich sehr leicht nach kochen auch für ungeübte. Beim Lesen wird man geradezu inseriert die Gerichte auszuprobieren , es läuft einem dabei beim betrachten der Fotos das Wasser im Munde zusammen.
Vorne die Inhaltsangabe finde ich sehr schön gegliedert, auch am Ende das Register ist sehr hilfreich und erleichtert einem das suchen. Für jedes Leckermäulchen ist etwas dabei, ob süß oder herzhaft, jeder wird fündig. Die Rezepte sind relativ leicht nach zu kochen, da sie Schritt für Schritt beschrieben sind. Ich habe so einiges Ausprobiert und wir waren begeistert, ob es Das Roggenbrot mit Lachs und eingelegten Zwiebeln, das belegte Brot mit Ei, die Hefeschnecken, die Apfel-Zimt-Knoten, oder die Marokkanischen Pfannkuchen mit Honigbutter waren, und das sind noch nicht alle. Ich wünsche alle Besitzern des Buches viel Spaß und Freude beim Lesen und Ausprobieren der Rezepte.