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Die Zwerge in Amboss, einer bedeutenden Industriestadt ihresBundes, sind verunsichert. Gerüchten zufolge planen die Menschen die Diener der Zwerge eine Revolution. Aus den Nachbarländern sollen Verschwörer in das Reich eindringen. Als der Ermittler Garep Schmied zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird, halten alle einen Menschen für den Täter. Sein Motiv: Hass auf die Zwerge. Garep jedoch ermittelt gegen alle Widerstände und Vorverurteilungen weiter. Denn nicht nur die Machen-schaften von Menschen bedrohen den Bund, sondern auch unter den Zwergen herrschen Hass und Machtgier. E...
Die Zwerge in Amboss, einer bedeutenden Industriestadt ihresBundes, sind verunsichert. Gerüchten zufolge planen die Menschen die Diener der Zwerge eine Revolution. Aus den Nachbarländern sollen Verschwörer in das Reich eindringen. Als der Ermittler Garep Schmied zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird, halten alle einen Menschen für den Täter. Sein Motiv: Hass auf die Zwerge. Garep jedoch ermittelt gegen alle Widerstände und Vorverurteilungen weiter. Denn nicht nur die Machen-schaften von Menschen bedrohen den Bund, sondern auch unter den Zwergen herrschen Hass und Machtgier. Ein packendes Zwerge-Abenteuer für alle Fans der bärbeißigen Draufgänger.
Thomas Plischke, 1975 in Ludwigshafen am Rhein geboren, absolvierte in Mannheim eine Ausbildung zum Verlagskaufmann. Danach studierte er Amerikanistik, Anglistik und Medienkultur in Hamburg. Dort ist er nun als Dozent tätig und arbeitet außerdem als Übersetzer, Lektor und Autor. Er hat bereits mehrere Rollenspiel-Romane veröffentlicht. Thomas Plischke lebt in Hamburg.
Produktdetails
- Piper Taschenbuch Bd.6663
- Verlag: Piper
- Seitenzahl: 491
- Erscheinungstermin: 22. Oktober 2008
- Deutsch
- Abmessung: 43mm x 119mm x 189mm
- Gewicht: 526g
- ISBN-13: 9783492266635
- ISBN-10: 3492266630
- Artikelnr.: 23799907
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Es tut sich was im Zwergenbund
Die “Zwerge von Amboss” sind vor allen Dingen deshalb etwas ganz besonderes, weil Thomas Plischke sich mit ihnen in ein neues Genre vorgetastet hat, das aus der Kombination von Fantasy und Kriminalroman, gewürzt mit etwas Gesellschaftskritik und …
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Es tut sich was im Zwergenbund
Die “Zwerge von Amboss” sind vor allen Dingen deshalb etwas ganz besonderes, weil Thomas Plischke sich mit ihnen in ein neues Genre vorgetastet hat, das aus der Kombination von Fantasy und Kriminalroman, gewürzt mit etwas Gesellschaftskritik und politischen Einflüssen, entsteht.
Das Zusammenleben der Rassen und die Gesellschaft der Zwerge entsprechen ebenfalls nicht der Norm: So sind die Zwerge, und nicht etwa die Menschen oder Elfen, die am weitesten entwickelte und fortschrittlichste Rasse. Sie leben in einem großen, bürokratisch geprägten Zusammenschluss, dem Bund, und bieten zahlreichen menschlichen Flüchtlingen aus deren “zerrissenen Reichen” Obhut. Außer Zwergen und Menschen existiert noch die Rasse der “Halblinge”, die eng mit den Zwergen verwandt sind und seit der Zerstörung ihres Heimatlandes bei ihnen im Bund leben. Sie sind, wie die Menschen, den Zwergen untergeben, und werden meistens in der Buchhaltung oder der Verwaltung angestellt.
Die Geschichte spielt in der zwergischen Industriestadt Amboss, wo sich ein grausamer Fememord ereignet. Die Arbeit, die bei uns Polizisten verrichten, führen bei den Zwergen sogenannte “Sucher” durch. Die Sucher, die mit dem Fall beauftragt werden, sind Garep Schmied und sein Gehilfe Bugeg. Während Bugeg von einem Mord mit politischen Hintergründen, begangen von einem menschlichen “Freiheitskämpfer” ausgeht, weigert sich Garep, daran zu glauben. Schon bald scheinen sie jedoch tatsächlich in einem Menschen den Mörder gefunden zu haben - Allerdings ist dieser Mensch ebenfalls tot, gesprungen von einem Dach… oder gesprungen worden?
Es ist der Startschuss für einen spannenden und verwirrenden Kriminalfall.
Im Bund der Zwerge zählt offenbar die Arbeit, die ein Zwerg verrichtet, mehr als alles andere. So wird das Handeln eines Zwerges gelobt, indem der Fortbestand seiner Arbeit vorhergesagt wird, und der Staatschef trägt den Titel “Oberster Vorarbeiter”. Plischke greift somit das typische Zwergenbild auf, das man aus anderen Erzählungen vor Augen hat: Das des (meist in Bergwerken) schuftenden, fleißigen Zwerges. Hinzu kommt ein sehr fortschrittliches soziales System, sieht man einmal von der drastisch beschriebenen Armenviertelbildung ab, und eine äußerst moderne, “vernünftige” Weltanschauung, die vollkommen ohne einen Gott oder ein höheres Wesen auskommt. Im Gegensatz dazu sind die Menschen dem “Herrenglauben” verfallen - vergleichbar mit einem “realen” Polytheismus, wobei die “Herren” jedoch untereinander gleichgestellt zu sein scheinen, da von ihnen immer nur im Plural gesprochen wird. Diese auf der zwergischen Vernunft basierende Weltanschauung ist es, die die Zwerge in Plischkes Geschichte zu einer den Menschen überlegenen und weiterentwickelten Rasse macht. Gleichzeitig werden das “traditionelle” Zwergenbild und ein anderes, vollkommen neues miteinander verknüpft zu einer Rasse, mit der man sich durchaus identifizieren kann, die aber trotzdem nichts von ihren Geheimnissen und Merkwürdigkeiten einbüßt.
Ich finde das Buch sehr gelungen, auch wenn Plischke sehr detailverliebt zu sein scheint und darüber hin und wieder das Voranschreiten seiner Geschichte vernachlässigt. Dennoch enthält das Buch Spannung, und viele für Fantasy begeisterte Leser werden die genauen Beschreibungen dieser anderen Welt lieben.
Von mir gibt es für dieses Buch vier von fünf Sternen.
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"Die Zwerge von Amboss – Die zerrissenen Reiche 1" konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Die Idee einer Welt in der die vermeintliche Krone der Schöpfung -der Mensch- eine eher untergeordnete Position einnimmt und den Zwergen an Fortschritt unterlegen ist, …
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"Die Zwerge von Amboss – Die zerrissenen Reiche 1" konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Die Idee einer Welt in der die vermeintliche Krone der Schöpfung -der Mensch- eine eher untergeordnete Position einnimmt und den Zwergen an Fortschritt unterlegen ist, fand ich sehr interessant.
Die Zwerge führen ein Leben, das in etwa den (nach unseren heutigen Begriffen) technologischen Stand von vor 150 Jahren hat. Der Zwergenbund ist von einem Schienennetz durchzogen und die Zwerge haben Schusswaffen entwickelt. Dies schürt jedoch auch die Angst, dass dieses Wissen einem anderen Volk zukommen könnte, dass sich daraufhin gegen die Zwerge erhebt. Die Grenzen sind daher abgeschottet, es herrschen strenge Zollrichtlinien.
Wie weit darf Forschung Opfer einfordern? Welche Traditionen anderer Völker müssen geachtet werden und was ist ein Volk bereit zu tun, um ihre Machtposition zu bekräftigen oder gar zu stärken?
Durch die Unterschiede zwischen den naturverbundenen aber bürokratischen Halblingen, den industriellen Zwergen und den religiösen Menschen werden viele Fragen über die Struktur der unterschiedlichen Gesellschaften aufgeworfen.
Die Ansätze dazu fand ich gut, jedoch hat der Autor meiner Meinung nach hier zu viel auf einmal gewollt.
Im Buch wimmelt es zudem von Phrasen. Rituelle Begrüßungs- und Belobigungssätze der Zwerge, sowie religiöse Zitate der Menschen ziehen sich kontinuierlich durch die Geschichte. Das ist anfangs unterhaltsam, später empfand ich es jedoch als anstrengend.
Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge, die zunächst ohne Verbindung zueinander standen, hatte ich zudem Probleme mich in die Geschichte einzufinden.
Ohne das hilfreiche Kartenmaterial hätte mir auch die Orientierung gefehlt, was denn überhaupt die Zerrissenen Reiche sind und wie die Flüchtlinge in den Zwergenbund gelangen.
Das Titelcover konnte mich ebenfalls nicht wirklich überzeugt, da es auch nicht zum Bild der Zwerge passt, das im Buch beschrieben wird.
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"Die Zwerge von Amboss" ist der erste Teil einer Reihe mit dem Titel "Die zerrissenen Reiche". Es geht um Zwerge und um Menschen, aber auch um Halblinge. Alles unterschiedliche Rassen, die gemeinsam in einer Welt leben.
Dieser erste Teil spielt sich im Land der Zwerge ab. Der …
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"Die Zwerge von Amboss" ist der erste Teil einer Reihe mit dem Titel "Die zerrissenen Reiche". Es geht um Zwerge und um Menschen, aber auch um Halblinge. Alles unterschiedliche Rassen, die gemeinsam in einer Welt leben.
Dieser erste Teil spielt sich im Land der Zwerge ab. Der Autor beschreibt die Zwerge anders, als es Fantasy-Liebhaber wohl gewohnt sind, denn diese Zwerge ähneln mehr den Menschen, sind kulitiviert und haben eine sehr soziale Einstellung und eine ebenso soziale Struktur. Allerdings lassen solche Strukturen auch viele Probleme aufkommen und diese Probleme ähneln sehr denen, die in unserer realen Welt ebenfalls zu finden sind. So haben die Zwerge eine Abneigung gegen Menschen, was sich in unserer Welt mit Fremdenhass vergleichen lässt und ebenso gibt es viele soziale Unterschiede, mit denen im Land der Zwerge auch nicht anders umgegangen wird als hier. Mit Gewalt, Intrigen und Verschwörungen.
Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Im ersten Teil wird die Geschichte aus der Sicht der vier Hauptcharaktere geschildert, die auf sich gestellt ihre Abenteuer erleben. Im zweiten Teil treffen diese vier Personen dann aufeinander und teilen sich in zwei Gruppen, die wiederrum alleine weiter ziehen. Im zweiten Teil kommen dann noch zwei weitere Erzählperspektiven von weiteren Personen hinzu.
Die Schreibweise des Autors ist wirklich brilliant. Plischke weiß zu erzählen und unterhalten. Die Welt der Zwerge wird wirklich unglaublich detailiert beschrieben, so dass sich der Leser problemlos darin zurecht finden kann. Auch die Karte auf den ersten Buchseiten trägt dazu bei sich die Welt, in der die Geschichte spielt, bildlich darstellen zu können.
Was mir nicht so gut gefallen hat ist die unglaubliche Vielfalt. Ich wüsste nicht wirklich in welches Genre ich dieses Buch stecken sollte. Fantasy? Ja, ein wenig, aber zu wenig. Krimi? Auch nicht genug. Polit-Thriller? Sicherlich. Von allem ein wenig steckt in diesem Roman und außerdem noch eine große Portion Sozialkritik und ich fürchte, dass dieses durcheinander nicht jeden Leser zufrieden stellen wird.
Ebenso muss ich noch das Titelbild kritisieren, denn mit der Darstellung des abgebildeten Zwerges haben die Zwerge im Roman nicht allzu viel gemein.
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Immer mehr Menschen drängen als Flüchtlinge aus den zerrissenen Reichen ins Dampfland der Zwerge. Dort sind sie nicht gut angesehen, denn die fortschreitende Industrialisierung führt dort zur Arbeitslosigkeit. Der Unmut im Zwergenbund wächst, ungern werden Geschäfte mit …
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Immer mehr Menschen drängen als Flüchtlinge aus den zerrissenen Reichen ins Dampfland der Zwerge. Dort sind sie nicht gut angesehen, denn die fortschreitende Industrialisierung führt dort zur Arbeitslosigkeit. Der Unmut im Zwergenbund wächst, ungern werden Geschäfte mit Menschen gemacht. Diese werden hauptsächlich als Diener der Zwerge geduldet. Demnächst steht die Wahl des Obersten Vorarbeiters im Zwergenbund an. Da geschieht ein brutaler Mord. Ein Zwerg aus einer hochangesehenen Familie wird hinterrücks mit seiner Flöte erstochen. Natürlich kann nur ein Mensch der Täter sein!
Garep Schmied, ein erfolgreicher und erfahrener Sucher (Polizist), und sein Gehilfe Bugeg nehmen die Ermittlungen auf. Schnell ist der vermeintliche Täter gefunden. Es ist der menschliche Diener des Opfers. Doch vor der Verhaftung begeht der Verdächtige Selbstmord. Für den übereifrigen Suchergehilfen Bugeg ist der Fall gelöst. Doch in Garep Schmied kommen Zweifel auf, denn zu viele Ungereimtheiten lassen ihn daran zweifeln, dass der Fall tatsächlich abgeschlossen ist. Doch schon bald geschieht wieder ein Mord. Ist das der Beginn einer menschlichen Revolution? Krieg liegt in der Luft.
In diesen unruhigen Zeiten begibt sich der menschliche Söldner und Bestienjäger Siris auf die Reise ins Dampfland. Denn er wartet schon lange auf eine Nachricht seiner Zwillingsschwester Sira. Ist die geschäftstüchtige Menschenfrau in Schwierigkeiten?
Zur gleichen Zeit macht der Leiböffner Himek Steinbrecher unglaubliche Entdeckungen in der Heilanstalt zu Stahlstadt. Er beobachtet seinen Vorgesetzten, den Anstaltsleiter Kolbner, bei grausamen Versuchen an Menschen und Halblingen. Was geht nur vor im Zwergenbund?
Die drei Handlungsstränge verknüpfen sich im Laufe der Geschichte zu einem spannenden Mix aus Fantasy, Krimi und Abenteuerroman. Anfangs hatte ich leichte Startschwierigkeiten mit dem Buch. Denn es ist mir schwer gefallen, die ungewohnten Namen einzuordnen und mich mit den Gebräuchen im Zwergenland vertraut zu machen. Denn eigentlich mag ich keine Zwerge! Und mit Zwergenbüchern habe ich normalerweise gar nichts am Hut.
Aber sobald sich die drei Handlungsstränge miteinander verknüpft hatten, war es mir beinahe unmöglich das Buch aus der Hand zu legen. So gefesselt war ich von der eindrucksvoll beschriebenen Zwergenwelt, den lebhaft geschilderten Figuren, ihren unterschiedlichen Charakteren und der spannenden Handlung.
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„Die Zwerge von Amboss sind eine illustre Mischung aus verschieden Genres. Vorherrschend ist sicherlich die Fantasy und die in der Geschichte vorkommenden Zwerge entsprechen auch in Teilen dem Klischee eines Zwerges (klein, leben bevorzugt unter der Erde, weibliche Zwerge tragen Bärte …
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„Die Zwerge von Amboss sind eine illustre Mischung aus verschieden Genres. Vorherrschend ist sicherlich die Fantasy und die in der Geschichte vorkommenden Zwerge entsprechen auch in Teilen dem Klischee eines Zwerges (klein, leben bevorzugt unter der Erde, weibliche Zwerge tragen Bärte etc). Aber es wird hier sehr viel Neues eingebracht. Es geht um politische Ränkespiele und Intrigen, es geschehen Morde und Verfolgungsjagden, die an eine Actionszene aus einem Bond-Film erinnern.
Die Menschen stehen sozial unter den Zwergen und in ihren Reichen, die durch Krieg zerworfen sind herrscht Hunger und Armut. Die Menschen verlassen ihre Heimat und suchen Zuflucht bei den Zwergen. Diese beäugen argwöhnisch die Menschen und es herrschen Vorurteile und Rassendiskriminierung. In der Darstellung und Äußerung dieser Diskriminierung wird man stark an vergangene Zeiten in Deutschland erinnert, die dunkel waren. Auch in dieser Geschichte steht ein Krieg bevor.
Es werden auch Experimente an Menschen durchgeführt um eine Elite von Kämpfern und Geheimpolizisten hervorzubringen.
„Die Zwerge von Amboss“ ist Krimi-Thriller, Fantasy, Sience Fiction und Sozialstudie unserer Gesellschaft in einem. Die Gesellschaftsstudie ist verpackt als Fabel mit Zwergen in der Hauptrolle, um uns einige Elemente unserer Gesellschaft, und den Umgang mit Mitmenschen „von außen“ zu zeigen.
Da dies der Auftakt zu einer Serie ist (insgesamt sollen es wohl sieben Bände werden) ist noch nicht alles abschließend geklärt. Ich bin sehr auf die Folgebände gespannt. Obwohl man „Die Zwerge von Amboss“ eigentlich nicht mit „Die Zwerge“ von M. Heitz vergleichen kann, da es doch zu viele Genreunterschiede gibt, hat mir „Die Zwerge von Amboss“ besser gefallen.
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Anfangs denkt man, dass Thomas Plischke einen Fantasykrimi geschrieben hat. Doch dem ist nicht so. Der Mord, der im ersten Kapitel geschieht, ist der Auftakt zu einer Revolution zwischen Menschen und Zwergen. Das Buch wechselt von Kapitel zu Kapitel zu drei verschiedenen Handlungen. Das fand ich …
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Anfangs denkt man, dass Thomas Plischke einen Fantasykrimi geschrieben hat. Doch dem ist nicht so. Der Mord, der im ersten Kapitel geschieht, ist der Auftakt zu einer Revolution zwischen Menschen und Zwergen. Das Buch wechselt von Kapitel zu Kapitel zu drei verschiedenen Handlungen. Das fand ich sehr gut, da es die Spannung steigert und ich die weiteren Kapitel kaum abwarten konnte, wenn es mit den Geschehen weiter ging. Mit seinem ersten Teil der Zerrissenen Reiche hat der Autor einen spannenden, fantasiegeladenen Roman, vermischt mit Humor und kriminalistischem Gespür, hingelegt, der mich nicht mehr los gelassen hat. Über die Sprüche der Zwerge musste ich schon manches Mal schmunzeln. Auch Siris, Sira, Garep und Himek sind mir ans Herz gewachsen und ich bin gespannt wie es mit den Vieren weiter gehen wird. Also warte ich jetzt auf die Fortsetzung und hoffe, dass sie bald erscheinen wird.
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In Amboss geschieht ein Mord. Einem Komponisten steckt seine Silberflöte im Rücken. Der Täter soll ein Mensch sein. Doch die Sucher Garep Schmied und Bugeg Gerber können ihn nicht mehr befragen. Kurze Zeit später geschieht ein weiterer Mord in aller Öffentlichkeit; der …
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In Amboss geschieht ein Mord. Einem Komponisten steckt seine Silberflöte im Rücken. Der Täter soll ein Mensch sein. Doch die Sucher Garep Schmied und Bugeg Gerber können ihn nicht mehr befragen. Kurze Zeit später geschieht ein weiterer Mord in aller Öffentlichkeit; der Täter: ein Mensch. Braut sich im Zwergenbund eine Verschwörung der Menschen gegen die herrschenden Zwerge zusammen? Die Wahlen zum obersten Vorarbeiter stehen kurz bevor. Gibt es politische Motive? Gleichzeitig finden in einer Heilanstalt Experimente an Menschen und Halblingen statt. Und in den Zerrissenen Reichen - der Welt der Menschen - macht sich der Bestienjäger Siris auf den Weg in den Zwergenbund um seine Schwester zu suchen. Was verbindet all diese Ereignisse?
"Die Zwerge von Amboss" ist der Auftakt zu einer neuen Fantasyreihe. In dieser Welt herrschen die Zwerge und die Welt der Menschen ist von Krieg zerrissen. Sehr gefallen hat mir dabei, dass der Autor eine Karte der tatsächlichen Welt verwendet und nicht eine gänzlich neue Welt erfunden hat. Der Zwergenbund ist ein Arbeiterstaat mit vielen Motiven der Gleichverteilung und doch zeigen sich Tendenzen individueller Bestrebungen. Diese politischen Hintergründe des Buches fand ich sehr interessant. Allerdings gefiel mir die Leseprobe (das 1. Kapitel) besser, als das Buch letztendlich selbst. Das erste Kapitel macht neugierig auf eine alternative Welt. Allerdings zeigen sich bald große Ähnlichkeiten zur tatsächlichen Welt der Menschen und der Unterschied besteht nur darin, dass in dieser fitkiven Welt alle Menschen ein wenig minderbemittelt oder auch zivilisationstechnisch zurückgeblieben scheinen und alle Erfindungen von Zwergen gemacht wurden.
Der Zwergenbund befindet sich in der Phase der Industrialisierung und muss sich mit altbekannten Problemen herumplagen: Arbeitslosigkeit durch zunehmende Technisierung, Überbevölkerung, Verarmung ganzer Bevölkerungsgruppen, Expansions- und Eroberungsgedanken, Feindseligkeit gegenüber Fremden. All dies ist seltsam vertraut, genauso wie die von den Zwergen gemachten Erfindungen: Züge als schnellere Fortbewegungsmittel, beheizte Wohnräume, Gewehre mit Trommeln, sodass nicht nach jedem einzelnen Schuss nachgeladen werden muss. Ich fand es sehr irritierend, dass in diesem Buch einfach menschliche Erfindungen den Zwergen zugeschrieben wurden, ohne sich Neues auszudenken. Aber gleichzeitig wurden die fremdartigen und oft komplexen Gebräuche und Ansichten der Zwerge so detailliert beschrieben, dass ich als Leser zeitweise das Gefühl der Reizüberflutung hatte.
Zudem fand ich unrealistisch, dass unter anderen Bedingungen die Entwicklung der Zwerge sowie ihre Erfindungen genau den gleichen Verlauf nehmen wie in der dem Leser bekannten Welt. Das mag eine tiefgründigere Botschaft sein: dass sich gewisse Ereignisse und Ansichten auch durch unterschiedliche Systeme nicht unterdrücken lassen. Ich fand das jedoch sehr unglaubwürdig, dass sich Entwicklungen unter derart unterschiedlichen Gegebenheiten so gleichen sollten.
Ich hatte schon zu Anfang Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden und konnte auch zu den Charakteren kaum eine Beziehung aufbauen, weil ich das Buch zu überladen fand und es mir sehr viel Konzentration abforderte. Bei diesem Buch jedenfalls hat mich die Leseprobe etwas fehlgeleitet und ich mußte mir eingestehen, dass diese Art von Fantasy nicht nach meinem Geschmack ist. Daher werde ich die Folgebände nicht lesen.
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Wer glaubt, dass Zwerge kleine friedfertige Wesen sind, die in Gärten herumlungern und die Sommersonne genießen, der hat sich gründlich getäuscht. Den Gegenbeweis tritt Thomas Plischke in seinem Buch „Die Zwerge von Amboss“ an. In seinem Roman wird gnadenlos …
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Wer glaubt, dass Zwerge kleine friedfertige Wesen sind, die in Gärten herumlungern und die Sommersonne genießen, der hat sich gründlich getäuscht. Den Gegenbeweis tritt Thomas Plischke in seinem Buch „Die Zwerge von Amboss“ an. In seinem Roman wird gnadenlos gemordet, geschmuggelt und gedealt, was das Zeug hält. Versuche an Menschen und Halblingen werden durchgeführt, um sie später als Waffen zu benutzen und all das im Sinne der Wissenschaft und für das Wohl des Zwergenlandes.
Sie leben in ihrer eigenen Welt, die Zwerge. Als Sucher, Rufer, Leiböffner oder Wächter verdingen sie sich in ihrem Reich. Ihre fünf ewigen Tugenden: Fleiß, Treue, Mut, Gerechtigkeit und Ehrlichkeit bilden hochrangige Maßstäbe, die sie nur zu gerne selbst verletzten. Doch seit Kurzem passieren Dinge in ihrem Land, durch die sich die liebeswerten aber manchmal auch recht bösartigen Wesen in ihrer Existenz bedroht fühlen.
Es beginnt mit einem Mord. Der verdienstvolle Komponist Namuel Trotz liegt dahingestreckt in seinem Blut, mit einer Silberflöte im Rücken. Sucher Garep Schmied nimmt zusammen mit seinem Gehilfen Bugeg die Suche nach dem Täter auf. Aber es bleibt nicht bei dem einen Mord. Im Verlaufe des Geschehens fallen weitere Zwerge mysteriösen Anschlägen zum Opfer. Angst und Misstrauen machen sich unter der Bevölkerung breit und immer wieder waren es Menschen, durch deren Hand angesehene Vertreter des Zwergenlandes das Zeitliche segneten. So wird es jedenfalls dem einfachen Zwerg auf der Straße von der Bundessicherheit suggeriert. Aber kann man diesen Aussagen Glauben schenken?
Während seiner Ermittlungen verwickelt sich der Sucher Garep Schmied immer mehr in Widersprüche. Zweifel an der Richtigkeit der Ergebnisse kommen in ihm auf und genau an dem Punkt, als er versucht ihnen auf den Grund zu gehen, wird auch er zum Gejagten. Hübsch verpackt in die mystische Welt eines Zwergenlandes prangert Thomas Plischke in seinem Buch vorhandene gesellschaftliche Missstände an. Korruption, Wahlbetrug, Arbeitslosigkeit, Diskriminierung, alles hochgradig aktuelle Themen, die uns als Leser hinlänglich bekannt sind. Und genau da kommt ihm unweigerlich der Gedanke auf, dass die Parallelen zu unserer Gesellschaft vom Autor gezielt gewählt wurden.
Ein Manko hat das Buch allerdings, den jeder Erstleser zunächst überwinden muss. Zwergische Bezeichnungen, Begriffe und Redewendungen müssen gedeutet und verstanden werden. Geschichtliche Ereignisse werden erst im Verlaufe der Geschichte erklärt und führen zunächst zu Verwirrungen. Aber der Leser, der es geschafft hat, sich in die Welt der Zwerge einzulesen, findet eine äußerst spannende und sehr anschaulich geschilderte mystische Kriminalkomödie vor, von der er nicht enttäuscht sein wird.
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Ein spannender energiegeladener Kriminalroman in einer "futuristisch fantastischen" Zwergenwelt. Futuristisch deshalb, weil man hier keine Fantasy im üblichen Sinne bekommt. Zwar eine Welt der Zwerge, Menschen und fantastischen Geschöpfe - die aber wohl eher in der …
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Ein spannender energiegeladener Kriminalroman in einer "futuristisch fantastischen" Zwergenwelt. Futuristisch deshalb, weil man hier keine Fantasy im üblichen Sinne bekommt. Zwar eine Welt der Zwerge, Menschen und fantastischen Geschöpfe - die aber wohl eher in der "Neuzeit" angesiedelt worden ist und in der die Zwerge die vermeintliche Krone der Schöpfung darstellen. Gespickt mit fantastischen Elementen nimmt der Autor einen mit auf die Reise zur Aufklärung des einen Mordes, aus dem bald eine Mordserie innerhalb eines großen Komplottes wird. Komplotte und Intrigen - beste Voraussetzungen für spannende Unterhaltung, der Herr Plischke auch jederzeit gerecht wird. Nicht ganz einfach am Anfang den verschiedenen losen Fäden der Handlung um Siris, Himek und Garep zu folgen, so gelungen dann jedoch auch die Einbindung und Verwicklung der genannten Charaktere ineinander. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und würde dies jedem empfehlen, der Spannung gewürzt mit Fantasy mag, nicht nur etwas für eingefleischte Fantasyfans. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil. Unbedingte Kaufempfehlung!!!
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In Amboss, der größten Stadt im Dampfland, geschieht ein grausamer Mord. Ein berühmter Komponist wird mit einer Silberflöte im Rücken aufgefunden. Das ist schon der dritte Mord, bei dem der Tathergang und die Tatwaffe als sehr ungewöhnlich eingestuft werden …
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In Amboss, der größten Stadt im Dampfland, geschieht ein grausamer Mord. Ein berühmter Komponist wird mit einer Silberflöte im Rücken aufgefunden. Das ist schon der dritte Mord, bei dem der Tathergang und die Tatwaffe als sehr ungewöhnlich eingestuft werden können.
Kommissar Garep Schmied und sein Gehilfe Bugeg Gerber bemühen sich um die Aufklärung des Falles. Dabei kommen alle denkbaren Mordmotive von politischer Motivation über Mord aus Leidenschaft bis hin zu Rache in Betracht. Entsprechend müssen sie in alle Richtungen ermitteln: bei den Zwergen, bei den Halblingen und bei den Menschen.
Bei diesem Roman gefällt mir der ungewöhnliche Denkansatz. Das Fantasylesen hatte ich vor über 20 Jahren aufgegeben, weil es mir zu fad wurde, immer wieder den gleichen Ablauf zu lesen: Die Protagonisten machen sich auf eine lange Reise durch alle möglichen Gefahren und überleben diese unversehrt, obwohl sie vollkommen unerfahren und tapsig sind. Und auch hier finde ich das wieder, was ich damals nicht mochte: sehr mühsam erfunden wirkende Namen, altbacken wirkende Satzkonstruktionen und viele Klischees.
Dieser Roman baut nun eher nach meinem Geschmack auf: Ein Krimi mit Zwergenkommissar und -detektiv zu konzipieren, macht zwar für sich noch keinen guten Roman, gefällt mir aber gut und ist leichter zu ertragen als ermittelnde Schafe (Glenkill), Katzen (Felidae) und ähnliche Tiere.
Wer nun aber einen Zwergenkrimi erwartet, steckt auch in der falschen Schublade. Das Buch reicht weit über die Genregrenzen von Krimi und Fantasy heraus. Sozialkritik und genaue Beobachtung des Weltgeschehens prägen dieses Buch. Wenn ich schon auf Seite 20 lese, dass für jede Stunde Arbeit einheitlich eine Münze bezahlt wird, egal welche Arbeit es ist, ist dies eine sympathische Spitze gegen das aktuelle Entlohnungssystem für Arbeit. Der Gesellschaft der Jetztzeit wird ein ziemlich blank geputzter Spiegel vorgehalten. Brutal, schonungslos und ehrlich – einfach klasse!
Weiter interessant ist bei der Konstruktion des Romans, dass die Zwerge den Ton angeben und Menschen die dienende, untergeordnete Rolle zugeteilt bekommen. Erinnert ein wenig an „Planet der Affen“, gefällt mir gut.
Die Zwergenwelt von Dampfland ist perfekt durchgestylt, der Autor überlässt nichts dem Zufall. Dadurch geht vielleicht etwas Leichtfüßigkeit und Emotionen verloren, die sonst in Krimis und Fantasy zu finden ist. Mitunter werden auch unnötig Klischees gepflegt. Warum muss z.B. der Ermittler in einem Krimi immer ein persönliches Alkoholproblem haben?
Wegen der guten Kombination aus Krimi, Gesellschaftskritik und Situationskomik ist dieser angenehm zu lesende Roman auch eine Empfehlung für Menschen, die sonst nicht so viel von Fantasy halten.
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