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Ein Psychologe kann zwar anderen helfen - aber nicht unbedingt sich selbst.Zu David Winter kommen Menschen, die in ihrem Leben in eine Sackgasse geraten sind. Sie erho en sich von dem Therapeuten, dass er ihnen den Weg zurück in die Normalität bahnt. Doch dann übernimmt er den Fall eines schwer depressiven Versicherungsangestellten und ist zum ersten Mal in seinem Berufsleben überfordert. Als auch seine Familie ihm immer mehr entgleitet, ringt er verzweifelt um Kontrolle - und begeht eine therapeutische Todsünde. Noam Shpancer gelingt erneut ein kurzweiliger Einblick in die Arbeit und die...
Ein Psychologe kann zwar anderen helfen - aber nicht unbedingt sich selbst.
Zu David Winter kommen Menschen, die in ihrem Leben in eine Sackgasse geraten sind. Sie erho en sich von dem Therapeuten, dass er ihnen den Weg zurück in die Normalität bahnt. Doch dann übernimmt er den Fall eines schwer depressiven Versicherungsangestellten und ist zum ersten Mal in seinem Berufsleben überfordert. Als auch seine Familie ihm immer mehr entgleitet, ringt er verzweifelt um Kontrolle - und begeht eine therapeutische Todsünde. Noam Shpancer gelingt erneut ein kurzweiliger Einblick in die Arbeit und die Psyche eines Therapeuten. Fazit: Ein Psychologe kann zwar anderen helfen, aber nicht unbedingt sich selbst.
Zu David Winter kommen Menschen, die in ihrem Leben in eine Sackgasse geraten sind. Sie erho en sich von dem Therapeuten, dass er ihnen den Weg zurück in die Normalität bahnt. Doch dann übernimmt er den Fall eines schwer depressiven Versicherungsangestellten und ist zum ersten Mal in seinem Berufsleben überfordert. Als auch seine Familie ihm immer mehr entgleitet, ringt er verzweifelt um Kontrolle - und begeht eine therapeutische Todsünde. Noam Shpancer gelingt erneut ein kurzweiliger Einblick in die Arbeit und die Psyche eines Therapeuten. Fazit: Ein Psychologe kann zwar anderen helfen, aber nicht unbedingt sich selbst.
Noam Shpancer wurde 1959 in einem Kibbuz in der Nähe Jerusalems geboren. Er lebt heute in den USA, arbeitet als Professor für klinische Psychologie an der Otterbein University in Ohio und praktiziert außerdem als Therapeut. Sein erster Roman "Der gute Psychologe" war ein internationaler Erfolg.
Produktdetails
- btb 74952
- Verlag: btb
- Originaltitel: Midat ha-ra amim (The Measure of Mercy)
- Seitenzahl: 256
- Erscheinungstermin: 10. August 2015
- Deutsch
- Abmessung: 188mm x 117mm x 16mm
- Gewicht: 236g
- ISBN-13: 9783442749522
- ISBN-10: 3442749522
- Artikelnr.: 41831411
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
David Winter ist Psychologe, und er versucht Menschen, die in eine Sackgasse geraten sind, zu helfen. Als sich der depressive Versicherungsangestellte Barry Long bei ihm vorstellt, ist er zunächst stolz auf diesen außergewöhnlichen Patienten, stellt jedoch schon bald fest, dass ihn …
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David Winter ist Psychologe, und er versucht Menschen, die in eine Sackgasse geraten sind, zu helfen. Als sich der depressive Versicherungsangestellte Barry Long bei ihm vorstellt, ist er zunächst stolz auf diesen außergewöhnlichen Patienten, stellt jedoch schon bald fest, dass ihn die Situation völlig überfordert. Als dann auch noch seine Familie auseinanderbricht, macht er einen folgeschweren Fehler.
Ein gelungener Einblick in den Alltag eines Psychologen – mit all seiner Routine aber auch seinen Fallstricken. Und wenn man eines direkt merkt – auch Psychologen sind Menschen und können sich selbst anscheinend am wenigsten helfen!
Der Psychologe und Ich-Erzähler David Winter ist mir sehr sympathisch, denn er wirkt nicht wie ein allwissender Behandler, sondern vielmehr sehr menschlich mit Ecken und Kanten. Manchmal scheint er menschenscheu zu sein, oft wirkt er ein wenig tollpatschig im Umgang mit seinen Mitmenschen. Doch eines ist wirklich glaubhaft – seine beständige Liebe zu seiner Frau Alex. Seine Patienten sind für ihn eher Mittel zum Zweck, halt sein Beruf, aber nicht seine Berufung. Doch nicht nur der depressive Versicherungsangestellte Barry fordert ihn zu neuem Handeln heraus, auch seine zerbrechende Familie. Während er sich zunächst beruflich und privat in Sicherheit wähnt, muss er im Lauf der Geschichte lernen, mit seinen bröckelnden Gewissheiten umzugehen. Seine Entwicklung, sein Kampf und der stetige Zweifel sind wirklich gut dargestellt und waren für mich gut nachvollziehbar. Sicherlich spielen hier auch die anderen Charaktere eine große Rolle, die allesamt sehr gut herausgearbeitet sind und nicht nur gut oder böse sind, sondern viele Facetten aufweisen. Durch Dialoge, die zum Teil durch Witz und Charme brillieren, aber auch dem Psychologie-Interessierten laienhaftes Wissen vermitteln, lernt man den Chef John Savoia und den Mentor Dr. Helprin kennen. Die Gespräche bieten oft einen tollen Schlagabtausch und zeigen einen feinsinnigen Humor, der mich oft schmunzeln ließ.
Überhaupt lässt sich das Buch gut und flüssig lesen, der Schreibstil ist zwar eigen, aber schon nach wenigen Seiten habe ich mich einlesen können. Gefallen hat mir auch die zum Teil sehr ironisch und sarkastische Sichtweise des Ich-Erzählers, die dem Roman eine ganz besondere Note gibt. Es ist kein spannendes Buch, in dem Abenteuer und Action im Vordergrund stehen, vielmehr ein leises und stilles Buch, das mich manchmal hat innehalten lassen und zum Nachdenken angeregt hat.
Dem Psychologie-interessierten Leser, der bereit ist, sich auf einen eher ruhigen Roman einzulassen, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Gerade der sympathische Protagonist und die interessanten Dialoge haben mir sehr gefallen – ich gebe dem Buch 4 Sterne.
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David Winter ist Therapeut, er behandelt Hausfrauen mit Depressionen und Menschen, die mit dem ein oder anderen Problem zu ihm kommen. Barry ist für ihn ein ganz besonderer Patient. David diagnostiziert zunächst eine Depression, dann wird jedoch klar, dass sein Patient an Schizophrenie …
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David Winter ist Therapeut, er behandelt Hausfrauen mit Depressionen und Menschen, die mit dem ein oder anderen Problem zu ihm kommen. Barry ist für ihn ein ganz besonderer Patient. David diagnostiziert zunächst eine Depression, dann wird jedoch klar, dass sein Patient an Schizophrenie leidet. Eigentlich müsste er den Patienten abgeben, er weiß zu wenig von der aktuellen Forschung und den Methoden auf diesem Gebiet. Doch irgend etwas hält ihn davon ab, er fühlt sich Barry verbunden und versucht immer weiter, ihm zu helfen.
Parallel wird Davids Privatleben beschrieben, seine Tochter ist aus dem Haus und am College, sie will heiraten. Seine Frau verlässt ihn und scheint ein völlig neues, aktives Leben aufzunehmen, als hätte er sie all die Jahre nur gebremst. Diese Geschichte beschreibt der Autor auf eine eindringliche, aber auch sehr zurückhaltende Art. Keine übertriebenen Spannungsbögen leiten die Geschichte, kein atemloses Seitenumblättern hält einen bis spät ihn die Nacht mit dem Buch gefangen. Doch gerade das macht Noam Shpancers Buch so außergewöhnlich, denn auch wenn die Protagonisten nicht auf eine Katastrophe oder ein Happy End am Ende der Geschichte hinjagen, nimmt einen das Leben von David Winter gefangen, seine Ängste und Probleme und sein sehr menschlicher Wunsch, einfach zu helfen. Dass er damit gerade die beiden Menschen verliert, die ihm am meisten bedeuten, nämlich seine Tochter und seine Frau, gibt ihm einen schon fast tragischen Charakterzug.
„Der glücklose Therapeut“ ist ein wunderbares Buch, dass sich von der lauten und bunten Belletristik, die sich so oft auf den Bestsellerlisten herumtreibt, positiv abhebt und an einem ruhigen und etwas nachdenklichen Abend den perfekten Begleiter darstellt.
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Als sich David Winter für den Beruf als Psychologen entschied, geschah dies eher aus Pragmatismus und nicht aus Leidenschaft. Er hatte sich teilweise reichlich überschätzt, wurde den eigenen Erwartungen nicht gerecht und wählte das geringste Übel. In einer …
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Als sich David Winter für den Beruf als Psychologen entschied, geschah dies eher aus Pragmatismus und nicht aus Leidenschaft. Er hatte sich teilweise reichlich überschätzt, wurde den eigenen Erwartungen nicht gerecht und wählte das geringste Übel. In einer Gemeinschaftspraxis kümmert er sich um durchschnittliche Menschen, die hauptsächlich depressiv sind. Ebenso wie sein Job trottet auch sein Leben irgendwie vor sich in. Er ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und bewohnt ein durchschnittliches Haus in einer durchschnittlichen Gegend. Es scheint somit alles normal und David zieht noch nicht einmal in Erwägung, dass sich diese Situation jemals ändern könnte.
Doch plötzlich kommt es zu einem Zusammenbruch der heilen Familienwelt und gleichzeitig taucht ein sehr kauziger Patient auf, der den gestandenen Psychologen in die Verzweiflung treibt.
Shpancer ist selbst Therapeut und kann daher sicherlich einen sehr guten Eindruck in die Welt der psychologischen Therapeuten ermöglichen. Diese Verbundenheit mit dem eigenen Beruf führt aber aus meiner Sicht auch dazu, dass man selbst nicht merkt, wenn man langweilig wird. Man redet über Dinge, die andere nicht verstehen oder an denen sie kein Interesse haben. Teilweise möchte man dann auch bemitleidet werden, erntet aber nur ein müdes Kopfschütteln. Genau dieser Eindruck ist auch bei mir entstanden als ich das Buch gelesen habe. Ich habe großartiges erwartet, weil das erste Buch des Autors so gelobt wurde und der Klappentext Spannung versprach. Bei mir entstand der Eindruck, dass der Protagonist ein völlig gewöhnlicher Mensch ist, dessen Ehe auseinanderbricht. Zusätzlich hat er noch einen merkwürdigen Patienten, dessen Therapie nicht richtig anschlägt. Dabei werden Persönlichkeitsmerkmale des Patienten für den Leser offensichtlich, die dem erfahrenen Therapeuten anscheinend nicht auffallen. Also gut, man kann sagen, dass David Winter in die Jahre gekommen ist und deshalb sein Blick etwas verklärt ist. Das allein macht aber noch keine spannende oder interessante Geschichte aus. Leider wird der Leser auch nur sehr kurz aus der Lethargie gerissen, wenn andere Figuren auftauchen, die die Geschichte kurzzeitig in Schwung bringen.
Fazit: Leider eine recht eintönige Geschichte über einen Mann, der plötzlich merkt, dass er in den letzten Jahren eigentlich nicht viel gemerkt hat. Schade.
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