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Deichgrab
Nach dem Tod seines Onkels kehrt Tom Meissner in das kleine Dorf in Nordfriesland zurück, in dem er selbst einige Jahre seiner Kindheit verbracht hatte. Als er erfährt, dass sein Onkel ein Mörder gewesen sein soll, will er herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dabei stößt er nicht nur auf den Widerstand, sondern auch auf die dunkle Vergangenheit einiger Dorfbewohner ...
Nordmord
Tom Meissner und seine Freundin Marlene haben in Nordfriesland ein gemeinsames Leben begonnen, als ihr kleines Dorf erneut von einem Mord erschüttert wird - und diesmal sind sie persönlich
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Produktbeschreibung
Deichgrab

Nach dem Tod seines Onkels kehrt Tom Meissner in das kleine Dorf in Nordfriesland zurück, in dem er selbst einige Jahre seiner Kindheit verbracht hatte. Als er erfährt, dass sein Onkel ein Mörder gewesen sein soll, will er herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dabei stößt er nicht nur auf den Widerstand, sondern auch auf die dunkle Vergangenheit einiger Dorfbewohner ...

Nordmord

Tom Meissner und seine Freundin Marlene haben in Nordfriesland ein gemeinsames Leben begonnen, als ihr kleines Dorf erneut von einem Mord erschüttert wird - und diesmal sind sie persönlich betroffen: Die Ärztin Heike Andresen, Marlenes beste Freundin, wird tot aus der Lecker Au geborgen. Die Polizei tappt im Dunkeln. Ein Motiv für die grausame Tat ist nicht erkennbar, eine wirklich heiße Spur gibt es nicht - bis Kommissar Thamsen das Tagebuch der Toten entdeckt ...
Autoreninterview
Interview mit Sandra Dünschede

Ihre ersten beiden Krimis erscheinen nun zum ersten Mal als Doppelband. Was bedeuten Ihnen diese beiden Romane, "Deichgrab" und "Nordmord"?

Sandra Dünschede
: Der erste Roman ist und bleibt für eine Autorin immer etwas Besonderes, egal wie viele Bücher folgen. Daher verbinde ich mit dem ersten Buch natürlich, dass dadurch ein langgehegter Traum von mir in Erfüllung ging. Der zweite Band "Nordmord" war dann so etwas wie eine Bestätigung, dass ich wirklich das gefunden hatte, wozu ich mich berufen fühlte.

Sie sind in Nordfriesland geboren und aufgewachsen, die beiden Küstenkrimis haben Sie aber während Ihres Studiums in Düsseldorf geschrieben. Hatten Sie Heimweh?

Sandra Dünschede
: Heimweh ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Ich habe den Schauplatz gewählt, da es mir schwer fiel, diese Geschichte an einem fiktiven Ort zu entwickeln. Risum, mein Heimatdorf, habe ich dann gewählt, weil ich mich dort einfach sehr gut auskenne. Überraschend für mich selbst habe ich dadurch meine nordfriesischen Wurzeln neu entdeckt.

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Theodor Storms Novelle "Der Schimmelreiter" wird in Ihren Romanen mehrfach zitiert. Hat Sie der große Husumer Schriftsteller dazu inspiriert, mit dem Schreiben zu beginnen?

Sandra Dünschede
: Nein, aber die Novelle hat mich von Kindesbeinen an begleitet und fasziniert. Außerdem habe ich meine Magisterarbeit über den "Schimmelreiter" geschrieben und mich dadurch sehr intensiv mit Storm und der Novelle auseinandergesetzt.

Wie haben Sie die Figuren Thomas Meissner und Kommissar Thamsen entwickelt? Gab es für sie reale Vorbilder?

Sandra Dünschede
: Tom Meissner ist während eines Romantikseminars ("Wo die blaue Blume blüht") entstanden, oder vielmehr waren es zunächst einmal Briefe, die ich zum Teil in "Deichgrab" eingearbeitet habe. Der kleine Junge aus diesen Briefen hat sich dann in Gedanken weiterentwickelt und dabei herausgekommen ist die Figur des Tom Meissners. Die Idee zu Kommissar Thamsen ist bei einem Besuch des Niebüller Polizeireviers entstanden, aber wirklich reale Vorlagen gibt es für keine der beiden Figuren.

Sie flechten mitunter plattdeutsche Vokabeln in Ihre Geschichten hinein. Was ist das Besondere an diesem Dialekt?

Sandra Dünschede
: Ich denke, das Plattdeutsche bringt oftmals einiges direkter auf den Punkt. Außerdem ist es eine der Sprachen der Nordfriesen und es gehört daher für mich einfach in das Buch.

Am Ende Ihres Buches werden in einem Glossar regionale Begriffe wie "Pharisäer" und "Mandränke" erklärt. Haben Sie auch den Wunsch, Ihre nordfriesische Heimat über die Insel Sylt hinaus bekannter zu machen?

Sandra Dünschede
: Nordfriesland ist über Sylt hinaus bekannt, da brauche ich nicht nachzuhelfen. Das macht der Landstrich ganz allein. Dennoch gibt es natürlich Begriffe oder Gewohnheiten und Traditionen, deren Bedeutung nicht jedem geläufig sind. Das Glossar war eine gute Möglichkeit, um die Begriffe nicht im Text erläutern zu müssen und dennoch kann jeder erfahren, was es genau mit diesen auf sich hat.

Wenn Sie an die Zukunft denken: Gibt es literarische Genres, in denen Sie noch gerne tätig sein würden? Haben Sie Vorsätze für das neue Jahr?

Sandra Dünschede
: Oh ja, ich arbeitete schon seit geraumer Zeit an einem Roman, der historische Begebenheiten aufgreift. Leider lassen mir Kommissar Thamsen und seine Freunde nicht allzu viel Zeit für die Arbeit an diesem Projekt, aber ich habe mir für 2019 vorgenommen, wieder verstärkt daran zu arbeiten. Mal sehen, ob es klappt.

Interview: Literaturtest, 2018

Krimi des Monats January 2019
Sandra Dünschede: Deichgrab/Nordmord

Inmitten der grünen Weite des Marschlandes, zwölf Kilometer von der Nordseeküste entfernt, liegt die nordfriesische Kleinstadt Niebüll. Überregionalen Bekanntheitsgrad besitzt vor allem der Bahnhof, als letzte Einstiegs- und Verlademöglichkeit für Urlauber, die ihr Auto mit auf die Insel Sylt nehmen möchten. Hier wurde die im Nachbardorf Risum aufgewachsene Schriftstellerin Sandra Dünschede geboren, im Jahr 1972. Nicht weniger als 15 Krimis hat die gelernte Bankkauffrau und studierte Germanistin in den letzten zwölf Jahren veröffentlicht. Ihr Debüt "Deichgrab" und dessen Fortsetzung "Nordmord", die jetzt als Doppelband vorliegen, sind der Einstieg in die Reihe um den Hobbydetektiv Tom Meissner und Kriminalhauptkommissar Dirk Thamsen.

"Deichgrab" beginnt mit einem Abschied. Der freiberufliche Unternehmensberater Thomas "Tom" Meissner kehrt nach Jahren in das Dorf seiner Jugend zurück. Sein Großvater hatte ihn nach dem frühen Unfalltod der Eltern bei sich aufgenommen. Nach dessen Tod kam der damals zehnjährige Tom in die Obhut seines Onkels Hannes Friedrichsen aus der Großstadt München in die nordfriesische Provinz. Hier konnte der Junge nie wirklich Fuß fassen, was nicht nur daran lag, dass sein Onkel selbst für norddeutsche Verhältnisse ein auffällig missmutiger Sturkopf war. Auch im Dorf und in der Schule hatte Tom stets das Gefühl, ein Geächteter zu sein. Nach dem Abitur zog er umgehend wieder nach München, um BWL zu studieren. Dort erreicht ihn eines Tages die Nachricht vom Tod seines Onkels. Um den Nachlass zu regeln - und um die schwelende Beziehungskrise mit seiner Freundin Monika hinter sich zu lassen -, fährt Tom in den hohen Norden.

Gleich zu Beginn erfährt Tom vom Pastor, dass sein Onkel Hannes lange vor Toms Geburt beschuldigt wurde, ein 13-jähriges Mädchen aus dem Dorf umgebracht zu haben. Eine Leiche wurde nie gefunden und Hannes wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Im Dorf aber war er seither als Täter gebrandmarkt, was auch sein Neffe ohne eigenes Verschulden zu spüren bekommt. Zugleich betroffen und von Neugier gepackt macht sich Tom daran herauszufinden, ob sein Onkel wirklich ein Mörder war. Die Zeit läuft, denn ein weiterer Verdächtiger lebt mittlerweile im Pflegeheim und leidet unter fortschreitender Demenz. Außerdem lockt das attraktive Angebot eines zwielichtigen Geschäftsmannes, der Onkel Hannes' Grundstück unbedingt kaufen möchte. Soll Tom mit seiner Vergangenheit abschließen und einfach mit dem stattlichen Erbe zurück nach München verschwinden? Dann begegnet er der Germanistin Marlene. Sie recherchiert gerade zwischen Sylt und Husum für ihre Doktorarbeit über Theodor Storm. Wegen ihr fasst Tom Mut, seinen Aufenthalt im hohen Norden zu verlängern und gegen alle Widerstände den lange zurückliegenden Mordfall aufzuklären.

Nachdem Tom und Marlene ihren ersten Fall gemeinsam gelöst haben, wird im zweiten Band "Nordmord" das Glück des frisch verliebten Paars schwer erschüttert: Die Ärztin Heike Andresen, eine enge Freundin von Marlene, wird ermordet aufgefunden. Hier taucht dann auch Kriminalhauptkommissar Thamsen aus Niebüll zum ersten Mal auf. Dieser findet in Heikes Tagebuch Anhaltspunkte, die mithilfe von Marlene und Tom schrittweise auf die Spuren des Täters führen. Trotz der tragischen Umstände beginnt Tom sich in seinem ehemaligen Zuhause wieder einzuleben. Ihm werden noch genügend Abgründe und düstere Geheimnisse begegnen, sodass ihm zwischen Nordseeküste und Geestrand garantiert nie langweilig wird. Sandra Dünschede schafft es mit schnörkellosem Stil und lebensnaher Sprache, die Krimigemeinde für den rauen, aber herzlichen Charme ihrer friesischen Heimat einzunehmen.

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