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Deichgrab & Nordmord
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  • **Summe der Einzelpreise; Sammelband enthält die Bände:
  • Dünschede, Deichgrab - EUR 12,00
  • Dünschede, Nordmord - EUR 9,90

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Sandra Dünschede: Deichgrab/Nordmord

Inmitten der grünen Weite des Marschlandes, zwölf Kilometer von der Nordseeküste entfernt, liegt die nordfriesische Kleinstadt Niebüll. Überregionalen Bekanntheitsgrad besitzt vor allem der Bahnhof, als letzte Einstiegs- und Verlademöglichkeit für Urlauber, die ihr Auto mit auf die Insel Sylt nehmen möchten. Hier wurde die im Nachbardorf Risum aufgewachsene Schriftstellerin Sandra Dünschede geboren, im Jahr 1972. Nicht weniger als 15 Krimis hat die gelernte Bankkauffrau und studierte Germanistin in den letzten zwölf Jahren veröffentlicht. Ihr Debüt "Deichgrab" und dessen Fortsetzung "Nordmord", die jetzt als Doppelband vorliegen, sind der Einstieg in die Reihe um den Hobbydetektiv Tom Meissner und Kriminalhauptkommissar Dirk Thamsen.

"Deichgrab" beginnt mit einem Abschied. Der freiberufliche Unternehmensberater Thomas "Tom" Meissner kehrt nach Jahren in das Dorf seiner Jugend zurück. Sein Großvater hatte ihn nach dem frühen Unfalltod der Eltern bei sich aufgenommen. Nach dessen Tod kam der damals zehnjährige Tom in die Obhut seines Onkels Hannes Friedrichsen aus der Großstadt München in die nordfriesische Provinz. Hier konnte der Junge nie wirklich Fuß fassen, was nicht nur daran lag, dass sein Onkel selbst für norddeutsche Verhältnisse ein auffällig missmutiger Sturkopf war. Auch im Dorf und in der Schule hatte Tom stets das Gefühl, ein Geächteter zu sein. Nach dem Abitur zog er umgehend wieder nach München, um BWL zu studieren. Dort erreicht ihn eines Tages die Nachricht vom Tod seines Onkels. Um den Nachlass zu regeln - und um die schwelende Beziehungskrise mit seiner Freundin Monika hinter sich zu lassen -, fährt Tom in den hohen Norden.

Gleich zu Beginn erfährt Tom vom Pastor, dass sein Onkel Hannes lange vor Toms Geburt beschuldigt wurde, ein 13-jähriges Mädchen aus dem Dorf umgebracht zu haben. Eine Leiche wurde nie gefunden und Hannes wurde aus Mangel an …mehr
Autorenporträt
Sandra Dünschede, geboren 1972 in Niebüll/Nordfriesland und aufgewachsen in Risum-Lindholm, erlernte zunächst den Beruf der Bankkauffrau und arbeitete etliche Jahre in diesem Bereich. Im Jahr 2000 entschied sie sich zu einem Studium der Germanistik und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Kurz darauf begann sie mit dem Schreiben, vornehmlich von Kurzgeschichten und Kurzkrimis. 2006 erschien ihr erster Kriminalroman »Deichgrab«, der mit dem Medienpreis des Schleswig-Holsteinischen-Heimatbundes als bester Kriminalroman in Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde. Seitdem arbeitet sie als freie Autorin und lebt seit 2011 wieder in Hamburg, wohin es sie als waschechtes Nordlicht zurückzog.
Interview mit Sandra Dünschede

Ihre ersten beiden Krimis erscheinen nun zum ersten Mal als Doppelband. Was bedeuten Ihnen diese beiden Romane, "Deichgrab" und "Nordmord"?

Sandra Dünschede
: Der erste Roman ist und bleibt für eine Autorin immer etwas Besonderes, egal wie viele Bücher folgen. Daher verbinde ich mit dem ersten Buch natürlich, dass dadurch ein langgehegter Traum von mir in Erfüllung ging. Der zweite Band "Nordmord" war dann so etwas wie eine Bestätigung, dass ich wirklich das gefunden hatte, wozu ich mich berufen fühlte.

Sie sind in Nordfriesland geboren und aufgewachsen, die beiden Küstenkrimis haben Sie aber während Ihres Studiums in Düsseldorf geschrieben. Hatten Sie Heimweh?

Sandra Dünschede
: Heimweh ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Ich habe den Schauplatz gewählt, da es mir schwer fiel, diese Geschichte an einem fiktiven Ort zu entwickeln. Risum, mein Heimatdorf, habe ich dann gewählt, weil ich mich dort einfach sehr gut auskenne. Überraschend für mich selbst habe ich dadurch meine nordfriesischen Wurzeln neu entdeckt.



Theodor Storms Novelle "Der Schimmelreiter" wird in Ihren Romanen mehrfach zitiert. Hat Sie der große Husumer Schriftsteller dazu inspiriert, mit dem Schreiben zu beginnen?

Sandra Dünschede
: Nein, aber die Novelle hat mich von Kindesbeinen an begleitet und fasziniert. Außerdem habe ich meine Magisterarbeit über den "Schimmelreiter" geschrieben und mich dadurch sehr intensiv mit Storm und der Novelle auseinandergesetzt.

Wie haben Sie die Figuren Thomas Meissner und Kommissar Thamsen entwickelt? Gab es für sie reale Vorbilder?

Sandra Dünschede
: Tom Meissner ist während eines Romantikseminars ("Wo die blaue Blume blüht") entstanden, oder vielmehr waren es zunächst einmal Briefe, die ich zum Teil in "Deichgrab" eingearbeitet habe. Der kleine Junge aus diesen Briefen hat sich dann in Gedanken weiterentwickelt und dabei herausgekommen ist die Figur des Tom Meissners. Die Idee zu Kommissar Thamsen ist bei einem Besuch des Niebüller Polizeireviers entstanden, aber wirklich reale Vorlagen gibt es für keine der beiden Figuren.

Sie flechten mitunter plattdeutsche Vokabeln in Ihre Geschichten hinein. Was ist das Besondere an diesem Dialekt?

Sandra Dünschede
: Ich denke, das Plattdeutsche bringt oftmals einiges direkter auf den Punkt. Außerdem ist es eine der Sprachen der Nordfriesen und es gehört daher für mich einfach in das Buch.

Am Ende Ihres Buches werden in einem Glossar regionale Begriffe wie "Pharisäer" und "Mandränke" erklärt. Haben Sie auch den Wunsch, Ihre nordfriesische Heimat über die Insel Sylt hinaus bekannter zu machen?

Sandra Dünschede
: Nordfriesland ist über Sylt hinaus bekannt, da brauche ich nicht nachzuhelfen. Das macht der Landstrich ganz allein. Dennoch gibt es natürlich Begriffe oder Gewohnheiten und Traditionen, deren Bedeutung nicht jedem geläufig sind. Das Glossar war eine gute Möglichkeit, um die Begriffe nicht im Text erläutern zu müssen und dennoch kann jeder erfahren, was es genau mit diesen auf sich hat.

Wenn Sie an die Zukunft denken: Gibt es literarische Genres, in denen Sie noch gerne tätig sein würden? Haben Sie Vorsätze für das neue Jahr?

Sandra Dünschede
: Oh ja, ich arbeitete schon seit geraumer Zeit an einem Roman, der historische Begebenheiten aufgreift. Leider lassen mir Kommissar Thamsen und seine Freunde nicht allzu viel Zeit für die Arbeit an diesem Projekt, aber ich habe mir für 2019 vorgenommen, wieder verstärkt daran zu arbeiten. Mal sehen, ob es klappt.

Interview: Literaturtest, 2018