Die den Sturm ernten - Lüders, Michael

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Wo liegen die Wurzeln der syrischen Katastrophe? Das gängige Bild sieht die Schuld einseitig bei Assad und seinen Verbündeten, insbesondere Russland. Dass auch der Westen einen erheblichen Anteil an Mitschuld trägt, ist kaum zu hören oder zu lesen. Michael Lüders erzählt den fehlenden Teil der Geschichte, der alles in einem anderen Licht erscheinen lässt. Anhand von freigegebenen Geheimdienstdokumenten und geleakten Emails von Entscheidungsträgern zeigt er, wie und warum die USA und ihre Verbündeten seit Beginn der Revolte ausgerechnet Dschihadisten mit Waffen beliefern - in einem Umfang wie…mehr

Produktbeschreibung
Wo liegen die Wurzeln der syrischen Katastrophe? Das gängige Bild sieht die Schuld einseitig bei Assad und seinen Verbündeten, insbesondere Russland. Dass auch der Westen einen erheblichen Anteil an Mitschuld trägt, ist kaum zu hören oder zu lesen. Michael Lüders erzählt den fehlenden Teil der Geschichte, der alles in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Anhand von freigegebenen Geheimdienstdokumenten und geleakten Emails von Entscheidungsträgern zeigt er, wie und warum die USA und ihre Verbündeten seit Beginn der Revolte ausgerechnet Dschihadisten mit Waffen beliefern - in einem Umfang wie seit dem Ende des Vietnamkrieges nicht mehr. Dadurch haben sie die innersyrische Gewalt ebenso befeuert wie auch den Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland. Eindringlich beschreibt Lüders, wie insbesondere Washington schon seit langem nur auf eine günstige Gelegenheit wartete, das Assad-Regime zu stürzen. Dabei behandelt er auch frühere amerikanische Putschversuche in Syrien in den 1940er und 1950er Jahren, die fehlschlugen und erklären, warum sich Damaskus der Sowjetunion zuwandte. Die Kehrseite dieser Politik des Regimewechsels erlebt gegenwärtig vor allem Europa: mit der Flüchtlingskrise und einer erhöhten Terrorgefahr durch radikale Islamisten.
  • Produktdetails
  • Verlag: Beck
  • 4. Aufl.
  • Seitenzahl: 174
  • 2017
  • Ausstattung/Bilder: 176 S. m. 1 Kte. 205 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm x 123mm x 17mm
  • Gewicht: 234g
  • ISBN-13: 9783406707803
  • ISBN-10: 3406707807
  • Best.Nr.: 46969741
Autorenporträt
Michael Lüders, geboren 1959 in Bremen, Studium der arabischen Literatur in Damaskus, der Islamwissenschaft, Politologie und Publizistik in Berlin. Promotion über das ägyptische Kino. Langjähriger Nahost-Redakteur der ZEIT. Buchveröffentlichungen. Der Autor lebt in Berlin.
Inhaltsangabe
Vorwort

Die CIA lernt laufen in der Wüste : Die Putschversuche (nicht allein) in Syrien seit 1949

Vorsicht, fette Katzen : Araber und Syrer suchen die Freiheit und finden sie nicht

Kein richtiges Leben im falschen : Baschar al-Assad setzt auf Gewalt

«Oh mein Gott!»: Was eine Pipeline, Ghaddafis Waffen und Hillary Clinton mit Assad zu tun haben

Unter Räubern : Die Amerikaner glauben an «gute» Dschihadisten

Chemiewaffen in Syrien : Wäre Washington beinahe Aufständischen auf den Leim gegangen?

Der Konflikt weitet sich aus : Die Assad-Gegner verlieren die Kontrolle – vor allem in der Türkei

Der Kampf um Aleppo : Das Regime festigt seine Macht

Was tun? Ein Ausblick

Anmerkungen

Karte
Rezensionen
"Für jeden, der den syrischen Krieg und die Verwicklung der USA und Europas darin besser verstehen will, ist es eine Pflichtlektüre."
Elisa Rheinheimer-Chabbi, Publik-Forum, 12. Mai 2017
"Lüders' Buch ist wichtig, man sollte ihm zuhören und mit ihm reden."
Ulf Kalkreuth, ARD ttt, 30. April 2017

"Nahöstliches Hintergrundwissen kompakt dargestellt (...). Dabei geht es dem Autor keinen Moment darum, Schuld und Versagen der regionalen Machthaber kleinzureden oder gar zu negieren. Er wendet sich aber gegen die schematische Wahrnehmung von Gut contra Böse, 'westliche Werte' gegen Diktatur und Terrorismus."
Claudia Kühner, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 30. April 2017

"Michael Lüders erzählt den fehlenden Teil der Geschichte, der alles in einem anderen Licht erscheinen lässt."
Der Freitag Online, 21. April 2017

"Lüders informative und perfekt geschriebene Analyse ist hochbrisant."
Aschot Manutscharjan, Das Parlament, 27. März 2017