Haarmann - Meter, Peer; Kreitz, Isabel

Peer Meter Isabel Kreitz 

Haarmann

Ein deutscher Serienmörder. Ausgezeichnet mit dem Sondermann 2011, Kategorie Eigenpublikation (national)

Illustrator: Kreitz, Isabel
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Haarmann

Fritz Haarmann, einer der brutalsten Serienmörder Europas, arbeitete als Spitzel für die hannoversche Polizei. Nacht für Nacht durchstreifte er die Wartesäle des Bahnhofs auf der Suche nach jungen, allein reisenden Männern. Mit Hilfe seines Polizeiausweises konnte er das Vertrauen seiner Opfer erlangen. Er führte sie in seine Wohnung, vergewaltigte sie und biß ihnen im Sexualrausch die Kehle durch. Obgleich es über Jahre immer wieder Anzeigen gegen Fritz Haarmann gegeben hat, konnte er ungehindert sein mörderisches Treiben fortsetzen, gedeckt von der Polizei und umkreist von skrupellosen Schmarotzern, die aus Haarmanns Treiben ihren Vorteil gezogen haben. Eine unheimliche Geschichte in düster-beklemmenden Bildern.


Produktinformation

  • Verlag: Carlsen
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 175 S. SW-Comics.
  • Seitenzahl: 175
  • Carlsen graphic novel
  • Deutsch
  • Abmessung: 247mm x 179mm x 23mm
  • Gewicht: 691g
  • ISBN-13: 9783551791078
  • ISBN-10: 3551791074
  • Best.Nr.: 29749072

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Als Teil eines Comic-Projekts über historische Serienmörder stellt Christoph Haas diesen Band über den 23-fachen Mörder Fritz Haarmann vor, der ihn allerdings ziemlich enttäuscht hat. Peer Meter legt in seinem Szenario mit soziologischem Blick sein Hauptinteresse auf die besonderen Umstände, die es dem sozial integrierten Haarmann als Polizeispitzel möglich machte, seine Taten lange unbehelligt zu verüben, stellt der Rezensent fest. Illustriert wird der Fall von Isabel Kreitz in akribischen, kleinteiligen Bleistiftzeichnungen, denen man zwar den enormen Fleiß und die Mühe ansieht, die aber durch fehlende Dynamik ziemlich unlebendig wirken, wie Haas enttäuscht anmerkt. Insgesamt ist ihm das Ergebnis entschieden zu bieder und zu perfektionistisch, was das Grauen und die "Verstörung" in keiner Weise zu transportieren vermag. Da haben dem Rezensenten die Zeichnungen von Christian Gorny, der sich des Szenarios vor gut 20 Jahren schon mal angenommen hat, offensichtlich besser gefallen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.01.2011

Viel schwärzer als tierisches Fleisch
Eine Fleißarbeit: Peer Meter und Isabel Kreitz erzählen vom Serienkiller „Haarmann“
Jack the Ripper ist berühmter. Aber im Vergleich mit seinem übelsten deutschen Kollegen war der fünffache englische Frauenmörder geradezu ein Waisenknabe. Fritz Haarmann, geboren 1879, tötete 1918 zum ersten Mal. Nach viereinhalbjähriger Pause geriet er dann in einen Blutrausch: Zwischen Februar 1923 und Juni 1924 fielen ihm in Hannover 23 junge Männer zum Opfer. Er biss ihnen die Kehle durch, zerhackte und zersägte sie. Als er gefasst wurde, gab er zu Protokoll, Menschenfleisch sehe „viel schwärzer“ aus als tierisches Fleisch: „Das muß ich doch wissen, ich hab doch immer die Hände voll gehabt.“ Am 15. April 1925 wurde Haarmann enthauptet.
Der Bremer Schriftsteller und Theatermacher Peer Meter hat sich mit dem ungeheuerlichen Fall lange und gründlich beschäftigt. In seiner Nacherzählung interessiert ihn weniger Haarmann als Person; in dessen Gedanken- und Vorstellungswelt erhält der Leser erst ganz am Schluss einen kurzen Einblick. Ebenso wenig spielen die blutigen Details der Morde eine Rolle; Splatter-Fans kommen …

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Isabel Kreitz, geboren 1967 in Hamburg, besuchte Kunsthochschulen in Hamburg und New York. 2012 wurde Isabel Kreitz für ihr Gesamtwerk mit dem Max-und-Moritz-Preis in Erlangen ausgezeichnet.

Videoclip zu "Haarmann"

Trailer lädt den Film

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