Mordshunger, 5 Audio-CDs - Schätzing, Frank
Videoclip

Frank Schätzing 

Mordshunger, 5 Audio-CDs

Gekürzte Autorenlesung mit Musik. 334 Min.

Audio CD
 
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Mordshunger, 5 Audio-CDs

"Tatort Köln. Kommissar Romanus Cüpper ermittelt im Mordfall Inka von Barneck. Tator Studio. Frank Schätzing liest seinen Kriminalroman

"Mordshunger". Und es entsteht eine wunderbare Verbindung: Schätzing ist ein kleines Hörspielensemble in einer Person, die Lesung macht das Buch zum sinnlichen Erlebnis. Esprit, Spannung und ein großer Schuss Humor. Und die Musik - selten ist sie so gut eingebettet worden wir hier. "Mordshunger" zu hören macht einfach Mordsspaß!" -- Jury der hr2-Hörbuch-Bestenliste

Eine Leiche im Kölner Bazaar. Kommissar Romanus Cüpper weiß vor lauter Verdächtigen nicht, wen er zuerst vernehmen soll. Denn Ehemann, Tochter, Liebhaber und Geschäftspartner hätten der schönen Inka von Barneck am liebsten selbst die Kehle durchgeschnitten. Mit kulinarischer Finesse spürt Cüpper nicht nur neue Rezepte auf, sondern jagt den Mörder bis in den Löwen käfig des Kölner Zoos. Und die Raubkatzen haben einen Mordshunger...Frank Schätzing - zugleich Autor, Sprecher, Komponist und Interpret - gelingt mit diesem Hörbuch ein mörderisch guter Leckerbissen.


Produktinformation

  • ISBN-10: 3867177058
  • Best.Nr.: 32194152
  • Laufzeit: 334 Min.
"Tatort Köln. Kommissar Romanus Cüpper ermittelt im Mordfall Inka von Barneck. Tator Studio. Frank Schätzing liest seinen Kriminalroman "Mordshunger". Und es entsteht eine wunderbare Verbindung: Schätzing ist ein kleines Hörspielensemble in einer Person, die Lesung macht das Buch zum sinnlichen Erlebnis. Esprit, Spannung und ein großer Schuss Humor. Und die Musik - selten ist sie so gut eingebettet worden wir hier. "Mordshunger" zu hören macht einfach Mordsspaß!" Jury der hr2-Hörbuch-Bestenliste

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Schon 1996 schrieb Frank Schätzing "Mordshunger" - lange, bevor er zum Starautoren wurde. Jetzt erscheint die Hörbuchversion des Krimis, bearbeitet von Frank Schätzing, gesprochen von Frank Schätzing, mit Musik von Frank Schätzing. Es geht um einen Mordfall, wie er in jedem "Tatort" passieren könnte: Die Millionärin Inka von Barneck wird mit durchgeschnittener Kehle in ihrer Wohnung gefunden. Verdächtig ist so ziemlich jede Person aus ihrem Bekanntenkreis - Ehemann, Tochter, Liebhaber, Geschäftspartnerin, Angestellte. Denn alle Welt hasste Inka von Barneck. Der pragmatische Kommissar Cüpper wird mit dem Fall betraut und wühlt sich systematisch durch die Fülle von Verdächtigen. Nebenbei entlockt er jedem, dem er begegnet, Rezepte für kulinarische Delikatessen. Ein begnadeter Vorleser ist Schätzing nicht gerade. Er betont übertrieben, verleiht seinen Figuren albern hohe, tiefe oder tuntige Stimmen, legt so viel Dramatik in seine Lesung, dass es wirkt, als wolle er ganz unbedingt darauf hinweisen, dass das hier bitteschön eine spannende Geschichte ist. Unterhaltsam ist "Mordshunger" trotzdem - weil die Figuren gut entwickelt sind und die Story so unanstrengend klassisch ist. Und weil man merkt: Der Macher hatte enorm viel Spaß an diesem Projekt. (jul)

"Ein spannend-geistreicher Krimi, delikat." -- Express

"Schätzing schickt den Leser nach guter alter Kriminalistenmanier mit dem größten Vergnügen immer wieder in die falsche Richtung. Die Geschichte hat griffig gezeichnete, lebensnahe wie skurrile Charaktere, sie ist spannend geschrieben, ohne aufdringlich zu sein, hat Witz. Schätzing ist ein gewandter Erzähler, der mit Sprache umgehen kann und einen Sinn hat für Bilder. Eine kurzweilige Lektüre mit einem rasanten Finale." -- Kölnische Rundschau

"Sein literarischer Erstling "Mordshunger" ist ein Genuss für den Leser." -- Ostthüringer Zeitung

"Sein literarischer Erstling "Mordshunger" ist ein Genuss für den Leser."
Frank Schätzing, geboren 1957 in Köln, studierte Kommunikationswissenschaften, war Creative Director in internationalen Agenturen-Networks und ist Mitbegründer der Kölner Werbeagentur Intevi. Anfang der Neunziger begann er, Novellen und Satiren zu schreiben und veröffentlichte 1995 einen historischen Roman. Es folgten weitere Romanen und ein Band mit Erzählungen. Viele seiner Bücher sind Bestseller, wurden teilweise weltweit in zalreichen Sprachen übersetzt und auch verfilmt.§2004 erhielt Frank Schätzing den Corine-Preis und 2005 den Deutschen Science-Fiction-Preis. Frank Schätzing lebt und arbeitet in Köln.

Leseprobe zu "Mordshunger, 5 Audio-CDs" von Frank Schätzing

Mordshunger ist mein erster Roman. Tod und Teufel entstand drei Jahre später, wurde allerdings vorher veröffentlicht, was seinerzeit für einige Verwirrung sorgte. Viele Leser sind der Ansicht, ich hätte Mordshunger erst nach Tod und Teufel geschrieben. Tatsächlich verbrachte Mordshunger seine Jugendjahre in einer Schreibtischschublade, weil ich kurzfristig mehr Geschmack am Mittelalter gefunden hatte. So erhielt Jacop der Fuchs den Vortritt vor Kommissar Cüpper, womit der Zweitgeborene allgemein als der Erstgeborene gilt.

Nun erscheint Mordshunger bei Goldmann, was mich außerordentlich freut, andererseits Potenzial für neuerliche Verwirrung birgt. Nicht auszuschließen, dass der eine oder andere nun glaubt, den Nachfolger des Schwarm in Händen zu halten. Ich möchte darum explizit auf den 22. März 1991 hinweisen. An jenem Tag verfügte ich die letzten Zeilen von Mordshunger in einen bleischweren, vorsintflutlichen Laptop. Damals war ich der Meinung, ein dickes Buch geschrieben zu haben. Die Zeiten ändern sich, und mit ihnen hat sich nicht nur die Kölner Gastronomie verändert, der Mordshunger Tribut zollt, sondern so ziemlich alles.

Beispielsweise gibt es von den Restaurants, die Kommissar Cüpper in der Erstausgabe frequentierte, nur noch knapp die Hälfte. Von denen wiederum haben einige den Besitzer gewechselt, nicht unbedingt zu ihrem Vorteil. Der Spaß an Mordshunger verdankte sich maßgeblich der Verfressenheit des Kommissars, weshalb man das Buch auch als Führer durch die Kölner Gastronomie und als Kochbuch benutzen konnte - eigens für Mordshunger kreierten mehrere Kölner Küchenchefs damals Rezepte. Bloß, was nützen Ihnen Originalschauplätze, die heute keine mehr sind? Heißhungrig ein vollmundig beschriebenes Restaurant aufzusuchen, um sich vor einer Boutique oder einem Fachgeschäft für Stützstrümpfe wiederzufinden, dürfte Ihnen den Spaß eher verleiden.

Also ging ich daran, Mordshunger für die vorliegende Ausgabe zu aktualisieren - und war beim Lesen einigermaßen verdattert. Beispielsweise fragte ich mich, warum die Protagonisten außerhalb ihrer Büros und Wohnungen niemals telefonieren. Die Antwort lautet, dass es Anfang der Neunziger so gut wie keine Handys gab. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht. Mir scheint, ich sei mit so einem Ding in der Hand geboren. Mordshunger zu lesen war ungefähr so, als schaue man die Tagesthemen von 1991 - durchaus amüsant, nur dass einem plötzlich klar wird, worauf man sich am allerwenigsten verlassen kann: auf das persönliche Zeitempfinden.

Ebenfalls stellte ich fest, dass sich mein Schreibstil über die Jahre stark verändert hat, was offenbar wird, wenn man die Chronologie meiner Veröffentlichungen in Seitenzahlen ausdrückt. Mordshunger, 448 Seiten. Tod und Teufel, 512 Seiten. Die dunkle Seite, rund 600 Seiten.

Lautlos, 704 Seiten. Der Schwarm, fast 1000 Seiten. Ich stellte fest, dass die Sätze in Mordshunger zu den kürzesten gehören, die ich je geschrieben habe, dass ich die meisten davon immer noch mochte - und manche nicht mehr ganz so sehr.

Also habe ich Mordshunger überarbeitet. Ganz behutsam. Es ist immer noch der Originaltext, stilistisch wie inhaltlich. Wäre das Buch eine Person, könnte man sagen, sie war beim Kosmetiker zwecks behutsamer Auffrischung ihres Typs. Es gibt immer noch keine Handys im Buch, niemand sagt etwas anderes, als er in der Erstausgabe sagte, in und aus den Adern der Protagonisten fließt das Blut der frühen Neunziger. Nur einige wenige Formulierungen und die gastronomischen Tatorte sind neu. Cüpper geht jetzt in andere Restaurants, und im Anhang finden Sie einen Querschnitt durch die Kölner Gastroszene von 2006, außerdem ganz neue Rezepte. Wie lange das alles aktuell bleibt, weiß ich auch nicht - vorläufig kann ich Ihnen jedoch höchsten Genuss versprechen, sollten Sie auf den Spuren des Kommissars zu wandeln belieben.

Bleibt, Ihnen Guten Appetit zu wünschen - mit Mordshunger "remixed".

Sie hatte ihm eine Gurke geschenkt mit dem Ratschlag, sie sich sonst wohin zu stecken, und war ausgezogen.

"Ein guter Kriminalist", pflegte er zu sagen, "wird verlassen. Er muss verlassen werden. Würde er der Idee verfallen, hinter Wahnsinnigen und Mördern herzulaufen, wenn man ihn nicht verlassen hätte? Fähige Polizisten neigen zum Verlust der Freundin, die Genies sind allesamt geschieden. Schön, ich hab nur eine Freundin. Aber ich bin ein guter Polizist! Folglich wird sie mich verlassen, irgendwann, das ist die Tragik meiner Profession. Ich frage mich eigentlich nur, ob ich sie vorher schnell heiraten sollte, um hinterher ein ganz besonders genialer Polizist zu sein. Verzwickt, das Ganze! Geht mir im Kopf rum, immer wieder. Im Allgemeinen gehe ich dann was essen und sage mir, langsam Cüpper. Sechsunddreißigmal kauen, jeden Bissen. Hat alles noch Zeit."

Es hatte keine Zeit.

Sie hatte ihm eine Gurke geschenkt, weil sie wusste, dass er keine Gurken mochte, dass es nur drei Dinge gab, die er von Herzen verabscheute: Gurken, Kümmel, Kokos.

Er war um die Gurke herumspaziert, als könne sie den Lauf der Dinge biegen, während im Nebenzimmer Blusen, Röcke, Jeans, Dessous flupp flupp in den Koffer flogen. Dann kamen die Packer, und man trug die Couch und den Glastisch und die zwei CD-Regale und die komplette Stereoanlage und noch bedenklich viel mehr an ihm vorbei nach draußen und fütterte einen schier unersättlichen Möbelwagen. Währenddessen lag die Gurke lang und dunkelgrün vor ihm und begann ihn auf merkwürdige Weise zu faszinieren, bis einer der Männer sie kurzerhand auf die Fensterbank legte, um das Schränkchen wegzutragen, das ihm, wie er sich mit einem Mal entsann, auch nicht gehörte. Nichts gehörte ihm.

Bis auf die Küche.

Er unterbrach seinen Spaziergang entlang der Promenade und blinzelte durch den stärker werdenden Regen hinaus auf den Rhein. Das Wasser lief ihm in den Nacken.

Gut zwei Stunden waren vergangen, seit er losgezogen war, immer den Fluss entlang, vom Dom hoch Richtung Rodenkirchen, kehrt und wieder zur Bastei, den Wind als Gegner und als Freund, nass wie ein Lurch. Lastkähne zogen durchs kräuselige Schwarz. Wie urzeitliche Krokodile, dachte er, was ihn prompt daran erinnerte, dass sie auch die Dias von der Amazonasfahrt mitgenommen hatte, alle fünf Kästen, und den Projektor und die Leinwand obendrein.

Aber er brauchte keine Bilder, um der Wirklichkeit zu vertrauen. Er hatte immer noch die Gurke. Mitgenommen auf diese nächtliche Streife. Nur, dass er diesmal einer Flüchtigen auf der Spur war, die er nicht würde verhaften können. Musste sie laufen lassen.

Hm.

Warum die Gurke eigentlich nicht essen?

Aber ja, mach aus der Niederlage einen Sieg! Streiche die Gurke von der Liste deiner Animositäten, widme sie der Ausbrecherin, die sich nicht geschämt hat, dein Herz noch obendrauf zu packen auf den Berg gestohlener Erinnerungen. Sollst sie dir sonst wohin stecken, was? Allerdings, mein Schatz! Ab heute sei die Gurke rehabilitiert, oft und gern verschlungen, liebevoll verdaut, eine hochgeschätzte Kostbarkeit im Fundus all der Rezepturen, die drei Meter Ikea-Regal gefüllt hatten, bis dem großen Raub auch das Regal zum Opfer gefallen war.

Marodeurin!

Er beschnupperte die Gurke, zögerte und biss hinein.

Ein Genuss!

Wie hatte er nur jemals glauben können - mhhmmmm!

Diese hier, das war kein Treibhausklon. Sicher vom Gemüsemann auf der Neusser Straße, dessen Rasierwasser der Duft frischen, feuchten Basilikums war, konspirativ herübergereicht wie eine Flasche guten Weines. Hätte sie ihm eine solch phänomenale Gurke geschenkt, wenn sie ihn nicht immer noch liebte?

Knack, spritzender Saft im Mund. Mit jedem Stück fühlte er die Lebensgeister in sich zurückfließen, atmete tief durch, biss ab, verfiel in einen Fressrausch, ließ den Regen Beifall prasseln, bis ein ungeheurer Blitz die Schwärze jäh zerriss und krachend niederging, direkt über dem Dom.

Für die Dauer eines Augenblicks war Köln in weiße Gischt getaucht.

Weltuntergang.

Dann wieder gleichmäßig niederströmender Frieden. Romanus Cüpper grinste den Rest seiner Gurke an, schüttelte das Wasser aus den Haaren und ging heim. Es war der 23. Juni. Mitternacht.

Bazaar

Der Regen wurde dichter.

Schritte schürften über Treppenmarmor, unregelmäßig, aber beharrlich dem fünften Stock zustrebend. Der Urheber passierte idyllische Szenen hinter verschlossenen Türen. Blaubeleuchtete Familien vor Fernsehapparaten. Kinder, brav zu Bett gegangen, Licht aus, Küsschen, Decke übern Kopf, Nintendo. Alte Paare, einander in den Wahnsinn schnarchend. Unparteiisch nur das Treppenhaus, ein Niemandsland. - Und nun ein Jemand, der sich anschlich in der Anonymität der Nacht.

Der Jemand blieb stehen und keuchte. Vor ihm eine Wohnungstür, einen Spaltbreit geöffnet.

Regungslos verharrte die Gestalt, streckte dann zögernd eine Hand aus, bis die Fingerspitzen das lackierte Holz berührten, um den Kontakt gleich wieder zu verlieren. Mit kaum wahrnehmbarem Rauschen schwang die Türe weiter auf und gab den Blick frei in einen anderen Zustand der Dunkelheit, wie er nur bewohnten Räumen zu eigen ist, ein Schwarz voller Andeutungen, Körperlichkeiten und wechselnder Standorte, eine vertraute, fremde Welt.

Wieder erstarrte die Gestalt. Sie schien zu überlegen. Ihr Keuchen wurde heftiger.

Dann setzte sie sich langsam in Bewegung, stieß die Tür ganz auf, drang ein und verlor sich in der Lichtlosigkeit des dahinterliegenden Raumes, als hätte es sie nie gegeben.

Cüpper

Fast zu Hause.

Tausend Gedanken führten in Cüppers Schädel ein chaotisches Dasein, während sich der Magen unbeeindruckt an die Arbeit machte, Säure produzierte, Enzyme freisetzte, Moleküle spaltete, Nährstoffe weiterleitete und den Gurkenrest im Darmsystem diskret beseitigte.

Wie immer der perfekte Mord.

Cüppers Kopf versuchte unterdessen, die Frau verschwinden zu lassen, mit der er die letzten sechs Jahre verbracht hatte, was sich als wesentlich schwieriger erwies.

Ich sollte mich betrinken, dachte er schließlich, weil ihm partout nichts Besseres einfiel. Zählen darf nur der Alkoholgehalt. Kein Genuss! Jeder, der fernsieht oder Bücher liest, weiß, dass verlassene Männer betrunken durch die Straßen irren, was in den seltensten Fällen auf einen Brunello di Montalcino oder einen Mouton Rothschild zurückzuführen ist.

Aber er wollte sich nicht betrinken.

Halt die Spielregeln ein, schalt er sich. Die Sache wird dir doch wohl einen ordentlichen Suff wert sein.

Also gut, betrinken. Die Tankstelle in der Riehler Straße, nah genug, um den Gedanken ernsthaft in Erwägung zu ziehen, bot für wenig Geld einen so sündhaft schlechten Weißen, dass jeder Trennungsschmerz im anschließenden Sodbrennen rückstandslos zersetzt würde.

Trennungsschmerz? Pah!

Nein, er hatte Wut, und die verdiente etwas anderes. Beispielsweise könnte man sich in ein Taxi setzen, die Kyffhäuserstraße ansteuern und einen Besuch im La Société abstatten, das über den Vorzug eines respektablen Weinkellers gebot. Es mochte gelingen, dem Patron die eine oder andere Flasche Bordeaux abzuschwatzen. Wozu hatte man Freunde?

Dann fiel ihm ein, dass er noch einen 89er Pio Cesare im Keller hatte. Aber der würde bis morgen warten müssen. Pio Cesare schmeckte Cüpper am besten zu Geschnäbeltem. Also früh in die Stadt, auf der Apostelnstraße eine Ente kaufen, eine schöne französische Flugente mit Hals und Arsch und Innereien. Dann die ganze Ente ganz alleine fressen, ohne die Frau, um derentwegen er sich fast mit Blanc de Blanc vergiftet hätte.

Doch nicht Cüpper.

Bei dem Gedanken an die Ente lief ihm mehr Wasser im Mund zusammen als durch die Haare.

Eine Ente, ja!

Und vorher ein Salat. Mit Gurke.

Bazaar

Schramm konnte nicht schlafen.

Am Nachmittag hatte ihn der Fabrikant aus München angerufen und Konkurs vermeldet. Die siebzehn Seidenhemden könne er nun leider nicht mehr liefern. Die zehn Mäntel auch nicht, von den bestellten vierzehn Sakkos immerhin sechs, zwei davon mit kleinen Fehlern, wer sei schon perfekt?

Schramm hatte sich unter Einhaltung der gängigen Höflichkeitsfloskeln nach seinem Geld erkundigt, als gäbe es auch nur den Hauch einer Chance, es wiederzusehen.

Das Geld? Ja, das sei weg.

Wo es denn sei?

Na, weg. Der Fabrikant war sehr gelassen. Schließlich war er pleite.

Schramm war in seinem Laden hin- und hergelaufen und hatte sich verflucht. Das war mittlerweile an der Tagesordnung. Er verfluchte sich, wenn er die Preise auf ein Level runtersetzen musste, das Leute in sein Geschäft lockte, die er dort nicht sehen wollte. Er wechselte viermal täglich die Krawatte und verwickelte seine Kunden in Gespräche über den Vormarsch der spanischen Avantgarde, bis er sich selber nicht mehr hören mochte. Er tat verständnisvoll, wenn sich die Leute mit plötzlichem Blick auf die Uhr zum Bäcker empfahlen und versicherten, in zehn Minuten wieder da zu sein und zu kaufen, was sie nicht mal hatten anprobieren wollen. Allmählich wurde sein Gesicht so grau wie sein Haar, das er einmal wöchentlich nachschneiden ließ. Er stellte fest, dass man in Maßanzügen nicht die Schultern hängen lassen sollte, weil das blöde aussieht. Durch die Scheiben seines großen, straßenwärts gewandten Schaufensters studierte er mit eingefrorenem Lächeln die Vorbeieilenden und suchte nach Herren, die es auszustatten gäbe, egal, mit was, Hauptsache, sie zahlten.

Und er verfluchte sich selbst.

Herrenausstatter! Warum war er nicht Friseur geworden? Haare wuchsen immer.

Wütend rieb er sich die Augen, legte sein Kopfkissen von rechts nach links, machte einen Kniff rein, drückte ihn wieder raus, strampelte die Decke weg, drehte sich auf den Rücken, auf die Seite, auf den Bauch, stand auf und aß ein Käsebrot, wozu er Wodka trank. Danach rebellierte sein Magen, und er musste raus auf die Terrasse. Es war kurz nach Mitternacht.

Heftiger Regen schlug ihm ins Gesicht und klatschte auf das Glasdach des Bazaar gleich unter ihm.

Wie passend, dachte er. Wie nett!

Im Stakkato begann er, seine Wohnung zu durchmessen, auf und ab. Immer wieder rechnete er nach, was ihn die Katastrophe kosten würde. Immer wieder waren es mindestens zwei Nullen zu viel. Ermattet ließ er sich gegen die Wohnungstür fallen. Es war alles so anstrengend.

Die Welt war ungerecht. Er stand bis zu den Knöcheln im Verderben, und die Barneck über ihm ersoff im Geld. Inka von Barneck, reich und schön! - Schramm knirschte mit den Zähnen. Er hätte gute Lust gehabt, jetzt zu ihr hochzugehen! Es ihr auf einem Bett aus Kontoauszügen zu besorgen, von denen jeder seine Zukunft dreimal abgesichert hätte, einen Ring an ihre Hand zu stecken und von ihr zu leben, bis ihm vor Überfluss die Knöpfe von der Weste sprangen.

Aber sie war verheiratet. Und er hatte nie ein Wort mit ihr gewechselt. Denn Schramm war leider nicht der Mutigste.

Und das machte ihn noch fertiger als die Finanzen.

Die Gestalt verharrte und sah sich in der dunklen Wohnung um. Ihre Hände tasteten hin und her wie Ameisenfühler und sanken dann herab.

Einiges war nicht so, wie sie es erwartet hatte.

Unentschlossen wandte sie den Kopf zurück zu der weit geöffneten Wohnungstür, erahnte im Dunkel den Lichtschalter, streckte einen Arm aus und hielt wieder inne.

Leises, zischendes Keuchen kam über ihre Lippen.

Nein, kein Licht. Das Feuerzeug!

Trübe, kleine Flamme.

Aber sie würde reichen.

Cüpper

Dann eben nicht.

Durch den Regen taumeln, sich betrinken und erkälten, allzu theatralisch, dämlich. Lieber schlafen gehen in der besten aller Wohnungen, hundertzwanzig Quadratmeter Altbau, Theodor-Heuss-Ring, Blick auf den Ententeich.

Seine Wohnung.

Im Grunde war er frei. Auch wenn neuerdings jemand fehlte, von den Möbeln ganz zu schweigen. Hätte sie ihn auch verlassen, wenn er in einer Bücherei gearbeitet hätte? Oder als Metzger? Oder als Museumsdiener oder hinter einer Bar? War es überhaupt der Job gewesen?

Ein guter Polizist ist einsam. Guter Bulle. Braver Bulle.

Er schüttelte das Wasser aus den Haaren und ging durch das fast leere Wohnzimmer in die Küche. Na und? Das hier war sein Reich. Sollte sie ruhig alles haben, was sie wollte. Nur nicht den Kühlschrank, nicht den Herd, den Grill, die Tiefkühltruhe, nicht die Marmorarbeitsfläche und die teuren Messer und die Töpfe, die ganze Pracht und Herrlichkeit. Ansonsten alles!

Ach nein. Den Esstisch hätte er schon gern behalten. Aber es war ihrer. Sie hatte ihn damals mitgebracht. Das Pfand dafür war Liebe gewesen, und die Liebe war erloschen, ausbezahlt, zurückgegeben.

Cüpper ließ sich gegen den Herd sinken. Sein Blick schweifte über die stattliche Kompanie der Gewürzgläser in ihren Halterungen an der Wand.

Wie gerne hatte er für sie gekocht.

Und wie hatte sie genießen können! Ganze Abende hatten sie damit verbracht, sich gegenseitig Köstlichkeiten in den Mund zu schieben, hatten sich am bloßen Anblick der Zutaten berauscht, den Staub von alten Flaschenhälsen geblasen, einander Etiketten vorgelesen, und mit jedem Teller, jedem Glas war in ihren Augen ein Abbild dessen erschienen, was das Paradies sein musste, wie er es sich schon damals in der Schule vorgestellt hatte, als etwas primär Essbares, rundum Köstliches. Er hätte ihr stundenlang zusehen können, und irgendwann ertappte er sich bei dem Gedanken, selber gar nichts mehr zu brauchen, einfach der Chronist ihrer Ekstase sein und glücklich neben ihr verhungern zu dürfen. Vielleicht war das der Punkt gewesen, an dem er sich die Augen gerieben hatte und plötzlich zu der Überzeugung gelangt war, sich wieder mehr um seinen eigenen Genuss kümmern zu müssen.

Das hatte er dann auch getan.

Und übertrieben.

Aber zog man deshalb gleich aus?

Cüpper zuckte die Achseln. Müßig, das Ganze.Todmüde ging er los, eine Zahnbürste zu suchen.

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Trackliste zu "Mordshunger, 5 Audio-CDs" von Frank Schätzing


CD 1
1 Nacht 00:07
2 Nacht 01:20
3 Nacht 03:39
4 Nacht 03:10
5 Nacht 02:44
6 Nacht 04:36
7 Nacht 06:42
8 Nacht 05:22
9 Nacht 05:08
10 Nacht 05:19
11 Erster Tag 10:21
12 Erster Tag 06:15
13 Erster Tag 05:03
14 Erster Tag 06:59

CD 2
1 Erster Tag 05:31
2 Erster Tag 04:01
3 Erster Tag 02:45
4 Erster Tag 05:02
5 Erster Tag 06:46
6 Erster Tag 06:12
7 Erster Tag 01:15
8 Erster Tag 04:05
9 Erster Tag 07:39
10 Erster Tag 05:08
11 Zweiter Tag 03:37
12 Zweiter Tag 04:52
13 Zweiter Tag 05:49
14 Zweiter Tag 06:07
15 Zweiter Tag 03:13

Kundenbewertungen zu "Mordshunger, 5 Audio-CDs" von "Frank Schätzing"

9 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.6 von 5 Sterne bei 9 Bewertungen **** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(5)
***** sehr gut
 
(4)
***** gut
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***** schlecht
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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 18.09.2011 ***** ausgezeichnet
Beschreibung:
Eine Leiche im Kölner Bazar. Kommissar Romanus Cüpper weiß vor lauter Verdächtigen nicht, wen er zuerst vernehmen soll. Denn Ehemann, Tochter, Liebhaber und Geschäftspartner hätten der schönen Inka von Barneck am liebsten selbst die Kehle durchgeschnitten. Mit kulinarischer Finesse spürt Cüpper nicht nur neue Rezepte auf, sondern jagt den Mörder bis in den Löwenkäfig des Kölner Zoos. Und die Raubkatzen haben einen Mordshunger...

Einmalig gut gemacht !!
Ich finde es besonders klasse, dass Frank Schätzing als Autor des Buches das Hörbuch selbst liest.
Er besitzt das Talent jeder Figur seines Romans eine eigene Stimme zu verleihen. Toll !!
Untermalt wird die Geschichte mit Musik- auch von Frank Schätzing
Die Machart diese Hörbuches ist also schon etwas besonderes.

Die Geschichte, die erzählt wird ist spannend von Anfang bis Ende und stellenweise urkomisch.
Ein toller Krimi, der duch seine ganz eigene Art besticht

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Bewertung von Lisega am 17.11.2010 ***** sehr gut
Ein alter Schätzing, der nach seinem Erfolg mit dem "Schwarm" wieder ausgegraben wurde. Die Geschichte ist zwar nicht übermäßig originell oder super-spannend, das Hörbuch lohnt sich aber trotzdem. Frank Schätzing liest nämlich alle Rollen selbst, und das macht er sehr, sehr gut! Außerdem sind die jazzigen Musiktracks zwischendurch auch von ihm und ebenfalls sehr hörenswert.

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Bewertung von Lisa. aus Bad Berka am 09.09.2010 ***** ausgezeichnet
Meine These: „Mordshunger“ ist ein klassischer Krimi.
Punkte, die dafür sprechen: Es gibt eine Leiche, einen Erben, zahlreiche Verdächtige und natürlich den Ermittler. Außerdem sind vorhanden: Familienwirrungen, zu viele Tatmotive und zu wenig wahre Alibis.
Punkte, die dagegen sprechen: Es ist ein Roman, auch wenn das Coverbild auf einen Thriller schließen lässt. Der Autor heißt Frank Schätzing und ist bekannterweise nicht für die klassischen Dinge zu haben. Der Leser muss tatsächlich lachen. Im Anhang findet man Rezepte und Adressen empfehlenswerter Restaurants in Köln.
Mein Fazit: Nein, kein klassischer Krimi – ein hervorragender! Von Langeweile und „dem üblichen“ keine Spur. Bei diesem Buch bekommt man zwar keinen Hunger auf Mord, aber eindeutig Appetit auf mehr!
Mfg laura

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Bewertung von Cosmopolitan aus Düsseldorf am 19.05.2010 ***** sehr gut
„Mordshunger“ das haben sie alle in diesem etwas anderen Krimi. Der eine auf was ordentliches zu Essen, der andere auf Geld, der andere auf Sex und wieder ein anderer wirklich auf Mord! Die Geschichte handelt von dem Kriminalkommissar Romanus Cüpper, frisch gebackener Single. Wie er jedoch selbst sagt „Nur ein einsamer Bulle ist ein guter Bulle“. Zusammen mit seinem Kollegen Rabenhorst versucht er den Mord an Inka von Barneck zu lösen, die in ihrer Wohnung mit einem Messer ermordet wurde. Nach und nach gibt es immer mehr Verdächtige: Den Ehemann – Fritz von Barneck, den Doppelgänger des Ehemanns – Max Hartmann, eine Arbeitskollegin – Astrid Hasling, Inka von Barnecks Tochter – Marion Ried und noch ein paar weitere. Da Inka Millionärin war, könnte es jeder aus der Familie oder Freundeskreis gewesen sein, der nur an ihr Geld kommen wollte. Alles in allem ein sehr komplizierter Fall. Ein Krimi mit sehr viel Humor und einer kleinen integrierten Liebesgeschichte.
Ich bin überrascht, dass Herr Schätzing auch andere Bücher schreiben kann als über wissenschaftlichen Kram. Als ich vor einem halben Jahr den Schwarm gelesen habe, war ich ziemlich enttäuscht von dem Buch, schlechte Schreibweise, kein ansprechender Inhalt, ziemlich eintönig. Bei diesem Buch ist das jedoch ganz anders, Schätzing sticht mit einer wunderbaren Schreibweise und sehr vielen Rhetorischen Figuren raus. Duch seine besondere Schreibweise, läuft alles noch viel stärker beim Lesen, wie ein Film im Kopf ab.
Mit dem Buch lernt man außerdem viele Restaurants in Köln kennen, Schätzing hat das Buch 2006 extra überarbeitet, damit jeder dem eine Speise in dem Buch gefallen hat, mal in dem Laden vorbei schauen kann. Ich bin mir sicher, dass nach 4 Jahren auch noch ein paar der auserwählten Läden dort zu finden sein werden. Wenn nicht, greift der Leser auf den Teil zurück, wo Schätzing Rezepte zum Nachkochen bereitstellt.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, ein wirklich tolles Buch!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 21.11.2009 ***** sehr gut
Beschreibung:
Eine Leiche im Kölner Bazar. Kommissar Romanus Cüpper weiß vor lauter Verdächtigen nicht, wen er zuerst vernehmen soll. Denn Ehemann, Tochter, Liebhaber und Geschäftspartner hätten der schönen Inka von Barneck am liebsten selbst die Kehle durchgeschnitten. Mit kulinarischer Finesse spürt Cüpper nicht nur neue Rezepte auf, sondern jagt den Mörder bis in den Löwenkäfig des Kölner Zoos. Und die Raubkatzen haben einen Mordshunger...

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und muss sagen:

Einmalig gut gemacht !!
Ich finde es besonders klasse, dass Frank Schätzing als Autor des Buches das Hörbuch selbst liest.
Er besitzt das Talent jeder Figur seines Romans eine eigene Stimme zu verleihen. Toll !!
Untermalt wird die Geschichte mit Musik- auch von Frank Schätzing
Die Machart diese Hörbuches ist also schon etwas besonderes.

Die Geschichte, die erzählt wird ist spannend von Anfang bis Ende und stellenweise urkomisch.
Ein toller Krimi, der duch seine ganz eigene Art besticht

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 21.11.2009 ***** sehr gut
Beschreibung:
Eine Leiche im Kölner Bazar. Kommissar Romanus Cüpper weiß vor lauter Verdächtigen nicht, wen er zuerst vernehmen soll. Denn Ehemann, Tochter, Liebhaber und Geschäftspartner hätten der schönen Inka von Barneck am liebsten selbst die Kehle durchgeschnitten. Mit kulinarischer Finesse spürt Cüpper nicht nur neue Rezepte auf, sondern jagt den Mörder bis in den Löwenkäfig des Kölner Zoos. Und die Raubkatzen haben einen Mordshunger...

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und muss sagen:

Einmalig gut gemacht !!
Ich finde es besonders klasse, dass Frank Schätzing als Autor des Buches das Hörbuch selbst liest.
Er besitzt das Talent jeder Figur seines Romans eine eigene Stimme zu verleihen. Toll !!
Untermalt wird die Geschichte mit Musik- auch von Frank Schätzing
Die Machart diese Hörbuches ist also schon etwas besonderes.

Die Geschichte, die erzählt wird ist spannend von Anfang bis Ende und stellenweise urkomisch.
Ein toller Krimi, der duch seine ganz eigene Art besticht

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Bewertung von AC aus Donaueschingen am 02.09.2008 ***** ausgezeichnet
Sehr angenehm zu lesen und spannend!

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Bewertung von wally p. am 25.10.2006 ***** ausgezeichnet
Salopper Schreibstil, Turbulenzen und Spannung bis zum Schluß! In "Mordhunger" geben sich Humor und Hochspannung abwechselnd die Klinke in die Hand und zwischendurch würzt Schätzing diesen mitreißenden Roman auch noch mit Vergleichen von gefühlvoller Tiefe. Eine geniale Mischung. Super "gekocht", Herr Schätzing!
Und die anhängenden Kochrezepte aus der Kölner Gastronomie machen ebensfalls "Mordshunger" auf mehr.

Nicht nur empfehlenswert, sondern höchst lesenswert.

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Bewertung von Mike am 13.10.2006 ***** ausgezeichnet
Mordshunger, ja den habe ich beim Lesen auch bekommen. Das Buch ist das erste von Frank Schätzing, auch wenn es erst jetzt herausgekommen ist. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten und es ist wirklich ein einmaliger Schreibstil, den ich gern öfter lesen möchte.
Fazit: LESEN, LESEN und nochmals unbedingt LESEN

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