Die Tortenbäckerin - Janson, Brigitte

Die Tortenbäckerin

Historischer Roman. Originalausgabe. Mit historischen Rezepten zum Nachkochen

Brigitte Janson 

Broschiertes Buch
 
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Die Tortenbäckerin

Hamburg, 1895: Die junge Greta hat großes Talent zum Kochen, und zwischen Töpfen und Pfannen fühlt sie sich am wohlsten. Als sie ihre Stellung als Hilfsköchin verliert, ist sie verzweifelt. Doch Siggo, ein Fuhrunternehmer, vermittelt ihr Aufträge, und seine Mutter bringt ihr das Konditorhandwerk bei. Bald sind ihre Torten in der ganzen Stadt beliebt, und Greta könnte glücklich sein ? gäbe es da nicht ein großes Geheimnis, das auf ihrer Seele lastet und Siggos Liebe zu ihr unmöglich macht.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Tb
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 444 S.
  • Seitenzahl: 448
  • Ullstein Taschenbuch Nr.28259
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 37mm
  • Gewicht: 368g
  • ISBN-13: 9783548282596
  • ISBN-10: 3548282598
  • Best.Nr.: 29748818
Brigitte Janson wurde 1957 in Lübeck geboren. Viele Jahre war Hamburg ihre Wahlheimat, wo sie als Journalistin arbeitete. Heute lebt sie zusammen mit ihren Töchtern in den italienischen Marken.

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Kundenbewertungen zu "Die Tortenbäckerin" von "Brigitte Janson"

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Bewertung von allegra am 19.01.2012   sehr gut
Der Roman spielt in Hamburg, Ende des 19. Jahrhunderts zur Zeit Kaiser Wilhelms ll und seiner expansiven Weltpolitik. Die Zeit ist gerade in einer Hansestadt wie Hamburg, die vom Handel aus Übersee lebt, eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, verbunden mit technologischem wie medizinischem Fortschritt. Große Schiffe, wie die im Roman erwähnte Potosi, die Salpeter aus Chile transportiert, legen im Hamburger Hafen an. Auf den Straßen fahren neben den Pferdefuhrwerken immer mehr Automobile, wohlhabende Bürger beleuchten ihre Häuser mit Elektrizität und die ersten Brillen werden getragen.
Brigitte Jansons Erstlingswerk spielt im Dienstmädchenmilieu. Die Protagonisten sind anständige, einfache Leute, die für ihren Lebensunterhalt sehr hart arbeiten müssen. Es werden auch soziale Probleme aufgezeigt wie Kinder, die auf der Straße leben, uneheliche Kinder, die nicht in den Genuss der soeben eingerichteten Sozialversicherung kommen sowie Alkoholismus.
Die Protagonistin, Greta, die anfangs als Küchenhilfe im Hause Hansen arbeitet, hat ihren Vater früh verloren hat und muss ihre kranke Mutter miternähren. Erschwerend kommt hinzu, dass sie auch noch für eine uneheliche Tochter sorgen muss, von deren Existenz niemand etwas erfahren darf und die bei einer unfreundlichen Familie untergebracht ist. Als sie ihre Arbeitsstelle verliert, ist sie verzweifelt.
Glücklicherweise lernt Greta den Fuhrunternehmer Siggo kennen. Er ergreift die Initiative und vermittelt Greta Arbeit als Leihköchin in verschiedenen Haushalten. Mit Siggos Hilfe gelingt es Greta ein eigenes kleines Unternehmen zu gründen.

Meine Meinung:
Ich habe den Roman sehr gerne gelesen, die Sprache ist gefällig, hat einen angenehmen Rhythmus ist aber eher einfach gehalten. In historischen Romanen ziehe ich es eigentlich vor, wenn auch etwas Wortschatz aus der betreffenden Zeit mit einfließt. Da die Geschichte aber noch nicht vor sehr langer Zeit spielt, wirkt dich Sprache dennoch authentisch. Die Geschichte ist unterhaltsam und gefühlvoll, teilweise auch echt rührend. Allerdings ist es für mich etwas unglaubwürdig, dass sich am Ende fast alles in Wohlgefallen auflöst. Das war für mich etwas zuviel „happy end“ und geht schon etwas in die Richtung schnulzig.
Im Nachwort beschreibt die Autorin die berührende Geschichte ihrer Großmutter, die sie zum vorliegenden Roman inspiriert hat. Beim Lesen spürt man den Respekt und die Bewunderung, die Brigitte Janson für das entbehrungsreiche Leben ihrer Großmutter aufbringt, auch wenn die Geschichte um Greta Voss nicht viele Berührungspunkte damit aufweist.
Der Titel und die Aufmachung werden meiner Meinung nach dem Roman nicht wirklich gerecht. Man erwartet bei dem Cover eher einen mittelalterlichen Roman nach dem Standardmuster „Die *irgendeine Berufsbezeichnung*in“. Wer das erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Die Tatsache, dass Greta Voss Tortenbäckerin wird, ist eher Nebensache. Viel mehr Raum nimmt die Entwicklung der Liebe von Greta zu Siggo ein.

Da keine historisch verbürgten Personen im Buch erscheinen, kann man es nicht wirklich irgendwo festmachen, so kann es leicht in Vergessenheit geraten. Ich würde mir etwas mehr konkrete historische Ecksteine wünschen. Es handelt sich hier um einen gefühlvollen, schönen Roman, ideal um ein Wochenende abzuschalten; weltbewegend ist er aber nicht.

Meine Prognose ist, dass es in einigen Jahren von Brigitte Janson einen Roman gibt von einer Parfummacherin namens Leni zur Zeit der Weimarer Republik. Ich würde ihn auf jeden Fall gerne lesen.

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Bewertung von Sonja am 31.08.2011   sehr gut
Zu der Zeit, als die ersten Autos hergestellt werden, arbeitet die 22jährige Greta Voss mit ihrer Tante im Haushalt der reichen Hamburger Bankiersfamilie Hansen als Hilfsköchin. Sie gerät immer wieder mit ihrer Tante aneinander, weil sie gerne Neues ausprobiert. Eine besondere Leidenschaft hat sie für das Backen. Sie schwärmt für den jüngsten Sohn der Familie, der auch Gefühle für sie hegt. Zudem ist er der einzige, der von ihrer Tochter Leni weiß, dem Resultat einer Vergewaltigung durch einen anderen Mann der Familie Hansen.

Zur gleichen Zeit versucht der junge Siggo Freesen, das schlecht laufende Fuhrunternehmen seines Vaters vor dem Ruin zu retten, nachdem der arrogante Tierquäler Lohmann ihm viele Aufträge weggeschnappt hat. Dabei lernt Siggo den neunjährigen Straßenjungen Oliver Kuhn kennen.

Brigitte Janson hat einen tollen Schreibstil: locker, leicht und flüssig, sodass es mir nicht schwer gefallen ist, den Roman in einem Tag zu lesen. Rückblickend muss ich jedoch sagen, dass mir persönlich alles ein wenig zu oberflächlich geblieben ist. Mir fehlten die persönlichen Eigenarten der Personen, durch die sie sich voneinander unterscheiden. Irgendwie waren spätestens ab der Hälfte des Buches alle nur noch herzensgut, bei Siggo und Greta gepaart mit ein wenig Schüchternheit, die aber auch oberflächlich und nicht nachvollziehbar bleibt. Ein wenig mehr Eingehen auf die damalige Art zu kochen oder insbesondere auf das Tortenbacken hätte ich mir auch gewünscht. Das, was eigentlich das Titelthema sein soll, wird nur nebensächlich behandelt, bekommt gerade mal am Ende ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Hätte ich das Buch anhand der Zusammenfassung auf dem Buchrücken ausgesucht, wäre ich außerdem nach dem Lesen enttäuscht gewesen, denn sowohl das Tortenbacken wie auch die Liebe sind in diesem Buch absolute Nebensache. Es geht vielmehr um Freundschaft und Hilfsbereitschaft.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass es ein durchaus lesenswertes Buch ist, mit dem man sich gerade in der jetzigen Jahreszeit (Herbst) in eine warme Ecke setzen und die heile Welt genießen kann. Brigitte Janson lässt darin ein großes Potenzial erkennen, Romane zu schreiben, die sich vom Einheitsbrei abheben. Ich hoffe, es bleibt nicht ihr einziges Werk.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.06.2011   sehr gut
Die junge Greta Voss arbeitet gemeinsam mit ihrer Tante Mathilde bei der Familie Hansen. Greta und der jüngste Sohn verbindet eine heimliche Liebe, die ihr jähes Ende findet, als Christoph nach Afrika geschickt und Greta entlassen wird. Die junge Frau steht vor dem Existenzminimum, lässt sich aber nicht entmutigen. Sie lernt Siggo, einen jungen Fuhrunternehmer kenne. Gemeinsam entwickeln sie eine zu dieser Zeit revolutionäre Geschäftsidee. Gemeinsam scheinen die beiden ihre Zukunft fest im Griff zu haben. Allerdings lastet ein dunkles Geheimnis auf Gretas Schultern, welches ihre Freundschaft zu Siggo gefährden könnte.

Das Cover zeigt eine junge Frau beim Schälen von Äpfeln. Zusammen mit dem Klapptext finde ich es ansprechend, hätte mir aber ein ausdrucksstärkeres Bild gewünscht.

Brigitte Janson hat einen wunderschönen historischen Roman geschaffen. Die Örtlichkeiten beschreibt sie bildlich und ich genoss die gemeinsamen Streifzüge mit Greta und Siggo durch Hamburg. Ihre Protagonisten stellt sie authentisch vor, man kann ihren Handlungen folgen und sie nachvollziehen. Die Autorin schreibt ruhig, aber durchaus auch kraftvoll und spannend. Diese Mischung macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Das einzige Manko dieses Buches war die Vorhersehbarkeit, die historischen Romanen so oft anhaftet.

Mein Fazit: Leichte und gut zu lesende Kost gewürzt mit Spannung und Liebe! Lesenswert!

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Bewertung von Bücherwurmolli aus Nürnberg am 12.05.2011   sehr gut
backe backe Kuchen

Greta ist eine ausgezeichnete junge Köchin, welche ihre Anstellung in hohem Hause durch eine Affaire mit einem jungen Adeligen verliert. Arbeitslos und mit einer kranken Mutter hat man es in Zeiten, in welchen jeder genug damit beschäftigt ist sich selbst zu helfen, fast keine Chance zu überleben. Als Greta einem jungen Fuhrunternehmer begegnet verlieben sich die beiden direkt ineinander. Doch für Siggo sieht es auch nicht sehr gut aus, da dieser von einem größerem Konkurrenten vertrieben wird. So versuchen sich Greta und Siggo gegenseitig zu wechseln und als sie gemeinsam den Rivalen Siggos aus Versehen schwer verletzen beginnt eine unheimlich romantische Geschichte, der es auch nicht an Spannung fehlt.

Was mich dieses mal sehr beeindruckt hat, war zum einen die Vielzahl der Charaktere und zum anderen deren genaue Beschreibung. Ich hatte zum ersten mal ein Bild von allen Protagonisten im Kopf, was mit Sicherheit damit zusammenhängt, dass Brigitte Janson die Charaktere so liebevoll und autentisch gestaltet. Auch die Geschichte an sich hat mir wunderbar gefallen, da jeder einzelne Handlungsstrick bis zum Ende behandelt wurde und sich so am Ende ein wunderbares Gesamtbild geflochten hat. Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr gelugen, da man sich wirklich ins 19.Jh hineinversetzt fühlt und sich alles wahrhaftig und bildlich vorstellen kann.

Insgesamt fand ich das Buch äußerst gelungen, obwohl es mit seinen über 400 Seiten leider immer noch zu kurz war :(. Vor allem die charismatischen Charaktere haben mir wirklich sehr gefallen, da sie zusammen mit der ganzen Geschichte perfekt in ihre Zeit eingefügt haben und zusammen eine wirklich schöne Geschichte hervor gebracht haben.

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Bewertung von bookorpc aus Kumhausen am 09.04.2011   ausgezeichnet
Ihren ersten Roman “Die Tortenbäckerin” widmet die Autorin Brigitte Janson ihrer Großmutter. Diese musst mit 14 Jahren ihr Elternhaus verlassen und in der Stadt als Dienstmädchen der Köchin zur Hand gehen und würde Jahre später selbst Köchin wie man im Nachwort erfährt.

Inhalt:
Greta ist Hilfsköchin bei ihrer Tante Mathilde. Diese liebt ihre Nichte sehr, ist aber trotzdem streng zu ihr um sie zu beschützen. Aber sie weiß nicht von Gretas großen Geheimnis. Nur Christoph, der jüngste Sohn des Hauses, weiß bescheid über Leni! Als er von seinen Eltern nach Afrika geschickt wird, bricht für Greta eine Welt zusammen, da sie nicht nur ihn, sondern auch ihre Stellung verliert.
Siggo hat das Fuhrunternehmen seines Vaters übernommen, da dieser es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterführen kann. Aber die Konkurrenz in diesem Gewerbe ist gefährlich und versucht mit allen Mitteln Siggo zu schaden. Die Rettung Gretas vor einem Pferd ist der Beginn ihrer Freundschaft. Diese würde beiden nicht nur zu beruflichen Erfolg, durch das gut gehende Tortengeschäft verhelfen, wenn nicht die Vergangenheit auf Greta lasten würde…..

Meine Meinung:
Die Tortenbäckerin ist eine phantasievolle Ausschmückung eines einzigen Details aus dem Leben der Großmutter der Autorin. Dieses wird von eine Menge an perfekt ausgearbeiteten Charakteren umgeben, die der Geschichte Tiefe, Spannung aber auch Humor geben. So z.B. der Straßenjunge Oliver, den man sofort ihn Herz schließt, besonders wenn man von seinen Schulbesuchen liest. Ich muss sagen, neben Greta ist Oliver durch seine mutige Art mein Lieblingsprotagonist in diesem Roman.
Die Liebesgeschichte fand ich in diesem Roman nicht so klischeehaft und eine weitere wird angedeutet, die auf ein weiteres Romanhighlight hoffen lässt.
Obwohl die Geschichte teilweise voraussehend ist, bereitete mir dieses Buch sehr angenehme Lesestunden. Die Rezepte im Anhang finde ich sehr interessant, da die gekochten Gerichte im Roman dadurch real werden und eine Visitenkarte der Hamburger Küche entsteht.
Fazit: Eher mit einem Soufflee, als mit einer schweren Torte zu vergleichen.

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Bewertung von melange aus Bonn am 20.02.2011   gut
Bittersüße Backkunst

Zum Inhalt: Greta Voss, eine junge Frau aus Altona, arbeitet sich von der Hilfsköchin an der Seite ihrer Tante hoch zur Lieferantin der begehrtesten Torten der Stadt. Auf diesem Weg lernt sie den Fuhrunternehmer Siggo kennen und nach vielen Irrungen und Wirrungen des Schicksals lieben.

Zum Cover: Eine hübsche, junge Frau in zeitgenössischer Kleidung schält einen Apfel, dazu der Titel in schön geschwungener Schrift - dieses Bild macht Appetit!

Mein Eindruck: Ein Grashalm im Wind - so wird Greta von Siggo an einer Stelle beschrieben. Sie beugt sich den Stürmen des Lebens (und dieses hält sogar einige Orkane bereit), aber sie zerbricht nicht an den mannigfaltigen Schicksalsschlägen. Weder der Tod des Vaters, das Siechtum der Mutter und das uneheliche und dazu noch blinde Kind, welches sie nach einer Vergewaltigung durch ihren Dienstherren austrägt, bringt sie endgültig zur Verzweiflung. Ganz im Gegenteil: Durch ihre immer freundliche und zuversichtliche Art schenkt sie den Menschen in ihrem Umfeld Lebensfreude und Mut.

Dennoch hatte ich den Eindruck von etwas zuviel Zuckerguss auf der Apfeltorte. Jedes Problem, welches groß und drohend auf Greta und ihre Freunde einzustürzen drohte, löste sich nach lächerlich kurzer Zeit in rosarote Wölkchen auf. Gerade in der geschilderten Zeit und Umgebung, die von Hunger und Kummer der kleinen Leute geprägt war, erscheint es schier lächerlich, wie viel Glück den grundguten Menschen zu Teil wird und wie die Bösartigen gebeutelt werden - aber selbst diese nicht gar so schlimm, damit die liebe Seele Ruhe findet.

Pluspunkte erhält der Roman für die flüssige Schreibweise, die genau richtige Länge der einzelnen Passagen und die vielen unterschiedlichen Figuren, die eine differenzierte Sicht auf den Anfang des letzten Jahrhunderts bieten und natürlich die Kochrezepte zum Ende des Buchs. Ebenfalls gefällt das Nachwort der Autorin, in dem sie auf die echten Lebensverhältnisse des Dienstpersonals zu damaliger Zeit eingeht und Dichtung und Wahrheit zueinander in Beziehung stellt.

Fazit: Eine unterhaltsame und leichte Lektüre für Zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. 3 Sterne.

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Bewertung von enzian aus Bernburg am 08.02.2011   ausgezeichnet
Brigitte Janson Die Tortenbäckerin



Die Erzählung spielt im Jahre 1895 in Hamburg. Die junge Greta arbeitet an der Seite ihrer Tante Mathilde als Küchenhilfe in einem vornehmen Patrizierhaushalt. Sie ist mit Leib und Seele dabei und experimentiert gerne mit dem Kochlöffel. So entstehen phantasievolle Gerichte, die sie aber nicht auf den Tisch bringen darf.

Greta schwärmt für den Sohn des Hauses, Christoph Hansen. Dieser bringt ihr auch Sympathie entgegen. Aber für den Bankierssohn und das einfache Mädchen aus Altona darf es keine Zukunft geben. Die Eltern schicken ihren Sohn nach Deutsch-Ostafrika. Dort soll er sich in der familieneigenen Bankfiliale bewähren.

Greta verliert ihre Arbeit im Hause Hansen und lernt durch glücklichen Zufall den Fuhrunternehmer Siggo kennen. Dieser hegt sofort Sympathie für Greta und beschafft ihr Aufträge. Dadurch kommen sich die beiden jungen Menschen näher. Sie lassen sich auch durch Rückschläge nicht entmutigen. Greta gewinnt das Wohlwollen von Siggos Eltern und seine Mutter bringt ihr bei, zu backen. Schließlich kommt Greta auf die Idee, eine eigene Firma zu gründen, „Gretas Lieferdienst“. Das ist aber noch längst nicht alles, was Greta bewältigen muss. Sie hütet ein Geheimnis um ihre Tochter Leni.



Brigitte Janson hat einen bunten Roman mit herzerfrischenden Protagonisten geschrieben. Der Leser befindet sich sofort mitten im Geschehen. Ich habe die leckeren Gerichte vor Augen und würde sie am liebsten verkosten. Ich bange mit Greta um ihr weiteres Schicksal und begleite sie gerne auf ihrem Weg. Nebenher wird ein lebendiges Bild vom damaligen Leben in der alten Hansestadt gezeichnet. Es ist die Zeit der ersten Automobile und elektrisches Licht kommt auf. Durch die neuen Errungenschaften treten Standesunterschiede noch deutlicher hervor.

Jede Buchseite weckt Lust darauf, die nächste zu lesen. Die Autorin ist mit dem Herzen dabei und wir erfahren auch den Grund dafür. Brigitte Janson hat ihr erstes Buch ihrer Großmutter, Martha Geilenberg, gewidmet. Diese kam mit vierzehn Jahren als Dienstmädchen in eine Großstadt. Kein leichtes Leben, doch sie hat es gemeistert. So wächst auch Greta an ihren Aufgaben und gibt nicht auf. Die Erzählung wird allgemein durch starke Charaktere geprägt.

Den Abschluss des Buches bilden alte hanseatische Rezepte, eine gute Idee.

Dieses Buch war für mich Lesevergnügen pur und ich hoffe, dass es eine Fortsetzung findet. Sehr gerne würde ich erfahren, wie es mit Greta, Leni und all den anderen weitergeht

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Bewertung von tinabauer aus essingen am 30.01.2011   sehr gut
Greta, die Hilfsköchin, trägt ein dunkles kleines Geheimnis mit sich herum und dennoch arbeitet sie bei Ihrer Tante in gerade dem Herrenhaus, welches ihr dieses unsagbare Leid angetan haben. Im Hamburg um des Ende 1870 muss Greta als Alleinstehende mit alle Unwegsamkeiten des Lebens rechnen. Und dann muss auch noch ihre einzige Liebe, Christoph, der jüngste der Bankiers-Familie Hansen nach Deutsch-Ostafrika reisen. Doch dann lernt Greta Siggo, den Fuhrunternehmer, kennen und die beiden gründen eine Unternehmensgemeinschaft. Ob aus der Liebe von Siggo auch eine Liebe für Greta wird, ist fraglich, denn Greta hat die Vergewaltigung im Herrenhaus immer noch nicht verkraftet....

Ein klassischer Historienroman über eine Küchenhilfe, die es schafft, große Kunst zu vollbringen und in der damaligen frauenfeindlichen Welt ihren „Mann“ zu stehen und mit Wagemut ihre Liebsten alle wieder mit sich vereint.

Spannend, erstklassiger Hintergrund und wahrlich gute Rezepte!!!

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Bewertung von steffi1959 aus Lichtenfels am 22.01.2011   ausgezeichnet
Der Roman hat mich eine schlaflose Nacht gekostet, ich konnte ihn nicht zur Seite legen. Obwohl nicht wirklich ein historischer Roman, hat er mich gefesselt. Zeitweise erinnerten mich die Beschreibungen der Lebensumstände an Falladas "Ein Mann will nach oben". Das Buch ist flüssig und leicht geschrieben und man kann sich zum Schluss nur schwer trennen. Die Rezepte sind ein weiteres Bonbon. Sehr schön fand ich auch die Geschichte der Oma von Brigitte Janson. Ich wünsche mir viele weitere Bücher von ihr.

Greta eine Hilfsköchin die zusammen mit ihrer Tante Mathilde im Dienst der vornehmen Bankiers-Familie Hansen ist verliebt in den jüngsten Sohn Christoph. Er teilt mit ihr das Geheimnis um ihre uneheliche Tochter Leni. Leni, die von Geburt an blind ist, lebt bei einer Pflegefamilie, die sie sehr schlecht behandeln und versorgen.

Greta lernt den Fuhrunternehmer Siggo kennen, der mit seiner Mutter Gerlinde, eine gelernte Konditorin, und dem Vater in einem Haus lebt. Greta, die bei Hansens entlassen wird, absolviert neben ihrer Arbeit als Aushilfs-Köchin in diversen Haushalten eine Lehre bei Gerlinde. Als Christoph nach Deutsch-Afrika geht, verblasst Gretas Liebe zu ihm und sie fühlt sich immer mehr zu Siggo hingezogen. Als Partner einer neuen Geschäftsidee kommen sich die beiden immer näher. Eine große Rolle spielt auch der kleine Oliver, dessen Mutter verstorben und dessen Vater mit einem Schiff verunglückt ist. Nachdem er eines Tages halb verhungert und erfroren in seiner Wohnung gefunden wird, findet er eine neue Heimat bei Tante Mathilde.

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Bewertung von horrorbiene am 22.01.2011   sehr gut
Zum Inhalt: Greta ist im vornehmen Hause Hansen bei ihrer Tante Mathilde als Köchin in die Lehre gegangen. Dort hat sie schnell Freundschaft mit dem jüngsten Sohn Christoph geschlossen, aus der sich bald eine zarte Liebe entwickelte. Doch diese mögliche Verbindung sehen die Hansens nicht gern und so wird Christoph kurzerhand nach Deutsch-Ostafrika zur Gründung einer Bankfiliale abgeschoben und Greta verliert ihre Stellung, da sie nun nicht mehr gebraucht wird. Völlig verzweifelt läuft sie Siggo vor das Fuhrwerk...

Meine Meinung: Die Tortenbäckerin ist ein solider historischer Roman, dessen Hauptperson Greta sich im Laufe des Werkes von einer schüchternen unscheinbaren Hilfsköchin zu einer selbstständigen jungen Frau entwickelt, die sich zunächst einen guten Ruf als Leihköchin macht und dann einen eigenen Lieferservice mit Hilfe Siggos und seiner Familie gründet. Siggo ist ebenfalls ein interessanter Charakter: Von der ersten Sekunde an, als Greta ihm vor das Fuhrwerk lief, hegte er zarte Gefühle für sie, die bald zu Liebe wurden. Doch noch ist Gretas Herz anderweitig vergeben und Siggo geht auf verschiedene Weise damit um. Seine Stimmung schwankt zwischen hoffnungsvoll und verzweifelt und dieser Wechsel zieht sich durch das gesamte Buch.
Das Buch fängt die Stimmung Hamburgs im 19. Jahrhundert hervorragen ein. Dies wird durch die Dialoge mit typisch norddeutschen Begriffen wie mien Deern" oder der Lütte" wunderbar abgerundet. Ich habe mich wirklich in das winterlich-kalte Hamburg versetzt gefühlt. Der Schreibstil ist dabei leicht und flüssig. Ein Buch für schön kalte Winterabende eingekuschelt mit einer Wolldecke auf dem Sofa.
Meine Erwartungen an das Buch wurden durch den Titel in eine bestimmt Richtung gelenkt. Ich dachte, Greta würde nun eine Ausbildung zur Konditorin anstreben und sich damit selbstständig machen. Doch die wunderbar detailliert beschriebenen Griffe des Kochhandwerks wurden auf das Backen der Torten nicht übertragen. Sicher ist Greta am Ende selbstständig in ihrem Handwerk tätig, doch die Detailverliebtheit, die ich mir gewünscht hätte fehlt. Ihr Berufsleben steht eindeutig hinter den Problemen in ihrem Privatleben hintenan, denn genau darauf liegt der Schwerpunkt in diesem Buch. Greta hat ein großes Geheimnis, von dem zunächst nur Christoph etwas weiß, doch dieser ist schnell in Afrika und nun steht sie allein auf weiter Flur und mag sich niemandem anvertrauen, bis Siggo ihr Vertrauen gewinnen kann. Dies ist zwar ohne Frage auch sehr interessant gewesen zu lesen und ich habe auch unbedingt wissen wollen, wie es nun mit Greta, ihrem Geheimnis und Siggo weitergeht, dennoch ist der Funke nicht ganz übergesprungen. Das liegt wahrscheinlich am Titel, der bei mir andere Erwartungen geweckt hat, denn wie bereits gesagt, viele Torten hat sie nicht gebacken in diesem Buch. Im Gegenteil, ihr Lieferservice bot vorwiegend ganze Menüs an und die Torten nur als Dessert. Doch die schöne Atmosphäre und die interessante Haupthandlung gleichen diesen Kritikpunk ein wenig aus.
Dafür gibt es beinahe für jedes erwähnte Gericht ein Rezept am Ende des Buches. Nur eines fehlt, da es (noch) nicht existiert, für diese Torte ist ein Rezept-Wettbewerb ausgeschrieben.

Fazit: Dieser historische Roman spiegelt wunderbar das winterliche Hamburg im Jahre 1895 wieder und hat eine schöne erzählerisch dichte Handlung. Man erlebt die Entwicklung Gretas von der einfachen Hilfsköchin zur Selbstständigen hautnah mit, wenn auch Details über das Backen/Kochen leider nicht so häufig zu finden sind, wie es der Titel vermuten lässt.

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