Nothing For UnGood - Madison, John

John Madison 

Nothing For UnGood

Deutsche Seltsamkeiten aus amerikanischer Perspektive. Originalausgabe

Übersetzer: Trinkaus, Petra
Broschiertes Buch
 
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Nothing For UnGood

Deutsche brauchen drei Monate, um eine Party zu planen, sprechen merkwürdiges Oxford-Englisch, das Amerikaner an das schweizerische Rätoromanisch erinnert, haben sechzehn (!) Formen für das englische Wort the und subventionieren die Staus auf Autobahnen mit der Toilettengebühr auf Raststätten. Kann man in einem solchen Land leben? John aus Oklahoma hat es ausprobiert.


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 186 S.
  • Seitenzahl: 192
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.60623
  • Best.Nr. des Verlages: 60623
  • Altersempfehlung: 20 bis 60 Jahre
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 126mm x 19mm
  • Gewicht: 214g
  • ISBN-13: 9783404606238
  • ISBN-10: 340460623X
  • Best.Nr.: 26380690

Leseprobe zu "Nothing For UnGood" von John Madison

V MEIN DEUTSCHES LEBEN (S. 131-132)

Die Veröffentlichung meiner Essays im Internet hat mich und meine Schlussfolgerungen über die Deutschen einer gewissen Skepsis ausgesetzt, die jedoch unbegründet ist. Um zu beweisen, dass ich über einen reichen Schatz von Erfahrungen mit der deutschen Sprache und Kultur verfüge, möchte ich an dieser Stelle Details darüber liefern – in der Hoffnung, dass diese Details jene Stimmen zum Schweigen bringen, die die absolute Akkuratheit meiner Fakten oder Erklärungen in Zweifel ziehen. Ich habe persönlich viel deutsche Kultur erfahren und bin schnell zu der Erkenntnis gekommen, dass sie sich von Küste zu Gebirge und von Grenze zu Grenze so stark unterscheidet, dass diese regionalen Abweichungen als Erklärung für alle eventuellen Fragwürdigkeiten ausreichen dürften.

Die Anfänge mit der deutschen Kultur


Meine ersten Deutschstunden auf der Highschool belegte ich aus einem ganz einfachen Grund: Der Lehrer war dafür bekannt, dass man bei ihm am leichtesten gute Noten in Fächern, die für die Zulassung zum College relevant sind, bekommen konnte. Obwohl Amerikaner im Allgemeinen eine Fremdsprache niemals wirklich lernen – vom simpelsten Grundvokabular einmal abgesehen –, herrscht in unseren Universitäten der Glaube vor, die Fähigkeit, seinen Namen und Heimatort in einer anderen Sprache sagen zu können, sei unerlässlicher Bestandteil einer abgerundeten Persönlichkeit. Also machte ich die vorgeschriebenen zwei Semester Deutsch und bekam zweimal die Bestnote. Mein Deutsch war schrecklich. Ich hielt mich für ein linguistisches Genie.

Ich wurde ins College aufgenommen. In Stillwater, Oklahoma. Es war zwar nicht das, das ich eigentlich am liebsten besucht hätte, aber ich bekam dort ein Vollstipendium von ungefähr 35.000 Dollar unter der Bedingung, mein Notendurchschnitt müsse jedes Semester überwiegend aus guten und ein paar sehr guten Noten bestehen. Nach einem Jahr voller Ingenieurskurse hatte ich den Anforderungen mit Mühe und Not Genüge getan und beschloss, dass etwas geschehen müsse, denn die Kurse würden nicht leichter werden. Da Deutsch auf der Highschool so einfach war, hielt ich dies für die richtige Lösung, um meinen Eltern große Geldsummen zu ersparen.

Todesmutig übersprang ich das erste Semester der Deutschkurse; schließlich hatte ich auf der Highschool mühelos Bestnoten kassiert. Es war ein gewaltiger Schlag für mein Ego, als ich entdeckte, dass die Deutschen zu jedem Wort bestimmte Artikel verwenden müssen – hier der und dort das, wie es ihnen gerade in den Sinn kam. Auf dem College ging es in den Deutschkursen nicht darum, Lebkuchenhäuser zu bauen und deutsche Rumkugeln nach einem alten Familienrezept zu essen, wie ich es zuvor erlebt hatte. Kurz gesagt:

Es war schwer, aber ich kniete mich hinein, schaffte die Bestnote und stellte mit Befriedigung fest, dass ich eine Lösung für meinen Mangel an technischer Begabung gefunden hatte. Mein Deutschkurs würde meine Unfähigkeit zur Lösung von Differentialgleichungen wettmachen. Acht Jahre später sollte ich stolz meinen Bachelor in Empfang nehmen. Mein Notendurchschnitt sank im letzten Semester übrigens unter die Minimalanforderungen – glücklicherweise erst in dem Moment, als er endlich absolut keine Rolle mehr spielte

Kundenbewertungen zu "Nothing For UnGood" von "John Madison"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.8 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 11.06.2011 ***** gut
Ein Ami schreibt über seine Zeit in Deutschland und die Macken der Deutschen. Ist nur teilweise lustig, vermutlich weil wir als Deutsche diese ach so lustigen Macken gar nicht so lustig und zum schießen finden.

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Bewertung von anne60 aus verden am 22.11.2010 ***** weniger gut
Okay - manchmal war es zum Schmunzeln.
Der Autor versucht ja ständig (krampfhaft) die Unterschiede zwischen den Deutschen und den Amerikanern herauszuarbeiten und ich hatte über weite Strecken des Buches auch das Gefühl, dass wir in unserem Humorempfinden sehr unterschiedlich ticken.
Ich fand es nur sehr mäßig witzig und am Ende, als er seitenlang die Anfragen an seine homepage zitiert, war es nur noch extrem "boring".
Da hatte ich mir mehr von versprochen.

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Bewertung von Puschel aus Nähe Hannover am 14.01.2010 ***** ausgezeichnet
Ein absolut witziges und kurzweiliges Buch!!! Ich konnte es nicht aus der Hand legen!
Ich kann es nur empfehlen, also viel Spaß beim Lesen :o)

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Bewertung von hasirasi2 aus Dresden am 15.11.2009 ***** ausgezeichnet
Ich finde das Buch total witzig und werde es Weihnachten an meinen Vater verschenken - der versucht nämlich seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich, Englisch zu lernen. Vielleicht heiter es ihn ja auf :-).

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