Der Joker - Zusak, Markus

Markus Zusak 

Der Joker

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007, Kategorie Preis der Jugendjury

Übersetzer: Ernst, Alexandra
Broschiertes Buch
 
24 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Der Joker

Deutscher Jugendliteraturpreis 2007

In Eds Briefkasten liegt - eine Spielkarte. Ein Karo-Ass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: "Du musst handeln! Tu endlich was!" Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative - doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft.

Eine Geschichte über Zivilcourage, ungeheuer spannend und mit viel Situationskomik erzählt.

"Ein Buch über Freundschaft und den Mut, über den eigenen Schatten zu springen." Tagesschau

"Ein Buch, dessen raffiniert gestricktes Finale an das Spiel mit dem Leser etwa eines Italo Calvino erinnert." Frankfurter Allgemeine Zeitung / Tilman Spreckelsen

"Er hat mich mit seiner Sprache maßlos beeindruckt. Das ist auch so einer dieser Grenzgänger, die für Kinder wie für Erwachsene schreiben." Cornelia Funke über Markus Zusak in der FAZ


Produktinformation

  • Verlag: Cbt
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 443 S.
  • Seitenzahl: 448
  • cbt Taschenbücher Bd.30539
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 127mm x 46mm
  • Gewicht: 486g
  • ISBN-13: 9783570305393
  • ISBN-10: 3570305392
  • Best.Nr.: 23825061
"Eine fesselnde Geschichte über Freundschaft, Zivilcourage und Mut, deren Sprache gleichermaßen Kinder und Erwachsene beeindruckt. NRZ

"Ein Buch, dessen raffiniert gestricktes Finale an das Spiel mit dem Leser etwa eines Italo Calvino erinnert."

"Ein Buch über Freundschaft und den Mut, über den eigenen Schatten zu springen."
Markus Zusak, 1975 geboren, lebt und arbeitet in Sydney, spielt Fußball und schreibt Romane, die international für Furore sorgen. Für „Der Joker“ wurde er dutzendfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007. Sein Roman „Die Bücherdiebin“ stürmte die internationalen Bestsellerlisten über Nacht und wurde 2009 ebenfalls mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Zusaks Bücher wurden bis jetzt in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Leseprobe zu "Der Joker" von Markus Zusak

Teil 1: Die erste Botschaft

Der Überfall

Der Bankräuber ist ein totaler Versager. Ich weiß es. Er weiß es.

Die ganze Bank weiß es.

Selbst mein bester Freund Marvin weiß es und der ist ein noch größerer Versager als der Bankräuber.

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass Marvs Auto draußen auf einem Parkplatz steht, wo man nur eine Viertelstunde parken darf. Wir liegen mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden und von der Viertelstunde sind nur noch ein paar mickrige Minuten übrig.

"Der Kerl sollte sich besser etwas beeilen", sage ich.

"Wem sagst du das", flüstert Marv zurück. "Das ist eine bodenlose Frechheit." Seine Stimme steigt vom Boden in die Höhe. "Ich kriege einen Strafzettel, nur wegen diesem Blödmann! Ich kann mir nicht noch einen Strafzettel leisten, Ed."

"So viel ist der Wagen ja nicht mal wert."

"Was?"

Marv schaut mich von der Seite her an. Ich merke, dass er sauer ist. Beleidigt. Wenn es etwas gibt, was Marv unter keinen Umständen toleriert, dann ist es eine abfällige Bemerkung über sein Auto. Er wiederholt seine Frage.

"Was hast du gesagt, Ed?"

"Ich sagte", flüstere ich, "dass der Wagen nicht mal so viel wert ist wie ein Strafzettel."

"Hör mal", sagt Marvin, "ich kann ja eine Menge schlucken, aber..."

Ich schalte meine Ohren auf Durchzug, denn ehrlich gesagt kommt aus Marvins Mund nur noch gequirlte Kacke, wenn er erst mal anfängt, über sein Auto zu reden. Er quatscht und quatscht, wie ein kleines Kind, und dabei ist er gerade zwanzig geworden, Himmel noch mal.

Er labert etwa eine Minute lang, bis ich mich nicht mehr beherrschen kann und ihn unterbreche.

"Marv", sage ich, "der Wagen ist einfach nur peinlich, klar? Er hat ja noch nicht mal eine Handbremse. Er steht da draußen mit zwei Backsteinen vor den Hinterrädern." Ich versuche, so leise wie möglich zu sprechen. "Du machst dir doch meistens noch nicht mal die Mühe, ihn abzuschließen. Wahrscheinlich hoffst du sogar, dass ihn dir jemand klaut, damit du die Versicherung abkassieren kannst."

"Er ist nicht versichert."

"Aha."

"Die Versicherung sagt, das ist er nicht wert." "Verständlich."

In diesem Moment dreht sich der Bankräuber um und schreit: "Wer quatscht dahinten?" Marv ist das ganz egal. Er kommt jetzt erst richtig in

Fahrt.

"Du hast aber ganz offensichtlich nichts dagegen, dass ich dich in diesem Wagen zur Arbeit kutschiere, Ed, du mieser Emporkömmling."

"Emporkömmling? Was zum Teufel ist das?"

"Ich hab gesagt, Ruhe dahinten!", schreit der Bankräuber.

"DANN BEEIL DICH GEFÄLLIGST!", brüllt Marv zurück. Seine gute Laune ist verflogen. Und zwar gänzlich.

Er liegt mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden der Bank.

Die Bank wird gerade ausgeraubt.

Der Frühling ist in diesem Jahr abartig heiß.

Die Klimaanlage ist kaputt.

Sein Wagen wurde soeben beleidigt.

Dem guten Marv ist der Geduldsfaden gerissen und seine Argumentationskette ebenfalls. Und in Mörderstimmung ist er sowieso.

Wir liegen immer noch flach auf dem ausgetretenen, staubigen blauen Teppich in der Schalterhalle. Marv und ich mustern uns mit kampflustigen Blicken. Unser Kumpel Ritchie liegt drüben in der Kinderspielecke, halb unter dem Tisch und unter Legosteinen begraben. Dort hat er sich hineingeworfen, als der Bankräuber hereingestürzt kam und brüllte und mit der Waffe herumfuchtelte. Audrey ist direkt hinter mir. Ihr Fuß liegt über meinem Bein und das wird langsam ganz taub.

Der Bankräuber hat sein Gewehr auf die Nase eines beklagenswerten Mädchens hinter dem Schalter gerichtet. Auf ihrem Namensschild steht "Misha". Arme Misha. Sie zittert fast genauso stark wie der Bankräuber, während sie darauf wartet, dass ein pickeliger Typ Ende zwanzig mit Schlips und Schweißflecken unter den Achseln die Banknoten in eine Tasche schiebt.

"Dieser Kerl sollte sich ein bisschen beeilen", meint Marv.

"Das hab ich doch eben gerade gesagt", erkläre ich. "Ja und? Kann ich nicht mal mehr meine Meinung sagen?" "Nimm deinen Fuß von meinem Bein", sage ich zu Audrey. "Was?", fragt sie.

"Ich hab gesagt, nimm deinen Fuß da weg. Mein Bein ist eingeschlafen." Sie zieht ihren Fuß weg. Zögernd. "Danke."

Der Bankräuber dreht sich um und brüllt erneut seine Frage - zum letzten Mal, wie es scheint: "Welches Arschloch dahinten kann sein Maul nicht halten?"

Eine Sache ist in Bezug auf Marv wirklich erwähnenswert. Man kann ihn bestenfalls als schwierig bezeichnen. Streitsüchtig. Alles andere als liebenswert. Er ist der Typ Freund, mit dem man sich ständig in den Haaren liegt, besonders wenn es um seine Scheißkarre geht. Und er kann ein absolut unreifer Mistkerl sein, wenn er in Stimmung ist.

Mit scherzhafter Stimme ruft er aus: "Das war Ed Kennedy, Sir. Ed hat geschwätzt."

"Vielen Dank auch!", sage ich.

(Mein voller Name lautet Ed Kennedy. Ich bin neunzehn Jahre alt. Eigentlich zu jung, um als Taxifahrer zu arbeiten. Ich bin ein typisches Beispiel für viele der jungen Männer, denen man in diesem provinziellen Außenposten der Großstadt begegnet - man hat hier einfach kaum Perspektiven oder Möglichkeiten. Davon abgesehen lese ich mehr Bücher, als ich sollte, und ich bin zugegebenermaßen ein ziemlicher Schlappschwanz in Sachen Sex und auch in Bezug auf die Steuererklärung. - Schön, dich kennen zu lernen.)

"Schnauze, Ed!", schreit der Bankräuber. "Oder ich komm rüber und schieß dir den Arsch weg!"

Marv grinst hämisch. Es ist fast so wie früher in der Schule, wenn einen der sadistische Mathelehrer von der Tafel aus anbrüllt, obwohl er sich einen feuchten Dreck um die ganze Sache schert und nur darauf wartet, dass der

Unterricht zu Ende ist und er nach Hause gehen, Bier trinken und sich vor den Fernseher fläzen kann.

Ich schaue Marv an. Ich könnte ihn umbringen. "Du bist gerade zwanzig geworden, verdammt noch mal. Willst du, dass er uns kaltmacht?"

"Halt's Maul, Ed!" Diesmal ist die Stimme des Bankräubers noch lauter.

Mein Flüstern wird leiser. "Wenn ich erschossen werde, bist du schuld. Das ist dir doch wohl klar, oder?"

"Ich sagte: HALT'S MAUL, ED!"

"Für dich ist das alles nur ein großer Witz, oder, Marv?"

"Okay, das war's." Der Bankräuber hat plötzlich das Interesse an der Frau hinter dem Schalter verloren und marschiert auf uns zu. Er hat die Nase gestrichen voll. Als er vor uns steht, schauen wir alle zu ihm hoch.

Marv.

Audrey.

Ich.

Und all die anderen hoffnungslosen Gestalten, die gemeinsam mit uns auf dem Boden liegen, alle viere von sich gestreckt.

Der Gewehrlauf berührt meinen Nasenrücken. Meine Nase fängt an zu jucken. Ich beschließe, nicht zu kratzen.

Der Bankräuber schaut abwechselnd erst Marv und dann mich an. Durch den Strumpf über seinem Gesicht kann ich seine rotbraunen Koteletten und die Aknenarben sehen. Seine Augen sind klein und er hat große Ohren. Wahrscheinlich raubt er die Bank aus Rache aus, weil er drei Jahre in Folge zum hässlichsten Kerl der Stadt gewählt worden ist.

"Wer von euch ist Ed?"

"Er", antworte ich und deute auf Marv.

"Oh nein, die Tricks lässt du mal schön bleiben", sagt Marv entschieden. Sein Gesichtsausdruck sagt mir, dass er nicht halb so viel Angst hat, wie er haben sollte.

Kundenbewertungen zu "Der Joker" von "Markus Zusak"

24 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 24 Bewertungen **** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(20)
***** sehr gut
 
(1)
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***** weniger gut
 
(2)
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Bewertung von Waschi aus Kronach am 04.03.2013 ***** ausgezeichnet
Das Buch „Der Joker“ von Autor Markus Zusak spielt in Australien und handelt von dem 19-jährigen Ed Kennedy. Ed hat einen Gelegenheitsjob als Taxifahrer, denn er hat keinen Schulabschluss, ein echter Verlierer eben. Zusammen mit seinem Hund wohnt er in einer Hütte am Stadtrand. Eines Tages werden Ed und seine Freunde zufällig Zeugen eines Banküberfalls. Als der Täter nach dem Überfall das Auto seines Freundes stehlen will, greift Ed ein und überwältigt in. Das ist der Beginn einer eigenartigen Geschichte, denn nur wenige Tage später findet Ed ein Karo-Ass mit drei Adressen nebst Uhrzeitangabe in seinem Briefkasten. Ed ist neugierig zu erfahren, was diese Adressen zu bedeuten haben und macht sich auf den Weg zu den jeweiligen Anschriften. Die Adressen führen ihn direkt hin zu drei schlimmen Schicksalen, zu Leuten, die sich nicht selbst aus ihrer Misere befreien können. In dem einen Fall handelt es sich um eine Frau, die vergewaltigt worden ist und über das Erlebte nicht hinwegkommt. In dem zweiten Fall handelt es sich um eine alte Frau, der nichts Schlimmes im eigentlichen Sinne widerfahren ist. Sie sehnt sich lediglich nach Ansprache und Geborgenheit. In einem weiteren Fall handelt es sich um ein Kind, das von anderen Kindern verprügelt wurde. All diesen Menschen kann Ed aus ihrer Notlage retten. Als dies erledigt ist, flattert eine neue Karte, wieder ein Ass, ins Haus. Erneut sind Adressen und Uhrzeiten hinterlegt und auch hier hilft Ed weiter. Wer aber hinter den Karten steckt, ist ihm nicht bekannt. „Was hat das alles zu bedeuten? Warum muss ich eingreifen und das Leben der Leute verändern? Wer steckt dahinter? – Ist das alles ein Spiel?“, das sind die Fragen, die Ed immer wieder bewegen. Ob er Antworten darauf findet, solltet ihr am besten selbst nachlesen.
Die Geschichte beleuchtet Eds Gefühle und Gedanken, denn er weiß nicht, wie ihm geschieht und warum ausgerechnet er mit all diesen Aufgaben konfrontiert wird. Er steht in der Verantwortung, der er sich eigentlich gar nicht gewachsen fühlt. Es geht hier im Wesentlichen um Zivilcourage und Freundschaft; ein lesenswertes Werk, und das nicht nur für Kinder und Jugendliche. Lesen lohnt sich!!!!

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Chanti aus München am 29.11.2012 ***** ausgezeichnet
In dem Buch geht es um den Jungen Mann namens Ed, dem eines Tages plötzlich ein seltsamer Umschlag geschickt wird: In dem Umschllag befindet sich nähmlich eine Spielkarte. Ein Karo Ass. Auf der sich drei verschiedene Adressen befinden und die jeweilige Uhrzeit dazu. Kurzer Hand ist Ed zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Er darf viele Grauhenhafte Vorkommnisse miterleben die ihn selber ernsthaft mitnehmen. Fest endschlossen will Ed etwas gegen diese schrecklichen Diinge unternehmen die da passieren....
Mir hat das Buch rellativ gut gefallen, da es sehr lebendig geschrieben ist und man sich gut in die Lage der Hauptperson versetzen konnte. Aber der Punkt wieso ich dem Buch ein Sehr Gut gebe ist der, dass es eine grandiose Idee ist so eine Fantersievolle Geschichte zu verfassen und sie auch noch mit lauter Kleinichkeiten zu auszuschmücken.

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Bewertung von Killerhäschen aus Berlin am 15.11.2012 ***** sehr gut
Ed arbeitet als Taxifahrer. Illegal, den eigentlich ist er zum Taxifahren noch zu jung. Das gibt schon einen kleinen Einblick in das chaotische, vigitierende Leben von Ed, der mit seinem stinkenden Hund in einer Hütte am Stadtrand wohnt. Seine Mutter hält ihn für eine vollkomende Niete und seine Freunde sind auch nicht greade Millionäre. Eines Tages wird eine Bank ausgeraubt und Ed und sein bester Freund sind in der Nähe. Der Dieb hat eine Waffe mit der er droht, dummer Weise lässt er sie in der Bank liegen. Als der Dieb das Auto von Eds Freund klauen will, wird es Ed zu bunt. Er nimmt sich das Gewehr und rennt dem Dieb nach. Bald darauf ist auch die Polizei da und der Dieb ist gefaßt. Einige Tage später liegt ein Karo-Ass in Eds Briefkasten. Auf der Spielkarte sind 3 Adressen angegeben, von Leuten die Hilfe brauchen. Böse Jungs die einen Kleinen verhauen, eine Frau die vergewaltigt wurde, ein Mädchen dass ihren Träumen hinterherrennt und viele viele andere. Denn Ed bekommt immer mehr Karten...Schließlich steht Ed vor einem Mann in der Wüste und hält ihn eine Pistole an den Kopf...
Mir hat des Buch sehr gut gefallen. Ed hat einen guten Charakter und ist eine komplex durchdachte Person. Um ihn herum entsteht eine Welt die man als Müllheide von schlechten menschlichen Eigenschaften bezeichnen könnte und Ed räumt auf. Tolle Idee von dem großartigen Schrifsteller Markus Zusak hervoragent um gesetzt.

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Bewertung von sueli aus NRW am 10.04.2012 ***** ausgezeichnet
Ich lese sehr gern und sehr viel. Aber nur selten mehrmals das gleiche Buch. Der Joker ist eine schöne Ausnahme. Dieses Buch ist eines der besten Bücher was ich lesen durfte. Es weckt immer wieder aufs neue das Bedürfnis es in die Hände zu nehmen. Die Schreibweise ist interessant und die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet. Man riecht den Türsteher förmlich wenn er reinkommt ;-) Das Buch regt zum Nachdenken an, besonders beim ersten Lesen hat es lange nicht losgelassen. Ein hohes Lob für Autor und Übersetzerin und bitte weiter so!!!

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 31.01.2012 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch von Markus Zusak war eines der ersten, die ich von ihm gelesen habe. Ich war unglaublich begeistert und konnte es einfach nicht weglegen. Der Witz des Autors gibt dem Buch eine angenehme Atmosphäre. Zudem lässt die Tatsache, dass Ed kennedy ein ganz normaler Typ ist, das Buch noch magischer erscheinen, obwohl man es genau genommen nicht zur Fantasy zählen kann. Diese Geschichte hat mich im Nachhinein ganz anders auf mein Leben blicken lassen.

5 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Helga aus Rheinzabern am 13.01.2012 ***** weniger gut
Zusak verwendet teils lange, schön umschriebene Sätze, dann wieder kurze abgehackte Passagen und er setzt diese unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten mit viel Gespür für die jeweilige Situation. Hätte Zusak sich darauf beschränkt, hätte ich uneingeschränkt gesagt: WOW! Genial!
Aber was.
Sollten.
Diese halben.
Sätze?
Soll das originell sein? Innovativ? Hätte er dieses nur in Schlüsselszenen verwendet, um Aufmerksamkeit zu wecken, okay. Aber auch an völlig belanglosen Stellen? Was soll das?

Immer wieder legt Zusak den jugendlichen Hauptfiguren Worte in den Mund, die einfach nicht zu diesen gehören wollen. Viele Szenen beschreibt Zusak sensibel und warmherzig und erreicht damit die Herzen der Leser. Aber teilweise trägt er auch einfach zu dick auf und die Geschichte entgleitet in Kitsch und Schwülstigkeit. Schade.

Die Geschichte selbst ist sehr durchdacht in verschiedene Teile gegliedert. Das findet man selten in dieser Perfektion. Erzählt wird, wie ein junger Mensch, dessen Leben ereignislos dahinplätschert, der sich treiben lässt, der nicht die Energie aufbringt, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich dafür permanent selbst bemitleidet, durch ein paar Spielkarten mit „Aufgaben“ (?????) aus seiner Lethargie gerissen und ein besserer Mensch wird. Was soll aus solch einer Idee anderes entstehen als eine, zwar hervorragend aufgebaute, in großen Teilen aber unrealistische, pathetische und hanebüchene Geschichte?

Am schlimmsten finde ich, wie Zusak den Einsatz von Gewalt in seiner Geschichte rechtfertigt. Sorry, aber hier hört für mich der Spaß auf, so weit kann und darf schriftstellerische Freiheit nicht gehen, dass dem Leser vermittelt wird, Gewalt ist okay, wenn sie einem „höheren“ (Was ohnehin noch in Frage zu stellen wäre!) Ziel dient, schon gar nicht in einem Jugendbuch!

„Ich bin gar nicht der Überbringer der Botschaft. ich bin die Botschaft.“ Eine schöne Illusion, aber kaum mehr!

Hier ist Zusak naiv. Ein über lange Jahre eingeschliffenes Verhalten ändert man nicht durch kleine Anstöße von außen, durch die Zusendung einer rätselhaften Spielkarte, durch das Lesen seines Buches! So einfach ist das nicht. Verhaltensmuster sind sehr viel komplexer und eine Veränderung kann letztendlich nur von innen kommen. Zusaks Botschaft, dass man auch den größten Versager ganz einfach zum großen Wohltäter werden lassen kann, kann man ihm nicht ernsthaft abnehmen. Der moralisch erhobene Zeigefinger eines Endzwanzigers über ein alltägliches Thema, eigentlich über Selbstverständlichkeiten, wirkt fast etwas grotesk.

Die Methoden, die Zusak beschreibt, um Ed zu dem gewünschten Verhalten zu bringen, sind zum Teil mehr als fragwürdig. Auch wenn er zum Schluss erklärt, dass er als Autor die Geschichte nur erdacht hat, bleibt als unterschwellige Botschaft auch stehen: Gewalt kann ein Mittel zum Zweck sein. Und das geht nun mal nicht! Man stelle sich nur mal vor, selbsternannte Weltverbesserer beginnen nach diesem Muster „Gutes“ zu tun!? Sorry, aber dafür gibt es deutlichen Punktabzug!

Die Versprechungen in den üblichen Buchbeschreibungen, „Der Joker“ hinterlasse den Leser in einer emotional aufgewühlten Stimmung und bleibe fest im Bewusstsein verankert, kann ich in meinem Fall nicht bestätigen. Dazu ist die ganze Geschichte zu konstruiert und realitätsfremd. Um beim Leser etwas erreichen zu können, ist das Ganze zu unglaubwürdig. Und unter „ungeheuer spannend“ verstehe ich auch etwas anderes. Kurzweilig sicher, aber „ungeheuer spannend“? Dann doch nicht!

Fazit:

Ein durchaus lesenswertes Buch, das allerdings kaum dem großen Anspruch gerecht werden dürfte, den es an sich selbst stellt!

4 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von BenedictB. aus Bad Schönborn am 10.07.2011 ***** ausgezeichnet
Ed Kennedys Leben ist eintönig und erfolglos. Er hat keine Ausbildung und keine Freundin, nur drei chaotische Freunde und einen stinkenden Hund, den er über alles liebt. Doch dann ändert sich alles, als er einen Bankraub verhindert. Denn am nächsten Tag liegt plötzlich eine Spielkarte in seinem Briefkasten. Das Karo-Ass. Auf der Karte stehen drei Adressen. Ed begreift, dass er bei jeder Adresse eine Aufgabe erfüllen muss. Doch kaum hat er die drei Aufgaben erledigt, liegt schon das nächste Ass in seinem Briefkasten…
Dieses Buch ist ganz klar mein Lieblingsbuch. Markus Zusaks Art zu schreiben ist einzigartig. Er hält sich beim Schreiben nicht an Regeln, sondern schreibt so, wie er es auch sagen würde. Das Buch ist sehr spannend, aber auch lustig, und es regt zum Nachdenken an. Ich habe es schon dreimal gelesen, weil ich es so toll finde.

11 von 14 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von muffin_007 aus Schwerin am 07.06.2011 ***** ausgezeichnet
Wer ist Ed?
Er ist ein Verlierer. Wegen seines Alters lügt er, denn Taxi fahren darf man erst mit zwanzig. Aus seinem Leben hat er nichts gemacht. Doch eines Tages werden er und seine groskotzigen Freunde Audry, Marv und Richie Zeugen eines Banküberfalls. Als der Bankräuber das Schrottauto seines Kumpels Marv klauen und damit abhauen will, greift Ed ein. Anschließend findet er sie in seinem Briefkasten. Das Karo-Ass. Die Karte, die sein Leben grundlegend verändern wird...
Ich finde das Buch sehr gut. Die Art, in der der Schriftsteller geschrieben hat gefällt mir sehr. Die Geschichte von Ed Kennedy- ich würde sie jedem ab zwölf emfehlen.

6 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von cookie aus Altusried am 22.02.2011 ***** ausgezeichnet
Ed Kennedy, 19 Jahre alt, ist der totale Looser: Er hat keinen ordentlichen Schulabschluss, jobt als Taxifahrer und lebt in einer heruntergekommenen Hütte mit seinem stinkenden Hund Tütsteher. seine große Liebe Audrey will nichts als Freundschaft von ihm.
Als er beinahe zufällig für die festnahme eines Bankräubers sorgt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Es spielt im Spielkarten zu, auf denen Adressen und Hinweise gekritzelt sind. Bald merkt Ed, dass es dabei darum geht, anderen Leuten zu helfen und Gutes zu tun. Und der junge Mann wächst dabei über sich hinaus und gerät selbst in Lebensgefahr...
Das Buch ist spannend, ein bisschen abgedreht.und in einer besonders sinnbildhaften Sprache geschrieben. Ganz besonders gefällt mir die Botschaft: Es geht in erster Linie um Zivilcourage, um den Mut, sich für andere einzusetzen und über den eigenen Schatten zu springen - und um das Glück, dass daraus entsteht.
Ein tolles Buch für Jugendliche und Erwachsene!

7 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von BigM aus Halle am 25.01.2011 ***** ausgezeichnet
Ed ist ein Durchschnittstyp und bezeichnet sich selbst auch als solchen. Er hat in seinem Leben bisher nichts erreicht, doch das ändert sich, als er in seinem Briefkasten ein Karo-Ass findet. Darauf stehen drei Adressen. Er besucht diese Orte und sieht drei verschiedene Schicksale, alle auf verschiedene Arten schlimm. Seine Mission ist ihm klar: er soll den Leuten, die er sieht, helfen. Wer die Karte geschickt hat, weiß er nicht. Er weiß nur, dass er drei Aufgaben zu erfüllen hat, denen er sich nicht gewachsen fühlt. Doch kaum hat er die Aufgaben des Karo-Ass erfüllt, flattert bereits das nächste in seinen Briefkasten...
Diesses Buch ist ein eindrucksvoller Roman über Zivilcourage. Mir gefällt die Geschichte sehr gut und die Aussage, die dahinter steht, ist sehr gut durch die Handlung beschrieben worden. Kritikpunkte gibt es aus meiner Sicht keine, auch wenn das Buch nicht übermäßig spannend ist, so ist es doch sehr interessant und lehrreich.

9 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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