Der Joker - Zusak, Markus

Markus Zusak 

Der Joker

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007, Kategorie Preis der Jugendjury

Übersetzer: Ernst, Alexandra
Broschiertes Buch
 
22 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Produktbeschreibung zu Der Joker

Deutscher Jugendliteraturpreis 2007

In Eds Briefkasten liegt - eine Spielkarte. Ein Karo-Ass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: "Du musst handeln! Tu endlich was!" Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative - doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft.

Eine Geschichte über Zivilcourage, ungeheuer spannend und mit viel Situationskomik erzählt.

"Ein Buch über Freundschaft und den Mut, über den eigenen Schatten zu springen." Tagesschau

"[E]in Buch, dessen raffiniert gestricktes Finale an das Spiel mit dem Leser etwa eines Italo Calvino erinnert." Frankfurter Allgemeine Zeitung / Tilman Spreckelsen

"[E]r hat mich mit seiner Sprache maßlos beeindruckt. Das ist auch so einer dieser Grenzgänger, die für Kinder wie für Erwachsene schreiben." Cornelia Funke über Markus Zusak in der FAZ

Produktinformation


  • Verlag: Cbt
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 443 S.
  • Seitenzahl: 448
  • cbt Taschenbücher Bd.30539
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 127mm x 48mm
  • Gewicht: 486g
  • ISBN-13: 9783570305393
  • ISBN-10: 3570305392
  • Best.Nr.: 23825061
"Eine fesselnde Geschichte über Freundschaft, Zivilcourage und Mut, deren Sprache gleichermaßen Kinder und Erwachsene beeindruckt. NRZ

"[E]in Buch, dessen raffiniert gestricktes Finale an das Spiel mit dem Leser etwa eines Italo Calvino erinnert."

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

In Wesentlichen sind sich Rezensent Hubert Filser und der 14-jährige Fabian Müller einig: der 19-jährige Protagonist Ed, der bis dato nicht viel gemacht hat aus seinem Leben, wächst auf recht überzeugende Weise an den Aufgaben, die ihm angetragen werden, nachdem er eher durch Zufall plötzlich zum Helden wurde. Filser empfindet die Geschichte zwar als etwas zu moralisch, und auch Pathos steckt seiner Meinung nach zu viel darin. Doch da der Tonfall, in dem die Geschichte erzählt wird, seiner Meinung nach ein angenehmer ist, findet der Rezensent dies verzeihlich. Und auch Fabian Müller freut sich daran, dass die "locker erzählte Geschichte bis zur letzten Seite spannend bleibt".

© Perlentaucher Medien GmbH

"Die Story ist so gut, dass es einem das Herz bricht." Teenreads

"[E]r hat mich mit seiner Sprache maßlos beeindruckt. Das ist auch so einer dieser Grenzgänger, die für Kinder wie für Erwachsene schreiben." Cornelia Funke über Markus Zusak in der FAZ

"Ein Buch über Freundschaft und den Mut, über den eigenen Schatten zu springen."
Markus Zusak, 1975 geboren, lebt und arbeitet in Sydney, spielt Fußball und schreibt Romane, die international für Furore sorgen. Für Der "Joker" wurde er dutzendfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007. "Die Bücherdiebin", sein neuestes Werk, stürmte die internationalen Bestsellerlisten über Nacht. Zusaks Bücher wurden bis jetzt in über 20 Sprachen übersetzt.

Leseprobe zu "Der Joker" von Markus Zusak

Teil 1: Die erste Botschaft

Der Überfall

Der Bankräuber ist ein totaler Versager. Ich weiß es. Er weiß es.

Die ganze Bank weiß es.

Selbst mein bester Freund Marvin weiß es und der ist ein noch größerer Versager als der Bankräuber.

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass Marvs Auto draußen auf einem Parkplatz steht, wo man nur eine Viertelstunde parken darf. Wir liegen mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden und von der Viertelstunde sind nur noch ein paar mickrige Minuten übrig.

"Der Kerl sollte sich besser etwas beeilen", sage ich.

"Wem sagst du das", flüstert Marv zurück. "Das ist eine bodenlose Frechheit." Seine Stimme steigt vom Boden in die Höhe. "Ich kriege einen Strafzettel, nur wegen diesem Blödmann! Ich kann mir nicht noch einen Strafzettel leisten, Ed."

"So viel ist der Wagen ja nicht mal wert."

"Was?"

Marv schaut mich von der Seite her an. Ich merke, dass er sauer ist. Beleidigt. Wenn es etwas gibt, was Marv unter keinen Umständen toleriert, dann ist es eine abfällige Bemerkung über sein Auto. Er wiederholt seine Frage.

"Was hast du gesagt, Ed?"

"Ich sagte", flüstere ich, "dass der Wagen nicht mal so viel wert ist wie ein Strafzettel."

"Hör mal", sagt Marvin, "ich kann ja eine Menge schlucken, aber..."

Ich schalte meine Ohren auf Durchzug, denn ehrlich gesagt kommt aus Marvins Mund nur noch gequirlte Kacke, wenn er erst mal anfängt, über sein Auto zu reden. Er quatscht und quatscht, wie ein kleines Kind, und dabei ist er gerade zwanzig geworden, Himmel noch mal.

Er labert etwa eine Minute lang, bis ich mich nicht mehr beherrschen kann und ihn unterbreche.

"Marv", sage ich, "der Wagen ist einfach nur peinlich, klar? Er hat ja noch nicht mal eine Handbremse. Er steht da draußen mit zwei Backsteinen vor den Hinterrädern." Ich versuche, so leise wie möglich zu sprechen. "Du machst dir doch meistens noch nicht mal die Mühe, ihn abzuschließen. Wahrscheinlich hoffst du sogar, dass ihn dir jemand klaut, damit du die Versicherung abkassieren kannst."

"Er ist nicht versichert."

"Aha."

"Die Versicherung sagt, das ist er nicht wert." "Verständlich."

In diesem Moment dreht sich der Bankräuber um und schreit: "Wer quatscht dahinten?" Marv ist das ganz egal. Er kommt jetzt erst richtig in

Fahrt.

"Du hast aber ganz offensichtlich nichts dagegen, dass ich dich in diesem Wagen zur Arbeit kutschiere, Ed, du mieser Emporkömmling."

"Emporkömmling? Was zum Teufel ist das?"

"Ich hab gesagt, Ruhe dahinten!", schreit der Bankräuber.

"DANN BEEIL DICH GEFÄLLIGST!", brüllt Marv zurück. Seine gute Laune ist verflogen. Und zwar gänzlich.

Er liegt mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden der Bank.

Die Bank wird gerade ausgeraubt.

Der Frühling ist in diesem Jahr abartig heiß.

Die Klimaanlage ist kaputt.

Sein Wagen wurde soeben beleidigt.

Dem guten Marv ist der Geduldsfaden gerissen und seine Argumentationskette ebenfalls. Und in Mörderstimmung ist er sowieso.

Wir liegen immer noch flach auf dem ausgetretenen, staubigen blauen Teppich in der Schalterhalle. Marv und ich mustern uns mit kampflustigen Blicken. Unser Kumpel Ritchie liegt drüben in der Kinderspielecke, halb unter dem Tisch und unter Legosteinen begraben. Dort hat er sich hineingeworfen, als der Bankräuber hereingestürzt kam und brüllte und mit der Waffe herumfuchtelte. Audrey ist direkt hinter mir. Ihr Fuß liegt über meinem Bein und das wird langsam ganz taub.

Der Bankräuber hat sein Gewehr auf die Nase eines beklagenswerten Mädchens hinter dem Schalter gerichtet. Auf ihrem Namensschild steht "Misha". Arme Misha. Sie zittert fast genauso stark wie der Bankräuber, während sie darauf wartet, dass ein pickeliger Typ Ende zwanzig mit Schlips und Schweißflecken unter den Achseln die Banknoten in eine Tasche schiebt.

"Dieser Kerl sollte sich ein bisschen beeilen", meint Marv.

"Das hab ich doch eben gerade gesagt", erkläre ich. "Ja und? Kann ich nicht mal mehr meine Meinung sagen?" "Nimm deinen Fuß von meinem Bein", sage ich zu Audrey. "Was?", fragt sie.

"Ich hab gesagt, nimm deinen Fuß da weg. Mein Bein ist eingeschlafen." Sie zieht ihren Fuß weg. Zögernd. "Danke."

Der Bankräuber dreht sich um und brüllt erneut seine Frage - zum letzten Mal, wie es scheint: "Welches Arschloch dahinten kann sein Maul nicht halten?"

Eine Sache ist in Bezug auf Marv wirklich erwähnenswert. Man kann ihn bestenfalls als schwierig bezeichnen. Streitsüchtig. Alles andere als liebenswert. Er ist der Typ Freund, mit dem man sich ständig in den Haaren liegt, besonders wenn es um seine Scheißkarre geht. Und er kann ein absolut unreifer Mistkerl sein, wenn er in Stimmung ist.

Mit scherzhafter Stimme ruft er aus: "Das war Ed Kennedy, Sir. Ed hat geschwätzt."

"Vielen Dank auch!", sage ich.

(Mein voller Name lautet Ed Kennedy. Ich bin neunzehn Jahre alt. Eigentlich zu jung, um als Taxifahrer zu arbeiten. Ich bin ein typisches Beispiel für viele der jungen Männer, denen man in diesem provinziellen Außenposten der Großstadt begegnet - man hat hier einfach kaum Perspektiven oder Möglichkeiten. Davon abgesehen lese ich mehr Bücher, als ich sollte, und ich bin zugegebenermaßen ein ziemlicher Schlappschwanz in Sachen Sex und auch in Bezug auf die Steuererklärung. - Schön, dich kennen zu lernen.)

"Schnauze, Ed!", schreit der Bankräuber. "Oder ich komm rüber und schieß dir den Arsch weg!"

Marv grinst hämisch. Es ist fast so wie früher in der Schule, wenn einen der sadistische Mathelehrer von der Tafel aus anbrüllt, obwohl er sich einen feuchten Dreck um die ganze Sache schert und nur darauf wartet, dass der

Unterricht zu Ende ist und er nach Hause gehen, Bier trinken und sich vor den Fernseher fläzen kann.

Ich schaue Marv an. Ich könnte ihn umbringen. "Du bist gerade zwanzig geworden, verdammt noch mal. Willst du, dass er uns kaltmacht?"

"Halt's Maul, Ed!" Diesmal ist die Stimme des Bankräubers noch lauter.

Mein Flüstern wird leiser. "Wenn ich erschossen werde, bist du schuld. Das ist dir doch wohl klar, oder?"

"Ich sagte: HALT'S MAUL, ED!"

"Für dich ist das alles nur ein großer Witz, oder, Marv?"

"Okay, das war's." Der Bankräuber hat plötzlich das Interesse an der Frau hinter dem Schalter verloren und marschiert auf uns zu. Er hat die Nase gestrichen voll. Als er vor uns steht, schauen wir alle zu ihm hoch.

Marv.

Audrey.

Ich.

Und all die anderen hoffnungslosen Gestalten, die gemeinsam mit uns auf dem Boden liegen, alle viere von sich gestreckt.

Der Gewehrlauf berührt meinen Nasenrücken. Meine Nase fängt an zu jucken. Ich beschließe, nicht zu kratzen.

Der Bankräuber schaut abwechselnd erst Marv und dann mich an. Durch den Strumpf über seinem Gesicht kann ich seine rotbraunen Koteletten und die Aknenarben sehen. Seine Augen sind klein und er hat große Ohren. Wahrscheinlich raubt er die Bank aus Rache aus, weil er drei Jahre in Folge zum hässlichsten Kerl der Stadt gewählt worden ist.

"Wer von euch ist Ed?"

"Er", antworte ich und deute auf Marv.

"Oh nein, die Tricks lässt du mal schön bleiben", sagt Marv entschieden. Sein Gesichtsausdruck sagt mir, dass er nicht halb so viel Angst hat, wie er haben sollte.

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Kundenbewertungen zu "Der Joker" von "Markus Zusak"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.5 von 5 Sterne bei 22 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 22 Bewertungen)
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 31.01.2012 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch von Markus Zusak war eines der ersten, die ich von ihm gelesen habe. Ich war unglaublich begeistert und konnte es einfach nicht weglegen. Der Witz des Autors gibt dem Buch eine angenehme Atmosphäre. Zudem lässt die Tatsache, dass Ed kennedy ein ganz normaler Typ ist, das Buch noch magischer erscheinen, obwohl man es genau genommen nicht zur Fantasy zählen kann. Diese Geschichte hat mich im Nachhinein ganz anders auf mein Leben blicken lassen.

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Bewertung von Helga aus Worms am 13.01.2012 ***** weniger gut
Zusak verwendet teils lange, schön umschriebene Sätze, dann wieder kurze abgehackte Passagen und er setzt diese unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten mit viel Gespür für die jeweilige Situation. Hätte Zusak sich darauf beschränkt, hätte ich uneingeschränkt gesagt: WOW! Genial!
Aber was.
Sollten.
Diese halben.
Sätze?
Soll das originell sein? Innovativ? Hätte er dieses nur in Schlüsselszenen verwendet, um Aufmerksamkeit zu wecken, okay. Aber auch an völlig belanglosen Stellen? Was soll das?

Immer wieder legt Zusak den jugendlichen Hauptfiguren Worte in den Mund, die einfach nicht zu diesen gehören wollen. Viele Szenen beschreibt Zusak sensibel und warmherzig und erreicht damit die Herzen der Leser. Aber teilweise trägt er auch einfach zu dick auf und die Geschichte entgleitet in Kitsch und Schwülstigkeit. Schade.

Die Geschichte selbst ist sehr durchdacht in verschiedene Teile gegliedert. Das findet man selten in dieser Perfektion. Erzählt wird, wie ein junger Mensch, dessen Leben ereignislos dahinplätschert, der sich treiben lässt, der nicht die Energie aufbringt, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich dafür permanent selbst bemitleidet, durch ein paar Spielkarten mit „Aufgaben“ (?????) aus seiner Lethargie gerissen und ein besserer Mensch wird. Was soll aus solch einer Idee anderes entstehen als eine, zwar hervorragend aufgebaute, in großen Teilen aber unrealistische, pathetische und hanebüchene Geschichte?

Am schlimmsten finde ich, wie Zusak den Einsatz von Gewalt in seiner Geschichte rechtfertigt. Sorry, aber hier hört für mich der Spaß auf, so weit kann und darf schriftstellerische Freiheit nicht gehen, dass dem Leser vermittelt wird, Gewalt ist okay, wenn sie einem „höheren“ (Was ohnehin noch in Frage zu stellen wäre!) Ziel dient, schon gar nicht in einem Jugendbuch!

„Ich bin gar nicht der Überbringer der Botschaft. ich bin die Botschaft.“ Eine schöne Illusion, aber kaum mehr!

Hier ist Zusak naiv. Ein über lange Jahre eingeschliffenes Verhalten ändert man nicht durch kleine Anstöße von außen, durch die Zusendung einer rätselhaften Spielkarte, durch das Lesen seines Buches! So einfach ist das nicht. Verhaltensmuster sind sehr viel komplexer und eine Veränderung kann letztendlich nur von innen kommen. Zusaks Botschaft, dass man auch den größten Versager ganz einfach zum großen Wohltäter werden lassen kann, kann man ihm nicht ernsthaft abnehmen. Der moralisch erhobene Zeigefinger eines Endzwanzigers über ein alltägliches Thema, eigentlich über Selbstverständlichkeiten, wirkt fast etwas grotesk.

Die Methoden, die Zusak beschreibt, um Ed zu dem gewünschten Verhalten zu bringen, sind zum Teil mehr als fragwürdig. Auch wenn er zum Schluss erklärt, dass er als Autor die Geschichte nur erdacht hat, bleibt als unterschwellige Botschaft auch stehen: Gewalt kann ein Mittel zum Zweck sein. Und das geht nun mal nicht! Man stelle sich nur mal vor, selbsternannte Weltverbesserer beginnen nach diesem Muster „Gutes“ zu tun!? Sorry, aber dafür gibt es deutlichen Punktabzug!

Die Versprechungen in den üblichen Buchbeschreibungen, „Der Joker“ hinterlasse den Leser in einer emotional aufgewühlten Stimmung und bleibe fest im Bewusstsein verankert, kann ich in meinem Fall nicht bestätigen. Dazu ist die ganze Geschichte zu konstruiert und realitätsfremd. Um beim Leser etwas erreichen zu können, ist das Ganze zu unglaubwürdig. Und unter „ungeheuer spannend“ verstehe ich auch etwas anderes. Kurzweilig sicher, aber „ungeheuer spannend“? Dann doch nicht!

Fazit:

Ein durchaus lesenswertes Buch, das allerdings kaum dem großen Anspruch gerecht werden dürfte, den es an sich selbst stellt!

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Bewertung von BenedictB. aus Bad Schönborn am 10.07.2011 ***** ausgezeichnet
Ed Kennedys Leben ist eintönig und erfolglos. Er hat keine Ausbildung und keine Freundin, nur drei chaotische Freunde und einen stinkenden Hund, den er über alles liebt. Doch dann ändert sich alles, als er einen Bankraub verhindert. Denn am nächsten Tag liegt plötzlich eine Spielkarte in seinem Briefkasten. Das Karo-Ass. Auf der Karte stehen drei Adressen. Ed begreift, dass er bei jeder Adresse eine Aufgabe erfüllen muss. Doch kaum hat er die drei Aufgaben erledigt, liegt schon das nächste Ass in seinem Briefkasten…
Dieses Buch ist ganz klar mein Lieblingsbuch. Markus Zusaks Art zu schreiben ist einzigartig. Er hält sich beim Schreiben nicht an Regeln, sondern schreibt so, wie er es auch sagen würde. Das Buch ist sehr spannend, aber auch lustig, und es regt zum Nachdenken an. Ich habe es schon dreimal gelesen, weil ich es so toll finde.

7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von muffin_007 aus Schwerin am 07.06.2011 ***** ausgezeichnet
Wer ist Ed?
Er ist ein Verlierer. Wegen seines Alters lügt er, denn Taxi fahren darf man erst mit zwanzig. Aus seinem Leben hat er nichts gemacht. Doch eines Tages werden er und seine groskotzigen Freunde Audry, Marv und Richie Zeugen eines Banküberfalls. Als der Bankräuber das Schrottauto seines Kumpels Marv klauen und damit abhauen will, greift Ed ein. Anschließend findet er sie in seinem Briefkasten. Das Karo-Ass. Die Karte, die sein Leben grundlegend verändern wird...
Ich finde das Buch sehr gut. Die Art, in der der Schriftsteller geschrieben hat gefällt mir sehr. Die Geschichte von Ed Kennedy- ich würde sie jedem ab zwölf emfehlen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von sparkly aus Neßmersiel am 23.02.2011 ***** ausgezeichnet
Als der neunzehnjährige Taxifahrer Ed eines Tages eine Spielkarte in seinem Briefkasten entdeckt, auf der eine Botschaft steht, die er sich zunächst nicht erklären kann, weiß er überhaupt nicht, wie ihm geschieht. Doch schon bald merkt er, dass er Aufgaben erfüllen muss, wenn er an des Rätsels Lösung kommen will, WER ihm diese Karte zugeschickt hat. Nach und nach "arbeitet" er also die Nachrichten ab. Nur ist es mit dieser einen Karte nicht getan und er bekommt noch weitere Karten zugeschickt.

Was bedeutet all das? Warum muss er in das Leben von anderen Menschen eingreifen? Sich um sie kümmern? Vielleicht ihr Leben verändern? Und vor allem: Wer spielt dieses Spiel mit ihm? Ist es überhaupt ein Spiel?

Markus Zusak beschreibt auf wundervolle Art und Weise, wie sich das Leben von Ed, seinen Freunden und den Menschen, um die es in den Botschaften geht, verändert. Sehr humorvoll beschreibt Zusak die Geschichte, die den Leser nicht mehr losläßt, hat er sich einmal darauf eingelassen. Sehr witzig fand ich die "Beziehung" von Ed zu seinem Hund, den er liebevoll den "Türsteher" nennt und der mit ihm zusammen Kaffee trinkt! Ein Hund! Kaffee!! Zusak hat einen sehr einfachen Schreibstil. Ohne Schnörkel und viel Tamtam erzählt er uns die Geschichte von Ed und zieht uns damit in seinen Bann.
Ich fand dieses Buch sehr mitreißend, man kann sich sehr gut in Ed hinein versetzen, denn außer der Tatsache, dass ihm irgendjemand, den er nicht kennt, Karten schickt auf denen steht, welchen Personen er helfen soll, ist er ein ganz normaler Mensch.
Mit diesem Buch wurde versucht, eine Botschaft auszusenden, die man auch versteht wenn man sich hinein versetzt.
Vor allem wie es geschrieben ist... Ed Kennedy, ein totaler Versager, der auf einmal von vielen Leuten gemocht wird und der aus sich heraus kommt.
Ein Mensch der alles tut, was auf den Ass Karten steht, der nicht mehr der Loser sein will und es dann auch nicht mehr ist.

Das Buch empehle ich jedem weiter,der gerne dicke und spannende Bücher liest. Allerdings nur an Leute, die mindestens 12 oder 13 sind, da es in dem Buch auch sexuelle Dinge geht.
Es ist gut geschrieben und sehr sapnnend. Hat man erst einmal angefangen, will man garnicht mehr aufhören.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von cookie aus Altusried am 22.02.2011 ***** ausgezeichnet
Ed Kennedy, 19 Jahre alt, ist der totale Looser: Er hat keinen ordentlichen Schulabschluss, jobt als Taxifahrer und lebt in einer heruntergekommenen Hütte mit seinem stinkenden Hund Tütsteher. seine große Liebe Audrey will nichts als Freundschaft von ihm.
Als er beinahe zufällig für die festnahme eines Bankräubers sorgt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Es spielt im Spielkarten zu, auf denen Adressen und Hinweise gekritzelt sind. Bald merkt Ed, dass es dabei darum geht, anderen Leuten zu helfen und Gutes zu tun. Und der junge Mann wächst dabei über sich hinaus und gerät selbst in Lebensgefahr...
Das Buch ist spannend, ein bisschen abgedreht.und in einer besonders sinnbildhaften Sprache geschrieben. Ganz besonders gefällt mir die Botschaft: Es geht in erster Linie um Zivilcourage, um den Mut, sich für andere einzusetzen und über den eigenen Schatten zu springen - und um das Glück, dass daraus entsteht.
Ein tolles Buch für Jugendliche und Erwachsene!

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von BigM aus Halle am 25.01.2011 ***** ausgezeichnet
Ed ist ein Durchschnittstyp und bezeichnet sich selbst auch als solchen. Er hat in seinem Leben bisher nichts erreicht, doch das ändert sich, als er in seinem Briefkasten ein Karo-Ass findet. Darauf stehen drei Adressen. Er besucht diese Orte und sieht drei verschiedene Schicksale, alle auf verschiedene Arten schlimm. Seine Mission ist ihm klar: er soll den Leuten, die er sieht, helfen. Wer die Karte geschickt hat, weiß er nicht. Er weiß nur, dass er drei Aufgaben zu erfüllen hat, denen er sich nicht gewachsen fühlt. Doch kaum hat er die Aufgaben des Karo-Ass erfüllt, flattert bereits das nächste in seinen Briefkasten...
Diesses Buch ist ein eindrucksvoller Roman über Zivilcourage. Mir gefällt die Geschichte sehr gut und die Aussage, die dahinter steht, ist sehr gut durch die Handlung beschrieben worden. Kritikpunkte gibt es aus meiner Sicht keine, auch wenn das Buch nicht übermäßig spannend ist, so ist es doch sehr interessant und lehrreich.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Sarah aus Villingen-Schwenningen am 30.10.2010 ***** schlecht
Ed Kennedy ist ein Lügner und Versager. Zusammen mit seiner Freundin Audrey, in die er schon lange verliebt ist, fährt er Taxi, obwohl er dafür zu jung ist, seine Mutter beschimpft ihn und ist enttäuscht von ihm. Seine beiden Geschwister sind erfolgreich und er hat nur einen hässlichen, stinkenden Hund mit dem er wortlose Konversationen führt.
Während er eines Tages zusammen mit seinen Freunden Audrey,Marvin und Richie in einer Bank ist, geschieht ein Banküberfall und er ist zum ersten mal kein Loser mehr, da er den Bankräuber stellt. Am nächsten Tag bekommt er eine Karte. Eine Karo-Ass Spielkarte und mit ihr drei Adressen mit jweils einer Uhrzeit. Was dies denn soll? Bei der Gerichtsverhandlung sieht er ihn, den Bankräuber, wieder, er droht ihm ihn umzubringen wenn er wieder aus dem Gefängnis ist und er solle sich immer an dies erinnern, wenn er in einen Spiegel schaue. Ed bekommt Angst und denkt von nun an immer daran wenn er in den Spiegel schaut. Aus Neugier geht er zu den Adressen immer zur selben Uhrzeit mit immer dem gleichen Ergebnissen. Eine Vergewaltigung, ein weinendes Mädchen, eine alte Dame, die sich nach Geborgenheit und Gesellschaft sehnt und ein Mädchen das schneller rennen kann als alle anderen. Ed ist klar, dass er etwas unternehmen muss, doch was soll er tun. Und warum genau er? Er, der nie etwas auf die Reihe bekommt? Allmählich findet er heraus was die jeweiligen Menschen brauchen: Mit der alten Dame redet er über alte Zeiten und dem schnellen Mädchen muss er nur sagen, dass sie ohne Schuhe noch schneller ist. Doch was soll er der Vergewaltigten und deren Tochter gutes tun? Und dann scheint ihn immer jemand zu beobachten, ob er alle Aufgaben erledigt. Doch was wird geschehen, wenn er ihnen tatsächlich hilft? Wird er noch mehr Namen bekommen und wer wird es dann sein? Seine Freunde haben schließlich auch große Probleme...
Ich finde das Buch sehr gut, da es einem zeigt was man alles tun kann um Menschen in Nöten zu helfen und dazu keine besonderen Kräfte braucht. Außerdem ist es an manchen Stellen auch lustig und irronisch geschrieben.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Cherry am 20.11.2011
    Du schreibst in deinem Kommentar, dass du das Buch sehr gut fandest, aber deine Bewertung an Sternen ist schlecht. Ich wollte es dir nur sagen, falls du dass selbt noch nicht bemerkt haben solltest...
     (Inhalt anstößig?)

5 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Hanni-Demi aus Bad Berka am 20.07.2010 ***** ausgezeichnet
Ed Kennedy ist ein Versager auf ganzer Linie. So sieht er es, so sieht es seine Mutter und so sieht es scheinbar die ganze Welt. Zu Recht?
Er ist ein Taxifahrer, der noch nicht Taxi fahren dürfte, weil er dazu zu jung ist. Seine große Liebe nimmt jeden. Jeden außer ihn. Und sein treuster Freund ist ein barbarisch stinkender Hund namens Türsteher.
Doch alles ändert sich auf einmal, als Ed Spielkarten in seinem Briefkasten findet. Die erste: das Karo-Ass. Aus Neugier sucht er die darauf geschriebenen Adressen auf, und sein Leben nimmt eine unglaubliche Wendung. Seine Mission ist, Schicksale zu verändern, zu trösten, zu rächen, glücklich zu machen.
Aber warum? Und wer ist der geheimnisvolle Fremde, der die Karten in seinen Briefkasten wirft?
Und bald schon steht seine Familie, seine Freunde und seine große Liebe Audrey auf den Karten...
Das ganze Buch hindurch ist mir der Schreibstil Martin Zusaks sehr positiv aufgefallen. Trocken, fast selbstironisch schildert er aus der Sicht Ed Kennedys dessen teilweise ebenfalls ironisches, wenn nicht sogar sarkastisches Erleben der Dinge. Die Spannung ist wirklich sehr gut aufgebaut und so kommt der Schluss, der gleichzeitig die Auflösung des Rätsels um die Spielkarten ist, überraschend und unvorhersehbar.
Die Geschichte ist sehr eindringlich geschildert und zeigt sowohl die Bedeutung wahrer Freundschaft, als auch die Bedeutung von Engagement für andere und für sein eigenes Leben auf.
DAs Buch ist auf der ganzen Linie zu empfehlen.

10 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von lilli aus Münster am 10.07.2010 ***** ausgezeichnet
In „Der Joker“ von Markus Zusak geht es um Ed Kennedy. Er hat nichts mit John F. Kennedy zu tun. Er ist Taxifahrer, neunzehn Jahre alt, hat einen Hund namens Türsteher und spielt mit seinen drei Freunden Marv, Audrey und Richy Karten. Die Geschichte beginnt mit einem Banküberfall, wo all seine Freunde dabei sind. Später bekommt er seine erste Karte. Auf dieser und den drauf vollenden stehen Namen, Adressen und Zeiten. Aber nicht alles steht auf einer Karte drauf.
Es ist ein sehr gut geschriebenes Buch. Es ist spannend und fesselnd zugleich. Die Schrift ist anders und ich finde sie ist besser zu lesen. Es ist für 12- 65 jährige geeignet. Was mich persönlich an der Geschichte so angesprochen hat ist das Ende. Es geht nämlich nicht um die Karten selbst. Sondern um was ganz anderes. Im prinziep ist die Handlung nur zur Spannung da. Aber es ist einfach fantastisch. Generell schreibt Markus Zusak tolle Bücher.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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