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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Diego S.
Wohnort: Hessen
Über mich: Ich liebe Bücher und Musik.
Danksagungen: 159 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 374 Bewertungen
Bewertung vom 30.07.2017
Stürmische Cote d´Azur / Kommissar Duval Bd.3
Cazon, Christine

Stürmische Cote d´Azur / Kommissar Duval Bd.3


gut

Der dritte Fall von Commissaire Leon Duval findet nicht in Cannes, sondern auf den Iles de Lérins statt. So kommt es, dass dieser Fall anders ist, als die vorigen Geschichten. Es ist Herbst, es stürmt und Duval steckt auf der Insel fest. Atmosphärisch dicht und sehr gut beschrieben, kann man sich gut in die örtlichen Gegebenheiten "eindenken". Der Fall an sich plätschert fast schon nebensächlich vor sich hin, oftmals schweift die Autorin etwas aus (vor allem am Anfang die Seekrankheit Duvals wird - entschuldigt den Ausdruck - bis zum Erbrechen erwähnt und ins kleinste Detail beschrieben). Trotzdem finde ich das Buch nicht schlecht, da fast gänzlich auf modernen Schnickschnack verzichtet wird. Hier ermittelt der Commissaire, wie man zu ermitteln hat: mit Befragungen, Gegenüberstellungen und Können. Alles in allem finde ich das Buch gut, es liest sich angenehm. Richtige Spannung kommt nicht auf, aber bei Beendung der Lektüre (übrigens, der Commissaire hat am Ende keine Seekrankheit mehr?) meint man, man kenne die Ortschaften.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.09.2016
Elsässer Sünden / Major Jules Gabin Bd.2
Laurent, Jean Jacques

Elsässer Sünden / Major Jules Gabin Bd.2


weniger gut

Ich habe mich sehr auf den zweiten Fall der Elsass-Krimi-Reihe gefreut, bin leider enttäuscht worden. Die Geschichte an sich ist schwach und nicht sehr durchdacht. Dem Buch fehlt es an allen Ecken und Kanten an Tiefgang. Dialoge, Handlungen und Geschehnisse kommen "platt" rüber und sind fast immer schon im Voraus erahnbar. Des Weiteren wird im zweiten Fall auch mehr Gewichtung auf Humor gelegt. So wirkt das Ganze leider mehr wie eine billige ZDF-Krimi-Kömödie, als ein richtiger Krimi. Leider kann ich das Buch nur bedingt empfehlen, wer eine seichte Lektüre sucht, kann zugreifen. Wer einen gut recherchierten Krimi verlangt, wird hier nicht fündig. Schade. Ich hoffe auf einen besseren dritten Teil, da der Kommissar und das fiktive Rebenheim an sich wirklich sympathisch sind.

Bewertung vom 04.10.2015
Elsässer Erbschaften / Major Jules Gabin Bd.1
Laurent, Jean Jacques

Elsässer Erbschaften / Major Jules Gabin Bd.1


sehr gut

Der erste Fall Major Jules Gabin gefällt und weiß zu überzeugen. Ganz dem regionalen Trend folgend, entführt uns der Autor ins Elsass, wo auch gemordet wird. Der Krimi ist gut aufgebaut, man erfährt Stück für Stück mehr über die Hintergründe, es gibt einige falsche Fährten und das Rätsel wird nach und nach gelöst. Mir hat es etwas an Tiefgang gefehlt, die Charaktere sind noch nicht ganz ausgereift, wobei allemal Potenzial schlummert im fiktiven elsässischen Dorf Rebenheim! Selbstredend erfährt man viel über die Region und die lokalen Gegebenheiten. Sehr zu empfehlen, ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Fall.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.07.2015
Wie durch ein dunkles Glas / Commissario Brunetti Bd.15
Leon, Donna

Wie durch ein dunkles Glas / Commissario Brunetti Bd.15


schlecht

Das Buch an sich ist alles andere als gut. Ich bin ein großer Fan von Donna Leon und Commissario Brunetti, aber der 15. Fall ist der bisher schlechteste. Der "Tod vor dem Brennofen" geschieht erst nach 200 Seiten und fast nur nebenbei, das Buch ist voll von unwichtigen Handlungen und Details. Die ersten 200 Seiten füllen sich mit Verhörungen über Vermutungen und Nachsagungen. Scheinbar halbherzig wurde in der ganzen Story noch ein Umweltskandal eingebaut, der aber nicht richtig zur Geltung kommt. Es scheint, als habe Donna Leon hier ein unfertiges Manuskript auf dem Markt gebracht, oder unter Zeitdruck gearbeitet. Die Story an sich wäre gar nicht mal schlecht, aber es ist wirklich schlecht verpackt. Es lässt sich nicht mit den früheren Büchern vergleichen, an dem es Wendungen in Hülle und Fülle gab. Auch die Dialoge lesen sich teilweise plump. Es gibt einige Absätze, das Buch springt zwei Tage vor - die Geschichte nimmt nie an Fahrt auf. Das Buch liest sich zäh wie Gummi, ich habe mich mehrmals dabei erwischt, dass ich auf die Seitenzahlen geschaut habe, weil ich mir das Ende herbeisehnte. Leider ganz und gar keine Empfehlung, ich hoffe, die nächsten Bücher finden wieder zu gewohnter Bestform zurück.

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.07.2015
Schneewittchen muss sterben / Oliver von Bodenstein Bd.4
Neuhaus, Nele

Schneewittchen muss sterben / Oliver von Bodenstein Bd.4


ausgezeichnet

Stünde nur ein Wort zur Verfügung, um das Buch zu beschreiben, würde ich "Brillant" verwenden. Nele Neuhaus legt mit dem vierten Krimi den bisher besten Fall des sypmathischen Ermittler-Duos vor. Die Kapitel sind in Tagen eingegliedert, welche selbst nochmals in viele Unterkapitel geteilt sind und dynamisch zwischen Personenansicht, Erzählweise und Schauplätze wechseln. So kommt sofort Spannung auf und man wird ständig, fast schmerzlich aus der Handlung hinausgerissen. Mehrere Handlungsstränge werden verfolgt, ohne, dass man den Überblick verliert, oder das Buch gar zu "aufgesetzt" wirkt. Der Fall an sich hat es in sich, die Charaktere sind geschickt "gestrickt" und wirken realistisch. Bis zum Ende gibt es Wendungen, das Buch ist eine einzige rasante Fahrt, es spitzt sich unaufhaltsam zu. Das Buch ist fortgehend sehr spannend.

Was ebenfalls positiv hervorzuheben ist: Das Ermittlerduo hat nicht nur mit dem Fall, sondern auch mit privaten Herausforderungen zu kämpfen. Beide - Oliver und Pia - wachsen in ihrem privaten Umfeld aus sich heraus und meistern neue, schwierige Lebenssituationen. Man hat hier noch mehr das Serien-Gefühl, da sich die Hauptcharaktere weiterentwickeln. Das beste ist, dass beide Ermittler sehr menschlich wirken.

Alles in allem ein enorm gutes Buch, das jeder Krimifan unbedingt gelesen haben sollte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.06.2015
Der kleine Tod
Nava, Michael

Der kleine Tod


ausgezeichnet

Anwalt Henry Rios gerät im Auftrag eines Mandanten in die Welt einer der großen Kapitaldynastien der USA, die mit der Einsenbahn ihr Vermögen gemacht und mit einer Stiftung ihr Gewissen beruhigt hat. Wie kann ein schwuler Chicano es wagen, den Namen alten Geldes zu beschmutzen?

Der erste Fall des sympathischen Anwaltes legt ein grandioses Debüt dar, das Buch liest sich sehr einfach und ist enorm spannend geschrieben. Der Fall an sich ist sehr gelungen und verzwickt. Es gibt mehrere überraschende Wendungen, man tappt fast bis zum Ende im Dunkeln. Der Autor versteht es, die Sprache geschickt einzuwenden, die Dialoge sind intelligent aufgebaut und die beschriebenen Orte im Buch wirken lebendig, ohne dass Michael Nava sich ausufernd in Erläuterungen verliert. Neben dem Haupthandlungsstrang des Falles, erfährt man auch vieles über das Privatleben Henrys. Beziehungen, alte Flammen und Niederlagen - alles kommt vor. Mir gefällt sehr gut, dass das Buch nie kitschig wird, sondern in erster Linie das ist, was es sein soll - ein verdammt guter Krimi. Sehr zu empfehlen!

Bewertung vom 20.06.2015
Goldjunge
Nava, Michael

Goldjunge


gut

"Ich werde sterben, Henry", sagt einer von Anwalt Rios' besten Freunden, "und du sollst dafür sorgen, dass Jim Pears weiterlebt." Also fliegt Henry Rios nach LA und übernimmt die Verteidigung des unter Mordanklage stehenden jungen Hilfskellners. Man hatte ihn bei dem Opfer gefunden, die Tatwaffe in der Hand. Das Motiv scheint klar: Er wollte seine Homosexualität geheimhalten. Obwohl Pears die Zusammenarbeit verweigert, tut Henry sein Bestes. Die Spur führt nach Santa Monica, wo in einem kleinen Theater das Brecht-Drama Leben Edwards II von England gespielt wird und die Gliterzwelt Hollywood ihre Kehrseite zeigt...

Der zweite Fall des schwulen Latino-Anwalts gefällt mir alles in allem weniger, als der erste Fall. Die Story ist etwas verworren, der zweite Handlungsstrang beginnt meiner Meinung nach etwas zu spät und es mag keine richtige Spannung aufkommen. Die Auflösung des Falls ist auch - wie gesagt - teils verworren. Dennoch ist das Buch auf jeden Fall lesenswert, die Charaktere sind in dieser Reihe sehr sauber gezeichnet, Henry Rios ist wirklich sehr sympathisch! Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut.

Bewertung vom 20.06.2015
Mord auf Französisch
Bach, Laurent

Mord auf Französisch


sehr gut

Anduze, Südfrankreich - hier lebt der schwule Privatdetektiv Claude Bocquillon mit seinem Kater Virenque. Als Detektiv nicht wirklich gefragt, arbeitet er in einem Café, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Doch dann liegt ein Toter auf den Gleisen - Pascal Melot, mit dem Claude in Vergangenheit eine Beziehung führte.
Die Polizei geht von Selbstmord aus, die Mutter des Toten will das nicht akzeptieren und heuert Claude an, zu ermitteln.

Die Geschichte nimmt sehr schnell an Fahrt auf, des Öfteren wechselt Laurent Bach die Erzähl-Perspektiven. Der Fall an sich ist sehr spannend, Claude begibt sich in ein gefährliches Abenteuer, bei dem man Stück für Stück mehr erfährt und das Rätsel um den Mord näher kommt. Neben dem Fall erfährt man auch vieles über das Privatleben des Ermittlers, es gibt auch einige Liebesszenen, die aber nie zu ausschweifend werden. Hier wurde der richtige Mix gefunden, das Buch driftet meiner Meinung nach nie ins Kitschige ab. Die Orte des Buches werden sehr gut beschrieben, man spürt förmlich die Hitze von Anduze. Alles in allem ein sehr gutes Buch, ich freue mich auf weitere Fälle!