Alles ist erleuchtet - Foer, Jonathan Safran

Jonathan Safran Foer 

Alles ist erleuchtet

Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Rolf Heyne Buchpreis 2003. Roman

Aus d. Amerikan. v. Dirk van Gunsteren
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Alles ist erleuchtet

Man lacht und weint und ist hingerissen vom Talent eines jungen Autors. Er erzählt die phantastische Geschichte eines jüdischen Schtetls, das Schicksal seiner Familie während des Holocaust und die Abenteuer eines jungen Amerikaners, der aufgebrochen ist, um die Vergangenheit zu suchen.

Produktinformation


  • Verlag: FISCHER (TB.), FRANKFURT
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 383 S.
  • Seitenzahl: 384
  • Fischer Taschenbücher Bd.15628
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 126mm x 29mm
  • Gewicht: 335g
  • ISBN-13: 9783596156283
  • ISBN-10: 3596156289
  • Best.Nr.: 12712898
"Jonathan Safran Foer, das 25-jährige literarische Wunderkind, entwickelt die Geschichte eines Schtetls, indem er jeden nur denkbaren literarischen Kniff nutzt. So entsteht eine dichte Erzählung aus Geschichte, Erinnerung und Versöhnung." (New York Magazine)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.03.2003

Erleuchtung garantiert
Ein Schelmenroman machte den jungen Jonathan Safran Foer über Nacht zum gefeierten Starautor

Bevor er liest, muß er erst noch das Bonbon zu Ende lutschen. Zum Entzücken des Publikums in New Yorks feierlich vertäfelter Kaufmann Hall in der 92. Straße, wo sonst nur die Stars der literarischen Zunft am Rednerpult stehen. Der 24jährige Jonathan Safran Foer hat zwar einen Bestseller geschrieben, hat letztes Jahr mit "Alles ist erleuchtet" ein Debüt hingelegt, wie es seit Norman Mailer oder J. D. Salinger keinem amerikanischen Schriftsteller mehr vergönnt war. Aber zumindest sein Erscheinungsbild und sein Auftreten sind noch frei von jeglicher Starqualität. Dafür hat er sich viel Primanerhaftes bewahrt, und auch das kurzärmelige, gestreifte Polohemd und die Jeans eignen sich nur bedingt dazu, ihm Autorität oder zumindest einen Touch genialischer Exzentrik zu verleihen.

Foer sieht vielleicht aus wie ein Musterschüler, aber er schreibt wie ein subversiver Entertainer. Und so liest er auch vor. Ich bin ganz allein am Rande des Universums, beginnt die Passage, die er im Buch seinem kleinen Bruder Oscar in den Mund legt, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.09.2004

Die Komödie des begabten Kindes
Jonathan Safran Foer in der American Academy
Als 1979 der Bestseller „Das Drama des begabten Kindes” von Alice Miller erschien, war Jonathan Safran Foer gerade zwei Jahre alt. Er wuchs in Washington DC auf und wusste weder, von welchen Gefahren ein begabtes Kind umstellt ist, noch ahnte er, dass er selber einmal ein Erfolgsbuch schreiben würde. Später ging er auf eine private High School, dann an die Princeton University, studierte dort Philosophie und belegte Kurse in Creative Writing. Dabei wurde er von Joyce Carol Oates und Jeffrey Eugenides adoptiert.
Seit im Frühjahr 2002 sein Romandebüt „Everything is illuminated” (deutsch: Alles ist erleuchtet, 2003) erschien, ist Jonathan Safran Foer ein Erfolgsautor. Derzeit schreibt er ein Libretto für die Staatsoper in Berlin, am Donnerstagabend eröffnete er das Herbstprogramm der American Academy am Wannsee mit einer denkwürdigen Lesung. Angekündigt war nichts als der Titel seines zweiten, gerade in der Rohfassung fertiggestellten Romans, der im Frühjahr 2005 erscheinen soll: „Extremely loud and incredibly close”.
Jonathan Safran Foer ist inzwischen 27, aber …

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"Ein todkomisches, todlustiges Romandebüt. Es stürzt einen in ähnliche Wechselbäder wie der Film 'Das Leben ist schön' von Roberto Benigni." (Der Spiegel)

"Der neue Superstar der amerikanischen Literaturszene. Das komische und berührende Duett einer Erinnerung, die im Medium Literatur noch einmal erfunden wird. (NZZ)

"Ein Debüt, wie es lange keines gegeben hat: Foer vollbringt das Wunder der erfundenen Erinnerung." (FAZ)

"Jonathan Safran Foer landet einen Geniestreich ... so witzig und gescheit, mit so viel Komik und einem Übermaß an klein verpackter großer Weisheit gemacht, dass man sich gelegentlich fragt, wie das einem so jungen Autor überhaupt passieren konnte." (Die Zeit)

»Eine wunderbar vielschichtige Chronik ... Selten hat ein so junger Autor solche Virtuosität und Klugheit bewiesen.« (Washington Post Book World)
»Mit seinen verschiedenen Erzählern, den vielfachen Spiralen von Witz und den halsbrecherischen Wechseln zwischen Horror und Heiterkeit, mit seinen Seitenhieben auf den Nach-Wende-Kapitalismus und zeitgenössischen Antisemitismus, mit all dem ist ›Alles ist erleuchtet‹ eine wahre Wundertüte.« (Los Angeles Times Book Review)
»Jonathan Safran Foer, das 25-jährige literarische Wunderkind, entwickelt die Geschichte eines Schtetls, indem er jeden nur denkbaren literarischen Kniff nutzt. So entsteht eine dichte Erzählung aus Geschichte, Erinnerung und Versöhnung.« (New York Magazine)
»Seit Anthony Burgess’ Roman ›Clockwork Orange‹ ist die englische Sprache nicht mehr mit solcher Brillanz und solcher Kraft durcheinander gewirbelt und gestaltet worden.« (New York Times Book Review)

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Ijoma Mangold ist geradezu überwältigt von diesem Romandebüt, in dem sich ein junger Amerikaner in der Ukraine auf die Suche nach der Retterin seines Großvaters vor den Nazis macht. Der Rezensent beschreibt begeistert den erzählerischen "Trick", den sich der Autor hat einfallen lassen, um diese Geschichte vom Holocaust, seiner Familie und nicht zuletzt einer Liebe mit "ungeheuerlicher Fabulierkunst" zu entfalten, indem er dem Protagonisten einen ukrainischen Mann mit mühsam erlernten Englisch zur Seite stellt. Dessen Sprache ist von derart "unschuldigem Pathos", so Mangold beeindruckt, dass sie keine Gefahr läuft, kitschig zu werden. Etwas anders liegt es beim ersten Teil des Romans, in dem der Erzähler, der den Namen des Autors trägt, die Geschichte des Shtetls seines Großvaters erzählt. Hier erscheint weniger das Leben im Shtetl selbst vor dem inneren Auge der Leser, sondern vielmehr die "Projektion dieses Lebens", betont der Rezensent. Deshalb stört ihn der Anklang von "kolportagehafter Shtetl-Folklore auch nur solange, bis er versteht, dass es sich hier weniger um "Archäologie" oder Geschichtsschreibung als vielmehr um "Überlebensschöpfertum" des Erzählers handelt. Dann aber bejubelt Mangold die "eigene Stringenz" der Schilderungen als "eigenmächtig erfundenen Ursprungsmythos". Wirklich nirgends kommt in diesem Buch "saurer Kitsch" auf, versichert Mangold und rühmt hingerissen das "atemberaubende" Talent des Autors.

© Perlentaucher Medien GmbH
Jonathan Safran Foer wurde 1977 geboren und studierte in Princeton Philosophie und Literatur. Sein erster Roman "Alles ist erleuchtet" war ein sensationeller Erfolg in den USA. Foer lebt und schreibt in New York an seinem zweiten Roman.

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Kundenbewertungen zu "Alles ist erleuchtet" von "Jonathan Safran Foer"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Xirxe aus Hannover am 07.03.2010 ***** sehr gut
Welch schräges, witziges aber auch bitterernstes, tieftrauriges und hintergründiges Buch. Zugegebenermaßen kein allzu leicht lesender Roman da die drei unterschiedlichen Erzählstränge zu Beginn recht zusammenhanglos nebeneinander stehen. Da ist einmal Alex, ein ukrainischer junger Mann, der gemeinsam mit seinem Großvater einen jüdischen Amerikaner bei dessen Suche nach seiner Vergangenheit begleitet. Alex erzählt in einer unnachahmlichen Sprache (er ist noch immer dabei seine Englischkenntnisse zu erweitern), wie diese Reise ablief die auch eine Reise in seine bzw. die Vergangenheit seines Großvaters wird. Der zweite Erzählstrang kommt von dem Amerikaner, der die Geschichte seiner Familie darstellt, beginnend mit der Urururururgroßmutter Brod (sollte ich ein Ur vergessen haben, bitte ich dies zu entschuldigen :-)). Immer wieder zwischen Realität und Phantasie hin und her wechselnd, entsteht ein kunterbuntes Bild des Schtetls in dem die Familie des Amerikaners zuhause war. Der dritte und letzte Teil des Buches stammt wieder von Alex. Er und sein früherer Gast tauschen die jeweils geschriebenen Abschnitte aus und Alex kommentiert sie in seinen Briefen die zudem die Geschehnisse in seiner Familie sowie seine Gedanken im Allgemeinen und im Speziellen beinhalten.
Die Familiengeschichte von Foer (der den Amerikaner darstellt), spannt sich von 1791 bis zum II. Weltkrieg, während dem das gesamte Dorf der Vernichtung anheim fiel. Foers Großvater war der Einzige der sich retten konnte dank der Hilfe einer Frau, auf deren Suche sich nun der Enkel befindet.
Es ist eine anrührende Geschichte über die Suche nach der Vergangenheit, nach Liebe, nach sich selbst, nach dem was zählt. Und irgendwie sind alle auf der Suche.

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