Mahlers Zeit - Kehlmann, Daniel

Mahlers Zeit

Roman

Daniel Kehlmann 

 
2 Kundenbewertungen
  sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
8 ebmiles sammeln
EUR 8,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Mahlers Zeit

Eines Nachts macht der Physiker David Mahler im Traum eine merkwürdige Entdeckung. Vier Jahre lang hatte er sich mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich ein unumstößliches Naturgesetz ist oder sich nicht doch etwas finden läßt, das ihren Lauf umkehrt. Nun hält er die Lösung in der Hand. »Für einen Moment wußte er nicht, wo er sich befand. Etwas war geschehen. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Stoß von dreißig beschriebenen Blättern, bekritzelt in einer großen, zittrigen Schrift: leicht schiefe Kolonnen von Zahlen, Skizzen, Kurven ... all das war, wenn man es begriff, von leuchtend perfekter Klarheit.« Das älteste Gesetz der Natur ist in Frage gestellt und damit die Grundfesten der Welt. Wird endlich ein Menschheitstraum wahr? Ist es möglich, in die Zukunft zu schauen? Und können die Menschen diesen Blick aushalten? Mahler will seiner ungeheuren Entdeckung Gehör verschaffen, aber ohne Autorität im Wissenschaftsbetrieb gestaltet sich das ausgesprochen schwierig. Wie gehetzt sucht er den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov, doch seltsame Zufälle verhindern ein Zusammentreffen immer wieder. In suggestivem Ton macht Daniel Kehlmann die Zweifel und Ahnungen seines Helden nachvollziehbar und den Leser zum Zeugen eines Experiments, nach dem die Zeit neu zu definieren wäre.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 159 S.
  • Seitenzahl: 160
  • Suhrkamp Taschenbücher Bd.3847
  • Best.Nr. des Verlages: 45847
  • Deutsch
  • Abmessung: 182mm x 116mm x 12mm
  • Gewicht: 132g
  • ISBN-13: 9783518458471
  • ISBN-10: 3518458477
  • Best.Nr.: 20840793

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Wolfgang Schneider ist von allen drei CDs, die er bespricht und auf denen Daniel Kehlmann eigene Werke liest, begeistert. Und das, obwohl er den Autor wegen seiner "dünnen Stimme" nicht gerade als charismatischen Vorleser charakterisiert. In dem 1999 erschienenen Roman "Mahlers Zeit" widmet sich der Autor der in der zeitgenössischen Literatur nicht unbedingt verbreiteten Welt der Physik und der Forschung. Der Physiker Mahler glaubt, das Universum neu erklären zu können und wird deshalb von seiner Umgebung verspottet. Das Beeindruckende an dem Roman besteht für Schneider darin, dass der Leser im Ungewissen darüber gelassen wird, ob Mahler tatsächlich genial oder einfach nur ein Spinner ist, rühmt Schneider. Kehlmanns Vortrag habe zudem den Vorzug, durch "Konzentration" und sorgfältige Betonung die Hörer zu bannen, versichert der Rezensent begeistert.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.11.1999

Und täglich grüßt der Tanklastzug
Entropie, irgendwie: Daniel Kehlmanns Roman "Mahlers Zeit"

"Jede Ordnung stürzt ihrer Auflösung zu", schreibt Daniel Kehlmann mit dem Tremolo des biblischen Propheten, "und was getrennt ist, wird eins, und alles, was Grenzen hat, muss diese verlieren." Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik hat immer wieder Schriftsteller in seinen Bann geschlagen. Robert Coover beschrieb eine Party in den Chiffren von Chaos und Entropie, Thomas Pynchon die irreversible Tendenz zur Selbstzerstörung geschlossener Systeme und Charaktere, und für Don DeLillo ist der Müll ein natürlicher Aggregatzustand sedimentierter menschlicher Hoffnungen und Ängste. Schwieriger wird es, wenn man die Unumkehrbarkeit des Zeitpfeils erzählerisch aufheben will. Es ist dies ein alter Menschheitstraum, den selbst Thomas Harris' Serienmörder Hannibal kürzlich träumte. Bei Borges und Ambrose Bierce werden Todeskandidaten dieser Gnade teilhaftig, in Nicholson Bakers "Die Fermate" nutzt ein Büroangestellter den Stillstand der Zeit zu pornografischen Versuchsanordnungen. In der Scienceficton gehört das Zeitloch zum Alltag, die Hollywood-Version der …

Weiter lesen

Wolfgang Schneider ist von allen drei CDs, die er bespricht und auf denen Daniel Kehlmann eigene Werke liest, begeistert. Und das, obwohl er den Autor wegen seiner "dünnen Stimme" nicht gerade als charismatischen Vorleser charakterisiert. In dem 1999 erschienenen Roman "Mahlers Zeit" widmet sich der Autor der in der zeitgenössischen Literatur nicht unbedingt verbreiteten Welt der Physik und der Forschung. Der Physiker Mahler glaubt, das Universum neu erklären zu können und wird deshalb von seiner Umgebung verspottet. Das Beeindruckende an dem Roman besteht für Schneider darin, dass der Leser im Ungewissen darüber gelassen wird, ob Mahler tatsächlich genial oder einfach nur ein Spinner ist, rühmt Schneider. Kehlmanns Vortrag habe zudem den Vorzug, durch "Konzentration" und sorgfältige Betonung die Hörer zu bannen, versichert der Rezensent begeistert.

© Perlentaucher Medien GmbH
Daniel Kehlmann, wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006, dem WELT-Literaturpreis 2007 sowie zuletzt mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.


Kundenbewertungen zu "Mahlers Zeit" von "Daniel Kehlmann"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen   sehr gut)
  ausgezeichnet
 
(1)
  sehr gut
  gut
  weniger gut
 
(1)
  schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Mahlers Zeit" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von olgica am 31.05.2010   weniger gut
David Mahler hatte schon als Kind das besondere Talent erstaunlich gut mit Zahlen umgehen zu können. Im Kopf konnte er die schwierigsten Rechnungen aufs Komma genau berechnen und auch die Zahl der Sterne am Nachthimmel genau zu nennen war ihm möglich. Seine Begabung und Leidenschaft für Forschung macht er schließlich zum Beruf und setzt sich als Physiker mit den grundlegenden Naturgesetzen auseinander. Als er schließlich auf eine Formel stößt, die den Lauf der Zeit umkehren könnte, versucht er sich auf wissenschaftlichem Terrain Gehör zu verschaffen. Doch einige seltsame Ereignisse stellen sich ihm dabei immer wieder in den Weg.

Nach "Die Vermessung der Welt" hat Daniel Kehlmann wieder ein Buch rund um einen Naturwissenschaftler geschrieben, nur handelt es sich diesmal um eine fiktive Person. Das Buch erläutert keine physischen Theorien, sondern zeigt mit dem Protagonisten einen Mann der sich fanatisch mit einem Thema auseinandersetzt, bis er direkt besessen von seiner Idee ist und sich sein ganzes Leben nur noch darum dreht. Mit einer schnörkellosen Sprache werden ein paar Tage im Leben des Protagonisten, durchwoben von Rückblicken auf sein bisheriges Leben, erzählt. Dabei hat man Anteil an den emotionalsten Momenten in seiner Vergangenheit, doch wie er sich in der Gegenwart fühlt, kommt weniger zur Sprache. Zwar sind seine Träume geschildert und auch seltsame Ereignisse die er sich mutmaßlich lediglich einbildet, werden immer wieder genannt. Doch dürften deren Ursachen eher körperlicher Natur sein, was es emotional für Mahler bedeutet bleibt schwammig. Dadurch bleibt die Person von Mahler recht farblos und ohne Tiefe. Das Buch lies mich ein wenig ratlos zurück, was es genau aussagen möchte blieb mir verborgen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Daniel S. aus Gießen am 07.07.2003   ausgezeichnet
Ein toller, spannender Roman ist dem jungen Kehlmann, der bei Abfassung des Buches gerade mal vierundzwanzig war, da gelungen! Es weiht uns in die Welt der Physik aber zugleich auch in die Psyche des Mega-Genies David Mahler, der in der Lage ist, innerhalb von ein paar Sekunden zwei vierstellige Zahlen miteinander zu multiplizieren, ein. Ich empfehle es jedem, der auf der Suche nach einem fesselnden Buch ist!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop


2 Marktplatz-Angebote für "Mahlers Zeit" ab EUR 4,45

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 4,45 1,20 Banküberweisung Multimediaservi ce 99,3% ansehen
wie neu 7,30 1,60 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Nachnahme, Banküberweisung Buch_und_Wein 99,1% ansehen
Mehr von