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| Bewertung von zottelbärin aus ingolstadt am 07.07.2010 | |
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Ein wahrlich fantastisches Buch!! Saramago beschreibt sehr treffend die Natur des Menschen, verzichtet dabei auf Übertreibungen und erzählt in einem, für mich, sehr eingängigen, klaren Stil. Dass er die persönliche Rede nicht herausstellt, merkt man nach zwei Seiten bereits nicht mehr... das Buch zieht einen in seinen Bann! Unbedingt lesen!!!!!!!!!!!!!!!!! |
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von olgica am 23.06.2009 |
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Ein Autofahrer steht an einer roten Ampel. Dass das Licht auf grün wechselt sieht er nicht. Von einer Sekunde auf die andere ist er erblindet. Wie eine Grippe breitet sich die Blindheit auf andere Menschen aus. Die Regierung ist machtlos und steckt alle Erblindeten in eine ehamalige Irrenanstalt in Quarantäne. Doch unter ihnen ist auch eine Sehende, die sich nicht von ihrem blinden Mann trennen wollte. Sie beobachtet, wie sich die eingeschlossenen Menschen immer mehr in skrupellose Bestien verwandeln. Nicht nur Science Fiction, sondern auch eine Gesellschaftskritik ist das Werk José Saramagos. Er beschreibt nüchtern und zugleich fesselnd von den tiefen Menschheitsabgründen, die sich während der Epidemie immer mehr auftun. |
2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Polar aus Aachen am 08.09.2007 | |
| Was wäre wenn? In Zeiten, in denen die moderne Welt sich vor Terrorismus und Giftanschlägen fürchtet, schildert Saramago die Folgen einer Infektion, die Versuche sie einzudämmen, und den Ausbruch des Chaos. Während bei Max Frisch in "Mein Name sei Gantenbein" die Blindheit noch dazu dient, die anderen auszuspionieren, widmet sich Saramago der Hilflosigkeit und dem Meistern des Schicksals. Fast wie eine Parabel auf unsere Zeit, die glaubt sich durch immer schärfere Gesetze schützen zu können, werden die Blinden interniert, weggesperrt, als wäre die Gesellschaft dadurch in der Lage, die Epidemie einzudämmen. Als sich die Tore des Lagers allerdings öffnen, hat sich die Stadt längst selbst erblindet. Wer mag, kann diesen Roman unter dem Vorzeichen des Was wäre wenn auf uns übertragen. Was wäre, wenn wir uns vor allem geschützt hätten, wären wir nicht dann alle blind geworden, um es ertragen zu können. Ein poetischer Roman, leicht zu lesen, obwohl seine Moral bleischwer in den Gliedern hängen bleibt. |
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| Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 18.08.2006 | |
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Traurige Wahrheit über das menschliche Dasein und seinen Verfall Ganz plötzlich erblindet ein Mann in seinem Auto. Ein Hilfsbereiter bringt ihn nach Hause, nützt jedoch anschließend die Blindheit des Mannes aus und stiehlt dessen Fahrzeug. Doch auch er erblindet. In der Augenarztpraxis multiplizieren sich die Opfer und dann geht es Schlag auf Schlag. Immer mehr Menschen erblinden und schließlich reagiert das Ministerium auf die erkennbare Epidemie und kaserniert die Blinden, bald sogar schon die vermutlich Infizierten in einer alten Irrenanstalt. Einzig die Frau des Augenarztes bleibt verschont, hält diesen Vorteil jedoch lange für sich, um zunächst einfach nur ihrem Mann beizustehen, später um die Blinden einigermaßen sinnvoll zu unterstützen. In unnachahmlicher Weise beschreibt der Nobelpreisträger Saramago ohne Umschweife und mangels jeglicher Störung durch überflüssige Satzzeichen zu verfolgen in seiner Allegorie die Entwicklung der Zufallsgemeinschaft mit ihren individuellen Schicksalen und Hoffnungen, Enttäuschungen und den sich schnell ergebenden Erniedrigungen. Es ist erschreckend, zu erfahren, wie sich Menschen verändern (können) und vermutlich wirkt das auch deshalb so stark, weil sich der Leser, die Leserin schnell selbst zu entdecken glaubt beziehungsweise erschreckt die Möglichkeit der Wesensveränderung auch bei sich erkennt. Grausam, Ekel erregend und erschütternd bekommt man den Untergang des Menschlichen, der Verantwortung, Liebe, Seele, Zivilisation und Würde vor Augen geführt. Zudem verfolgt man die absolute Entgleisung zivilisatorischer Kraft, die völlig abstrus aus einer vormals demokratischen, aufgeklärten Gesellschaft binnen Stunden zu einer diktatorisch unterdrückten Masse mit verborgenen, aber nun aufbrechenden Perversionen mutiert. Es wird schnell deutlich, dass die genutzte Metapher des Autors greift: Blind sein bedeutet nicht nur Nichts zu sehen! Als die zusammengepferchte Ansammlung lediglich Sehbehinderter – was prinzipiell wahrlich nicht Bedrohliches oder gar Abstoßendes darstellt – beginnt, in niedrigster Weise sich gegenseitig unter Missachtung jeglicher Grundwerte und angeeigneter oder erlernter Verhaltenskodizes zu verletzen, zu unterdrücken und zu erniedrigen, sich gegenseitig in einem aussichtslosen Kampf und menschenunwürdigen Umgang miteinander auszurotten, offenbart sich die Frau des Arztes mit ihrer Fähigkeit zu sehen als scheinbare Befreierin. Die wieder gewonnene Freiheit ist nur eine vermeintliche, denn die vorherigen Werte und Besitztümer erweisen sich letztlich als überflüssig und wertlos, Grundbedürfnisse auf den Rücken Anderer zu befriedigen wird zum täglichen und einzigen Überlebenskampf. Die unsinnig Eingesperrten betreten das Ende der Zivilisation, das überall vorherrschende Chaos, gegen das die Sehende mit unbändiger und unerschütterlicher Kraft angeht und so überzeugend wirkt, dass sich gegen Ende ein Hoffnungsstreif am Firmament der durch Exkremente, Müll und Zerstörung gezeichneten Stadt erahnen lässt. Die in der Geschichte versteckte oder auch offensichtliche Allegorie auf die Unmenschlichkeit im menschlichen Alltag, auf die Blindheit der Sehenden und Herrschenden, ergreift, rüttelt auf und lässt über die Grundanliegen der Gesellschaft, des Menschlichen an sich und den Sinn eines würdigen Lebens oder besser noch über die Würde eines Lebens nachsinnieren. „Die Stadt der Blinden“ ist ein einzigartiges Buch, das zu lesen Pflicht sein müsste, um die Bedeutung des menschlichen Miteinanders, den Wert der Solidargemeinschaft und die Kraft von Würde und Liebe für jede und jeden Einzelnen nachhaltig zu vermitteln. © 8/2006, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay. |
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| Bewertung von Kolmer F. aus Kerpen am 09.03.2004 | |
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Eine Horrorvorstellung die einen sehr betroffen macht und unheimlich Angst verursacht. An manchen Stellen der Story läuft einem förmlich der Angstschweiß den Rücken runter. Ein Roman der fesselt und in seinen Bann zieht. Für dieses Buch sollte man keine schwachen Nerven haben! |
1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Do aus - am 09.12.2003 | |
| Die Handlung an und für sich ist nicht schlecht, da aber die Sätze unendlich lang sind und die direkte Rede nicht durch Gänsefüschen gekennzeichnet ist, wird der Leser sehr verwirrt. Die plötzliche Wandlung am Ende des Romans wirkt, als hätte der Autor keine Lust mehr gehabt. |
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| Bewertung von Mic1224 aus Saarbrücken am 27.05.2002 | |
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Jeder ist sich selbst der nächste. Aber jeder ist blind. Was tun, wenn eine Epidemie durchs Land geht, die alle anderen blind macht und du bist der Einzige, der noch etwas sieht? Eine hervorragender Roman. Absolute Spitzenklasse. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von Andreas Sterrer aus Wien am 20.10.2000 | |
| Ein hervorragender Roman über das beklemmende Gefühl, verloren zu sein inmitten einer Welt, in der ethische und moralische Hüllen fallen. Jeder ist sich selbst der Nächste, er muss es sein, um zu überleben. Gleichzeitig ein Roman, der um die ewige Frage kreist: "Wer bin ich für mich selbst?" Ein echtes Leseerlebnis und ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr los gelassen hat. |
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| Bewertung von sandra aus frankfurt am 04.10.2000 | |
| Plötzlich ist man blind und wird in Quarantäne gesteckt. Wegen der Ansteckung, wird gesagt. Doch dort sind viele Menschen und jeder will alles.... ein unheimlich ehrliches Buch über den Egoismus des Einzelnen und darüber, dass es auch andere Menschen gibt. |
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| Zustand | Preis | Porto | Zahlung | Verkäufer | Rating | |
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| leichte Gebrauchsspuren | 0,99 | 0,99 | Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung | steffiadam | 100,0% | ansehen |
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| leichte Gebrauchsspuren | 3,99 | 1,50 | Banküberweisung, PayPal | read-y | 100,0% | ansehen |
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