Der Zementgarten - McEwan, Ian

Ian McEwan 

Der Zementgarten

Roman

Übersetzer: Enzensberger, Christian
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Der Zementgarten

Ein Kindertraum wird Wirklichkeit: Papa ist tot, Mama stirbt und wird, damit keiner was merkt, einzementiert, und die vier Kinder - zwei Mädchen und zwei Jungen zwischen 6 und 16 - haben das große Haus in den großen Ferien für sich. Im Laufe des drückend heißen, unwirklichen Sommers kapselt sich die Gemeinschaft der Kinder mehr und mehr gegen die Außenwelt ab, und keiner merkt, daß etwas faul ist.


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 1982
  • 1982.
  • detebe Diogenes Taschenbücher Nr.20648
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 113mm x 15mm
  • Gewicht: 174g
  • ISBN-13: 9783257206487
  • ISBN-10: 3257206488
  • Best.Nr.: 01973073
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.10.2004

Band 31
Das Paradies ist immer das Gegenteil
Ian McEwans Roman „Der Zementgarten”
Klein und flüchtig ist der Trost, der sich im Satz von der schönen Kindheit verbirgt. Nur im Rückblick lassen sich die Wunden und Ängste verklären getreu dem Motto: Es sei, wie es wolle, es war doch so schön. Wenn auch nicht jede Jugend wie im Falle Jacks und Julies die Geschichte einer Verwilderung ist, die mit dem Tod der Eltern beginnt und in das regellose, selbstzerstörerische Regiment der Heranwachsenden mündet, so verkörpert dieses Geschwisterpaar doch ungeschönt wie kaum jemand sonst die Wahrheit, dass jedem Aufbruch ein Abbruch, jedem Sieg ein Untergang, jeder Freiheit eine neue Knebelung innewohnt.
Der 15-jährige Jack, der Ich-Erzähler in McEwans Debütroman von 1978, nennt den Tod des Vaters eine „kleine Geschichte”. Niemand vermisst den Choleriker. Er hinterlässt neben den vier Kindern Julie, Jack, Sue und Tom eine kränkelnde Ehefrau und vor allem den Garten, seinen Garten, das Werk einer sterilen Ordnungsliebe. Seine letzte Tat ist die symbolische Selbstzerstörung, eine „faszinierende Schandtat”. Der Vater …

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"Das ist McEwans Kunst: die sachliche Berichterstattung über Groteskes und Absurdes, die Fähigkeit, aus dem Rahmen Fallendes als Gewöhnliches erscheinen zu lassen durch die Gleichgültigkeit und die Beiläufigkeit des Erzählens." (The Times Literary Supplement)"Absurd ist die Welt des englischen Autors Ian McEwan.<br />Losgelöst von gesellschaftlichen Wurzeln, läßt er seine weder guten noch bösen Kinder in einer Realität agieren, die unmenschlich und unbewohnbar geworden ist. Durch McEwans konsequenten Stil des Beiläufigen und Gleichgültigen entsteht eine gespenstische Stimmung der Sinnlosigkeit, der Abkehr von jeglichem Wollen und der Entwertung von Zukunftsträumen. Weil sich die Kinder angesichts der immer phantastischer werdenden Verhältnisse so logisch und vernünftig ver halten, nimmt die Geschichte surrealistische Züge an und stößt in Schichten vor, in denen maskierte Gefühle ihre Ventile suchen." (Die Weltwoche)"Ein ebenso faszinierendes wie monströses, ein abstoßend und hinterhältig schillerndes Buch." (Basler Zeitung)
Ian McEwan, geboren 1948, lebt in London. Schon seine ersten Erzählungen wurden 1976 mit dem Somerset-Maugham-Award ausgezeichnet. 1999 erhielt er den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk und 2011 wurde er mit dem Jerusalem Preis für Literatur ausgezeichnet. Ian McEwan ist Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences.

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Kundenbewertungen zu "Der Zementgarten" von "Ian McEwan"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
 
(1)
***** schlecht
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Bewertung von buchwürmchen aus reutlingen am 08.09.2011 ***** sehr gut
Vier Kinder zwischen 6 und 16 Jahren verlieren zuerst den Vater und nicht lange darauf, die Mutter, und mit diesem Verlust beginnt eine chaotische Zeit, in dem sich die Geschwister streiten, entfremden, entwickeln um sich dann wieder näher zu kommen. Das die Kinder Vollweisen sind merkt zunächst niemand, den die Familie lebte vor dem Tod der Eltern sozial und wohnlich isoliert, erst als Julie einen Freund hat beginnt das wahre Drama. Ein sehr gut geschriebenes makabres und düsteres Buch, mit beklemmender Atmosphäre in einer trockenen, lakonischen Sprache, zurückhaltend in Emotionen, kein Satz zu viel. Ich habe es sehr gerne gelesen, einzig die Übersetzung ist nicht 100% gelungen. Wenn möglich, die englische Ausgabe lesen!

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Bewertung von Annie liest aus Lust an der Freude am 11.08.2009 ***** weniger gut
Zu wenig Emotionen, alles sehr nüchtern geschrieben. Stellenweise muss man sich zum weiterlesen regelrecht zwingen, weil sich an den uninteressanten Dingen ewig und drei Tage aufgehalten wird und die spannenden Ereignisse dabei völlig untergehen.

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