Der Regen - Laymon, Richard

Richard Laymon 

Der Regen

Thriller. Deutsche Erstausgabe

Übersetzung: Helmut Gerstberger
Broschiertes Buch
 
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Der Regen

"Es wäre ein Fehler, Richard Laymon nicht zu lesen!" -- Stephen King

"Niemand schreibt wie Richard Laymon." -- Dean Koontz

Verstörend, aufregend und provozierend
Ein seltsamer, schwarzer Regen fällt auf die Kleinstadt Bixby. Er kommt in Schauern und ist warm und irgendwie unnatürlich und er verändert die Stadt. Die Bewohner werden erfüllt von Hass und Wut - und dem Wunsch zu töten. Und als der Regen weiter fällt, mischt sich das Wasser mit dem Blut der Opfer.


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 446 S.
  • Seitenzahl: 448
  • Heyne Bücher Nr.67554
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 118mm x 35mm
  • Gewicht: 360g
  • ISBN-13: 9783453675544
  • ISBN-10: 3453675541
  • Best.Nr.: 25548975
"Es wäre ein Fehler, Richard Laymon nicht zu lesen!" Stephen King

"Niemand schreibt wie Richard Laymon."

"Niemand schreibt wie Richard Laymon."
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Leseprobe zu "Der Regen" von Richard Laymon

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Leseprobe zu "Der Regen" von Richard Laymon

Das ist wirklich verdammt bescheuert, dachte Hanson. Trotzdem kletterte er nicht wieder hinunter.

Der Maschendrahtzaun, der das Footballstadion der Lincoln-Highschool umgab, wackelte, als er daran hochkletterte. Das Drahtgeflecht gab metallisch klirrende Geräusche von sich, die in der Stille des Novemberabends entsetzlich laut klangen. Doch Hanson bezweifelte, dass irgendwer den Lärm hörte.

Die nächstgelegenen Häuser jenseits der Tribünen auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions waren außer Sichtweite. Hinter ihm erstreckte sich ein leeres Feld bis zu den Schulgebäuden in der Ferne. Das Stadion selbst schien verlassen.

Niemand würde das Klirren des Zauns hören, da war sich Hanson sicher. Doch es zerrte an seinen Nerven, so wie das Rascheln von trockenen Blättern unter den Füßen einen Mann nervös macht, der nachts allein über einen Friedhof geht. Sein Herz hämmerte. Schweiß lief aus allen Poren. Seine Arme und Beine zitterten.

Den Zaun hochzuklettern war leicht. An diesem Ort zu sein jedoch nicht.

Oben angelangt stemmte er sich vorsichtig balancierend über den Rand. Er ließ sich die drei Meter hinunter ins Gras fallen und landete mit gebeugten Knien, um den Aufprall abzufedern. Er spürte den Stoß vor allem in den Hüften, wo die Schwerkraft heftig an seinem Revolvergurt zerrte. Das strapazierte Leder ächzte und knarrte. Die Handschellen und die Reservemunition klirrten in seinen Taschen. Hanson richtete sich auf und zog den Gurt hoch.

Er wischte sich die schweißnassen Hände an seinem Hemd ab.

Okay, dachte er, jetzt bist du hier.

Er ging langsam über das Gras, die Augen auf den nördlichen Torpfosten direkt vor ihm gerichtet.

Er machte sich was vor, wenn er glaubte, er würde irgendwas Neues finden. Die Jungs hatten den Tatort letzte Nacht genau in Augenschein genommen. Und bei Tageslicht noch einmal. Sie hatten alles fotografiert, eingesammelt, mit Zetteln versehen und mitgenommen: den armen Teufel selbst, seine Klamotten, Streichhölzer und Zigarettenstummel, den Benzinkanister, Schokoriegelverpackungen, Bonbonpapiere und all den anderen Müll, der mit dem Verbrechen wahrscheinlich überhaupt nichts zu tun hatte - selbst die Rasenfläche um den Hauptpfosten herum, an den der Junge gefesselt gewesen war. Es war sogar die Rede davon gewesen, den Torpfosten selbst mitzunehmen, aber der Chief hatte sich dagegen entschieden. Zumindest hatten sie die verkohlten Überreste des Schutzpolsters vom Pfosten gelöst und als Beweismittel eingepackt.

Himmel - hier gab es nichts Interessantes mehr zu entdecken.

Doch Hanson, der heute Nacht im Viertel auf Streife war, hatte sich dabei ertappt, wie er immer wieder um die Highschool fuhr und jedes Mal, wenn in der Ferne die Torstange in Sicht kam, langsamer wurde und wie gebannt zu diesem verdammten Ding hinüberstarrte. Schließlich hatte er vor dem Stadion angehalten.

Und den Wagen verlassen, ohne der Zentrale per Funk Bescheid zu geben.

Bescheuert.

Als seine Schritte über die Aschenbahn knirschten, wünschte Hanson, er hätte Lucy angefunkt. Er hätte ihr irgendeinen falschen, x-beliebigen Standort angeben können und behaupten, er würde heute etwas früher Pause machen, um was zwischen die Zähne zu bekommen.

Andererseits wäre es noch schlimmer gewesen, sie anzulügen.

Er hatte vor, diese Frau zu heiraten. Man belügt niemanden, den man liebt.

Besser so, dachte er. Außerdem würde sie mich wahrscheinlich decken, falls es irgendwelche Probleme gibt.

Das Gras fühlte sich weich und elastisch unter seinen Schuhen an. Er durchquerte die Endzone, den Blick auf die Torstange gerichtet. Vor der kreisförmigen Fläche, wo das Gras entfernt worden war, blieb er stehen und starrte darauf.

Erneut fragte er sich, was ihn hierhergebracht hatte.

Mordopfer hatte er schon zuvor gesehen, wenn auch nicht viele. Und nur eines von ihnen - Jennifer Sayers - hatte ein derart brutales Ende gefunden. Sie war zwar nicht verbrannt wie dieser Junge, aber gefoltert und vergewaltigt worden. Ihre verstümmelte Leiche hatte Hanson eine Menge Albträume beschert, doch er war nie heimlich zu dem Wald hinausgefahren, wo es passiert war.

Irgendwie war das hier anders.

Ja, dachte er. Irgendwie. Maxwell Chidi war ein farbiger Junge. Das war der Unterschied, das und nichts anderes.

Wann wird aus einem Schwarzen ein Nigger? Sobald er den Raum verlässt.

Hanson hatte früher über so etwas gelacht. Verdammt, früher hatte er solche Witze erzählt.

Deshalb bin ich hier, begriff er.

Schuldgefühle.

Sie haben das mit dem Jungen angestellt, weil er schwarz war. Weiße, die sich einen Nigger vorknöpfen.

Aber das ist nur eine Vermutung, dachte er. Himmel, möglicherweise hatte es überhaupt nichts damit zu tun. Wir sind hier schließlich nicht in Alabama. Es könnte auch ein vollkommen gewöhnliches Motiv gewesen sein. Eifersucht, Gier. Vielleicht war der Junge ein Dealer, der zu viel für sich selber abgezwackt hatte und ...

Ja, genau. Er war ein Schwarzer, und deshalb automatisch ein Dealer.

Das ist genau die Einstellung, die .

Die Stadionlichter flammten auf.

Hanson fuhr zusammen und schnappte erschreckt nach Luft. Oh Herr im Himmel! Er wirbelte herum und ließ den Blick suchend über die Tribünen auf beiden Seiten des Spielfelds schweifen. Es war niemand zu sehen. Doch er wusste, dass man ihn entdeckt hatte.

Bleib ganz ruhig, ermahnte er sich.

Wahrscheinlich nur der Platzwart. Hat vielleicht gar nicht mitgekriegt, dass ich hier bin. Trotzdem .

Verflucht, ich bin ein Cop. Ich mache hier nur meinen

Job.

Noch immer war niemand zu sehen.

Aber jemand hatte das Flutlicht eingeschaltet.

Maxwell .

Ja klar. Ganz bestimmt.

Trotzdem lief ihm ein Schauer über den Rücken, und er bekam Gänsehaut, als er sich den toten Jungen vorstellte, wie er aus einem der Durchgänge unter den Tribünen in Richtung des Spielfelds taumelte. Eine schwarze Gestalt, die sich durch die Dunkelheit schleppte. Steif wie in Totenstarre, die Arme ausgestreckt, die Fingerstummel zu Klauen gekrümmt. Ohne Gesicht.

Kundenbewertungen zu "Der Regen" von "Richard Laymon"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.4 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen **** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(3)
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(1)
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(1)
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Bewertung von Dinkelsprosse aus Berlin am 22.07.2010 ***** gut
Nachdem ich die Bücher "Nacht" und "Das Spiel" gelesen habe, war ich von diesem Buch etwas enttäuscht. Die Handlung ist etwas in die Länge gezogen. Aber im Großen und Ganzen nicht schlecht. Mir fehlt die Spannung in diesem Buch.

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Bewertung von Nicole aus Bottrop am 16.12.2009 ***** sehr gut
Dieses Buch ist nach vielen langweiligen Büchern von Richard Laymon mal wieder spannend.
Allerdings ist die Geschichte eher unglaubwürdig.
Kommt nicht an die Insel oder das Spiel heran, jedoch ist es besser als der Vampirjäger, der Keller etc.
Insgesamt gefallen mir die neuen Romane eher weniger.
Wer den Kick sucht, sollte mal Joe Schreiber lesen.

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Bewertung von Morpheus aus Köngen am 29.11.2009 ***** ausgezeichnet
Wieder ein richtig geiler Laymon-Roman! Blutig bis aufs letzte und spannend ohne Ende. Wirklich klasse zu lesen aber (wie immer) nichts für schwache Nerven!!!

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Bewertung von blackdaggerwoman aus Eberswalde am 14.10.2009 ***** ausgezeichnet
Habe "Der Regen" auf Empfehlung hin gekauft und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die doch recht bemerkenswerte Phantasie des Autors macht Lust auf viel viel mehr. Schade, dass er nicht mehr unter den Lebenden weilt :(

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Bewertung von Pablo aus Marburg am 16.09.2009 ***** ausgezeichnet
Das Buch hat mir richtig gut gefallen und ging auch richtgi unter die Haut. die Story finde ich gut, ist was anderes als über nen psychopathischen mörder oder so was zu erzählen. In diesem Buch gibt es mehrere Hauptiguren, die das Geschehen leiten. Es ist aber wie üblich von R.Laymon, blutig erzählt und teilweise ziemlich detailiert geschildert. Man kann es kaum weglesen, weil man wissen möchte was als nächstes passiert, da die Spannung sich durch das ganze Buch zieht von der ersten Seite an.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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