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Der Mann schläft
Roman
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
- Audio CD, EUR 29,95
- eBook, EUR 9,99
- Broschiertes Buch, EUR 9,90
- Audio CD, EUR 14,99
- Hörbuch-Download MP3 (MP3), EUR 21,00
Videoclip zu "Der Mann schläft"
Produktinformation
- Verlag: Hanser
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 308 S.
- Seitenzahl: 312
- Best.Nr. des Verlages: 505/23388
- Deutsch
- Abmessung: 209mm x 135mm x 30mm
- Gewicht: 460g
- ISBN-13: 9783446233881
- ISBN-10: 3446233881
- Best.Nr.: 26365740
Leseprobe zu "Der Mann schläft"
Produktbeschreibung zu "Der Mann schläft"
Kurzbeschreibung
Eine Frau liebt einen Mann, weil der die Frau liebt. Was kann man sich Besseres wünschen in einer Welt, in der die Liebe nur noch ein Marketinginstrument ist? Eben diese Welt kennt kein Pardon: Auf einer Reise nach China kommt der Mann gleich wieder abhanden, und man fragt sich, ob das mit rechten Dingen zugeht. Warum sucht man nach Veränderung, wenn man das Glück gefunden hat? Warum bleibt man nicht dort, wo man glücklich ist? Sibylle Berg erzählt eine moderne Liebesgeschichte und zeigt mit so melancholischen wie bösartigen Bildern eine Welt, in der man höchstens zu zweit überleben kann.
Beschreibung
Leseprobe zu "Der Mann schläft" von Sibylle Berg
12.09.2009
Zu zweit ist es angenehmer
Glück gehabt: Sibylle Berg mit neuen, leisen Tönen
Von Kolja Mensing
Ein Mann und eine Frau machen Urlaub auf einer kleinen Insel im
Südchinesischen Meer. Nach einigen Tagen fährt der Mann mit der
Fähre aufs Festland, um Zeitungen zu kaufen. Er kehrt nicht zurück.
Anfragen bei der Polizei und in den Krankenhäusern bleiben ohne
Erfolg. Er ist einfach verschwunden. Nach drei Monaten ist die Frau
immer noch auf der Insel: "Abreisen, das wäre eine gezielte
Aktion, das hieße Ticket buchen, ein Flugzeug besteigen, zurück in
mein Leben und akzeptieren, dass ich wieder allein bin." Also
läuft sie Tag für Tag über die mit Betonquadern ausgelegten Wege
und starrt auf das graue Meer, während die Wellen die Erinnerungen
an die gemeinsame Zeit mit dem Mann wie Treibholz an den Strand
spülen.
Der neue Roman von Sibylle Berg hebt sich deutlich ab von dem, was
sie bisher geschrieben hat. Mit ihren zynischen Episodenromanen
"Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot"
(1997) und "Sex 2" (1998) lieferte die leidenschaftliche
Kulturpessimistin einen krassen Gegenentwurf zur Euphorie der
späten Neunziger: …
05.08.2011
Kassandra
des Klamauks
Ein Kollege hat behauptet, Sibylle Berg sei die einzige deutschsprachige Gegen-wartsautorin, wegen der es sich lohne, eine Buchhandlung zu überfallen. Seitdem atmen Buchhändler auf, wenn ein Berg-Roman im erschwinglichen Taschenformat erscheint. Erst recht dieser, ihr bislang niedlich-ster – um ein Lieblingswort von Frau Berg zu verwenden, der Kassandra des Klamaukzeitalters, deren skalpellscharfe, schwarzgallige Zeitdiagnosen nur ihre Sehnsucht nach dem Guten, Wahren und Freundlichen kaschieren. Hier erzählt sie von einer traurig endenden Liebe, die schön begann und „ruhig und still“ verlief. Die Frau aber ist so kaputt, dass sie das kleine Glück zerstört. Und der Mann? „Der Mann schläft“, bis er auf einer
chinesischen Insel spurlos verschwindet. Eine schräge Vanitas-Geschichte, ein Strandroman vom Feinsten.
Kristina Maidt-Zinke
Sibylle Berg:
Der Mann schläft.
Roman.
dtv München 2011.
320 Seiten,
9, 90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
Kundenbewertungen zu "Der Mann schläft" von "Sibylle Berg"
Bewertung von Lisega am 19.01.2011
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12.09.2009
Dies Buch könnte ein kleines Meisterwerk sein, wenn man dem
Rezensenten Kolja Mensing glaubt. Er ist jedenfalls tief
beeindruckt von dem Widerstreit zwischen der fast zynischen,
trocken benennenden Sprache der Ich-Erzählerin und der unerfüllten
Sehnsucht nach etwas, an das sie gar nicht geglaubt, das sie dann
fand und wieder verlor - nämlich: Liebe. In Passagen scheint sich
Sibylle Bergs Roman wie ein heiterer Liebesroman zu lesen, aber
letztlich, so Mensing, war Berg noch nie so schwarz und unversöhnt
wie in diesem Buch, in dem sie ausmalt, dass "Leben Demütigung
heißt".
© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Einen Liebesroman hätte man von niemandem weniger erwartet als ausgerechnet von Sibylle Berg. Dabei ist ihre Heldin eigentlich typisch Berg: "Ich misstraute der Liebe zutiefst. Ein Marketinginstrument, um Waschmittel zu verkaufen." Erst mit Mitte 40 hat ihr verzweifeltes Singledasein ein Ende, und sie trifft den einen, den sie einfach nur den Mann nennt. Doch das Glück ist nicht von Dauer. Irgendwo in China verschwindet der Mann beim gemeinsamen Inselurlaub plötzlich spurlos. Sibylle Berg lässt ihre Ich-Erzählerin auf verschiedenen Zeitebenen berichten, die sie gegen- und ineinander laufen lässt: vor der Liebe, verliebt, nach der Katastrophe. So kann die Heldin wunderbar mit der ganzen Welt granteln und schon ein paar Absätze weiter erklären, warum Liebe denn nun plötzlich doch funktioniert, in ihrem Fall aber nichts mit dem so verhassten Paarungsgekreische zu tun hat. "Der Mann schläft" hat also alle Pluspunkte der bisherigen Berg-Bücher zu bieten. Und zusätzlich darf man bei dem bewährten Gemisch aus Melancholie und Boshaftigkeit zum allerersten Mal auf ein Happy End foffen. Theoretisch zumindest. (cs)
Rezensionen und Kritik
"Zynisch, melancholisch und zart, ein in seiner messerscharfen, sich selbst niemals ausnehmenden Diagnosesucht brutal ehrlicher Roman." (Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.09)
Rezension
"Gekonnt sarkastisch erzählt Sibylle Berg von den Einsamkeiten
des Lebens."
Charlotte Melde, Emotion 06/2011
Rezensionen und Kritik
»Maliziös, existenziell. Vom Suchen, Finden und Verlieren der Liebe erzählt Sibylle Berg in ihrem Roman "Der Mann schläft".[...]Ganz Berg. Ganz große Klasse.« Hermann Barth, IN-München 11.08.2011
Autorenporträt zu "Sibylle Berg"
Sibylle Berg, geboren vor nicht allzu langer Zeit in Weimar, gilt seit ihrem Debüt-Roman "Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot" als Übermutter der jungen deutschen Literatur. Darauf könnte sie verzichten. Neben Büchern schrieb die überzeugte Kettenraucherin Theaterstücke und Texte für verschiedene Magazine in Deutschland und der Schweiz, darunter "Das Magazin" (Zürich), "Allegra" (Hamburg) und das "Zeit-Magazin". 2008 erhält sie den Wolfgang-Koeppen-Preis.Sibylle Berg lebt in Zürich.
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