Onkel Toms Hütte, Berlin - Frei, Pierre

Onkel Toms Hütte, Berlin

Roman

Pierre Frei 

Broschiertes Buch
 
4 Kundenbewertungen
  ausgezeichnet
Weihnachts-Service: verlängertes Umtauschrecht bis 10.01.2015
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Onkel Toms Hütte, Berlin

Berlin im Jahr 1945. Die Alliierten teilen die Stadt unter sich auf, in der der fünfzehnjährige Ben aufwächst, nahe der U-Bahn-Station "Onkel Toms Hütte" in einem von den Amerikanern besetzten Viertel. Ben ist über das Ende des Krieges nicht begeistert, denn jetzt kehren allmählich wieder Ordnung und Disziplin ein. Besonders schmerzlich ist für ihn, dass er nun eigentlich wieder zur Schule gehen müsste, die ihn doch nur ablenkt von seinem großen Vorhaben: Er möchte sich mit allen Mitteln, die einem Jungen in den chaotischen Tagen zwischen Befreiung und Besatzung, Bombardierung und Wiederaufbau, zur Verfügung stehen, seinen ersten Anzug verdienen, um das Mädchen seiner Träume zu beeindrucken. Als er gerade im Bahnhof zwischen den Gleisen Zigarettenkippen sammelt, stolpert er über eine Leiche - eine junge Frau, die brutal misshandelt und erwürgt wurde. Inspektor Dietrich, der mit dem Fall betraut wird, stellt bald fest, dass er nach einem Serientäter fahnden muss, denn in kurzer Folge werden drei weitere Opfer aufgefunden, alle weiblich, blond und blauäugig. Es zeigt sich, dass diese Frauen - eine UfA-Schauspielerin, eine Psychiatriekrankenschwester, eine Prostituierte und eine junge Adelige im Auswärtigen Amt - die Kriegsjahre mit viel Mut, Leidensfähigkeit und Willenskraft überstanden hatten und dennoch kurz nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs elend zu Tode kamen. Im Buch schildert Pierre Frei die Lebenswege dieser couragierten Frauen und macht die Gefühlswelt der Zeit, die Sehnsüchte, Gewissenskonflikte und bittersüßen Wendungen erfahrbar. Ein authentisch erzählter Roman, der von der ersten Seite an fesselt und bewegt.


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 542 S.
  • Seitenzahl: 542
  • Heyne Bücher Nr.43113
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 135mm x 43mm
  • Gewicht: 436g
  • ISBN-13: 9783453431133
  • ISBN-10: 3453431138
  • Best.Nr.: 13426447
"Ein pralles Geschichtsbuch von hohem Unterhaltungswert." -- Abendzeitung

"Die atmosphärischen Details und das historische Lokalkolorit sind stimmig." -- Der Spiegel

"Brillanter Mix aus Krimi und Zeitporträt." -- TV Movie

"Anschaulicher, spannender, historisch interessanter Stoff, ausgezeichnet zu lesen." -- Neue Presse Hannover

"... jedes Detail stimmt ... erzählerisch lupenrein ..." -- Frankfurter Neue Presse
Pierre Frei, geb. 1930, aufgewachsen im Viertel um den Berliner U-Bahnhof 'Onkel Toms Hütte'. Erste Kurzgeschichten veröffentlicht mit 16. Studium der Publizistik. Als freier Auslandskorrespondent Berichte aus Rom, Kairo, New York und London. Der Autor, passionierter Reiter, lebt seit 1990 auf seinem Château im Südwesten Frankreichs.

Leseprobe zu "Onkel Toms Hütte, Berlin" von Pierre Frei

PDF anzeigen

Erstes Kapitel

Der Junge ließ den Soldaten nicht aus den Augen. Der Amerikaner zog die letzte Lucky Strike aus der Packung und warf die leere Hülle achtlos auf die Gleise. Er zündete sich die Zigarette an und wartete,dass die von Krumme Lanke einlaufende U-Bahn hielt. Der Junge überlegte. Wenn der Ami nur die eine Station bis Oskar-Helene-Heim fuhr, würde er die halb gerauchte Zigarette dort nach dem Aussteigen in hohem Bogen wegschnipsen, und er konnte sie aufsammeln.

Ein Dutzend Kippen dieser Länge, das Aschenende mit einer Rasierklinge sauber abgeschnitten, brachte vierzig Mark. Fuhr der Ami jedoch weiter, war die Aussicht auf Ernte trübe, weil er den begehrten Stummel am Boden des Waggons zertreten oder aus dem sommerlich offenen Fenster katapultieren würde. Die Amerikaner waren in solchen Dingen völlig unbekümmert.

Ebenso unbekümmert hatte der Quartiermeister der US Army eine Quadratmeile um den U-Bahnhof Onkel Toms Hütte mit Stacheldraht eingezäunt und für die deutschen Fahrgäste nur einen schmalen Zugang gelassen. Auch die Ladenstraßen an den beiden Längsseiten des Bahnhofs wurden "Off Limits" erklärt und zum Einkaufszentrum der ringsum in den beschlagnahmten Wohnhäusern einquartierten Soldaten.

Jahrzehnte zuvor hatte ein Gastwirt sein Ausflugslokal im nahen Grunewald nach Harriet Beecher-Stowes Rührgeschichte "Onkel Toms Hütte" benannt, ein Name, den die Berliner Verkehrsgesellschaft Ende 1929 für ihre neue U-Bahn-Station übernahm. Den amerikanischen Besatzern des Jahres 1945 wurde "Aankel Taam"

schnell ein fester Begriff.

Die U-Bahn hielt. Der Ami stieg ein, die Zigarette im Mundwinkel, und lehnte sich lässig gegen eine Haltestange. Ein nachfolgender Fahrgast schloss die Tür. Der Beamte in der Bahnsteigmitte hob die Kelle. Der Zugbegleiter ganz vorn gab mit einem Klopfen gegen die Scheibe das Zeichen an den Fahrer weiter und schwang sich in den anrollenden Wagen.

Der Junge sah dem Zug nach. Er hatte sich gegen den Stummel entschieden. Sobald der mit der Kelle ihm den Rücken zukehrte, sprang er auf die Schienen und steckte die leere Zigarettenpackung ein.

Über ihm erschien der Kopf des Kellenmannes."Was machst du da unten?", fragte er unwirsch.

"Kippen suchen."

"Und? Welche gefunden?" Der Mann dachte an seine leere Pfeife.

"Keine Kippen. Nur 'ne tote Frau." Der Junge deutete gleichgültig neben die Gleise.

Der Fahrdienstleiter setzte sich auf die Bahnsteigkante, legte die Kelle hin und ließ sich ächzend herab. Aus einem der seitlichen Einstiege, durch die man gebückt zu den Kabeln unter dem Bahnsteig gelangte, ragten zwei schlanke Beine in zerrissenen hellen Nylonstrümpfen, an den Füßen braune Pumps mit weißen Blenden und hohen Absätzen, wie sie zur Zeit in den USA Mode waren.

Auf dem weißen Leder waren dunkelrote Blutflecken.

"Das is 'ne Amerikanerin. Lauf und hol die Amis." Der Mann kletterte wieder auf den Bahnsteig und eilte in sein Kabuff. Er riss den Hörer des Streckentelefons von der Gabel und kurbelte durch.

"Krumme Lanke? Hier Fahrdienstleiter Onkel Tom. Wir haben eine Tote auf Gleis eins. Stoppen Sie die Züge aus Ihrer Richtung.

Ende."

Der Junge hieß Benjamin, aber alle riefen ihn Ben. Er war ein dunkelblonder Bursche von fünfzehn, an dem die Ereignisse der letzten Monate scheinbar spurlos vorübergegangen waren: die Bomben der Engländer und Amerikaner, das Chaos der letzten Kriegstage, das Wüten der Roten Armee. Er hatte das Erlebte einfach in einer Schublade im Kopf abgelegt, um neuen Eindrücken Platz zu schaffen. Neu waren Glenn Miller, Chewing Gum, Hershey's Chocolate und meilenlange Autos, wobei der Buick Eight ganz vorne lag, gefolgt von De Soto, Dodge und Chevrolet. Neu waren grellbunte Schlipse und knöchelkurze enge Hosenbeine, Old Spice und Pepsi Cola. Das alles kam über Nacht: als die Russen vereinbarungsgemäß halb Berlin räumten und nun auch die westlichen Alliierten Einzug in die zerstörte Hauptstadt hielten.

Ben stieg die breite Treppe zu den Schaltern hinauf und trollte durch die Stacheldrahtpassage hinaus in die staubige Sommerhitze, die einen sofort durstig machte. Er entschied sich im Geiste für eine kalte Waldmeisterbrause. Wenn man den Bügelverschluss öffnete, knallte es verheißungsvoll, und die Kohlensäure stieg rauchend wie ein Dschinn aus der Flasche. Aber es gab keine Waldmeisterbrause, nur staubige Hitze,in der ein Geruch von DDT-Insektenpulver und Spearmint-Kaugummi hing. Seit dem Einzug der Amis roch alles anders.

Langsam schlenderte Ben zum Posten an der Einfahrt des Sperrgebietes.

Eile wäre ein Zeichen von Betroffenheit gewesen. "Dead woman on the U-Bahn", sagte er lässig.

"Okay, buddy. It better be true." Der Posten griff zum Telefon.

Der Anruf kam von der Military Police. Inspektor Klaus Dietrich nahm ihn entgegen."Ja,danke,wir kommen." Er legte auf und rief:

"Franke, den Wagen!"

"Wird gerade angeheizt. Das dauert 'ne gute halbe Stunde." Kriminalmeister Franke wies aus dem Fenster auf den alten Opel am Bordstein,aus dessen Heck eine Art abgesägter Badeofen ragte, den ein Polizist mit Holzresten fütterte. Erst wenn diese ausreichend schwelten, würde sich das zum Antrieb des Motors nötige Holzgas entwickeln. Benzin gab es für die Kriminalinspektion Berlin- Zehlendorf nicht.

"Wir nehmen die Fahrräder", entschied Dietrich. Er war ein großer Mann von fünfundvierzig mit früh ergrautem Haar und infolge der Hungerrationen markanten Wangenknochen. Er trug einen grauen, zu weit gewordenen Zweireiher, den einzigen Anzug, den Inge aus der zerstörten Wohnung am Kaiserdamm hatte retten können. Das linke Bein zog er ein wenig nach. Die Prothese scheuerte bei warmem Wetter. Man hatte sie ihm im Hilfslazarett in der Zinnowaldschule angepasst, wo er das Kriegsende überdauerte.

Eine Gefangenschaft blieb ihm wegen seiner Verletzung erspart. Schon im Mai durfte er nach Hause. Inge und die Jungs waren ganz in der Nähe bei den Eltern in der Riemeister Straße untergekommen. Inges Vater, Dr. Bruno Hellbich, hatte die Hitlerjahre zwangspensioniert, ansonsten aber unbehelligt überstanden. Danach kehrte er auf seinen Posten als sozialdemokratischer Bezirksrat ins Zehlendorfer Rathaus zurück und konnte dem Schwiegersohn eine Stellung als Inspektor bei der Kripo besorgen. Die Kriminalinspektion Zehlendorf brauchte einen kommissarischen Leiter.

Dass Klaus Dietrich vor dem Krieg zweiter Mann in der Direktion der Wach- und Schließgesellschaft und politisch nicht vorbelastet war, machte das Fehlen des linken Unterschenkels und einer kriminalistischen Ausbildung wett. Im Übrigen fand er schnell heraus, dass sein gesunder Menschenverstand völlig ausreichte, um mit Schwarzhändlern, Dieben und Einbrechern fertig zu werden.

Sie erreichten den U-Bahnhof in einer Viertelstunde. Ihre Dienstausweise bahnten ihnen einen Weg durch die anwachsende Menschenmenge.

"Ach du Scheiße, mein Alter", murmelte Ben und verdrückte sich.

Ein amerikanischer Offizier stand mit einem Militärpolizisten und dem Fahrdienstleiter auf den Gleisen. Sie hatten die Tote neben die Schienen gebettet. Sie war blond und hatte ein schönes, ebenmäßiges Gesicht. Ihre blauen Augen starrten ins Nichts. Blutunterlaufene Strangulierungsmale kerbten sich in den zierlichen Hals. Klaus Dietrich deutete auf ihre Nylonstrümpfe, die kaum getragenen Pumps und das helle, modische Sommerkleid.

"Eine Amerikanerin", meinte er besorgt. "Wenn das ein Deutscher getan hat, gibt's Ärger."

Kriminalmeister Franke kratzte sich am Kopf."Irgendwie kommt mir ihr Gesicht bekannt vor."

Der Offizier richtete sich auf. "Which of you guys is in charge here?"

"Inspektor Dietrich und Kriminalmeister Franke von der Kriminalinspektion Zehlendorf", stellte Klaus Dietrich vor.

"Captain Ashburner, Military Police." Der Amerikaner war groß und schlank, mit glattem blondem Haar. Ein hellwacher, intelligenter Blick traf den Deutschen. Er wies auf seinen Begleiter:"Das ist Sergeant Donovan." Der Sergeant war untersetzt, mit kräftigen breiten Schultern und einem Bürstenhaarschnitt.


Kundenbewertungen zu "Onkel Toms Hütte, Berlin" von "Pierre Frei"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen   ausgezeichnet)
  ausgezeichnet
 
(4)
  sehr gut
  gut
  weniger gut
  schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Onkel Toms Hütte, Berlin" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von anke3006 aus niedersachsen am 13.01.2014   ausgezeichnet
Der Roman von Pierre Frei spielt in Berlin nach Kriegsende. Jeder versucht in diese Zeit zu überleben und ewas neues aufzubauen. Ein Serienmörder treibt in der Gegend um den U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte sein unwesen. Blonde Frauen werden ermordet. Was haben die Frauen gemeinsam? Der Autor beschreibt die verschiedene Lebenswege der einzelnen Frauen im Rückblick. So bekommt man eine Vorstellung wie die einzelnen Frauen während der Nazi-Zeit gelebt haben. Auch die Zeit direkt nach Ende des Krieges wird sehr gut beschrieben. Ich hatte das Gefühl direkt alles mitzuerleben. Dieses Buch ist spannend und vermittelt auch sehr gut den geschichtlichen Hintergrund. Bis zum Schluss hatte ich so gar kene Vorstellung wer de wahre Mörder sein könnte. Die ganze Geschichte ist schlüssig und stimmig. Gerade das macht für mich einen guten Krimi aus.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Feechen aus Markgröningen am 18.07.2011   ausgezeichnet
In dem Buch handelt es sich um einen Mörder der erst ganz am Ende gefunden wird. Er ermordet 5 deutsch Frauen die alle bei Amerikaner gearbeitet hatten und dort auch gewohnt hatten. Zwischendrin erzählen die Frauen immer ihre Geschichten bis sie schließlich ermordet werden, bei allen Morden handelt es sich um die gleiche vorgehensweiße. sie werden abgepasst, vergewaltigt und anshcließend mit einer Kette erwürgt! Doch die Frauen leben alle in verschiedenen Klassen und haben nichts auser ihr aussehen gleich, sie haben alle blonde lange Haare. Das Buch fesselt da die Polizisten nicht schnell vorankommen udn nur langsam spuren finden. Von dem Täöter weiß man nur das er mit einem Motorrad fährt und zur Sperrstunde seine Opfer aufsucht. Als es schließlich eine überlebende gibt, treffen die Komissare auf mehr Spuren. eines NAchts lauern sie einem anscheinend längst totem Mann auf, als er auch shcließlich wie sie vermutet hatten mit seinem Motorrad auftaucht wollen sie ihmmit den Fahrrädern verfolgen. Doch sie komen natürlich nciht weit und ein Komissar wird vom Motorrad angefahren. Doch in letzter Minute kann der Amerikanische Polizist sie noch retten und shcließlich fassen sie einen Serienmörder der shcon 10 Jahre früher seine Opfer in dieser Gegend aufgesucht hatte.
Das Buch ist sehr empfehlendswert da es mit viel spannung geschrieben ist. Es ist aber auch ein brutales Buch da 5 Frauen auf gewltsame weise ermordet werden.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Bücherwurm aus Thüringen am 03.08.2012
    Deutsche Sprache-schwere Sprache. Schade, die Bewertung ist hilfreich, aber die vielen Schreibfehler tun meiner Leserseele weh.

    (Inhalt anstößig?)

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von TheSilencer aus Berlin am 15.09.2009   ausgezeichnet
Berlin in der Nachkriegszeit.
Ben, 15 Jahre alt, ist trotz seiner geringen Lebensjahre ein Meister des Schwarzhandels. Gewitzt weiß er wie man was wogegen gewinnbringend tauscht. Immerhin bringen ein Dutzend weggeworfener Glimmstengel mit Resttabak noch ganze vier Mark.
Auf seiner Suche nach diesen kostbaren Fundstücken stolpert er über eine Frauenleiche: blond, blauäugig und aufs schlimmste mißbraucht.

Für die Besatzer des amerikanischen Sektors kommt als Täter nur einer in Frage: einer der Krauts.
Der ermittelnde Berliner Kommissar hat nicht nur mit der Aufklärung des Mordes zu tun, sondern auch mit der widersprüchlichen Siegerpolitik der Besatzer.
Als dann weitere Morde folgen, wird's für die Berliner Polizei eng ...

Zugegeben: wer bei dem 543 Seiten starkem Werk ausschließlich einen Krimi erwartet, der wird teilweise entäuscht. Denn dieses Buch ist viel mehr.
Denn kaum ist ein Mord geschehen, wechselt die Erzählung in die Jugendzeit des Opfers, zeichnet den Leidensweg während des Krieges nach und endet beim Tod.
Es gibt mehrere Morde, so daß es auch die Lebensgeschichten aus den verschiedensten sozialen Schichten zu erzählen gibt.

Der Autor ist selbst Berliner und weiß, wovon er schreibt.
Die Ignoranz gegenüber der "harmlosen braunen Brut", Bombenangriffe, KZ-Alltag, Durchhaltelügen für den Endsieg, der Zusammenfall des Dritten Reiches und die Gewaltwalze der russischen sog. Befreier - immer gesehen aus der Sicht der Mordopfer.

Mich hat dieses Buch sehr bewegt. Wahrlich nicht der Krimi-Aspekt. Vielmehr die Geschichten am Rande.

Wer schweigend seinen Eltern und Großeltern zuhören kann, wenn sie von unglaublich fernen Erlebnissen berichten, und nicht davon genug bekommt, der sollte sich dieses Buch gönnen.

Das Buch ist übrigens auch ins englische übersetzt worden und heißt dort schlicht "Berlin".

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von E.Rohr aus Rudolstadt am 05.10.2006   ausgezeichnet
Eines der besten und spannensten Bücher die ich je gelesen habe! Die Erzählung fesselt bis zum Schluß. Die einzelnen Handlungen sind geschickt miteinander verknüpft und es wird auch Geschichtswissen vermittelt. Alle Freunde denen ich das Buch geliehen hab haben es verschlungen. Ich warte auf ein weiteres Buch von Herr Frei.

5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Onkel Toms Hütte, Berlin" von Pierre Frei ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop


49 Marktplatz-Angebote für "Onkel Toms Hütte, Berlin" ab EUR 0,25

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
deutliche Gebrauchsspuren 0,25 2,00 Banküberweisung gibson1 100,0% ansehen
gebraucht; gut 0,25 2,25 Banküberweisung market-web 100,0% ansehen
gebraucht; gut 0,40 2,00 offene Rechnung, PayPal, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) buecherzauber12 3 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,50 2,00 Banküberweisung Martina Wilma 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 1,50 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung darthebi 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 1,11 1,30 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Phantásien86 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,15 1,95 Banküberweisung fehefa 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,20 2,10 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung mpimo 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,50 2,25 offene Rechnung aktuellit. 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,80 1,20 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung willste 100,0% ansehen
Gut 1,99 2,20 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) magischedinge 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Sigrid und Detlev Lukas GbR 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,30 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Gitti Eich 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,40 PayPal Jonny113 100,0% ansehen
wie neu 2,00 1,50 Banküberweisung WeddingWilli 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 2,20 Banküberweisung booklaacker 96,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,20 2,00 Banküberweisung lesecarsten 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,25 0,00 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Mein Buchshop 99,5% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,25 0,00 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Mein Buchshop 99,5% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 2,28 1,20 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung buchmarie.de 99,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,75 1,20 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung buchmarie.de 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,80 1,20 Banküberweisung Mark99 100,0% ansehen
gebraucht; mittelmäßig 2,89 0,00 Banküberweisung Merlin19682 99,2% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,90 1,40 Banküberweisung Readably 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,98 2,00 Banküberweisung Schaaamitz 98,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,98 2,50 Banküberweisung heinzdet 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,99 1,70 Banküberweisung mcprom 97,9% ansehen
wie neu 3,00 1,00 PayPal, Banküberweisung smnescmi 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,80 Banküberweisung hair59 97,9% ansehen
gebraucht; sehr gut 3,41 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Happy-Book GmbH 99,8% ansehen
wie neu 3,50 2,00 Banküberweisung The Old Bookcase 97,4% ansehen


Alle Marktplatz-Angebote ansehen