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| Bewertung von ikopiko aus Hesel am 21.10.2011 | |
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Kommissarin Lisa Luft und ihr Kollege Heiko Wüst werden zu einem außergewöhnlichen Mord gerufen. Dem Hasenzüchter Rudolf Weidner wurde in seinem Stall eine Axt mitten in das Gesicht geschlagen. Der Täter hinterlässt eine Spur – eine Taschenuhr. Trotz dieses wertvollen Hinweises verlaufen die Ermittlungen zunächst schleppend. Motive haben viele in dem kleinen Hohenloher Dorf. Jedoch gibt es fast ebenso viele Alibis. Weidner war mit seiner Hasenzucht sehr erfolgreich, dadurch wurden Neider auf den Plan gerufen. Zudem hat die Familie unter Weidner gelitten, da dieser seine Zeit bevorzugt mit seinen Hasen und Stammtischbrüdern verbracht hat und nicht selten betrunken nach Hause kam. In dem kleinen Dorf bleibt die Zahl der möglichen Täter überschaubar, dennoch kommt das Ermittlerduo lange Zeit nicht so richtig voran. Je länger sich der Fall hinzieht, desto näher kommen sich Lisa und Heiko. Sehr zum Leidwesen ihres Kollegen Simon, der auch ein Auge auf die attraktive Kommissarin geworfen hat. Spielt die Liebe auch in dem Mordfall eine Rolle? Dass Weidners Tochter eine Beziehung mit einem Ausländer hat, gefiel ihm ganz und gar nicht. Und dann ist da noch ein anonymer Liebesbrief an Weidners Witwe … Mit „Ohrenzeugen“ hat Wildis Streng ein gelungenes Debüt als Romanautorin geschaffen. Der Roman beinhaltet Spannung, Romantik und einen regionalen Bezug. Viele Dialoge wurden in Hohenloher Dialekt geführt, was für mich als Ostfriesin ungewöhnlich, aber durchaus verständlich war. Die Häufigkeit der Hinweise auf die Region Hohenlohe war jedoch zunehmend störend. Die sich aufbauende Liebesbeziehung zwischen Lisa und Heiko wurde zunächst humorvoll, dann romantisch beschrieben. Zwei einsame Herzen finden zueinander, auch wenn zwei Nebenbuhlern das nicht gefällt. Die eigentliche Kriminalgeschichte rückte dabei etwas in den Hintergrund. |
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Bewertung von Bellexr aus Mainz am 16.08.2011 |
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Langohrige Zeugen Am Morgen findet die Bäuerin Weidner ihren Mann Rudolf mit einer Axt erschlagen im Hasenstall. Die schnell herbei geholte Kripo in Person von Lisa Luft und Heiko Wüst finden in der Hand des Toten eine alte Taschenuhr mit einer Gravur. Doch trotz diesem markanten Beweisstücks ist der Mörder nicht auffindbar und so ermitteln Lisa und Heiko intensiv im Kreis der Hohenloher Kleintierzüchter. Zwar hatte Bauer Weidner nicht nur Freunde, doch ein rechtes Motiv lässt sich einfach nicht finden. Merkwürdig ist auch, dass weder seine Frau noch seine Kinder sehr um Rudolf Weidner zu trauern scheinen. Wildis Streng beginnt ihr Krimidebüt mit dem Mord an dem Züchter. Danach lernt man erst einmal die beiden Kommissare wie auch so nach und nach einige Einwohner des Dorfes kennen. Dies ist mit sehr viel Lokalkolorit gespickt, hinzu kommt, dass die Autorin die Dorfbewohner wie auch Kommissar Heiko Wüst oft im Hohenloherer Dialekt sprechen lässt. Stellenweise hatte ich etwas Probleme, wie auch die aus NRW stammende Kommissarin Luft, den Dialogen zu folgen. Doch mit der Zeit geht es ziemlich gut und selbst wenn man einiges nicht versteht, ist doch der Zusammenhang leicht erkennbar. Hierdurch kann man sich aber auch sehr gut in Lisa hineinversetzen, die genau dieselben Probleme hat und sich dann mit vielen Fragezeichen in den Augen an ihren sympathischen Kollegen wendet, der jedes Mal bereitwillig übersetzt. Dadurch, dass die Autorin sehr auf ihre verschiedenen Mitwirkenden eingeht, erhält man bald eine genaue Vorstellung von ihnen, allerdings weiß man gleichzeitig aber auch, dass irgendeiner von diesen etwas zu verbergen haben muss. Denn die erwähnten Personen sind überschaubar und einer davon muss demnach ganz offensichtlicher der Mörder gewesen sein. Allerdings tappt man genauso wie die Kommissare lange Zeit im Dunkeln und die Auflösung ist stellenweise wirklich überraschend und war so nicht vorhersehbar. Sehr spannungsgeladen ist der Krimi jetzt nicht unbedingt zu bezeichnen, jedoch wunderbar unterhaltsam. Wildis Streng gelingt es problemlos, eine atmosphärische Dichte aufzubauen, ihre Charaktere liebevoll zu beschreiben und die Story interessant, amüsant und abwechslungsreich zu erzählen. Sie legt gleich viel Wert auf die Ermittlungsarbeit wie auch auf das Privatleben ihrer Kommissare. Allerdings treffen sich Lisa und Heiko auch privat gelegentlich und dadurch verbinden sie auch oft Privates mit Dienstlichen. Fazit: Ein wirklich gelungenes Debüt. Wildis Streng ist ein ungemein unterhaltsamer Krimi gelungen, der mit viel Lokalkolorit versehen ist und wunderbar gezeichnete Charaktere vorweisen kann. |
2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von evilyn aus Crailsheim am 20.07.2011 | |
| ein wirklich interessantes buch das man nicht gerne aus dr hand legt. die spannung bleibt bis zum ende erhalten. |
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Bewertung von sueorange am 17.07.2011 |
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Ermordet inmitten großer Ohren... Rudolf Weidner, ein Hohenloher Bauer, hält als passionierter Kleintierzüchter 25 Deutsche Riesenschecken. Als er nach dem Stammtisch noch einmal nach seinen Kaninchen sieht, wird ihm aufgelauert. Eine Axt beendet jäh sein Leben. Eine Taschenuhr, mit eingraviertem Datum, die bei seiner Leiche gefunden wird, gibt Rätsel auf. Heiko Wüst und Lisa Luft ermitteln im Milieu der Hohenloher Kleintierzüchter. Aber nicht nur seine Stammtischkumpanen sind verdächtig. Auch seine Witwe gerät ins Visier der Beamten, die Ehe war nicht mehr in Ordnung und neben dem Alkohol, dem er gerne zusprach, war Rudolf zuletzt nur noch an seinen Hasen interessiert. Wo liegt denn eigentlich Hohenlohe? Das habe ich mich erst einmal gefragt. Obwohl ich selbst im schönen Badener Land aufgewachsen bin, war es mir noch kein Begriff. Crailsheim gehört dazu und Schwäbisch Hall liegt in der Nähe. Und natürlich besteht zwischen den beiden Städten eine alte Fehde. Hohenlohe scheint eine Ansammlung von vielen kleinen Ortschaften zu sein. Der Krimi enthält eine große Portion Lokalkolorit und bekommt dadurch eine besondere Farbe. In die Dialoge lässt die Autorin manchmal den Hohenloher Dialekt einfließen, dabei spielt sie auch mit den Verständnisschwierigkeiten, die manche Sätze hervorrufen und den Missverständnissen, die sich daraus ergeben und dieses macht so manchen Absatz herrlich komisch. Aber auch die Kriminalkommissarin Lisa Luft muss sich an die Hohenloher Mundart noch gewöhnen, da sie selbst gerade erst aus Nordrhein Westfalen dazu gezogen ist, aus dem Norden kommend, sozusagen, da alles nördlich vom Saarland in den Augen der Hohenloher zu Norddeutschland gehört. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir unglaublich gut. Die Dialoge wirken authentisch, direkt aus dem Leben gegriffen und lockern die Handlung auf. Das Kriminalgeschehen ist spannend und das Miträtseln kommt nicht zu kurz. Auch das Ermittlergespann erweckte schnell meine Sympathie. Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und Crailsheim beherbergt das ein oder andere kauzige Orginal. Der Autorin gelingt der Spagat zwischen dem Privatleben ihrer Protagonisten und der Kriminalhandlung gut. In mir wurden Erinnerungen geweckt an längst vergessene Ausdrücke. Wildis Strengs feiner Humor hat mich sehr begeistert, und ich kann mir gut vorstellen Heiko Wüst und Lisa Luft auch bei weiteren Fällen über die Schultern zu schauen. JA und so einen Deutschen Riesenschecken, wie den Alfred, den hätte ich auch gerne... Eine kurzweilige Krimiunterhaltung - nicht nur für Liebhaber südlicher Mundart oder passionierte Kaninchenzüchter! |
3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
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