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Benutzername: ikopiko
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Danksagungen: 18 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 190 Bewertungen
Bewertung vom 09.10.2018
Feinde
Saygin, Susanne

Feinde


sehr gut

Eine deutsche Kommissarin und ihr türkischer Kollege ermitteln in einem brutalen Doppelmord. Schnell tauchen sie in Schwarzarbeit, Zwangsprostitution und Korruption ein.

Ich lebe quasi in Wolkenkuckucksheim und war teilweise über die menschenverachtenden Machenschaften in Deutschland schockiert. Zum Teil fand ich die Geschehnisse unglaublich, dann jedoch waren sie von der Autorin so real geschildert, dass sie doch wieder glaubhaft waren.

Der beschriebene Polizeialltag erinnerte mich an den in Krimis wie dem „Tatort“. Da Polizisten berichten, dass dies mit der Realität nichts zu tun hat, weiß ich nicht, inwiefern man diesen für echt ansehen kann. Mir gefiel jedoch der starke Zusammenhalt, trotz des ruppigen Umgangstons. Auch das „funktionieren müssen“ trotz Schmerzen kenne ich …

Mir hat dieses Debut gut gefallen. Nicht übermäßig spannend, aber interessant und glaubwürdig.

Bewertung vom 12.09.2018
Blutzeuge / Jane Rizzoli Bd.12
Gerritsen, Tess

Blutzeuge / Jane Rizzoli Bd.12


ausgezeichnet

Jane Rizzoli und Maura Isles werden zu einem außergewöhnlichen Mord gerufen. Das Opfer, eine junge Frau, liegt mit ihren eigenen Augäpfeln in der Hand leblos in ihrer Wohnung. Die Feststellung der Todesursache gibt Maura Rätsel auf.

Nur ein paar Tage später wird ein junger Mann ermordet aufgefunden. Er wurde von Pfeilen durchbohrt. Alles deutet darauf hin, dass es sich m Ritualmorde ein und desselben Täters handelt. Aber zunächst kann keine Verbindung zwischen den Morden gefunden werden. Als diese festgestellt ist, ist klar, dass noch weitere Menschen bedroht sind.

Ich habe die ersten Thriller von Tess Gerritsen verschlungen, die Reihe dann aber doch nicht weiterverfolgt. „Blutzeuge“ wurde mir netterweise vom Limes-Verlag zur Verfügung gestellt.

Die Protagonisten waren mir noch bekannt, und auch wenn sich deren familiäre Situation inzwischen stark geändert hat, hatte ich keine Probleme, diese nachzuvollziehen.

Die Geschichte ist sehr spannend. Auch wenn ich nicht den Täter ins Auge gefasst hatte, auf den sich die Polizei stürzt, war mir bis zur Auflösung nicht klar, wer für die Morde verantwortlich ist.

Ich habe nun wieder Lust auf diese Reihe bekommen und vergebe die volle Punktzahl.

Bewertung vom 12.09.2018
Glück schmeckt nach Popcorn
Adams, Marie

Glück schmeckt nach Popcorn


gut

Ich habe das Buch während einer Reha gelesen, und es hat ich gut unterhalten, obwohl es nicht mein Genre ist. Man kann getrost häufig unterbrechen und ist immer sofort wieder mitten im Geschehen.

Ein "Gute-Laune-Buch", das aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Bewertung vom 11.09.2018
Das Nebelhaus
Berg, Eric

Das Nebelhaus


gut

Vier junge Menschen bildeten einst ein Team, das sich für eine bessere Welt einsetzen wollte. Nach dem Studium haben sich Timo, Yasmin, Leonie und Philipp jedoch aus den Augen verloren.

Über Facebook finden sich nach Jahren alle wieder. Philipp lädt sie zu sich und seiner Familie für ein Wiedersehen nach Hiddensee ein. Gleich zu Beginn merken sie, dass sie nichts Gemeinsames mehr haben, wollen jedoch das Beste aus dem Treffen machen. Doch stattdessen gibt es ein Massaker mit drei Toten. Leonie, Hauptzeugin oder Mörderin, kann sich nicht äußern. Sie liegt seit dem Wochenende im Koma.

Zwei Jahre nach der Blutnacht von Hiddensee wird die Journalistin Doro Kogel mit einem Artikel über den Vorfall beauftragt. Sie besucht Angehörige, Zeugen und Hinterbliebene und reist sogar nach Hiddensee. Letztlich erfährt sie mehr als die Polizei.

Eric Bergs „Das Nebelhaus“ spielt auf zwei Zeitebenen. Während man mit Doro den Fall in der Rückblende wieder aufrollt, erfährt man parallel aus Sicht der Betroffenen die Geschichte.

Mir war der Kriminalroman zu wenig spannend. Alles wurde zu langsam aufgebaut und hätte auf hundert Seiten weniger auch genug Platz gehabt. Auch der erhoffte Bezug auf Hiddensee war nur gering. Die Geschichte hätte auch an jedem anderen Ort spielen können.

Bewertung vom 11.09.2018
Das Geheimnis der Schwimmerin
Swyler, Erika

Das Geheimnis der Schwimmerin


gut

Das Cover dieses Romans hat mich sofort begeistert und mich zum Lesen verführt. Der Klappentext verspricht Spannung.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Simon erhält ein Buch, in dem die Geschichte seiner Familie erzählt wird. Nach und nach versteht er, dass seine Schwester in Gefahr ist. Diesen Erzählstrang fand ich verworren und auch ein bisschen langweilig.

Interessanter war die Geschichte in der Vergangenheit. Der Leiter einer kuriosen Schauspieltruppe im 18. Jahrhundert hat Tagebuch geführt. Damals waren Kartenleger, Akrobaten und nackte „Wilde“ eine Sensation für das Publikum.

Die einzelnen Zeitsprünge sind eindeutig, man weiß stets, auf welcher Zeitebene man sich befindet. Trotzdem bin ich mit dem Buch nicht warm geworden, habe zeitweise sogar überlegt, nur das Tagebuch weiterzulesen.

Mit Bedauern kann ich diesem hübschen Buch nicht mehr als drei Sterne geben.

Bewertung vom 11.09.2018
Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet
Paris, B. A.

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet


ausgezeichnet

Grace kümmert sich liebevoll um ihre am Down-Syndrom erkrankte Schwester. Sie ist der Mittelpunkt ihres Lebens. Zufällig begegnet sie in einem Park Jack. Sie kann es kaum glauben, aber dieser gutaussehende, erfolgreiche, charmante Mann interessiert sich tatsächlich für sie. Und er mag ihre Schwester. Für Grace erfüllt sich ein Traum. Die beiden heiraten.

Für Freunde und Bekannte sind Grace und Jack das Vorzeigepaar. Nur Esther schaut genau hin. Ihr fällt auf, dass Jack seine Frau nicht eine Minute aus den Augen lässt. Und warum ist Grace so abgemagert? Ein Blick hinter die Fassade gelingt aber auch ihr nicht.

„Saving Grace“ kommt eigentlich ganz unscheinbar daher. Auch die ersten Seiten klingen wie ein seichter Roman. Doch dieser Schein trügt, genauso wie die gute Ehe von Grace und Jack keine ist.

Ich habe diesen Thriller in kürzester Zeit verschlungen. Die Geschichte ist unglaublich, aber doch vorstellbar.

Ich hoffe, die Autorin schreibt noch weitere Thriller in diesem Format.

Bewertung vom 10.09.2018
Die Stunde der Schuld
Roberts, Nora

Die Stunde der Schuld


ausgezeichnet

Naomi wünscht sich zu ihrem Geburtstag ein Fahrrad. Als die Elfjährige in der Nacht vor diesem Tag ihren strengen Vater in den Wald gehen sieht, folgt sie ihm, um heimlich einen Blick auf das Rad zu werfen. Doch was sie findet ist kein Rad, sondern eine gefolterte Frau, der sie das Leben rettet. Die Polizei deckt auf, dass Naomis Vater ein Serienkiller ist.

Die Familie ist nun auf der Flucht. Vor der Presse, vor der Scham. Selbst als Erwachsene ist Naomi noch unstet, bis sie sich in ein altes Haus am Meer verliebt. Sie restauriert es liebevoll, gewinnt Freunde, verliebt sich und will tatsächlich sesshaft werden, als man im Wald nebenan eine Frauenleiche findet. Und es bleibt tatsächlich nicht bei einer Leiche. Will sich ihr Vater rächen?

„Die Stunde der Schuld“ von Nora Roberts hat mir viele spannende Lesestunden bereitet. Obwohl es fast unglaublich ist, wurde die Rettung der gefangenen Frau durch das kleine Mädchen sehr real beschrieben. Die Restaurierung des alten Hauses war wie ein Traum. Wer wünscht sich nicht ein Haus am Meer, das mit scheinbar unbegrenzten Mitteln gestaltet werden kann wie es einem gefällt? Naomis Leben war zu dieser Zeit fast perfekt. Bis die Leiche auftauchte …

Bewertung vom 10.09.2018
Der kleine Teeladen zum Glück / Valerie Lane Bd.1
Inusa, Manuela

Der kleine Teeladen zum Glück / Valerie Lane Bd.1


sehr gut

Laurie besitzt einen heimeligen Teeladen in einer kleinen Gasse in Oxford. Es gibt hier nur solch kleine Geschäfte, und ihre Inhaberinnen sind gute Freundinnen. Laurie ist Single, aber unsterblich verliebt in ihren Teelieferanten. Wenn sie ihn trifft ist sie aber so nervös, dass ihr ein Missgeschick nach dem anderen passiert. Ihre Freundinnen helfen ihr, und es kommt zu einigen lustigen Verabredungen.

Eigentlich ist diese Art von Liebesromanen so gar nicht mein Genre. Aber ich habe mich tatsächlich in Lauries kleinem Teeladen sehr wohlgefühlt und vor allem ihren Ingwer-Zitrone-Minze-Tee sehr genossen.

Lauries Achterbahn der Gefühle konnte ich nicht miterleben. Dafür bin ich wohl nicht romantisch genug veranlagt. Durch den gefühlvollen und bildhaften Schreibstil konnte ich mir aber die Valerie Lane mit ihren Geschäften und Geschäftsfrauen sehr gut vorstellen.

„Der kleine Teeladen zum Glück“ ist ein wunderschöner Liebesroman. Die Geschichte berührte mich von der ersten Zeile bis zum Ende.

Bewertung vom 07.09.2018
Träume aus Silber
Baites, Mina

Träume aus Silber


ausgezeichnet

Lilians Leben läuft in geordneten Bahnen und macht sie glücklich. Sie hat ihre jüdischen Vorfahren in Südafrika wiedergefunden und einen liebevollen zukünftigen Ehemann. Doch ist da etwas, da sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Ihre Schwester Emma gilt seit einem Bombenhagel in London als tot. Aber Lilian glaubt das nicht und macht sich gemeinsam mit Verlobtem und Vater auf Spurensuche. Es kommt immer mehr ans Tageslicht, das darauf hindeutet, dass Emma in dieser Nacht nicht ums Leben gekommen ist.

„Träume aus Silber“ erzählt die Familiengeschichte der Blumenthals weiter. Der Zweite Weltkrieg mit der Judenverfolgung ist vorbei. Die Blumenthals leben sicher in Afrika. Doch auch dort werden Menschen verfolgt und unterdrückt. Lilians Großmutter Lotte hilft ihnen so gut sie kann und gerät dadurch selbst in Gefahr.

Mit der Suche nach Emma schließt sich die letzte Lücke in der Familiengeschichte. Es gab durch den Krieg sehr viele Tote, und der Rest der Blumenthals und ihrer Verwandten findet nach und nach zusammen. So überwiegt die Freude über Wiedergefundene der Trauer über Verlorene.

Mir hat dieser zweite Teil der Familiengeschichte noch besser gefallen als der erste. Die Figuren waren durch kurze Rückblicke sofort wieder präsent, die Geschichte sehr spannend. Aus Sicht beider Schwestern erzählt, liefen die Fäden am Ende zusammen und decken ein unglaubliches Verbrechen auf. Von mir gibt es die volle Punktzahl!

Bewertung vom 05.09.2018
Das saphirblaue Zimmer
White, Karen; Williams, Beatriz; Willig, Lauren

Das saphirblaue Zimmer


sehr gut

Kate Schuyler während des zweiten Weltkrieges eine der wenigen Ärztinnen in Manhatten. Obwohl man dankbar für jede helfende Hand sein müsste, wird sie von ihrem männlichen Kollegen nicht für voll genommen. Doch sie setzt sich durch und für den Patienten Cooper Ravenel ein, der schwer verletzt ist Hospital eingeliefert wird. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen und entdeckt bei ihm ein Bild einer Frau, die aussieht wie sie selbst.

Es stellt sich heraus, dass Coopers und Kates Familien über Jahrzehnte miteinander verbunden sind. Und für drei Frauen der Familie spielt das saphirblaue Zimmer im Hospital eine wichtige Rolle.

Der Roman erzählt in kurzen Kapiteln jeweils die Geschichten von Kate, Olive und Lucy. Man merkt sofort, dass diese Frauen etwas gemeinsam haben, worin die Verbindung liegt, klärt sich jedoch erst im Verlauf des Romans auf.

Alle drei Schicksale sind interessant geschrieben. Ich habe beim Lesen nicht gemerkt, dass der Roman aus den Federn von drei Autorinnen stammt.

Verworrene Familiengeschichte auf drei Zeitebenen.