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Benutzername: ikopiko
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Bewertungen

Insgesamt 171 Bewertungen
Bewertung vom 20.06.2018
Die Blütensammlerin / Maierhofen Bd.3
Durst-Benning, Petra

Die Blütensammlerin / Maierhofen Bd.3


ausgezeichnet

Christine wurde von ihrem Mann verlassen. Mit dieser Situation hat sie sich inzwischen mehr schlecht als recht abgefunden. Doch ihr Mann ist noch nicht fertig mit ihr. Entweder soll sie ihn auszahlen, oder das gemeinsame Haus wird verkauft. Christine liebt ihr Haus. Also braucht sie Geld.

Unterstützt von ihren Freundinnen errichtet sie in ihrem Haus ein Bed & Breakfast. Liebevoll verwöhnt sie ihre Gäste. Als in Maierhofen ein Kochwettbewerb ausgerichtet wird, organisiert sie ein Single-Team. Nun ziehen die unterschiedlichsten Gäste bei ihr ein um gemeinsam zu kochen. Natürlich knistert es dabei nicht nur in Töpfen und Pfannen.

Ich besuche nun bereits das dritte Mal das traumhafte Maierhofen. Dieses Mal dreht sich alles um Christine, die Blütensammlerin, und ihre Single-Kochgruppe.

Die Autorin ist ihrem Motto treu geblieben. Es geht wieder um Achtsamkeit, Freundschaft, Wertschätzung. Das umfasst sie mit ihrem lockeren, weichen Schreibstil, der einen warm ums Herz werden lässt. Ich fand aber, dass in diesem dritten Band zu wenig Maierhofen vorkam. Darum ziehe ich einen halben Punkt ab.

Bewertung vom 23.05.2018
Das Weihnachtsdorf / Maierhofen Bd.2
Durst-Benning, Petra

Das Weihnachtsdorf / Maierhofen Bd.2


ausgezeichnet

Maierhofen ruht sich nicht auf seinem Erfolg aus, den es mit dem „Kräuter der Provinz“-Festival hatte.

Viel hat sich seit dem Sommer im Genießerdorf getan. Es gab neue Freundschaften, junge Liebe, eine Trennung und viele neue Ideen rund um den regionalen Genuss.

Nun soll ein Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt werden. Aber keinen mit CD-Gedudel und „Blink-Blink“, sondern einer, wie aus der guten, alten Zeit. Die Besucher sollen entschleunigen und sich auf Weihnachten einstellen. Und natürlich dürfen regionale Köstlichkeiten nicht fehlen.

Für das Weihnachtsfest hat jeder seine eigenen Pläne. Aber letztlich kommt es meist anders, als man denkt. Und in Maierhofen halten alle zusammen.

Nach „Kräuter der Provinz“ erzählt Petra Durst-Benning die Geschichte des Dorfes und seiner Einwohner weiter. Wieder ist es in erster Linie eine „Heile-Welt-Geschichte“, aber gerade dies tut der Seele so gut. Besonders in der hektischen Weihnachtszeit sollte man einen Gang zurückschalten und sich auf die wichtigen Dinge des Lebens zurückbesinnen.

Bewertung vom 14.05.2018
Kräuter der Provinz / Maierhofen Bd.1
Durst-Benning, Petra

Kräuter der Provinz / Maierhofen Bd.1


ausgezeichnet

Maierhofen ist ein wunderhübsches, schwäbisches Dorf. Nur leider ist es zu weit weg von den Bergen. Kein Tourismus, keine Arbeit, kaum Freizeitangebote - das Dorf stirbt aus. Bürgermeisterin Theresa liebt ihr Dorf und will dies auf keinen Fall zulassen. Sie engagiert eine Fachfrau und gemeinsam mit ihr und den Dorfbewohnern will sie Maierhofen wieder attraktivieren.

Plan ist, die hausgemachten Spezialitäten zu vermarkten und ein Genießerdorf entstehen zu lassen. Nicht Quantität, sondern Qualität soll das Dorf ausmachen.

Dieser Roman von Petra Durst-Benning hat mich mitten ins Herz getroffen. Am liebsten hätte ich die Koffer gepackt und wäre nach Maierhofen gezogen.

Sicherlich ist die Geschichte sehr fiktiv mit viel „heiler Welt“. Aber genau das habe ich gerade gebraucht. Alles ist ländlich, selbstproduzierte Spezialitäten werden angeboten, alle halten zusammen … Utopisch, aber wunderschön!

Dieses wird eines der wenigen Bücher sein, das ich mehrfach lese.

Bewertung vom 30.04.2018
Nora und die Novemberrosen
Krätschmar, Tania

Nora und die Novemberrosen


ausgezeichnet

Nora lebt mit ihrer siebenjährigen Tochter Fanny und drei Senioren in einer WG. Ihr Leben geht geregelte Bahnen. Ihren Job in einem Baumarkt –Pflanzenabteilung- hasst sie, doch sie braucht das Geld. Dabei ist sie Gärtnerin mit Leib und Seele und würde viel lieber gesunde Pflanzen hegen und pflegen, statt überzüchtete Massenproduktionen zu verkaufen.

Von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Nora wird entlassen und der WG droht ein Auszug aus der Bleibe. Wie soll es weitergehen?

Durch Zufall stößt die kleine Truppe auf ein verwildertes Grundstück in der Mark Brandenburg. Es muss sich um ein Kinderheim oder eine Gärtnerei gehandelt haben. Um sich abzulenken, aber auch um den Pflanzen etwas Gutes zu tun, fahren Nora, Fanny und die Senioren regelmäßig hierher und schaffen sich ein kleines Paradies. Bis die Behörden auf sie aufmerksam werden …

Als Naturfreund haben mich Titel und Cover des Buches gleich angesprochen.

Mit ihrem anschaulichen und leicht zu lesenden Schreibstil hat mich die Autorin mit in „ihre“ Gärtnerei genommen. Die verfallenen Gewächshäuser, undurchdringliches Gestrüpp und wuchernde Rosen meinte ich vor mit zu sehen.

Die Geschichte hat Charme, ist spannend und eine tolle Feierabendlektüre.

Bewertung vom 25.04.2018
Eisheide
Hanke, Kathrin; Kröger, Claudia

Eisheide


sehr gut

Katharina von Hagemann lebt im Gefühlschaos. Ihr gefällt ihr Chef, Kommissar Benjamin, ausgesprochen gut. Tatsächlich ist sie aber die Freundin seines Zwillingsbruders Bene. Noch ist zwischen ihr und ihrem Chef nichts gelaufen, sie fühlt sich aber zu ihm hingezogen.

Von einem Tag auf den anderen verschwindet Benjamin spurlos. Zunächst macht sich niemand große Sorgen. Benjamin war nicht immer der Vorzeige-Kommissar. In früheren Jahren war er bereits „untergetaucht“. Als er aber nach Tagen nicht auftaucht, wird doch allen mulmig. Als dann bekannt wird, dass ein ehemaliger Straftäter, der Benjamin Rache geschworen hatte, aus dem Gefängnis entlassen wurde, sind alle auf der Suche.

Für Katharina ist diese Vorweihnachtszeit eine der schlimmsten ihres Lebens. Sie erhält einen anonymen Brief, der bestätigt: Benjamin wurde entführt. Ihre daraus resultierende gereizte Stimmung ist nicht förderlich für ihre Beziehung zu Bene.

Da ich bereits alle Vorgängerbände dieses Krimis kenne, fiel mit der Einstieg in die Geschichte sehr leicht.

Die eigentliche Kriminalgeschichte, die Entführung des Kommissars Benjamin Rehder, war sehr spannend. Mir war bis zum Schluss nicht klar, wer der Entführer ist und was damit bezweckt wird.

Obwohl es sich um einen Krimi handelt, hat jedoch Katharinas Gefühlschaos sehr viel Platz eingenommen. Ihre Unentschiedenheit hat mich zunehmend genervt.

Für das Erzähltalent der Autorinnen und den Spannungsbogen würde ich die volle Punktzahl geben. Da mir jedoch zu viel Tamtam um Katharinas Beziehungsprobleme gemacht wurde, ziehe ich einen Stern ab.

Bewertung vom 23.04.2018
Heideglut
Hanke, Kathrin; Kröger, Claudia

Heideglut


sehr gut

In der Lüneburger Heide brennt es. Das ist nicht gut, aber in der Osterzeit nichts Ungewöhnliches. Gibt es doch auch hier den Brauch der Osterfeuer. In diesem Feuer wird jedoch eine verkohlte Leiche gefunden und macht den Einsatz der Kommissarin Katharina von Hagemann und ihres Chefs Benjamin Rehder notwendig.

Ein Feuer mit Leiche bedeutet eventuell einen bedauerlichen Unfall. Ein zweites eine traurige Wiederholung. Aber spätestens beim dritten ist klar, dass hier ein Serientäter seine Opfer bei lebendigem Leibe verbrennen lässt.

Katharina und Benjamin suchen verzweifelt nach einer Verbindung zwischen den Opfern, die zum Täter führen könnte. Dies wird dadurch erschwert, dass die Identitäten der Leichen aufgrund des Zustandes schwer feststellbar sind. Dazu kommt der Zeitdruck, denn der Mörder schlägt in immer kürzeren Abständen zu.

Dieser vierte Band der Krimiserie kann wieder an das Niveau des zweiten anschließen. Auch hier ist natürlich die schwierige Dreiecksbeziehung zwischen Katharina, ihrem Chef Benjamin und dessen Zwillingsbruder Bene, der gleichzeitig Katharinas Freund ist, Thema. Aber in erster Linie geht es hier um den Kriminalfall, den es zu lösen gilt.

Durch die Erzählweise des Autorenduos habe ich sowohl die Protagonisten als auch die Stadt Lüneburg lieb gewonnen und mir vorgenommen, in dieser Region in den nächsten Jahren Urlaub zu machen. Ich hoffe, bis dahin haben Katharina und Benjamin alle Bösewichter hinter Gitter gebracht.

Bewertung vom 20.04.2018
Auf Eis gelegt / Sandra Flemming Bd.1
Michéle, Rebecca

Auf Eis gelegt / Sandra Flemming Bd.1


ausgezeichnet

Sandra Flemming hat ein großes Ziel. Sie möchte Hoteldirektorin werden. Als genau dieser Posten für das Romantik-Hotel Higher Barton vergeben wird, wittert sie ihre große Chance. Doch ihr wird der unbeliebte Garvey für die Nase gesetzt, und Sandra wird nur seine Stellvertreterin.

Lange währt ihre Zusammenarbeit nicht, denn Garvey wird schon zur Eröffnung des Hotels ermordet. Verdächtige gibt es mehr als genug. Garvey hat sich unbeliebt gemacht wo es nur ging. Sandra ist eine der Hauptverdächtigen, profitiert sie doch als Nachfolgerin enorm. Und so ermittelt sie auf eigene Faust um den Mörder zu entlarven.

Ich habe die Higher-Barton-Krimis mit der Hobbydetektivin Mabel geliebt, dementsprechend hoch war meine Erwartungshaltung. Allein das hübsche, zum Krimi passende, Cover hat mich zuversichtlich gemacht.

Rebecca Michéle ist ihrem Schreibstil treu geblieben. Sie schreibt flüssig und fesselnd. Die Szenen sind bildlich und anschaulich dargestellt. Auch wenn ich früh vermutet habe, wer hinter dem Mord steckt, war ich mir nie sicher. Es gab zu viele potentielle Täter, überraschende Spuren und Wendungen.

Sehr schön fand ich, dass in Nebenrollen alte Bekannte aus den Mabel-Krimis auftauchen. Auch wenn Sandra eine würdige Nachfolgerin von Mabel ist, vermisse ich diese schon …

Bewertung vom 08.04.2018
Was bleibt, sind wir
Santopolo, Jill

Was bleibt, sind wir


gut

Lucy und Gabe lernen sich während des Studiums kennen und lieben. Sie gelten als DAS Traumpaar und wollen dies bis zum Ende ihres Lebens bleiben. Aber obwohl der Himmel voller Geigen hängt, müssen sich die beiden irgendwann Gedanken um ihre Zukunft machen. Gabe will sich seinen Traum erfüllen und als Fotograf die Welt durch die Kamera betrachten. Mit dieser Trennung bricht für Lucy eine Welt zusammen.

Irgendwann lernt Lucy ihren Mann Darren kennen. Sie gründen eine Familie, sind erfolgreich in ihren Berufen und lieben sich. Alles könnte so schön sein, wenn sich nicht alle paar Jahre Gabe sporadisch melden würde und in Lucy jedes Mal ein Gefühlschaos ausbricht.

Zu Beginn des Buches habe ich mehrfach überlegt, dieses abzubrechen und nicht zu Ende zu lesen. Die Beschreibung dieser scheinbar so großen Liebe, der gemeinsamen Arbeit von Lucy und Gabe und wann sie wo und wie oft Sex hatten, fand ich sehr ermüdend und uninteressant.

Mit der Trennung und Lucys neuer Beziehung wurde es wieder spannender. Auch wenn ich Lucy nicht besonders mochte, Darren mir leid tat und ich Gabe fast abstoßend fand, wollte ich doch wissen, wie die Geschichte endet.

Fazit: Viel Gefühlsduselei mit einigen Längen.

Bewertung vom 29.03.2018
Das Jahr der wundersamen Begegnungen
Winman, Sarah

Das Jahr der wundersamen Begegnungen


gut

Marvellous ist Anfang neunzig, und ihre Gedanken werden langsam immer verwirrter. Sie lebt in einem kleinen Dorf in Cornwall und wartet auf ein noch unbekanntes Ereignis. Ende des Zweiten Weltkrieges hat das Warten ein Ende. Marvellous findet den seelisch und körperlich gebrochenen jungen Soldaten Francis Drake und nimmt ihn bei sich auf. Francis will den Abschiedsbrief eines Freundes zu dessen Vater bringen.

Marvellous päppelt Francis auf. Mit der Zeit entwickelt sich eine Freundschaft, obwohl sie ein Altersunterschied von rund sechzig Jahren trennt. Marvellous hat nun wieder eine sinnvolle Aufgabe und Francis einen Menschen, der sich um ihn kümmert.

„Das Jahr der wundersamen Begegnungen“ hat ein „Gute-Laune-Cover“. Der Klappentext verspricht eine gefühlvolle Geschichte, in der es um so wichtige Dinge wie Freundschaft und Achtsamkeit geht. Tatsächlich handelt der Roman auch davon, jedoch schreibt die Autorin zwar flüssig und lebendig, aber gleichzeitig auch sehr verwirrend und nahezu gefühllos. Die schnellen Sprünge zwischen Marvellous und Francis Geschichten ließen mich erst gar nicht rein kommen. Große seelische Belastungen der Protagonisten wurden zahlreich, aber nur oberflächlich behandelt. Ein paar Erzählstränge weniger, dafür mehr Emotionen, hätten dem Roman gut getan.

Kein Roman für ein paar nette Lesestunden auf dem Sofa. Hier ist Konzentration gefragt.

Bewertung vom 10.01.2018
Syltleuchten
Narberhaus, Sibylle

Syltleuchten


sehr gut

Anna Bergmann führt ein zufriedenes Leben. Sie lebt mit Freund und Hund in einem heimeligen, geerbten Haus auf der Nordseeinsel Sylt. Ihr Freund ist Polizist und sie selbst arbeitet an ihren ersten Aufträgen als Landschaftsarchitektin. Anna ist glücklich.

Unerwartet steht dann Annas Ex-Freund vor der Tür. Anna hatte aus gutem Grund alle Verbindungen zu Marcus gekappt, aber er hat sie ausfindig gemacht. Und er will Geld – viel Geld! Zunächst versucht er, über die Mitleid-Tour an Annas Erspartes zu kommen; dann fängt er an, ihr zu drohen. Nur kurze Zeit später ist Anna verschwunden …

Zur gleichen Zeit geht ein Brandstifter auf der Insel um. Als kurz nach Annas Verschwinden in einem abgebrannten Gebäude eine verkohlte Frauenleiche gefunden wird, spricht alles dafür, dass es sich dabei um Anna handelt.

Sybille Narberhaus‘ Debüt „Syltleuchten“ hat mich mit seinem hübschen Cover, das ein typisches Friesenhaus zeigt, gefangen. Die Autorin schreibt flüssig, in einfachen Sätzen. Ein Schreibstil, der mir zusagt, da ich meist zur Entspannung lese.

Leider ist Sylt die einzige deutsche Nordseeinsel, die ich noch nicht kenne, aber das typische Inselflair bringt die Autorin gut rüber. Gefehlt haben mir ein paar mehr Ecken und Kanten und es gab ein paar Längen, aber grundsätzlich ist das Debüt sehr gelungen.