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Benutzername: ikopiko
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Bewertungen

Insgesamt 203 Bewertungen
Bewertung vom 29.03.2019
Die relative Unberechenbarkeit des Glücks, 2 MP3-CDs
Hayes, Antonia

Die relative Unberechenbarkeit des Glücks, 2 MP3-CDs


gut

Ethan ist ein Junge mit einer besonderen Begabung. Er interessiert sich für Physik und Astronomie und kann Schallwellen und Luftdruck sehen. Unter Gleichaltrigen wird er dafür als Freak abgestempelt.

Ethan lebt bei seiner Mutter. Den Vater kennt er nicht. Über Anspielungen und durch Schnüffeleien in den Unterlagen seiner Mutter kriegt er raus, dass sein Vater im Gefängnis war. Er nimmt heimlich Kontakt zu ihm auf. Um dessen Unschuld zu beweisen, baut Ethan eine Zeitmaschine. Mit schlimmen Folgen …

Antonia Hayes erzählt Ethans Geschichte zum Teil in der Vergangenheit, überwiegend jedoch in der Gegenwart. Sie hat einen lockeren, einfühlsamen Schreibstil.

Ich habe Physik schon in der Schule gehasst. Die ausführlichen Abschweifungen in den Bereich von Physik und Astronomie fand ich daher äußerst störend. Ich habe sie dann letztlich gar nicht mehr gelesen.

Bewertung vom 28.03.2019
Das Licht zwischen den Meeren
Stedman, M. L.

Das Licht zwischen den Meeren


ausgezeichnet

Tom und Isabel leben als Leuchtturmwärter völlig abgeschnitten von der Welt auf einer kleinen Insel vor der Küste Australiens. Alle drei Monate kommt ein Versorgungsboot, ansonsten sind sie auf sich gestellt.

Mit ihrem Leben dort draußen sind sie glücklich, nur die Kinderlosigkeit macht vor allem Isabell zu schwer zu schaffen.

Als ein Boot mit einer männlichen Leiche und einem Baby angespült wird, nehmen sie das Kind als ihres an und überschütten es mit Liebe. Aber das Baby ist keine Vollwaise. Und dann begegnen sie der verzweifelten Mutter …

Wow! Das ist ein starkes Buch, das mich alle 444 Seiten gefesselt hat. Ein Buch über Einsamkeit, Abgeschiedenheit, vor allem aber Liebe. Und das ohne auch nur ansatzweise schnulzig zu sein.

Tom und Isabel lieben sich über alles und würden ihr eigenes Leben für das des anderen geben. Bis zu einem Ereignis, das Liebe in Hass umschlagen lässt. Aber hält wahre Liebe nicht ewig?

Ich bin sehr begeistert von diesem Roman. Der Ausgang der Geschichte war bis zum Schluss völlig offen, das Ende absolut realistisch.

Bewertung vom 26.03.2019
Bauherr sucht Frau
Bähr, Julia

Bauherr sucht Frau


gut

Der Titel ist irreführend. Nicht der Bauherr sucht eine Frau, sondern die Denkmalschützerin Carla sucht einen Mann, auch wenn sie anfangs gerne Single ist.

Den Denkmalschutz als Thema zu nehmen finde ich eigentlich eine gute Idee. Er wurde aber nur oberflächlich behandelt, wie bei einen Unterhaltsroman wohl auch nicht anders zu erwarten ist.

Die Autorin hat einen amüsanten Schreibstil. Zwar musste ich nicht lachen, wurde aber recht gut unterhalten, obwohl mir die Story an sich nicht gefallen hat.

Bewertung vom 25.03.2019
Das geheime Rezept für zweite Chancen
Barrett, J. D.

Das geheime Rezept für zweite Chancen


sehr gut

Lucys Leidenschaft ist das Kochen. Als sie sich von ihrem Mann trennt konnte ihr also nichts Besseres passieren, als ein leer stehendes Restaurant zu finden. Es ist allerdings total heruntergekommen. Mit viel Liebe, der Hilfe vieler Freunde und einem gefundenen Kochbuch des vorherigen Restaurantbesitzers lässt Lucy das „Fortuna“ im alten Glanz erstrahlen. Natürlich ruft das auch Neider auf den Plan. Allen voran ihr Ex-Mann.

Ich koche und backe gern und sammle alte, handgeschriebene Kochbücher. Darum war ich gleich sehr angetan von der Geschichte. Als dann zum ersten Mal der Geist Frankie auftaucht, war ich zunächst sehr enttäuscht. So ein Hokuspokus … Aber Frankie fügte sich ganz wunderbar in die Geschichte ein.

Bewertung vom 21.03.2019
Lago Mortale
Conti, Giulia

Lago Mortale


sehr gut

Simon Strasser genießt sein Rentnerdasein in seinem Häuschen direkt am See. Eines Morgens sieht er eine Luxusyacht unkontrolliert auf dem Wasser treiben. Er rudert zu ihr und findet dort die Leiche eines reichen Fabrikantensohnes. Als ehemaligem Polizeireporter lässt ihm dies keine Ruhe. Er glaubt nicht an einen Unfall oder Selbstmord und holt parallel zu den Polizeiermittlungen eigene Auskünfte ein. Damit sticht er in ein Wespennest und macht sich nicht nur Freunde …

Mir hat dieser Italien-Krimi sehr gefallen. Auf Simons Haus am See kann man nur neidisch sein. Die Beschreibungen der Landschaft, der Menschen und der kulinarischen Genüsse zaubern Urlaubsfeeling bis zu mir ins winterlich graue Norddeutschland.

Passend zu diesem Wohlfühlmodus hat die Krimigeschichte neu einen mäßigen Spannungsbogen. Blutrünstige Szenen hätten diese Atmosphäre auch zerstört.

Der Protagonist war mir sympathisch, seine oft (über-) mutigen Eingriffe in die Welt der Reichen und Schönen konnte ich jedoch nicht nachvollziehen. Welche Rolle seine Stieftochter bei allem spielt, habe ich nicht verstanden. Ich mag sie nicht. Vielleicht spielt sie in einem der (hoffentlich) folgenden Bände eine tragendere Rolle.

Insgesamt ein gelungener Italien-Krimi! Ich vergebe vier von fünf Sternen.

Bewertung vom 16.03.2019
Die Tote im Pfarrhaus / Inspector Wexford Bd.23
Rendell, Ruth

Die Tote im Pfarrhaus / Inspector Wexford Bd.23


sehr gut

Inspector Wexford ist in Ruhestand, aber sein Nachfolger, Mike Burden, bittet ihn um Hilfe. Dankbar für die Abwechslung unterstützt Wexford ihn gerne.

Eine Geistliche wurde in ihrem Pfarrhaus ermordet. Vor allem den älteren Kirchgängern stieß sauer auf, dass sie weiblich, ausländisch und alleinerziehend war. Sie war das genaue Gegenteil ihrer Vorstellung von einem Referend. Wexford bohrt weiter und kommt auf ein düsteres Kapitel in der Vergangenheit

Nach langer Zeit habe ich endlich mal wieder einen Krimi von Ruth Rendell in den Händen. Die Geschichte ist spannend, die Auflösung unvorhersehbar. Besonders hat mir aber das Drumherum gefallen; wie Wexford immer wieder versuchte, in seinen Roman einzutauchen, die plappernde Putzfrau, die jeden Staubsauger übertönt usw …

Ein Häkelkrimi nach meinem Geschmack.

Bewertung vom 16.03.2019
Worauf wir hoffen
Mirza, Fatima Farheen

Worauf wir hoffen


sehr gut

Hadia ist Inderin, lebt aber schon ewig mit ihrer Familie in Amerika. Nun steht ihre Hochzeit bevor. Mit einem Mann, den sie sich selbst ausgesucht hat. Liebesehen sind nicht selbstverständlich für eine Inderin, auch wenn sie nicht mehr in Indien lebt. Hadia wünscht sich, dass ihr Bruder Amar zur Hochzeit kommt. Amar, der gegen seinen Vater rebelliert hat und schon viele Jahre nicht zu Hause war. Am Tag der Hochzeit knistert die Luft …

Die Autorin blickt zurück und zeigt dem Leser, wie es zu dem Zerwürfnis kommen konnte. Der Vater versuchte, auch in Kalifornien die religiösen und kulturellen Traditionen aus Indien aufrecht zu erhalten. Für ihn sind dies hohe Werte. Seine Kinder leiden jedoch unter dem Hochhalten alter Werte in einer neuen Zeit. Während sich die Töchter Hadia und Huda fügen und anpassen, lotet Amar immer wieder seine Grenzen aus, bis es zum Bruch kommt.

Der Einstieg in das Buch war nicht leicht. Erst durch die Rückblicke wurden mir die Figuren, ihr Denken und Handeln vertraut. Dann entwickelte sich der Roman zu einer wunderbaren Familiengeschichte. Besonders interessant für mich war das Miterleben des Alltags einer indischen Familie in Amerika, der sich so deutlich von dem der Einheimischen unterscheidet. Unterhaltsam werden die alten Traditionen vermittelt.

Ich vergebe 4 Punkte für diesen Roman.

Bewertung vom 16.02.2019
Das Haus der Seidenblüten
Trenow, Liz

Das Haus der Seidenblüten


sehr gut

Die Geschichte ist nicht neu: Bescheidenes Mädchen im 18. Jahrhundert soll reich verheiratet werden, verliebt sich aber nicht standesgemäß… Trotzdem hat mich der Roman gut unterhalten.

Anna ist eine nette junge Dame, die sich dem Standesdünkel nicht unterwirft. Trotz guter Abstammung ist sie in eher einfachen Verhältnissen aufgewachsen und fühlt sich dadurch den Menschen unterhalb ihres Standes nicht überlegen. Ihr gutes Selbstbewusstsein lässt sie diese Meinung auch nach außen tragen, sehr zum Missfallen ihrer reichen Verwandtschaft. Das gefällt mir an ihr.

Man könnte erwarten, einiges über die damalige Seidenweberei zu erfahren, aber es ist tatsächlich ein rein historischer Liebesroman. Er hat mir leichte Unterhaltung während der Weihnachtszeit beschert.

Bewertung vom 14.02.2019
Barfuß im Sommerregen
Schwarzhuber, Angelika

Barfuß im Sommerregen


sehr gut

Romy ist alleinerziehend. Sie ist knapp bei Kasse und sucht dringend einen neuen Job. Da kommt ihr ein Aushang im Supermarkt ganz recht. Es wird eine Art Haushälterin für einen älteren Herrn gesucht. Dass dieser ältere Herr aber so gar nicht von dieser Idee angetan ist, steht nicht auf dem Aushang …

Romy und Sohn Tommi ziehen also zu Onkel Alfred aufs Land. Sie haben es anfangs nicht leicht, denn Alfred will partout keine Fremden im Haus. Mit der Zeit ruckeln die drei sich jedoch zusammen.

„Barfuß im Sommerregen“ ist ein Unterhaltungsroman, nicht mehr und nicht weniger. Mich hat er gut unterhalten, liebe ich doch (mein) Leben auf dem Land. Alles ist vorhersehbar, teilweise kitschig und ein bisschen zu viel von „alles wird gut“, aber sowas tut zwischendurch meiner Seele mal ganz gut.

Bewertung vom 11.02.2019
Die Inselgärtnerin
Lott, Sylvia

Die Inselgärtnerin


sehr gut

Ich lese gerne Bücher, in denen dem Protagonisten erst die Welt zertrümmert wird und er es dann letztlich doch allen zeigt und anschließend ein viel schöneres Leben führt.

So ist es auch hier. Sonja verliert ihren Job, und ihre Beziehung geht in die Brüche. Da spielt ihr das Glück ein Haus in Florida zu. Hier erfüllt sie sich ihren Traum einer eigenen Gärtnerei und findet die große Liebe.

Eine Geschichte fürs Herz, in dem für die Autorin typisch angenehmen Schreibstil. Nue leider fand ich die Geschichte sehr in die Länge gezogen. Nach Sonjas Ankunft in Florida habe ich immer darauf gewartet, dass endlich etwas passiert. Dafür lag ich mit meiner Idee für den neuen Partner völlig daneben.