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Bewertung vom 20.05.2013





ausgezeichnet- Ein totes Pferd, eine psychiatrische Anstalt, ein Rätsel, das tief in die Vergangenheit reicht
Comandant Servaz wird zu einem Mordfall in das abgelegene Dorf St. Martin in den französischen Pyrenäen gerufen. Was er noch nicht weiß: Der Tote ist ein Pferd und zwar das Lieblingspferd des Konzern-Magnaten Eric Lombard. Von höchster Stelle aus wird erwartet, dass Servaz diesen Todesfall aufklärt, zusammen mit der jungen und hübschen Gendarmin Irène Ziegler. Als ein Mann erhängt aufgefunden wird, wird der gesamte Fall verworren, denn ein Beweis am Tatort weißt auf einen in der nahegelegenen Anstalt inhaftierten Psychopathen Julian Hirtmann hin. Servaz und Ziegler nehmen die Anstalt unter die Lupe und stoßen dabei auf einen entscheidenden Hinweis…
Ein wahrhaft meisterlicher Psychothriller und ein ziemlich dicker noch dazu. So konnte man „Schwarzer Schmetterling“ in aller Kürze beschreiben. Doch das wird dem Thriller natürlich nicht gerecht. Ich muss sagen, ich war von Anfang an gefesselt von der Story und vor allem von diesem besonderen Schauplatz in dem abgelegen Pyrenäen-Tal St. Martin. Ebenso hat mich das Fall-Wasserkraftwerk fasziniert und fand es schade, dass es außer im ersten Viertel des Buches, nicht weiter eine Rolle gespielt hat. Besonders gut haben mir die Szenen gefallen, die in der psychiatrischen Anstalt, der Wargnier-Klinik, gespielt haben. In dieser Klinik sind die schlimmsten Psychopaten Frankreichs, wenn nicht sogar Europas eingesperrt. Hier spielt die junge Psychiaterin Diane Berg eine Schlüsselrolle, denn sie beginnt den merkwürdigen Vorkommnissen in der Klinik auf den Grund zu gehen.
Der Schreibstil des Autors ist sehr gut zu lesen. Zu Beginn führt er in die Geschichte ein, in dem er die Protagonisten, vor allem Comandant Martin Servaz und Diane Berg vorstellt, wie sie zu ihren neuen Einsatzorten unterwegs sind. Die Ausdrucksweise ist klar und verständlich und sehr schnell beginnt sich eine unterschwellige Spannung und düstere Atmosphäre aufzubauen. Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an, um in einem atemberaubenden Showdown zu münden. Einzig am Ende des ersten Drittels hatte ich einen kurzen Durchhänger, da geriet die Geschichte meiner Meinung nach ein wenig ins Stocken, um dann aber wieder rasant an Fahrt auf zunehmen.
Die Protagonisten sind alle sehr gut durchdacht und bringen eine herausragende Tiefe mit, es tun sich bei fast allen seelische Abgründe auf, mit denen ich nie gerechnet hätte. Martin Servaz ist der leitende Ermittler im Fall des toten Pferdes, der sich bald zu einem waschechten Mordfall entwickelt. Mit scharfem Verstand und einer fast unschlagbaren Intuition begibt er sich zusammen mit Irène Ziegler in die Abgründe der Bewohner von St. Martin. Natürlich schleppt er seine eigenen Dämonen mit sich herum, was Servaz aber umso sympathischer macht. Ziegler ist eine ebenso findige und gute Ermittlerin, die Servaz eine große Hilfe ist und die Ermittlungen voran bringt. Auch Servaz‘ Stellvertreter Espérandieu war mir auf Anhieb sympathisch und ich empfand seine Anwesenheit immer als sehr erfrischend. Diane Berg mochte ich ebenfalls sehr gerne und ich habe mit ihr mitgezittert, wenn sie auf nächtliche Erkundungstour in der Anstalt gegangen ist. Trotzdem hätte ich mir für ihren Charakter mehr Raum in diesem Buch gewünscht!
Das Cover des Taschenbuchs gefällt mir eigentlich recht gut. Schon beim Lesen erkennt man, dass vor allem der Schatten des Mannes, der mit ausgebreiteten Armen und gesenktem Kopf auf dem Titelbild zu sehen ist, mit der Geschichte in Zusammenhang steht. Der Name des Autors ist in Spotlackoptik aufgebracht.
Fazit: „Schwarzer Schmetterling“ von Bernard Minier hat alles, was einen guten Psychothriller ausmacht: Viel Spannung, eine vielschichtige Handlung mit unerwarteten Wendungen, interessante und tiefgründige Charaktere, eine düstere Stimmung und ein rasantes Finale.
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 15.05.2013





ausgezeichnet- Deine Geburt ist dein Makel
Ember lebt in einem Amerika in dem es fünf Moralstatuten gibt, die z.B. das Lesen von Büchern verbietet und eine nächtliche Ausgangssperre beinhalten. Artikel fünf jedoch ist für Ember und ihre Mutter der gefährlichste: Eine Familie besteht aus Mutter, Vater und Kindern. Embers Mutter ist alleinerziehend und so verstoßen beide gegen die Moralstatuten. Sie sind vorsichtig, führen ein Leben der Unauffälligkeit, doch eines Tages ist es soweit und die Moralmiliz, das FBR, steht vor der Tür und verhaftet Embers Mutter. Sie selbst wird auch konfisziert und soll in eine Besserungsanstalt gebracht werden. Einer der Soldaten, die Embers Leben zerstören, ist auch noch Chaise, ihr ehemaliger Nachbarsjunge und Ember kann ihm dies nicht verzeihen!
Ich war wirklich gespannt auf diese neue Dystopie auf dem Jugendbuchmarkt und ich muss sagen, dass mir „Artikel 5“ richtig gut gefallen hat. Auch hier wurde das Rad nicht neu erfunden und dennoch ist das Setting, in das die Geschichte um Ember und Chaise eingebettet ist interessant und meiner Meinung nach gut durchdacht. Nach einem schwierigen Krieg, in dem große Teile der USA zerstört wurden, kehrt die Regierung zu einer Diktatur und Herrschaft durch Schrecken zurück. Es werden engstirnige Moralvorstellungen durchgesetzt, da die Menschen während des Krieges wohl zu freizügig waren. In Konsequenz bedeutet dies für Ember, dass sie dem Staat gehört, weil ihre Mutter bei ihrer Geburt nicht verheiratet war. Absolut irrsinnig, wenn ihr mich fragt, ich hoffe bei uns wird niemals jemand auf solch eine verrückte Idee kommen!
Der Schreibstil der Autorin hat mir von Anfang an gut gefallen, denn es geht gleich bedrückend los und diese beklemmende Atmosphäre zieht sich durch das gesamte Buch. Auch ließ sich die Geschichte einfach und schnell lesen, Ember fungiert als Ich-Erzählerin und führt uns durch die Ereignisse rund um ihre Festnahme und die Zeit in der Besserungsanstalt. Auch die Umgebung erschien detailliert vor meinem geistigen Auge und ich las das Buch fast, wie ich einen guten Spielfilm schauen würde: Atemlos und (fast) in einem Rutsch.
Die Protagonisten waren für mich klar gezeichnet und für mich erreichbar. Am besten lernt man Hauptprotagonistin Ember kennen. Ihre Gefühle wurden mir sehr gut nahe gebracht und ich konnte mich meistens in sie hineinversetzten. Natürlich trifft sie auch Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen konnte, z.B. läuft sie mitten auf der Flucht vor ihrem Retter davon. Dann ist da noch Chaise, Embers Jugendfreund, der zur Moralmiliz gegangen ist. Chaise spielt eine unheimlich wichtige Rolle in diesem Buch und ist erst sehr rätselhaft und fremd. Doch mit der Zeit lernt man ihn immer besser kennen und ich muss sagen, er gefiel mir von Anfang an. Auch kreuzen ein paar Nebenfiguren die Wege von Ember und Chaise, doch sie begleiten einen nur kurz und sind dementsprechend flach ausgefallen.
Das Cover der großformatigen Klappbroschur sticht ins Auge, wie ich finde. Es hebt sich ein wenig von der breiten Masse ab. Es ist ein Teil eines Mädchengesichts mit Sommersprossen zu sehen, welches ihre Hand mit der Handfläche nach vorne hoch hält. Die Schrift des Titels ist in einem sehr hellen Türkis.
Fazit: „Artikel 5“ von Kristen Simmons hat mir einige spannende und schöne Lesestunden bereitet. Eine Jugenddystopie unter Vielen und dennoch hat diese mich mit einer abwechslungsreichen und guten Story und einer dichten Atmosphäre überzeugt. Ich freue mich auf die Fortsetzung!
Bewertung vom 11.05.2013





sehr gut- Roses‘ Geheimnis
Das zweite Collegejahr bricht für die Clique um Robert, Katie, David, Ben, Julia und Chris an. Rose ist zusammen mit David zur Studienbetreuerin für die neuen Studentinnen und Studenten, den „Freshmen“, ernannt worden. Ihre Aufgabe ist es, den Neuankömmlingen die Zimmer und das Haus zu zeigen, die Stundenpläne zu machen und sie sonst in allen Lebenslagen Belangen zu unterstützen. Doch mit den Neuen zieht auch eine dunkle Bedrohung für Rose ins College ein. Ihre Vergangenheit scheint sie einzuholen und fordert ihre Opfer…
Da dies schon der fünfte Band der Tal-Reihe ist, ist man schon mit dem Grace College und unserer Clique bekannt und doch gibt es immer noch Personen, über die man fast gar nichts weiß. So auch über Rose. Rose war für mich bisher die eher stille Mitläuferin, die harmoniesüchtige, wenn auch etwas verrückte Nebenperson, der bisher wenig Aufmerksamkeit zu Teil wurde. Dies ändert sich mit diesem Buch und es wird Licht ins Dunkel um Roses Persönlichkeit und ihre Vergangenheit gebracht. Es geht auch um Freundschaft, wie in jedem der Tal-Bücher. Aber Roses Vergangenheit bringt sie in höchste Gefahr, kostet sogar Menschenleben und wird ihr fast zum Verhängnis.
Der Schreibstil ist wieder unglaublich gut und einfach zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin und man verstrickt sich immer weiter in den Fängen des Tals. Dieses Mal wechseln sich Passagen aus Dave Yellads Reisetagebuch aus dem Jahr 1908 mit den Ereignissen aus 2011 am Grace Collage ab und man erfährt somit mehr über den ehemaligen Entdecker und Forscher und im Haupthandlungsstrang mehr über Rose. Die Spannung ist auch dieses Mal sehr hoch und zwingt einen zum Weiterlesen, komme was wolle!
Dieses Mal steht Rose im Mittelpunkt der Ereignisse. Sie wird von allen Seiten beleuchtet, man erfährt, warum sie ihre Haare abrasiert hat und wie die Geschehnisse von damals sie in das Tal verfolgen. Rose wird mir endlich etwas sympathischer, sie wird greifbarer und hat für mich endlich ein Gesicht bekommen. Ansonsten spielt David noch eine größere Rolle in diesem Band, er ist einer der charakterstärksten Personen in der gesamten Gruppe, möchte ich meinen. Alle anderen stehen diesmal im Abseits, zumal Benjamin und Debbie noch immer nicht am Grace weilen und auch Julia und Chris noch unterwegs sind.
Auch der fünfte Band ist in bewährter Tal-Manier gestaltet: Für die zweite Season wurde nur der Hintergrund von diesem Anthrazitton in ein merkwürdigen rost-aubergine-braun geändert. Das Wappen und die Ornamente sind dieses Mal grün.
Fazit: „Das Tal Season 2.1 Der Fluch“ von Krystyna Kuhn lüftet nun endlich das Geheimnis um Rose und das Verschwinden von Dave Yellad zumindest zum Teil und führt uns wieder für eine spannende Episode in das Tal und ans Grace College. Schade nur, dass die Bücher immer so dünn sind, ich würde auch mehr Seiten pro Band genießen und verschlingen! Gut, dass ich noch drei weitere Bücher vor mir habe, bevor ich mich vom Tal und den Studenten verabschieden muss!
Bewertung vom 11.05.2013





ausgezeichnet- Paris, Paris
Carya, ihre Eltern, Jonan und Pitlit haben im Dorf der Ausgestoßenen Unterschlupf gefunden. Doch die Ruhe wird schnell gestört, als ein Spion des Lux Die erwischt wird, wie er das Dorf ausgekundschaftet hat. Es ist schnell klar, dass niemand hier mehr sicher ist und Carya und Jonan gehen zusammen mit Pitlit auf die Suche nach den Koordinaten, die Carya aus der Flugkapsel kennt und welche die einzige Verbindung zu Caryas Vergangenheit darstellen. Ihre nicht ganz ungefährliche Reise führt die drei ins ferne Frankia, das von dem geheimnisvollen Mondkaiser regiert wird. In Paris, das während des Sternefalls fast völlig zerstört wurde, kommen sie Caryas Vergangenheit näher…
Ich habe mich sehr auf den zweiten Teil von „Flammen über Arcadion“ gefreut und ich wurde nicht enttäuscht! Schnell habe ich mich wieder in Caryas Welt zu Recht gefunden und ich bin mit ihr auf die Reise nach Frankreich gegangen. Sehr gut gefallen hat mir die Schiffspassage von Arcadion nach Frankia durch die Straße von Gibral-Tar, zumal der Kapitän ein ziemlich rauer, aber cooler Bursche war und sein Schiff schon ziemlich steampunkig anmutete. Frankreich hat es im Krieg insgesamt ziemlich schwer erwischt und die drei müssen mehr als einmal einer roten, nuklear verseuchten Zone ausweichen. In Paris angekommen, kommen sie dann auch gleich vom Regen in die Traufe und werden getrennt.
Der Schreibstil ist gewohnt locker und leicht zu lesen. Ich liebe es, wie der Autor mich immer mal wieder zum Schmunzeln bringt und auch in der dunkelsten Stunde das Licht am Ende des Tunnels nicht verlöschen lässt! Zu Beginn überschlagen sich die Ereignisse ja fast, aber so richtig spannend wird es erst auf der Schiffspassage und dann in Frankreich. Aber dann reißt die Spannung kaum mehr ab und ich war gefesselt von den Ereignissen in Paris und im Schloss des Mondkaisers.
Die Protagonisten sind ja schon seit dem ersten Band alte Freunde. Carya ist ein mutiges Mädchen, aber immer wieder bricht eine andere Carya aus ihr hervor, eine Carya, die über Leichen geht, um die zu retten, die sie liebt. Sehr spannend fand ich das Geheimnis um ihre Herkunft, das in diesem Buch teilweise gelüftet wird. Jonan muss auch dieses Mal einige herbe Schläge einstecken, körperlich und emotional, aber er ist immer der Retter in der Not und ein guter Mensch. Pitlits Fähigkeiten kommen dem Trio natürlich immer mal wieder zu Gute und er ist immer für einen Witz zu haben. Eine sehr auflockernde Person, die der Geschichte auch diesmal gut tut!
Die Aufmachung des Hardcovers ist wieder mal sehr hochwertig. Das Bild auf dem Schutzumschlag ist wunder-, wunderschön: Im Vordergrund sieht man die silberne, bröckelnde Maske des Mondkaisers und im Hintergrund sein Schloss. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und hat einen engen Bezug zur Handlung. Unter dem Cover ist das Buch petrolfarben, außerdem hat es ein helles Lesebändchen und auf den Innenseiten vorne und hinten ist eine wundervolle Illustration zu sehen. Absolut top!
Fazit: „Im Schatten des Mondkaisers“ von Bernd Perplies ist ein spannender Mittelteil der dystopischen Trilogie, der die Handlung auf jeden Fall weiterbringt und das Geheimnis rund um den Sternenfall und Caryas mysteriöse Vergangenheit ein wenig lüftet. Ich freue mich nun sehr auf den dritten und letzten Teil der Trilogie „Das geraubte Paradies“, der schon im September 2013 erscheint! Wer diese Reihe noch nicht kennt, sollte sie unbedingt mal ins Auge fassen!
Bewertung vom 05.05.2013





sehr gut- Wenn die Götter vor dem Tyrann erzittern…
…steht der Trojanische Krieg kurz bevor. Helen und ihre Freunde sehen sich mit dem Problem der verfeindeten Scion-Häuser konfrontiert. Diese bekriegen sich lieber gegenseitig, als gegen die zurückgekehrten Götter zusammen zu halten. Natürlich intrigiert Helens Mutter Daphne fleißig weiter und spielt alle gegeneinander aus. Helen, deren Fähigkeiten durch die Blutsbruderschaft mit Orion und Lucas weiter angewachsen sind, hat diese kaum unter Kontrolle und verletzt Lucas schwer, ohne es zu wollen. Zum Glück kann sie auf ein paar Lektionen zurückgreifen, die Hades ihr zuvor erteilt hat, aber ob diese Lucas retten können? Kann Helen im Kampf gegen die Götter bestehen, zumal sich einige ihrer besten Freunde voller Zweifel und Misstrauen von ihr abwenden?
Der dritte Teil der „Göttlich“-Trilogie setzte genau dort ein, wo der zweite Band geendet hatte. Ich musste mich zwar erst wieder ein wenig orientieren, da die Lektüre von „Göttlich verloren“ schon eine ganze Weile zurück lag, aber ich war sehr schnell wieder in der Geschichte drin. Helen, Lucas, Orion und Co. Sind alte Bekannte und es tat so gut, diese wieder zu treffen. Auch wenn ich finde, dass Helen alles ein wenig zu einfach in den Schoß fällt, hat mich das Buch mitgerissen und begeistert. Natürlich muss Helen auch Opfer bringen, aber diese sind meiner Meinung nach nicht so groß, als dass man nicht damit leben könnte. Dass einige von Helens Freunden ihr gegenüber misstrauisch werden, ist nur zu verständlich, wenn sich die Freundin so sehr verändert, wie es bei Helen der Fall ist und dann auch noch eine große Schlacht bevor steht.
Der Schreibstil der Autorin ist wieder einmal das riesen große Plus dieses Buches. Selten hat mich eine Reihe so mitreißen können, wie diese und das ist größtenteils der Erzählweise von Josephine Angelini geschuldet. Sie ist einfach mitreißend, mächtig, gefühlvoll, farbenprächtig und so eingängig, dass die Geschichte an mir in Bildern nur so vorbei gesaust ist. Spannung kommt erstmals richtig auf, als Helen Lucas verletzt und auch im Mittelteil, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, während der große Endkampf gegen die Götter ein wenig schwach ausgefallen ist, wie ich finde. Nichtsdestotrotz hatte ich das Buch sehr schnell gelesen.
Mit den Charakteren war es ein Wiedersehen, als ob man alte Freunde wieder trifft, die man länger nicht gesehen hat. Lucas und Orion, meine zwei starken Jungs, die unterschiedliche nicht sein könnten und doch beide absolut wundervoll sind und Hector, dem in diesem Buch viel mehr Raum eingeräumt wurde, was mir sehr, sehr gut gefallen hat. Hector war dieses Mal mein heimlicher Held, während er in den Vorgängerbände nie so richtig zur Geltung kam. Er ist mutig und würde alles für seine Überzeugungen tun! Helen ist natürlich mein Liebling, aber dieses Mal muss ich ein paar Abstriche machen: Es ist einfach alles zu leicht für sie! Sie müsste für meinen Geschmack mit mehr Schwierigkeiten zu kämpfen haben, mehr Opfer bringen müssen und es hätte einen richtig dramatischen Showdown geben müssen und nicht dieses allumfassende Happy End.
Das Cover des Schutzumschlags passt wunderbar zu seinen Vorgängern. Es ist wieder ein Mädchengesicht (Helen) zu sehen, dass von griechisch anmutenden Ornamenten umrandet wird. Allerdings finde ich immer noch das Cover von „Göttlich verdammt, dem ersten Teil der Trilogie, am schönsten!
Fazit: Trotz kleiner Schwächen hat mich der Abschlussband der Reihe „Göttlich verliebt“ von Josephine Angelini wieder einmal verzaubern können und da ich nach dem Lesen so begeistert war, kann ich diesem Buch und der gesamten Reihe vier von fünf Sternen vergeben. Alles andere würde ihr, meiner subjektiven Meinung nach, nicht gerecht werden. Ich kann jedem, der gerne Jugend-Fantasy Bücher mit einer ordentlichen Portion Romantik liest, diese Trilogie ans Herz legen!
Bewertung vom 30.04.2013





ausgezeichnet- Jorgs Siegeszug geht weiter!
Jorg von Ankrath ist nun seit vier Jahren König von Renar, ein Königreich, das hauptsächlich aus Bergen besteht. Dort residiert er in der Spukburg und regiert sein Land, das er von seinem Onkel erobert hat. An Jorgs Hochzeitstag steht das gewaltige Heer des Fürsten von Pfeil vor den Toren der Burg und begehrt Einlass. Doch Jorg wäre nicht Honorous Jorg von Ankrath, wenn er in den letzten vier Jahren untätig gewesen wäre! Eine Spur von Blut hat er hinter sich hergezogen, Gefährten geopfert, aber auch Bündnisse geschlossen und Erinnerungen in ein eisernes Kästchen verbannt. Doch reicht dies aus um einer schieren Übermacht zu trotzen?
Bei „König der Dunkelheit“ finde ich es um einiges schwieriger eine adäquate Inhaltsangabe zu schreiben, als bei seinem Vorgänger, denn ich möchte auf gar keinen Fall zu viel verraten!
Eines kann ich aber sagen: Das Buch hat mich absolut begeistert! Ich habe wirklich gedacht, nach „Prinz der Dunkelheit“ kann mich nichts mehr schocken oder überraschen, ich dachte, ich würde Jorg kennen, aber das Gegenteil war der Fall! Jorg ist solch ein vielfältiger und faszinierender Charakter, der mitsamt seinen Brüdern losreitet um Gog zum Feuermagier zu bringen, um am Ende der Reise allein am anderen Ende des Kontinents zu landen. Doch alles, was auf seinem Weg dorthin geschieht, macht ihn nur stärker und klüger. Besonders spannend fand ich, dass man als Leser nach und nach eine Ahnung bekommt, in was für einer Welt Jorg eigentlich lebt und was es mit den geheimnisvollen Erbauern auf sich haben könnte.
Der Schreibstil von Mark Lawrence, den ich im ersten Teil noch ein wenig kritisiert habe, konnte mich nun absolut überzeugen! Er hat sich weiterentwickelt, ist besser geworden und ließ mich vollends in die Geschichte eintauchen. Mal spannend, mal philosophisch, der Autor konnte mich genau da abholen, wo ich stand und mich in Jorgs Königreich entführen. Es wechseln sich Jorgs Erlebnisse von vor vier Jahren, die fast nahtlos an die Ereignisse aus dem ersten Buch anknüpfen, und den Ereignissen in der Gegenwart des mittlerweile 18-jährigen Königs ab und durch Cliffhanger am Ende der Kapitel wird die Spannung durchweg hoch gehalten.
Die Protagonisten sind mal wieder absolut fantastisch! Natürlich steht Jorg im Mittelpunkt. Man steigt beim mittlerweile 18-jährigen Jorg in die Geschichte ein und merkt gleich, dass Jorg älter und etwas umsichtiger geworden ist. Was seiner Brutalität und Grausamkeit keinen Abbruch tut, aber er denkt mittlerweile zwei Mal nach, bevor er jemandem den Kopf abhackt. Naja, meistens zumindest, denn sein loses Mundwerk bringt in natürlich auch weiterhin in die Größten Schwierigkeiten. Auch die ganzen Nebenfiguren sind allesamt sehr interessant, zumal es ein paar Verluste in den letzten vier Jahren gegeben hat und es nicht mehr ganz so viele Personen um Jorg herum tummeln. Mein Favorit ist diesmal Sir Makin gewesen.
Das Cover des Taschenbuchs finde ich mal wieder überaus gelungen. König Jorg sitzt nachdenklich auf seinem Thron, umgeben von einem mehr aus erstochenen Kriegern in voller Rüstung. Tod und Verdammnis kann ich dazu nur sagen! Es ist großartig!
Fazit: Mit „König der Dunkelheit“ hat Mark Lawrence nicht nur erzählerisch eine Schippe drauf gesetzt, sondern auch stark bei der Seitenzahl zugelegt: König Jorgs Schandtaten finden auf fast doppelt so vielen Seiten statt, wie noch die von Prinz Jorg und das hat er absolut verdient! Ich werde König Jorg in die tiefsten Abgründe seiner Seele folgen! Absolute Leseempfehlung!
Bewertung vom 27.04.2013





weniger gut- Kein Buch, das man gelesen haben muss!
Privatdetektivin Lucy wird mitten in der Nacht aus dem Bett gezerrt und in ein Auto verfrachtet. Sie soll zum „Boss“ gebracht werden. Gegen ihren Willen. Ihre Entführer werden auf offener Landstraße angegriffen und Lucy kann entkommen. Dann meldet sich ein Fremder per Handy bei ihr und bittet sie, zu einem Treffpunkt zu kommen, damit er und seine Leute sie vor den Entführer beschützen kann. Lucy ist erst skeptisch, doch als selbst ein Polizist, der eigentlich zu ihrem Schutz abgestellt wurde, versucht sie zu töten, macht sich die junge Frau auf den Weg zum Treffpunkt. Gleichzeitig passieren in Dylans Haus merkwürdige Dinge. Eine unsichtbare Präsenz scheint ihn zu bedrohen uns selbst in seiner Karateschule fühlt sich der Karatemeister nicht mehr sicher. Ganz schräg wird es, als der Sarg seiner verstorbenen Frau Ronnie von Unbekannte ausgegraben und mitgenommen wird. Die Polizei scheint nicht auf seiner Seite zu sein und dann beginnen die Menschen um ihn herum zu verschwinden und alle Elektrizität versiegt. Was geht hier vor und welche Rolle spielen Lucy und Dylan bei der ganzen Sache?
Zuallererst muss ich sagen, dass ich mich durch dieses Buch gequält habe! Es war das schlechteste Buch, das ich seit langer, langer Zeit gelesen habe und es war nicht schlimm, dass es so lange auf meinem SUB verstaubte! Ich habe es eigentlich nur zu Ende gelesen, weil es im Rahmen einer Challenge war und ich eine Rezension zu „Todesfluch“ verfassen muss, und ich breche ja auch nur sehr ungern Bücher ab. Ich kam nur sehr schwer in die Geschichte rein, die von Lucy und Dylan handelt, die erst gar nichts miteinander zu tun haben. Eigentlich beginnt es wie ein ganz normaler Thriller mit Entführung und rasanten Fluchtszenen, doch als dann die Mystery-Elemente dazu kommen, wird die Geschichte einfach nur abstrus und so weit hergeholt, dass sie unglaubwürdig wirkt. Natürlich ist Mystery immer mit Übernatürlichem verbunden, doch diesmal war es mir einfach zu abgespaced und einfach schlecht umgesetzt!
Der Schreibstil selbst hat es mir erschwert, mich in die Story einzufinden. Er wirkt an manchen Stellen ziemlich trocken und dem Autor gelingt es einfach nicht Spannung aufzubauen und mich abzuholen. Auch, dass man zu Beginn überhaupt keine Anhaltspunkte hatte, was es mit Dylan und Lucy auf sich hat, hat mich sehr gestört und mir die Lust am Lesen genommen. Irgendwann kommt man dann aber doch drauf, während aber die Protagonisten noch keinen blassen Schimmer zu haben scheinen und das hat mich dann auch genervt. Immer abwechselnd wird von Lucy und Dylan erzählt, wie sie jeweils mit ihrer eigenen Gruppe Rambo-Kerlen mit dicken Knarren zu Fuß durch ein menschenleeres Amerika geschleppt werden und es mit komischen werwolfähnlichen Zombie-Kreaturen zu tun bekommen. Also bitte, entweder oder, aber nicht beides in Einem, das wirkt einfach nur lächerlich!
Die Protagonisten selbst blieben von Anfang bis Ende flach und mit Dylan konnte ich mich gar nicht identifizieren! Ja, er hatte eine schwierige Kindheit und hat vor einiger Zeit seine Frau verloren, außerdem hat er eine merkwürdige Fähigkeit, aber trotz allem blieb er mir unsympathisch und die Kapitel aus seiner Sicht konnten mich absolut nicht begeistern! Lucy wiederum war eher meine Bezugsperson, sie war mir sympathisch, zwar nicht gleich von Anfang an, aber mit der Zeit konnte sich das toughe Mädel meinen Respekt erarbeiten. Die Bumm-Bumm-Kerle, die die beiden begleiten, sind meist hirnlose, vor Testosteron strotzende Männer, die im Prinzip keine große Rolle spielen. Einzig Crank sticht hier hervor.
Fazit: „Todesfluch“ von Ben Kinman hat mir keinen Lesegenuss bereitet, sondern wartet mit einer schwachsinnigen Story und lahmen Protagonisten auf. Am besten hat mir der Hund gefallen, der Lucy begleitet, und das sagt schon alles, oder? Ich kann dieses Buch auf keinen Fall weiterempfehlen, lasst bloß die Finger davon!
Bewertung vom 13.04.2013





sehr gut- Ring-a-ring o' roses
Miranda, 12 Jahre alt, zieht mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Trüffel nach einem schweren Schicksalsschlag von London in das kleine Küstenstädtchen Firecroft Bay. Doch seit sie in dem neuen Haus wohnen, wird Miranda von merkwürdigen und unheilvollen Albträumen heimgesucht, die sie am Schlafen hindern. In ihrer neuen Schule, lernt Miranda ihre neue Freundin Jade kennen. Außerdem wird sie von einer merkwürdigen kleinen Gruppe von Schülern, Josh, Lyssa, Calista und Oliver augenscheinlich beobachtet und in das alte, stillgelegte Seaview Hotel gelockt. Dort wird sie von ihrer neuen Chemielehrerin Miss Bellini erwartet, die Miranda in die kleine Gruppe von „Geisterjägern“ einführt. Zusammen versuchen die Schüler die dunkle, übersinnliche Bedrohung durch die Schatten auszuschalten…
„Wispernde Schatten“ ist ein wirklich schönes und auch spannendes Kinder- und Jugendbuch für eine etwas jüngere Zielgruppe. Was aber nicht bedeutet, dass es nicht auch größeren Leseratten Spaß machen kann! Dennoch ist es ein Buch, dass möglicherweise nicht als All-Age durchgeht, da der Schreibstil doch sehr einfach gehalten und die Geschichte sehr schnell vorbei ist. Auch das gesamte Umfeld Mirandas ist ihrem jungen Alter angemessen. Sie geht in die 8. Klasse einer Englischen High School, trifft sich mit Freunden, muss Hausaufgaben machen und sie hat den Verlust ihres Vaters zu verkraften. Dafür ist sie dennoch sehr unbeschwert, finde ich. Insgesamt ein Szenario, in dem sich vorwiegend jüngere Leser wiederfinden werden.
Der Schreibstil des Autors ist, wie oben schon erwähnt, sehr einfach gestrickt. Kurze Sätze mit einfacher Wortwahl und Satzstellung dürfte den jüngeren Lesern angemessen sein und diese nicht überfordern. Außerdem hat der einfache Schreibstil zur Folge, dass das Buch unglaublich schnell durchgelesen werden kann. An einigen Stellen kommt auch Spannung auf, z.B. als sich Miranda zusammen mit Josh eines Nachts in ein Kloster schleicht, aber die Spannung ist so gut dosiert, dass sich jüngere Leser nicht vor Angst unter der Bettdecke verkriechen müssen.
Die Protagonisten sind auch alle recht einfach und oberflächlich gehalten. Miranda hat alltägliche Probleme, was bei einem 12-jährigen Mädchen so anfällt, aber auch diese gruseligen Albträume mit denen sie sich auseinandersetzen muss. Sie ist eine sehr sympathische Protagonistin, die versucht sich in einem neuen Umfeld zu Recht und neue Freunde zu finden. Jade möchte so gerne mit Miranda befreundet sein, doch Miranda vermasselt es erst mal gnadenlos. Trotzdem geben Jade und Miranda nicht auf, das fand ich richtig toll! Die Vier aus Miss Bellinis Gruppe sind alle zu Beginn recht mysteriös, doch nach und nach erfährt man die Hintergründe der einzelnen Personen und lernt sie besser kennen.
Das Cover des gebunden Buches ist für meinen Geschmack sehr ansprechend gestaltet. Rot- und Brauntöne dominieren das Bild und ein Blitz zuckt über einen düsteren Himmel. Schemenhaft sind fünf Gestalten zu sehen, die die fünf „Geisterjäger“ darstellen sollen und der Blitz hat auch einen Bezug zur Geschichte. Von daher ist das Cover sehr gut gelungen.
Fazit: „Wispernde Schatten“ von Daniel Blythe ist eine sehr schöne Geschichte über Neuanfänge, Freundschaft und übernatürliche Phänomene, die passgenau auf die vom Verlag angegeben Altersgruppe zugeschnitten ist! Ich kann dieses schöne Buch daher allen etwas jüngeren Lesern zwischen 12 und 15 Jahren sehr empfehlen!
Bewertung vom 12.04.2013





sehr gut- Tief unter dem Berg liegen ein paar Antworten
Vier Monate sind seit den Ereignissen am Remembrance Day vergangen. Am Grace College ist Prüfungszeit und unsere Freunde Rose, Katie, Julia, David, Robert, Benjamin und Chris sind ziemlich mit sich selbst beschäftigt. Katie genießt ein paar Sonnenstrahlen am See, als Benjamin plötzlich völlig verwahrlost und verdreckt bei ihr auftaucht und seltsames, zusammenhangloses Zeug stammelt. Später in der Vorlesung taucht er wieder auf, benimmt sich merkwürdig und bedrohlich, tickt völlig aus, um dann bewusstlos zusammenzubrechen. Nachdem Benjamin ins Krankenhaus gebracht wurde, steht es ziemlich schlecht um ihn. Er scheint vor seinem Zusammenbruch drei Tage verschwunden gewesen zu sein und niemand weiß, wo er sich währenddessen aufgehalten und was seinen gefährlichen Zustand ausgelöst hat. Katie, Robert und David begeben sich mit Hilfe von Benjamins Videoaufzeichnungen auf seine Spuren, um ihren Freund vor dem sicheren Tod zu retten…
Eine spannende Fortsetzung hat Krystyna Kuhn mit dem vierten Tal-Band geschaffen. Dieser Band soll wohl auch so etwas wie das Staffelfinale von Season 1 darstellen und er ist dafür auch wirklich gelungen. Durch Aufzeichnungen, die Katie, David und Robert finden, erfährt man endlich, endlich etwas mehr darüber, was mit den Studenten aus den 1970’ern wirklich geschehen ist. Kapitelweise wird die Geschichte von der Suche nach Benjamins Aufenthaltsort der letzten drei Tage erzählt und zwischendrin jeweils eine kurze Episode aus den Aufzeichnungen der verschwunden Studenten eingeflochten. So schälen sich nach und nach immer mehr der erschreckenden und auch gruseligen Erlebnisse der früheren Studenten auf dem Ghost heraus und setzten sich zu einem grausigen Bild zusammen, das auch die drei Freunde auf ihrer Mission zu ereilen scheint! Was sie übrigens so alles finden und entdecken müsst ihr selber nachlesen, es ist aber Einiges und es werden einem endlich ein paar Antworten gegeben, allerdings auch wieder einige neue Fragen aufgeworfen. Wie hätte es auch anders sein können, schließlich gibt es noch eine zweite Season!
Der Schreibstil der Autorin ist auch in diesem Teil der Reihe sehr gut zu lesen. Schnörkellos erzählt sie die Geschichte der drei Studenten auf ihrer Mission Benjamin zu retten und sieht dabei weiterhin von zu vielen Kraftausdrücken und zu flapsiger Sprache ab, was mir sehr gut gefallen hat! Spannend ist das Buch wieder von Anfang bis zum Schluss und macht Lust darauf, gleich die zweite Staffel zu beginnen!
Das Hauptaugenmerk des vierten Teils liegt wieder auf Katie, aus deren Sicht man die Ereignisse erlebt. Man erfährt auch wieder mehr aus ihrer Vergangenheit und wie diese sie einholt. Weiter mit von der Partie sind David und Robert, der meines Erachtens in den beiden Bänden davor etwas zu kurz gekommen ist, ist er doch eine total spannende Persönlichkeit! David ist mir immer noch rätselhaft und ich kann ihn nicht so recht einordnen. Die Protagonisten entwickeln sich aber auch weiter und das gefällt mir ausgesprochen gut!
Das Cover ist in der bewährten Tal-Manier gestaltet, nur dass das Wappen, die Ornamente und der Buchtitel diesmal rot sind.
Fazit: Auch der vierte Teil von Krystyna Kuhns Tal-Reihe „Die Prophezeiung“ konnte mich fesseln und begeistern! Durch die Antworten die man bekommt und die neuen Fragen, die gleichzeitig aufgeworfen werden, muss ich aber unbedingt auch die zweite Season lesen und ich freue mich sehr darauf!
Bewertung vom 06.04.2013





sehr gut- Zweifle an der Sterne Licht…
…aber zweifle niemals an dir selbst! Gabrys Leben gerät in nur einer einzigen Nacht aus den Fugen, in der sie sich von Catcher überreden lässt, mit ihm und einigen anderen Jugendlichen den Zaun zu übersteigen, der ihnen und der Stadt Vista die Mudo vom Leib hält, die stöhnend und seelenlos durch die Welt streifen. Sie kennen nichts außer ihrem Hunger nach Blut und dem Drang anzustecken. Alles beginnt wie ein großer Spaß als Gabry, Catcher, Cira und die anderen den verfallenen Vergnügungspark erkunden. Niemand sieht den Breaker kommen, der ihr aller Leben für immer verändern wird: Catcher wird verletzt, Cira später von der Miliz gefangen genommen und nur Gabry kann unbeschadet entkommen. Als sie Elias in der verbotenen Zone vor der Stadt, in der sie nach Catcher sucht, kennen lernt und ihre Mutter beschließt zurück in den Wald der tausend Augen zu gehen, beginnt auch Gabry an ihrem Leben und ihren Überzeugungen zu zweifeln…
Ich konnte es kaum erwarten weiterzulesen, nachdem ich Band 1 „The Forest - Wald der tausend Augen“ beendet hatte. Auch im zweiten Teil „Das Meer der tausend Seelen“ nimmt Carrie Ryan uns wieder mit in die Welt nach der Rückkehr. Die Menschen sterben nicht mehr einfach, sondern kehren als Zombies wieder. Vista ist eine der wenigen verbliebenen Städte in denen die Menschen fast sorglos leben können, wenn sie die wichtigste Regel beachten und niemals den Zaun überqueren, der die Stadt vor den Zombies, den Mudo, abschirmt. Die Jugendlichen kennen die Bedrohung also nur aus dem Schulunterricht und denken, die Regeln sind dazu gedacht, um gebrochen zu werden. Dass es tödlich enden kann, ist ihnen gar nicht so bewusst und sie werden natürlich eines Besseren belehrt. Genauso wie in Band eins verschlägt es die Protagonisten in den Wald der tausend Augen, auf das vergessene, umzäunte Wegesystem und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Ebenso wie in Band 1 gibt es eine Dreiecksbeziehung, was ich diesmal als ein wenig störend empfunden habe. Wer so etwas aber gerne liest, wird hier seine reine Freude haben!
Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Klare Worte umfangen uns, in denen aber die Poesie zu spüren ist. Die Sätze sind nicht zu kurz, wie es oft in Jugendbüchern der Fall ist, sondern sind ganz normal und somit wunderbar zu lesen. Es dauert diesmal eine Weile, bis wirklich Spannung aufkommt, obwohl der Beginn der Geschichte schon sehr dramatisch ist. Doch ich war noch nicht nah genug dran an den Personen, als dass ich wirklich mit ihnen fühlen konnte. Das änderte glücklicherweise im Laufe des ersten Drittels. Gabry ist die Ich-Erzählerin und man folgt ihr durch die Geschichte. Auch dieses Mal tummeln sich zwar viele Zombies im Wald, doch alles ist wieder so gehalten, dass auch jüngere Leser und zart besaitete Gemüter ohne Bedenken zu diesem Buch greifen können.
Die Protagonisten sind fast alle neu und man hat zuerst den Eindruck, eine ganz andere Geschichte zu lesen, doch bald erfährt man, dass Gabrys Mutter Mary ist, die in Band 1 dem Wald der tausend Augen entkommen ist und am Strand von Vista angespült wurde. Sie lebt nun mit Gabry zusammen im Leuchtturm und beschützt den Strand. Gabrielle, ihre Tochter, ist ein ängstliches Mädchen und macht sich dauernd Vorwürfe, nicht so stark zu sein, wie ihre Mutter. Doch dann zwingen sie die Umstände über sich hinaus zu wachsen. Catcher ist der junge Mann, dem Gabry ihr Herz geschenkt hat, doch eine Verletzung ändert alles für sie. Elias ist auf der Suche nach jemandem und versteckt sich in der verbotenen Zone vor der Stadt. Er ist geheimnisvoll und anders, so dass sich Gaby schnell zu ihm hingezogen fühlt. Cira, ihre beste Freundin, bleibt die ganze Zeit sehr blass, obwohl sie im Wald dabei ist.
Fazit: „Das Meer der tausend Seelen“ von Carie Ryan fällt ein wenig hinter Band 1 „The Forest – Wald der tausend Augen“ zurück, hat mir aber trotzdem sehr gut gefallen, da es einige unvorhergesehene Enthüllungen gab







































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