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Monili84
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Aachen
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"Wenn du nicht all deine Bücher lesen kannst, dann nehme sie wenigstens zur Hand, streichle ein wenig über sie, schau' etwas hinein, lasse sie irgendwo auffallen und lese die ersten Sätze, auf die dein Auge fällt, stelle sie selbst auf's Bord zurück, ordne sie nach deinen Vorstellungen so, daß du wenigstens weißt, wo sie sind. Laß' sie deine Freunde sein; lasse sie auf alle Fälle deine Bekannten sein."
(Winston Churchill )
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Insgesamt 135 Bewertungen
Bewertung vom 09.03.2013





ausgezeichnet- Ein Buch mit einem gefärhlichen Cover, so blutrot wie das Meer vor der kleinen Insel Thisby auf der Puck und Sean leben. Die Wellen des Meeres färben sich im Herbst am Strand rot, wenn die Männer das große Rennen auf den "Capaill Uisce" reiten. Ein touristisches Spektakel das es nur auf dieser Insel gibt und für das die Bewohner ihr Leben riskieren. Hierfür versuchen sie die Fabelwesen, die dem Meer entsteigen zu zähmen.
Auch Sean ist ein Reiter, sogar ein begnadeter Reiter. Er arbeitet für einen reichen Stallbesitzer und reitet eines der schönsten Meerespferde zu und wurde mit ihm zum gefeierten Sieger. Dem ersten des Rennens winkt Ruhm und eine beträchtliche Siegessumme, doch was wiegt diese, wenn die Tiere nahe dem Wasser so gefährlich werden, dass sie in ihrem Blutrausch Ross und Reiter zerfleischen?
Die Gefahr ist allgegenwärtig und die düsteren Pferde sind unheimlich für alle Bürger auf der Insel. Jeder der ihnen zu nahe kommt, fühlt sich in deren Bann gezogen, doch damit ist die Todesgefahr schon nahe.
Auch die junge Puck bekommt das zu spüren und doch ist es bei ihr anders. Schließlich ist sie doch nur ein Mädchen mit einem lahmen Pony. Doch Puck ist eine kleine autonome Persönlcihkeit. Als sie erfährt,d ass ihr Bruder ans Land gehen will, sieht sie ihre Wurzeln und ihre Heimat in Gefahr. Zudem will sie ihr Elternhaus und den jüngeren Bruder schützen. Ein Mädchen, das allein gegen die Fronten kämpft, und dabei über sich hinaus wächst. Sie ist nicht bereit ihre geliebte Ponystute zurück zu lassen. So fasst sie den mutigen Entschluss, sich für das Pferderennen anzumelden. Doch dann wird klar, dass es ein Reigen der Männer ist, die Insel ist klein, die Rituale alt und eingefahren. Da ist kein Platz für das Hirngespinst eines Mädchens, das ihre kleine Welt retten will.
Doch mit Leidenschaft und viel Glück findet Puck in Sean einen Verbündeten. Denn niemand versteht die Capaill Ulisce wie er. Er spürt das Bann zu seinem feuerroten Hengst so intensiv wie kein anderer. Er weiß, was diese Wesen bewegt und so trainieren die beiden jungen Reiter gemeinsam für den großen Tag. Doch neben dem Wunsch auf den Sieg und der Sorge um das eigene Pferd, sind alle beide getrieben von einer Angst zu versagen, was viele schlimme Konsequenzen mit sich bringen würde. So drängt diese Sorge, die Angst um das Überleben in den Hinterkopf. Trotzdem macht diese Gemeinsamkeit Platz für erste zärtliche Gefühle zwischen dem erfahrenen Reiter Sean und der kleinen etwas zerbrechlich wirkenden Puck.
Eine fantastische, aber auch in Teilen romantische Geschichte für alle die jetzt schon die Meerluft in der Nase spüren und ein Faible für große Vierbeiner mit dem magischen Etwas haben und ein Muss für alle Pferdemädchen mit etwas Fantasie !!!
- 2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 09.03.2013





sehr gut- Ein Buch, das die Botschaft mit sich bringt, was schreiben alles bewirken kann.
Mathilda wächst recht spießbürgerlich auf und ist stets darauf bedacht ihre Existenz zu sichern. Mit viel Liebe arbeitet sie als Deutschlehrerin und möchte den Schülern ihre Leidenschaft für die Sprache und das geschriebene Wort weitergeben.
Doch in Mathilda sind alte Wunden; die größte steht für ihre Trennung von Xaver. Eigentlich eine erzwungene Trennung, ihre große Liebe hat sie vor Jahren mehr oder weniger plötzlich verlassen.
In diesem großartigen Roman treffen sich die beiden ehemals Liebenden scheinbar zufällig wieder, doch in einem anderen Raum. Nachdem Xaver die gemeinsame Idee in einer erfolgreichen Jugendbuchtrilogie gebracht hat, ist er ein gefeierter Autor. Nun soll er zu Mathilda, die sich erst zöglich als selbige zu erkennen gibt, an die Schule kommen und mit ihren Schülern eine Schreibwerkstatt abhalten.
Die beiden Erwachsenen halten schriftlichen Kontakt, u. a. über Emails.
Geschickt lässt J. Taschler hier in ihrem Werk die Grenzen zwischen Schein und Sein verschwinden. Chronologien werden aufgebrochen, da die beiden über Vergangenes sinnieren, was mitunter sehr schmerzlich für sie wird. Zudem hat natürlich auch der männliche Part einen großen dunklen Fleck in seiner Vita. Sein Sohn Jakob verschwand auf mysteriöse Weise und Mathilda möchte aufdecken, was wirklich geschah.
So wird die Geschichte, die sich oberflächlich nur um eine gescheiterte Liebe dreht, zu einem packenden Rätsel. Durch Mathildas psychologisches Gespür gerät Xaver immer mehr in die Enge und wird am Ende gezwungen, der Wahrheit ins Auge zu blicken.
Hat er für den Erfolg seine Liebe zu Mathilda verraten und eine andere berühmte Frau geheiratet? Ist Jakobs Verschwinden nicht im Grunde nur die Strafe dafür, dass er ein Mensch mit Fehlern ist wie jeder andere?
Ein Buch das meisterlich geschrieben ist, obwohl die Sprache nicht sonderlich wortgewandt ist, ist sie doch mehr als solide und wirkt durch die verschiedenen ERscheinungsformen schon fast literarisch. Dennoch wird die Geschichte der Deutschlehrerin besonders durch die menschlichen Züge zu etwas Einzigartigem: Sie zeigt, dass auch nach Jahren uns das Schicksal derer, die wir einst liebten, nie gleichgütlig wird. Wir sehen stets den anderen und fragen uns, wie es ihm ergangen ist und allzu oft bereuen wir nachträglich manche Entscheidung, die wir in der Vergangenheit trafen. Dennoch lässt sich das Rad der Zeit nicht rückwärts drehen und doch stellt sich eine alte Verbundenheit ein, die uns, und in dem Fall auch Mathilda und Xaver befähigt, den anderen zu verstehen, wie es sonst kein anderer Mensch vermag, denn wer einst innig verbunden war, fühlt stets die alten Bande.
Auf den Punkt gebracht hat diese Botschaft einst Kierkegaard: Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vörwärts.
In diesem Sinne bleibt auch Mathilda am Ende nur noch die Kraft des Augenblicks und der Blick nach vorne, was noch kommen mag.
Bewertung vom 09.03.2013





ausgezeichnet- Ein Märchen, für alle die gerne plötzlich Prinzessin sein wollen: Vergesst Sissi, Aschenputtel war gestern. Jetzt ist es an der Zeit für die "Selection" - dahinter verbirgt sich der Auftakt zu einer zauberhaften JuBu-Fantasy-Reihe. Über deren Inhalt möchte ich nicht zu viel verraten, das wäre einfach viel zu schade - selber lesen ist da die Devise und ich verspreche, dieses Buch muss niemand bereuen :)
Der Plot selber ist nicht allzu einzigartig; ein Prinz, der eine Gemahlin sucht, und hierfür die Mädchen des Landes sichtet und die Favouritinnen persönlich am Hofe kennenlernen will. In seiner Mischung und in seiner Ausschmückung wird dieses Werk zu etwas Besonderem.
Dem Zeitgeist der modernen Welt gemäß, werden die Mädchen wie bei "Big Brother" von Kameras begleitet, so dass alle Bürger des Landes an ihrem mehr oder weniger erfolgreichen Werben um Prinz Maxon teilhaben können.
Die Szenerie ist nicht allzu futuristisch, was mir persönlich sehr entgegenkommt, da ich genug von all diesen Endzeit -Dystopien habe. Besonders gefallen hat mir die Idee der Autorin, die Bevölkerung in verschiedene Gruppen/Kasten zu unterteilen. Eine alt hergebrachte Idee, die wunderbar zu der monarchischen Regierung des Landes/Staates passt. Hier wird deutlich, wie sehr Herkunft Denken, Handeln und Zukunft prägen kann. Die Wahlmöglichkeiten sind begrenzt bzw. ein jeder wird den Talenten seiner Sippe nach, einen Beruf ergreifen. Einzig durch Heirat können die Mädchen ihrer eigentlichen Bestimmung entkommen.
Auch viele andere Feinheiten fallen in diesem Buch positiv ins Gewicht, z. B. der Name der Protagonistin, die sich plötzlich als Prinzessin wiederfinden kann, wo sie doch aus sehr ärmlichen Verhältnissen stammt. Ihre Eltern tauften sie einst "America", doch nicht nur deren Name ist Programm. Sie ist benannt nach einem Land, das einst für unbegrenzte Möglichkeiten stand und hat nun die Chance zu wachsen und zu reifen. Wohin dies führen wird, erfahren wir freilich im ersten Teil noch nicht zur Gänze.
Auch alle anderen Namen und Figuren fügen sich ganzheitlich in den Verlauf ein. America erzählt mit viel menschlichem Pathos und hat eine erstaundliche Beobachtungsgabe für ihre Umgebung und die Leute, die sie trifft. Nie verliert sie das Wesentliche aus den Augen und hat stets auch das Wohl der anderen im Sinn. Überhaupt ist sie für ihr Alter sehr verantwortungsbewusst und reif. Anstatt sich gegen ihr Schicksal zu sträuben, denkt sie nach, welche Konsequenzen ihre Entscheidungen für ihre Familie haben könnten. Nur darum bleibt sie am Hof, der wie ein goldenener Käfig erscheint. Zum Glück trifft sie aber auch auf Personen, die sie lieb gewinnt und die ihr gut gesinnt sind. Unter den Mitbewerberinnen knüpfen sich erste zarte Bande der Freundschaft, die aber immer in Gefahr sind, da weiter ausgewählt wird, wer das Casting um den Prinzen verlassen muss. Dabei sind reizende Geschöpfe denen America einen Sieg von Herzen gönnen würde.
Der Prinz ist ständig bemüht es den Mädchen so recht wie möglich zu machen, scheitert aber in Teilen, da es keine endgültige Gerechtigkeit unter solchen Bedingungen geben kann. Er ist ein grundsympathischer Charakter trotz seiner priveligierten Status in der Gesellschaft. Auch die Königsfamilie wird hinreichend beschrieben.
Ich ziehe den Hut vor der Historikerin und Autorin Cass, die hier ein großen Epos geschaffen hat, der das Zeug hat, ganz groß zu werden. Natürlich bin ich etwas angesäuert, dass sie mich am Ende des Buches nun warten lässt, und ich nicht weiß, ob America den Prinzen kriegt oder doch zu ihrer alten Jugendliebe zurückkehrt (ja, ihr solltet wirklich nachlesen in welcher Zwickmühle sich die junge Dame befindet!).
Momentan denke ich sogar ernsthaft darüber nach, mit der amerikanischen Lektüre anzufangen, was bei mir wirklich was heißen will.
Fazit: auf jeden Fall mehr davon!!! Ein Buch, dass alle Mädchen in eine Traumwelt entführen wird... es lohnt sich Seite für Seite in die Märchenwelt abzutauchen!
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 02.02.2013





ausgezeichnet- In großartiger Sprache erzählt Ali Shaw uns eine grandiose Liebesgeschichte und zugleich eine packende Legende mit. Genau wie in seinem "Mädchen mit den gläsernen Füßen" schafft er eine realistische Szenerie und spickt sie nur mit wenigen fantastischen Elementen, dass man trotzdem gleich eintauchen möchte. Auch diesmal ist es ein Liebespaar, doch unwesentlich älter als seine ersten Protagonisten. Außerdem ist es die junge Frau, die sich mit einem außergewöhnlichen Mann konfrontiert sieht: dem Mann, der den Regen träumt.
Die junge Städterin Elso kommt, geprägt von Verlust und ohne ein richtiges Ziel, in eine absonderliche Kleinstadt. Auf ihren Streifzügen durch die umliegenden Berge beobachten sie Finn, wie er seine Gestalt ändert. Viel mehr möchte ich über diesen geheimnissvollen und doch faszinierenden Charakter gar nicht verraten. Nur so viel: Es ist nicht überraschen, dass Elsa ihn kennen, lieben und schätzen lernt und beide zu einer Symbiose werden. Denn Elsa liebt das Wetter, auch das Unwetter. Von ihrem Vater, der als Sturmjäger stets die Gefahr suchte, hat sie dieses Faible geerbt. Doch werden die beiden glücklich trotz der Legende vom "Old man rain" oder wird Finn zum Gejagten, denn nicht alle Leute können etwas Unbegreifliches wie ihn akteptieren?!!! Der Leser erlebt wieder einmal die Entwicklung zweier junger Individuen, die sich gegenseitig spiegeln und durch bedingslose Liebe können Wunder geschehen. Wir finden die großen Themen wieder wie Liebe, aber auch Freundschaft und Vertrauen und Vergebung halten mit den verschiedenen Nebenrollen Einzug in dieses fabelhafte Jugendbuch. Doch ein Jeder kann sich gewiss sein, dieses Buch verändert dich; bei prassendem Regen gelesen fand ich mich in einer fast magischen Atmosphäre und wollte schon rufen: Finn, bist du das? Wo ist Elsa? Unbeschreiblich und ein Lesevergnügen, dass im Gedächtnis haften bleibt. Ein Buch für alle die gefühlvolle Literatur mit großen Gefühlen in gelungener Sprache zu schätzen wissen.
....denn das Leben und die Liebe, so schreibt Shaw, birgt nun mal viele kleine und große Geheimniss und "Menschen können sich ändern, genau wie Wolken." und das macht uns fähig zu vergeben, auch wenn der Weg dorthin nicht immer leicht scheint.
- 7 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 02.02.2013





gut- Ein Buch mit einer interessanten Idee. Für Coelho-Fans mit Sicherheit ein Muss, aber ich vermisste bei der Lektüre den philosophischen Tiefgang. Im Grunde sind es beinahe wahllos aneinander gereihte Lebensweisheiten; manche mit mehr geistlichem Bezug, andere könnten ebenso gut aus der Astroshow von nebenan stammen. Diese werden in einer vermeintlich geschickten Rahmenbedingungen miteinander verknüpft, was für mich aber in Teilen sehr gewollt rüberkommt. Sprachlich ist das Buch gut lesbar und einige besonders schön gemalte Sätze bleiben einem auch im Gedächtnis haften. Dennoch glaube ich, dass die Textproduktion des ehemals großen Autors durch die Quantität im Vergleich zu früheren Werken gelitten hat. Ich bevorzuge eher Klasse statt Masse und finde es schade, dass von ihm in dem Tempo neue Titel erscheinen statt öfter mal eine echte "Perle". Mit Sicherheit ist es auch Geschmackssache, manch wer wird Coelho auch für die "Schriften" lieben, aber für mich persönlich ist der Preis für solch ein Produkt als Hardcover einfach nur wegen des Namens gerechtfertig, nicht aber wegen des Inhalts. Hoffentlich wird der nächste Coelho wieder schöner! Auf ein Neues!!!
- 3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 02.02.2013





ausgezeichnet- August ist ein ganz besonderer Junge; durch eine Laune der Natur leidet er unter einem schwerwiegenden Gendefekt und lebt seit seiner Geburt mit einem entstellten Gesicht. Wegen den vielen Operationen hatte seine Mutter ihn zu Hause unterrichtet, doch nach der "Grundschule" (der amerikanischen) soll er nun auf eine Schule mit vielen Gleichaltrigen gehen.
Mit viel Feingefühl lesen wir die Geschichte eines Jungen, der am Liebsten unsichtbar wäre. Der das Gefühl hat, dass einige erwachsene Lehrer, zwar mit gutem Willen, versuchen seine Schulkameraden beeinflussen und sie zu einer Freundschaft mit dem Sonderling, der von seiner Familie liebevoll nur "Auggie" genannt wird, anhalten wollen. Großartig erzählt, auch und nicht zuletzt wegen der vielen Perspektiven. Da ist die ältere Schwester, die in ihrer leicht pubertären angenervt ist von dem Gehabe um ihren kranken kleinen Bruder und ihn dennoch so liebt wie er ist, aber auch ihr auch einzigartiger erster Freund, der entsetzt ist beim Anblick des kleinen Jungen, und noch andere Kinder und Jugendliche die ihre Sicht der Dinge erzählen. Wohlbemerkt unterscheiden sie sich auch in ihrer Sprache, was das Buch mancherorts etwas schwer zu lesen macht (ich persönlich habe ein Problem mit konstanter Kleinschreibung, was ich allerdings eher für Freiheit des deutschen Übersetzters definiere).
Ein wirklich berührendes Buch, dass schon junge Leser dazu anregen kann, alle Menschen zu achten und das vor allem die inneren Werte zählen. Besonders reizend fand ich die verschiedenen Figuren, die wirklich klasse charakterisiert werden: vom leicht erhabenen Schulleiter (der ach so lange Reden hält) und trotzdem als idealistische Lehrperson wirklich gut wegkommt, bis zur besten Freundin der Schwester, die trotz Hormonschüben im Teenageralter am Ende noch die Kurve kriegt und sich auf das Wesentliche besinnt. In der Tat ist das Buch allerdings sehr amerikanisch, dennoch glaube ich, dass das allgemeine Durcheinander um Cliquenzugehörigkeit und Ansehen auch in unseren weiterführenden Schulen immer mehr zunimmt und in Zeiten von immer heterogeneren Schulformen auch in der BRD und da alle Formen von Förder- und Sonderschulen vom Aussterben bedroht sind, hat das Buch für mich durchaus eine aktuelle Berechtigung. Zudem ist die Problematik der Akzeptanz von Andersartigkeit auch auf das Leben allgemein übertragbar.
Also Leute: LESEN !!! Ich verrate mit Absicht nicht, wie es August am Ende ergeht, aber das Ende macht in Teilen echt glücklich und kommt auch recht unerwartet und doch nicht zu plötzlich.
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 27.01.2013





ausgezeichnet- Ein Buch das vieles hat und doch nicht wie alle anderen guten Bücher ist:
Dies ist die Geschichte von Elly - Elly wächst auf in recht einfachen, aber behüteten Verhältnissen zu Ende des 2. Jahrtausends. Geschickt bringt die Autorin die wichtigen Weltereignisse dieser Zeit ein und verwebt sie mit den Schicksalen ihrer Figuren. Der Erzählton von Elly bleibt stets erhaben über alles was passiert. Berührend und emotional und doch kindlich unbedarf, diese Meisterleistung gelingt Sarah Winand auf wirklich erstaunliche Weise.
Elly ist ein kleines Mädchen, beschützt von ihrem großen Bruder, das ihre beste Freundin abgöttisch liebt. Und doch gehen Menschen aus ihrem Leben und diese Verluste hinterlassen Spuren in Ellies Herzen; sie bleibt mit einer Narbe zurück und doch vermag das gebrochene Herz zu heilen. Der Leser sieht sie vor seinem Auge zur jungen Dame werden und weiß, was alles diese Person geprägt hat, so zu werden.
Ein fast magisches Buch, nicht zuletzt durch den Titel bleibt es lange im Gedächtnis. Denn das Kaninchen namens Gott gibt es wirklich und es ist das ein und alles der Familie und warum darf Gott, der einst Mensch wurde, nicht auch Kaninchen sein? Eine reinzende kindliche Brille, die die Autorin auf besondere Weise zu Papier gebracht hat, kombiniert mit anspruchsvollen Themen der Zeitgeschichte. Ein Muss für jeden Literaturliebhaber und für mich ein absolutes Highlight, da auch das Cover wirklich toll in jedes Bücherregal passt und wunderschön anzusehen ist. Der einzige Wehrmutstropfen: Es ist zu schnell zu Ende gelesen, denn die Sprache ist sehr fließend und gut lesbar. Fazit: Gerne mehr davon. Prädikat: empfehlenswert !!!
Bewertung vom 14.01.2013





sehr gut- Die Geschichte einer wohlhabenden amerikanischen Verwandtschaft. Großmutter Almighties Name ist wirklich Programm. Die alte Dame zieht geschickt die Fäden um ihre Lieben so zu arrangieren, wie es in ihr Weltbild passt. So schreckt sie auch nicht davor zurück, die Lieben zu nötigen ein umfassendes Geständnis (in schriftlicher Form) bei ihr abzulegen. Sonst droht der Familie der Verlust der lohnenden Erbschaft bei Grandmas Ableben. Als Deadline setzt sie den Jahreswechsel und folglich berichten ihre Enkelinnen, drei an der Zahl, von den Missetaten der letzten Monate. Herrlich zu lesen, was in jugendlichen Köpfen in deren Leichtsinn vor sich geht. Da ist Norrie, die große Schweseter, die statt als Debüttantin auf dem Ball gebührend ihre Tänze zu absolvieren, mit dem älten Geliebten kurz vor Weihnachten in Richtung New York durchbrennt.
Außerdem gibt es noch einen weiteren Tyrann, aber wie es so oft ist, die Harten haben oft einen weichen Kern. Was von Norrie niemand erwartet hatte, ist bei Schwester Jane Programm. Sie tut alles um nicht gemocht zu werden, dennoch liest sich zwischen den Zeilen, dass die Welt sie zu so einem Menschen gemacht hat. Nicht nur die Ahnen kriegen in Janes Onlineblogg ihr Fett weg, manches Sullivan Geheimnis wird gelüftet. Auch die nahen lebendigen Anverwandten erhalten von ihre keine Schonfrist. Doch am Ende entdeckt auch Jane was im Leben wirklich zählt. Sie besinnt sich auf die geschwisterlichen Bande und es wird angedeutet, dass sie auch ihre Konsequenzen ziehen wird.
Zu guter Letzt kommt SAssy, als Jüngste zu Wort, und ihre Geschichte ist die außergewöhnlichste von allen Dreien. Die großen deren Gedanken sich stets um die gleichen Themen drehen, so wie Parties und Jungs, stellt SAssy mit ihrer Einzigartigkeit schnell in den Schatten. Sie ist die menschlichste von den Dreien, aber doch wieder übermenschlich und fantasievoll wie selten ein Buchcharakter. Kaum jemand nimmt die anderen Figuren so intensiv wahr und reflektiert und agiert entsprechend, nur Sassy sieht auch die Kleinsten und eher Schwächsten. Sie denkt auch zugleich über sich selbst nach und geht streng mit sich ins Gericht, nicht nur auf Weisung anderer, sondern aus Eigeninitiative.
Die Auflösung der Geschichte ist wirklich überraschend und anrührend. Es lohnt sich wirklich durchzuhalten. Der Plot hebt sich von den anderen Jugendbüchern ab, in denen verschiedene Perspektiven der Spannung dienen sollen. Interessant ist hier, dass alle Drei über längere Zeit erzählen und dann die Geschwister in ihrere Variante auch Bezug auf Situationen nehmen und wir das Gleiche quasi noch einmal durchleben, nur mit einer anderen Brille. Absolut großartige Lektüre für Mädels, für die, die sich Schwestern wie die Sullivans wünschen würden, aber auch für die, die manchmal die eigene Familie am Liebsten loswürden :)
- 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 04.01.2013





ausgezeichnet- Eine reizende Weihnachtsgeschichte, die liebevoll mit kindgerechten Figuren ausgeschmückt ist und in entsprechender Grafik daherkommt.
Mila ist ein kleines MÄdchen dieser Zeit und wächst mit ihrer alleinerziehenden Mutter auf. Doch die widerum möchte das kommende Weihnachtsfest nicht alleine verbringen. Wie wahrhaft ehrlich Kinderwünsche doch ausfallen können, darum wünscht sich Mila vom Weihnachtsmann, der in dieser Geschichte den liebevollen Namen, der "große Rote" trägt, ein Weihnachten wie jeder Jahr - allein mit Mutti zuhause zu sein.
Dummerweise erzählt die faule Wichtelin Elfrid den Auftrag, doch gelingt es ihr einfach nicht, den Austrag auszuführen ohne größeres Chaos anzurichten. Trotzdem bleibt sie eine kleines Persönlich, das in Kinderaugen durchaus respektabel ist: sie tut was Kinder lieben, so schläft und faulenzt sie für ihr Leben gern und wird dementsprechend oft gemaßregelt. Darum mag auch Mila ihre neue Freundin einfach lieber, als andere fleißige Wichtel und setzt alles daran, dass ihre Zimmergenossin, die nur für Kinder sichtbar ist, versteht sich, noch bleiben darf.
In unaufgeregter und doch anregender Sprache ist die außergewöhnliche Weihnachtsgeschichte niedergeschrieben, aber die Hörbuchvariante ist wirklich kindgerecht vertont und für die kleineren, noch nicht so ausdauernden Leser, eine echte Alternative. Ein Buch bei dem echte Weihnachtsstimmung aufkommen wird, weil es voll ist von sagenumwobenen Phantasiegestalten und absonderlichen Vorkommnissen, die jeden Kindertraum wahr werden lässt.
- 3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 04.01.2013





ausgezeichnet- Auch diesmal hat Hirschhausen großartig abgeliefert. Sowohl sein medizinisches Wissen hat er ordentlich im Buch geparkt, als auch eine Prise intelligenten Humors. Natürlich geht das nicht ganz ohne, über die verschiedenen Geschlechter zu schreiben und ihre Besonderheiten. Reizend ist die Grafik über den "Feierabend" ...alles führt zum Happy End...allerdings geht es kaum ohne Umwege. Besonders gefallen haben mir die Zugaben, die der Zuschauer aus seinen Shows: Es ist unglaublich, welch grandiose Ideen seine Gäste von Liebe oder von Nicht-Liebe haben. So hat ein jeder ein Gegenüber mit markanten Marotten, die kleinen abgedruckten Schnipsel sind so einzigartig und vielfältig wie sie nur sein mögen und ich kann hier wirklich keinen Liebling zitieren, aber schwören, ich habe herzlich gelacht. Eine super Lektüre für Nebenbei für die Lachmuskeln. Trotzdem gespickt mit vielen wissenswerten Fakten, auf die man sicher eines Tages mal zurückgreifen kann. U. a. habe ich gelernt, warum auch simple Fußballer so trickreich auf das Tor zielen, wenn es einen Elfmeter gibt, denn das männliche Ego kommt immer noch besser weg, wenn der Torwart in die Ecke hechtet und hält, als wenn der Schütze versagt. Die richtig Mutigen sollten einfach mal ind er Mitte halbhoch draufhalten, auch auf die Gefahr hin, dass das Leder über oder an die Latte geht. In diesem Sinne: Hirschhausen fragen, denn wie heißt es: bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt (oder Apotheker).
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