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Insgesamt 51 Bewertungen
Bewertung vom 21.05.2012





ausgezeichnet- Meine Rezension zu "Barbarendämmerung"
Der Delinquent war außergewöhnlich groß- Sein Körper starrte vor Schmutz, wies aber beeindruckend modellierte Muskeln und auch etliche Narben auf. Man konnte sein Gesicht nicht sehen, aber sein nur mit einem Schurz aus grobem Leinen bekleideter Leib schien jung zu sein, höchstens Mitte zwanzig.
Das ist die erste Beschreibung unseres Protagonisten, welche wir in Tobias O. Meissners neuestem Werk zu lesen bekommen. DER Barbar wird zu seinem Hinrichtungsplatz geführt, wo ihm der Tod durch Köpfung droht, nachdem er vier Männer erschlagen hat. Doch es ist er selbst, der den Ort, an dem er Sterben sollte (und der Welt damit sicherlich einen großen Gefallen getan hätte) in ein Blutbad verwandelt. Denn wer sich dem Barbaren entgegenstellt, muss unweigerlich sterben...
Er mordet, er brandschatzt, er vergewaltigt, er säuft, er frisst und er hurt, dass ist sein einziger Daseinszweck. Er nimmt sich das, was er will, kennt kein Gesetz und keine Regel an. Er ist die ultimative Kampfmaschine. Er hält Sprechen für ein Zeichen der Schwäche, verachtet die Zivilisation und sucht nach immer größeren Herausforderungen.
Trotzdem ist Tobias Buch keine reine Schlachterorgie, auch wenn der Actiongehalt weitaus höher ist als bei "Die Soldaten" oder den "Im Zeichen des Mammuts"-Büchern. Die einzelnen Kurzgeschichten, welche jedoch chronolgisch miteinander verbunden sind und in denen man sich auch über wiederkehrende Figuren freuen darf erzählen alle eine eigene, gut ausgearbeitete Story mit anderer Grundidee. Die Questen, welche der Autor deinem "Helden" auferlegt sind im seltensten Fall reines Abschlachten. Ein wichtiger Aspekt des Buches wird bereits in dem Zitat von Robert E. Howard zu Beginn des Romans deutlich. Wer sind die eigentlichen Barbaren? Vor allem in dem (natürlich extremen) Kapitel FReSSeN wird das deutlich.
Das "BARBARENDÄMMERUNG" ein außergewöhnliches Buch ist merkt man im Übrigen bereits bei der Überschrift des ersten Kapitels. Die Konsonanten sind im Gegensatz zu den Vokalen groß geschrieben. Wie in jedem seiner Bücher versucht Tobias auch diesmal wieder neue Ideen zu verwenden. Außergewöhnliche Schilderungen wie: "Der Mond steckte fest in einem Morast aus Wolken" etc. habe ich bislang bei keinem anderem Schriftsteller zu lesen bekommen. (wobei ich zum größten Teil im phantastischen Bereich ansässig bin)
Insgesamt kann man sagen, dass es sich bei BARBARENDÄMMERUNG wieder mal um einen rundum gelungenen, erfrischend zu lesenden Roman handelt. Lediglich zwei der Kapitel sagten mir weniger zu, aber so etwas ist wohl bei jeder Anthologie der Fall. Sowohl alteingesessene Meissner-Fans, als auch Freunde actionlastiger Fantasy dürfen beherzt zugreifen.
Bewertung vom 02.04.2012





sehr gut- Gelungener Abschluss der "Bessarein-Triliogie"
Mit diesem vierten Band der Reihe "Das Geheimnis von Askir" lüftet Richard Schwartz schließlich die letzten Geheimnisse der Geschehnisse in Bessarein, dem Wüstenreich. Diesesmal bekommen Havald und seine Gefährten mit dem Herrn der Puppen zu tun, einem mächtigen Nekromanten, sowie den Priestern des Namenlosen, die Nachtfalken, welche zu den besten Attentätern Askirs zählen.
Richard Schwartz Schreibstil liest sich wie gewohnt flüssig und es gelingt ihm meiner Meinung nach sehr gut mit den einzelnen Charakteren eine emotionale Bindung herzustellen.
Das Ende finde wieder einmal sehr gelungen.
An dem Glossar ist diesesmal kein Fehler enthalten, auch die Aufmachung des Romans ist sehr gut gelungen.
Ich freue mich bereits auf die restlichen Bände des Zyklus'.
Bewertung vom 01.04.2012





ausgezeichnet- Rückkehr ins Strinhirnhinterzimmer
Rückkehr ins Strinhirnhinterzimmer ist der zweite von bislang drei erschienen Anthologien aus den Federn des Berliner Lesebühnentrios Markolf Hoffmann, Christian von Aster und Boris Koch. Zuvor hatte ich bis auf den Justifiersroman "Sabotage" noch nichts von den genannten Schriftstellern gelesen. Aber zumindest bereitete mich Herrn Kochs Lektüre schon einmal darauf vor, dass dieses Buch und auch die dazugehörige Leserunde "außergewöhnlich" werden konnte.
Tatsächlich werden die verschiedensten Themen aufgegriffen, wobei oft auch gesselschaftliche Kritik mal mehr ("Erwin das Glückskind"), mal weniger ("Sülze") subtil geübt wird.
Der phantastische Aspekt ist in allen der insgesamt 18 Kurzgeschichten enthalten, wobei er bei einigen allerdings nur am Rande eine Rolle spielt.
Die Höhepunkte der Antholgie stellten für mich ganz klar die Himmel-und Hölleerzählungen dar, wobei ich vor allem Herrn von Asters Version gerne einmal live gelesen erleben würde und auch das finale Ende, dass bereits den ominösen Titel "Stirnhirnhinterzimmer" trägt bildet einen guten Abschluss dieser skurillen Kurzfgeschichtensammlung.
Weniger gefallen haben mir dagegen die Elviserzählungen, aber das ist wohl Geschmackssache und man wird kaum eine Antholgie finden, indem einem alle Geschichten gefallen.
Ich kann diese Anthologie daher jedem Interessiertem nur weiterempfehlen. Solche innovativen und kreativen Ideen, wie sie hier verwendet werden, trifft man leider nur selten an.
Bewertung vom 24.02.2012





sehr gut- Ein gelungener Abschluss der Triliogie
Drizzt Do'Urden der Dunkelelf erreicht mit seinem getreuen Begleiter, dem Panther Guenwhyvar die Oberwelt. Obwohl der Anblick des Lichts für ihn mit Schmerzen verbunden ist und die Dunkelelfenmagie aus seinem Mantel und seinen Krummsäbeln weicht, versucht er sich an die neue Umgebung anzupassen. So schließt er sich einer Gruppe Gnolle an, die eine Bauernfamilie überfallen wollen. Als Drizzt, der deren Sprache nicht mächtig ist die wahren, finsteren Absichten der Bande erkennt, stellt er sich gegen sie. Dadurch wird Ulugulu ein monströser, gewalttätiger Bargestwelpe auf ihn aufmerksam...
In der Zwischenzeit versucht Drizzt mit der Bauernfamilie Kontakt aufzunehmen. Als der jüngste Sohn das Haus verlässt und in den tiefen Wald geht, begleitet der Dunkelelf ihn, um ihn im Notfall zu beschützen. Am Ende tritt er dem Jungen gegenüber, der aber die wahren Absichten Drizzts nicht erkennt und ihn für ein Monster hält. Nach einer weiteren Begegnung mit der Bauernfamilie, bei der diesesmal auch die älteren Geschwister vertreten sind und die auf dasselbe Ergebnis hinausläuft, wird das Dorf zur Alarmbereitschaft aufgerufen und Drizzt gejagt.
Unterdessen schmieden Ulugulu und sein Bruder Kempfana einen teuflischen Plan. Er selbst will sich nicht mit dem Drow anlegen. So zertstört er im Blutrausch das Haus der Bauern und schlachtet sie ab. Nur einen zerbrochenes Drowkrummschwert, dass Drizzt zuvor entwendet wurde lässt er zurück...
Dieser Band schließt die "Saga vom Dunkelelf" mit den beiden Teilen "In Acht und Bann" und "Der Hüter des Waldes" ab. In der Neuauflage wurden diese beiden Bücher in eines gepackt.
Allerdings ist damit "Die Legende von Drizzt" noch nicht zu Ende, denn mit "Der gesprungene Kristall", der in der Neuausgabe ebenfalls bereits erschienen ist, wird die Serie fortgesetzt.
Nichtdestotrotz bildet "Der Fluch der Dunkelelfen" einen gelungenen Abschluss, auch wenn natürlich noch einige Sachen, besonders im Drowreich, in dem diesesmal keine Charaktere vertreten sind, offen bleiben.
Ein paar Worte zum Cover: Ich finde es diesesmal sehr gut gelungen, der Dunkelelf und sein Panther wurden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Schade finde ich nur, dass hiermit ein Wechsel zu den ersten beiden Covern entsteht, die zunächst in einer anderen Form (http://2.bp.blogspot.com/-MISDHixb-mY/Ttjuyg1p8dI/AAAAAAAABCE/kthTT9TTN-w/s1600/dunkelelfen1.jpg) veröffentlicht wurden entsteht. So wäre es mir lieber gewesen, wenn an diesen Titelbildern festgehalten worden wäre.
Mein Fazit: Eine eindrucksvolle Geschichte, um den Dunkelelf, die einen guten Abschluss der ersten Triliogie zu bilden weiß, jedoch noch genügend Platz für die Folgebände lässt.
Bewertung vom 29.01.2012





sehr gut- Meine Rezension zu "Die Wächter Edens"
Nach den Büchern um den Kontinent Kanduras und "Portal des Vergessens" ist "Die Wächter Edens der nunmehr fünfte Roman aus der Feder von Stephan R. Bellem. Positiv zu vermerken ist der sehr flüssige Schreibstil, indem man wieder Steigerungen zu früheren Werken Bellems erkennen kann und ebenso das die Spannung für mich beim Lesen so gut wie immer gegenwärtig war.
Die zwei Hauptprotaginisten Arienne, die Reporterin und Antonio, ein Schweizergardist kommen sehr sympathisch und glaubwürdig an, nur im Finale wirkten einige Entscheidungen nicht wirklich nachvollziehbar, doch dazu später.
Die Geschichte beginnt mit einer Jagd durch eine verlassene U-Bahnstation. Am nächsten Morgen ist der Verfolgte nur noch ein verbrannter Leichnam. Arienne, die bereits zuvor in zwei ähnlichen Fällen recherchiert hat geht der Sache nach. Begleitet wird sie dabei von ihrem erfahrenem Kollegen Tom, der als Journalistenveteran noch den einen oder anderen Kniff auf Lager hat. Die Suche nach dem Täter wird bald gefährlich...denn es scheinen nicht nur Menschen die Stadt zu bevölkern.
Antonio, ein Mitglied der Schweizergarde wird nach Deutschland gesendet um sich der Organisation der "Paladine" anzuschließen, die von dem mysteriösen Vincent angeführt wird. Doch was hat es mit ihm und seinem verhassten Erzgegner Nathanael wirklich auf sich? Und Antonio muss erfahren, dass Dracula persönlich nur wenige Blocks entfernt haust.
Alles in allem ist "Die Wächter Edens" ein sehr spannender und gut unterhaltender Roman. Nur im letzten Drittel beginnt das Buch zu schwächeln. Einge Entscheidungen wirken unnachvollziehbar, das Ende geht viel zu schnell vorüber und auch ein paar fragen bleiben offen.
Ich hatte das Glück in der Leserunde ständigen Kontakt mit dem Autor zu haben, so das vieles von dem was ich eben aufgezählt hatte, für mich zufriedenstellend erklärt wurde. auch die Hintergründe waren sehr interessant. Schade, dass Stephan R. Bellem hier Potenzial verschenkt hat, das das Buch zweifelsohne gehabt hätte. Auch die Fantasygestalten (unter denen auch meine Lieblingsfigur ist) kommen viel zu kurz.
Trotzdem, auch wenn "Die Wächter Edens" gegen Ende Schwächen zeigt hat mir das Buch trotzdem gut gefallen. es hat Spaß gemacht, Theorien aufzustellen was es mit Nathanael und Vincent auf sich hat und natürlich gab es auch Diskussionen über die biblischen Aspekte. insgesamt ein spannendes Buch, dessen Möglichkeiten aber leider nicht vollständig genutzt wurden.
Bewertung vom 17.12.2011





ausgezeichnet- Ein weiterer hervorragender Roman aus Lohmann'scher Feder.
"Ring der Elemente" ist bereits das dritte Buch von Alexander Lohmann, dass ich gelesen habe. Nach dem teilweise zähen "Die Gefährten des Zwielichts" war ich noch nicht überzeugt gewesen, aber spätestens mit "Der Tag der Messer" hat der Autor seine Fertigkeiten eindrucksvoll bewiesen. Mit gespannter Haltung nahm ich also dieses Buch zur Hand, dass nicht in die Reihe der Finstervölkerromane einzugliedern ist.
Die Geschichte handelt von einer Schmugglerbande, unter der Führung des undurchsichtigen Magiers (Für die Lohmann ja anscheinend eine Vorliebe hat) Theimenes.
Als Cidos, der gerade seine Ausbildung zum Lichtmagier erfolgreich absolviert hat, den Auftrag erhält gegen diese Schmuggler vorzugehen, weigert er sich. Denn unter ihnen ist auch sein Jugendfreund Helger. Als er im Streit seinen Auftraggeber den Gouverneur erwürgt, gibt es für ihn kein zurück mehr. Gemeinsam mit der Schmugglergruppe verschwindet er aus der Theokratie. Und Theimenes der Magier beginnt ihn für seine Zwecke zu manipulieren.
Exotische Orte, eine unablässig spannende Handlung und ein fulminantes Finale. Genau so sollte Fantasy sein. Alexander Lohmann ist es gelungen mich das ganze Buch über zu fesseln, so dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass die einzelnen Missionen ein wenig episodenhaft angelegt wurden. Man lernt die Charaktere im Laufe der Zeit gut kennen und schätzen.
Auch dieses Werk Lohmanns ist wieder düster gehalten, wenn auch nicht ganz so radikal wie in "Der Tag der Messer". Hier gibt es zumindest hin und wieder lockerere Passagen. Nichtsdestotrotz geht Lohmann wieder rabiat mit den Leben seiner Personen um. Für Leser, die eher zarter besaitet sind, ist dieses Buch also nicht zu empfehlen. Alle Anderen aber, die gerne innovative, spannende Fantasy mit düsterem Einschlag lesen ist der Roman nur zu empfehlen.
Ich bin schon gespannt auf Lohmann's nächstes Werk "Im Mond des Styx". "Lichtbringer" habe ich mir für die Weihnachtszeit aufgespart.
- 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 17.12.2011





sehr gut- Mit Boris Kochs' "Sabotage" liegt der mittlerweile fünfte Band der Justifierreihe vor. Nach Tom Finns' "Mind Control" und Nicole Schuhmachers "Zero Gravity", die beide rundum gelungen waren, lagen meine Erwartungen für diesen Roman hoch. Bislang hatte ich noch nichts von Boris Koch gelesen uhnd war deshalb umso mehr gespannt, ob es dem Autor gelingen wird, mich mit seinem Werk zu überzeugen.
Die Handlung:
Als ein Angestellter des Romanow-Konzern mittels einem manipuliertem TransMatt-Portals entführt wird, und anschließend über einen Lautsprecher, die Zielkoordinaten versteigert werden, herrscht Aufregung im Starluck. Der Entführte ein gewisser Herr Schmidt trug einen Koffer bei sich, als er gekidnappt wurde. Handelte es sich dabei um wichtige Forschungsdateien?
Auch die Mafia und der Konzern Gauss Industries scheinen am Inhalt interessiert zu sein. Romanow gelingt es schließlich die Zielkoordinaten in die Finger zu bekommen, und sendet seine Justifiers aus.
Doch der Planet, auf dem sie landen wird für sie gefährlicher werden, als sie ahnen...
Aleksej ist ein Mischling. Sein Vater war ein Affenbeta, seine Mutter ein Mensch. Seit seiner Geburt ist er Eigentum des Konzerns Romanow. Seine ganze Kindheit über wird er auf die Aufgabe zum Justifier gedrillt. Er lernt einzustecken und er lernt auszuteilen.
Als Aleksej, Pilot und zugleich Anführer eines Justifiersteams auf den Planeten Deadwood ausgesandt wird, wird er trotz zahlreicher Verdienste seines Befehls enthoben. Es kommt zu Unruhen innerhalb der Gruppe. Und so bekommen es die Justfiers nicht nur mit dem unwirtlichen von gelben Nebel verhüllten Planeten, sondern auch mit sich selbst zu tun.
Zu Beginn war ich noch nicht vollständig von dem Roman überzeugt. Es dauert sehr lange bis es wirklich spannend wird, und erst im letzten der drei Abschnitte in die das Buch eingeteilt ist, legt Boris Koch richtig los. Meinesjaachtens hätte das schon früher sein können. Als es dann aber endlich so weit ist, konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Es herrschte permanent eine düstere Stimmung und ich fieberte und litt mit den einzelnen Charakteren mit.
Das Ende fand ich ebenfalls sehr gelungen, jedoch ging es mir ein wenig zu schnell. Hier hätte ich gerne noch erfahren, wie es mit den Personen weitergegangenwäre und auch zwei meiner dringlichsten Fragen blieben ungeklärt. Ansonsten allerdings kann ich euch "Sabotage" nur weiterempfehlen, ein Justifiersroman, der vor allem wegen seines Endes angenehm aus der Reihe fällt.
Lieblingslisten
- Fantasy Leseempfehlungen Durchschnittliche Kundenbewertunggut


































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