Axolotl Roadkill, 4 Audio-CDs - Hegemann, Helene

Axolotl Roadkill, 4 Audio-CDs

Gekürzte Lesung. 242 Min.

Helene Hegemann 

Regie: Krewer, Harald
Audio CD
 
6 Kundenbewertungen
  weniger gut
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Axolotl Roadkill, 4 Audio-CDs

Die 16-jährige Mifti lebt seit dem Tod ihrer Mutter in Berlin und im heranwachsenden Ausnahmezustand. Als ''pseudo-belastungsgestörtes'' Problemkind tanzt, vögelt und kokst sie sich durch die Hauptstadtszene. Das Besondere an Mifti ist ihre Hypersensibilität und ihr offener, fragender Blick auf eine Elterngeneration, die weder auf sich noch ihre Kinder aufpassen kann. Hin- und hergerissen zwischen Genie und Wahn entlarvt Mifti Sprache, Lebensentwürfe und Konventionen der Erwachsenen als das ''allgemeine Dahinschimmeln'' ihres wohlstandverwahrlosten Umfelds.
Der Jungregisseurin Helene Hegemann ist ein wildes und bewegendes Debüt gelungen.
Sie ist 17 Jahre alt und der Shooting-Star des deutschen Films: Ihr erster Film Torpedo lief bundesweit im Kino und wurde mit dem renommierten Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet.


Produktinformation

  • ISBN-10: 3899036948
  • Best.Nr.: 28005962
  • Laufzeit: 242 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.10.2012

Rappen im Séparée der Süchtigen

Vor zwei Jahren erhitzte ihr Roman "Axolotl Roadkill" den deutschen Literaturbetrieb. Inzwischen ist die Autorin volljährig. Ein Abend in Berlin-Mitte mit Helene Hegemann

Ein bisschen Selbstzerstörung ist vollkommen angemessen." Helene Hegemann spricht nicht vom exzessiven Ketamin- oder Kokain-durch-die-NaseZiehen, das sie in ihrem Roman "Axolotl Roadkill" beschreibt, sondern von der täglichen Packung Zigaretten. Die Schriftstellerin ist bekennende Kettenraucherin. Mittags in einem französischen Restaurant auf der Torstraße beginnt ein Treffen, das am späten Abend in einem gesetzten Alkoholrausch enden soll. Zunächst aber alles wahnsinnig gesittet: Wasser, Rotwein und Entrecote - und natürlich die Frage, ob Hegemann den rufschädigenden Medienwirbel um ihre Person mittlerweile verkraftet hat. Denn nach der Veröffentlichung ihres Romans wurde die Schriftstellerin zunächst als Literaturwunderkind gehypt; als aber bekannt geworden war, dass sie sich ohne Hinweis einiger Sätze fremder Autoren bedient hatte, verwandelte sich der feuilletonistische Zuspruch in ein Gewitter aus Empörung, Schadenfreude und …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Die Hegemann ist ein Wunderkind! Die Hegemann ist eine Betrügerin! Zwei Sätze, die in etwa die Bandbreite der Meinungen abdecken, mit denen die jugendliche Autorin seit Erscheinen ihres Debütromans konfrontiert wurde. Die tatsächliche Qualität von "Axolotl Roadkill", der zunächst als Porträt einer ganzen Generation gehandelt und kurz darauf als teilweise plagiiert entlarvt wurde, war dabei zuletzt kaum noch Thema. Gut, sie hat also abgeschrieben. Trotzdem ist "Axolotl Roadkill" ein eigenständiges Kunstwerk mit einer sehr einzigartigen Hauptfigur: der 16-jährigen Halbwaisin Mifti, die sich durch ihren Berliner Szenealltag vögelt, drogt und philosophiert. Ein Prototyp ist diese mit autobiografischen Details versehene Göre bestimmt nicht; eher eine anstrengende Kulmination all der potenziellen Ängste und Nöte, mit denen ein pubertierender Großstadtbewohner konfrontiert werden kann. Zu großen Teilen liest sich das wie eine dahingerotzte Sammlung von Assoziationen und Eindrücken, angereichert mit Bildungs- und Fäkalsprache zu jeweils gleichen Anteilen. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde ein Autor, doppelt so alt wie Hegemann, für dieses Produkt abgewatscht werden. Helene Hegemann aber ist gerade 18 Jahre alt geworden - und darf sich über eine Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse freuen. Aus literarischer Sicht hätte sie eine solche Auszeichnung nicht verdient; umso mehr dafür, dass sie viele längst überflüssige Diskussionen angefacht hat. (jul)

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Begeistert zeigt sich Peter Michalzik von Helene Hegemanns Debüt "Axolotl Roadkill". Das Buch der 17-jährigen Berlinerin, das derzeit sämtliche Feuilletonisten enzückt, sieht der Rezensent ganz klar als Coming-of-Age-Buch, das für ihn "eher Halluzination als Geschichte, mehr Vision als Roman" ist und sich irgendwo zwischen Roman und Tagebuch bewegt. Schon lange hätte es keinen Erstling mehr gegeben, der einen derart intensiven "eigenen Sound" entwickle und die Gegenwart mit einem Mal so intensiv erlebbar mache, schwärmt Michalzik. Die Stärke von "Axolotl Roadkill" liege nicht nur in Hegemanns Sprachgebrauch, sondern auch in ihrem Mut, ihre "denkgeile Phantasie" weiterzuspinnen, meint Michalzik. Im Zentrum des Buches steht die 16-jährige Mifti, die ein Berliner Boheme-Leben zwischen Drogenrausch und Sex-Abenteuern führt, wie der Rezensent weiß. Michalzik lobt die "reaktionsschnelle, sperrangelweit offene, kämpferische, halluzinogene Ultrasensibilität", mit der die Autorin umzugehen weiß, und bringt diese in Verbindung mit zwei wichtigen Personen aus ihrem Umfeld: mit ihrem Vater, dem Dramaturgen Carl Hegemann, und Christoph Schlingensief.

© Perlentaucher Medien GmbH
Helene Hegemann, 1992 in Freiburg geboren, lebt in Berlin. Im Winter 2007 wurde ihr Theaterstück "Ariel 15" im Ballhaus Ost uraufgeführt und im darauffolgenden Jahr von Deutschlandradio als Hörspiel adaptiert. Ihr Drehbuch- und Regiedebüt "Torpedo" hatte im Oktober 2008 Premiere. Es wurde mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet und lief im Sommer 2009 bundesweit in den deutschen Kinos.

Leseprobe zu "Axolotl Roadkill, 4 Audio-CDs"

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Trackliste zu "Axolotl Roadkill, 4 Audio-CDs" von Birgit Minichmayr


CD 1
1 Titel 1
2 Titel 2
3 Titel 3
4 Titel 4
5 Titel 5
6 Titel 6
7 Titel 7
8 Titel 8

CD 2
1 Titel 9
2 Titel 10
3 Titel 11
4 Titel 12
5 Titel 13
6 Titel 14
7 Titel 15


Kundenbewertungen zu "Axolotl Roadkill, 4 Audio-CDs" von "Helene Hegemann"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 2 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen   weniger gut)
  ausgezeichnet
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  schlecht
 
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Bewertung von Jessi aus Augsburg am 31.05.2010   schlecht
Ein Buch ohne Inhalt, das durch den Gebrauch von (zu) vielen Fremdwörtern anscheinend intelektuell rüberkommen will, aber genau das Gegenteil erzeugt.
Dass vieles geklaut - pardon!: "geremixt" - ist, macht das ganze noch schlechter.
Fazit: Spart euch das Geld!

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Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 20.05.2010   weniger gut
"Axolotl Roadkill" ist ein grotesker Roman über die von Wahnvorstellungen geplagte Jugend der 16 jährigen Mifti. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Mifti mit ihrem Halbbruder und ihrer Halbschwester in Berlin.

Obwohl Mifti nicht auf den Kopf gefallen ist und sie eine Chance auf eine gutsituierte Zukunft hat rutscht sie in der Gesellschaft ab. Sie konsumiert immer mehr Drogen und erweckt den Anschein dauerhaft High zu sein, schon bald besucht sie anstatt die Schule nur noch Partys.

Mifti kann nicht mehr zwischen Realität und ihrer Fantasiewelt unterscheiden, sie ist abgerutscht in ein Leben voller Ängste und Sorgen.

Die 17 jährige Autorin Helen Hegemann tritt mit ihrem Debütroman "Axolotl Roadkill" nach Lob von allen Seiten vor allem durch negative Pressemeldungen in den Vordergrund. Es werden immer mehr Plagiatsvorwürfe bekannt, die die junge Autorin beschuligen aus Airen's Roman "Strobo" und dem Blog des Autors http://airen.wordpress.com/ Textpassagen geklaut zu haben.

Ohne auf diese Meldungen Rücksicht zu nehmen kann man jedoch sagen das Helen Hegmann schon in jungen Jahren es versteht authentisch über die Lage zu berichten in der sich Mifti befindet. Teilweise stellt man sich als Leser sogar die Frage wie es überhaupt möglich ist, dass Helen Hegemann so detailliert über die Berliner Drogenszene berichtet. Skurile Wahnvorstellungen verschwimmen immer mehr mit der Realität und lassen den Leser darüber im dunkeln was genau vorgeht.

Im großen und ganzen betrachtet ist Helen Hegemann's Roman eine beachtliche Leistung, wären da nicht die viele Textstellen des ca. 200 Seiten dünnen Romans von anderen Werken fast wortgleich übernommen worden. Deshalb bewerte ich Axolotl Roadkill mit nur zwei von fünf Sternen.

Mein Fazit:

Helen Hegemans Debütroman ist herrlich grotesk und lässt die Linien zwischen Realität und drogenbedingter Wahnvorstellungen ineinander verschwimmen.

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Bewertung von Link aus Künzelsau am 22.04.2010   schlecht
Man kann von dem Kauf nur abraten. Helene Hegemann hat keinen Schreibstil und die triviale Geschichte tut ihr übriges.

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 09.04.2010   sehr gut
Jau, das war wahrlich keine leichte Kost und schon gar nicht in irgendeiner Form zur Erbauung oder guten Unterhaltung im Sinne von sich erfreuen geeignet. Trotzdem - dieses Buch hängt nach.
Wer die Jugend als ausschließlich schöne Zeit in Erinnerung hat, ist beneidenswert, aber natürlich sei es ihr/ihm gegönnt. Doch wie oft war dieser Abschnitt geprägt von Frust und Wut. Auf diese Erwachsenenwelt, diese scheinheilige, heuchlerische, die einem aber vorschreiben wollte wie man zu sein und zu leben hatte. Und die Schule, wo das Beste daran war dass man seine Kumpels traf, aber ansonsten nur Scheiß lernte. Der eigene Körper der machte was er wollte: der Busen zu groß zu klein, zuviel zuwenig Bartstoppeln, zu kurze zu lange Beine, der Schwanz zu dünn zu winzig usw. Man hatte das ganze Leben noch vor sich - ja aber was für eines? In dieser scheiß verlogenen Gesellschaft... Eigene Wünsche oder Träume wurden ins Lächerliche gezogen (werd' du erst mal erwachsen..), Drogen aller Art wurden ausprobiert um dem standzuhalten.
Genau so und noch extremer klingt es durch alle Seiten dieses Buches hindurch, durch alle Zeilen. Mifti, die Hauptfigur ist zudem nicht nur ein 'normaler' Teenager mit oben genannten Problemen, nein, sie schleppt auch noch eine grauenvolle Vergangenheit mit sich rum, die es ihr verwehrt, den häufig einzigen richtigen Rückhalt zu finden, den junge Menschen in dieser Zeit haben: eine gleichaltrige Clique. Sie ist eine Einzelgängerin, da sie die durch ihre gräßlichen Erfahrungen entstandenen Empfindungen und Gedanken ihren Altersgenossinnen nicht deutlich machen kann. Verstanden fühlt sie sich lediglich von Menschen, die ähnlich existentielle Erlebnisse hinter sich haben und diese mit Hilfe von Drogen versuchen zu überwinden, zu vergessen, zu verdrängen - was auch immer. Und Mifti schließt sich an. All dies schildert sie mit einer solchen Sprachgewalt, Obszönität, Brutalität und Grausamkeit, dass ich immer wieder geneigt war das Buch wegzulegen. Doch zugleich war ich voller Mitgefühl für diese unsagbar einsame unglückliche junge Frau und las weiter in der Hoffnung, dass noch jemand kommt, der ihr die Kraft gibt die sie braucht um all das zu überstehen.
Helene Hegemann schildert ein Lebensgefühl in Extremform, das sich aber grundsätzlich seit Jahrzehnten nicht verändert hat. Sie gibt ihm jedoch die Stimme der heutigen Zeit, so unschön sie auch klingen mag. Eigentliche Zielgruppe für dieses Buch sollten junge Erwachsene sein und zwar genau die, die sich allem und jedem verweigern. Doch ob ausgerechnet jene sich eine Lektüre zu Gemüte führen, die vom Establishment hoch gelobt wurde, ist fraglich.
Was den Plagiatsvorwurf angeht: Wer Augen hat zu sehen, der lese :-) Auf Seite 15 erklärt Edmond, der Bruder von Mifti, dass seine Werke zusammengeklaut sind. Und zwar: 'Von so 'nem Blogger.'
Und wieso Axolotl? Weil er das freundlichste Lächeln hat, das Mifti je gesehen hat.

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Bewertung von Devilchen am 24.02.2010   weniger gut
Ich gebe diese Bewertung ab, weil ich selbst eine "Jungautorin" bin und es schrecklich finde, dass sich die Autorin von AXOLOTL auf den Lorbeeren anderer Leute ausruht.
Wenn jemand Lorbeeren für dieses Werk erneten sollte, dann eher die Leute, deren Geschichts - / Gedichts - und Textzeilen von der jungen Dame entwendet wurden für diesen Roman. Sie hat es gut umgesetzt, ohne Frage, aber doch stammen jegliche Grundideen, viele Sätze u.ä. nicht von ihr, was mich einfach traurig zurück lässt. Dass man Stolz auf ein Werk sein kann, in dem man sich selbst als Autor nicht wiederfindet, beziehungsweise wiedererkennt, kann ich mir nicht vorstellen.
Nun ja, trotzdem Glückwunsch an die junge Autorin dafür, dass sie mit den Worten anderer so viele Lorbeeren erntet. Ihr Schreibstil ist ganz nett, aber das wars dann auch schon wieder.

Im Voraus Entschuldigung für die harten Worte.
Mehr hab ich dazu auch nicht zu sagen.

Liebe Grüße,
Eine etwas aufgebrachte "Jungautorin" die so viel Dreistigkeit beinahe bewundert, aber doch lieber mit ihren eigenen Worten Erfolg haben möchte.

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21 von 32 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Dutze am 17.02.2010   weniger gut
Voller Vorfreude habe ich mich an dieses Buch gemacht. Vielversprechende Kritiken, hoch gelobt von allen Seiten. Haben die grossen Tageszeitungen und Institutionen dieses Buch überhaupt gelesen oder nur das Thema an sich und das ansprechende Buch-Cover beurteilt? So scheint es zumindest.
Das Buch wird absolut überbewertet!!!

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25 von 31 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 20.05.2010   weniger gut
"Axolotl Roadkill" ist ein grotesker Roman über die von Wahnvorstellungen geplagte Jugend der 16 jährigen Mifti. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Mifti mit ihrem Halbbruder und ihrer Halbschwester in Berlin.

Obwohl Mifti nicht auf den Kopf gefallen ist und sie eine Chance auf eine gutsituierte Zukunft hat rutscht sie in der Gesellschaft ab. Sie konsumiert immer mehr Drogen und erweckt den Anschein dauerhaft High zu sein, schon bald besucht sie anstatt die Schule nur noch Partys.

Mifti kann nicht mehr zwischen Realität und ihrer Fantasiewelt unterscheiden, sie ist abgerutscht in ein Leben voller Ängste und Sorgen.

Die 17 jährige Autorin Helen Hegemann tritt mit ihrem Debütroman "Axolotl Roadkill" nach Lob von allen Seiten vor allem durch negative Pressemeldungen in den Vordergrund. Es werden immer mehr Plagiatsvorwürfe bekannt, die die junge Autorin beschuligen aus Airen's Roman "Strobo" und dem Blog des Autors http://airen.wordpress.com/ Textpassagen geklaut zu haben.

Ohne auf diese Meldungen Rücksicht zu nehmen kann man jedoch sagen das Helen Hegmann schon in jungen Jahren es versteht authentisch über die Lage zu berichten in der sich Mifti befindet. Teilweise stellt man sich als Leser sogar die Frage wie es überhaupt möglich ist, dass Helen Hegemann so detailliert über die Berliner Drogenszene berichtet. Skurile Wahnvorstellungen verschwimmen immer mehr mit der Realität und lassen den Leser darüber im dunkeln was genau vorgeht.

Im großen und ganzen betrachtet ist Helen Hegemann's Roman eine beachtliche Leistung, wären da nicht die viele Textstellen des ca. 200 Seiten dünnen Romans von anderen Werken fast wortgleich übernommen worden. Deshalb bewerte ich Axolotl Roadkill mit nur zwei von fünf Sternen.

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Helen Hegemans Debütroman ist herrlich grotesk und lässt die Linien zwischen Realität und drogenbedingter Wahnvorstellungen ineinander verschwimmen.

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 09.04.2010   sehr gut
Jau, das war wahrlich keine leichte Kost und schon gar nicht in irgendeiner Form zur Erbauung oder guten Unterhaltung im Sinne von sich erfreuen geeignet. Trotzdem - dieses Buch hängt nach.
Wer die Jugend als ausschließlich schöne Zeit in Erinnerung hat, ist beneidenswert, aber natürlich sei es ihr/ihm gegönnt. Doch wie oft war dieser Abschnitt geprägt von Frust und Wut. Auf diese Erwachsenenwelt, diese scheinheilige, heuchlerische, die einem aber vorschreiben wollte wie man zu sein und zu leben hatte. Und die Schule, wo das Beste daran war dass man seine Kumpels traf, aber ansonsten nur Scheiß lernte. Der eigene Körper der machte was er wollte: der Busen zu groß zu klein, zuviel zuwenig Bartstoppeln, zu kurze zu lange Beine, der Schwanz zu dünn zu winzig usw. Man hatte das ganze Leben noch vor sich - ja aber was für eines? In dieser scheiß verlogenen Gesellschaft... Eigene Wünsche oder Träume wurden ins Lächerliche gezogen (werd' du erst mal erwachsen..), Drogen aller Art wurden ausprobiert um dem standzuhalten.
Genau so und noch extremer klingt es durch alle Seiten dieses Buches hindurch, durch alle Zeilen. Mifti, die Hauptfigur ist zudem nicht nur ein 'normaler' Teenager mit oben genannten Problemen, nein, sie schleppt auch noch eine grauenvolle Vergangenheit mit sich rum, die es ihr verwehrt, den häufig einzigen richtigen Rückhalt zu finden, den junge Menschen in dieser Zeit haben: eine gleichaltrige Clique. Sie ist eine Einzelgängerin, da sie die durch ihre gräßlichen Erfahrungen entstandenen Empfindungen und Gedanken ihren Altersgenossinnen nicht deutlich machen kann. Verstanden fühlt sie sich lediglich von Menschen, die ähnlich existentielle Erlebnisse hinter sich haben und diese mit Hilfe von Drogen versuchen zu überwinden, zu vergessen, zu verdrängen - was auch immer. Und Mifti schließt sich an. All dies schildert sie mit einer solchen Sprachgewalt, Obszönität, Brutalität und Grausamkeit, dass ich immer wieder geneigt war das Buch wegzulegen. Doch zugleich war ich voller Mitgefühl für diese unsagbar einsame unglückliche junge Frau und las weiter in der Hoffnung, dass noch jemand kommt, der ihr die Kraft gibt die sie braucht um all das zu überstehen.
Helene Hegemann schildert ein Lebensgefühl in Extremform, das sich aber grundsätzlich seit Jahrzehnten nicht verändert hat. Sie gibt ihm jedoch die Stimme der heutigen Zeit, so unschön sie auch klingen mag. Eigentliche Zielgruppe für dieses Buch sollten junge Erwachsene sein und zwar genau die, die sich allem und jedem verweigern. Doch ob ausgerechnet jene sich eine Lektüre zu Gemüte führen, die vom Establishment hoch gelobt wurde, ist fraglich.
Was den Plagiatsvorwurf angeht: Wer Augen hat zu sehen, der lese :-) Auf Seite 15 erklärt Edmond, der Bruder von Mifti, dass seine Werke zusammengeklaut sind. Und zwar: 'Von so 'nem Blogger.'
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Wenn jemand Lorbeeren für dieses Werk erneten sollte, dann eher die Leute, deren Geschichts - / Gedichts - und Textzeilen von der jungen Dame entwendet wurden für diesen Roman. Sie hat es gut umgesetzt, ohne Frage, aber doch stammen jegliche Grundideen, viele Sätze u.ä. nicht von ihr, was mich einfach traurig zurück lässt. Dass man Stolz auf ein Werk sein kann, in dem man sich selbst als Autor nicht wiederfindet, beziehungsweise wiedererkennt, kann ich mir nicht vorstellen.
Nun ja, trotzdem Glückwunsch an die junge Autorin dafür, dass sie mit den Worten anderer so viele Lorbeeren erntet. Ihr Schreibstil ist ganz nett, aber das wars dann auch schon wieder.

Im Voraus Entschuldigung für die harten Worte.
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Voller Vorfreude habe ich mich an dieses Buch gemacht. Vielversprechende Kritiken, hoch gelobt von allen Seiten. Haben die grossen Tageszeitungen und Institutionen dieses Buch überhaupt gelesen oder nur das Thema an sich und das ansprechende Buch-Cover beurteilt? So scheint es zumindest.
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