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Private Altersvorsorge muss sein, so das Mantra der Politik. Doch schützen die Versicherungen wirklich vor Altersarmut? Holger Balodis und Dagmar Hühne decken auf, dass Riester, Rürup und Co. für mehr als 80 Prozent der Beitragszahler ein Verlustgeschäft ist - und womöglich der erste Schritt in die Altersarmut. Die großen Profiteure sind Versicherungen und der Staat. Ein Buch, das alle künftigen Rentner dieses Landes interessieren muss.…mehr

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Produktbeschreibung
Private Altersvorsorge muss sein, so das Mantra der Politik. Doch schützen die Versicherungen wirklich vor Altersarmut? Holger Balodis und Dagmar Hühne decken auf, dass Riester, Rürup und Co. für mehr als 80 Prozent der Beitragszahler ein Verlustgeschäft ist - und womöglich der erste Schritt in die Altersarmut. Die großen Profiteure sind Versicherungen und der Staat. Ein Buch, das alle künftigen Rentner dieses Landes interessieren muss.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg.
  • Seitenzahl: 272
  • Erscheinungstermin: 14. September 2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783843703314
  • Artikelnr.: 37485952
Autorenporträt
Dagmar Hühne und Holger Balodis; beide Jahrgang 1960, berichten seit 25 Jahren als Autoren u.a. für die ARD-Magazine "plusminus", "Ratgeber Recht" und "Monitor" und sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet von Altersvorsorge und Versicherungen. Sie haben bereits mehrere Bücher zu diesen Themen für die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen verfasst (siehe unten). Hühne studierte Politik- und Sozialwissenschaften; Balodis studierte Volkswirtschaftslehre und Journalismus. Bereits 1986 legte er eine Diplomarbeit zu einem Reformansatz der gesetzlichen Rentenversicherung vor. Von Beginn an legten die beiden Autoren einen Schwerpunkt auf Versicherungsthemen, begleiteten die zahlreichen Gesundheits- und Rentenreformen sowie die Einführung der Riesterrente mit zahlreichen TV-Beiträgen und Buchveröffentlichungen kritisch. Dadurch stehen sie seit Jahren in engem Kontakt zu den handelnden Akteuren (Politiker/Wissenschaftler) sowie auch zu Verbraucherschutzorganisationen und betroffenen Versicherten.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 24.12.2012

Schlechtes Bild einer Branche
Zwei Bücher arbeiten sich am Versicherungswesen ab

Der Umbau des Rentensystems während der rot-grünen Regierungszeit gehört zu den spannendsten Kapiteln der jüngeren deutschen Sozialgeschichte. Bis heute werden die Kontroversen um Umlagefinanzierung und Teilkapitaldeckung weiter geführt. Das Aufkommen der Linkspartei wurde dadurch begünstigt. Die Unversöhnlichkeit der Sozialdemokraten mit ihrem früheren Vorsitzenden Oskar Lafontaine, das Karriereende von Sozialpolitikern alter Schule wie Rudolf Dreßler und auch das bis heute spürbare schlechte Gewissen der Parteibasis haben ihre Wurzeln in dieser Zeit.

Wer die Vorgeschichte spannend erzählt und bisweilen polemisch zugespitzt nachlesen will, tut mit "Die Vorsorgelüge" von Holger Balodis und Dagmar Hühne einen guten Griff. Keinesfalls unparteiisch wird der herrschende sozialpolitische Diskurs zur Jahrtausendwende nachgezeichnet. Wichtige Protagonisten wie die Rentenexperten Miegel, Rürup, Raffelhüschen und Börsch-Supan führen die beiden Fernsehautoren ein, indem sie ihre Verbindungen zur Finanzwirtschaft vor oder nach der Reform beschreiben. Den Einfluss von Lobbygruppen wie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft oder der Bertelsmann Stiftung auf die Wahrnehmung der demographischen Herausforderungen skizzieren sie anschaulich. Schließlich zeichnen sie unterhaltsam den politischen Prozess nach - von der Besetzung des Sozialministerpostens mit dem unkonventionellen Gewerkschafter Walter Riester über dessen Freude an komplizierten Regelungen bis zur Ausschaltung kritischer SPD-Vorstandsmitglieder durch Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Diese erzählerischen Passagen sind die lesenswertesten des 263 Seiten starken Buchs, in das die beiden freien Journalisten, die seit vielen Jahren für den WDR arbeiten, Erfahrungen ihrer jahrelangen Berichterstattung einfließen lassen haben. Auch bei der Darstellung des Rentensystems machen sie sich einige Mühe. Allerdings sitzen sie dabei zu stark ihren Zitatgebern Albrecht Müller, Norbert Blüm und Ursula Engelen-Kefer auf, wenn sie einen befürchteten Anstieg des Rentenbeitrags auf 26 Prozent ohne die Reform als leicht verkraftbare Belastung abtun. Den Paradigmenwechsel durch die Rentenreform beschreiben Balodis und Hühne zutreffend als einen Schwenk von der Armutssicherung zur Beitragsstabilität. Allein in der Bewertung sind sie zu einseitig. Die Begrenzung der Beiträge auf 22 Prozent und der stärkere Vorsorgezwang der Arbeitnehmer sind Teil der Reformen, die geholfen haben, den deutschen Arbeitsmarkt krisenfester zu machen.

Im Kern ist das Buch eine Abrechnung mit der Versicherungswirtschaft, die neben den genannten Lobbygruppen einer der Haupttreiber der Reformen war. Die Autoren listen viele tatsächliche Ärgernisse auf: von den übertriebenen Abschlussvergütungen, die erwartbare Renditen deutlich schmälern, über Verbraucher schädigende Verhaltensweisen wie das verlustträchtige Abwerben von Kunden bis zu unappetitlichen Incentivereisen absatzstarker Vertriebsmitarbeiter.

In ihrer berechtigten Kritik an der Branche schießen Balodis und Hühne öfters über das Ziel hinaus und betreiben leider Verbraucherverunsicherung. Denn ihre Hauptbelege für den Misserfolg der Reform sind einige verkürzt wiedergegebene Studienergebnisse, die bei genauerer Betrachtung ein differenzierteres Urteil erlauben. Insbesondere eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, das ohne die Berücksichtigung von Zins- und Risikoüberschüssen der Versicherungsprodukte das Sparschwein als erfolgreichere Variante beschrieben hat, wird zu diesem Zweck ausgeschlachtet. Dass die Studie selbst im weiteren Gang ihrer Argumentation die eigene Sparschwein-These widerlegt, klammern die Autoren aus.

Das ist die Hauptschwäche des Bandes: Weil die Argumentation darauf ausgerichtet ist, den Misserfolg der Rentenreform herauszustellen, werden Fakten zu sehr zugespitzt. Relativierungen werden gern in Fußnoten versteckt, statt sie im Haupttext prominenter zu würdigen. So erscheinen dem Leser hohe Kostensätze von 20 Prozent der Beiträge als üblich statt als Ausnahme. Allzu sehr aufs Glatteis begeben sich die Autoren mit ihrer Empörung über angeblich benachteiligende Sterbetafeln der Versicherer. Diese sind nicht zum Schaden der Kunden, da sie selbst bei steigenden Lebenserwartungen Rentenzahlungen bis ans Lebensende ermöglichen.

Die kritische Grundhaltung teilt der Band mit einem anderen Buch, das sich zum Teil dieselben Protagonisten gesucht hat. Auch in "Die Angstmacher", geschrieben von der Journalistin Anja Krüger, tauchen die Maschmeyers, Rürups und Pohls wieder auf. Sie beschreibt das Unbehagen gegenüber einer Branche, die ihre Macht im Verkauf und in der Regulierung von Schäden missbrauche. Die Autorin, die für die "Financial Times Deutschland" arbeitete, ist in ihrer Kritik meist treffsicherer und präziser als die Autoren der "Vorsorgelüge". So zeichnet sie detailliert den Fall eines Berufsunfähigen nach, der mit einer Verzögerungstaktik der eigentlich als seriös geltenden Debeka um seine Leistungen gebracht wurde. Die zermürbende Kette von Gutachten, ablehnenden Schreiben von Sachbearbeitern und Zeitverzögerungen gehört leider zum Alltag deutscher Kunden.

Krüger zeichnet das Bild einer Branche, die Kunden mit aufgebauschten Risiken verunsichert, ihnen dann unpassende Produkte verkauft und sie schließlich oft genug mit ihren Schäden alleinlässt. Und schließlich stelle sie die Verbraucher mit fortlaufenden Kampagnen gegen Versicherungsbetrug unter den Generalverdacht, Schäden gern selbst zu bewirken. Gemeinsam ist beiden Büchern die Kritik an der Nähe der Versicherungswirtschaft zur Politik.

Nun ist es bei mehr als 500 000 Beschäftigten in der Branche wenig überraschend, dass viele Volksvertreter ihre beruflichen Wurzeln in der Assekuranz haben. Wenn aber für Kunden nützliche Regelungen auf Betreiben der Unternehmen fallengelassen werden, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Und wie stark die Parteispenden aus der Assekuranz in der Zeit rund um die Rentenreform 2001 anwuchsen, stimmt doch zumindest nachdenklich.

PHILIPP KROHN.

Holger Balodis / Dagmar Hühne: Die Vorsorge-Lüge.

Econ, München 2012, 272 Seiten, 18 Euro.

Anja Krüger: Die Angstmacher.

Bastei-Lübbe, Köln 2012, 304 Seiten, 16,99 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Eva Völpel begrüßt Holger Balodis' und Dagmar Hühnes kritische Auseinandersetzung mit den privaten Rentenversicherungen und der dahinter stehenden Politik. Sie schätzt die AutorInnen, die sich seit 20 Jahren in ARD-Magazinen wie "Plusminus" oder "Ratgeber Recht" mit dem Thema Altersvorsorge befassen, als echte Kenner der Materie. Die Darstellung der Lobbyarbeit von privatwirtschaftlichen Verbänden und Versicherungen, die unter Rot-Grün zu einer Demontage der gesetzlichen Rente geführt hat, findet Völpel ebenso informativ wie spannend. Balodis und Hühne analysieren und widerlegen die falschen Versprechen ihres Erachtens überzeugend, stellen die verheerenden Folgen dar und zeigen realisierbare und finanzierbare bessere Alternativen auf.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Hier decken die Autoren tatsächlich einen Skandal auf. (...) Ausführlich, nachvollziehbar und nachweisbar.", Süddeutsche Zeitung, Marianne Körber, 29.09.2012