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Erinnerungen Mein Leben in der Politik | SPIEGEL-Bestseller

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.04.2024

Abbildungen

mit 15 Abbildungen

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

656

Maße (L/B/H)

23,1/16,8/4,5 cm

Gewicht

1049 g

Farbe

Grau / Weiß

Auflage

6. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98704-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Seine ›Erinnerungen‹ faszinieren wegen seiner Beobachtungsgabe, seinem scharfen Urteilsvermögen, seinem bildungsbürgerlichen Anspruch, seiner Selbstdisziplin und seiner auch in der politischen Praxis bewiesenen moralisch-ethischen Wertehaltung.« Peter Hartmeier, Aargauer Zeitung, 16. Juli 2024 ("Aargauer Zeitung")
»Die Autobiografie Wolfgang Schäubles behandelt fast alle Themen, die die Bundespolitik in den vergangenen Jahrzehnten beschäftigten. Für jeden, der das Innenleben politischer Macht in Deutschland und in der CDU als Regierungspartei kennenlernen will, ist sie eine große Fundgrube.« Oskar Lafontaine, Der Freitag, 08. Mai 2024 ("der Freitag")
»Ein intensiver Einblick in ein halbes Jahrhundert deutscher Geschichte.« Die Zeit, 25. April 2024 ("Die Zeit")
»Es ist ein großes Glück für unsere Demokratie, dass [Wolfgang Schäuble] sich am Ende seiner Karriere selbst noch einmal erinnern, Rechenschaft ablegen wollte über das, was ihn politisch angetrieben und geleitet hat.« Robert Habeck, DIE ZEIT, 11. April 2024 ("Die Zeit")
»Das Buch ist eine Mischung aus persönlicher Reflexion, politischem Bericht und historischem Überblick. Es bietet eine einzigartige Perspektive auf die jüngere Geschichte Deutschlands und Europas aus der Sicht eines Insiders, der viele der Ereignisse maßgeblich mitgestaltet hat.« Karl-Rudolf Korte, Regierungsforschung, 08. August 2024 ("Regierungsforschung")
»Aus seinen Erinnerungen lässt sich viel über die Geschichte der Bundesrepublik, über Politik und die Menschen lernen, die sie machen. Und gut lesbar ist das Buch auch noch. Der badische Tonfall Wolfgang Schäubles ist immer präsent, wenn er seine Sicht der Dinge schildert. Politiker-Memoiren müssen nicht langweilig sein.« Helge Matthiesen, General-Anzeiger Bonn, 29./30. Juni 2024 ("General-Anzeiger Bonn")
»Letztlich liefert das zeithistorische Werk ersten Ranges einen wichtigen Beitrag, um das politische Gefüge und Geschehen der Bundesrepublik in den letzten Jahrzehnten zu erklären und zu verstehen.« Harald Bergsdorf, Die Tagespost, 19. Juni 2024 ("Die Tagespost")
»Wen politische Memoiren eher langweilen, der hat wohl bisher die falschen gelesen.« LIFT, Ausgabe 06/2024 ("LIFT - Das Stuttgartmagazin")
»[W]er sich mit Schäuble durch die Verästelungen der Parteiendemokratie durchbeißt, wird reich belohnt, findet echte Perlen, ironische Spitzen, ein bisschen Selbstkritik und einen roten Faden: extrem leidensfähige Leidenschaft für Macht.« Lukas Wallraff, Taz, 01. Juni 2024 ("taz")
»[Es ist] nicht nur ein Memoirenband, sondern auch ein Stück deutsche Geschichte mitsamt Zeitkommentar.« Karl Adam, Im Gegenlicht, 23. Mai 2024 ("Im Gegenlicht")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.04.2024

Abbildungen

mit 15 Abbildungen

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

656

Maße (L/B/H)

23,1/16,8/4,5 cm

Gewicht

1049 g

Farbe

Grau / Weiß

Auflage

6. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98704-1

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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Politiker aus Berufung

Bewertung am 30.06.2024

Bewertungsnummer: 2233437

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

51 Jahre lang war Wolfgang Schäuble Mitglied des deutschen Bundestages und somit der dienstälteste Abgeordnete. In diesem Buch, an dem er noch bis kurz vor seinem Tod im Dezember 2023, gearbeitet hat, leben nochmals seine Erinnerungen auf. Der Fokus seines letzten Werkes liegt auf den politischen Abschnitten, an denen er unmittelbar beteiligt war und die er mitgestalten konnte, dennoch wird nicht an Ansichten zu weiteren Themen gespart. Entscheidungen werden reflektiert und so manche Ansicht, hatte sich doch noch im Laufe der Zeit geändert.... Wohltuend fällt dabei auf, wie differenziert und sachlich Schäubles Rückblicke klingen und sich trotz mancher Kritik – auch an sich selbst - immer wertschätzende Worte finden. So sind Schäubles Erinnerungen nicht nur der Nachlass eines politischen Schwergewichts, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte, das sich lohnt zu lesen!

Politiker aus Berufung

Bewertung am 30.06.2024
Bewertungsnummer: 2233437
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

51 Jahre lang war Wolfgang Schäuble Mitglied des deutschen Bundestages und somit der dienstälteste Abgeordnete. In diesem Buch, an dem er noch bis kurz vor seinem Tod im Dezember 2023, gearbeitet hat, leben nochmals seine Erinnerungen auf. Der Fokus seines letzten Werkes liegt auf den politischen Abschnitten, an denen er unmittelbar beteiligt war und die er mitgestalten konnte, dennoch wird nicht an Ansichten zu weiteren Themen gespart. Entscheidungen werden reflektiert und so manche Ansicht, hatte sich doch noch im Laufe der Zeit geändert.... Wohltuend fällt dabei auf, wie differenziert und sachlich Schäubles Rückblicke klingen und sich trotz mancher Kritik – auch an sich selbst - immer wertschätzende Worte finden. So sind Schäubles Erinnerungen nicht nur der Nachlass eines politischen Schwergewichts, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte, das sich lohnt zu lesen!

Eine schöne Einleitung mit…

LichtundSchatten am 03.05.2024

Bewertungsnummer: 2856491

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine schöne Einleitung mit Helmut Schmidt als Schlusspunkt und seiner Aussage, die auf Schuld und Verstrickung hinweist bzw. die Tatsache, dass jeder seine Fehler erkennen sollte und niemand frei sei von Fehlern. Mehrfach erwähnt Wolfgang Schäuble noch den Altkanzler der SPD und zeigt die einheitlichen Werte auf. Dann der Hinweis auf den Fußball zu Beginn des Buches, Bern 54 und seine ihn prägende Fußballleidenschaft. Wenn es ihm nicht passte damals, nahm er wohl den Ball auch mal mitten im Spiel nach Hause. Hier die typische Politikeraussage: weiß nicht mehr, ob es stimmt, aber wenn es wahr wäre, ist es nahe an mir. Ergo: immer schön im Vagen bleiben, andeuten, aber nichts zugeben. Und WS beherzigte zeitlebens die Aussage eines Fußball-Mitspielers: „Wenn Du austeilst, musst Du nicht so viel einstecken.“ Wenn ich nur diese beiden Inhalte Revue passieren lasse und mit dem abgleiche, was mir von Schäuble in Erinnerung bleibt, dann sind es zwei Dinge: 1. Die Aktentasche voller Geld und 2. Das oft mürrische Austeilen von Aussagen und nicht immer intellektuell unterlegten Mitteilungen in Richtung Öffentlichkeit. Zum Beispiel: Inzucht wäre unser Schicksal, wenn nicht mehr Menschen von außen einwandern. Darüber hinaus ist mir die Schelte eines Mitarbeiters, öffentlich, in Erinnerung, der Akten nicht rechtzeitig vorlegte. Sein Verhalten war immer ein Ritt auf der Rasierklinge: zwischen echter Peinlichkeit und lichten, großen Momenten. Er fühlte sich von Kohl immer unter Wert geschlagen und tatsächlich hätte dieser ihm 1998 den Vortritt als Kanzlerkandidat lassen müssen. Alles wäre dann ganz anders gekommen und Merkel wäre uns allen erspart geblieben. Kohl lässt er weitgehend gut aussehen, dieser haben den Mitarbeitern stets eine lange Leine gelassen, Merkel wollte alles bestimmen. Am Ende des Krieges geboren, 1942, wächst WS in Hornberg im Mittleren Schwarzwald, unweit von Triberg auf. Sein Vater baut sich etwas auf (Steuerberatung) und ist früh in der CDU engagiert, so auch die drei Söhne. Die Familie ist engagiert, auch in der Kirche, und bringt etwas zuwege, mit Disziplin, Ausdauer und Können. Wolfgang Schäuble war mir weder als aufstrebender Abgeordneter noch später als Minister wirklich sympathisch. Letzten Endes konnte ich meine eher negative emotionale Einstellungen ihm gegenüber in dieser Biografie ziemlich gut orten. Interessant zu Beginn die Definition von Konservatismus, die leider nicht über alle meist belanglosen Aussagen hinausgeht. Sie sind oft hilflos, statt selbstbewusst eine Position zu vertreten wie ich das z.B. bei einem Mann wie Dr. Dr. Zitelmann wahrnehme. Schäuble lernte Hayek in Freiburg noch kennen, er erkennt wesentliche Eckpfeiler des Wirtschaftens und Wohlstand für alle, aber er ist doch eher Jurist, Mediator und Sich-Durchsetzer im Politiker-Gewerbe. Karl Popper und seine Gesellschaftsphilosophie ist ihm Vorbild und Maßgabe, sich immer wieder in Frage zu stellen und den offenen Diskurs zu wählen. In vielen Absätzen des Buches ahnt man, wie intensiv in Ausschüssen des Bundestages gerungen wurde, um dann Satzbandwürmer aufzuschreiben, die viel und wenig sagen. „Willst Du etwas gelten, komme selten“, gab ihm sein Vorgänger im Wahlkreis Offenburg mit auf den Weg, na ja, da wäre ich mir nicht sicher. WS kümmert sich aber intensiv um die Kontakte ins Elsass, nach Straßburg, das war mir nicht bekannt. Nicht umsonst wird Macron auf der Rückseite des Buches erwähnt, und er fasst diesen Mann sehr gut zusammen: „Ein sehr großer Diener Deutschlands, ein großer Europäer und ein großer Freund Frankreichs.“ Merkel darf sich mit diesem Satz auf der U4 einbringen: „Als junge Ministerin war Wolfgang Schäuble mir politischer Lehrmeister.“ Ich hätte das so geschrieben: Wolfang Schäuble war mir als junge Ministerin ein guter politischer Lehrmeister. Ein kleines Adjektiv hätte ich hier doch erwartet. „Die simple Einsicht, dass es in der Politik um Geld geht, hatte ich früh verstanden.“ (S. 101) Schäuble arbeitet sich in das komplizierte Finanzsystem ein und behält darin die Übersicht, allerdings mit einer zentralen Einsicht: „Wer glaubt, er könne volles Wissen erwerben, das die Beherrschung des Geschehens ermöglichen würde, hat kein Wissen.“ Irgendwann in den 80ern attestiert ihm Kohl wirtschaftliches Können und überlässt Schäuble die Details. Dezidiert, ordnungspolitisch, punktgenau sowie Tag und Nacht arbeitend, ich kann mir gut vorstellen, dass sich Kohl auf ihn verlassen konnte, 100%. Eine wirklich lesenswerte Biografie und ein Stück Deutschland seit den 70ern. Viele Hintergründe waren mir nicht klar. Schäuble stellt sich nicht zu sehr in den Vordergrund, er anerkennt und ordnet ein. Er litt wohl immer etwas darunter, dass ihm das große staatsmännische und intellektuelle Charisma eines Helmut Schmidt fehlte. Er war kein Glücksfall für die deutsche Geschichte, wie Steinmeier auf der Rückseite orakelt, sondern ein beharrlicher, kluger Mann aus der 2. Reihe, die jeder Staat dringend braucht.

Eine schöne Einleitung mit…

LichtundSchatten am 03.05.2024
Bewertungsnummer: 2856491
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine schöne Einleitung mit Helmut Schmidt als Schlusspunkt und seiner Aussage, die auf Schuld und Verstrickung hinweist bzw. die Tatsache, dass jeder seine Fehler erkennen sollte und niemand frei sei von Fehlern. Mehrfach erwähnt Wolfgang Schäuble noch den Altkanzler der SPD und zeigt die einheitlichen Werte auf. Dann der Hinweis auf den Fußball zu Beginn des Buches, Bern 54 und seine ihn prägende Fußballleidenschaft. Wenn es ihm nicht passte damals, nahm er wohl den Ball auch mal mitten im Spiel nach Hause. Hier die typische Politikeraussage: weiß nicht mehr, ob es stimmt, aber wenn es wahr wäre, ist es nahe an mir. Ergo: immer schön im Vagen bleiben, andeuten, aber nichts zugeben. Und WS beherzigte zeitlebens die Aussage eines Fußball-Mitspielers: „Wenn Du austeilst, musst Du nicht so viel einstecken.“ Wenn ich nur diese beiden Inhalte Revue passieren lasse und mit dem abgleiche, was mir von Schäuble in Erinnerung bleibt, dann sind es zwei Dinge: 1. Die Aktentasche voller Geld und 2. Das oft mürrische Austeilen von Aussagen und nicht immer intellektuell unterlegten Mitteilungen in Richtung Öffentlichkeit. Zum Beispiel: Inzucht wäre unser Schicksal, wenn nicht mehr Menschen von außen einwandern. Darüber hinaus ist mir die Schelte eines Mitarbeiters, öffentlich, in Erinnerung, der Akten nicht rechtzeitig vorlegte. Sein Verhalten war immer ein Ritt auf der Rasierklinge: zwischen echter Peinlichkeit und lichten, großen Momenten. Er fühlte sich von Kohl immer unter Wert geschlagen und tatsächlich hätte dieser ihm 1998 den Vortritt als Kanzlerkandidat lassen müssen. Alles wäre dann ganz anders gekommen und Merkel wäre uns allen erspart geblieben. Kohl lässt er weitgehend gut aussehen, dieser haben den Mitarbeitern stets eine lange Leine gelassen, Merkel wollte alles bestimmen. Am Ende des Krieges geboren, 1942, wächst WS in Hornberg im Mittleren Schwarzwald, unweit von Triberg auf. Sein Vater baut sich etwas auf (Steuerberatung) und ist früh in der CDU engagiert, so auch die drei Söhne. Die Familie ist engagiert, auch in der Kirche, und bringt etwas zuwege, mit Disziplin, Ausdauer und Können. Wolfgang Schäuble war mir weder als aufstrebender Abgeordneter noch später als Minister wirklich sympathisch. Letzten Endes konnte ich meine eher negative emotionale Einstellungen ihm gegenüber in dieser Biografie ziemlich gut orten. Interessant zu Beginn die Definition von Konservatismus, die leider nicht über alle meist belanglosen Aussagen hinausgeht. Sie sind oft hilflos, statt selbstbewusst eine Position zu vertreten wie ich das z.B. bei einem Mann wie Dr. Dr. Zitelmann wahrnehme. Schäuble lernte Hayek in Freiburg noch kennen, er erkennt wesentliche Eckpfeiler des Wirtschaftens und Wohlstand für alle, aber er ist doch eher Jurist, Mediator und Sich-Durchsetzer im Politiker-Gewerbe. Karl Popper und seine Gesellschaftsphilosophie ist ihm Vorbild und Maßgabe, sich immer wieder in Frage zu stellen und den offenen Diskurs zu wählen. In vielen Absätzen des Buches ahnt man, wie intensiv in Ausschüssen des Bundestages gerungen wurde, um dann Satzbandwürmer aufzuschreiben, die viel und wenig sagen. „Willst Du etwas gelten, komme selten“, gab ihm sein Vorgänger im Wahlkreis Offenburg mit auf den Weg, na ja, da wäre ich mir nicht sicher. WS kümmert sich aber intensiv um die Kontakte ins Elsass, nach Straßburg, das war mir nicht bekannt. Nicht umsonst wird Macron auf der Rückseite des Buches erwähnt, und er fasst diesen Mann sehr gut zusammen: „Ein sehr großer Diener Deutschlands, ein großer Europäer und ein großer Freund Frankreichs.“ Merkel darf sich mit diesem Satz auf der U4 einbringen: „Als junge Ministerin war Wolfgang Schäuble mir politischer Lehrmeister.“ Ich hätte das so geschrieben: Wolfang Schäuble war mir als junge Ministerin ein guter politischer Lehrmeister. Ein kleines Adjektiv hätte ich hier doch erwartet. „Die simple Einsicht, dass es in der Politik um Geld geht, hatte ich früh verstanden.“ (S. 101) Schäuble arbeitet sich in das komplizierte Finanzsystem ein und behält darin die Übersicht, allerdings mit einer zentralen Einsicht: „Wer glaubt, er könne volles Wissen erwerben, das die Beherrschung des Geschehens ermöglichen würde, hat kein Wissen.“ Irgendwann in den 80ern attestiert ihm Kohl wirtschaftliches Können und überlässt Schäuble die Details. Dezidiert, ordnungspolitisch, punktgenau sowie Tag und Nacht arbeitend, ich kann mir gut vorstellen, dass sich Kohl auf ihn verlassen konnte, 100%. Eine wirklich lesenswerte Biografie und ein Stück Deutschland seit den 70ern. Viele Hintergründe waren mir nicht klar. Schäuble stellt sich nicht zu sehr in den Vordergrund, er anerkennt und ordnet ein. Er litt wohl immer etwas darunter, dass ihm das große staatsmännische und intellektuelle Charisma eines Helmut Schmidt fehlte. Er war kein Glücksfall für die deutsche Geschichte, wie Steinmeier auf der Rückseite orakelt, sondern ein beharrlicher, kluger Mann aus der 2. Reihe, die jeder Staat dringend braucht.

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