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Peter Carey erzählt von der Zerbrechlichkeit des Lebens und unseren Versuchen, einmal Zerbrochenes wieder zusammenzusetzen. Eine verlassene Frau, ein einsamer Junge. Catherine ist Kuratorin im Londoner Museum für Kunsthandwerk, ein Haus voller Schätze, in dem sie Uhren und Spieldosen betreut. Und sie ist verlassen, denn ihr Geliebter ist tot. Wie betäubt wendet sie sich einem alten Wunderwerk zu, einem künstlichen Schwan, der vor über 100 Jahren im Schwarzwald erbaut wurde: für einen kleinen Jungen, im Auftrag seines Vaters. Der erhoffte sich von der Maschine das Weiterleben seines Sohnes, so…mehr

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Produktbeschreibung
Peter Carey erzählt von der Zerbrechlichkeit des Lebens und unseren Versuchen, einmal Zerbrochenes wieder zusammenzusetzen. Eine verlassene Frau, ein einsamer Junge. Catherine ist Kuratorin im Londoner Museum für Kunsthandwerk, ein Haus voller Schätze, in dem sie Uhren und Spieldosen betreut. Und sie ist verlassen, denn ihr Geliebter ist tot. Wie betäubt wendet sie sich einem alten Wunderwerk zu, einem künstlichen Schwan, der vor über 100 Jahren im Schwarzwald erbaut wurde: für einen kleinen Jungen, im Auftrag seines Vaters. Der erhoffte sich von der Maschine das Weiterleben seines Sohnes, so wie Catherine ihre Liebe retten will. Am Ende gelingt es - um den Schwan bildet sich endlich die Familie, von der der Vater immer nur geträumt hatte. Bewegend und einfallsreich, voller Erfindungen, Schlichen und Charme erzählt Peter Carey einen mitreißenden Roman über die Liebe und ein trotziges Buch gegen den Tod.

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  • Produktdetails
  • Verlag: FISCHER, S.
  • Seitenzahl: 320
  • Erscheinungstermin: 25.04.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783104022383
  • Artikelnr.: 38052695
Autorenporträt
Peter Carey, 1943 in Australien geboren, lebt seit über 20 Jahren in New York. Rund um den Globus sind seine Bücher Bestseller; neben J. M. Coetzee und Hilary Mantel ist er der Einzige, dem der renommierte Booker Prize zweimal verliehen wurde - 1988 für >Oscar und Lucinda< (Fischer Taschenbuch Bd. 18446) und 2001 für >Die wahre Geschichte von Ned Kelly und seiner Gang< (Bd. 16017). 2013 erschien bei S. Fischer >Die Chemie der Tränen< und 2016 >Amnesie<. Bei FTV liegen außerdem vor: >Mein Leben als Fälschung< (Bd. 16246), >Wrong about Japan< (Bd. 16840) und >Liebe. Eine Diebesgeschichte< (Bd. 17405).

Literaturpreise:
- Commonwealth Writers-Preis 1998
- Booker Prize 1988
- Booker Prize 2001
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Nicht sein bestes Buch, murrt Tilman Urbach angesichts von Peter Careys seltsamer Parallelisierung alter Mechanikerkunst im Schwarzwald des 19. Jahrhunderts und schiefer Seelenlagen im London von heute. Was die Konservatorin Catherine bei ihren Nachforschungen über einem mechanischen Vogel erlebt, scheint Urbach doch arg an den Haaren herbeigezerrt und mitunter schlicht schlecht recherchiert. Mit Nebelbomben umhüllt der Autor seine Frage nach der Reproduzierbarkeit von Leben. Derart, dass der Rezensent den erzählerischen Mut des Autors als Übermut deuten möchte.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 07.05.2013

Die Geheimnisse zweier Uhrmacher

Metamorphosen des Glücks: Der Australier Peter Carey schickt in seinem neuen Roman "Die Chemie der Tränen" einen Engländer in den Schwarzwald.

Im neuen, dem inzwischen elften Roman des australischen Autors Peter Carey geht es über zweihundert Seiten hinweg sehr geordnet und feinsinnig konstruiert zu, im letzten Drittel allerdings überschlagen sich Ereignisse und Motive dann auf eine derart tolldreiste Weise, dass man nicht selten den Überblick zu verlieren droht.

Der geordnete Teil beginnt mit der schlimmstmöglichen Wendung einer Liebesgeschichte. Es ist Mittwoch, der 21. April 2010. Als Catherine Gehrig an diesem Tag das Londoner Swinburne Museum betrifft, in dem sie für das Restaurieren alter Spieluhren zuständig ist, erfährt sie von einer heulenden Assistentin, dass Matthew Tindall ganz plötzlich gestorben sei - der leitende Kurator des Hauses ist in der U-Bahn einem Herzinfarkt erlegen. Er, verheiratet und Vater zweier Söhne, war dreizehn Jahre lang Catherines heimlicher Geliebter.

Dass ausgerechnet Eric Croft, ihr direkter Vorgesetzter, von diesem Verhältnis wusste, steigert den Horror zunächst - und wird dann zum Strohhalm ihres Leids. Croft schreibt sie krank und verschafft ihr einige Tage später in einer Dependance des Museums einen Auftrag, der ihren Kummer zwar nicht stillt, aber wenigstens zum Teil in Ehrgeiz verwandelt: In zwölf großen Kisten lagern Aberhunderte von Teilen einer mechanischen Kostbarkeit aus dem neunzehnten Jahrhundert, die sie wieder zusammensetzen soll. In einer der Kisten finden sich zudem elf Notizhefte, in denen der ursprüngliche Auftraggeber des technischen Wunderwerks seine einstigen Abenteuer schildert.

Sie führen zurück ins Jahr 1854 und handeln von der Reise des englischen Industriellen Henry Brandling in den Schwarzwald. Brandling hat sich in den Kopf gesetzt, die Lebensgeister seines an Schwindsucht erkrankten Sohns mit einem extraordinären Geschenk zu stärken: Er will sich von deutschen Uhrmachern jene mechanische Ente nachbauen lassen, mit der zur Mitte des achtzehnten Jahrhunderts der französische Ingenieur Jacques de Vaucanson Sensation und Epoche gemacht hatte. Friedrich der Große etwa zählte zu Vaucansons enthusiastischen Bewunderern. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts konnte Goethe den Tierautomaten dann bei dessen neuem Besitzer, einem deutschen Kuriositätensammler, noch in Augenschein nehmen, allerdings in einem bereits sehr traurigen Zustand: Er funktionierte praktisch nicht mehr.

In Careys Roman wechselt sich nun Kapitel für Kapitel Brandlings einstiger Reisebericht mit den aktuellen Aufzeichnungen der Ich-Erzählerin Catherine Gehrig ab. Das hat kulturhistorischen Charme, denn naturgemäß kann es bei der Reise eines Engländers in die deutsche Provinz ohne Kalamitäten nicht abgehen, zudem birgt der Uhrmacher, der Brandlings Auftrag schließlich ausführt, so manch sinistres Berufsgeheimnis. Aber auch literarisch schlägt Carey aus seiner Exposition zunächst überzeugend Kapital: Während seine Museumsheldin peu à peu eine Rekonstruktion rekonstruiert, kann sie zumindest in Gedanken auch ihre so jäh beendete Liebe zu Matthew wiederherstellen und als erinnertes Gelingen bewahren: "Die Chemie der Tränen", ihrer Tränen, ermöglicht immerhin eine Metamorphose des Glücks.

Allerdings traut Peter Carey seiner Konstruktion dann doch nicht ganz. Das Tolldreiste, das er nun in Szene setzt, hat sehr viel mit der unvermittelt wichtig werdenden Vorgeschichte des geheimnisvollen Schwarzwälder Uhrmachers zu tun und führt etwas umständlich auch zurück in das Cambridge-Laboratorium eines so hochgenialen wie fiktiven Mathematikers namens Sir Albert Cruickshank. Das intellektuelle Spiel, das Carey nun treibt, hat ein etwas zu offensichtliches Ziel: Es will den Übergang exakter Wissenschaft in puren Mystizismus illustrieren. Darüber verliert er zunehmend die Lust an der eigentlichen Handlung, überdies führt er noch reichlich spät neue Nebenfiguren ein, die im Grunde nur Verwirrung stiften und auch deshalb den Roman zwar nicht ins vollends ins Chaos stürzen, aber doch zu einem mühsamen und etwas erschöpfenden Finale zwingen.

"Die Chemie der Tränen", zweihundert Seiten lang ein sehr kluger Unterhaltungsroman, ist erst das zweite Buch, das Carey, der heute siebzigsten Geburtstag feiert, nicht in Australien spielen lässt. Als so fabulierfreudiger wie genauer Chronist seines Landes und dieses Kontinents ist er seit Beginn der achtziger Jahre bekannt und berühmt geworden. "Illywhacker" (1985), sein wohl bestes Buch, erzählte mit der Geschichte des Hochstaplers und Betrügers Herbert Bradgery auch die Geschichte Australiens, für die beiden australischen Großepen "Oscar und Lucinda" (1991) und "Die wahre Geschichte von Ned Kelly und seiner Gang" (2000) erhielt er jeweils den Booker-Preis, Englands renommierteste literarische Auszeichnung.

Seit 1990 lebt Peter Carey in New York. Erst 2009 aber wurde seine Wahlheimat auch zum Schauplatz eines Romans: "Parrot und Olivier in Amerika" war, im historischen Gewand des neunzehnten Jahrhunderts, auch eine Satire auf die neureiche Kulturszene der amerikanischen Gegenwart. Mit "Die Chemie der Tränen" beweist er nun aufs Neue, dass er ferne und fremde Schauplätze bestens zu bevölkern und atmosphärisch prägnant zu schildern vermag.

Das London des neuen Romans führt mit dem Personal des Museums ganz trefflich auch das gegenwärtige Klima einer blasierten Metropole vor Augen. Und wenn er Henry Brandling in den Schwarzwald schickt und ihn in einer Sägemühle bei Furtwangen stranden lässt, ruft er, zumal für ein angelsächsisches Publikum, auf listige Art all die Klischees auf, die sich mit dessen Deutschlandbildern verbinden: die Kuckucksuhren, die Grimmschen Märchen, die alemannische Fasenacht. Auch in der deutschen Übersetzung von Bernhard Robben sind solche Passagen ein gar nicht so kleines Lesefest.

JOCHEN HIEBER.

Peter Carey: "Die Chemie der Tränen".

Roman.

Aus dem Englischen von Bernhard Robben. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2013. 320 S. geb., 19,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Peter Carey erzählt [...] eine poetische, stellenweise tieftraurige, dann wieder von feinem Humor getragene Geschichte über Trauerarbeit und den beiden großen Ausnahmezuständen Liebe und Tod. Sabine Zaplin Bayerischer Rundfunk, B5 20130626