-17%
9,99 €
Bisher 12,00 €**
9,99 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Bisher 12,00 €**
9,99 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
Als Download kaufen
Bisher 12,00 €**
-17%
9,99 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
9,90 € / Monat*
*Abopreis beinhaltet vier eBooks, die aus der tolino select Titelauswahl im Abo geladen werden können.

inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Einmalig pro Kunde einen Monat kostenlos testen (danach 9,90 € pro Monat), jeden Monat 4 aus 40 Titeln wählen, monatlich kündbar.

Mehr zum tolino select eBook-Abo
Jetzt verschenken
Bisher 12,00 €**
-17%
9,99 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln


  • Format: ePub

2 Kundenbewertungen


Christoph Ransmayrs großer Roman ist ein Klassiker der deutschen Gegenwartsliteratur. >Die letzte Welt Metamorphosen Die letzte Welt er von der Kritik gefeiert wie kaum ein anderer - wegen seiner poetischen, rhythmischen Sprache, wegen seiner stilistischen Eleganz, auch wegen seiner bildmächtigen Traum- und Albtraumwelten. Er wurde bisher in 29 Sprachen übersetzt. In diesem Roman ist die Verbannung des römischen Dichters Ovid…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 0.88MB
Produktbeschreibung
Christoph Ransmayrs großer Roman ist ein Klassiker der deutschen Gegenwartsliteratur. >Die letzte Welt< ist ein phantastisches Spiel um die Suche nach dem verschollenen römischen Dichter Ovid und einer Abschrift seines Hauptwerks, der legendären >Metamorphosen<. Als Christoph Ransmayrs Roman >Die letzte Welt< 1988 erschien, wurde er von der Kritik gefeiert wie kaum ein anderer - wegen seiner poetischen, rhythmischen Sprache, wegen seiner stilistischen Eleganz, auch wegen seiner bildmächtigen Traum- und Albtraumwelten. Er wurde bisher in 29 Sprachen übersetzt. In diesem Roman ist die Verbannung des römischen Dichters Ovid durch Kaiser Augustus im Jahre 8 n. Chr. der historisch fixierte Ausgangspunkt einer phantasievollen Fiktion. Der Römer Cotta, sein - durch Ovids >Briefe aus der Verbannung< - ebenfalls historisch belegter Freund, macht sich in Tomi am Schwarzen Meer auf die Suche: nach dem Verbannten, denn in Rom geht das Gerücht von seinem Tod, als auch nach einer Abschrift der >Metamorphosen<, dem legendären Hauptwerk Ovids. Cotta trifft in der »eisernen grauen Stadt« Tomi jedoch nur auf Spuren seines Freundes, Ovid selbst begegnet er nicht. Er findet dessen verfallenes Haus im Gebirge, den greisen Diener Pythagoras und, je komplizierter und aussichtsloser sich die Suche gestaltet, immer rätselhaftere Zeichen der >Metamorphosen< - in Bildern, Figuren, wunderbaren Begebenheiten. Bis sich zuletzt Cotta selbst in der geheimnisvoll unwirklichen Welt der Verwandlungen zu verlieren scheint: die Auflösung dieser »letzten Welt« ist wieder zu Literatur geworden.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, CY, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, IRL, I, L, M, NL, P, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 25.09.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783104032054
  • Artikelnr.: 41470284
Autorenporträt
Ein Schriftsteller? Ein Dichter? Ein Erzähler? Christoph Ransmayr erhebt keinen Anspruch auf Titel: "Nennen Sie mich, wie sie wollen." In "Geständnisse eines Touristen - ein Verhör" (2004) verrät er vielmehr, dass er in Formularen am liebsten die Felder mag, in die man das Wort "Tourist" eintragen kann, "denn Ahnungslosigkeit, Sprachlosigkeit, leichtes Gepäck, Neugier oder zumindest die Bereitschaft, über die Welt nicht bloß zu urteilen, sondern sie zu erfahren, zu durchwandern, von mir aus: zu umsegeln, erklettern, durchschwimmen, notfalls zu erleiden, gehören wohl mit zu den Voraussetzungen des Erzählens."Geboren 1954 in Wels, Oberösterreich, wuchs Ransmayr in Roitham am Traunsee auf und besuchte das Stiftsgymnasium der Benediktiner in Lambach. Nach dem Studium der Philosophie und Ethnologie in Wien arbeitete er zunächst als Kulturredakteur bei der Wiener Monatszeitschrift Extrablatt und als Verfasser von Reportagen und Essays für Zeitschriften wie TransAtlantik, Merian oder Geo. Ransmayr verfasste Romane wie "Der Schrecken des Eises und der Finsternis" (1984), "Die letzte Welt" (1988), "Morbus Kitahara" (1995) und "Der fliegende Berg" (2006) sowie Prosaarbeiten zu Spielformen des Erzählens wie "Geständnisse eines Touristen" (2004), das Theaterstück "Odysseus, Verbrecher" (2010) oder den "Atlas eines ängstlichen Mannes" (2012), eine Erzählung, die in siebzig Episoden durch die ganze Welt führt.Wie in seinem neuen Roman "Cox oder Der Lauf der Zeit" (2016) verknüpft Ransmayr in vielen seiner literarischen Werke historische Begebenheiten mit Fiktionen. Oftmals schildert er dabei grenzüberschreitende Erfahrungen und bearbeitet historische Ereignisse, verbindet und bricht sie mit Momenten aus der Gegenwart.Wegen seiner poetischen und rhythmischen Sprache, seiner stilistischen Eleganz und seiner bildmächtigen Traum- und Albtraumwelten wurde sein Roman "Die letzte Welt" (1988) von der Kritik gelobt. Dessen historischer Ausgangspunkt ist die Verbannung des römischen Dichters Ovid durch Kaiser Augustus im Jahr 8 nach Christus. Als Gerüchte um den Tod Ovids in Rom umgehen, macht sich der Römer Cotta am Schwarzen Meer auf die Suche nach dem Verbannten, in deren Verlauf er immer rätselhaftere Zeichen der "Metamorphosen" in Bildern, Figuren und wunderbaren Begebenheiten findet.In dem Roman "Der fliegende Berg" (2006) erzählt Ransmayr die Geschichte zweier Brüder, die im Transhimalaya, in dem Land Kham und in den Gebirgen Osttibets wider besseres, durch Satelliten und Computersysteme gestütztes Wissen nach einem namenlosen Berg suchen, dem vielleicht letzten weißen Fleck auf der Weltkarte. Zentrales Motiv in Ransmayrs Werk ist "die Erfahrung des Fremden, die das Geheimnis von Menschen, Orten und Geschichten nicht zu lüften versucht", wie die Kritikerin Felicitas von Lovenberg schreibt. Diese Erfahrung steht auch im Mittelpunkt von Ransmayrs neuestem Roman "Cox oder Der Lauf der Zeit."
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 16.09.2009

Spurensuche am Schwarzen Meer
Gestaltwandel: Ovids Metamorphosen in Christoph Ransmayrs "Naturpoetik"

Als vor gut zwanzig Jahren Christoph Ransmayrs apokalyptischer Ovid-Roman "Die letzte Welt" erschien und einen Sturm der Begeisterung auslöste, sah sich die Klassische Philologie in große Verlegenheit gebracht: Wie Ovid vor entstellender Rezeption retten, ohne auf die Früchte des Erfolges zu verzichten? Waren nicht im Roman, diesem Amalgam aus Fragmenten ovidischer Figuren (Metamorphosen) und Versatzstücken aus Ovids im Exil verfasster literarischer Biographie (Tristien, Briefe), die Grenzen zwischen Fiktion und Realität postmodern verfremdet, und lag ihm nicht ein ganz unangemessenes Verständnis des ästhetischen Wirkprinzips der Metamorphose zugrunde? Tatsächlich führt der Weg zur Bestimmung des Ortes, den die Prätexte in der literarischen Adaption innehaben, über eine genauere Betrachtung des Wesens der Metamorphose.

Ransmayrs Roman bietet eine expressive, von Ovid inspirierte Elementarsymbolik, deren Analyse jüngst Alexander Honold unter dem Stichwort "Naturpoetik" unternommen hat ("Verwandlung und Versteinerung. Die letzte Welt als Schauplatz einer Naturpoetik nach Ovid", in: Die Rampe, Heft 3. Trauner-Verlag, Linz 2009). Im Mittelpunkt dieser Naturpoetik steht das Gestein als Chiffre einer spezifischen Kältelehre. Wie jede Metamorphose kennt auch die Versteinerung kein Zurück zum vorgängigen, sei es natürlichen, sei es kulturell überformten Zustand: Hier rührt Honold an den Kern der Metamorphose, der von den Komplexen des Wandels und der Dauer umschlossen wird. Die Gewichtung dieser beiden Prinzipien ist auch in der Ovid-Forschung umstritten: Während die Metamorphose den einen als Symbol der Veränderung und der Vergänglichkeit alles Irdischen gilt und darin der auf Ewigkeit angelegten augusteischen Programmatik zu spotten scheint, wird sie von anderen als Inbegriff der Statik gedeutet: Sie aktualisiere nurmehr eine im betroffenen Individuum bereits angelegte Eigenschaft und stelle gleichsam deren Metapher dar.

Die Verwandlung selbst ist einmalig, ihr Resultat endgültig. Eine Poetik der Metamorphose bestünde nun gerade in der dialektischen Verklammerung von Statik und Dynamik, von der "Dauer im Ende", wie es Reinhart Herzog formuliert hat: Die Metamorphose ist die ästhetische Reflexion dieses grundlegenden Paradoxons. Dies zeigt sich sowohl in Ovids Text als auch in Ransmayrs Adaption in verschiedenen komplementären, programmatischen Begriffspaaren, vor allem in "Natur und Kunst" sowie "Leben und Tod": Im modernen Roman verkörpern die dem Säuretod geopferten Schnecken, die in ihrer schäumenden Auflösung den Blick auf die gesuchten Buchstaben des ovidischen Textes freigeben, diese Verfugungen. Zugleich veranschaulichen sie die Unmöglichkeit von Cottas, des Ransmayrschen Protagonisten, Unterfangen, in Tomi mehr als nur Bruchstücke des Textes, gar die "unbezweifelbare Wahrheit über Leben und Tod des Dichters" in Erfahrung zu bringen und anderen erfahrbar zu machen.

Die Begegnung des suchenden Cotta, der immer mehr zum Schemen verkommt, mit seinen Objekten, dem Werk wie dem Autor, erweist sich als unmöglich. Am Ende des Textes ist Cotta nur noch auf der Suche nach sich selbst, wie Honold schreibt: "Die ins Unbegrenzte sich vorantastende Erkundungsreise verliert ihren vernünftigen Sinn, sie ,sinkt' gleichsam ,ein' in die Umstände und Erscheinungen jener Textwelt, der sie forschend hatte nachspüren wollen."

Die Spannung von Literatur und Leben, von Kultur und Natur scheint in eine Aporie zu führen, aus der weder die literarischen Figuren noch ihr virtueller Begleiter, der Leser, herausfinden sollen. Vielmehr steht sogar die Auflösung, mithin Renaturalisierung der Literatur im Raume, wird sie doch als vergänglich stigmatisiert. Heißt das aber auch, dass sie sinn- und funktionslos ist? Fordert die Natur ihre Gegenstände zurück, ohne Spuren der ästhetischen Transformation zu hinterlassen? Dieser Verdacht erweist sich als unbegründet: Natur und Kunst gehören wohl doch zusammen. Obzwar dem Suchenden der Weg zum Autor versperrt ist, bleiben vom Werk Bruchstücke, Spuren, Zeichen, die mit den Mitteln einer gewaltsam verfahrenden Palimpsestik freigelegt und anverwandelt werden können: Das lassen die steinernen Lettern und die im Wind wehenden beschrifteten Stofffetzen am Ende des Romans, das lässt auch Ransmayrs eigener theoretischer Entwurf erahnen, in dem er als Thema des Romans "das Verschwinden und die Rekonstruktion von Literatur" benennt. In einer Art apokalyptischer Überschreibung stellt Ransmayr den 15 Büchern der Metamorphosen 15 Bücher der "Letzten Welt" gegenüber, um zu verhüllen, was bereits enthüllt schien. Dieses Verfahren veranschaulicht auf seine Weise das Wesen der Metamorphose als Wirkprinzip des Übergangs von einem Zustand in einen anderen, neuen, dessen Strukturen im früheren aber bereits angelegt sind. Es trägt aber auch Ovids Anspruch auf Überzeitlichkeit seines Werkes Rechnung, indem es den Weg in die Richtung der römischen Grundtexte weist, ohne ihn als umweglos begehbar erscheinen zu lassen.

Solche komplexen Verweisungsstrukturen sind kennzeichnend auch für die Metamorphose selbst: Indem sie sich der Differenzbildung, dieses Grundprinzips der sinnlichen und intellektuellen Wahrnehmung bedient, lässt sie Konturen scharf hervortreten - doch nur, um sie mit den Mitteln der Diffusion sogleich wieder zu verfremden. Die Überlagerung von Differenz und Diffusion spiegelt das Paradox von Statik und Dynamik, von der Dauer im Ende wider.

In diesem Sinne hat Ransmayr die Gestalt des Ovid als Summe seiner Werke in den unfasslichen Naso umgewandelt. Es ist die Aufgabe des Lesers, den Spuren des Wandels nachzugehen: Er hat gegenüber den zur Literatur gewordenen Spurensuchern den Vorteil, jederzeit und in alle Richtungen umkehren zu können.

MELANIE MÖLLER

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr