L.A. Noire - The Complete Edition (Download für Windows)
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Mitten im Nachkriegs-Boom der Goldenen Ära Hollywoods findet sich der idealistische Detective Cole Phelps in einer Stadt wieder, deren Erfolg ihr zum Verhängnis wird. Korruption ist allgegenwärtig, der Drogenhandel explodiert und die Mordrate ist höher als je zuvor. Auf seinem Weg nach oben auf der Karriereleiter und bestrebt, das Richtige zu tun, muss Phelps die wahren Hintergründe einer Reihe von Brandstiftungen, finsteren Machenschaften und brutalen Morden aufdecken und sich der Unterwelt von Los Angeles und sogar Mitgliedern seiner eigenen Abteilung stellen, um ein Geheimnis aufzudecken,…mehr

Produktbeschreibung
Mitten im Nachkriegs-Boom der Goldenen Ära Hollywoods findet sich der idealistische Detective Cole Phelps in einer Stadt wieder, deren Erfolg ihr zum Verhängnis wird. Korruption ist allgegenwärtig, der Drogenhandel explodiert und die Mordrate ist höher als je zuvor. Auf seinem Weg nach oben auf der Karriereleiter und bestrebt, das Richtige zu tun, muss Phelps die wahren Hintergründe einer Reihe von Brandstiftungen, finsteren Machenschaften und brutalen Morden aufdecken und sich der Unterwelt von Los Angeles und sogar Mitgliedern seiner eigenen Abteilung stellen, um ein Geheimnis aufzudecken, das die Stadt in ihrem verdorbenen Kern erschüttern könnte. L.A. Noire ist ein erbarmungsloser Crime-Thriller, der atemberaubende Action mit der echten Arbeit eines Detectives kombiniert, um mithilfe einer bahnbrechenden neuen Technologie, die jedes kleinste Detail der Mimik von Schauspielern erstaunlich genau abbilden kann, ein neuartiges interaktives Erlebnis zu schaffen. Verhöre Zeugen, suche nach Hinweisen und jage Verdächtige auf der Suche nach der Wahrheit in einer Stadt, in der jeder etwas zu verbergen hat.
  • Produktdetails
  • Hersteller: Rockstar Games
  • Erscheinungstermin: 11. November 2011
  • USK: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Artikelnr.: 34514310
Systemvoraussetzungen
  • Windows XP / Vista / 7
  • Intel Dual Core 2
  • 2 GHz oder AMD Dual Core 2
  • 4 GHz
  • 2 GB RAM
  • 16 GB freier Festplattenspeicherplatz
  • NVIDIA GeForce 8600 GT oder Radeon HD 3000 mit 512 MB VRAM
  • DirectX 9
Rezensionen
Das Wichtigste gleich vorweg: Rockstar's L.A. Noire ist kein Open-World-Actionspiel a la GTA oder Red Dead Redamption. Mit interaktiver Film - oder besser: Mit interaktiver Episodenfilm treffen wir den Nagel wohl eher auf dem Kopf. Wer das nicht von Anfang an beachtet, wird mit dem Titel nie und nimmer warm werden und kann den Text bereits hier verlassen.

Für alle, die Korruption, Drogenhandel, Mord und Totschlag den Kampf ansagen wollen und hier weiter lesen, noch ein Hinweis: Um so wenig wie nur möglich vorab zu verraten, gehen wir oft bewusst nicht ins Detail und schildern Beispiele nur aus verschiedenen oder fiktiven Fällen.

Der Partner mit eingebautem Navi

Bewaffnet mit dem Wissen aus dem Tutorial, das die ersten Fälle umfasst, können wir uns ernsthaft an die Verbrechensbekämpfung im L.A. der Nachkriegszeit machen. Unser Alter Ego Cole Phelps ist ein Ex-Marine und Silver Star-Träger, dessen Kriegsvergangenheit im Pazifikraum wir in zahlreichen Filmschnipseln noch einmal erleben dürfen. Ansonsten lernen wir Phelps leider nicht sehr viel näher kennen.

Meist starten wir die zahlreichen, im Grunde in sich abgeschlossenen und linear aneinandergereihten Fälle (einmal gelöst, dann immer im Menü abrufbar) mit einem Filmchen, bei dem wir die Tat kurz beobachten. Filmisch toll in Szene gesetzt wird dabei aber so gut wie nichts verraten. Im Büro der jeweiligen Abteilung (Start als Streifenpolizist, später u.a. noch Verkehr, Sitte und Mord) gibt es den Auftrag vom Chef. Hier wird, wie im ganzen Titel, schon nicht an derber Sprache gespart: Leider nur englisch, eine deutsche Synchronisation fehlt, nur deutsche Untertitel, zum Teil zu soft übersetzt, werden eingeblendet.

An unserer Seite unser jeweiliger Partner. Einmal der dienstbeflissener Kumpel, einmal ein alter Saufsack oder ein korrupter Schmierlappen. Dennoch ist der Partner eine gute Hilfe. So reicht ein Knopfdruck, wenn wir nicht weiter wissen und wir bekommen einen Tipp. Außerdem kann er den Wagen für uns fahren oder fungiert als lebendes Navi, indem er uns vor jeder Kreuzung die Richtung angibt, sodass wir nicht erst auf die Minimap schauen oder die einblendbare Karte studieren müssen.

Zeitreise

Also auf zum Tatort, wie es sich gehört natürlich standesgemäß mit einem der schick animierten Wagen dieser Epoche. Am besten gleich mit einem der Polizeiautos mit zuschaltbarer Sirene auf welche der KI-Verkehr - wenn auch etwas zögerlich - reagiert und Platz macht. Aber wir können auch jedes andere aus der knapp 100 Autos großen Palette nutzen. Entweder Wagen anhalten und konfiszieren, geparkte Autos nutzen oder versteckte Wagen finden.

Die Autos sind leicht zu manövrieren und fahren sich sogar verschieden. Der Unterschied zwischen Sportflitzer und Lieferwagen ist deutlich spürbar und vom guten Motorensound auch hörbar. Wenn es mal kracht, gibt es auch ein ordentliches Schadensmodel bis hin zum Totalschaden.

Auf der Fahrt zum Tatort bleibt Zeit, das in Open-World-Manier hervorragend in Szene gesetzte L.A. aus dem Jahr 1947 zu bewundern. Der Baustil im Großen aber auch jede Menge Details im Kleinen, wie entsprechend gekleidete Passanten, Ampelanlagen, Reklametafeln und vieles mehr zeugen von der Liebe zum Detail und sorgen für ein wunderbares Feeling. Tag- und Nachtwechsel, einsetzender Regen oder auch stilechte Musik der damaligen Zeit sorgen zusätzlich für Atmosphäre. Es fühlt sich wie eine Zeitreise an. Wer will, kann sogar in schwarz/weiß spielen.

Nur hin und wieder auftretende Pop-Ups und Ruckler stören das grafische Gesamtbild. Letztere konnten wir durch Installation der drei DVDs merklich herunterfahren.

Spurensuche für Anfänger

Am Tatort angekommen wartet auch schon das Opfer: Eine nackte Frau, arg zugerichtet, mit einer Botschaft auf ihrem Körper beschmiert. Noch sehr jung, bestimmt einmal voller Lebenslust ... doch Sentimentalitäten können wir uns beim LAPD nicht erlauben. Nach dem obligatorischen Gespräch mit dem Gerichtsmediziner, der uns schon erste Hinweise gibt, untersuchen wir die Leiche. Kopf, Hände und Oberkörper - bei Opfern mit Kleidung auch noch der Tascheninhalt - dürfen untersucht werden.

Dann folgt die Spurensuche in der Umgebung. Der Controller vibriert und ein Pianoton erklingt, beides Hinweise, das wir auf etwas gestoßen sind. Diese Hilfe ist abschaltbar, um den ohnehin äußerst geringen Schwierigkeitsgrad etwas zu erhöhen. Kurzer Tastendruck und wir untersuchen auch schon das Corpus Delicti.

Selten finden wir auch Nutzloses das dann auch so deklariert wird. Nur die fallrelevanten Hinweise, Gegenstände, Personen und Orte bekommen einen automatischen Eintrag in unser Notizbuch. Falsche Fährten sind somit kaum zu erwarten.

Der Lügenblick

In der Handtasche des Mädchens finden wir einen Führerschein mit Namen, Adresse und Fingerabdrücken (werden leider nie verwertet!) und sind auch schon auf dem Weg. Der Ehemann öffnet und wir treten - ohne Grafiknachladen - ins Haus ein. 1947 braucht es keinen Durchsuchungsbefehl und wir sehen uns einfach in der Wohnung um. So finden wir neue Hinweise und machen uns dann an das Verhören des Mannes.

Herausragend ist den Entwicklern dabei das Minenspiel der Personen gelungen. So erkennen wir nur durch Beobachtung, ob eine Person die Wahrheit sagt oder lügt. Leider können wir nur fest im Büchlein vorgegebene Fragen stellen aber auf die Antworten immerhin dreierlei mit Wahrheit, Anzweifeln oder Lüge reagieren. Drücken wir den Button Wahrheit, versucht Phelps automatisch gut zuzureden und weitere Infos zu bekommen. Bei Anzweifeln ist es ähnlich nur der Tonfall verschärft sich. Drücken wir Lüge, müssen wir einen Beweis aus unserem Büchlein ziehen. Fehlt der, entschuldigt sich Phelbs brav und das Verhör geht weiter. Außerdem können wir uns online Hilfe durch 'Intuitionspunkte' erkaufen. Dadurch werden dann etwa Fragen gestrichen oder hervorgehoben sowie Hinweise aufgedeckt.

Wie wir es in unserem Test auch gedreht und gewendet haben, einen Fall durch falsche Reaktionen auf die Fragen einmal nicht zu lösen ist uns nicht untergekommen. Hier greift das Spiel durch Phelbs mit seinen automatischen Nachfragen immer irgendwie ein oder spielt uns geschickt Hinweise und Zeugen zu, sodass der Titel auch hier viel zu einfach gestrickt ist.

Und Action!

Durch unseren Anruf in der Zentrale an einem der überall herumstehenden Telefone haben wir die Todesursache der Frau erfahren. Außerdem haben wir eine Schusswaffe gefunden, für die wir durch Abgleichen der Seriennummer mit dem Auftragsbuch eines Waffenhändlers die dazugehörige Adresse finden wollen. Solche simplen Knobeleien begegnen uns immer mal wieder.

Wir statten den Besitzer der Waffe einen Besuch ab. Niemand reagiert auf unser Klopfen. Wir treten die Tür ein und der Verdächtige flieht durchs Fenster. Action kommt ins Spiel. Wir springen hinterher und verfolgen den Typ über Dächer, klettern ihm an Fallrohren hinterher und jagen ihn über Hinterhaustreppen. Entweder wir schnappen ihn oder das Spiel hilft wieder einmal und unser Partner schneidet ihn den Weg ab und lässt die Handschellen klicken.

Weitere Action-Komponenten wie Verfolgungsjagden per Auto, Faustkämpfe und Schießereien sind zwar meist sehr gut und spannend in Szene gesetzt, aber auch ziemlich leicht und meist im ersten Anlauf zu schaffen. Deckung, Schießen und wieder Deckung, Schießen oder Blocken, Zuschlagen und wieder Blocken, Zuschlagen, nichts was geübte Spieler ins Schwitzen bringt.

Bekommt Phelps dennoch mal zu viel Blei oder Schläge ab, verlässt die Farbe das Bild und die Musik nimmt Fahrt auf, bis er sich wieder erholt. Stirbt unser Held gar, startet der Fall an einem der automatischen Speicherpunkte wieder.

Ich will Hot-Dogs!

Auf der Fahrt zurück ins Büro kommt wieder einer der zig Notrufe rein. Wir nehmen diesmal die Nebenaufgabe an und versuchen einen Typen vor dem Sprung in den Tod abzuhalten. In wenigen Minuten ist dies erledigt und neue Erfahrungspunkte werden unserem Konto gutgeschrieben. Dadurch steigt Phelbs im Level auf und es gibt neue Intuitionspunkte.

Wenn wir schon einmal hier stehen, versuchen wir doch ein bissel Interaktion mit der Umgebung und bestellen uns beim Hot-Dog-Stand was Leckeres. Fehlanzeige: Die Straßenbahn fährt zwar, mitfahren können wir nicht; wir filzen eine Bowlingbahn, spielen dürfen wir nicht; es gibt zig Bars, trinken dürfen wir nix, usw. Da wäre echt mehr drin gewesen!

Zurück in der Polizeistation warten noch unsere Verdächtigen in Büro 1 und 2. Wir verhören kreuzweise beide, konfrontieren sie mit den neuen Beweisen und legen uns letztendlich auf einen Kandidaten für die Todeszelle fest. Leichte Zweifel haben wir zwar aber egal, der Chef ist zufrieden. Erst viel später stolpern wir nochmal über den einen oder anderen Fall, dann, wenn wir den roten Faden des Spiels gefunden haben.

Doch erstmal erscheint die Abrechnung dieses Falles auf dem Bildschirm. Es gibt Punkte für die gefunden Hinweise und richtige Interpretation der Antworten und Abzüge für Sachschäden.

Kurz durchatmen und auf geht's zum nächsten Fall, das Verbrechen schläft bekanntlich nicht.

Fazit: Rockstar's interaktiver Episodenfilm L.A. Noire zerreißt mich innerlich. Ich liebe es, wenn die schicke Gesichtsanimation bei den Verhören zum Tragen kommt, um es gleich wieder zu hassen, weil ich nicht viel mehr wirklich selbst tun kann, als vorfertigte und nicht immer ganz logische Fragen anzuklicken. Ich mag es, wenn ich stilecht im Oldsmobile durch das schick animierte L.A. des Jahres 1947 düse, um mich gleich wieder zu ärgern, weil keine Interaktion mit der Stadt möglich ist. Ich langweile mich, wenn ich anfangs etwas zäh einfach einen Fall nach dem anderen vollkommen linear löse, und bin später begeistert, als plötzlich frühere Fälle durch neue Ereignisse in einem anderen Licht erscheinen. Auf der einen Seite fordert es mich nicht, auf der anderen hat es doch Suchtpotential. Die Aufzählung könnte ich ewig fortführen.

Genau wie mich der Titel hin und her reißt wird es sicher auch die Spieler spalten. Fakt ist: Der erwartete Top-Hit ist es nicht aber dennoch, gerade in Sachen Gesichtsanimation, sicher ein Meilenstein.

Wertung: 83 von 100 Punkten (Tino Grundmann/GameCaptain.de)
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Quelle/Copyright: Captain-Fantastic-Besprechung