Zwischen Fels und Eis - Munier, Vincent; Tesson, Sylvain
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Ein atemberaubender Natur-Bildband in hochwertiger Ausstattung
Der renommierte Naturfotograf Vincent Munier (Im eisigen Weiß) nimmt uns in diesem Bildband mit auf die Spuren des seltenen Schneeleoparden in die schwer zugängliche, majestätische Bergwelt Tibets. Aber nicht nur den scheuen Schneeleoparden hat Munier aufgespürt und in atemberaubend ästhetischen Bildern festgehalten, er ist auch anderen Bewohnern der Berge begegnet: den kleinen Pikas, Tibetfüchsen, wilden Yaks und großen Raubvögeln. Auf seiner beschwerlichen Reise begleitete ihn der erfolgreiche Autor Sylvain Tesson, dessen…mehr

Produktbeschreibung
Ein atemberaubender Natur-Bildband in hochwertiger Ausstattung

Der renommierte Naturfotograf Vincent Munier (Im eisigen Weiß) nimmt uns in diesem Bildband mit auf die Spuren des seltenen Schneeleoparden in die schwer zugängliche, majestätische Bergwelt Tibets. Aber nicht nur den scheuen Schneeleoparden hat Munier aufgespürt und in atemberaubend ästhetischen Bildern festgehalten, er ist auch anderen Bewohnern der Berge begegnet: den kleinen Pikas, Tibetfüchsen, wilden Yaks und großen Raubvögeln. Auf seiner beschwerlichen Reise begleitete ihn der erfolgreiche Autor Sylvain Tesson, dessen Gedanken und Erinnerungen die poetischen Bilder Muniers ergänzen.

Den Schneeleoparden in Tibets Bergen zu finden gilt als das höchste Ziel und ist Erfüllung für viele Reisende und Naturfotografen. Die Suche ist beschwerlich und gefährlich zugleich: geblendet vom Licht der Höhe, muss man ihn zwischen Felsen, Eis und Schnee entdecken, den Rücken jedes Berges erklettern, in der steten Hoffnung ihn zu entdecken. Nur kleinste Bewegungen enthüllen den gut getarnten König der Berge, wenn er die Felsen hinuntersteigt, um kurz darauf wieder zu verschwinden.

Dieses fotografische Meisterwerk kommt in bibliophiler Luxus-Ausstattung: Ein Fotografie-Band in höchster Qualität, gedruckt auf ausgesuchtem Papier mit zusätzlichem Reisejournal im Schuber. Das perfekte Geschenk für Tibet-Fans und Fotografie-Begeisterte zugleich!
  • Produktdetails
  • Verlag: Knesebeck
  • Artikelnr. des Verlages: 2319
  • Seitenzahl: 240
  • Erscheinungstermin: 15. Oktober 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 304mm x 254mm x 43mm
  • Gewicht: 2140g
  • ISBN-13: 9783957283191
  • ISBN-10: 3957283191
  • Artikelnr.: 56401557
Autorenporträt
Munier, Vincent
Der in den Vogesen aufgewachsene Naturfotograf Vincent Munier widmete sein Berufsleben schon früh der Naturfotografie. Er wurde mehrfach mit dem Wildlife Photographer of the Year Award ausgezeichnet. Seine Bilder werden auf der ganzen Welt ausgestellt und erschienen u. a. in National Geographic, GEO oder dem BBC Wildlife Magazine. Munier setzt sich stark für den Naturschutz ein.

Tesson, Sylvain
Sylvain Tesson ist ein mit dem "Prix Goncourt" ausgezeichneter Schriftsteller und Philosoph. Sein tagebuchartiger Reisebericht In den Wäldern Sibiriens wurde als Film adaptiert. In Deutschland sind von ihm erschienen: Kurzer Bericht von der Unermesslichkeit der Welt, Auf versunkenen Wegen und Napoleon und ich: eine abenteuerliche Reise von Moskau nach Paris.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 06.04.2020

Das Schweigen der Großkatze
Strapaziös: Der Fotograf Vincent Munier und der Autor Sylvain Tesson auf der Spur des Schneeleoparden

Je dramatischer die Umstände, desto bescheidener die Bedürfnisse. Kein Frühstück, kein Tee. Stattdessen heißes Wasser. Die Männer verlassen morgens um kurz nach sieben das Zelt. Sie haben Kopfschmerzen, atmen flach und müssen aufpassen, nicht höhenkrank zu werden. Wo auch immer sie hingehen, warten neue Arrangements des Immergleichen auf sie: Geröll, Schnee, Weite. Die Berge bilden eine Echokammer für das Geheul der Wölfe, Wildesel durchstreifen das nebelverhangene Plateau. Diese Szene auf einen Vers gebracht: "Ein suggestiver Schleier. Erotik der Ebene."

Für den Bildband "Zwischen Fels und Eis" (Knesebeck Verlag) sind der Naturfotograf Vincent Munier und der Autor Sylvain Tesson ins schrundige Hochland Tibets gereist, um ein Tier zu suchen, das den Ruf genießt, unwirklich, ja phantasmagorisch zu sein - den Schneeleoparden. Damit machen sich die beiden zu Nachfolgern des Amerikaners Peter Matthiessen, der 1973 zusammen mit dem Naturforscher George Schaller Nepal besucht hatte und seine Erlebnisse in dem fünf Jahre später veröffentlichten Buch "The Snow Leopard" festhielt.

Das elegante Raubtier bewohnt Bergregionen in bis zu sechstausend Meter Höhe und unterstreicht seine Samtpfötigkeit durch stimmliche Zurückhaltung, denn im Gegensatz zu anderen Großkatzen brüllt er nie. Sein graues, von schwarzen Flecken gesprenkeltes Fell bietet eine optimale Tarnung im zerklüfteten Gelände. Andere Tiere der Steppe stehen ihm hier freilich in nichts nach. Der Tibetfuchs, vorne hellbraun, hinten graublau, verschmilzt mit seiner Umgebung genauso wie der gelblich-weiße Tibetanische Wollhase oder die Tibetmeise mit ihrem cremefarbenen Gefieder.

Muniers Fotografien sind monochrome Tableaus, deren Reiz der Form, nicht dem Inhalt entspringt: gefaltete Bergkämme, welche die Aufnahmen regelrecht zerschneiden; weich geschliffene Landschaften, die sich im Licht aufzulösen scheinen; körnig wirkende Muster aus Schnee und Erde. Und immer wieder verschwommene Kompositionen voller Staub und Dunst sowie harte Hell-Dunkel-Kontraste. Ein Foto etwa wird von einer Diagonalen in zwei Hälften geteilt: oben der Himmel, unten der zum Schattenriss gewordene Berg, auf dessen Rücken ein Schneeleopard eine Tatze vor die andere setzt.

Die Notizen aus dem Reisejournal des Fotografen finden sich in einem separaten Band und vermitteln einen guten Eindruck von den Strapazen des Trips. Munier pflegt einen kargen Stil, der stellenweise jedoch ins Blumige kippt: "Kostbare Erinnerung in einer Schublade meines Gedächtnisses. Einer Schneewolke gleich erscheint und verschwindet der Yak in der Märchenkulisse." Allerdings sind nicht nur die Naturgeschichten faszinierend, auch die Vorgaben der chinesischen Regierung haben es in sich. So wurde Munier etwa verboten, zweimal das gleiche Tier oder die Armut in Tibet zu fotografieren. Es folgten Missverständnisse, und schließlich fanden höhere Geldsummen, Handschellen und Fingerabdrücke Einlass in diesen kleinen Krimi.

Sylvain Tessons Texte ließen sich als poetisches Gegengift zu so viel harter Realität betrachten. Er dichtet, was das kulturgeschichtliche Zeug hält ("Die Tiere sind ,jenseits von Gut und Böse'") und schafft es dennoch nicht, mit der Könnerschaft Muniers gleichzuziehen. Es ist schon richtig: "Die Evolution wird eben nicht von der Moral bestimmt: Der Hunger heiligt die Mittel." Was das aber konkret bedeutet, davon legen vor allem die Aufnahmen Zeugnis ab.

KAI SPANKE

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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