20,00 €
versandkostenfrei*
inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln


  • Gebundenes Buch

3 Kundenbewertungen

Ich habe oft Dinge getan, die sonst keiner macht Er ist ein Mann der Widersprüche. Harter Wettbewerber einerseits, sozial engagiert andererseits. Dirk Roßmann, Erfinder und Pionier des modernen Drogeriemarktes, große Unternehmerpersönlichkeit und mehrfacher Millionär. Widerständen ist er nie aus dem Weg gegangen. Sein Credo: niemals aufgeben! Bereits im Alter von 12 zeigte sich sein Unternehmergeist: Er lieferte Drogerieartikel mit dem Fahrrad aus und verkaufte sie 10 Prozent billiger. Mit gerade mal 25 Jahren eröffnete er in Hannover den "Markt für Drogeriewaren" und legte damit den…mehr

Produktbeschreibung
Ich habe oft Dinge getan, die sonst keiner macht
Er ist ein Mann der Widersprüche. Harter Wettbewerber einerseits, sozial engagiert andererseits. Dirk Roßmann, Erfinder und Pionier des modernen Drogeriemarktes, große Unternehmerpersönlichkeit und mehrfacher Millionär. Widerständen ist er nie aus dem Weg gegangen. Sein Credo: niemals aufgeben!
Bereits im Alter von 12 zeigte sich sein Unternehmergeist: Er lieferte Drogerieartikel mit dem Fahrrad aus und verkaufte sie 10 Prozent billiger. Mit gerade mal 25 Jahren eröffnete er in Hannover den "Markt für Drogeriewaren" und legte damit den Grundstein für sein Firmenimperium.
Doch die Erfolgsgeschichte kennt auch Brüche: 1996 stand das Unternehmen vor dem Konkurs, privat hatte sich Dirk Roßmann an der Börse verspekuliert, und im gleichen Jahr erlitt er einen Herzinfarkt. "Von da an habe ich alles auf Null gestellt und versucht, die Firma zu retten."
Durch diese Krise veränderte Dirk Roßmann sein Leben und durchlebte einen tiefgreifenden Wandel. Das sieht er heute als Grund für seinen Erfolg an.
Ein Mann mit Haltung, reich an Lebenserfahrung, ein kluges und weises Buch, eine Orientierung in einer unübersichtlichen Zeit.
Autorenporträt
Roßmann, DirkDirk Roßmann wird am 7. September 1946 in Hannover geboren. Sein Vater besitzt in zweiter Generation eine kleine Drogerie und stirbt, als Dirk Roßmann zwölf Jahre alt ist. Nach dem Abschluss der Volksschule und der anschließenden Drogistenlehre übernimmt er die Verantwortung im Geschäft und sorgt für die Familie. 1972 gründet Dirk Roßmann den ersten deutschen Drogeriemarkt mit Selbstbedienung. Heute betreibt das Unternehmen mit Sitz in Burgwedel bei Hannover 3.770 Filialen in Deutschland sowie Polen, Ungarn, Tschechien, Albanien und der Türkei. 2017 erzielte ROSSMANN erstmals einen Umsatz von 9 Milliarden Euro. Dirk Roßmann ist verheiratet mit Alice Schardt-Roßmann und hat zwei Söhne, die ebenfalls im Unternehmen tätig sind.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 21.01.2019

Der Milliardär
Dirk Roßmann erzählt seinen Aufstieg

Vom Cover lächelt spitzbübisch ein freundlicher Rundkopf, der in seiner im Oktober 2018 erschienenen vorläufigen Lebensbilanz immer wieder freimütig von seinem frühen Haarverlust und der geringen Körpergröße, dem Ende seiner Schulkarriere mit dem Volksschulabschluss, den lange Zeit mangelnden Chancen bei den Mädchen und seinem mageren Selbstbewusstsein erzählt. Dirk Roßmann schont die eigene Person nicht, was seine frühen Jahre angeht. Umso bemerkenswerter erscheint sein rasanter Aufstieg zum schwerreichen Drogerie-Discounter, von dem seine mit Hilfe der TV-Journalisten Olaf Köhne und Peter Käfferlein verfasste Biographie ausführlich berichtet.

Der Branchenpionier steht an der 43. Stelle der vermögendsten Deutschen. Sein Start als Jungunternehmer liest sich wie ein Zufallsgeschehen: "Als ich mein erstes Geschäft eröffnete, hätte keine Menschenseele, ich am allerwenigsten, daran gedacht, dass daraus einmal ein Imperium erwachsen würde... Am Anfang stand kein Plan. Sondern einfach machen, umsetzen, improvisieren". sagt er. Allerdings gab es eine entscheidende Weichenstellung: Die Abschaffung der Preisbindung für Drogeriewaren durch die sozial-liberale Bundesregierung brachte ihn auf die Idee, über ein Selbstbedienungsangebot die Verkaufspreise für Drogerieartikel drastisch zu senken. Mit diesem bis dahin nur im Lebensmittelhandel erprobten Konzept eröffnete er im Juni 1972 in seiner Heimatstadt Hannover auf 120 Quadratmetern einen ersten eigenen Laden. Das Geschäft neben dem Bestattungsunternehmen seines Vermieters brachte schon am ersten Tag die Hälfte des erhofften Monatsumsatzes von 40 000 D-Mark, und Roßmann konnte bald weitere Filialen aufmachen. Heute hat die Rossmann GmbH 3770 Niederlassungen, davon 2100 in Deutschland, den Rest in Polen, Ungarn, Tschechien, Albanien und der Türkei. Dirk Roßmann beschäftigt insgesamt 50 000 Menschen und bietet 17 000 Produkte an. 2017 erzielte er 9 Milliarden Euro Umsatz.

Bereits sein früh verstorbener Vater betrieb in zweiter Generation eine kleine Vorort-Drogerie, die der Sohn nach einer Lehre mit seiner Mutter weiterführte. Weil er im Laden unabkömmlich war und trotz Gerichtsklage nicht vom Grundwehrdienst bei der Bundeswehr freigestellt wurde, kletterte er schließlich aus Protest vor seiner Kaserne auf eine 20 Meter hohe Eiche, bis nach sechs Stunden in der Dunkelheit die Feuerwehr anrückte. Am nächsten Morgen war er entlassen. Dieser Sieg gab dem Selbstbewusstsein des jungen Mannes entscheidenden Auftrieb und dem Buch seinen skurrilen Titel.

Für seinen unternehmerischen Erfolg macht Rossmann eher seine Hartnäckigkeit als ein ererbtes Gen verantwortlich. Auch wenn zumindest seine Großeltern mütterlicherseits einen florierenden Pelzhandel in Hannover mit zeitweise 200 Angestellten besaßen und sein leiblicher Vater, von dem er erst im Alter von 16 Jahren erfuhr, mit einem größeren Unternehmen reüssierte. Seinen beharrlichen Aufstiegswillen führt Roßmann auf die permanente Finanznot der elterlichen Drogerie zurück, so dass Geld in seiner Kindheit Mangelware war. Als Schlüssel zum Erfolg sieht er, "dass ich auf Ideen komme, die auf der Hand liegen, aber auf die sonst niemand kommt". Und: "Meine größte Qualität als Unternehmer und als Chef: Menschen zusammenzubringen. Ich bin ein Integrator." Fit gemacht dafür hat ihn eine langjährige Psychotherapie, die sein Interesse an Psychologie weckte.

Einen Bruch in der Erfolgsgeschichte markierte das Jahr 1996 mit 12 Millionen DM Verlust. Nach eiliger Expansion in die neuen Bundesländer und weiter in den Osten, dazu Fehlspekulationen an der Börse mit geliehenem Geld sowie zahlreichen Prozessen stand das Unternehmen mit immensen Bankschulden und nur mehr 8 Prozent Eigenkapital vor dem Konkurs. Ein Herzinfarkt des Firmenchefs brachte die Wende und veranlasste ihn, "die Weichen neu zu stellen". Die Geldgeber ließen sich zum Stillhalten für ein Jahr bewegen, und Rossmann schaffte es, mit einer Erweiterung seines Angebots auf günstigere Eigenmarken die Krise zu bewältigen, wieder Gewinn zu machen und zu wachsen.

Das Unternehmen gehört zu 60 Prozent ihm und seiner Familie, die beiden Söhne haben bereits Teile des operativen Geschäfts übernommen, und der Senior ist überzeugt: "Die Jahre voller Ängste und Sorgen, die Zeiten finanzieller Not und falscher Entscheidungen hätten wir ohne den familiären Zusammenhalt niemals überstanden."

Geld scheint nach wie vor wichtig für Roßmann, wenn auch inzwischen auf andere Art. Er sei kein materieller Mensch, sagt er von sich. Er besitze weder eine Yacht noch einen Jet, nicht einmal ein Smartphone oder einen Laptop, und sein Auto sei acht Jahre alt, das Handy ein alter Knochen. "Ich habe Respekt vor Leuten, die nicht überheblich sind, nicht großkotzig", betont er. "Wer reich ist, sollte dankbar sein. Demütig. Daraus erwächst die Freude an der Pflicht, etwas für andere zu tun." Was Roßmann für andere tut, kommt nach den Kapiteln "Werden" und "Wachsen" vor allem im dritten und letzten Teil des Buches unter der Überschrift "Sein" zur Sprache. Im Mittelpunkt steht dort sein karitatives Engagement in Afrika und die von ihm mitbegründete "Deutsche Stiftung Weltbevölkerung".

Roßmann ist nicht nur erfolgreich im Verkauf von Zahnpasta, Seife und Waschpulver. Auch sich selbst verkauft der in Talkshows gern gesehene Gast exzellent. Was er in seinem Buch in munterem Plauderton erzählt, wirkt warmherzig bis anrührend und authentisch. Wer so offen und unterhaltsam über eigene Fehler und Schwächen, Pannen und Pleiten berichtet und zugleich sichtbar Werte wie Familie und Menschlichkeit, Mut und Bescheidenheit, Bildung und politische Verantwortung beschwört, ja selbst über Konkurrenten nur Gutes zu sagen weiß, dem verargt niemand die Milliarden, illustre Freunde und den Hang zu Literaturempfehlungen und Lebenssentenzen im Buch.

ULLA FÖLSING

Dirk Roßmann mit Olaf Köhne und Peter Käfferlein: ... dann bin ich auf den Baum geklettert! Ariston Verlag, München 2018, 240 Seiten, 20 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr
»Entschlossen, widerspenstig und ein Querdenker - dieses Bild zeichnet der Drogerie-Unternehmer Dirk Rossmann in seiner Autobiografie von sich selbst.« dpa
Andere Kunden kauften auch