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Rechtsanwalt Vincent Arnott liegt tot in einem Hotelbett. Er ist nackt bis auf seine Socken und an Händen und Füßen mit einem Gürtel gefesselt. Was tut ein begüterter Anwalt in so einer Absteige hinter dem Londoner Crystal Palace Park und warum hat ihn jemand erdrosselt? Sind ausgefallene Sexspielchen aus dem Ruder gelaufen oder sollte es nur so aussehen? Gemma James und Detective Sergeant Melody Talbot stehen in dem neuen Fall von Deborah Crombie, „Wer Blut vergießt“, unter Erfolgsdruck. Denn kurz darauf liegt ein zweiter Toter nackt, gefesselt und erdrosselt in seiner Wohnung; auch er ist…mehr

Produktbeschreibung
Rechtsanwalt Vincent Arnott liegt tot in einem Hotelbett. Er ist nackt bis auf seine Socken und an Händen und Füßen mit einem Gürtel gefesselt. Was tut ein begüterter Anwalt in so einer Absteige hinter dem Londoner Crystal Palace Park und warum hat ihn jemand erdrosselt? Sind ausgefallene Sexspielchen aus dem Ruder gelaufen oder sollte es nur so aussehen? Gemma James und Detective Sergeant Melody Talbot stehen in dem neuen Fall von Deborah Crombie, „Wer Blut vergießt“, unter Erfolgsdruck. Denn kurz darauf liegt ein zweiter Toter nackt, gefesselt und erdrosselt in seiner Wohnung; auch er ist Anwalt. Ein Serienmörder also – doch Ansatzpunkte und mögliche Motive für die Taten bleiben im Dunkeln.

Gemmas Mann Duncan Kincaid kümmert sich als Scotland-Yard-Ermittler in Elternzeit vor allem um Pflegekind Charlotte. Doch er wäre nicht Duncan, würde er sich nicht auch für diese mysteriöse Geschichte interessieren – zumal die mühevolle Spurensuche bei dem ermordeten Arnott zu einem jungen Mann führt, den Duncan kennt: zu Andy Monahan – einem Gitarristen und Bekannten von Tam – und damit dem Tam, der mit Duncan und Gemma befreundet ist…

Andys Pech: Der Leadgitarrist spielte am Vorabend des ersten Mordes in einem Pub im Stadtviertel Crystal Palace – zu Gast war dort auch Vincent Arnott. An diesem Abend hatte es einen Zwischenfall im Pub gegeben: Andy war von einem alten Bekannten auf der Bühne belästigt worden. Er flippte völlig aus, als dieser Joe ihn ansprach und mit ihm wieder „befreundet“ sein wollte. Er verpasste ihm einen Haken, schlug sich die Fingerknöchel dabei blutig, und dann mischte sich auch noch der nun tote Vincent Arnott in den Streit ein…

Dass Andy und Joe eine Geschichte von vor 15 Jahren verbindet, erzählt Deborah Crombie Stück für Stück in Rückblenden. Wir lernen den 13-jährigen Andy kennen. Seine Mutter ist Alkoholikerin, bedient in einem Pub und versäuft so gut wie alles Geld. Oft fehlt Bares für Essen und Andy muss früh erwachsen werden. Doch es gibt zwei Lichtblicke in seinem Leben: seine Gitarre und die neue Nachbarin Nadine, eine junge Witwe. Sie wohnen Tür an Tür und freunden sich an – oft sitzen die beiden auf den Stufen vor den Haustüren und Andy spielt auf seiner Gitarre. Dass Nadine Lehrerin an einer Schule für die Kinder reicher Eltern ist, erfährt Andy erst, als ihn zwei Jugendliche als ihr persönliches Opfer entdecken und ihn bis nach Hause verfolgen. Einer der beiden heißt Joe, der andere Shaun – er ist das zweite Mordopfer.

Was geschah damals vor 15 Jahren und warum verschwand Nadine, die junge Witwe, über Nacht und ohne Abschied? Andy weiß es nicht – und ist nun erstmals Zeuge in einem Mord. Als Melody Talbot ihn befragen will, spielt er gerade mit Poppy, einer aufstrebenden Musikerin, im Studio. Die sonst so kontrollierte und immer korrekte Melody hört die Musik, sieht Andy spielen – und es ist fast schon um sie geschehen: „Melody wusste nicht, ob sie je einen Menschen gesehen hatte, der so vollkommen in dem aufging, was er gerade tat – jeder Muskel, jede Sehne seines Körpers schien wie eine Verlängerung der Gitarre in seinen Händen. Ihr stockte der Atem, und sie spürte, wie ihr Puls sich beschleunigte.“ Auch das noch… gut – Andy ist erst einmal nur ein Zeuge. Doch als weitere Verbindungspunkte aus der Vergangenheit langsam ein Motiv ergeben – jedenfalls scheint es so –, taucht auch Andys Name immer wieder auf. Ist er der Täter, kennt er den Täter, hat er etwas mit den Morden zu tun oder muss er bald selbst um sein Leben fürchten, weil er als nächstes Opfer auf der Liste des Killers steht? Die Lösung liegt in der Vergangenheit und Gemma, Duncan und Melody müssen das Rätsel entschlüsseln – schnell entschlüsseln, denn der Killer hat sein neues „Ziel“ schon ausgewählt.

Autorenporträt
Crombie, DeborahDeborah Crombies höchst erfolgreiche Romane um Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James von Scotland Yard wurden mit dem »Macavity Award« ausgezeichnet und für den »Agatha Award« und den »Edgar Award« nominiert. Die Autorin lebt mit ihrer Familie im Norden von Texas, verbringt aber viel Zeit in England, wo ihre Romane angesiedelt sind.
Rezensionen
»Die Krimis der Amerikanerin Crombie überzeugen mit schöner britischer Atmosphäre.«
Ermittlerporträt
Doppelermittlerporträt Gemma James und Duncan Kincaid

Seit dem ersten Band "Das Hotel im Moor", in dem Scotland-Yard-Inspektor Duncan Kincaid und seine junge Mitarbeiterin, Sergeant Gemma James, aufeinandertrafen, sind Jahre vergangen. Mit "Wer Blut vergießt" zählen wir Band 15, und nach einer langen Phase der Annäherung von Duncan und Gemma, vielen Komplikationen, kleineren und größeren Dramen, Kneifen vor der Hochzeit (Gemma) und so weiter sind sie seit einiger Zeit nun auch privat ein Paar, haben sogar geheiratet. Beruflich arbeiten die beiden seitdem nicht mehr in derselben Abteilung - das würde einem professionellen Agieren einfach im Weg stehen und sicher auch dem Privatleben nicht guttun.

Duncan, der übrigens 10 Jahre älter ist als Gemma, bringt seinen 14-jährigen Sohn Kit mit in die Beziehung, Gemma ihren sechsjährigen Sohn Toby und seit Kurzem gehört auch noch Pflegekind Charlotte zur Familie - Gemma und Duncan kümmern sich um die dreijährige traumatisierte Waise. Cockerspaniel Geordie, Terrierhündin Tess und Kater Sid komplettieren den Patchworkhaushalt, in dem es turbulent zugeht. In das Haus von Gemma und Duncan scheint nie Ruhe einzukehren, was aber nicht nur an den Kindern und den Tieren liegt - auch Gemma (sprich: Dschemma) ist ein Energiebündel und hält nicht viel von Diplomatie. Als Arbeiterkind - ihre Eltern haben eine Bäckerei - fackelt sie nicht lange und sagt klipp und klar, wenn ihr etwas nicht passt. Sie kann sich privat wie beruflich durchsetzen und ermittelt in "Wer Blut vergießt" im Rang eines stellvertretenden Detective Chief Inspectors. Ihr Nord-Londoner Akzent ist noch leicht herauszuhören, und auch ihre Ausdrucksweise kann ziemlich schroff sein. Als Deborah Crombie Gemma und Duncan erschuf, wusste sie übrigens nicht, dass sich beide einmal verlieben und als Paar leben würden.

Doch die Leser freut das ungemein und sie fiebern mit den privaten Entwicklungen und Kriminalgeschichten gleichermaßen mit. Gemma, die Gefühlsbetonte, die sich von ihren Stimmungen leiten lässt - am Tatort wie privat -, bringt Leben in die Bude. Und Duncan Kincaid, Scotland Yard Detective Superintendent, ist der Besonnene und Ruhige - meist jedenfalls. Der bei den Kollegen beliebte Stratege ist behütet in einer Mittelklassefamilie in Cheshire im Nordwesten von England aufgewachsen, wo seine Eltern einen Buchladen betreiben. Als Polizist kann Duncan in einer Verhörsituation sein Gegenüber so exzellent manipulieren, dass er (fast immer) alles erfährt, was er erfahren will. Privat ist Duncan ein Schatz und hält in Band 15 seiner Frau den Rücken frei: Nachdem Gemma nach der Elternzeit ihren Dienst wieder angetreten hat, pausiert nun Duncan, damit er sich um die kleine Charlotte kümmern kann. Langweilig wird ihm zu Hause zwar nicht - die Kinder halten ihn schließlich auf Trab und außerdem hat er den Gourmetkoch in sich entdeckt und verwöhnt die Familie oft mit mehrgängigen köstlichen Menüs -, doch sein anspruchsvoller Job bei Scotland Yard fehlt dem hochintelligenten Duncan durchaus;wie sehr, wird sich im Laufe des Buches noch herausstellen...